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Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Gnauth.
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nach der betreffenden Richtung hin aufzustecken.
Dauert der Brand länger als eine halbe Stunde, so hat der Thürmer nach deren Ablauf das Stürmen ganz einzustellen, und damit erst wieder, -u beginnen, wenn er ein zweites Feuer entdecken sollte.
Die Alarmirung geschieht ferner durch die Schutzmannschaft mit der Huppe, und durch die Trommler und Hornisten der Freiwilligen Feuerwehren und bei sehr großen Bränden auch durch die Glocken der Johannes- kirche und der katholischen Kirche.
Gießen, den 10. April 1896.
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Bekanntmachung.
Damit die zum weiteren Ausbau der Stadtfernsprecheinrichtung in Gießen erforderlichen Vorbereitungsarbeiten rechtzeitig in Angriff genommen werden können, werden diejenigen Personen, welche ihre Wohnungen oder Geschäftsräume im Laufe dieses Jahres mit der vorbezeichneten Stadtfernsprecheinrichtung verbinden laffen wollen, ersucht, ihre An. Meldungen recht bald, spätestens bis Anfangs August d. I., an das Kaiserliche Postamt in Gießen einzusenden.
Nur für die bis zu diesem Zeitpunkt eingegangenen Anmeldungen kann die Herstellung der Anschlüsse für den zweiten Bauabschnitt des laufenden Rechnungsjahres in Aussicht gestellt werden. Verspätet angemeldete Anschlüsse können erst im ersten Bauabschnitt des nächsten Rechnungsjahres zur Ausführung gelangen.
Darmstadt, den 4. Juli 1896.
Der Kaiserliche Ober. Postdirector.
Geh. Ober-Postrath Clavel.
besteht bei einem Brande
Bezirk (Stadtinneres)
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Wemhaudluug, Bahnhofstraße 23, Ecke Löwengasse.
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Näheres daselbst dritter Stock.
Bekanntmachung.
In unserem Firmenregister wurden folgende Einträge vollzogen: Die Fabrikanten Eduard Silbereisen und Eduard Robert Stlbereisen, beide wohnhaft in Gießen, betreiben seit dem 16. Juli 1896 zu Gießen unter der Firma:
„Hessische Coguac-Breunerei-Sesellschaft, Ed.Silber« eisen Comp."
eine Cognac-Brennerei. Sie haben unter dieser Firma eine offene Handelsgesellschaft errichtet und es ist jeder Theilhaber berechtigt, die Firma zu zeichnen und zu vertreten.
Kaufmann Hermann Richter in Gießen betreibt daselbst seit 1. Juli 1896 unter der Firma „Hermann Richter" ein Export- Geschäft in Thonerde und Bergwerks-Producten.
Das unter der Firma „C. F. Schwarz Söhne" zu Gießen bestehende Handelsgeschäft ist durch Kaufvertrag auf den Kaufmann Carl Ferdinand Schwarz in Gießen übergegangen. Letzterer führt das Geschäft mit Wirkung vom 1. October 1895 unter der seitherigen Firma als Einzelkaufmann weiter. Der neue Inhaber hat auch sämmtliche Activen und Passiven des Geschäftes übernommen. Gießen, den 30. Juli 1896.
Großherzogl. Amtsgericht Gießen.
| Reuen Hagen.
Siebaction: «. Ech-yda. — Druck unb Verlag der vrühfschen UniverfistUS-vuch. und Steindruckerei (Pietsch » Scheyda) tu «'eßen.
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5905 Wiesenstrasse 4 I.
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näher kenntlich zu machen und außerdem
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Bekanntmachung.
Nach Beschluß der Stadtverordneten-Versammlung vom 6. v. Dtts. ist die Stadt Gießen, zwecks leichterer Verständigung der Einwohner über die Oertlichkeit eine- ausgebrochenen Brandes, in die “£teP,na9ei; bezeichneten 5 Bezirke eingetheilt worden, und sollen diese Bezirke bet Alarmirung durch den Stadtthürmer, wie folgt, näher kenntltch gemacht werden. _
Der 1. Bezirk (Stadt,urreres)
umfaßt alle von der Nord-, Ost-, Süd- und Westanlage umschlossen^ Hofraithen und einzelnen Gebäude der inneren Stadt, also Kreuz-, Markt-.. Kirchen-, Linden- und Brandplatz, Neuenweg, Diezstraße, Straße „In den neuen Väuen", Triller-, Weiden-und Erlengasse, Mäusburg, Sonnenstraße, Dreihäuser-, Waagen-, Wetter- und Rittergasse, Schulstraße, Kanzlerberg, Kaplanei- und Schloßgasse, Marktlauben- und Senckenbergftraße, Lmden-, Hunds-, Brand- und Braugasse, Wallthorstraße, Asterweg bis zur Nord- anlaqe, Schiller- und Dammstraße bis zur Nordanlage, Zotzels- und Wetzsteingasse, Wetzsteinstraße, Gäßchen „Auf der Bach", Krrchstraße, Burg- araben, Marktstraße, Stall- und Sandgasse, Neustadt, Oswaldsgarten, Große und Kleine Mühlgasse, Tiefenweg, Kaplans-, Katharinen-, Löwen- und Wolkengasse, Bahnhofstraße bis zur Westanlage und Schanzenstraße, Seltersweg, Goethestraße bis zur Südanlage, Teufelslustgärtchen, Plock- straße, Maigasse und die nach dem Stadtinneren gerichteten Setten der Nord-' Ost-, Süd- und Westanlage.
