Ausgabe 
24.11.1895 Erstes Blatt
 
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Münchener Programms eine rege Agitation zu entfalten. Zu ihrer Uaterftützuug werden demnächst verschiedene auswärtige bekannte Führer der deutschen BolkSpartet in Berlin sprechen. In Kurzem wird ein Flugblatt veröffentlicht werden, da- alle Gesinnungsgenossen zum Anschluß an die deutsche Bolkepartei auffordert.

C®e* *le« und

Gieße», den 23. November 1896.

Schwurgericht. In der nächsten Schwurgerichts- tagung kommen, wie uns mitgetherlt wird, vier Falle zur Verhandlung, worunter zwei Meineide. Tine fünfte zur Ab- «rthetlung vorgesehene Anklagesache wegen Sittlichkeits-Ver­brechen hat sich dadurch erledigt, daß sich der Angeschuldigte der drohenden Bestrafung durch Selbstmord im Provinzial- arresthau- entzogen hat.

* Dresdener Gesammt - Borstelnng. Cyprienne. Am Mittwoch gelangt mit den Dresdener Gästen, die einen Triumph an den anderen reihen, SardouS reizvolles Lust­spiel ^Cyprienne" in glänzendster Besetzung zur Darstellung. BilletS zu dieser und des TagS daraus folgenden 4. Abonne­ment - Vorstellung find in Herrn ThallierS Musikalien­handlung zu haben, sowie auch noch je 4 BonS zu bekannten Preisen, was gewiß gern noch Mancher benutzt.

* * Mansaroendiebstahl. In einem Hause der Wallthor- ftraße wurde heute Vormittag von einem unbekannten Gauner ein Mansardendieb stahl auSgesührt. ES ftden dem Dieb ca. 130 Mk. zur Beute, meistens Geld der im Hause befindlichen Bediensteten.

* * Das Fest der silberne« Hochzeit feiert heute Herr Goldarbeiter und Stadtverordneter Karl Brück.

* * Der Getreidemarkt. (Berichtswoche vom 15. bis 22. November.) Aus allen Getreidemärkten herrschte in der letzten Woche eine große Stille, doch da bei den geringen Geschäften, die abgeschlossen wurden, sich die Preise behaupteten, so lag der Markt nicht eigentlich flau, sondern in der Zurückhaltung im Angebot wie in der Nachfrage offenbarte sich mehr die Vorsicht in Bezug auf die weitere Entwickelung der Getreidepreise, die ebenso gut steigen als fallen können. In Berlin und Leipzig wurde gekauft: Weizen per 20 Centner für 136 bis 148 Mk., Roggen für 115 bis 122 Mk., Gerste für 113 bis 175 Mk. und Hafer für 115 bis 150 Mk.

Ruppertenrod, 22. November. Sehr fruchtbare Kühe besitzt der hiesige Landwirth Joh. Reinig. Zwei Kühe desselben warfen fünf Kälber, nämlich die eine drei die andere zwei. Während die zwei Kälber der einen Kuh gesund und munter sind, kamen die drei der anderen Kuh tobt zur Welt.

a. Burkhardsfelden, 22. November. Bei der heute hier statt­gefundenen Wahl eines Bürgermeisters wurde der Bruder des verstorbenen seitherigen Bürgermeisters, Herr Jakob Hofmann mit 58 Stimmen gewählt. Die De- theiligung an der Wahl war eine recht flaue, und konnte man von der seit Jahren bestehenden Parteilichkeit nichts merken.

