1895
Samstag den 23. Februar
und 2lnzeigeblutt für den Ureis Gieren.
chratisbeikage: Hießener Aamilienötätter
Erstand.
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derjenigen der Gemeinden Röthges, Stembach, Stetnhetm, j
kommen.
diner, ganz besonders ausgesucht und fein.
Ich sühre
Menu an:
Das
und Mahnen f<tön geschmückt, der leidige Nebel jedoch, der ein prächtiges, feffelnbeß Bild bei “o.t.""en ® nnlnm sich Abends wieder einstell.e, mochte einen Strich durch die DnrL °ll dos Getümmel zieht unser !chü ei Schiff lnng'am Rechnung und wir mufften °°wch.°n. Die Samen, die sich und sicher seine Bahn und um 12 Uhr l-g-" - P' - alle aus das Vergnügen, gesreut und schon, Toilette dasür dei N°'bbeutschen Liosi n Hobokcu - »
Fertig gerüstet
Ziele unserer Wünsche, in Amerika.
rebruar cr. r an bei
Alle Annoncen'vureaux bt» In- und Au-landeS nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen.
lause, 1555
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auf allen Gesichtern zeigt Führung des ersten Maschinisten einmal die Schiffsmaschine,
Februar rr.»
und nach herzlichem Abschied vom Capitän, den Offizieren, von unserem Obersteward, von den Reisegefährten, kurz, von Allen, die man auf der langen Fahrt liebgewonnen, betreten wir die steil abwärts führende Landungsbrücke und find am
Suppe ä la reine.
Pastete Cardinal. Filet jardiniere. Rehbraten, Apfelmus.
Laehsforelle in Aspic, Sauce ravigot. Capaunbraten.
Eingemachte Früchte, Salat. Stangenspargel.
Plum-Pudding.
Illuminirtes Eis und Macronen-Aufsatz. Nachtisch. Kaffee.
gemacht hatten, waren sehr ungehalten darüber.
Dienstag den 1. August.
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: 4 Uhr an
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Starker Regen weckte uns früh, doch wurde eS bald beffer. Alles war heute zeitig an Deck. Um Vs8 Uhr sahen wir zuerst Land- es war die vor dem Festlande liegende Insel Long-Jsland mit ihren zahlreichen Seebadehotels. Gegen 10 Uhr gingen wir am Sandy Hook-Leucht-
Besondere Bestimmungen.
1) Zur Musterung haben sich, bei Meldung der gesetzlichen Strafen, zu stellen:
Diejenigen, dem Großherzogthum Hessen oder einem andern Staate des deutschen Reiches angehörigen Militärpflichtigen, welche
a) in einer Gemeinde des Kreises Gießen ihr gesetzliches Domicil — ihre Heimath oder ihren ständigen Wohn- fitz — haben und sich nicht in einem andern Theile des Großherzogthums Heffen oder einem andern Staate in einer der nachstehend unter b) angegebenen Eigenschaften aufhalten;
b) in einer Gemeinde des Kreises Gießen sich als Dienstboten, Haus- oder Wirthschaftsbeamte, Handlungsdiener und Lehrlinge, Handwerksgesellen und Lehrburschen, Fabrikarbeiter oder in ähnlicher Eigenschaft aufhalten, oder die Universität Gießen oder das Gymnasium daselbst oder eine sonstige Lehranstalt in einer Gemeinde des Kreises Gießen besuchen;
c) in einer Gemeinde des Kreises Gießen, oder während ihre Eltern einer solchen angehörten, im Auslande geboren sind, und weder im Großherzogthum Heffen, noch in einem andern deutschen Staate Domicil besitzen oder sich aufhalten;
und im Jahre 1875 geboren sind;
BierteljShriger ^Boeaeteeetoptd»:
2 Mark 20 Psg. mit Bringerlohn.
Durch die Posl utjogeit 2 Mark 50 Psg.
Siebaction, Expedition und Druckerei:
Kchutstrahc $r.7.
Fernsprecher 51.
Nr. 46 Zweites Blatt
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1448 ÖtvRarten wolle Wbt, Markt-
Eine Ueberraschung war die Servirung des EiseS. electrische Licht wurde klein gedreht und herein spazierten sämmtltche Stewards mit Schüffeln, auf welchen sich das verschiedenfarbig illuminirte Eis befand, an der Spitze unser freundlicher Obersteward Herr Pschunder. Für heure Abend sollte auch ein Ball auf dem Promenadedeck arrangirt
Amtlichem Theil.
