Berlin, 26. September. In einer hier gestern abge- haltenen stark besuchten focialdemokratischen Frauen- Versammlung wurde lebhaft über die geringe Berück- stchtigung geklagt, welche die Frauen in der socialdemokratischen Partei finden. ES wurden zu dem Parteitage in BreSlau zwei Delegirte, die Frauen Lutz und Rohrlack, gewählt, die dahin wirken sollen, daß Frauen aSch in die Leitung der socialdemokratischen Partei defignirt werden sollen.
Stuttgart, 26. September. In der letzten Nacht find in Trossingen bei Rottweil 30 Gebäude abgebrannt.
Prag, 26. September. In Cladno und Zibuschin haben Erdsenkungen stattgefuoden. Die Häuser zeigen vielfach Riffe. Die Senkungen erfolgen durch den Abbau der in nächster Nähe befindlichen Kohlengruben.
Rom, 26. September. Die Nachrichten über die Lage der Städte und Districte auf Sieilten lauten sehr düster. Zahlreiche Gruben, deren Betrieb entschiedene Verluste aufweist, find geschloffen und der Schluß anderer ist bevorstehend. Die Zahl der beschäftigungslosen Arbeiter beträgt 40000. Die Noth ist unbeschreiblich und treibt zu einer Katastrophe.
Rom, 26. September. Der dem Vatikan nahestehende „Offervatore Romano" bespricht die Wiener Gemein de- rathSwahlen und drückt dabei die Hoffnung aus, daß am Schluß des 19. Jahrhunderts die liberale Partei nicht mehr rxistiren werde.
Rom, 26. September. Das „Heilige Collegium", resp. ein großer Theil desselben, beabsichtigt, den Papst zu bewegen, gegen die festliche Begehung deS 20. September und gegen die Rede des Ministerpräsidenten CriSpi Protest zu e heben.
Paris, 26. September. Alle Chefs der Armeecorps von Frankreich und Afrika haben der Regierung mitgetheilt, daß feit Veröffentlichung der Einzelheiten über die Lage des ExpeditionScorpS auf MadagaScar trotz aller Aufforderungen keine Freiwilligen für dieses ExpeditionScorpS mehr anzuwerben seien. Dieselben müßten vielmehr aus den dazu bezeichneten Mannschaften vervollständigt werden. Der Minister ist somit gezwungen, den Mannschaften des 19. Armeecorps große Prämien zu bewilligen, um die Bataillone von MadagaScar vervollständigen zu können.
London, 26. September. Auf dem hiesigen Bahnhofe KingScroß wurde gestern ein Wagen mit 25 Gentnern Silberbarren gestohlen, welchen der Kutscher auf kurze Zeit verkästen hatte. Den Wagen mit den leeren Kisten -nb den noch vorgespannten Pferden fand man später in einem anderen Viertel der Stadt. Das Silber im Werthe vm über 60000 Pfund war für eine Firma in der City bestimmt. Die Polizei leitete sofort Recherchen ein.
London, 26. September. In den „Daily News" wird ein Brief eines Reisenden veröffentlicht, welcher in China den Schauplatz der Niedermetzelung in Augenschein genommen hat. Dem Inhalte des Schreibens nach bleiben die Vorstellungen, die man sich in Europa von den verübten Grausamkeiten gemacht hat, weit hinter der Wirklichkeit zurück. Die Chinesen hätten, so heißt es in dem Briese, mit einem unbeschreiblichen Vandalismus gehaust.
Petersburg, 26. September. Kaiser Nikolaus beabsichtigt anläßlich der Niederkunft der Kaiserin aus seiner Privatschatulle eine Million 300000 Rubel zum Bau eine» Offizier-CasinoS zu spenden. Er will damit dem Offiziersstande einen Beweis feines Wohlwollens geben.
Der Krieg von 1870(71,
geschildert durch Ausschnitte aus ZeitungS-Nummern jener Zeit.
(Nachdruck verboten.)
