fsrderu, trage« wir wesentlich bei zur Kräftigung de» Staat»« Ganzen. Der Oberbürgermeister von Berlin schloß seine Rede mit einem Hoch aus den Kaiser. Hierauf lud Ober« bürgerweifter Zelle die Versammlung ein, in eine« Neben« saale ein von der Stadt Berl n gebotene» Frühstück entgegen« zunehmen. Au den Verhandlungen nahmen etwa 150 Dele- girte Theil.
Berlin, 29. September. Der verstorbene Reichstag»- abgeordnete Hinze litt, wie die „Volkszeitung" erfährt, an Ntereoverschrumpfuog. Dazu kam noch ein Herzleiden. Die Leiche ist uach Heidelberg znr Feuerbestattung überführt worden.
Frankfurt a. M-, 29. September Die in dem hiefigen ersten Herreuschneider-Geschäft vou I. D. W. Lampe au»« gebrochene Lohnbewegung ist tu den wesentlichsten Punkten zu Gunsten der Arbeiter beigelegt. Dir Arbeit wurde wieder ausgenommen.
Wien, 29. September. Die Arbeiter der Staatsbahn- Gesellschaft beschlossen in einer gestern Abend abgehaltenen Versammlung, heute früh in den Ausstand einzutreten. Da die Direction sehr nachgiebig gestimmt ist, so dürfte der Strike bald beigelegt werden.
Berlin, 30. September. In einerweiteren socialistt« schen Frauenversammlung sprach gestern Abend Frau Lilt Braun über da» Thema: „Die Bedeutung des Parteitage» für die Frauen". Als Delegirte für den Parteitag wurde Fräulein Ottilie Baader und Frau Greifenberg gewählt.
Berlin, 30. September. Der Grundbesitzer Franz Tomczyk in Oranienburg ist gestern von seiner Frau nach vorangegangeuew Wortwechsel niedergeschossen worden. Gr starb im Krankenhause. Die Frau wurde verhaftet.
Berlin, 30. September. Da» „Berl. Tgbl." erfährt, die japanische Regierung habe sich entschlossen, beim „Vulkan" in Stettin, sowie bei Schichau in Elbing Schiff»« beftellunge« in größerem Umfange zu machen. Ein Panzerschiff und mehrere Torpedoboote find bereit» bestellt.
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Gießen, den 30. September.
* * Ernennung. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, den zweiten Lehrer nrt der land- wirthschaftlichen Winterschule zu Heppenheim Gustav Li'nckh zum Vorsteher und ersten Lehrer an der landwirthschaftlichen Winterschule zu Alzey zu ernennen.
• • Dienstnachrichten. Se. König!. Hoheit der Gro fitz erzog haben Allergnädigst geruht, den Rechner an der Zellenstrafanstalt Butzbach und am Landeszuchthaus Marien« schloß Karl Bauer unter Belastung desselben in seiner Eigenschaft als Rechner der Zellenstrafanstalt seines Dienstes am LandeSzuchthauS zu entheben.
* * Auszeichnung. Se. König!. Hoheit der Groß- tzerzog haben Allergnädigst geruht, der Gemeindehebamme Anna Marie Balser zu Rödgen die Silberne Medaille des LudewigSorden» zu verleihen.
• * Hoher Besuch Gestern Abend trafen Se. Durchlaucht Prinz Reuß XIII. und Gemahlin hier ein und nahmen im „Hotel Kühne" Wohnung.
* * Stadttheater. Auf die morgen Abend stattfindende Eröffnungsvorstellung unter der neuen Direction Kruse-Helm sei hiermit nochmals hingewiesen. Zur Aufführung gelangt „Der Hütt en besitz er". Vorauf geht eine „Fest- Ouvertüre", auSgesührt von der Capelle des hiefigen Infanterieregiments Nr. 116, welche überhaupt die Theater- mufik stellt.
