Ausgabe 
26.3.1895 Zweites Blatt
 
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MrENÄnM

1893

Dienstag den 26. März

Amts- und Anzeigeblutt ffir den Atveis Gieren

3 Äg. (6 Pfd.)

W US.- *5 150.65 149* °° 119.20 U9jl

L-lst-Mben. i43,50 ijiJ»

143.50

2p00

Verlag von Wolther

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vo« 24. März bis 7. April 1805. Der hieftge» VLcker.

en:

1 i. P.

do.Südb.W- Orst.Dw.^l Gotthardbahn. Lchwz.^"^ Schwz.btordofi »tl.Mtelmttr Pr.HenniÄb-)

Der VrodverrLufer.

Dieselben Preise wie bei den Bäckern.

Vietze», den 23. März 1895.

Großherzogliches Polizeiamt Gießen.

I. V-: Wolff. Reqierungs-Asiesior.

Annahme vo» Anzeige» zu der Nachnuttag« für de» felgmbm Lag erscheinenden Nummer bi« vorn«. 10 Uhr.

nniagc opponlrr, inucm utyunyim, v*d > ' r,

zahleide Schlachthausgebühr bezüglich ihre- Exportgeschäft- coneurrenzunfahig werden würden,

anz.

lbends 8 Uhr: iltung fe Leib.

xx Vvchand.

MW. 1631

virt.1ellLhriger j4go»emt*15ptfU: 2 Mart ^0 Pfg. vringerlohn. Durch die Post bezöge» 2 Mart 50 Pfg.

Ktrdaction, Expedition und Druckerei:

-chnkstra-eNr.l. Kernjprecher 51.

D°m S-IchLft-b-rl». d-s hie. | »«». ««»««" »- < _

MWh.

25 .

Itt. 72 Zweites Blatt.

MnttbäuSgemeinde.

»w _______ De» 17 März. Ludolf Lyncker, Rentamt«aon in Pensum,

Vic' Maximalf'requenz betrug 70Kinder^^e. i 82 Jahre alt. starb

Den 17. März. Auguste Schmidt, Lachter von Gemüsehändler

: Jacob Schmidt, 17 Jahre alt, starb den 15. März.

i LukaSgemeinde

Den 17. März. Johann Jakob Rühl, Thorschreiber, 63 Jahre

i eIt' ^DenÄ. März!^Mathilde Scherrer, ledig, 64 Jahre alt. starb

51.20 140.40 134'

98.60 39.90

A «»selb, 22. März. -------- .

figeu .volksktudergarte»vereint entnehmen wir, daß di! Anstalt am 6. August 1894 mit 60 Zöglingen « j öffnet wurde. Tic Maxim-lfr-qu-n; bttT«» 70 ffinber; ble* . selbe war ermöglicht durch Verwandlung der beiden Schul- . räume in einen und durch Engagierung einer Hilfe für dte . Leiterin de- Kindergarten-, Fräulein Treh. Infolge von . Erkrankungen und der Strenge des Winter- war der Besuch in den letzten Monaten nicht sehr regelmäßig, die Frequenz zeitweise 50 oder 50 bis 60. Da das Schuljahr im An. schluß an Stadt- und Realschule vom L Mai bis 30. April (des solgenden Jahres) läuft, s° verläßt an Ostern, bezw. Ende April d. I. der älteste Jahrgang die Anstalt, es find dies 30 bis 40 Sinder. Der Kindergarten ist insolge besten tu der Lage, eine große Anzahl neuer Zöglinge auszunehmen, etwa 15 sofort und 30 diS 40 nach Ostern, bezw. Ende April. Da'der Sindergarten hauptsächlich das Ziel verfolgt, Erziehung und liebevolle Beauffichtigung den kleinen Kindern zu bieten, wo häusliche verhältniffe, insbesondere der Beruf i und die Arbeit der Eltern beides erschwert, so richtet der Borstand an edle Menschenfreunde die Bitte, doch da durch Zahlung deS Wochengeldes für ein Sind hilfreich einzutreten, wo nach ihrer Erfahrung nur dte fehlenden Mittel die Ursache des Fernbleiben» vom Sindergarten find und bittet alle Wohlhabenden, die ihre Sinder in den Sindergarten JWen, dem schönen Beispiele, daS seither auS eigenem Antriebe in solchem Falle gegeben wurde, zu folge» und nicht nur em höhere» Wochengeld (al» 20 Pfg.) zu zahlen, sondern auch vor Alle» Mitglieder de» Verein» zu »erden und zu

