Ausgabe 
2.2.1896 Erstes Blatt
 
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befehl ob . ^aS Urtheck bis dahin noch nicht rechtskräftig war, find gleichiall" vom Erlaffe unberähn geblieben.

** Tyeater in Gießen. Herr G. A. StroHecker, das in weiten Kreisen, durch öte vorrresfltche Darstellung Frankfurter Localrolleo, rühmlichst bekannte Mitglied der vereinigten Stadt- theaker zu Frankfurt a. M., wird Donnerstag den 6. Februar mir einer Frankfurter Gesellschaft in drei seiner hervorragendsten Rollen im Feftsaal (Leib'schrr Saal) auftreten und zwar in den EinacternFrankfurt im Feindesland" von A. Hill, Wie Du mir so ich Dir" von G. Beck, undDurch den Kaufmännischen Verein" von A. Stoltze.

Generalprobe. Am Donnerstag Abend fand im Hotel Einhorn die Generalprobe des Kronbauer'schen Quartett- Vereins zu dem am Sonntag im Gesellschafrshause beabstch- tigten Concert statt. ES wirkten, wie wir versichern können, die Solis sowohl als die Chöre, wie dies nicht anders zu erwarten, vorzüglich. Die Eintrittskarten find im Vorverkauf fast vollständig vergriffen, was vorauszuseheu war, weil erstens der Kronbauer'sche Gesang-Verein über tüchtige Kräfte ver­fügt und sich so selten in der Oeffentlichkeit hören läßt, und weil zweitens der Ertrag des ConcerteS zu so guten Zwecken Verwendung finden soll.

Reue Ferusprechauschlnfse. Die psychiatrische, die gynäkologische Klinik, sowie die Firma Metten­heimer u. Schultheis sind außer der für Ncuanlagen bestimmten Zeit an daS Fernsprechnetz angeschloffen werden.

* Brfitzwechsel. DaS Georg Schomber'sche HauS, SelterSweg 30, ging heute durch Kauf in den Besitz des Mechanikers W. Schmidt, Thetlhaber der Firma Gebr. Schmidt am Neuen Weg, für den Preis von Mk. 40,000 über.

* * Das Coucerthau- Lahnstein wurde von den Herren Birkenstock u. Schneider käuflich übernommen, und auf weitere sechs Jahre von der Actien-Brauerei Naffau ge« mtethet. DaS Etablissement wird in der bisherigen Weife durch Herrn Kruse weiter geführt.

Neue« Cafe. Eine auswärtige Brauerei hat die im früher Merz'schen Hause in der Bahnhofstraße befindlichen Läden gepachtet, um darin ein Wiener Cafe zu er- richten.

* Preisermäßigung. Die hiesigen Metzger setzten die VerkanfSpreise für Schweinefett, Schmalz und Wurst­fett um je 10 Pfg. daS Pfund herab.