Der diesmalige MonatSauSflug der Gießener Section de» dentfchen und österreichischen Alpenvereins am letzten Sonntag ist als ein besonders glücklicher Treffer zu verzeichnen. Ein nach den vorausgehenden trüben Tagen nicht erwarteter, um so überraschender wirkender, lichter, klarer Sonntagsmorgen veranlaßte eine bei der herbstlichen Veränderlichkeit des in diesem Jahre besonders fraglichen Wetter» nicht erwartete rege Theilnahme. Mit den in Wetzlar fich an« schließenden acht Herren de» dortigen Taunusclubs konnte man in der stattlichen Zahl von 26 Mann gegen 9 Uhr von dort au» die Fußwanderung antreten, für die diesmal in der beliebten und bekannten Richtung über Dianaburg und Greiffenstein als Endziel das vom Verein immer gern besuchte Herborn gewählt war. Da die Tour nicht übermäßig , anstrengend war, ja für die touristischen Heißsporne des Vereins sogar zu einem Abstecher auf den Beilstein Beran- laffuug bot, so waren zumal bei dem ausdauernd guten Detter alle Theilnehmer in bester, anhaltender Touristen- pimmung, die auf den erwünschten Raft« und Ruhepunkten um 12 Uhr auf der Dianaburg, wo noch vier direct von Sinn kommende Herren zu und stießen und später auf dem Greiffenstein zur Kaffeezeit zu bester Geltung kam. Der bequeme Abstieg von letzterem Punkte über Fleisbach war bei der fich klärenden Fernsicht über das liebliche Dillthal besonder» angenehm, Herborn wurde in bester Condition der nicht übermüdeten Touristen gegen «/, 6 Uhr erreicht. Mit allgemeinem Bedauern mußte man nach einem äußerst willkommenen, vornehm späten MittagSmahle der gebietrischen Rothwendtgkett, nicht dem eignen Triebe folgend, die äußerst behagliche Sitzung im dortigen Hotel „Zum Ritter", zu der auch noch einige radfahrende Mitglieder de« Verein» sich eingefunden hatten, viel zu früh abbrechen, um mit dem rasch befördernden Siebenuhr «Zuge nach Gießen in vollster Be- friedigung über den schönen Ausflug zurückzufahren.
- FahrpreiSermäßigullg für Kranke. Nach einem an die preußischen Eisenbahndirectionen gerichteten Erlaß de» Ministers der öffentlichen Arbeiten entspricht eS dem Sinne der im deutschen Eisenbahn Personen und Gepäck Tarif vom I 1. April 1895 aufgenommenen Bestimmung über die an mittellose Personen zum Zwecke der Aufnahme in öffentliche Kliniken zugeftandene Fahrpreis. Ermäßigung, nämlich der I
■ Beförderung in der 3. Klaffe aller Züge zum Müitärfahr- prei», daß dieselbe nicht nur für die einmalige Aufnahme in öffentliche Kliniken, sondern auch daun gewährt wird, wenn eine öffentliche Klinik von einem darin Behandelten behufs Vollendung de» Heilverfahren» uach ärztlicher Weisung zu wiederholten Malen ausgesucht werden muß. Dasselbe gilt für die nothwendige Begleitung solcher Personen. Die preußischen Eisenbahndirectionen sollen hiernach für die Folge bei Erledigung derartiger Anträge verfahren.
** Die erste Wagenklaffe. Das preußische Eisenbahn- Ministerium beabsichtigt nach in Erfurt eingegangener zuverlässiger Nachricht vom kommenden Sommer ab die Beseitigung der ersten Wagenklasse au» fast sämmt- lichen gewöhnlichen Personenzügen.
•* Einen Schnupfe« sich zu holen, dazu gehört in jetziger I Zeit nicht viel. Al» gutes Mittel dagegen empfiehlt die „Apotheker-Zeitung": Ein Theelöffel voll Kamphorpulver wird in ein mehr tiefe», al» weites Gefäß gethan und dieses zur Hälfte mit kochendem Waffer gefüllt, lieber dasselbe stülpt man dann eine dreieckige Papierdüte, deren Spitze man soweit abreißt, daß man die ganze Nase hineinsteckeu kann. Auf diese Weise athmet man die warmen, kawphorhaltigen Wafferdämpfe 10 bis 15 Min. lang durch die Nase ein. Da» Verfahren wird nach 4 oder 5 Stunden wiederholt, und selbst der hartnäckigste Schnupfen leistet ihm nicht Widerstand, meistens verschwindet er schon nach dreimaligem Ein- athmen.