Bekanntmachung, da« Grsatzgkschäft pro 1891 brtreff.nd. Die Musterung und LooSziehung der Militärpflichtigen beS Kreises Gießen für das Jahr 1895 findet an den nach- fcenannten Tagen statt und zwar:
I. Zu Gietzen in dem schulhause in der Schulsiratze.
Mittwoch den 6. März, Vormittags von 8 Uhr an: Musterung
der Militärpflichtigen der Gemeinden Allendorf a. d. Lda., Men-Buseck, Annerod, Bersrod mit Winnerod, Beuern, Burkhardsfelden, Daubringen, und Großen-Bufeck;
Donnerstag den 7. März, Vormittag von 8 Uhr an: derjenigen der Stadt Gießen der beiden ältesten Jahrgänge (1893 und 1894) und der Gemeinde Klein-Linden;
Freitag den 8. März, Vormittags von 8 Uhr an: derjenigen des jüngsten Jahrgangs (1895) der Stcttit Gießen .und derjenigen der Gemeinden Hattenrod und Heuchelheim-
Samstag den 9. März, Vormittags von 8 Uhr an: derjenigen der Gemeinden Lollar, Mainzlar, Oppenrod, ReiS- lirchen, Rödgen, Ruttershausen, Staufenberg, Treis a. d.Lya., Trohe und Wieseck;
Montag den 11. März, Vormittags von 8 Uhr an: LooSziehung.
II. Zu Sich im Rathhaussaale.
Dienstag den 12. März, Vormittags von 9 Uhr an:
Kletterei, doch sehr interessant. Abends war das Abschieds ‘ . Ich führe das
Feuilleton.
Sine Fahrt auf der „Eide".
(Schluff.)
Sonntag den 30. Juli.
Ein prachtvoller, warmer Tag, den wir in gewohnter Weise größtentheilS auf Deck zubrachten. Zurückgelege Distauce heute 384 Meilen. Ich habe mir heute einmal daS Schiff etwas genauer angesehen und zwar die verschiedenen Küchen, die Bäckerei, Conditorei, die zweite Cajüte und deren (Sabinen, soweit sie frei waren, und oas Zwischendeck. Ich muß sagen, eS herrscht überall musterhafte Ordnung und Reinlichkeit. Da eS mir nicht ganz wohl war, nahm ich am Lunch nicht Theil, dafür hatte ich das Glück, einige Walfische in geringer Entfernung zu sehen, auf die »ich der zweite Offizier, Herr I. Helmers, aufmerksam machte. Abends habe ich mich schon um 9 Uhr zu Bett gelegt; es war wieder einmal Nebel eingetreten und daS Nebelhorn ließ mich lange nicht einschlafen.
Montag den 31. Juli.
Früh um 6 Uhr auf und an Deck. Eine gewiffe Aufgeregtheit bemächtigte sich der ganzen Schiffsgefellschaft- es ist der Gedanke, nun dem Lande schon ziemlich nahe gekommen zu sein. Bald entdeckten wir auch mit unseren Gläsern in weiter Ferne das Lootsenboot, kenntlich an der großen Nummer, die es auf dem Segel trägt. Gleich wird eine Wette arrangirt, wer die Nummer erräth. Herr Hertz von New-Haven hatte gewonnen. Das Boot trug die Nummer 21, während ich 24 gerathen hatte. Gegen 10 Uhr klomm der Lootse auf einer ihm zugeworsenen Strickleiter an Bord. DaS bestärkte natürlich Biele in ihrer Meinung, nun würden wir heute noch das ersehnte Land sehen. Allein dem war nicht so. Die Lootsen, die sich gegenseitig dort starke Concurrenz machen, gehen Hunderte von Seemeilen weit hinaus, um die Schiffe möglichst frühzeitig abzufangen. Wir waren am Mittag nach zurückgelegten 352 Meilen noch 327 Meilen von Sandy Hook entfernt, können also vor morgen Dienstag früh vom Lande noch nichts zu Gesicht be-
Mttsterung bet Militärpflichtigen bet Gemeinden Albach, Allendorf a. d. Lahn, Bellersheim, Bettenhausen, Birklar, Dorf-Gill, Eber- stadt, Ettingshausen, Garbenteich und Großen-Linden;
Mittwoch den 13. März, Vormittags von 9 Uhr an: derjenigen der Gemeinden Grüningen, Hausen, Holzheim, Hungen, Inheiden, Langd, Lang-GönS und Langsdorf, Donnerstag den 14. März, Vormittags von 9 Uhr an: derjenigen der Gemeinden Leihgestern, Ltch, Muschenherm, Münster, Nieder-Bessingen, Ronnenroth, Obbornhofen, Ober- «essinaen, Ober-Hörgern Rabertshausen und Rodhetm;
Freitag den 15. März, Vormittags von 9 Uhr an:
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©eben erheben sich palastähnliche, von anmuthlgen Gärten umgebene Landhäuser, die und die neue Welt in verlockender Gestalt zeigen. Nun erscheinen links die Befestigungen der verschiedenen Forts und jetzt wächst aus der Ferne die Freiheitsstatue empor mit hoch in der Rechten erhobener Fackel. Inzwischen sind der Arzt und Zollbeamte an Bord gekommen. Ersterer prüft unsere etwa 570 Zwischendccker, während wir CajütSpaffagiere bet den Zollbeamten eine schriftliche Erklärung über Art und Anzahl unserer Gepäckstücke abgeben müssen. Wir nähern uns mehr und mehr der Riesenstadt, die mit ihren Thürmen und himmelhohen Häusern sich auS dem über dem Ganzen lagernden Dunstschleier erhebt. Wtr sehen rechts tote ein luftiges Spinnengewebe, scheinbar frei schwebend, die Brooklyn-Brücke, eines der gewaltigsten und kühnsten Bauwerke der Welt. Der Hafen ist riesig belebt mit Schiffen aller Nattonen, links und rechts an den zahlreichen Piers liegen die großen Dampfer und Segelschiffe, Hie dem Verkehr der alten und neuen Welt dtenen. Fahr- boote, die Hoboken mit Newyork verbinden, sowie die großen.
