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nder Aufforderung in der Abwehr eines forschen, und hoch ö« t deutsche Baterlan , r die Anwesenden auf-
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Erbach, präsentirte SchulamtSaSpirant Heinrich Ost heim aus Heppenheim a. b. B. für diese Stelle bestätigt; — am 9. April wurde dem Schullehrer Joh. Greb zu VeitShain die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu HebloS, Kreis Lauterbach, übertragen; — am 10. April wurde dem SchülamtsaSpiranten Egid ThomaSberger aus Hammel« bach die Lehrerftelle an der Gemeindeschule zu Ober-Scharbach, Str. Heppenheim, übertragen.
*• Zeitgemäße Warnung. Jetzt wo die Knospen springen, ist auch die Mahnung wieder am Platze, das Eigenthum Anderer pflichtmäßig zu schonen. Es ist kein Zweifel, daß man dem ländlichen Eigenthume nicht gleiches Recht mit dem anderen Besitzthume zugestehen will. Da tritt man, statt auf dem Fußpfade zu bleiben, daneben auf den hohen Saatrand. Dort bricht man Zweige, hier pflückt man, ohne bessere Zwecke, ganze Sträuße Feld- und Wiesenblumen, um sie bald daraus wieder halbwelk wegzuwerfen. Der Landmann erlaubt ja verständnißvollen Sammlern sehr gern eine Freiheit, aber eben deshalb mahne ein Jeder, Unbefugten gegenüber, zum Maßhalten.
X Lollar, 25. April. Nächsten Sonntag den 28. d. M. wird die von Herrn L. Rohrbach an dem Lollarer Kopf, an der Seite nach dem Dorfe zu, errichtete Sommer-Wirthschaft „Zur Ludwigshöhe" mit Concert eröffnet. Der überaus prachtvoll gelegene Platz bietet eine wunderschöne Aussicht nach den umliegenden höheren Punkten wie Gleiberg, Vetzberg, Altenberg und dem Lahnthal entlang. Der Lollarer Kopf, welcher wegen seiner schönen Wege von den hiesigen Bewohnern sehr oft zu Spaziergängen gewählt wird, dürfte sich nun eines noch regeren Besuchs zu erfreuen Huben, besonders auch von der Stadt Gießen und den umliegenden Ortschaften, nachdem man jetzt Gelegenheit hat, nach einem gesunden Spaziergang in dem Walde ein gutes GlaS Exportbier rc. zu civilen Preisen zu bekommen. Die erbaute große Halle bietet Schutz gegen Regen und Sonnenschein.
as. Alten-Buseck, 22. April. Schon wieder in kurzer Zeit — seit Weihnachten das zweite Mal — war es einem hiesigen Ehepaar vergönnt, das seltene Fest der goldenen Hochzeit zu feiern. Es waren dies der Ackermann Johann Wilhelm Volz und seine Ehefrau Justine geb. Becker, welche gestern von dem Ortsgeistlichen in ihrem Hause in Gegenwart von Kindern und Kindeskindern eingesegnet wurden. Ein schönes Zusammentreffen war es, daß an demselben Tage ihre jüngste Tochter in Altengottern in Thüringen ihre „grüne" Hochzeit feierte.