* Versammlung des Gastwirthsvereius Gießen und Um« gebuug. Die auf gestern Nachmittag 31/i Uhr nach Steins Saalbau einberufene allgemeine Wirthe-Versammlung war überaus zahlreich, besonders von Interessenten aus der näheren und weiteren Umgebung, auch Weinhändlern besucht. Der Vorsitzende, Herr Carl Hetn-Gteßen, eröffnete dieVer- sammlung und errheilte dem auS Darmstadt erschienrnen Herrn C. Reinem er daS Wort, um das Referat zu erstatten - derselbe wies darauf bin, wie der, der zweiten Kammer vorgelegte Gesetz­entwurf über den Besuch öffentlicher Tanzbelustigungen durch Personen unter 16 bezw. 17 Jahren nicht nur tief ein« schneide in daS Gewerbe der Gaftwtrthe und diese neuen Unanne. nlichkeiten auSsetze, sondern auch verstoße gegen alt­hergebrachte Gebräuche und Gewohnheiten unseres deutschen Volkes. ES sei bekannt die Abneigung gegen diesen Gesetz­entwurf bet zahlreichen unserer Landtagsabgeordneten, aber eS gelte die Aowendung eines Gesetzes, welches die ungestörte Ausübung des GastwtrthgewerbeS unmöglich machen würde, wenn der Entwurf Gesetz werde. Der Central^Vorstand deS Rhem-Main-Gastwirth-BerbandeS habe nun beschlossen, an die zweite Kammer der Stände eine Vorstellung zu richten mit dem Ersuchen: Dem Gesetzentwurf, den Besuch von Tanz- lustbarkeiten von Personen unter 16 bezw. 17 Jahren betr., die Genehmigung zu versagen. Die Vorstellung weift daraus hin, daß unter den Begriff der öffentlichen Tanzlustbarkeiten, falls der Entwurf Gesetz werden sollte, die Behörden wohl alle solche meinen, welche mit oder ohne Eintrittsgeld von Jeder­mann besucht werden können- dieser Begriff sei sicherlich sehr weit, es sollen hierunter nicht sowohl die in der Regel mit Tanz abgehaltenen Kirchweihen, Säuger-, Turner«, Krieger­und sonstige Feste, sondern auch alle anderen größeren und kleineren Veranstaltungen, bei denen öffentlich getanzt wirb, zur Freude und zum Vergnügen von Jung und Alt. Herr Reinemer-Darmstadt bittet nach Verlesung der Petition um Ireren Unterschrift durch die Versammelten, und um deren lebhafte Agitation, Unterschriften vor. interessirter Seite dafür zu sammeln. Herr Landtagsabgeordneter Weft er nach er - Lindheim, der als Gast in der Versammlung erschien, erklärt den Gesetzentwurf, so wie er vorliegt, unter dem Beifall der Versammlung für unannehmbar. Es sei ein Unding, auf dem Lande Kirchweih zu feiern und die Kinder dabei zu Hause zu laffen. Eine besonders schwere Härte sei eS für die W'.rlhe, daß diese bestraft werden sollen, wenn junge Leute unter 16 oder 17 Jahren dem Gesetz zuwider doch ranzen würden. Für die Hebung der Sittlichkeit unter den jüngeren Leuten würde Redner immer Gesetzen zustimmen, welche z. B. den Besuch deS WirthshauseS für Kinder unter 16 Jadren ohne Begleitung Erwachsener untersagten. Herr Reinemer-Darmstadt referirt nun über die gänzliche Aushebung deS hessischen Weinsteuer.Gesetzes. Diese Weinsteuer sei eine schwere Maßnahme für daS Großherzog, thum, welches von Preußen, daS keine derartige Steuer hat, von allen Seiten hart umgrenzt wird. Schwer würoen die Wirthe in Hessen geschädigt werden, die großen Weinfirmen würden einfach den Sitz ihrer Geschäfte nach Preußen ver­legen, daher muffe die Streichung deS Gesetzes, ein definitives Begraben desselben stattfinden. Der Central-Vorstand habe eine Petition an die zweite Kammer der Stände in Umlauf gesetzt, des Inhalt-:dem Anträge des Herrn Abgeordnri en HaaS-Offenbach auf Aufhebung deS Gesetzes vom 9. Deccm« der 1876, die Besteuerung deS Weines betreffend, stattzu- geben." Auch für diese Eingabe bittet der Referent die Versammelten energisch zu agitiren und Unterschristrn zu sammeln. Landtagsabgeordneter Westernacher L ndheim er­klärte, er habe in der zweiten Kammer zwei Mal sür die Streichung der Weinsteuer gestimmt, und werde auch weiter so

Dermifdytts.

Mädchen. Dieselben sind ermittelt.

* Eine Briesstempelmaschiue. Es ist in Berlin der Vcr- tictet einer amerikanischen Maschinenfabrik angelongt, welcher der ReichSpoftverwaltung eine mit Electric,tat betriebene Blitz­maschine vorzeigen wicd, welche, wie derConseclionär" an« gibt, 500,000 Briefe tn der Stunde abstempelt. In New- Aork sind diese Maschinen bereits seit einiger Zeit tn Thätig. fett; sie sollen sich vorzüglich bewähren. Bisher waren Maschinen, die 20 000 Briefe in der Stunde adstempelten, in Gebrauch.