§ Aus dem Kreise Alsfeld, 22 November. An ver­schiedenen Bezirken der Staatsstraßen im Kreise, wie bei Ermenrod, Schellnhausen u. a., werden gegenwärtig wieder Neupflanzungen von Ob ft bäumen vorgenommen. Wer die zu diesen Pflanzungen zur Verwendung kommenden Obststämmchen mit denjenigen vergleicht, die auch jetzt wieder Haustier feiltragen und feilbieten, dem werden nicht die Vorzüge entgehen, die erstere vor letzteren besitzen. Schon auf den ersten Blick fällt der viel klüftigere Stamm der zur Anpflanzung an die Staatsstraße kommenden Stämmchen auf. Im Vergleich hierzu sind die Stämmchen der Hausirer die reinsten Ruthen oder Gerten. Dann besitzen erstere eine viel stärkere Bewurzelung und eine viel kräftiger ent­wickelte Krone, als letztere. Daß solche kräftige Stämmchen die Vorbedingung zu einem späteren gesunden, tragsähigen Obstvaume in ganz anderem Maße besitzen als die Schwäch­linge der Hausirer, muß selbst dem Uneingeweihtesten klar sein. Dazu kommt aber noch die richtige Sortenwahl und die Aechtheit der Sorte, bezüglich derer bei den Haüfirern der größte Schwindel getrieben wird. Letztere haben stets die Sorten bei sich, nach denen der Käufer fragt, denn wenn später aus einer vermeintlich gepflanzten Goldparmäne ein Süßapsel sich entpuppt, so kann der Verkäufer nicht mehr zur Rechenschaft gezogen werden. Da der Hausirer meistens den Schund aus den Obstbaumhandlungen zusammenkauft, so kann er allerdings feine Waare zu einem Spottpreis ab- lassen. Dieser niedrige Preis ist auch hauptsächlich der Grund, warum die Hausirer mit Obststämwchen ihre Waare immer noch an den Mann zu bringen wissen. Aber auch der billigste Preis für solche Waare ist in den meisten Fällen hinaus- geworfenes Geld. Man kaufe deshalb niemals den Haüfirern mit Odststämmchen, wie sie jetzt wieder die Ortschaften durchwandern, Obstbäumchen ab, sondern wende sich an Bezugsquellen, von denen man weiß, daß man nicht betrogen wird und von denen man eine Waare bekommt, wie sie jetzt wieder an den Staatsstraßen zur Anpflanzung gelangt.

Mainz, 21. November. Die vermeintliche Jagd auf Raubzeug. Vorgestern, gerade um die Mittagsstunde, spazierte eine junge Dame auf dem Marktplatz. Ein funkelnagelneuer Hut thronte auf ihrem Kopfe. Nach der neuesten Mode hatte derselbe etwa die Form eines mittleren Wagenrades- alle möglichen Federn und Flügel grupphten sich in einer bedenklichen Pyramide. Ganz oben reckte ein kühner Raub- Vogel den Schnabel in die Höhe. Doch mit des Geschicke« Mächten ... ein Windstoß kam und entführte der Schönen den Hut, der in wettern Bogen sich zur Erde niederlteß. Doch, o Unglück! Die radförmige Fa<;on ließ denselben weiterrollen mit Windeseile. Da kam Hektor des Weges ein Jagdhund reinster Raffe. Dieser, die vielen Federn und Flügel gewahrend, stürzte sich auf bat vermeintlich davon­

eilendeRaubzeug*, ein Schnappen und der schöne Hut war im Maule bet Hundes. Hektor eilte gegen den Rhein zu von bannen, jebensaklS nm feinem Herrn baS Raubzeug zu bringen. Die junge Dame jeboch mußte unter großer Heiter­keit des Publikums 'hren Weg baarhäuptig fortsetzen.

A Mainz, 22. November. Gegen den von der hiesigen Bürgermeisterei erlaffenen ablebnendev Entscheid deS von verschiedenen Seiten wegen Offenlegung der Listen der Stimmberechtigten für die Ergänzungswahl der Stadtverord­neten eingelegten Wahlprotest ist von den Beschwerde­führern nunmehr RecurS bei dem KretSauSschuß erhoben worden. Der RecurS wird damit begründet, daß die Novelle zum UnterstützungSwohvfitzgesetz vom 10. April 1895 keine rückwirkende Kraft haben könne und daß erst von diesem Zeitpnnkr ab die Frist zur Erwerbung bet UnterstützungS- Wohnsitzes zu beginnen habe. Wie bie hiesigen Behörden benachrichtigt worden find, ist vor wenigen Tagen das drei­jährige Söhnchen des LandwirthS Mehlmann in Pfiffligheim bei WormS spurlos verschwunden. Nach dem behördlichen Ausschreiben glaubt man allgemein, daß das Rinb von Zigennern, die zu damaliger Zeit durch Pfifflig- heim tarnen, geraubt worden ist. Welche Richtung die ver­dächtigten Zigeuner von dort auS eingenommen, hat man bis jetzt noch nicht ermitteln können. Gegen 6 Uhr gestern Abend beobachtete man hier ein großes, prachtvolles Meteor, baS einen ganzen Schweif funkelnder, glitzender Körperchen nach sich zog. Dasselbe kam aus dem Osten und löste sich über der hiesigen Stadt ähnlich einer Rakete in einer Unzahl kleiner, leuchtender Sternchen auf.

