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Auszug aus den Kircbenbfi^ent
der Stadt Gieße».
Evangelische ©emeinbe.
•ctraoit.
Markusgemeinde.
Den 20. November. Johannes Erb, Kutscher zu Gießen, und Äathartne Pfe'ffer, Tochter des Schuhmachers Johann Georg Pfeiffer zu Erda
Den 22. November. Ludwig Haas, Schlaffer zu Gießen, und Helene Henkelmavn, Tochter des verstorbenen LandwirihS Heinrich Henkelmann zu Staufenberg.
MarkuSgemeinde.
Den 17 November. Dem Tag öhner Friedrich Schupp eine Tochter, Elisabeth, geboren den 6. October.
LukaSgemetnde.
Den 17. November. Dem L.'comotivheizer Johannes Michel ein Sohn, Wilhelm, geboren den 5. Oktober.
Den 20. November- Dem Gymnasiallehrer Professor vr. Karl Noack eine Tochter, Lina, geboren den 22. September.
JohanneSgemeinde.
Den 17. November. Dem Lokomotivführer Friedrich Bindewald eine Tochter, Alice Henny Eltfabetb, geboren den 9. Oktober.
Denselben. Dem Steinmetz Heinrich Heinz eine Tochter, Emilie, geboren den 17. Oktober.
Denselben. Dem Kutscher Philipp Blum eine Tochter, Friederike Sophie Elise, geboren den 14. Oktober.
Militärgemeinde.
Den 17. November. Dem Gentzdarm Heinrich Becker ein Sohn, Georg Friedrich Karl, geboren den 12. Oktober.
veerdtgU.
MatthäuSgemeinde.
Den 19. November. Elise Weinand, Arbeiterin, 54 Jahre alt, starb den 16. November.
•♦ftotbMU-
November: 14. Lina Friederike Henriette Wigandt, 8 Jahre «lt, Tochter von Schl allermeister Earl Wigandt dahier. 15. Helene Schmidt, aeb. Damm, 75 Jahre alt, Eheftau von Straßenk'hrer Johann Georg Schmidt dahier. 15. Katharine Kunz, veb. Laumann, 58 Jahre alt, Watwe von Wilhelm Kunz zu Wetzlar. 16. Adol «ieffrr, 1 IRonat alt, Sohn von Taglöhner Heinrich Pfeffer dabier. 18 Dr. Friedrich Mobitz, 39 Jahre alt, practtscher Arzt, Kaiserlich Ruistfcher Hofrath zu Wetzlar. 16. Elise Weinandt, 54 Jahre alt, Arbeiterin dahier.
MarkuSgemeinde.
Den 16. November. Karoline Elisabethe Müller, geb. WaUber, Ehefrau von Bergmann Heinrich Müller, 51 Jahre alt, starv da» 14. November.
Den 17. November. Katharine Zeidter, geb. Schopbach, Witime deS verstorbenen Schneiders Ludwig Zeidter, 74 Jahre alt, starb de» 15. November. , ,
Denselben. Helene Schmidt, geb. Damm, Ehefrau von Straße»« kehrer Iobavn Georg Schmidt, 75 Jadre alt, starb den 15. Novbr.
Vartet?», Canö< unö DoU»xvtrti?id?aft,
eietm, 23. November. Marktbericht. Auf dem heutige» Wochmmarkt kostete: Butter pr. Pfd. X 0,90-1,CO, Hühnnehr pr. St. 7—8 4, 2 St. 00 H, Enteneier pr. St 00 H, Gänse- eiet pr. St. 00—00^, Käfe pr. St. 4-8^, Käsematte pr. St. 3 A» Erbsen pr. Liter 18 H Linsen pr. Liter 28 Taubm pr. Pa« X 0,60 biS 0,70, Hühner pr. Stück 1,00 bis 1,20, Hahnen pr.Stück X 0,75-1,00, Enten pr. Stück X 1,60-2.CO, Gänse pr. ßfunj X 0.44-0.58, Ochsenfletsch pr. Pfd. 72-76 Kuh- und Rindfleisch pr. Pfd. 66-68 Schweinefleisch pr. Pfd. 66 biS b8£, Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfd. 72 A, Kalbfleisch pr-Dsd. 60-64 Hrmmelfleisch pr. Psd. 60-70 H, Kartoffeln pr. 100 Mlo 4C0 bt< 5,00 X, Weißkraut pr. Stück 8-16 Zwiebeln pr. C-nlner X 3,00—4,00, MUch pr. Liter 16-20 H
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Auf die „Oeffentlichen Erklärungen" deS^Herrn «Mil Bommert In seiner .unparteilichen" „Gießener Zeitung" und dem „Gießener Anzeiger" erwidere ich ,0lLn3cMabe nicht gesagt, daß die Auflage der „Gießener Zeitung" in ,,9Btrt Uchkett nur 1200 Stück betragen habe." Hätte ich das gesagt, dann wü'de ich gegen besseres Wissen gehandelt haben. In Wirklichkeit wurden nämlich zur Zeit meines Wegganges aus dem B mmert'schen Geschäft noch Nicht einmal i ooo Stück gedruckt. Von dieser Auflage war noch ein großer Theil Freiexemplare.
2. Herr Emri Bommert gab in seiner Eingabe an d>e Bürgermeisterei an: „Im Winter beläuft sich die Auflage in der Stadt Gießen auf ca. 1400 und auf dem Lande auf ca. 4—500."
Demgegenüber constatire ich, daß ich seit heute einen Belag in Händen habe, bemmfolge Herr Emil Bommert selbst im Winter 1894 seine Gesammt» avstaae auf nur 1200 Exemplare angtebt — H^aus ist zu schlt-ßm: Entweder ist die Auflage vom hinter 1893 bis dahin 1894 um 700 Exemplare zurückaeaanaen (man beachte, daß Herr «mil Vommert in dieser die «ingabe an die vürgermeisterei «achte t!) ober aber, dag er sich bet der Angabe seiner Auflage in 1893 oder 1894 „geirrt“ hat.
3. Was die Anschuldigung anlangt, ich habe das Vertragsverhältniß zwischen den Herren Hollmann und Emil Bommert aus den Casfabüchern ersehen, so erkläre ich dieselbe für unwahr, lieber jene« Verhältniß bin ich von dritter Seite
4. Was^He^rr Emil Bommert mit seinen sonstigen mich sverdSchtigenden Erklärungen bezweckt, liegt klar auf der Hand.
Um jedoch dem Gießener Publikum noch ein Beweismittel für die geschäftlichen Manipulationen des Herrn Emil Bommert zu geben, führe ich folgenden Fall an- Bei Gelegenheit des 22. Mittelrheinischen Kreis-Turnfestes erschien in feinem Verlage eine Festschrift. In einem diesbezüglichen Circular, welches zur Gewinnung von Inserenten an die hiesigen Geschäftsleute versandt wurde, heißt es u.
„Die Festschrift wird in einer Auflage von ca. 6000 Exemplaren gedruckt. Un er Herr Carl Bo««ert wird sich in einigen Tagen erlauben rc/ Die Jnsertionsgebühren entsprachen dieser hoben Auflage. Von dieser Festschrt t wurden aber nicht, wie angegeben, 6000, sondern nur 2000 Stück gedruckt. Die geehrten Leser mögen nun entscheiden, ob Herr Emil Bommert die Glaubwürdigkeit verdient, die er für seine Person in Anspruch nimmt.
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Gießen, am 22. November 1895. Großh. Kulturinspection Gießen.
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