Mehr Freude hat im ganzen Reiche der Gnaden­erlaß des Kaisers wohl keinem Menschen bereitet, als einem unbescholtenen Bürger in BreuschwickerSheim, der sich durch HerauSsorderung zu Thätlichkeiten hatte hinreißen laffen, wofür ibm. daS Schöffengericht 6 WochenRappele" zu- btcttrte. Seither war er wie ein Schattenbild umher gewandelt. Wie ein electrischer Schlag wirkte der Erlaß aus diesen Mann. Gewiß hundert Mal ließ er den Kaiser hoch leben und versicherte dabei, daß er und seine Familie den Kaisers- geburtstaz feiern würden, wie nie zuvor. Auch will er ta- Bild der ganzen Kaiscrfamilie kaufen und unter GlaS unb Rahmen stellen, denn, sagt er: Sc. Majestät hat mich von einer Schmach befreit, die ich nicht hätte ertragen können'

Berliner Pflaster. In einer an die Berliner Statt- Verwaltung gerichtetenPetitionumNeupflafterung der Friedrich-- felderstraße wird versichert:'Unser jetziges Straßenpflaster ist so schlecht, daß alle Fensterscheiben klappern und Diele entzwei springen, wenn ein Frachtwagen oorübelsährt: cte Erschütterung der Häuser ist so groß, baß Kindcrwiegen davon in'S Schaukeln geraten.

Der erste Commaudaut bei ersten preußische» Krieg! schiffel gestorben. In Copenhagen starb vor einigen Tagen I d r Commandeur a. D. Edwin Baron v. Dircknick Holnncld, welcher Anfangs der vierziger Jahre In preußischen Marine« Diensten Chef der Navigationsschule und 1845 erster Comwan- dant des ersten preußischen KriegsschiffesAmazone" war, im Alter von 93 Jahren.

* Der letzte Spielkamerad Kaiser Wilhelms I. ist tn Mu au (Rußland) gestorben. Der 96 Jahre alte Mann, Namens Ackermann, war ein geborener Tilsiter. Ala der preußische Hos dorthin geflüchtet war, spielte da» damalige Handwerker- ktnd sehr häufig mit den Prinzen. Namentlich der spätere 1 Kaiser war Ackermann zngethan. Als der Letztere nach eine»

Tanzboden imWeinberg" dahier auf dem Rücken mit Vitriol begossen, wodurch ihr sämmtliche Kleider b,S auf den Leib durchbrannten, und sie dazu noch Brandwunden erlitt. Die That geschah auS Eifersucht Seiten- mehrerer

stimmen. Hierauf verliest der Schriftführer Herr I a - k o w S k y ein vom LaridtagSabgeordneten Metz eingegangenefl Schreiben, worin derselbe sein Bedauern auStpr cht, durch Berufs gesckäfte verhindert zu sein, der Versammlung beiwohnen zu können. Er präzifirt leinen Standpunkt betreff- des Wein- fteuergesetzeS dahin, daß er für Aufhebung desselben eintreten würde. Als Mitglied des GesetzgebungSauSschoffeS der zweiten Kammer, welchem Ausschuß dcr Gesetzentwurf über den Besuch der öffentlichen Tanzlustbarkeiten vorgelegen, habe er und Landta^Savgeordneter Metz-Darmstadl gegen das Gesetz, selbst in gemilderter Form, wie sie die Mehrheit deS Ausschusses (4 gegen 2 Stimmen, 1 Mitglied fehlte) an­genommen habe, gestimmt. DaS Schreiben versichert, daß Herr Metz für daS Gesetz in keiner Form stimmen würde. Die Versammlung nahm hierauf auf Antrag ReinemerS folgende Resolution einstimmig an :Die heute in Gießen versammelten Gastwirthe und Jntereffenten erklären, daß die Aufhebung des Weinsteuergesetzes angesichts der zweimaligen Streichung der Steuer im Staat- Budget aus den zahlreiche hierfü- eingebrachten Gründen eine unumgängliche Nothwendigkeit ist. Zugleich wird darauf hingewiesen. daß der hessische Gastwirthestand gegen jede Art von Welnfteuer eintreten wird, weil diese unfern hessischen Weinhandel und die Gafl- wirthe unconcurrenzsähtg machen würde gegenüber d^n eine Weinsteuer nicht besitzenden Preußen und Bayern, und weil jede Weinsteuer den Weinbau schädigt, auch ohne eine für alle Theile belästigende Controlle nicht durchführbar ist." Hiernach beschließt die Versammlung, den Central-Ausschuß zu beauftragen, mit allen gesetzlichen Mitteln für die Ab« lehnung des sogenannten hessischen Tanzgesetzes einzutreten und zu wirken.

* hessische Forstassessoreu. Wie verlautet, haben sich die hessischen Forstaffefforen im vorigen Jahre zu einem Verbände zusammengeschlosien. Dieselben erstreben eine Beseitigung der durch den übergroßen Andrang zum StaatSforstdienste ent­standenen Schwierigkeiten, find bei ihrer vorgesetzten Behörde in dieser Hinsicht vorstellig geworden und beabfichtigen nun­mehr, auch den Mitgliedern der Kammern der Landstände eine Denkschrift über ihre ungünstige Lage zu unterbreiten.