* Berlin, 22. November. Die Morgenblätter berichten aus Posen: Bei dem Brande eines Hauses in Kempten kamen ein Kind im Alter von 3 und ein Zwillingspaar im Alter von V/2 Jahren um'S Leben. Ein sechsjähriges Kind erlitt lebensgefährliche Brandwunden. Die Kinder waren von der Mutter, als diese auf das Feld ging, eingeschloffen worden und haben wahrscheinlich mit Streichhölzern gespielt, wodurch daS Feuer entstand.

* Ein töbilicher Unfall ereignete sich beim Königin Augusta-Regiment in Spandau. Einige Rekruten sührten nach dem Dienste noch Hebungen am Reck aus, wobei sich drei gleichzeitig an die Stange hingen, welche zerbrach. Beim Fall zog sich der Füsilier Junge so schwere Verletzungen zu, daß er am nächsten Tage gestorben ist.

* Mecklenburg . Französisch. Wie mecklenburgische Füsiliere im letzten Kriegefranzösisch" parlirten, davon enthält ein Feldpostbrief eines damaligen Vicefeldwebels der Reserve folgende ergötzliche Probe:Unser Füsilier Möhrer hat eben seine nassen, müden Füße im Quartier gegen den Kamin gesetzt. Die Wirthin, die ihm den Hunger anfieht und zu hohen Forderungen des Feindes Vorbeugen w ll, fragt sofort höchst aufmerksam:Des pommes de terre, monsieur, des pommes de terre?Ja," sagt Mödrer wichtig,bombarberen beben fei hüt höflichen!"Oui, oui, monsieur, erwibert bie dienstbeflissene Wirthin, athmet erleichtert auf unb stellt sofort eine große Schüffel mit Kartoffeln auf« Feuer.Junge," sagte Möhrer, als er einem Kameraben diese Unterredung mittheilte,wat bat gliek (sogleich) schlugen^ (scheuen) bet, as ick man bloß von bombarberen anfängt!"

Karlsruhe, 22. November. DieKarlSr. Ztg." meldet: Für baß in Durlach für den Begründer der ersten deutschen Feuerwehr, Hengst, zu errichtende Denk­mal ist daS von Dtrector Götz entworsene Projcct gewählt und demselben zugleich die künstlerische AuSsührung über­tragen worden.

* Moderne Fugend. In Wien erschoß sich aus offener Straße ein junger Mann, Charles Horny, Zögling der orientalischen Akademie, der kurz vorher in einem Wagen angefahren war. In einem Briefe gibt der noch nicht 25jährige Selbstmörder an: Gräßliche Langeweile! Ob um einen solchen Menschen besonders schabe ist?

* Pest, 21. November. Ein dreistöckiges Haus stürzte heute ein und begrub dreißig Personen unter seinen Trümmern.

Einige recht interessante Daten über baß Ergebnis der vorjährigen Necrutenonshebung in Rußland veröffent­licht derRussische Invalid": Im Ganzen hätten 270,000 Mann auSgehoben werden sollen, unb die Zahl der jungen Leute, die sich zu stellen hatten, betrug 1,024,167, von denen 937,338 Christen, 51,124 Juden, 34,181 Mohamedoner, unb 1524 Heiden waren. ES sind außgeblieben 24,855 Christen, 7,994 Juden, 905 Mohamedaner und 7 Heiden. Nicht weniger als 79,579 der jungen Leute waren schon verhei- rathet. Bon den Recruten waren 74 vom Hundert deS Lesens und Schreibens unkundig! WaS die Nationalität betrifft, so waren 202,000 eigentliche Ruffen, 18,000 Polen, 14,000 Jkraeliten, 9000 Finnländer, 8000 Litdauer unb Leiten, 4OOO Tataren, 4000 Baschkiren unb 4000 Deutsche- der Rest gehörte gegen zwanzig verschiedenen Nationali­täten an.

Chicago, 22. November. Gestern Nachmittag brach in dem GeschästSviertel ein großes Feuer auS. Der Schaden beträgt über eine Million Dollar.

* Pserdesteischcovseroen werden von einer Conservefabrik in Chicago unter Verwendung bei Fleisches alter unb sonst minderwerthiger Thiere angefertigt. Nach amerikanischen Zeitungen werden diese Conserven hauptsächlich nach Europa exportirt.

* GewohUheitSfrage. Freier (Stammgast)Herr Wirth, ich möchte Ste nm die Hand einer Ihrer Töchter bitten." GaftwirthH eil ober dunkel?*

Literatur und Aunft.

