aus, wobei ein Italiener erstochen wurde. Da man fit die Rächt einen Angriff auf das italienische Lonsulat befürchtete, io wurden alle Zugänge zu demselben abgefverrt.
Rom, 31. Juli. Lrisp i wurde gestern in Albano von Kurgästen iusultirt.
Rom, 31. Juli. Der Papst verlieh dem Fürsten Lobanow uud anderen rusfischen Functiouären hohe Orden. Mit dem Resultat der Mission de» Monsignore Tarnaffi in Petersburg ist der Papst sehr zufrieden. Er hofft dadurch den kirchlichen Frieden in Rußland dauernd hergestellt zu haben.
Pari«. 31. Juli. DaS Gerücht, daß das Zarenpaar nach Paris kommen und im Ministerium des Aenßeren wohnen werde, tritt nunmehr mit aller Bestimmtheit auf. Die Regierung soll bereits offiziell davon verständigt worden fein.
Paris. 31. Juli. Die katholische Preffe ist entrüstet über den Vorschlag deS LultuSministeriumS, welcher allen jungen Geistlichen der Stadt Paris die Verpflichtung auf- erlegt, während 28 Tagen Militärdienst zu leisten. Bis- her find die Geistlichen von dieser Verpflichtung befreit gewesen. ___________
Berlin. 1. August. DaS „Kl. Jonrn." meldet aus Tattaro: Die Verlobung des Kronprinzen von Italien mit der PrinzeffinHelenevonMontenegro werde demnächst officiell bekannt gegeben werden. Der Kronprinz treffe Mitte August in Cettinje ein. wo schon jetzt große Vorbereitungen getroffen würden. Zuvor unternimmt der Kronprinz noch eine Adriareise.
Dirschan, 1. August. Von den Theilnehmern an dem kriegsmäßigen Dauerritt traf hier als erster der Rittmeister von Heydebrock vom 1. Leib-Husareu-Regiment nach 153/4 Stunden ein.
Hamburg. 1. August. Dem „Hamb. Corresp." zufolge ist über einen Ersatz deS untergegangenen „Iltis" noch nichts bestimmt.
Loudo», 1. August. Der nächste Socialisten-Con- g reß soll im Jahr 1899 in Deutschland oder 1900 tn Paris stattfinden.
Athen, 1. August. AuS Kanea wird telegraphisch ein Schiff zur Aufnahme von Frauen und Kindern verlangt. Der seit einigen Tagen im PyreäuS liegende österreichische Kreuzer „Maria Theresia" erhielt infolge deffen dringenden Befehl, sofort nach Kanea abzudampfen. Er hat bereits den Hafen verlaffen.
Athen, 1. August. Hier verlautet, die Pforte habe die kretensischen Forderungen bedingungslos zurück- gewiesen.
Von der Berliner Gewerbeausstellung.
Nenn für die Zwecke der Ausstellung errichtete Hochbauten zählt der osficielle Hauptcatalog auf, darunter an fünfter Stelle daS Gebäude für Gasiuduftrie. Wer also Alles, waS officiell zur Ausstellung gehört, gesehen haben will, der darf nicht achtlos an dem im sogenannten „naffen Viereck" zwischen der Fischkosthalle und dem Alpen- Panorama stehenden GaSindustrie-Gebäude vorübergehen. Steht es auch mit seinem etwas bescheidenen Aeußern hinter manchem lediglich für DergnügungSzwecke erstellten Gebäude zurück, fo birgt es doch in seinem Innern eine reiche Fülle sehenSwerther alter und neuer Dinge, in erster Linie und an bevorzugtem Platze die Ausstellung des Deutschen Vereins von GaS- und Wasserfachmännern, über welche uns von zuständiger Seite folgende Mittheilungen gemacht werden:
Zum ersten Mal tritt dieser große, hochangesehene Verein als Aussteller auf. Er hat sich die Aufgabe gestellt, aufklärend, belehrend und unterhaltend zugleich zu wirken, und hat eS verstanden, eine reichhaltige Sammlung inter- effanter Objecte in feffelnber Form vorzuführen. Vier Gebiete sind es, auf die er baß Augenmerk beß Besucherß zu lenken bestrebt ist. Zunächst ein historisch eß, bie Entwickelung ber Flammenbeleuchtung von ben ältesten Zeiten biß zur Gegenwart. Mit einem breibeinigen Kienspanhalter unb einer russigen Kienspan Hängelampe, wie solche heute noch in einzelnen Gegenden Deutschlands in Gebrauch find, beginnt die Reihe. Altdeutsche Kerzen unb Wachßstockhalter, italienische unb griechische Olivenöl-Lämpchen, mittelalterliche Rüböl-Leuchter, brutsche Straßen-Oellaternen folgen. BesonberS reichhaltig ist die in ben Nischen der Pergola, welche bie Vereins-Ausstellung nach ber Tiefe beß Gebäubeß hin abfchließt, untergebrachte Sammlung antiker römischer Lampen auß dem Besitz beß Herrn Consul Nießen in Köln. Auß Thon, terra nigra, terra sigillata oder Bronce gefertigt, zeigen biefe meist in Köln gefunbenen, ben ersten brei Jahrhunberten unserer Zeitrechnung entstammenben, zierlichen Dinger eine gerabezu erstaunliche Mannigfaltigkeit der Formgebung unb Ornamentiruug. Wie es zu Anfang bieseS JahrhunbertS mit bem Beleuchtungswesen bestellt war, kann man an einer Stubirlampe mit Oelbrenner, einer Oel- lampe mit grünseibenem Schirm, bie im Gebrauch ber Königin Louise war, aber auch einigen Unschlittkerzen mit ben un- vermeiblichrn Lichtputzscheeren stnbiren. Neben ihnen beginnt die Gasbeleuchtung mit einigen alten englischen Brennern aus dem Jahre 1812, denen Loch-, Schnitt- unb Runbbrenner folgen. Dann kommen Brenner für Holz. Oel-, Fett- unb WaffergaS, alte Glühlichtbrenner mit Platin- unb Magnesia- Glühkörpern, verschobene Straßenbrenner, zahlreiche Mobelle von Regenerativbrennern, barunter eines ber größten je im Betrieb gewesenen, einem kleinen Ofen an Größe gleich, mit einer Leuchtkraft von 1200 Kerzen- ferner bie Reginalampen unb endlich baß Auer'fche GaSglühlicht in ben verschiebenen Stadien seiner Entwickelung, als deren vorläufiger Abschluß bie von einer auf ber Pergola thronenben weiblichen Figur getragene Leuchtkugel mit brei PreßgaS - Glühlichtern von zusammen 600 Kerzen Leuchtkraft anzusehen ist, bie ben neuesten großen Fortschritt beS GaSbeleuchtungSwesenS
repräsentirt, baß PreßgaS-Glühlicht mit ber Parole: „Für vier Pfennige GaS in ber Stuube — zweihnubert Kerzen Leuchtkraft!"
DaS zweite Gebiet ber Vereins-Ausstellung umfaßt bie GaSbereitung. Prächtig gearbeitete Mobelle eines Münchener GeneratorsfenS und eines Eoze-OfenS mit fchief- liegenben Retorten zeigen bie bewährte alte unb eine vielbesprochene neue Einrichtung zur Vergasung ber Kohlen. Außerbem finb Apparate zur Untersuchung ber Kohlen, zur Analyse ber Rauchgase, zur Bestimmung ber Ofentempera- tuten ausgestellt- ferner Apparate zur Untersuchung beS rohen unb beS gereinigten GaseS, zvr Ermittelung seines Kohlensäure- unb SchwefelgehaltS, seines spezifischen Gewichts, seiner Leuchtkraft unb seines Heizwerths- evbltch zahlreiche Pläne moderner Gasanstalten.
Beim brttten Gebiet, Abgabe unb Verwendung beß GafeS, hat bet Verein sich auf bie Schaustellung bet zwei wichtigsten Neuerungen beschränkt, ber GaSauto- waten, jener Apparate, bie gegen Einwurf einer Münze ein entsprechenbeS GaSquantum abgeben unb ben GaSconfum bet kleinen Leuten unb oft wechfelnben Miethern heimisch zu machen bestimmt ftnb, unb eines Dessauer GaSbahn - wagens mit zugehöriger fahrbarer Comprimirftation. WaS sonst in bieseS Gebiet gehört, nämlich moberne Gasbrenner nnb Beleuchtungskörper (Kronen, Wandarme, Lyren u. s. w.), Gaskocher, Herbe, Plättapparate, Heiz- unb Badeöfen und Gasmotoren, blieb den Berliner Fachgenoffen überlassen: und waS diese im GaSindustrie-Gebäude, in eigenen Pavillons in deffen Nähe und auch im Hauptgebäude ausgestellt haben, legt glänzendes Zeugniß davon ab, wie leistungsfähig die Berliner Gewerbethätigkeit auch auf diesen Gebieten geworden ist.
