bei der diesjährigen Berufszählung gefteUt; da aber diese \ letztere in die für die ArbeitSverhältnisie günstigste Jahreszeit fiel, so würden, wie angenommen wird, erst dann Ergebnisse zu erlangen fein, welche für die Verwaltung wie für die W.ssenschaft von Werth sind, wenn eine Zählung der Arbeitslosen in einer für die ArbeitSverhältnisie ungünstigen Jahreszeit, und das wäre ja der 1. December, stattfinden würde.
Nidda. 22. Juni. Herr Hutmacher Conrad Ruppel dahier, der älteste Bewohner unseres Städtchens, trat gestern in voller Körperrüstigkeit und Geistesfrische in sein 91. Lebensjahr ein. Der alte Herr wurde von allen Seiten beglückwünscht.
0. Ortenberg. 26. Juni. In dem Steinbruche, welcher zu dem zwischen hier und Selters liegenden kleinen Dorfe Wippenbach gehört, ist gestern Nachmittag ein tief bedauerlicher Unglücks fall pasfirt. ES stürzte nämlich ganz unverhofft ein starker Felsbrocken herab und traf zwei nichts ahnende Arbeiter so unglücklich, daß der eine sofort getödtet, der andere aber so schwer verletzt wurde, daß, wenn er mit dem Leben davonkommt, eine schwere Schädigung seiner Gesundheit und Erwerbsfähigkeit befürchtet werden muß. Beide Verunglückte find ledig,- der eine stammt von Boben- hausen, der andere von Wippenbach. Es sind fleißige Leute, die ihre Angehörigen von ihrem Arbeitsverdienste wacker unter» stützt haben. Der Unglücksfall findet allgemein das größte Mitleid in der ganzen Gegend.
Vom Odenwald, 25. Juni. Die Heidelbeerernte hat mit dieser Woche allenthalben ihren Anfang genommen. Es gibt quantitativ und qualitativ eine reiche Ernte. Auch find die Preise dieses Jahr bis jetzt etwas annehmbar, was wohl auf die Thatsache zurückzuführen ist, daß bereit- in wahreren Orten die armen Leute einfach erklärten, wenn wir n cht mindestens 12 Pfg. pro Liter bekommen, so brechen totr einfach keine mehr, worauf die Aufkäufer ein gutes Gesicht zum bösen Spiele machten und in die Bedingung einwilligten.
Mainz, 25. Juni. Im Alter von 64 Jahren starb gestern Abend einer unserer bedeutendsten Großindustriellen, Herr Wtlh. Pagenstecher, der Theilhaber der weithin bekannten Firma Stein u. Köster.
A Mainz, 26. Juni. Eine rührende Störchenges ch ich t e verursachte heute Mittag in der Gegend des „Stockhauses" hier einen großen Straßenauslauf. Auf einem hohen Fabrikschornstein in dortiger Gegend nistet seit einigen Jahren ein Storchenpaar, das sich in den letzten Wochen eifrig der Fütterung zweier Jungen hingab. Seit einigen Tagen sind nun die alten Störche spurlos verschwunden, und die des Fliegens noch nicht mächtigen Jungen reckten immerfort ihre Hälse nach Nahrung aus dem Neste heraus. Diese Vorgänge in dem Storchennest wurden von einem nahen Kirchturme beobachtet, und zwei kühne Männer unternahmen daS Wagniß, die dem Hungertode preisgegebenen Thiere aus ihrer lustigen Höhe herunter zu holen. Da im Innern ein Emporkommen nicht möglich, kletterten die beiden Männer von Außen den hohen Schornstein hinauf, an Seilen eine Leiter mit sich ziehend, mittelst welcher es ihnen gelang, die beiden ermatteten Thierchen herabzuholen und sie in einem Sacke wohlbehalten niederzulassen. Bei ihrem Herunterkommen wurden die beiden thierfreundlichen muthigen Männer von der vielköpfigen Menge mit jubelndem Beifall empfangen. — Der vor mehreren Jahren nach Verübung großer Betrügereien und Hinterlassung unzähliger Schulden von hier flüchtig gegangene Bankagent und Notariatsgehülfe Kins- b erger, der durch seine betrügerischen Manipulationen zahlreiche Familien in Noth und Elend gestürzt, soll sich, nach einer Privatmittheilung, in Amerika erhängt haben. Bestätigung bleibt abzuwarten.
. VerMischtes.