Grünberg, 28. September. Heute fand hier die Versteigerung des städtischen Obstes statt. Die Preise waren durchweg hoch- der Korb Aepfel kommt durchschnittlich auf 2 Mk. 50 Pfg. zu ftehev. Trotzdem Heuer die Obst« ernte nicht sehr reichlich ausfiel, dürfte die Stadt doch eine recht schöne Einnahme erzielt haben. Der Centner LeS- obst kostete bei der Versteigerung 5 Mk. 40 Pfg.
ht. Bad Nauheim. 29. September. Die gestern hier stattgehabte Stichwahl eines Beigeordneten hatte folgendes Resultat: Das langjährige Gemeinderathsmitglied Herr Theodor Andreas erhielt 273 Stimmen, der Gegen- candidat, Herr Hrch. Langsdorf IV., erhielt 193 Stimmen. Ersterer, eine namentlich in Turnerkreisen bekannte und allgemein beliebte Persönlichkeit, ist somit als Beigeordneter gewählt.
□ Darmstadt, 29. September. Neunte Generalversammlung des Evangelischen Bunde». Heute Mittag fanden zwei zahlreich besuchte FestgotteSdienste statt: in der Stadtkirche, wo Superintendent Meyer-Zwickau über Apoftelgesch. 24, D. 14—16 predigte, und in der im Nordweftoiertel befindlichen JohanneSkirche, wo Pfarrer Gerb er-Straßburg Prediger war- die Gesangvereine er« höhten durch Chöre den weihevollen Eindruck der liturgischen Gottesdienste. Abends fand unter überaus zahlreicher Be Iheiligung (an 1000 Personen) festliche Vereinigung im Saalbau statt. Hofprediger Ehrhardt-Darmstadt kam bei seiner Begrüßungsansprache auf die Gründe zu sprechen, die einem friedlichen Verhältniß des evangelischen Bundes mit den Katholiken im Wege stehen und betonte die Aufgaben, bezw. die Pflichten, die den Evangelischen in heutiger Zeit erwachsen, liebet Philipp den Großmüthigen verbreitete sich Prof. Dr. W eiff en b ach - Friedberg, das von verschiedener Seite verzerrt dargestellte Bild dieses Fürsten, der nicht bloß protestantisch, sondern auch urdeutsch gewesen, richtig stellend und zeigend, wie dieser Fürst und der evangelische Bund zusammengehören. Graf HoenSbroich-Berlin hielt sonach einen hochinteressanten Vortrag über den UltramontaniSmuS in Deutschland, dabei vorauSschickend, daß ein Kampf nicht der katholischen Kirche, sondern dem unchriftlichen Ultramon taniSmuS gelte. Graf HoenSbroich meint, der Ultramon taniSmus sei fast stet» falsch bekämpft worden; um ihm gegenüber etwas zu erreichen, bedürfe es auf der ganzen Linie einer confcquentcn und energischen Politik der Nichtachtung der weltlich politischen Ansprüche deS UltramontaniSmuS. Der Redner redet der Herstellung einer antiultramontaneu Majorität in den Parlamenten daS Wort und ermahnt die evangelischen Christen zur Einigkeit und Weglaffung aller theologischen Zänkereien. NamenS de» Centralvorstandes wurde Graf HoenSbroich, der ungemein lebhaft begrüßt wurde, für fein mannhaftes Geständniß gedankt.
A Mainz, 29. September. Zu den bevorstehenden Ergänzungswahlen zu dem hessischen Landtag sind jetzt fämmtliche Parteien hier mit ihren Candidaten auf dem Plan erschienen. Seitens der vereinigten deutsch-frei- sinnigen und demokratischen Partei candidiren Rechtsanwalt Dr. Börkel und Dampfmüller Schäfer, Seitens der Socialdemokraten Redacteur Dr. David und Schriftsetzer Haas, Seitens der CentrumSpartei Profcffor Dr. Schlenger und Weinhändler Haffner (ein Bruder de» Bischofs Haffner) und Seitens der Nationalliberalen Bauunteluehmer F. I. U sing er und Stadtverordneter Dr. Rau tert. — Auf nächsten Sonntag haben die Socialdemokcaten eine Volksversammlung in die „Stadthalle" einberuf.n, in welcher Liebknecht sprechen wird.