DaS vierte Gebiet, Bedeutung der GaSindnstrie in ihren Nebenproducten, ist das überraschendste Stück ber ganzen VereinS-AuSftellnng- benn ba lernt Mancher zum ersten Mal, wie viele unb wie wichtige Substanzen als Nebenprobucte ber GaSbereitung gewonnen werden. Theer, Cokes und Ammoniak kennt wohl Jeder, aber da stehen nicht weniger als 121 Proben verschiedener chemischer Producte, die alle auS Theer oder Gaswaffer herausgeholt find. Biele haben so lange und zungenstolprige Namen, daß man sie nicht behalten kann- aber auch ein paar gute alte Bekannte sind darunter, die man in dieser Gesellschaft schwerlich gesucht hätte: Pyridin (ber schöne Stoff, mit beffen Basen ber Spiritus benaturirt wirb), Alizarin, Fuchsin, künstlicher Jnbigo, Antipyriu, Blutlaugensalz, Saccharin (breihunbert Mal so süß wie Zuckerl) u. a. m. Als greifbare, nützliche Erinnerung an ben Besuch bteser Ausstellung verkauft ein beim Eintritt zuerst in die Augen fallenber Automat für einen Nickel eine elegante, kleine Broschüre, in welcher mancherlei Vorurtheile gegen baS GaS entkräftet, alle Vor- theile seiner zahlreichen Auwenbungen hervorgehoben unb viele practische Winke für GaSconsumenten gegeben finb. Der Titel bieser Broschüre „Kein HauS ohne Gas!" hat etwas von bem so populär geworbenen categorischen Imperativ „Koche mit Gas!" an sich. Wer aber baß GaSinbuftrie- Gebäube aufmerksam durchwanbert hat, wirb ihn nicht unberechtigt finben.
CocaUs nnö provinziellem
Gießen, ben 1. August.
** Auszeichnung. Seine König!. Hoheit ber Großherzog haben Allergnäbigft geruht, ben Gerichtsmänuern Valentin Schäfer II. in Rimbach, Amtsgerichtsbezirk Schlitz, Michael Schneider in Haßloch, Peter Ackermann IV. in Nauheim unb Johannes Theiß in Stockhausen baß Allgemeine Ehrenzeichen mit ber Inschrift „Für langjährige treue Dienste" zu verleihen.
* * Ernannt würbe am 21. Juli 1896 ber Georg Jahn zu Bad Nauheim zum Werkführer beß Electricttäts' werks bei ber Babeanftalt zu Bad Nauheim, mit Wirkung vom 1. August b. I.
• * Der heutige erste Wocheuwarkt nach Inkrafttreten ber neuen Marktorbnung war oerhältnißmäßig gut befahren. Wie bei allen Neuerungen, so waren auch hier einige Un- zuträglichkeiten, bte mit ber Zeit abgestellt werben, nicht zu vermeiden. Besonders hinderlich wurde ber Verkehr an ber Butterwaage, bie sich im Eckpavillon ber Marktlauben am Lindenplatz befindet- es wurde vielfach die Meinung laut, der Waagenraum sek zu klein. (Nach Anficht unseres Berichterstatters ist das Wiegen der Butter Überhaupt nicht mehr zeitgemäß, es würde manches Aergerniß vermieden, wenn, wie dies anderwärts geschieht, bie Butter bereits in Pfunb-, bezw. HalbpfunbstÜcken zu Markt gebracht würbe.) Die Butterverkäufer schoben sich daher auf der Markt- laudenstraße auf dem kleinen Platz vor dem Wteglocal zusammen, so daß öfters ein Gedränge entstand, während nach dem Brandplatz hin noch genügend Platz vorhanden war. Auch auf dem Lindenplatz war der Andrang groß. ES ist hierbei allerdings zu berücksichtigen, daß unter ben Marktbesuchern viele waren, die lebiglich auS Neugier Über ben Gang ber Sache erschienen waren. Hoffentlich werden die Anstände, die ohne Zweifel hier und da noch zu Tage treten, bald beseitigt. In den Marktlauben selbst war noch wenig Verkehr. — lieber den Zweck ber Malereien an ben Ein- gangSthÜren zum Bebürfnißhäuschen find bie Marktbesucher wohl durchgängig im Unklaren. Soll vielleicht die Nähe ber Kunsthalle bamit angebeutet werben?