28. September.
In und vor Metz ist jetzt die Noth sehr groß. Von der Armee deS Prinzen Friedrich Carl sind einige tausend Mann an der Ruhr, am TyphuS und am Rheumatismus erkrankt und in den naheliegenden Spitälern untergebracht. ES mangelt sehr an Lebensmitteln, daS Brod ist verschimmelt, Fleisch gibt es nicht, weil die Rinderpest wüthet. Das einzige Labsal ist ReiS und Erbswurst. Zum Glück ist jetzt anhaltend gutes Wetter. Der Vorpostendienft ist sehr beschwerlich, weil die Franzosen in Metz fort und fort Alarm schlagen. In der Festung gibt eS ebenfalls sehr viele Kranke und die Lebensrnittel werden immer knapper.
Straßburg hat am 27. September, Abends 9 Uhr, capitulirt, das ist die frohe Kunde, welche heute alle deutsche Herzen mit Freude erfüllt. Mit diesem starken Bollwerk ist Frankreichs Herrschaft über den Elsaß thatsäch- lich völlig zu Ende und hoffentlich wird die uralte Stadt nun wieder, was sie Jahrhunderte lang mit Ehren war: eine deutsche Stabt — für immer.
Obwohl erwartet, hat die Nachricht von der Ucbergabe Straßburgs überall in Deutschland die freudigste Aufregung hervorgerufen. In kürzester Zeit sah man in allen Straßen die Häuser mit Stegeflflaggen schmücken, welche, glänzend beleuchtet durch daS goldene Sonnenlicht deS prächtigen Herbsttages und durch die mäßige Luftströmung leicht bewegt, diesmal einen besonders schönen Anblick boten. — Ein eigen- thÜmlichcS Schicksal ist efl, daß Straßburg an demselben Tage in deutschen Besitz Überging, an welchem vor nun 189 Jahren franzöfischerseits die ersten militärischen Vorbereitungen zu dessen Wegnahme getroffen wurden.
Den Grafen BiSmarck sicht man seit einigen Tagen in der Uniform eines Jnfanterieoffizierfl. Aller Haß sammelt sich nämlich auf seinem Haupte: er allein ist schuld an dem Kriege- er war eß, der Napoleon zum Kriege verleitet hat, der also an all dem Elend schuld ist. Dem König will Niemand Übel hier, aber ihm haben sie hier schon an die Thür seines HauseS „A bas Bismarck!“ geschrieben. Wie tief dieser Haß in daS Volk gedrungen, davon gab mir schon in RheimS die sonst sehr sauste Köchin deS Hauses ein Beispiel, in welchem einer meiner Freunde einquartien war. Sie war ein liebes, gutes Geschöpf und über die Zeit der Passionen hinaus. Sie hatte nichts gegen den König, gegen die Preußen,
aber, befeuerte sie mit leuchtenden Augen, wenn ihr Bis« marck begegne, werde sie ihn mit dem Küchenmeffer niederstechen. Wachenhusen i. d. „Köln. Ztg."
MnO
Gieße», ben 27. September 1895.
•* hoher Besuch. Auf der Durchreise nach dem Süden passirten Ihre König!. Hoheit Prinzessin Adolf zu Schaumburg - Lippe mit dem gestrigen Abend - Schnellzuge 5 Uhr 57 Mio. die hiesige Station und nahmen nebst Gefolge und Dienerschaften den Kaffee daselbst ein.
Au8 dem Znstizdienst. Durch Entschließung Groß- herzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz vom 23. September l. I. ist der GerichtSaffeffor Dr. Glässtng in Gießen vom 1. k. MtS. an dis auf weitere- mit Wahrnehmung der Dienstverrichtungen eines AmtSanwaltS bei dem Amtsgericht Darmstadt I beauftragt worden.
Zum neuen Einkommensteuergesetz. Herr Steuerrath Bähr theilt uns mit, daß er von dem im vorletzten Absatz unseres gestrigen Berichtes erwähnten: „Einvernehmen mit den Nachbarregierungen" nichts gesagt, und von einem derartigen Ueberetnfommen auch keine Kenntniß habe. ES ist dies richtig: Herr Steuerrath Bahr hat nur bemerkt, daß die Steuercommiffäre angewiesen seien, die betreffende Der- theilung in Verbindung mit den Steuerbehörden der bethei- ligten anderen Staaten vorzunehmen. Die weiter gehende Mittheilung unseres Berichtes beruht auf einem Mißverständnisse unseres Berichterstatters, der übrigens wie die Redaction nach wie vor der Ansicht ist, daß die betreffende Instruction wohl im Einvernehmen mit den Nachbarstaaten erlassen worden fein dürfte.