Der S. Bezirk (Nordbezirk)
umfaßt die Hofraithen und einzelnen Gebäude, welche in dem Gebiet zwischen dem Damm der Main-Weserbahn nördlich des Neuftädterthores, der Nordanlage, der Ostanlage vom Wallthor bis zum Gerichtsgebäude, dem Fußpfad von dort nach dem Philosophenwald und dessen Verlängerung nach Wieseck liegen also die nach West und nach Nord gerichteten Seiten der Nordanlage, die Steinstraße, Damm- und Schillerstraße westlich der Nordanlage, Weser-, Eder- und Schottstraße, Asterweg nördlich der Nordanlage, Eder-, Schwarzlach-, Rodtberg- und Wieseckerweg, Marburgerftraße, die Nordostseite der Oftanlage zwischen der Marburgerstraße und dem Pfad nach dem Philosophenwald und die nördliche Seite dieses Pfades.
Der 3. Bezirk (Ostbezirk)
umfaßt die Hofraithen und einzelnen Gebäude in dem Gebiet südlich des Fußpfades vom Gerichtsgebäude nach dem Philosophenwald und dessen Verlängerung nach Wieseck und östlich der Ost und Südanlage bis zur Johanneskirche und der vom Thurm der Stadtkirche nach dem der Johannes- kirche nach Süden verlaufenden Visirlinie, also Philosophenwald, Wege in den Eichgärten, Alter Rödger Weg, Grünberger-, Sicher-, Landmann- Wolf- und Moltkestraße, Lutherberg, Friedhof und Nahrungsberg, Alter Steinbacher-, Schiffenberger- und Erdkauterweg, Berg-, Hessen-, Garten-, Bismarck-, Löber-, Bruch- und Stephansstraße, Ostseite der Ostanlage, vom Gerichtsgebäude bis zum Neuenwegerthor, Steinweg, Südseite der Südanlage zwischen Neuenwegerthor und Johanneskirche, Goethestraße, von der Südanlage südostwärts, Lonystraße mit Ausnahme des Eckhauses Nr. 20, Ludwigstraße, zwischen Ludwigsplatz und Alicestraße, die östlich gelegenen Theile des Riegelpfads und der Ebelstraße, Aulweg zwischen der Bahn nach Gelnhausen und der Kreisstraße nach Leihgestern und die Letztere vom Aulweg an.
Der 4. Bezirk (Südbezirk)
umfaßt die Hofraithen und einzelne Gebäude in dem Gebiet, welches um° grenzt wird von der oben genannten Visirlinie zwischen den Kirchthürmeu. der Südanlage zwischen Johanneskirche und Seltersthor, der Westanlage von da bis zum Hause Geilfus, dem Damm der Main-Weserbahn bis zum Bahnhofe und dem Lauf der Lahn unterhalb der Wieseckmündung, also Südseite des genannten Theils der Südanlage und Südweftseite der West anlage bis zur Pumpstation, Straßen und Wege daselbst, Bleichstraß< zwischen Südanlage und Löberstraße, Alicestraße, Ludwigstraße, südlich bei Alicestraße, vorderer Riegelpfad, südwestliche Hälfte der Ebelstraße, Leih gesternerweg bis zum Aulweg, letzterer zwischen der Kreisstraße nach Leih gestern und der Frankfurterstrabe, Liebig-, Wilhelm-, Klinik-, Frankfurter und Hofmannstraße, Hollergasse, Bahnhofstraße zwischen Westanlage und Bahnhof, Grabenstraße, Bahnhöfe und deren Zufuhrstraßen mit sämml lichen Gebäuden, chemische Fabrik von Throm, Margarethenhütte, sämml liche neuen Kliniken, Schöne Aussicht und Actienbrauerei.
Der 5. Bezirk (Westbezirk)
umfaßt alle Hofraithen und einzelnen Gebäude westlich des Dammes der Main-Weserbahn und der Lahn unterhalb der Wieseckmündung, also de» „Hamm", Rodheimer-, Krofdorfer- und Schützenstraße, Mühlen, Badeanstalten, Schlachthaus, Neustädterfeld und Hardt.
Feuer • Alarm«Signale.
Der Stadtthürmer hat, sobald er ein Feuer entdeckt, dte Sturmglocke mit rasch hintereinander folgenden Schlägen zu ziehen, und darauf zur näheren Bezeichnung des Bezirks je ein weiteres Zeichen zu geben, welches
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