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gilt, Opfer zu bringen für des Reiche» Macht. Tie darf uvS nicht weichen, auch wenn e» gilt, eigene Interessen einmal um der Anderen willen zu vergeben. Sie darf uns nicht weichen, auch wenn der böswillige Nachbar in Gift und Galle un» die Freude am Reich verkümmern will durch Nörgeln und Mäkeln. Nein, Freude am Reich, Freude am deutschen Vaterland fei de» deutschen Manne» Kraft und Stolz!

Und dazu daS Letzte: Nicht sterben darf die dankbare Erinnerung an die Tapferkeit der deutschen Führer und Truppen im großen Kriege! Wo fie Blut iäeten, ernteten wir Kraft und Glück. Wo fie ihr Beste» gaben, erwuchs un» da» Beste. Da» sei ihnen unvergessen, und der Schmuck der Denkmäler soll wieder bezeugen, daß man ihrer noch denkt. Dann aber gilt'», solchen Sinn in unferm Volk lebendig zu erhalten. Gott Lob! noch lebt er. Al» jüngst ein Schiff unserer Marine ein Opfer der Wellen wurde, da find die tapferen Mannen mit einem Hurrah auf ihren Krieg-Herrn in den Tod gegangen. DaS ist ein muthiger, starker Geist, der so im Tode treu ist. Er soll im deutschen Volk lebendig bleiben- dann gilt» auch fürder:

Deutschland, Deutschland über Alle»! Hoch Kaiser und Reich!

Deutsche» Deich.

Berlin, 1. September. DieB. P. N." glauben nicht, daß über die Convertirung der preußischen bi er* procentigen Anleihen bereit» endgiltige Entschließungen vorliegen. Bei dem Zusammenhang zwischen dieser Frage und den Vorlagen finanzpolitischer Natur, die den Landtag in diesem Herbst noch beschäftigen sollen, werde man aber kaum fehlgehen, wenn man annimmt, daß auch die Conver- ttruugsfrage nach der Rückkehr des Finanzminister» Mi q u el aus Wiesbaden zur Entscheidung gelangen werde. Diese Mittheilung bestätigt die Annahme, daß die Conversion im Princip beschlossen ist, man aber mit der Ausführung der Maßregel noch einige Zeit warten will.

Der Sitz de» aufgelösten socialdemokratifchen Parteivorstandes soll angeblich nach Offenbach ver« legt werden, weil in Hessen eine erneute Auflösung nicht zu befürchten fei. Der Abgeordnete Liebknecht hält sich be­reits feit mehreren Tagen in Offenbach auf, um mit den dortigen Führern die Angelegenheiten zu besprechen und die Vorarbeiten zu erledigen. Auf dem Parteitage in Gotha wird die Neubildung des ParteivorstandeS erfolgen.

Kiew, 30. August. Die Stadt ist zu dem bevorstehenden Empfange des KaiferpaareS auf daS Glänzendste geschmückt. Diele Landbewohner find eingetroffen. Die Gast« Hilfe find überfüllt. Da» Kaiserpaar trifft morgen ein und gedenkt am 3 September nach BreSlau abzureifen.

:icu<fte Uadt>ric^te,e.

tioitt» 'ttegraphtsche» Lorrefpondenr-Bme«.

Berlin, 31. August. Am Mittwoch findet in der Capelle der rusfifchen Botschaft ein Trauergottesdienst für den Fürsten Lobanow statt.

Berlin, 31. August. Die 12. Wanderversammlung des Verbandes deutscher Architekten« und Ingenieur- Vereine wurde heute Vormittag Im ReichStagSgebäude in Anwesenheit der Minister Thielen und Bosse, des Bürger­meisters von Berlin, Kirschner, de» Rectors der technischen Hochschule, Hauck, und Anderer eröffnet. Der Vorsitzende, Baurath Htnkeldey, begrüßte die Vertreter der Staat»« reglerung und der Stadt Berlin und bewillkommnete die Berufsgenossen, besonder» die aus Oesterreich-Ungarn und der Schweiz erschienenen. Hierauf begrüßte Minister Thielen Namen» der Reich»- und Staatsverwaltung die Versammlung. Die Regierung erkenne es als ihre Pflicht an, die Bestreb­ungen de» Verbandes nach Kräften zu fördern. Nachdem Stadtverordnetenvorsteher Dr. LangerhanS Namen» der Stadt Berlin gesprochen und Baurath Hinkeldey für daß aus­gesprochene Wohlwollen gedankt, wurden Vorträge gehalten. Alsdann trat eine Pause ein. Nachmittag» findet eine Be­sichtigung der Stadt und der Kunstausstellung statt.