* Schulhygiene. An etwa 5000 Volksschulen aller deutschen Länder gelangten vor Kurzem durch dieDeutsche Aerztezeitung" Leitsätze über Schulhygieine. In denselben wird die Nothwendigkeit von geeigneten Sitzen u. s. w. dargethan. Die Thesen führen weiter aus, den Kindern zu gestatten, ein in den Pausen zu verzehrende- Frühstück mitzubringen, und insbesondere daS Mitdringcn von Obst nicht zu verbieten. Da ein längeres Hungern für Kinder ganz besonders nachtheilig auf die Gesundheit wirkt, so sei auch darauf hinzuwirken, daß jeder Schüler frühstückt. Armen Kindern, die von zu Hause kein Früh, stück bekämen, müffe dasselbe auf dem Wege der Privat- wohlthätigkeit beschafft werden. Ferner fei es wünschens« werth, besondere Räume zu beschaffen, in welchen sich bei schlechter Witterung und großer Kälte die Kinder während der Unterrichtspausen aufhalten könnten, da dort eine gründ« liebe Lüftung der Klaffenzimmer als absolute Nothwendigkeit geboten ist.

* Der Getreidemarkt. (BerichtSwoche vom 24. bis 31. Januar.) Auf den europäischen Getreidemärkten hatte man sehr klug gehandelt, den amerikanischen Berichten, daß dort die Weizrnvorräthe bedeutend abgenommen hatten, nicht zu trauen, denn eS ist dadurch eine große, sehr trügerische Hauffe mit nachfolgendem Preissturz vermieden worden. Kamen doch schon in dieser Woche aas Newyork und Chicago ganz entgegengesetzte Berichte, so daß dorr der Weizen billiger angeboten wurde. Die flaue Tendenz deS amerikanischen Getreidemarktes hat aber insofern keinen großen Einfluß auf den europäischen, resp. deutschen Markt ausgeübt, als daS Angebot des Getreides bet den etwas niedrigeren Notirungen sehr spärlich war. In Berlin und Leipzig wurden gekauft: Weizen per 20 Gentner für 146161 Mk., Roggen für 123128 Mk., Gerste für 113170 Mk., Hafer für 116145 Mk. Weizen und Roggen erzielten also gegen die Vorwoche eine kleine Preissteigerung wegen geringeren Angebots.

Riedesel zu Eisenbach um den :trag von 300 Mk. pro Jahr erstanden, während Lehrer M-anig von Frischborn für Me Fischerei jährlich 50 Mk. bezahlt.

Kr. Herbstein, 31. Januar. Nach saft dreißigjähriger Dienstzeit hat der Gemetndeforstwart Heinrich Echa^ 'einen Dienst qufttlrt. Die Stelle, welche ca. 700 Mk. einbringt, ist sonach vacant.

Büdingen, 27. Januar. Die letzte Volkszählung ergab nach der nunmehr erfolgten Zusammenstellung eine ort-anwesende Bevölkerung von 38,408 Seelen 'in den 74 Wohnplätzen des KreiseS. Der größte Ort im Kreis ist die Kreisstadt Büdingen mit 3002 Einwohnern, dann folgen Nidda mit 1789, Echzell mit 1580, Düdelsheim mit 1218 und Altenstadt mit 1161 Einwohnern. Die kleinsten Orte find Dudenrod mit 96 und Wippenbach mit 95 Einwohnern.

V. Ans dem Sogeilberge, 31. Januar. Unsere Forsten werd-- nicht bloß in Bezug auf Holzhauerei, Weg- urb Brü .ibau, Wiederaufforstungen und Neuanpflanzungen autzer- ordeutlich sorgfältig behandelt, sondern die Wälder werden auch genau vermessen und durch diese Vermeffangen werden gute Karten hergestellt. Zu diesen Arbeiten gebraucht man gesunde, kräftige Beamten, in der Regel Forstaffefforen, welche ihre ^e Zeit sehr gut verwerthen können. In unserer Gegend wero«.^ Derartige Arbc'ten seit längerer Zeit vor- genommen und sie schreiten sichtlich voran.