Schwurgericht.
W. Gieße«, den 29. September 1896. (Schluß.)
In die Beweisaufnahme eintretend, wird der augenblicklich in Hast befindliche Feist Sommer I. von Crainfeld vernommen- er erklärt die zur Masse angemeldete Forderung incl. seiner Hypothekenforderung auch wirklich zu haben. Sommer versichert auf da» Bestimmteste, er habe den An- geklagten reell behandelt. Für die Hypothek seien 1700 Mk. baar Geld gegeben, während der Rest der Schuld aus Bieh- verkäusen besteht.
Eine ganze Reihe von Zeugen, sämwtlich von Wünschen- moo», bekunden übereinstimmend, daß Hofmann ihnen kurz um die Jahreswende Gegenstände, Inventar, verkauft habe. Der Verkäufer habe ihnen gesagt, er wolle seinen Biehstand verkleinern und daS Pachtland abgtbea. Er würde von seinen
Gläubigern gedrängt und wove, um fich Luft zu machen dem Erlös für die Sachen Schulden bezahle«. Ja mehre- Fällen find diese Verkäufe vom Angeklagten Hofmann ein- Tage nach der CoucurSeröffnung vorgenommen, vtehr^. wird vou den Zeugen erklärt, der Angeklagte trinke V- stark SchuapS, aber man glaubt doch, daß der Feist Tow^ am Unglück de» Hofmann schuld ist, den« dieser sei gewesen.
Die folgenden Zeugen, mit denen Hofmann Qeftct machte, sagen nicht» von Belang aus, nur bemerken fie fc, fie nicht gewußt hätten, daß e» mit Hofmann schlecht
Gerichtsvollzieher Wagner von Herbstein schildert , dienstlichen verkehr mit dem Angeklagten, der ein sehr ue gewesen sei. Eine im November gepfändete Kuh war, L fie versteigert werden sollte, im Januar nicht mehr zur und hat der Zeuge darauf Sirafantrag wegen Pfau:), äußeruug gegen Hofmann erstattet. Am 31. December r > habe er wegen einer Forderung der Firma Rosenberg frn-ti^ bei Hofmann gepfändet, da dieser die vorhandenen Con:; an Heu, Frucht, Stroh, Dickwurz und Kartoffeln zum Berne seiner Landwirthschaft angeblich benöthige. Diese Boni; will der Beamte ihm ausdrücklich verboten haben zv zu machen. Nach der ConcurSeröffnuog waren die Cond- verschwunden. ES sei möglich, daß er dem Hofmann früh ben Rath gegeben, feine Wirthschaft, d. h. da» Gut zu:a kaufen.
Der Rechner der Spar- und Borschußkaffe Weitz , Herbstein ist Maffenverwalter, er gibt ein Bild, wie er dem Angeklagten gekommen, um die Jnventuraufnah»t ; machen. Dieser Zeuge erklärt, er habe Hofmann lawi ermahnt, nichts zu hinterziehen, er habe ihn auf da» 6t:e- bare der Sache hingewiesen, wenn er dennoch so handele.
GerichtSschreiber-ASpirant Steller von Herbstein ti statigt den Versuch des Angeklagten, im December t- r Amtsgericht den SoncurS anzumelden und daß hierbei 3* demselben ein Vorschuß von 100 Mk. verlangt worden >:
Die weiteren Zeugenbekandungen bieten kein »eum Jntereffe. _____________
W. Gieße«, 30. September.
In der heutigen Verhandlung gegen August Hamann wurden den Geschworenen folgende Fragen cat gelegt: 1. Ob der Angeklagte schuldig, al» Schuldner, dr. seine Zahlungen eingestellt hat, oder über dessen Verwog da» ConcurSverfahren eröffnet worden ist, in der Ätflfr einen Theil seiner Gläubiger zu benachtheiligen, vermogeni stücke verheimlicht ober bei Seite geschaffr hat. Sind milde:. 5: Umstände vorhanden? 2. Ob der Angeklagte al» Schu önn. welcher seine Zahlungen eingestellt hat ober über dessen 8er mögen da» ConcurSverfahren eröffnet war, obwohl er seine Zahlungsunfähigkeit kannte, einem Theil seiner Gläubiger u der Absicht, diese vor den übrigen Gläubigern zu begünfiigte eine Sicherung ober Befriedigung gewährt hat, welche t t selben nicht ober in der Art und zu der Zeit nicht zu be- anspruchen hatten. Im Falle der Bejahung der 1 und 2: Liegt in der That be» Angeklagten eine tbfrtt- liche Handlung vor.