Berlin, 31. August. DieBerl. Corresp." schreibt: Der LandwirthschaftSminlster hat dem Könige eine Denkschrift Über die zur fjörberung der Land- wlrthfchaf t In den letzten Jahren ergriffenen Maßnahmen unterbreitet, die mit allerhöchster Genehmigung der Oeffent- llchkeit zugänglich gemacht werden soll. Die Denkschrift er­kennt die Bedeutung deß Getreidebaues für Deutschland und die im Sinken der Getreidepreise liegende Gefahr an. Bei der Undurchführbarkeit der bekannten, zur allgemeinen Preis- Hebung gemachten Vorschläge beschränke sich zur Zelt die Aufgabe der Staatsverwaltung auf Maßnahmen der Gesetz­gebung und Verwaltung, welche die landwirthschaftliche Pro­duction in allen einzelnen Zweigen heben und dieselbe da­durch verbilligen, daß der Landwirthschast möglichst billige Betriebsmittel zur Verfügung gestellt und die auf Ihr ruhen­den Lasten vermindert werden. Die Denkschrift lehnt be­stimmt daß allgemeine Anitheilen de» Grund und Boden» in ben Kleinbesitz nb unb hebt hervor, baß ber AuSgabenetat ber lanbwirthfchaftlichen unb Justizverwaltung in ben letzten 15 Jahren um $8.8 pCt., in ben letzten 10 Jahren um 45.3 pCt. gestiegen sei. Wa» bie Steuerreform betrifft, berechnet bie Denkschrift bie aus bem platten Lande gemachte Erleichterung auf über 28»/, Millionen, welche meisten» dem verschuldeten Thelle beß Grundbesitze» zu Gute kommen. Auf dem Gebiete der Zollverwaltung entfallen von ben durch die Gesetze von 1888 unb 1889 eingeführten StaatSzuschüssen im Jahre 1894/95 auf da» platte Land über 19«/, Millionen. Ebenso find die au» ben etatSwäßigen Fonb» ber Unterricht»« Verwaltung gewährten Zuschüsse bebeutenb gestiegen - z. B.

bie Zuschüsse für bie Lehrer- unb Lehrerinnen-Pensionen auf dem platten Lande in den letzten Jahren von 2,683,000 Mk. auf 3,362,000 Mk. In ben letzten zehn Jahren würben 4598.5 Kilometer Eisenbahnen für Staatsrechnung gebaut, bavon in ben sechs östlichen Provinzen 2397.3 Kilometer. Zur blrecten Förderung der Meliorationen sind in den letzten sechs Jahren über 12 Millionen Mark aufgemenbet worden. Die ländlichen Genossenschaften deS Neuwieder und Offen­bacher Systems find in Preußen feit dem Jahre 1890 von 1877 auf 5158 gestiegen.

Nürnberg, 31. August. Unter zahlreicher Behelligung wurde heute im Saale des Industrie« unb CulturverelnS ber 11. Deleglrtentag bes Innung» « verbanbeS deutscher BaugewerkSmelster durch den ersten Vor­fitzenden, Baumeister Felifch Berlin, eröffnet. Al» Vertreter ber bayerischen Staatsregierung begrüßte KreiSbauaffessor Häberlein-AnSbach, al» Vertreter ber Stadt Nürnberg Bürger­meister Tändler bie Versammlung. Der Deleglrtentag be« schäftigte sich im Wesentlichen mit ber Organisation be» Hand- werk», wobei Bauer-Hamburg, Nieß-Braunschweig unb Kreil- gerichtSrath a. D. Dr. Hilfe-Berlin sich ausführlich über ben von ber preußischen Regierung dem BundeSrathe vorgelegten Gesetzentwurf aussprachen. Die Versammlung nahm ben Stanbpunkt ein, baß ber Entwurf zu begrüßen fei alS ein Versuch, bem Handwerk entgegenzukommen, baß er aber in manchen Punkten ber Verbesserung bedürfe.

