>°oooOl
Knaben ।
*<•
r.
fet u.
Ärnd nWg fier.
Frau, 8
b. Siebei. a
1608 0
^OOOQOC —-----
>OOOOÖÖ
le. 0
-bens zeigen Q
156» (J lenheimer. Q
0 >000000 üstrie A iessen. Ä
ülfwtri Nr. 84. ilischer (Grau-, nahten. 1591
i er
firen
l etc.
Äm\ a. 1
eiten nach eigene« eei n. im is und franco.
t
1885. Hk
.ilbtnoiK x^10
lente VÄ
18.4
,ags 36.1
tt-w 000 IM
l®11
,pS!M b.lSOO l()i 3j p. A- ^Loth 105 J l.St.unf.b1^ 10lJ|
SSl-lt [dien
^81® '>165*
Nr. 47 Zweites Blatt. Sonntag -m 24. Februar
1S95
Der 01<|e«er **jdger rrfdjfint täglich, weit Ausnahme deS Montags.
Dir Gießen«
»erben dem Anzeiger Wöchentlich dreimal deigelegt.
Gießener Anzeiger
Kenerat-Htnzeiger.
vierteljähriger XSonnemeÄtspretol 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg.
Vtedaction, Sypebilloi und Druckerei:
-chutstraße ^lc.7. Fernsprecher 51.
Aints- und Zlnzeigeblntt für den Ureis Gieren.
Hratisöeikage: chießener Jamikienökätter
Ainttich«» Theil
der
//
Provis. leicht. Inf. Regt.*) 26
Artillerie
1
40 Offiziere, 276 Mai n.
Mann,
n
ine Mitte Januar 181'3
zu
16
24
286
14
13
206
44
Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis vorm. 10 Uhr.
30 Offiziere, 340 Mann, einem provisorischen Bataillon
Detailhändler, welche fie vertreten, Maaren anbieten und Bestellungen entgegennehmrn.
Reglement zum Gesetz, Capitel Hl, betreffend die Com- Missionäre.
Art. XXVII. Diejenigen, welche daS Gewerbe eines Commissionärs, Handelsagenten oder Vermittlers zwischen den Fabrikanten und den Kaufleuten auSüben wollen, sei eS, dah sie im Lande ansässig find, sei eS als Handlungsreisende, können nur dann als solche thätig sein, wenn sie die nachstehenden Vorschriften erfüllen:
1. haben dieselben der Handelskammer, oder, Mangels einer solchen dem Bürgermelsteramte schriftlich die Häuser oder die Fabriken anzugeben, für welche und in deren Namen sie thätig sind-
2. haben sie zugleich mit dieser Erklärung beglaubigte Abschrift der Vollmacht zu hinterlegen, auf Grund deren sie arbeiten.
Art. XXVIII. Keine Vollmacht darf von der Handelskammer oder von der Gemeindebehörde angenommen werden, die nicht authentisch und in Gemäßheit der Gesetze deS Landes ausgestellt ist, aus dem sie herrührt.
Die von fremden Fabrikanten ertheilten Vollmachten müffen von der rumänischen Gesandtschaft in dem betreffenden Lande beglaubigt werden.
Art. XXIX. Die Handelskammer, welcher eine derartige Vollmacht vorgelegt wird, hat dieselbe einzutragen und Abschrift davon zurückzubehalten.
Wird die Vollmacht einer Gemeindebehörde vorgelegt, hat diese dieselbe einzutragen und beglaubigte Abschrift davon der Handelskammer deS Bezirks zu übermitteln.
Art. XXX. Die Handelskammer oder die Gemeindebehörde hat eine dahingehende Bescheinigung auSzustellen, daß Abschrift der Vollmacht hinterlegt worden ist.
In Rumänien find die DistrictS-P'äfecturen die einzigen Behörden, welche zur Trtheilung von Gewerbe-LegitimationS' karten befugt sind.