Den 16 Mär». Elisabethe Rruschltng, geb. SpieS, HoSpitoliO», j ZU,-b.Pdd.«dud,sS»

Audtt.ucS fcerl Ludwig Wilhelm Daniel 6dm ju Spandau, dl ! ga ciabte starb den 16. März zu Spandau.

3 Den 21. März. Kn'dartne Klein, S-b. B.ppler, vtehbändlerS Heinrich «lein, alt 26 Jahre, starb den 13. M«^.

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» Gießen.

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4. Voriftzender.

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um Uhr, in btt : anwesenden Vereinig läge in Steins Saalbu des Fürsten Bismarii 2646

i* Vorstand.

bleiben.

Darmstadt 22. März. An die Erste Sammer der Stände haben die Ortsvorstände Lauter und Wetter­feld folgendes Gesuch gerichtet: Nachdem von Hoher Zweiter Sammer der Beschluß gesaßt worden ist, daß dte Bahn Hungen-Laubach über Wetterfeld nach Grünberg weiter- aesührt werde, sehen wir un» hierdurch veranlaßt, um Aenderung dieses BeschluffeS zu bitten. In der Führung der Bahn durch unsere Gemarkungen können wir durchaus keinen Nutzen erblicken, der auch nur annähernd den unS darau» erwachsenden Schäden und Kosten entspricht- denn Wetterseld besitzt bereits einen Bahnhof, und Lauter liegt so nahe bei Grünberg und anderseits bei Wetterseld, daß e» keines eigenen Bahnhofes bedarf. Wir bitten deßhalb ge- horsamst: .Hohe Erste Sammer wolle geneigtest beschützen, daß die Bahn Hungen-Laubach nicht in der von Hoher Zweiter Sammer beschloffenen Weise nach Grünberg weiter« geführt werde." , _

Darmstadt,22. März. Eineedle^hat. Se. Großh. Hoheit Prinz Wilhelm von Hessen gemerkte gestern am Woog vorbetgehend, wie eine Frau inS Waffer sprang, offenbar in der Absichi, ihrem Leben -in Ende i» berette^ Der Prinz eilte sofort an die Stelle, sprang in» Waffer und gelang es ihm, die Frau herau-zuziehen und mit An- strengung an da« Ufer zu bringen. Nachdem dieselbe in Sicherheit war, eilte Se. Großh. Hoh. noch in den nasten Kleidern in die Stadt, um persönlich den Gatten der be- dauernSwerthen Frau, welche offenbar die Thal in einem die ZurechnungSsähigkeit ausschließenden Zustande krankhafter Nervenüberreizung ausgeführt hatte, von dem Vorkommmß in schonender Weise in Kenntniß zu setzen. Diese edle Thal deS Prinzen, welche nnS von Augenzeugen berichtet wurde, verdient gewiß die höchste Anerkennung und glaubten wir I dieselbe, trotzdem Se. Großh. Hoheit den Wunsch äußerte, hiervon nichts weiter zu erzählen, doch öffentlich mittheilen zu sollen, da sie dem hohen Herrn zur höchsten Ehre gereicht. I N. H. V

Berlin, 23. März. Die ,Nordd. Allg. Zig." stellt fest, baß der Kaiser bei seiner bevorstehenden Reise nach Fried- richSruh weder vom Reichskanzler noch von den kaiserlichen Prinzen, noch von einzelnen Ministern begleitet sein wird. Der Kaiser wird nur mit kleinem militärischen Gefolge nach »riedrichSruh reisen.