Troppau, 31. August. Die Oder ist infolge Regen- gestiegen. Mehrere Brücken find fortgeschwemmt. Die Häuser in Lamsch unb Neudörfel stehen ein Meter tief im Wasser. Der Verkehr ist vielfach unterbrochen.

Pari», 31. August. Anläßlich beß Ablebenß beß Fürsten Lobanow hat Präsident Felix Faure dem Kaiser von Rußland sein tiefste- Beileid au-gedrückt. Der Minister de- Auswärtigen, Hanotaux, hat dem russischen Botschafter, Baron v. Mohrenheim, persönlich fein Beileid zum Ausdruck gebracht. Der französische Botschafter in Petersburg ist tele­graphisch angewiesen worden, der Familie deß Verblichenen die Versicherungen des Beileids zu übermitteln.

London, 31. August. DaS Reuter'fche Bureau meldet au- Akafse: Daß befestigte Lager deß SclavenräuberS und Sclavenhändlerß Katchella am Benne wurde von den Truppen ber Noyal-Niger Company nach heftigem Kampfe zerstört. Biele Sklaven würben befreit- 14 Soldaten wurden getöbtet unb viele verwunbet. Katchella würbe, währenb er an ber Mauer kämpfte, erschossen.

Sofia, 31. August. DieHgence Balkanique" melbet: Gestern wurden bet der Einweihung ber renovirten katho­lischen Kirche zum ersten Male seit bem Uebertrltt beß Erb­prinzen Boriß bie liturgischen Gebete für ben Fürsten burch ben römisch-katholischen Erzbischof von Phillppopel, Msgr. Menini, vom Altar wieder abgeleseu. Die Ermächtigung hierzu soll schon seit längerer Zelt vom heiligen Stuhle gegeben worden fein.

DepelÄnt M fhtrctn .Herold'.

Berlin, 31. August. Der diesjährige allgemeine Parteitag der beutfch-foclalen Reform-Partei wird, wie dieStaatSb. Ztg." meldet, vom 10. biß 12. Oktober in Halle a. S. stattfinden.

Berlin, 31. August. Die Kronprinzessin von Schweden wird am 4. September von Sofiero nach Karls­ruhe reisen, um der Feier deß 70. Gebnrtßtageß ihres Vater-, beß Großherzogß von Baben, am 9. September beizuwohnen. Gegen ben 13. September wirb bie Kronprinzessin wieder nach Sofiero zurückkehren.

Berlin, 31. August. Unter den Vorlagen, welche dem Bundeßrath bet seinem Ende nächsten Monats erfolgenden Wiederzufammentritt vorgelegt werden, befindet sich, tote bie »Post" vernimmt, neben bem Gesetzentwurf betr. Abänderung der Gewerbeordnung auch ein Gesetzentwurf betr. Abänderung der Arbeiter-DerficherungSgesetze, welche, wie verlautet, beide dem Bundeßrath nebst umfangreichen Begründungen bereit» zugegangen fein sollen. Ferner soll noch die Seemannß- Otbnung vom 27. September 1872 einer Abänderung unter­zogen werden, zu ber bie technische Commission für See­schifffahrt Vorschläge gemacht hat unb welche bem Bundeßrath bald zugehen wird.

Wien, 31. August. In hiesigen diplomatischen Kreisen hat der plötzliche To b beß Fürsten Lobanow erschütternb gewirkt. Allseitig wirb betont, baß Europa allen Grund habe, diesen ausgezeichneten friedliebenden Staatsmann zu betrauern. Spectell Oesterreich verliere in demselben einen ehrlichen durch und durch vertrauenswürdigen Freund. Man glaubt in hiesigen diplomatischen Kreisen, daß der hiesige russische Botschafter Graf Kapnlst ober dessen Bruder, ber Director beß orientalischen Bureauß in Petersburg, zum Minister beß Aeußern ernannt werben wird, ba ber sonst in erster Linie in Frage kommende Graf Nelidow von seinem Konstantinopeler Posten unter ben jetzigen Umftänben nicht abberufen werden könne.