Herr Staatsanwalt Koch begründet hierauf die Io klage. Er berührt kurz die rechtlich: Seite der zu prüsinke, That, schildert bann die persönlichen Verhältnisse de« Ii- geklagten bei Uebernahme de» Gutes rc. Zwar sei nicht erwieiee. daß der Feist Sammer, wie Hofmann r» behauptet, an besser Ruin schuld sei, aber eine Menge Zeugen sogen eS. De Herr Staatsanwalt kommt zu dem Schluß, daß der An geklagte, obgleich er wußte, daß er seine Zahlungen eingestellt habe, Bermögen-stücke verheimlicht oder bri -rein geschafft- er habe weiter fich der Begünstigung eint« ibdl» seiner Gläubiger schuldig gemacht zum Nachtheil fener fltrqni Gläubiger- er piaidirt für Bejahung her belben 64uUfraflcn, bittet aber die Geschworenen, durch Brjahung auch bex dritten Frage die That deS Angeklagten al» eine eiohe tUch« Handlung anzusehen, ebenso für Zubilligung mildernder Ile- stände plaidirt der Vertreter der Staatsbehörde. Der «n geklagte habe g'frevklt, aber der Mensch, den er hauptsächlich benachtheiligen wollte, der Feist Sommer, er hätte >hn sozusagen abgeschlachtet.
DerVerthridiger, Herr RechtSanw. Justizrath Dr. SteU schildert, wie der Angeklagte durch Unglück tn 91otb gtr^r. wie Sommer ihm beigesprungen und wie dadurch felatiauu erst recht vom Regen in die Traufe gekommen. 8r litte die Geschworenen, die zuerst an sie gerichtete Frage üoerh: -» zu verneinen, denn dem Angeklagten habe die Äbsicht itre gelegen, DermögenSstücke bei Seite zu schaffen. Men ' iw Geschworenen bann die zweite Frage bejahen roütitn, Erbitte auch er um Zubilligung mtldernder Umstände für den Angeklagten. Nachdem nochmal» Staatsanwalt Und Ln theidiger gesprochen und der Borfitzende die RechtSbelehronW ertheilt, wird nach halbstündiger Berathung durch den Ldwovr der Geschworenen, Fabrikant Busch-Gießen, der WahrsprvSt der Geschworenen verkündet, dahingehend, daß die eift« Hauptfrage verneint, die zweite Frage aber bejaht sei — Staatsanwalt Koch beantragt hierauf, den Angeklagten tn n>»< Gesängnißstrafe von 4 Monaten zu verurtheilen und ihm t • Untersuchungshaft in Anrechnung zu dringen — Der ver theidiger stellte die Höhe der Strafe in da» Ermessen Gerichts. DaS Unheil lautet dem Anträge deS Staats anwalts gemäß unter Anrechnung von 1 Monat erlitieaf" Untersuchungshaft. ___
Eingesandt.
•iefttfl, ben 29. September 18*- CUttOfltapbie. Z« den nützlichen Künsten, beten Örtern«»» 2r Jedermann werthvoll unb practisch, gehört die Stenoarok-d JnSbesonbere sollte jeher junge Mann vom Somioir und cw e» nicht versäumen, fich otefc Schreibfertigkeit anzueigom. ■ welche» System soll ich lernen, benkt Mancher unb kann nj * zu keinem entschließen; beibalb möge hiermit auf da« otrorei System hivgewieien werben unb bal ist
Die Zahl von Sabelsderger» Jüngern grenzt« Stolze» an 20,000. Ein >nfang»cur» nach Stolze cnorlen
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