*♦ Eissport. In der gestern Abend im Hotel Victoria abgehaltenen Vorstandssitzung des EiSvereinS wurde einstimmig beschlossen, die Eisbahn mit drei Hydranten zu versehen und die Arbeiten so zu beschleunigen, daß dieselben bereits diesen Winter in Thatigkeit treten können. — ES sind bedeutende Kosten, ca. 1500 Mk., welche dem Verein erwachsen, derselbe wird aber hierdurch in der Lage sein, die Eisbahn Abendfl besprengen zu [affen, sodaß den vielen Freunden und Freundinnen des Schlittschuhlaufens eine vorzügliche und glatte Fläche zur Ausübung der gesunden und so allgemein gewordenen Leibesübung zur Verfügung stehen wird.
•* Todesfall. Herr Dr. med. Otto Christel, früher Assistenzarzt an der hiesigen Universitäts-Klinik, ist in Bielefeld im Alter von 28 Jahren gestorben.
** AnS bet Nachfeier deS landwirlhfchaftlichea Festes, worüber wir kürzlich aus sonst verläßlicher Quelle Andeutung machten, wird nichts, weil die Festhalle hierzu nicht mehr zur Verfügung steht. Die Festhalle durste vertragsmäßig nur bis zum 24. September benutzt und muß alsdann geräumt werden. ES ist auch bereits mit dem Abbruch begonnen worden, welcher so beschleunigt wird, daß in nächster Woche von der schönen Halle nichts ober nicht viel mehr stehen wird. Der Abbruch der Halle, deren Erhaltung während der in ihr stattgehabten Festlichkeiten so oft gewünscht wurde, bildet den Abschluß einer Reihe glänzender Feste, wie sie innerhalb eines JahreS die Stabt Gießen noch nicht erlebt. Es würben in ber Halle gehalten: 1) bas Mittelrheinische Turnfest währeub breier Sonntage unb einer Reihe bazwischenliegenber Wochentage- 2) bas Fest bes Kaiser Wilhelm-Regiments zur Feier beS 18. August- 3) bas große lanbwirthschastliche Fest vom 19. bl822. September. Dazwischen fanben in Gießen an größeren Festlichkeiten statt: Die große Ruber-Regatta ber hiesigen Rubergesellschaft unb bie große Sedanfeier, nicht zu vergessen bie Feste ber Fechtvereine, ber Metzger rc., welche alle sehr große Theilnehrnerschaaren zusammenführten. Alle Feste, ohne Ausnahme, waren vom schönsten Wetter begünstigt unb bomit nicht nur festlich, fonbern auch finanziell von Erfolg gekrönt, letzteres glauben wir wohl auch vom lanbwirthschaftlichen Feste voraussetzen zu können. DaS Jahr 1895, baS Jubeljahr ber 25jährigen Erinnerung an die Einigung Deutschlands, hat sich sonach auch für Gießen zu einem Jubeljahr gestaltet, unb wirb lange in Erinnerung Derer bleiben, bie alle Feste mit durchkosten konnten.
♦♦ Der Hauptgewinn der landwirthfchaftlichen Ausstellung, ber Erntewagen mit ben 4 belgischen Stuten, ist bekanntlich nach Vilbel gekommen unb zwar an vier einfache Leute. Gestern waren bie glücklichen Gewinner hier, um sich von Herrn Pferbehänbler Michel 4000 Mark für den Gewinn auflzahlen zu laffen. Den Wagen mit zwei Pferden hat Herr Michel bereits an Herrn Director Paflcoe für das Femie'sche Braunfteinwerk weiter verkauft. — Unter ben übrigen Gewinnen, welche noch nicht abgeholt wurden, befinden sich recht ansehnliche. So harren beispielsweise noch der Erntewagen mit zwei Kühen, ferner ein Lauterbacher Wägelchen, mehrere Rinder unb Schweine, sowie mehrere werthvolle lanbwirthschastliche Maschinen unb eine größere Anzahl kleinerer Gewinne ber Abholung. Don Gießener LooSinhabern sinb verhältnißmäßig viel Gewinne gemacht worben.