Die deutschen Handlungsreisenden haben in Rumänien die Vorschriften deS Gesetzes über den Handel im Umherziehen und des Reglements zu diesem Gesetze zu beobachten, welche, wie folgt, lauten:
Gesetz Art. 5. Die Commissionäre, Agenten und alle diejenigen, welche Geschäfte zwischen den Fabrikanten, Ge- werbetreibenden und Kaufleuten vermitteln, haben der Handelskammer und in Ermangelung einer solchen dem Ortsbürgermeisteramte, schriftlich die Häuser anzugeben, für welche sie thätig find, sowie sich darüber auszuweisen, daß sie befugt find, die betreffenden Häuser an dem Orte zu vertreten.
Sie sind ferner verpflichtet, der Handelskammer auch die etwaige Entziehung jener Befugniß anzuzrigen.
Sie dürfen nur im Namen und für die Grossisten und
änderte sich der Bestand bis wenig. Da waren
Leibregiment Leibgarderegiment Prov. l. Jns.-Regt.
Artillerie
Alle Annoncen-Bureaux be8 In- unb Auslandes nehme» Anzeigen für ben „Gießener Anzeiger" entgegen.
vereinigt wurden.
Auch das hessische Reiterregiment Ga>de-ChevauxlegerS
•) Diele« rückte später nach und kam nicht nach Mo«kau.
Bekanntmachung.
Montag den 4. März, Nachmittags 3 Uhr wird auf Lony's Felsenkeller (Weftanlage) zu Gießen eine General-Versammlung des landwrrthschaftlichea Bezirksoereins Gießen abgehalten werden. Alle Mitglieder des landwirthschastlichm Bezirks- und der OrtSoereine, sowie alle Freunde der Landwirthschast werden zu dieser Versammlung hierdurch freundlichst eingeladen.
Die Herren Bürgermeister werden ergebenst ersucht, de» in ihren Gemeinden wohnenden Mitgliedern des Vereins von dieser Einladung Kenntniß zu geben, und auf möglichst zahlreichen Besuch der Versammlung hinzuwirken.
Tagesordnung.
1) Vortrag des Hrn. Landwirthschafislehrers Leithiger zu Alsfeld über Viehzucht.
2) Mittheilungen über den Anbau der Futterpflanze, Lathyrua ailveatria (Waldplatterbse) und Polygorum aachalinenae (Sachalin Knöterich).
3) Mitherlungen der Resultate über die auf den Versuchsstationen neu angebauten Kartoffelsorten Juli, Kleopatra, Rothhaut, Helios, Germania, Bruce.
4) Beschlußfaffung
a) über die Verwendung der zur Hebung der Rmd- viehzucht von dem Provinzialverein zur DiSpositro» gest llten Mittel (Rest 450 Mk., 550 Mk. sind bereits bei der im verflossenen Jahr zu Hunge» abgehaltenen ViehpreiSvertheilung zur Verwendung gelangt;) , _ .
b) über die dem Provinzialverein zu unterbreitenden Vorschläge über die Verwendung der zur Hebung der Ziegenzucht bewilligten Mittel in dem Betrage von 140 Mk.
^emöeten.
Au» der hessischen Franzosen,eil.
1806—1814.
Von Dr. Otto Buchner.
(Fortsetzung.)
ES kann nicht in Abrede gestellt werden, daß durch solche Vereinigungen die Geographie des untergegangenen Deutschen Reiches wesentlich vereinfacht wurde und daß diese Vereinfachung auch dann noch bestehen blieb, als auch der Rheinbund untergegangen war. Dieser bestand sieben Jahre, von 1806
ging fast vollständig zu Grunde. Am 28. November zählte es noch an 300 Pferde, brachte aber nur 25 Pferde über die Beresina. Das Geschütz konnte zum großen Theil gerettet werden, aber unter Aufopferung des allergrößten Theils der Mannschaft und unter Aufbietung unsagbarer Mühen.