* Wetzlar. 25. Juni. Die Bahnhofssperre auf hiesiger Stakion ist seit gestern aufgehoben. Warteräume und Restauration find also dem Verkehr wieder vollständig freigegeben. Dagegen ist für das Betreten des Bahnsteiges von Nichtpasiagieren auch fernerhin eine Karte ä 10 Pfg. zu lösen.
* Frankfurt a. M.. 26. Juni. Berufs- und Gewerbezählung. Das vorläufige Ergebniß der Gewerbezählung für die Stadt Frankfurt ist das folgende: Die Zahl der Haushaltungslisten beträgt 48,221, der Land- wirthschastsbetriebe 1293, der Gewerbebetriebe 9518. Die ortSanwesende Bevölkerung beträgt: männliche 106,915, weibliche 116,120, zusammen 223,035 (gegen 198,695 am 1. December 1890). Die Bevölkerungszunahme seit 1890 beträgt daher 24,390.
* Kassel. 25. Juni. Der älteste deutsche Rechtsanwalt, Justizrath Klippert, hat vor einigen Tagen in voller Rüstigkeit den 94. Geburtstag gefeiert.
• Köln o. Rh., 26. Juni. Der Verbandstag der Fleischer wählte Mannheim zumOrte der nächstjährigen Tagung.
* Radelnde Infanterie Kolonnen. Eine höchst intereffante Derwendungsweise soll während der diesjährigen Kaisermanöver den Radfahrern zufallen. Es sollen einige Abteilungen gebildet und dann als radfahrende Infanterie verwendet werden. Man will Versuche machen, inwieweit wohl eine solche radfahrende Infanterie im Stande ist, einen entfernt gelegenen Punkt von tactifdjer Wichtigkeit zu besetzen. Diese Infanterie wird gleichsam ein Jnsanteriecorps darstellen, das sich schnell über große Entfernungen zu bewegen und zu fechten hat. Jeder zufällige Eifenbahnzug, eine Locomotive und ein paar gewöhnliche Transport- und Kohlenwagen genügen schließlich, um die Mannschaften mit ihren Maschinen unterzubringen. Ist dann der betreffende Punkt erreicht und zur Vertheidigung eingerichtet, so kann
man den kommenden Dingen mit Rahe entgegensehen. Mit dieser radfahrenden Infanterie würde man außerdem dem Problem der reitenden Infanterie, die, so sehr man sich auch dagegen sträubt, doch als ein Bedürfniß des modernen Krieges auftritt, näherkommen- denn die Pferde der reitenden Infanterie können getödtet werden, sie müffen Wasser und Fourage haben u. f. w. Bei den Kaisermanövern wird die radfahrende Infanterie aber auch zu Erkundigungen verwendet und weiter werden eingehende Versuche dahin gemacht werden, wie weit sie im Stande ist, mit anderen Waffen zu wirken. Betont mag zum Schluß noch werden, daß die radfahrende Infanterie besonders bann von Bedeutung werden kann, wenn wichtige Fortschritte im schnellen Fortschaffen von Maschinen-Geschützen gemacht werden.
* Für 180,000 Mark Kohle« hat nach Angaben von Marine-Offizieren täglich die in der Kieler Föhrde versammelte Flotte verbraucht.
* Von dem Geniestreich des Pförtners in einem vielbesuchten sächsischen Gasthofe erzählen die „Dresdener Nachrichten": Sitzt da Nachts gegen 1 Uhr der Pförtner des Hotels in feinem Stübchen und duselt so vor sich hin. Plötzlich rüttelt ihn ein gemütliches Männchen aus dem süßen Schlummer mit den freundlichen Worten: „Härnse, Herr Bortier, Sie gennten mer emal die Hausdhiere uffmachen, ich hab mer tun eenigen Fremden die Stiefel zu'a AuS» beffern geholt und da muß ich eilen, daß ich fe bis morgen frieh fertig bringe." Der Pförtner reibt sich den Schlaf aus den Augen und steht, daß der biedere Schuhmacher sechs Paar Stiefel in den Händen trägt, an denen er angeblich Genesungskuren vornehmen soll. „Na, wenn Sie eemal die befecten Stiefel mitnehmen, da genn’n Se ooch gleich e Baar von mir mitnehmen zum Ausbeffern, wenn Se bte ooch erst iebermorgen wiederbringen." Mit diesen Worten übergibt der Pförtner auch feine Stiefel dem Fuß- künstler, schließt ihm die Hausthüre auf und entläßt ihn mit einem freundlichen „Gute Nacht, auf Wiedersehen!" Der freundliche Schuhmacher hat aber bis zum heutigen Tage sich mit den Stiefeln nicht wieder sehen lassen und sechs Hotelgäste mußten früh Morgens mehrere Stunden auf Strümpfen laufen.