Mainz, 31. Januar. Die Mainzer HandelSkammeT wie auch die hiesige Stadtverordnetenversammlung haben Eingaben gegen die Wiedereinführung der Weinst euer an die Ständekammer gerichtet. In Sachen der Fahrkartenunterschleife ist gestern hier wieder ein Zugführer der Hessischen LudwigSbahn verhaftet worden, angeblich infolge einer Denunciatwn eines der verhafteten Cvnducteure. Daß die Verwaltung der LudwigSbahn sich gegenüber der schwebenden Untersuchung sehr zurückhaltend benimmt, geht anS dem Umstande hervor, t «ß sie ihren Beamten, die in der Untersuchung nach Frankfu.-t al» Zeugen geladen find, keine Freikarten zur Reise bnr^-ln bewilligt. Mit Rücksicht aus die seit einiger Zeit au den badischen Eisenbahnen mit bestem Erfolg geschehene Einführung so­genannter Kilometer-Fahrscheine hat die hiesige Handelskammer in ihrer Sitzung beschlossen, wegen all­gemeiner Einführung derartiger Fahrscheine aus den deutschen Eisenbahnen entsprechend einem srüheren Vorschlag an den geeigneten Stellen vorstellig zu werden. Auf dem Schnürboden des hiesigen Stadttheater- explo- dirte gestern Abend eine Lampe, wodurch ein ganz un­bedeutender, sofort gelöschter Brand entstand. In dim Publikum, wo man baß Vorkomrnniß alsbald wahrnah», drohte eine Panik auSzubrechen, doch gelang es der Be­sonnenheit zweier in der Scene mitwirkenden Künstler, die Zuschauer zu beruhigen, so daß keine crnste Folgen ein« getreten find und die Vorstellung ruhig ihren Fortgang nahm. Ein Arbeiter des hiesigen Lederwerks machte gestern Abend beim Verlassen der Fabrik ohne jeden äußeren Anlaß aus einen College» einen Mordversuch. Der An­gegriffene erhielt einen gefährlichen Stich. Der Thäter entfloh.

Weinheim. 27. Januar. Gestern Nacht wurde die 17 Jahre alte Tochter deS Fabrikarbeiters Schick auf dem Weinberg" dahier auf dem Rücken mit

L. ÄllenBuseck, 31. Januar. Der heute hier ab- gehaitene Jagdverpachtungsterrntn verlief ohne Re« sultat. Der Gemeinderath hatte befchloffen, die Jagd getheilt in zwei Bezirke zu verpachten, die dafür abgegebenen beiden Höchstgebote beliefen sich auf Mk. 420, bezw. Mk. 250, zu welchen Geboten der Zuschlag nicht ertheilt wurde. Bei der darauf vorgenommenen Gesammtverpachtung wurden Mk. 700 als höchstes Gebot abgegeben, doch auch hierzu gab der Gememderath nicht feine Zustimmung, fo daß unsere Jagd noch einmal anßgeboten werden wird und zwar soll der Termin hierzu auf Mitte des Monats angesetzt werden.

= Alleadorf a. d. Lda., 1. Februar. Die Jagd- Verpachtung dahier verlief im Gegensätze zu unserer Nachbargemeinde Treis ohne Concurrenz von Liebhabern. | Für die nächsten sechs Jahre erstand der einzige Jäger hier- 1 orts, Herr Apotheker Weicker, die Jagdberechtigung tn unserer sehr weit ausgedehnten, an neun andere Gebiete grenzenden Gemarkung zum Preise von 390 Mk., in der vorhergehenden Periode waren jährlich 430 Mk. erzielt worden.

H. AuS dem Horlosfthale, 31. Januar. Dte Holz- Hauereien in unserer Gegend find zum Theile schon bc« endigt, zum geringeren Theile werden sie tn den nächsten Tagen fettig werden. Dte trockene, milde Witterung tn den Monaten December und Januar hat die schnelle Beendigung dieser Arbeiten möglich gemacht.

(:) Zlbelhausen, 30. Januar. Gestern wurde hier die Gemeiude-Jagd und die Fischerei verpachtet. Erstere kostete seither 140 Mk. und letztere 23 Mk. pro Jahr. ES hatte sich eine große Anzahl Pachtliebhaber eingefunden und ist der Erlös mit Rücksicht auf die Erträgnisse ein ganj bedeutender. Die Jagd wurde Seitens der Freiherren

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Nachmittags do soll die hiesige G weitere 6 Jahre r dahier nochmals vc Ällen-Buseck, den; Hroßh. Büraermeisie 1057______Äörbj

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