Wie mit der kleinen hessischen Armee, so war es in womöglich noch größerem Maßstab mit der französischen. Sie war vernichtet. Die meisten deckte der russische Schnee, viele waren gefangen oder starben in den Lazarethen. In Wilna allein sollen 70000 Soldaten der großen Armee begraben worden sein. Nur eine sehr kleine Anzahl rettete sich über den Rhein.
Neue Hoffnung beseelte nun die deutsche Brust. „Das Volk steht auf, der Sturm bricht los." Von Preußens König erging der Ruf zur Befreiung von dem französischen Ion und fand das lauteste Echo in jeder deutschen Brust. Die Geknechteten der Rheinbundstaaten allein knirschten in ohnmächtiger Wuth.
Den ungeheuren Rüstungen Rußlands, Preußens und Oesterreichs sah Napoleon nicht unthätig zu. In Frankreich stampfte er ein neues Heer aus dem Boden und die Rheinbundstaaten, die ja auch ihre Truppen in Rußland verloren hatten, mußren ebenfalls wieder die vertragsmäßige Zahl der Streiter zum französischen Heere stellen. Der Freiheitskrieg begann.
Wieder war der Kriegsschauplatz in Deutschland.
In den beiden Schlachten von Großgörschen am 2. und von Bautzen am 20. und 21. Mai 1813 siegte Napoleon und die Verbündeten mußten sich zurückziehen. Daraufhin wurde am 30. Mai, Nachmittags 1 Uhr, in der evangelischen Stadtkirche zu Darmstadt „unter Abfeuern von 100 Kanonenschüssen und dem Geläute aller Glockenein von der Musik der Hofcapelle begleitetes Tedeum abgesungen. Des Großherzogs und der Frau Großherzogin Kgl. Hoheiten nebst dem ganzen Hofe, sowie auch die fremden Herren Gesandten, die hiesige Ge stl chkeit, das Militär und die gesammte Dicasterial-Dienerschaft waren bei dieser Feierlichkeit zugegen. Nach der Rückkehr Mer Königl. Hoheiten war großes Diner bei Hofe und Abends große Oper."
Diese schimpfliche Nachricht in der Großh. Heff. Zeitung gibt ein erschreckendes Bild von dem jammervollen Zustand in den damaligen Rheinbundstaaten. Zum Glück sind derartige Mittheilungen des officiellen hessischen Moniteur nicht häufig, wie man überhaupt nur höchst selten eine Nachricht aus der Residenz, gar keine aus den übrigen Städten des Landes findet. Eine sei noch besonders erwähnt. Unter Darmstadt, 15. August 1813, wird an hervorragender Stelle mitgetheilt:
„An dem heutigen Geburtstag des erhabenen Beschützers deS rheinischen Bundes, Sr. Majestät des Kaisers Napoleon
Bekanntmachung, betreffend: Den Handelsvertrag mit Rumänien. Im Nachstehenden bringen wir die von der rumänischen Regierung in AuSsührung des Art. 3 Abs. 4 deS deutsche rumänischen Handelsvertrags erlaffenen Bestimmungen über den Verkehr der HandlungSretsenden zur Kenntniß der Jntereffenten.
Gießen, den 21. Februar 1895.
Großherzogliches KreiSamt Gießen: von Gagern.
7 Offiziere, 5
18
wurde Mittags in Gala große Tafel bei Hofe und am Abend Oper gegeben. Von Sr. Excellenz dem am hiesigen Hofe accreditirten kaiserlich französischen Gesandten Herrn von Vandeul war wegen dieses Tages schon gestern in Ihrem Hotel ein sehr schönes Fest gegeben worden, wobei die hier anwesenden durchlauchtigsten Prinzen des Großherzoglichen Hauses, daS diplomatische Corps, die Personen der ersten Militär-, Hof- und Civilstellen und alle sich hier befindenden mit dem französischen Legionärs-Orden becorirte hessische Offiziere eingeladen und zugegen waren."