* 5. Internationale Zucht- und Nutzvlehfchan Wien 1895. Diese seit dem Jahre 1891 in Wien von der k. k. Land- wirthschafts-Gesellschaft alljährlich veranstaltete Fachausstellung findet Heuer in der Zeit vom 5. bis 8. September statt. In den Kreisen der Viehzüchter des In- und Auslandes gibt sich schon heute für diese Schau das lebhafteste Jmereffe kund und ist zu erwarten, daß dieselbe, so wie ihre Vorgängerinnen, reich beschickt sein wird. Der Zweck der Ausstellung, den Producenten edlen Zuchtviehes mit dem Consu- menten in birecte Verbindung zu bringen, soll auch durch die heurige Ausstellung erreicht werden und bei der Wichtigkeit, welcher heute der Viehzucht im landwirtschaftlichen Betriebe innewohnt, wird gewiß diese Schau in allen kulturellen Kreisen die verdiente Beachtung finden. Mit der Zucht- und Nutzviehschau wird eine Special-Ausstellung von Sämereien, Kraftfutter- und künstlichen £)ungmitteln verbunden fein. — Anmeldungen zu dieser Ausstellung werden bis längstens 1. August b. I. bet der k. k. Lanbwirthschafts-Gesellschaft Wien, I. Herrengaffe 13, entgegengenommen, woselbst alle zur Anmeldung nöthigen Drucksorten kostenfrei bezogen werden können.
* Das berühmte Heidelberger Faß hat einen Rivalen auf der Industrie-Ausstellung zu Bordeaux gefunden, nämlich eine Weinflasche, die eine Höhe von 40 Meter hat. Allerdings ist dieselbe weder auS Glas geblasen, noch mit edlem Naß gefüllt, sondern ist thurmartig conftruirt, und aus einzelnen grünen Glastafeln zusammengesetzt, bte burch Blei unb Eisenrippenwerk verbunben find; bte Flasche hat mehrere Etagen, unten befinbet sich ein Weinrestaurant und führt eine Treppe bis in ben Kork ber Flasche, ber tote ein mit Draht gebunbener Champagnerkork erscheinen!) einen Kiosk bilbet, in welchem gleichzeitig 35 Personen eine entzückenbe Aussicht über bte ganze Ausstellung genießen können.
* Eine Hängebrücke von 1000 Meter Spannweite totrb jetzt in New-Dork zur Ueberbrüdung bes Hnbson zur Ausführung gebracht. Die Kosten bcrfelben werben sich auf 25 Millionen Dollars belaufen, bie Ausführungszeit zehn Jahre betragen. Die Brücke wirb mittelst zwölf Stahlseil- Kabeln zwischen Thürmen von 200 Meter Höhe ausgehangen unb im Staube sein, gleichzeitig die Last von 6 Eisenbahn- Zügen zu tragen. Auf diese Weise wird es möglich, die Züge, bte bisher nur bis Jersey-City als Enbstation fuhren, bis nach New Dork weiter gehen zu lassen. — Mitgetheilt vom Internationalen Patentbnreau Carl Fr. Reich eit, Berlin NW.)
* Wie bte Amerikaner Gemüsebau im Großen treiben. Der größte Gemüsegarten, den Amerika anfzuwetsen hat, ist nach der „Wiener illustrirten Gartenzeitung" jener von Summerdale bei Chicago, beffen Areal 250 Hectar umfaßt. Von tiefen sind 60 Hectar für Gurkencultur, 40 für Zwiebeln, 20 für Früherbsen, 20 für Kohlarten, 20 für Zuckermats, 40 für verschiebene andere ©emüfearten unb 50 zum Futterbau für 65 Pferde und Rinder, die in diesem Betriebe beschäftigt werden, bestimmt. Mit demselben ist auch eine Conservensabrtk verbunden. Zwei- dis dreihundert Arbeiter haben dort vom Frühjahre bis zum Herbste ihre Beschäftigung.