** ArbeiterwohlfahrtSeinrichtungen. Sämmtliche Familien- angehörigen ber Arbeiter unb Beamten deS Fernie' scheu Braun st ein berg Werkes erhalten auf Anordnung des Herrn Director PaScoe vom 1. October d. I. ab in Erkrankungsfällen freien Arzt unb freie Arznei, eventuell nach ben befonberen Umftänben beS Einzelnen auch Unterkunft in einem Krankenhause auf Kosten bes Werkes. Für die auf dem Werke wohnenden Steiger wurden seither schon gesunde uod bequeme WohnungSneubauten geschaffen nebst Stallungen für die Viehhaltung. ES ist anzuerkennen, wenn in dieser Weise die Arbeitgeber die Lage ihrer Beamten und Arbeiter zu oerbeffern bestrebt bleiben.
* Die entlassenen Reservisten seien auf Folgendes aufmerksam gemacht: Sie haben sich spätestens 14 Tage nach ihrer Entlastung auS dem activen Dienst bei dem Haupt-
melbeamt bezw. Meldeamt ober Bezirksfeldwebel ihres nunmehrigen Wohnortes unter Vorlage ihrer Militärpapiere anzumelden. Die Meldung ist auch dann erforderlich, wenn der Entlaffene an dem Orte bleibt, an dem sein bisheriger Truppentheil in Garnison stehe. Jeder Aufenthaltflwechsel ist der oben bezeichneten Controlftelle anzuzeigen. Sie Haden dienstlichen Befehlen der Controle, öffentlichen Aufforderungen und Gestellungsbefehlen unbedingt Folge zu leisten. Bei Anbringung dienstlicher Gesuche und Beschwerden sind bie Mannschaften beS BeurlaubtenstanbeS verpflichtet, den vor- geschriebenen Dienstweg (Hauptmeldeamt, Meldeamt Bezirks- feldwebel) einzuhalten. Im Gleichen sind sie im dienstlichen Verkehr mit ihren Vorgesetzten (Bezlrkflfeldwebel, BezirkS- offizier, BezirkScommandeur), oder wenn sie in Militär- uniform erscheinen, der milikärischen DiSciplin unterworfen.
• • Zum Militärdienst der BolkSfchnllehrer. Dom Jahre 1900 ab werden die DolkSschullehrer unb Candlbaten des DolkSfchulamtS, welche ihre Befähigung für bafl Schulamt in vorschriftsmäßiger Prüfung nachgewiefen haben, erst nach einjähriger activer Dienstzeit bei einem Infanterie-Regiment zur Reserve beurlaubt. Durch biese Anordnung wirb bie Ableistung deS Einjährig Freiwilligendienstes der DolkSschullehrer nicht berührt- es finden vielmehr hierfür die für den Einjährig-Freiwilligendienst allgemein gUtigcn Bestimmungen Anwendung. Für die bis 1900 währende Uebergangfljeit ist, wie ber „Darmst. Tägl. Anzeiger" mittheilt, seitens des preußischen kriegflmimsteriumS mit dem preußischen Unterrichtsministerium eine Vereinbarung getroffen worden, wonach tfr den unmittelbar nach bestandener Prüfung aus dem Seminar ausscheidenden Lehramtsbewerbern bereit« vom 1. October dS. IS. ab freigestellt werden soll, ein Jahr zu dienen. Im Uebrtgen soll eS bis zum Jahre 1900 bei der bisherigen, zehnwöchigen activen Dienstzeit sein Bewenden haben. Bezüglich der DolkSschullehrer, die sich dem einjährigen activen Dienst zu unterziehen gedenken, hat der Rriegflminlfter folgende Bestimmungen erlassen: Die Einstellung erfolgt am 1. April und 1. October jedes JahreS, zum ersten Mal am. 1. October bfl. Js. Diejenigen DolkSschullehrer, welche sich dem einjährigen Militärdienst unterziehen wollen, dürfen sich, den Truppentheil, bei welchem sie bien.n möchten, nicht selbst auSwählen- vielmehr erfolgt ihre Bertheilung auf die Jnfanterietruppenthelle seitens der zuständigen General-- commandoS. Die