In einer Reihe von Schlachten gelang es dcn todeS- muthigen Heeren der Verbündeten die sieggewöhnten Armeen Napoleons zu besiegen. Die Schlachten vow Gro ßb ee ren, 23. August, an der Katzbach, 26. August, Kulm, 29. und 30. August, und Dennewitz, 6. September, gaben den deutschen Heeren Gelegenheit, unverwelkliche Lorbeeren de» Ruhms und der Tapferkeit zu sammeln. Alles spitzte sich auf den letzten großen Schlag zu. Bei diesen Kämpfen entwickelten preußische und russische Freischaaren theils vereinzelt, theils mehr im Verband die erfolgreichste Kriegsthädgkeit. Nicht ist hier der Platz auf die Erfolge einzugehen, die General Thielmann, Rittmeister Graf Wartensleben, Oberst Graf Meusdorf, Major von Colomb, der am berühmtesten gewordene Major von Lützow unb manche andere in dem Freiheitskriege errangen. Nur des russischen Generals T s ch e r n i t s ch e f sei besonders gedacht,weil er mit 2000 Reitern unb 6 Geschützen in fünf Tagen mitten burd) Feindesland von Aken an der Elbe vor Kassel zog. HieronirnnS Napoleon entfloh nach Marburg, verlor aber einen Theil feiner Begleitung unb einen Theil feines königlichen Gepäcks. Vwle Deutsche im westfälischen Heer gingen zu den Russen über unb in kurzer Zeit war ein Bataillon aus Ueberlausern, Gefangenen, Stubenten unb Freiwilligen gebilbet. Kassel wurde am 30. September beschossen, General Alix capituhrte und durfte mit Waffen und Gepäck abziehen, aber ohne 22 Kanonen und 79000 Thaler in der Kriegskaffe, die dem Sieger in die Hände fielen. Tschernttschef zog am 1 October in Kassel ein und wurde mit unendlichem Jubel ausgenommen Er hob das Westfälische Königreich aus, leerte das Zeughaus und nahm alles königliche Eigenthum und alle Kriegsvorräthe mit sich. Erst am 13. Ocro^er kam der Komg „Immer Lustik" nach Kassel zurück. Sein Held Alix, der nur durch die Gnade der Sieger entkommen war, wurde zur Belohnung für seine Heldenthaten zum Grafen von Freudenthal ernannt. Am 25. October, als die Nachricht von der Schlacht bei Leipzig nach Kassel gekommen war, fand sich Hieronymus „durch den Drang der Umstände veranlaßt, sich aus Ihren Staaten zu entfernen/' (Wests. Montteur.)
(Fortsetzung folgt.)
Durch Abgänge von Kranken uud Zugänge von Versprengten zum 6. Januar in Elbing nur
vis 1813. _ i
Aber es läßt sich auch nicht bestreiten, daß der beschämende Abfall von der deutschen Sache doch auch Vortheile für das Land und das hessische Volk mit sich brachte. Durch die Verbindung mit Frankreich faxten eine Reihe von vorher für revolutionär gehaltenen Ideen und Einrichtungen mit über den Rhein herüber, dmch welche umsomehr der Zustand des Volkes gehoben wurde, als ja die Ansprüche an seine Leistungsfähigkeit nicht wenig emporgeschraubt werden mußten.
Unter Andern mußte Hessen laut Bundesvcr'.rag4000Mann zum sranzösischen Hcere stellen. Diese haben denn auch wacker in den sieben Rheinbundsjahren gekämpft und geblutet, 1806 unb 1807 gegen Prenßen, Rußlanb unb Schweden, 1808 bis 1812 gegen Spanien unb England, 1809 gegen Oesterreich, 1811 unb 1813 gegen Rußlanb unb Preußen.
Unerhört waren bie Verluste im russischen Felbzuge. Die hessische Brigabe war mit 5000 Mann in die große Armee eiugereiht und zählte am 16. December 1812 in Wirballen, wo der König von Neapel als Oberbefehlshaber
Armee Revue h'elt, nur noch 316 Mann, nämlich im
Leibregiment 8 Offiziere, 13 Mann,
Leibgarderegiment 5