Rene Postkarten voa Gießen. Die Firma Ernst Balser, MäuSburg, Hier, welche im vorigen Jahre gelegentlich beS mittelrheinischen Turnfestes unb beß lanbwirth- schaftlichen Festes so schöne Anfichtenpostkarten heraußgab, hat speciell für bie Feier beß 50jährigen Jubiläums deS Turnvereins eine reizende Postkarte mit Anficht ber Turnhalle, mit Turner-Enblemen rc. in künstlerischer Ausführung unfertigen lasten. Diese Karte wird gewiß allen Theilnehmern am Feste eine willkommene Gelegenheit zur ' Absendung eine» kräftigen „Gut Heil" bieten. Außerdem
hat bie Firma noch eine Anzahl anderer Postkarten mit Aa- fichten vom Hotel Einhorn, Schiffenberg, sowie noch mehrere biterfc Poftkartenanfichten von Gießen rc., schließlich auch eine hübsche Stnbentevkarte unfertigen lüsten. Zeichnung, Gravur unb Farbendruck ber Kurten finb tabelloS.
** Der Schutzeuverei» begeht um Sonntag und Montag, ben 16. unb 17. b. Mts. ein großes PreiSschießen unb hat hierzu bereits sämmtliche Vereine beß Mittel,Heios und des VerbanbS Heffen-Nuffau etngelaben unb rechnet man auf ziemlich starke Betheiligung auswärtiger Schützen. Da ohne ein Volksfest ein PreiSschießen unbenkbur, so wirb an beiben Tugen bte hiesige Regiments-Musik concerttren uni zum Tunz uusdlasen, während CurroustelS, Spiel- und sonstige Buden den andern Thell beß Volksfestes bilben werden. Wie wir erfahren, ist ber Eintrittspreis auf 20 Pfg. fest, gefetzt unb baß Glaß Bier wirb zu 10 Pfg. abgegeben werden. Diese nleberev Preise entsprechen einem wirklichen Volkssch, unb sichern schon im Vorauß einen regen Besuch des Preis, schießenß.
* • 50jährige Zndelfeier des Turnvereins. Eß wirb gemij mit Freuden begrüßt werden, daß beabsichtigt ist, nächsten Montag alß Abschluß ber morgen zu begehenben Festlichkeit beß Turnvereins einen Spaziergang mit Damen auf den Schiffenberg zu unternehmen. Abmarsch: 2 Uhr von ber Wieseckbrücke auß. Bier im Glaß. Der hiermit bet* bunbene Gung auf ben schön gelegenen Platz wirb eine rege Betheiligung veranluffen unb ber Humor wirb bei einer fröhlichen Schaar Turnschwestern unb Turnern nicht mangeln.
Durch Diplome ausgezeichnet würben von ben beiben hiesigen Turnvereinen bte Mitglieder beß Gesammt-ComitSs für baß vorjährige 22. Mittelrheinlfche Turnfest in Anbetracht ihrer Mitwirkung zum Gelingen beß Festes.
Jubiläum. Herr Ernst Stuhl blickt heute auf feine 25jährige Thätlgkeit bei der Firma BuberuS'sche Eisenwerke zurück.
* * Einige schön getriebene filberne Gegenstände find in bem Schaufenster beß Herrn Uhrmacher und Optiker Karl Ramstock, Selterßweg 6, außgestellt. Theilweise finb bie- selben auß bem Kunstmuseum zu Paris unb von hohe» Alter.
Grünberg, 30. Juli. Die Vorarbeiten für baß neue AmtSgerichtßgebänbe finb In vollem Gange. Vorausgesetzt, baß bie Stände die hierfür nöthtge Geldsumme bewilligen, soll bereits im nächsten Frühjahre mit bem Bauen begonnen werben. Gestern weilte Herr Baurath Reul in g aul Gießen hier, um bezüglich beS Bauplatzes mit bem Stadt- vorstanb Verhandlungen zu pflegen, bie bahin führten, baß Seitens der Stabt ein 1620 duabratmetcr großer Bauplatz neben ben Schmibt'schen Wohnhäusern an ber Lonborfer Straße zur Verfügung gestellt wirb, unb zwar zum Preise von 1 Mark für ben duabratmetcr.
A Ruppertenrod, 31. Juli. Eine Rabenart, sicher die Saatkrähe, richtet in unserer und auch den angrenzendeR Gemarkungen ganz beträchtlichen Schaden an, derzu» Abschuß der überaus schädlichen Vögel dringend aufforbert Nachdem diese Raben die jungen Malsfelder vielfach beschädigt, hernach die Anpflanzung ganzer Aecker von Kohlrüben vernichtet, wenden sie jetzt Ihre Zerstörungslust den reifen Weizen- unb Gerstefelbern zu. Hier taufern sie oft fast die sämmtlichen Aehren eines Ackers aus, sodaß diese wie auS- gedroschen emporstehen. Auch an den Edelkirschen, bie man jetzt häufiger wie früher pflanzt, haben die Raben in biesem Sommer ganz bebeutenben Schaben angerichtet, labern sie hier nicht selten in einzelnen Gemarkungen, wie z. B. in Lauter, fast bte ganze K rschenernte vernichtet haben. Wie man öfters bei Ueberhanbnahme ben Sperlingen mit Erfolg ben Krieg erklärte, so wäre gewiß ein Gleiches bei den Raben im Jntereffe unserer Landwirthe geboten.