Wien, 31. August. Die Behörde verbot bie von den Deutsch-Nationalen in Linz unb Weiß geplante Seban- feier.

Triest, 31. August. In Dalmatien haben Wolken­brüche viele Culturen zerstört. Eine Menge Vieh ist zu Grunde gegangen.

Ksnstautinopel, 31. August. Gestern kam in Bujukdere sowie in mehreren Ortschaften am Boßporuß zu einer großen Panik. Zahlreiche Schaaren kurdischer Arbeiter griffen die armenischen Häuser an, wobei auf beiden Seiten zahlreiche Tobte unb Verwundete gab. Die Zahl der bißher getödteten Armenier wird auf 12- biß 15000 geschätzt, während nur 100 Muselmänner ihr Leben eingebüßt haben sollen. Wie auf mehreren Botschaften constatirt wurde, find die Unruhen von einer hohen türkischen Persönlichkeit an- gefacht unb genährt worden.

Berlin, 1. September. In Betreff ber Erbfolge in Fürstenth um Lippe Ist, wie der.Kreuzztg." zufolge verlautet, nach dem Compromißvertrage ber in Betracht kommenben brei Linien be» Hause» L-ppe bet L ppe'fche Schiedsvertrag nunmehr in Kraft getreten.

Berlin, 1. September. Der russische Botschafter Graf v. b. Osten-Sacken ist hier von Ragaz eingetroffen. Et beabsichtigt, sich Donnerstag nach BreSlau zu begeben. Arn- Mittwoch gedenkt er einer Trauerfeierlichkeit zum Andenken an den Minister Lobanow in ber Botschafts-Capelle beizu­wohnen. ES wirb in Kreisen bet russischen Botschaft an­genommen, baß da» Programm ber Zarenteise durch den Tod Lobanows keine Abänderung erleidet.

Berlin, 1. September. Ucber bie näheren Umstänbe de* Tobe» be» Fürsten Lo banow wirb noch Folgende» an» Petersburg berichtet: Auf bet Station Schepetowka ließ ber Zar ben Zug halten, um mit feiner Gemahlin einen Spaziergang zu unternehmen. Er wat habet von feiner Suite, herunter auch bem Fürsten Lobanow begleitet. Dieser würbe plötzlich unwohl. Er wollte in den Waggon zurück­kehren, allein e» war ihm nicht möglich unb er mußte fremde Hilfe in Anspruch" nehmen. Kaum war er in ben Waggon wieder eingestiegen, als ein Schlaganfall feinem Leben ein Ende machte.

Berlin, 1. September. DerLocalanzeiger" meldet au* Sansibar: ©alb Kallb unb feine nach dem deutschen Consulat geflohenen Anhänger wurden unter Bedeckung von deutschen Matrosen nach Dat-e--Salaam ringeschlfft. Gerücht­weise verlautet, ber in Sansibar von Wißmann entwaffnete Mabruk wolle abermals rebeQIren.

BreSlau, 1. September. Die Reisebispofitlonen bei Zarenpaares würben nicht geänbert.

Prag, 1. September. Die Bergarbeiter beschlossen, Ende September einen Generalstrike zu unternehmen.

Graz, 1. September. Die fortgesetzten Niederschläge in Steiermark unb Kärnthen haben bereits eine furchtbare wirtschaftliche Katastrophe von unabsehbaren Con« sequenzen herbeigeführt.

Rom, 1. September. ES verlautet neuerdings, der Zar statte dem italienischen KöiigSpaare einen Besuch ab.

_ CoceU» nnO provinzielle

Gießen, ben 1. September.

* Auszeichnung. Se. Kgl. Hoheit ber Grohherzog haben Allergnädigst geruht, am 22. August bem Steuermann Abam Wagner in Mainz bie RettungSmeballle jir verleihen.