Soeben ist der 85. Jahrgang bei so beliebten unb weit»«- breiteten Seskei Schreib- unb ÄalteHtß erfch.rne»

214 vracNlchkS Notizbuch für 3eberman die.et er: einen Ralenber unb Notizenblätt« für alle Zaat be« Wahres, einen Ratenber d« Juden, ein Kaffabuch, bk 3ntmffen Rechnung von 3di«6pEt., Um- rechnungStad'llen von sechs verschiedenen Währungen in die jetzige Deutsche RrichSwährung, viele wichtige unb höchst mleressanie, toi Geschäftsleben wohl zu verwendende Notizen. einen Post unb <Äe» bÜbren-Taris für Telegramme, einen ausführlichen BerloolungS- Kalenber, sowie sehr verwerthbare statistische Notiz n in Betreff deS GroßderzogthumS Hessen unb schlreß'ich eine ausführliche Genealogie der Regenten und aller hohen fürstlichen Häufer rnb zwar Alles dieS sauber und solid gebunden zu dem Preis von 1 25 3RL, ju welchem baß handliche Büchlein in Taschen-Formal durch i<be Buch- unb Papierhandlung, sowie von dem Verleger (6. W. LeSke In Darmstadt, BiSmarckstraße 5) zu beziehen ist.

Ein elegantes, kleines Geschenk für Tarnen ist der auch te diesem Jahre wieder er toterer-: Hande- & «peiter'fche Damau Blmanad) (30. Jahrg für 1896. Verlag von Haube Sr » pener, Berlin). DaS äußerst geschmackvoll unb fein auSgesta tete Büchlein vereinigt in sich Taschenkalender, Notiz- unb Tagebuch in zierlicher Form. Die von Jahr zu Jahr zunehmende Beliebtheit deS Almanach» beweist schon hinreichend, daß nicht nut fein AeutzereS, sondern auch der vractische, zweckentsprechende Inhalt, der durch geschickt aut« gewählteWochensprüche" bereichert wurde, den Beifall der Damen­welt verdient unb gesunden hat. Eine gemütvolle Erzählung aus ber Feder der beliebten Novellistin Gertrud Triepel erlöht noch de» Reiz deS Büchlein-, welches auch wegen seiner Billigkeit (Preis 2 Mark) bet jeder Gelegenheit als paffendes Geschenk empsohlcn werden kann.

Technische Fortschritte.

Anfertigung von »dfingUut. Eine diesbezügliche Vorschrift besteht, nachCentr.-Z. f. Cpt u Tbd)", darin, daß man rohen Schellack, sogen. Slocklack, in einem Mörser ,e. kleinert, die Körnchen bann in eine Flasche brinat und ste mit möglichst wenig 95procentigem Alkohol übergießt. Die F-asche wird gut oe korkt unb öfters geschüttelt, bis nach einigen Tagen der Schellack in dem Spiritus völlig ausgelöst ist. Darnach wird die so er­haltene tiefrothe Flüssigkeit durch weiteren Zusatz von Spiritus ent­sprechend verdünnt unb durch ein feine® Tuch filtrirt Wünscht man die Farbe deS LackeS Heller zu haben, so kann man denselben an ber Sonne bleichen oder durch Zusatz eine® SasranauszugeS goldgelb färben. Man nimmt dazu reinen Safran in Fäden uni setzt ihn mit Spiritus an. Die so erbal-enc Farbflüssigkeit wird wiederholt filtrirt, um alle unreinen Biimtschungrn zu entfernen. L. Z.

Rauchverzehrende Feuerung. Eine S. Alber t Johnson in London patentirte Anlage hierzu zeigt folgende Anoidnung: Hinter dem Hauptrost ist ein zweiter Rost angebracht, der beständig mit einer Lege von Stücken eine« unoerbrennlichen Material«, wie Asbest, seuerskfter Thon u. dgl., bedeckt ist. Die Feuergase sind gezwungen, diese Maleriallage zu bespü'en und dadurch in Gluth zu versetze». Gleichzeitig wird unter die Materrallaae vorgewärmte Lust geleitet, die beim Hindurch ^reichen durch daS Material hoch erhitzt wild, in diesem Zustande mit den Feuergasen in Berührung kommt unb sich innig mit denselben mischt. Zwischen beiden Rosten befindet sich eine durchbrochene Feuerbrücke, mittel« deren die geue gase zu innig« Berührung mit Flammen gezwungen werden.