eingestellten Lehrer werden an der Rekruten- auSbildung der Einjährig-Freiwilligen theilnehmen und bann in die Compagnieen eintreten. Soweit sie sich nach ihrer militärischen Beanlagung und ihrem Diensteifer hierzu eignen, werden sie nach Anordnung der RegimentS-Commandeurc zu Unteroffizieren ber Reserve unb ber Lanbwehr ausgebildet. Nach sechSmvnatlicher Dienstzeit darf eine Beförderung der- jenigen DolkSschullehrer, welche sich gut geführt und sich ausreichende Dienstkenntnlß erworben haben, zu überzähligen Gefreiten stattfinden. Diejenigen, die sich bei der Entlassung nach dem Unheil der Vorgesetzten zu Unteroffizieren der Reserve unb Lanbwehr eignen, werben ole Unterosfi-ierSasptranten entlassen. In Fällen hervorragender Leistungen kann br- musterhafter Führung unb Haltung eine Beförberung zum überzähligen Unteroffizier ausnahmsweise schon bei ber Entlassung aus bem activen Dienst erfolgen. Im Uebrigen sind Beförderungen gelegentlich der Uebungen zulässig. Die Heranziehung der Scminarablturtenten zu der verlängerten einjährigen Dienstzeit für die UebergangSzeit findet zunächst nur auf die Abiturienten ber preußischen Seminare Anwendung- Ob diejenigen der anderen Bundesstaaten nach den gleichen Grundsätzen zu behandeln fein werden, bleibt einer weitern Entscheidung Vorbehalten.
♦* Lebensmittel-Preise Ende August 1895. Nach einer Zusammenstellung der Großh. Centralstelle für die Landes stattsük kosteten:
Rindfleisch ; per Pfund
Kalbfleisch
, ver Piund 1
il
ZN- S 9 »
Hammelfleisch per Pfund
Gemischtes I
■Brob 1
Roggen- Brod
Sier
1 Stück 1
Ochsenfleisch per Pfund
Sutter per Pfund Milch 1 Liter
Städte mit Octrot Darmstadt
76
70
76 -
66
70
11.5
10
107-117 18
6-7
Mainz
72
63
75
77
55
115
10
96-106 18
5-7
Dffenbach
76
66
76
70
70
12
10
110-120 21
5-9
Worms
74
70
76 '
64
68
10,5
9.5
105-116! 17
4-8
Dießen
72
65
63
65
65
10,5
10
96-107 18
5-7
Städte ohne Octrot
Bingen
75
65
60
70
60
11
10
85-100 19
5—7
BenSheim Alzev Friedberg
70
66
70
60
CO
12
9,5
85- 90 17
5—7
68
64
70
60
60
16
10
94—104 17
6-8
75
70
70
52
65
12
11
120 18
7
AlSseld
70
63
70
56
—
12,5
10
95—1001 16
6
Lauterbach
64
64
60
50
55
13
10
100 | 16
5
△ Stoße»-Bufeck, 26. September. Heute Nachmittag brannte dahier eine Scheuer vollständig ab. DaS Feuer blieb auf seinen Herd beschränkt. Entstehungsursache ist unbekannt.
Bad Nauheim, 25. September. In der Kinderheilstätte „ElisabethhauS" werden jetzt jährlich gegen 500 Kinder ohne Unterschied der Confesfion, auch israelitische, ausgenommen. Für solche Israeliten, die rituelle Verpflegung beanspruchen, bestand eine eigene israelitische Kinder- Heilstätte, deren Kosten hauptsächlich von Frankfurter Glaubensgenossen bestritten werden. Au der Spitze deS> CornitöS steht dermalen Bankier Michael Mainzer. Auf dessen Betreiben wurde zu dem Preise von 25 000 Mk. ein größeres Baugelände vor Bad-Nauheim erworben, um ein eigenes HauS zu erbauen. Die seitherige Unterbringung der Anstalt in Miethlocalen war mit vielen Unzulänglichkeiten verknüpft. Darmst. Ztg.
Ruddiugihauseu, 25. September. Heute Vormittag gegen 10 Uhr brach hier in dem Wohnhaus deS Heinrich Magel V. Feuer auS und verbreitete sich auch dasselbe auf daS anhängende HauS des SchreinermeisterS Rudi er-
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