* Das Salutiren der Kriegsschiffe. Anläßlich ber Kieler Festlichkeiten bürste es angebracht fein, etwas über bie Ehrenbezeigungen Seitens der Schiffe mitzuthetlen. In erster Linie kommt hier das „Salutiren" in Betracht. Durch Feuern aus ben Schiffskanonen werden begrüßt der Kaiser und bte Kaiserin mit 33 Schüssen, ber Kronprinz und bie Kronprinzessin mit 21 Schüssen, ebenso regierenbe deutsche Könige unb bereu Gemahlinnen unb nichtbeutsche regierenbe Kaiser unb Könige unb bereu Gemahlinnen. Durch Feuern auS den Schiffsgeschützen werden begrüßt deutsche Groß-
Herzoge und Prinzen, sowie deren Gemahlinnen mit 21 Schüssen^ Botschafter mit 19, Admirale mit 17, Vice-Admirale mit 15, Contre-Admirale mit 13, Capitäns zur See als Comrnobore mit 11, Generalkonsuln mit 9, Consuln mit 7, Vlceconsuln mit 5 Schüssen. Die Flagge deS Landes, auf beffen Rhede ein Kriegsschiff, ein Geschwaber ankert, wirb bei Ankunft auf ber Rhebe mit 21 Schüssen begrüßt. Von ben Salut» schliffen werben erwidert biejenigen für die ßanbefiflagge, diejenigen für Seebefehlshaber und Salutschüsse, welche etwa von deutschen ober fremben Kauffahrern für eine Flotte, ein Geschwaber ober ein Kriegsschiff gefeuert werben. Fahrzeuge von ber Klaffe ber Kreuzer vierter Klaffe, Kanonenboote unb Avisos feuern in der deutschen Marine keine Salutschüffe.
* Die Plage der Zufecteu, die ins Zimmer bringen und uns Nachts recht unangenehm stören können, beginnt jetzt, mit den warmen Tagen. In Italien, das bekanntlich viel von Stechmücken zu leiden hat, findet man oft die folgende einfache Jnsectenfalle, welche gute Dienste leistet. Mau stellt in die Mitte eines tiefen weißen Porzellantellers ein kleines brennendes Nachtlicht und füllt den Tell-r mit weißlich aus- sehender Flüssigkeit, z. B. Seifen- oder Chlorkalkwaffer, auch einfach nur Wasser, das man mit Milch oder Salzsäure versetzt, unb stellt biefen Teller Nachts in bte Mitte bes Schlaf» zirnrnerS auf den Boden. DaS Licht lockt alle Insekten an, bte meist immer bann in bie Flüssigkeit fallen. Auch gegen Motten, ja selbst gegen Flöhe soll sich bieseS einfache Mittel bewähren.
* Humor aus dem Urwalde. Der bekannte Forschungs- reifenbe Otto Ehlers liegt in einem NaaSborfe krank barnteber. Daß er aber bte gute Laune trotz aller Widerwärtigkeiten nicht verloren, beweist eine poetische Epistel, die er von dort an seine Hamburger Verwandten hat gelangen- lassen:
„3mn oberen Brahmaputralauf
Zog hoffnungsfroh ich jüngst hinaus;
Doch waren, rote sichs fügte, Die Götter gegen mich gesinnt. Nicht immer, wer da wagt gewinnt: Ich kam, ich sah, ich - siechte."
Eingesandt.
Gießen, 27. Juni 1895.
Sehr geehrter Herr Redacteur!
Das „Eingesandt" in ber heutigen Nummer Ihrer geschätztem Zeitung, das Geschrei eines Papageis auf ber Ostanlage betr., veranlaßt ben Besitzer des unzweifelhaft gemeinten Vogels zu folgender Erwiderung, resp. Richtigstellung:
1. Es ist unrichtig, baß ber Papagei burch „eintöniges, widerwärtiges Geschrei" lästig wirb. Er schreit überhaupt nicht, sondern pfeift und spricht nur.
2. Es ist unrichtig, daß er einen „ohrenzerreißenden Gesang" ertönen läßt. Er singt überhaupt nicht — Es ist daher
3. auch unrichtig und grosse Uebertreioung, wenn von dem Abscheu der Leute und den Klagen vieler Bewohner der Ostanlage gesprochen wird.
Das Gegentheil entspricht vielmehr der Wahrheit.
Die Inschriften des Barometers am Wetterhäuschen auf der Südanlage sind mir ber schärfsten Brille nicht mehr zu lesen. Ebenso die Höhenlage der Berge in Oberheffen. Ueberhaupt bedarf das Häuschen dringend eines neuen Anstriches. Es bedarf wohl nur dieses Hinweises, um diesem Zustand abzuhelfen.
Citeratur nnd Annst.