f - Gutes Mittel, Lampenfüße» aus Zink f*Ht* Messingglanz zu geben. Die Füß< werden »unaarft aus der Polnschrrve mit Wiener und Rüböl, zu gleichen Td ilen, unb etwa« stearinöl llderpolirl, bann adgeglänzt und gereinigt in bat Messingbad gebracht. Je nachdem die Farbe mehr gelb alt rott sein soll, wird nach den Angaben de«(Seroetbefib." auch die Zu­sammensetzung deS Bade« durch Zusatz von Zink- resp. Rupferleli geändert. Nachdem die Lampensütze Meisingtarbe erhalten, werde,» sie gewöhnlich noch mit einer Mischung von Graphit und Terpentinöl x. überzogen, damit sie ein antikes Aussehen bekommen, unb daraus aus ber Scheibe wieder adgeglänzt. Wenn kein schöner Mrssington Der Händen ist, so liegt dies am Messingbad. Dasselbe muß bann eine entsprechende Verbesserung erfahren. L. Z.

Frankfurter Ltadttheater.

Infolge zahlreicher an die Intendanz gelangter Wünsche vvv Seite desjenigen Publikums, welches nur am Sonntag da« Theater zu besuchen in ber Lage ist, wirb Madame Jnbtc mit ihrer französischen Gesellschaft sich erst morgen Sonrnag vom hiesige» Publikum verabschieden unb zwar im Opernhaufe in einer Nach­mittags-Vorstellung um3'/i Uhr mit der Vaudeville-OperetteNiniche*. Die Preise für diese Vorstellung bleiben bie normalen großen Preise des OOernhauseS.

Sonntag Abend bleibt dieAfrikanerin" auf dem Repertsir und singt Frau Schröder-Hanfstängl bie Titelpartie.

DaS morgen Sonntag Abenb im Dchauipielhaufe in neuer Einstubirung erscheinende LustspielDer G sandttoaitS AttachS" von Henry Metlhac, deutsch von Förster, ist folgendermaßen besetzt: Baron von Scharpf: Herr Szika. seine Frau: Fräulein Anna Bock, Graf PrachS: Herr Bauer, Madelaine: Fräulein Gündel, v. Esiillac: Herr Alexis Müller, von M«rv: Herr Hartmann, von Frondeoille: Herr Bolz, d. Ramsay: Herr Stritt, v. Mazeran: Herr A. Meyer, Feige: Herr Strohecker, Paul: Herr Hepiko, Carl: Herr Niemitz.

Tttrchliche Anzeigen der evnng.Gesneinde.

Montag den 25. November:

Geburtstag Ihrer Königlichen Hoheiten des Groß Herzog« uvd bar Großherzogin.

I« bti Ctabttirt«.

vormittag« 9»/< Uhr: MUitärgotte«dienft Pfarrer Dingeldetz.

Au-zrrg au» den Standesamtsregifterir

der Etadt Gieße«.

Hetgebou.

November: 19. Wilhelm Hahn, Schmied zu Gießen, und Christina Burger zu Steinberg. 19. Anton Edvard Dablgaard, Tabakspinner dahier, mit Helene Rang Kierseldst 19. Heinrich Kari Lehrmund, Schlosser .dahier, mit Katharine Spuck hier selbst. 19. Friedrich Wilbelm Klein, Schutzmann zu Frankfurt a. M., wir Anna PHUipptne Schneider hterfelbst. 21. Karl Groih, Kutscher zv Sachsenhaulen, mit Anna Margaretha Rader au Hier selbst. 21.Cack OSkar Freygang, Kaufmann zu Gießen, mit Martha Selma AZurs Helene Draeger zu Lisia. 22. Gustav Adolf Simon, Kutscher dahier, mit Henriette Margaretha Heyer hterfelbst.

Ghaf iGli eH««Oa».

November: 20 Johannes Erb, Kuttcher dahier, mit Katbarix Pfeiffer hterfelbst 22. Ludwig Haa«, Schlosser bei den Oberhessifch« Eisenbahnen dahier, mit Helena Henkelmann von Staufenberg.

»i&otnu.

Nevember: 11. Dem Schneider Hermann PhUipp Eise dn< Tochter, Mathilde. 15. Dem PosthilfSdoten Heinrich Cwrich eine Tochter. 14. Dem Kutscher Iustu« Pitzer eine Tochter. 19. De» Zahnarzt Dr. Joseph Hodde« eine Tochter, Helene. 19. D-» Loe» motivheirer Martin Hartmann ein Sohn. 20. Dem Kaufmann August Stoll U. ein Sohn.