Wie dieKreuzztg." gegenüber anderen Nachrichten mittbeilt, haben an der Abstimmung über den Antrag Sanitz im Staatsrathe 43 Mitglieder theilgenommen, »OR denen 27 gegen und 15 für die den Antrag betreffende Resolution gestimmt haben.

_ DaS Abgeordnetenhaus nahm einen Antrag ans Uebermittelung der Glückwünsche deS Hauses an BiSmarck »»läßlich seines 80. Geburtstage» mit großer Major tat gegen dte Polen, daS Centrum und dte freisinnige VolkS- partei^ bcr Mutigen Konstellation hat, wie ein parla­mentarischer Correspondent meldet, der Abgeordnete Fre - Herr v. Buol die meisten Aussichten, vom Sentrum für den Präsidentenposten des Reichstags vorgeschlagen z» »erden. __

Der t<4«et Amzeign rrschnni täglich, wM Ausnahme bei Montags.

Die Gießener Iamitteußrälter »erben dem Anzeiger Wschmtlich dreimal brigrleg».

Lauterbach, 20. März. In seiner letzten Sitzung hat der SretsauSschuß, dem Ansinnen deS KreisamtS entsprechend, die Stadt Lauterbach sür verpflichtet erachtet, ein öffent- licheS Schlachthaus zu errichten und zu diesem Zwecke einen Betrag bis zu 15,000 Mk. aufzübringen. Mit der Ausführung dieses BeschluffeS würden die bei den vielen Privatschlächtereien bestehenden mannigsachen Mißstande, deren Beseitigung von den maßgebenden Behörden schon seit dem Jahre 1870 angestrebt wurde, auS der Welt geschafft werden.

Auszug ans den Rircheubücheru

der Stadt Gießen.

«»angelifche «emeiide.

Getränt«.

MarkuSgemeinde.

Den 19 März. Dr. Heinrich Philipp Zintzer, pr-A ArU, ggut»®, und S-I-n°° R-wack. T°»Ier des K-usmann«Ä«lWUHeim Kowaet-

Matthäusgemeinde.

Den 17 März. Dem Sv-rkasimgehülfen Wilhelm Eisenhauer ein Sohn, Christian Friedrich Wilhelm, geboren den 27. Januar.

Markusgemetnde.

Den 16. März. Dem Taglöhner Karl Mandler eine ^Tochter, Katharine, geboren den 7. März.

Gießener Anzeiger

Kmerak-Anzeiger.

Alle Annoncen-Vureaux br4 In- und Auslandes4®« Anzeigen für den ^Gießener Anzeiger" entgegen.

1 Kg- (2 Psd.) T-s-lbrod . bet Carl Wallenfels N.

2 Kg. (4 Pfd.) Taselbrod

bet Carl Wallenfels 11...----

1 Kg. (2 Pfd.) Wetßbrod . . - - - -

bet Emtl Noll und Gg. Keil

2 Kg. (4 Pfd.) Wetßbrod ......

bet Cmil Noll und Gg. Keil.....

I Kg. (2 Pfd.) Schwär,brod. .

bet Emtl Noll, und Gg. Keil . .

Sioggen-Schwarzbrad bet Ernst Muth

2 Kg- (4 Pfd ) Schwar,brod......

bet emU Noll nnd Gg. «etl . - -

Roggen-Schwarzbrod bet Ernst Mnthu. W Amend

3 Kg. (6 Pfd.) Schwarzbrod.....

0 1 V Der -«»»»rttge« Bäcker.