— „Kaiser Wilhelm auf der Kanzel", ein prächtiges AquareN von I. Falat, bildet den Hauptschmuck ber soeben erschienen Nr. 20 der „Moderne« Kunst" (Verlag von Rich. Bong, Berlin, ä Heft 60 Ptg.). Fr. Freiherr von Diricklage-Eampe schildert mit jedem Waibmann ecfreuenber Frische des Kaisers Waldluft, wenn er von der Kanzel herab bas Schreien ber Hirsche hört unb ihren Kampf um die Alleinherrschaft im Revier berauscht. Ein feinsinniger Essay über „Laurens Alrna-Tabrma" von Georg Malkorosky wird die Künstler unb Kunstfreunde interessiren, während der Musikfreund in einer Besprechung ber (e-stlichen Oper Christus von Rubinstein und in einer Würdigung des oe ftorbenen Komponisten Franz von Supp4 seine Rechnung findet, linier den belletristischen Beiträgen ist eine anmuthige Nooelletie von Olga Wohlbrück „Der stille Eompagnon^ hervorzuheben. Die erste Seite des vornehm ausgestatteten BlatteS schmückt ein prächtiger Kopf eines italienischen Knaben von E.von Blaas unb unter ben Kunftbcilagen nimmt Herrn. Henbrichs romantischphantastisches Gemälde „Siegsriebs Tod" eine hervorragende Stelle ein.
— Allgemeiner deutscher Muster-Briefsteller unb Universal-Haus-Secrelär für alle in ben oerschtebenen gesellschaftlichen Verhältnissen, sowie im Geschäfts-, Gewerbs- unb Privatleben vor- fotnmenben Fälle. Unentbehrliches Handbuch für Jedermann von Georg von Gaal. Zwölfte, gänzlich umgearbeitek unb den Zeit- oerhältnissen vollkommnen angevaßk Auflage. In 13 Lieferungen zu 4 Bogen Preis jeder Lieferung 40 Pfg. Ausgabe in zehntägigen Zwischenräumen. Auch remplet geheftet 5 Mk ober geb. 6 Mk. (Hartlebe ns Verlag, Wien.) Auch auf diese neue, die zwölfte Auflage des roeltbefanten Werkes wurde dieselbe Sorgfalt oerroenbjt, welche der Bearbeitung feiner früheren Auflagen gewidmet wurde. Alle Theile in dem ganzen Buch sind mit steter Berücksichtigung ber neuesten Zeitverhältnisse verändert unb zum großen Theile umge-- arbeitet worden. Neven dem eigentlichen Briefsteller - Material, welches sich in einer fast imponirenbtn, schier unerschöpflichen unb alle Verhältnisse berührenden Fülle vorfindet, sind auch die verschiedensten socialen unb staatlichen Einrichtungen unb Formen, natürlich nach dem neuesten Standpunkte ber Gesetzgebung, in dieses Buch ausgenommen worden, unb ber Leser findet bas Wichtigste aus bem Hanbels- unb Gewerbeaesetze, über die ConcurSordnung, über bas Wehr- unb Lanbroebrgesetz, über bie confessionellen Gesetze unb über bie öffentlichen Behörben; kurz, das für ben täglichen Gebrauch erforderliche Gesetzmaterial Vom jucistischen Standpunkte werben alle jene streitigen Rechtsgeschäfte besonbers hervorgeho'-en, welche ohne Hilfe eines Rechtsfreundes felbftänbig burchgeführl werden können. Die Verkehrswelt findet in diesem Buche alles, was über Staatsschuld, Börse, Actien - Unternehmungen, Lotterien, Münz-, Maß- unb Gewichtswesen, bas Gtrogeschäft, Interessen-,. Gehalt- unb Lovnberechnungs-Tabellen u. bgl. zu wissen nöthig ist, sowie das Stempel-, Post, Telephon- und Telegrapbenwesen, zusammengestellt nach ben neuesten Vorschriften. Zur Orbnung im gewerblichen und geschäftlichen Haushalte gehört auch die Führung von Büchern für alle Geschäftsvorkommnisse und ist den wichtigsten diesbezüglichen B-ftimmungen ein eigenes Capitel gewidmet. Endlich steht ein kleiner Hauspoet bem Haus- unb Familienleben zu Gebote, wenn ein solcher bei ben zahlreichen heiteren und ernsten Beziehungen des täglichen Lebens benöthigt werden sollte. So dürfte auch diese neue — zwölfte — Auflage ihr en Vorgängern würdig an die Seite treten-.
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