Herbstein, 30. Juli. Herr HilfßgerichtSschreiber Stellet erntete in seinem Garten am Samstag eine japanische Riesen- klettergurke im Gewicht von 3 Pfunb. ES ist bleS ein Beweis, baß sich auch in unserem verschrieenen Vogelsberg burch rationelle Behanblung manch' schöner Erfolg erzielen laßt.
Freiensteinau, 30. Juli. Gestern Morgen, früh von t/,3 Uhr an, zogen mehrere Gewitter über unsere Gegend, von benen baß erste ein sehr gefährliches war. Zwar, el blitzte unb donnerte nur sehr wenig- aber die wenigen Blitzschläge scheinen alle zur Erde gegangen zu fein, denn auf verhältnißmäßig kleinem Umkreis zählt man 4 Fälle. Davon entfällt auch einer auf hier. Der Strahl ging in den Schornstein des I. Steufinger, hat aber sonst keinen erheblichen Schaben angerichtet. In Breibenbach bet Schlüchtern erlagen bem Blitz zwei Stück Vieh.
§ Auß dem Ohmthal, 31. Juli. Wer ber Vogelwelt ein wenig feine Aufmerksamkeit wlbmet, dem wirb nicht entgangen sein, baß in diesem Sommer die Schwalben in einer auffallenden Minderzahl vorhanden sind. Während sonst an geeigneten Dachgesimsen ganze Reihen von Schwaldeo- nestern mit junger Bevölkerung zu erblicken waren, find jetzt viele alte Schwalbennester ganz leer geblieben unb neugebaute Nester viel seltener als sonst vorhanben. Die Minberzahl der Schwalben bemerkt man auch an den WafferpsÜtzen, woran fie das Material zu ihrem Nesterbau holen. Sooft sah man sie an solchen Stellen schaarenweise, jetzt nur gaoz vereinzelt. Nicht nur die Anzahl ber Mauerschwalben, sonbern auch die ber Rauchschwalben ist auffallenb gering Die Nlftstätten ber letzteren, welche biefe in Vlrhställe gern verlegen, bemerkt man in biesem Sommer nur sehr selten. Die Abnahme ber Schwalben ist nur sehr zu beklagen, weil bie Schwalben zu ben allernützlichsten Vögeln zählen. Sicher ist bie verringerte Anzahl berfelben aufß Kerbholz bei MaffenmorbeS ber Bögel in Frankreich unb Italien zu schreiben, von wo auß bie vogellelchen zu Modezweckcv maffenwetse auch nach Englanb geführt werben. Ein internationaler Schutz ber Schwalben müßte angeftrebt werben, um ber Vernichtung dieser so überaus nützlichen Vögel ein Ziel zu setzen.
«•“iS"”,
L lebte seit"
Ci«ei,e"„h
\ Mit in haben- ® eoMi«bl 1? A*,w” S-i «*
iS"1 * mtrM ‘ «L. W'"“ ul |ol I>°» * * Uh11'®1™1
Ml ml« c3a den Steuern zu Theilen die Hc i r dahingestellt fein ßnficht auß, Soifom ■- jlli vorgckomvei aijutveichen. Wir t eriebigt, ba fach dir M rin 2 tifUn würben. Rr
-n- 6tiUnau, bet ben Nedendahni f h n b e ergeben vi -rgönzung unserer Anzeiger Nr. 174, gefunbene Mensche gesprochen worden der Erde gelegen ft daher sehr wah 1797 bei Echzell ( dazu gehörenden ft gswöhn/ich groß Do dessen wurden foty Don eigenth ■la^Uxbe, Maniih ^wer ^wei Bchalr l'chew TSpserthon hoher henkeikrng t der AnSflußöffnung sind vollständig int im sogen. Büderich AusfüllungSgrund, erworben. Neben Baunnternehwer e schmalspurige» Gel straße fühlt, auf ldast und so ben s •trb. Nachdem m ^ütiichSacker enint itr Römerstraße, Elbach nach Echzx -khoben und werb!
JinistdQ btn 4 Ä 8jar,a6lun5fl: (f*
Stil?-
OK
’"w’,reSid
6 «ifl
Mf,,' f^sfees
andex.
*Mi