1 (2 Pfd.) Wetßbrod bet Au«. Deibel und WUH. Fabel von Wieseck bei W. Weitzel von Lang-Gön»

2 Ko <4 Md.) Wetßbrod bei Gg.Ant. Heuser von Gr.'Ltnden t vi > p 8 Schmidt von Gr. Linden

W. Weitzel v. Lang-Gön» 2 Kg. (4 Pfd.) Schwar»brod bei Gg.A.Heuser o.Gr.-Linden * Ä». tu VI L.Schmidt v. Gr.-Linden und

Joh. Kd. Belte v.Klrch'GönS W. Weitzel v. Lang-Göns u.

F. Schön v. Ruttershausen Aua. Deibel von Wt'seck, Wilh. Fabel von Wieseck, W. Strtnmüller v. L.-GönS u.

G. Jacoby v. Alten-Buseck 40 , Schwarzbrod b. Balth. Christ Ww. v. Wieseck Wild. Fabel von Wieseck u. G. Jacoby v. Alten-Buseck 40

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Seitens der interessirten Metzger wirb gegen die beabsichtigte Den 17. März. Dem Kaufmann Lout» Spie« eine Lochte», Anlage opponirt, indem sie behaupten, baß sie durch die zu Katharina, geboren den 24. Februar.

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Thcil.

Gießen, den 21. März 1895.

Netr.: Dio Ableistung de» Huldigung»- und Verfaffungs- eides.

Da» Großherzogliche Kreisamt «ießev die Gr. Bürgermeiftereie« der Amtsgerichts­bezirke Grüuberg und Homberg.

Die Ableistung des Huldigung», und Verfaffungseide» I b« in Ihren Gemeinden neu aufgenommenen Ortsbürger, I sowie derjenigen Großherzoglich Hessischen Unterthanen, welche sich ohne Orlsbürger zu werden, verheirathet haben, soll Samstag den 6. April d. I., Bormittag- 9 Uhr ii dem Rathhause zu Grünberg ftattfinbtn.

®it beauftragen Sie hierdurch, die betreffenden Per- I svnen zu dem Termine vorznladen und wie geschehen unter Angabe der Namen der Vorgeladenen an-uzeigen oder zu berichten, daß Niemand vorzuladen war.

Halten sich derartige Personen auswärt» auf, so wollen Sie deren Ausenthaltsort angeben.

v. Gagern.

Derttsche» Reich.

Berlin, 23. März. Dte ^Nordd. Allg. Ztg." kommt aus § 130 der Umsturzvorlage, betreffend den Schatz bet Religion rc., zurück und sagt, einer^ Aenderung de» Wortlaut» stehe nichts tm Wege. So wäre es denkbar, Katt des Terminus »Religion* GotteSglaube zu setzen,3«* Ititnte* der Monarchie, Ehe und Familie zu sagen oder den Inhalt de» Paragraphen ander» zu vertheilen und die Zu- -ammenstellung der Borlage auszu Ssen. Unabweisbar sei I aber energische- Eingreisen in die bisherige Zügellosigkeit der -oesährlichsten Spielarten der socialdemokratischen Agitation, legen die sich der Paragraph wende. DaS Blatt weist btt Befürchtung einer mißbräuchlichen Anwendung der Bestimm, lingen zurück unter Hinweis auf daS französische und östtr- reichische Strasrecht, b°S theilweise viel weitergehende Be- stimmangen enthalte, ohne daß ein Zurückschrauben de« Kultur' zustandeS dieser Staaten hervorgetreten wäre. DieMott. ftUfl Rta * bedauert den Umschwung in der Haltung der ,.t?on?a?b.taun P°-.d und P--ff- i« d« Umsturz.«--!-»-. Wäbrend sie ansänglich über die Repressionswirkung der Vorlage ziemlich geringschätzig urtheilten, sei diese Preffe jetzt der Anwalt aller denkbaren Befürchtungen. Eine Bemühung der nationalliberalen Fraction, die Borlage zu verschärfen, fei nirgends zur Erscheinung gekommen. Diese beklagenswerthe Beobachtung könne selbstverständlich die Regierung nicht hindern, sich nach einer Mehrheit für die Hauptpunkte der Vorlage umzusehen und die entsprechenden Wege zu