A Groß-Felda, 24. April. Das Molkereiwesen zeigt tn unserem Kreise einen stetigen Fortschritt. Dank der --klbewußten Wirkung des Herrn Landwirthschaftslehrers Lc'tHiger zu Alsfeld hat dasselbe einen kaum geahnten Aufschwung genommen. Die Vorurtheile und Voreingenommenheiten, die man den fördernden Bestrebungen auf diesem Gebiete der Landwirthschaft vielfach anfänglich entgegengebracht, sind völlig beseitigt und aufgehoben und an ihre Stelle ist die richtige Erkenntntß der besseren Verwerthung der Milch durch das Molkereiwesen getreten. Wohl haben die Molkereien gegenwärtig ein wenig unter den sehr niederen Bulterpreisen zu leiden, deffen ungeachtet ist der Geschäftsgang im Allgemeinen ein flotter. Die sehr gesunkenen Bulterpreise werden zweifellos wieder in die Höhe gehen; denn keine Kunstbutter, weß Namen sie auch führt, vermag vollständigen Ersatz für echte, ungefälschte Naturbutter zu geben. Auch in unserem Ort hat sich eine Genoffenschaft zur Gründung einer Molkerei gebildet. Das erforderliche Capital ist bereits gezeichnet und eine in der Nähe des Orts befindliche Mühle für den Preis von 18,000 Mk. erworben
Von einem nach Tausenden rufen begrüßt, fuhr sodann geschmückte Rheinstraße nach selbe nebst ihrem Gefolge
zählenden Publikum mit Hoch- die Königin durch die festlich dem alten Palais, woselbst die- Wohnung genommen hat. In
worden. Die sonstigen baulichen Veränderungen und maschinellen Einrichtungen find mit ca. 17,000 Mk. veranschlagt. Bei der im Orte selbst, sowie auch den Nachbarorten bestehenden vortrefflichen Milchproduction ist ein flotter Gang der neuen Molkerei voraussichtlich.
V. Aus dem Bogelsberge, 24. April. Die oberste Forst- und Cameral-Verwaltung hat den Forstbeamten befohlen, sogleich und mit allen Kräften gegen die Maikäfer vorzugehen, sobald sie sich zeigen. Dabei sollen die Erfahrungen verwerthet werden, welche im vorigen Jahre bei Vertilgung dieses JnsecteS gemacht worden sind. Der „Gießener Anzeiger" brachte vor einigen Wochen einen Aufsatz, worin nachgewiesen wurde, daß die Oberförstereten im vorigen Jahre viele Millionen Maikäfer vernichtet haben.
nn. Darmstadt, 24. April. Die Ankunft der Königin von England erfolgte heute Nachmittag. Punkt Va2 U$r fuhr der aus sechs Wagen bestehende, mit zwei Locomotiven bespannte Extrazug, geführt von dem Obermaschinenmeister Becker, in den mit Fahnen und Blumen geschmückten Bahnhof der Main-Neckar-Bahn ein. Zum Empfang der Königin hatte sich Seine König!. Hoheit der Großherzog, die Großherzogin, Prinzessin Heinrich von Preußen, Prinzessin Battenberg, Prinz Wilhelm von Hessen eingefunden. Nachdem der Zug hielt, wurde die zum Aussteigen der Königin extra hergestellte und reich decorirte Rampe an den Salonwagen gebracht, worauf als Erster Seine Königl. Hoheit der Großherzog den Wagen der Königin betrat und diese begrüßte. Ihm folgte die Großherzogin, sowie Prinzessin Heinrich von Preußen. Nach kurzem Verweilen der hohen Herrschaften im Wagen der Königin wurde dieselbe sodann durch ihren Kammerdiener und einen der im Gefolge befindlichen Indier zur Rampe und von in den mit Blumen geschmückten Empfangssalon geleitet, woselbst der Königin die Hofstaaten' vorgestellt wurden. Hierauf begab sich die Königin zu dem für sie bereit stehenden vierspännigen Wagen, wo sie neben der Großherzogin dem Großherzog gegenüber Platz nahm.
Begleitung der Königin befand sich ihre Tochter, Prinzessin Heinrich von Battenberg, sowie ein aus ca. 30 Köpfen bestehendes Gefolge. Die Königin ist fett ihrem letzten Hiersein merklich gealtert, was man am meisten beim Gehen wahrnimmt, da sie hierbei geführt werden muß./ Das Publikum begrüßte sie durch öfteres Kopfnicken. Um 0V2 Uhr fuhr,die Königin in Begleitung des Großherzogs zum Mausoleum auf der Rosenhöhe, woselbst sie am Grabe ihrer Tochter, der Großherzogin Alice und des GroßherzogS Ludwig IV. längere Zen verweilte und Blumen niederlegte.