* * Tagesordnung für bie Sitzung ber Sladtverorbnele»- Berfammlnng Freitag, ben 4. September 1 896, Nachmittag- 3»/a Uhr, pünktlich: 1. AuSloosung zurück­zuzahlender Obligationen des 1893er Anlehen». 2. DeSgl. be* 1894er Anlehen». 3. DeSgl. beß 1895er Anlehenß. 4. Gesuch beß H. Winn um Trlaubniß zur Belassung eine» Backsteinhäul- chenß im Neustäbterfelb. 5. Gesuch deß Jacob Diehl um Er- theiluug ber Erlaubuiß zumWirthschastSbetrieb im Hause Riegel- Pfad. 6. Deßgl. beß Wllh. Weidmann im Hause Frankfurter- straße 83. 7. DeSgl. deS Konrad Atzbach im Haufe Leih- gefternertocg 9. 8. Deßgl. beß W'lh. Pfeiffer I. im Haufe Llebigstraße 71. 9. Gesuch beß Wilh. Schomber um Er» laubniß zum Ausschank von Branntwein über die Straße.

* * Beginn bei Schwurgerichte» für bei vierte Quartel. Die nächste Tagung beß Schwurgerichts beginnt om 28. September. Alß Vorsitzender wirb Herr Landgerichtß- rath MöbiuS fungiren. Nach unseren Informationen ist anzunehmen, daß bie Verhandlungen länger alß acht Tage bauern werben.

Durch Zufall würbe gestern Nachmittag ein Dienst­mädchen vom Tode beß Ertrinken» gerettet. In der Nähe ber Schwarzlach auf einem Acker beschäftigt, wollte sich btefelbe im Woog bie Hänbe waschen, wobei fie in» Wasser fiel. Infolge beß badurch entftanbenen Geräuscheß wurde ein in ber Nähe mit seiner Mutter vorbeigehender junger Manu aufmerksam - beide sprangen eiligst hinzu, und gelang e* ihnen, die schon Bewußtlose anß Ufer zu retten, wo fie sich nach einiger Zeit wieder erholte.

Hasfia-ErluuerungSfeier 1895. Der finanzielle Abschluß der vorjährigen großen Haffla-ErinnerungSfeler an 1870 liegt nunmehr im Drucke vor. Im Gebiete ber neu» verschiedenen Ausschüsse, bie in Thätigkeit waren, betrug bit Gesammteinnahme 129,787.04 Mk, bie GesammtauSgabe 119,278.52 Mk. Die größten Einnahmen hatte natürlich der Finanzausschuß (56,590.95 Mk.) unb ber Wirtschafts­ausschuß (55,994.20 Mk.), letzterer zugleich die größte Au*' gäbe mit 41,374.07 Mk. - bann folgt ber Bau» unb Au»« schmückungSau-schuß mit 26,124.65 Mk. u.s.w. Der Rein- Ueberschuß der ganzen Veranstaltung beträgt 9186.97 Mk.

* * Bezüglich der Verpachtung von Militaecantlne» hat bem ^Berliner Local Anzeiger" zufolge der Kriegsminister verfügt, baß bte BataillonScommandeure die Santinen nur für die Dauer ihres CommaudoS bei dem Bataillon vergeben dürfen. Bei einem jeden Commandowechsel erlischt der Pacht­vertrag, unb eS steht bem neuen Bataillonschef frei, benfelbtn nicht zu erneuern unb bie (Santinen anderweitig zu verpachten.

* * Die öffentlichen Abbitten in den Zeitungen bet Be­leidigungen nach schlebSmännischem vergleiche find bis­weilen derartig, daß fie ihrem Zweck nicht entsprechen, viel­mehr oft von Neuem beleidigend wirken. Die SchiedS- mInner (in Preußen) find deshalb, wie eS heißt, angewiesen worden, den Wortlaut dieser »Abbitten- schon bei der Ver­handlung mit ben Parteien festzusetzen unb in baS Protokoll aufzunehmen.

* * Die Hauptergebnisse der Berufszählung vom 14. Juni 1895 find nun auch für da» Reich zusammengestellt. Da­nach gehören nach bem Hauptberufe: ,Erwerb»thätige" von 51,770,284 Bewohnern beS Reiches 18,501,307 ber Laub- wlrthschaft nebst den dazu gerechneten Berufen (Gärtnerei, Thierzucht, Forstwirthschaft, Fischerei) an, während 20,253,241