Mainz, 22. April. Die Verwaltungsbehörden haben hier entschieden, daß verbotenes Glücksspiel in einer Wirthschaft, in diesem Falle besonders das sogen. „Zwicken", den Verlust der Concession zum Betriebe einer Wirthschaft nach sich zieht, wenn der Inhaber der Wirthschaft von dem Spiele Kenntniß hatte.
Kastel, 23. April. Um das linkeAuge gekommen ist gestern in der Mittagsstunde ein Pionier Hierselbst. Derselbe hatte scherzweise einem Kameraden seinen Eßnapf auf den Kopf gestülpt, wobei der Napf in Stücke ging. Der Kamerad wurde über den Scherz derart aufgebracht, daß er mit einem Stück des zerbrochen Napfes nach seinem Peiniger chlug und ihn so unglücklich am Auge traf, daß der Soldat sofort nach dem Lazareth überführt wurde, wo die Aerzte oen Verlust der Sehkraft feststellten.
vermischtes.
* Gute Waschmittel find für alle sorgsamen Hausfrauen unentbehrlich. Da jedoch in diesen Artikeln ungemein viele, verschiedenartige Fabrikate auf den Markt gebracht werden, so steht die Hausfrau oft diesem massenhaften Angebot gegenüber rathlos da. Es wird daher gewiß mit Freuden begrüßt werden, wenn auf ein Waschmittel aufmerksam gemacht wird, das in Betreff seiner Güte und chemischen Reinheit gegenwärtig unerreicht dasteht: „L uhn S Wasch - Extract" nämlich vereinigt alle Eigenschaften in sich, die für eine vorsichtige und sparsame Hausfrau ein Waschmittel werthvoll machen. Es wird daher auch mehrfach nachgeahmt und mit ähnlichem Namen in den Handel gebracht. Ein gleiches Fabrikat darf jedoch nicht von fremden Firmen in den Handel gebracht werden, da daS Herstellungsverfahren zum Patent angemeldet und die Verpackung patentamtlich geschützt ist. Um Sicherheit wegen Echtheit des Artikels zu haben, braucht man beim Einkauf nur auf die Schutzmarke: einen „Halbmond mit Anker" zu achten. Der Gebrauch von LuhnS Wasch-Extract kann nach allen bisher gewachten Erfa^ungen nur aufs Wärmste empfohlen werden.
llttwcrfifäte - Nachrichten.
Leipzig, 24. April. Professor Ludwig, der berühmte Physiologe, ist gestorben. Er war 79 Jahre alt
Schisfsirachrichten.
Norddeutscher Lloyd, in Gießen vertreten durch die Agenten Earl L00S und I. M. Schulhof.
Bremen. 23. April. lPer transatlantischen Telegraph.] Der Postdampfer Weimar, Eapitan E. Steencken, vom Nordd. Lloyd in Bremen, ist gestern 11 Uhr Vormittags wohlbehalten in Newyork angekommen.
Der Postdampfer „Pennland" der „Red Star Line" in Antwerpen ist laut Telegramm am 22. April wohlbehalten in Philadelphia angekommen.
Der Postdampfer „Westernland" der „Red Star Line" in Antwerven ist laut Telegramm am 23. April wohlbehaltm in Rew- york angekommen.
Witterungsbericht vom 24. April.
Der größte Thetl Europas gehört einem ausgedehnten Depressionsgebiete an, welches auch heute sein Eentrum im Nordwesten ausweist. Dasselbe hat jedoch an Tiefe verloren. Der Einfluß des niederen Drucke? erstreckt sich in südöstlicher Richtung bis zu den Alpen herab; im Gebirge und im südlichen Deutschland war heute Morgen das Wetter trübe und fielen daselbst vielfach Niederschläge. Das barometrische Maximum behauptet seine Stellung im Innern Rußlands und hat neuerdings an Intensität etwas gewonnen. Die Temperaturen sind im Allgemeinen wenig verändert, nur in Süddeutschland sind sie etwas gestiegen.
BorauSstchttiche Witterung:
Vorerst noch wenig Aenderung.
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