Der Hiehe-er -«teiger frfdjcint täglich, mit Ausnahme be» Montags.
Die Gießener WW»itte»SlLtter werben bem Anzeiger »Schentlich dreimal deigelegt.
Meßmer A nzeiger
Keneral-Wnzeiger.
; Trais-Horloff, Utphe, Villingen und Watzenborn mit Steinberg. '
Samstag den 16. März, Vormittags von 9 Uhr an.
LooSziehung
III. Zu Grünberg im Gasthaus zum Rappen.
Montag den 18. März, Vormittags von 9 Uhr an:
Musterung
der Militärpflichtigen der Gemeinden Allertshausen, Beltershain, Climbach, Geilshausen, Göbelnrod, Grünberg, Harbach, Keffelbach, Lauter und Lindenstruth;
Dienstag den 19. März, Vormittags von 9 Uhr an: derjenigen der Gemeinden Londorf, Lumda, Odenhausen, Queckborn, Reinhardshain, RüddingShausen, Saasen, Stangenrod, Stockhausen, Weickartshain und WeiterSham.
Mittwoch den 20. März, Vormittags von 9 Uhr an:
LooSziehung.
ferner
Sämmtliche Militärpflichtige, welche im Jahre 1893 bezw. 1894 zurückgestellt worden, oder nach ihrer gezogenen Rum, mer disponibel geblieben, d. h. nicht ern- berufen worden sind.
Entbunden von der persönlichen Gestellung sind Diejenigen, welchen Ausstand bewilligt, oder Berechtigung zum einjährig-freiwilligen Militärdienst ertheilt worden ist.
2) Diejenigen Militärpflichtigen, welche zum zweiten- oder drittenmale erscheinen, haben ihre LoosungSschetne mitzubringen.
3) Wenn von einem Militärpflichtigen, oder für einen solchen von seinem Vater, oder seiner Mutter Aurück- stellnng in Anspruch genommen wird, so ist |ur Vorlage bet zur Beurkundung der behaupteten Thatsachen erforderlichen Nachweise und Zeugnisse vor dem zur Musterung anberaumten Termine zu sorgen. Die Zeugnisse muffen amtlich ausgestellt oder beglaubigt sein.
Wenn die Zurückstellung auf die Arbeitsunfähigkeit eines Familienangehörigen gegründet wird, so hat der betreffende Familienangehörige sich selbst persönlich im Termin vor der Ersatz-Commission ein» junnten. gereichte AurückstellungSansprüche
sind bei der Großherzoglichen Bürgermeisterei vorzubringen und die Verhandlungen baldigst — unter auen um« ständen vor Beginn de» ErsatzgeschäfteS — an die Ersatz-Commission einzuscnden. Verspätete Gesuche Haven keinen Anspruch auf Berücksichtigung.
4) Wenn ein Militärpflichtiger an Gebrechen leidet, die äußerlich nicht wahrnehmbar sind, z. B. Taubheit, Har- Hörigkeit, Kurzsichtigkeit, Geistesschwäche u. s. w., so ist die» durch amtlich ausgestellte oder beglaubigte Zeugnisse des Arztes, sowie des Bürgermeisters, Geistlichen, Lehrers u. s.w. nachzuweisen. DaS Vorhandensein von Gpilepste ist durch die eidliche Erklärung von mindesten» drei glaubwürdigen Jengen zu -»Härten.
5) An der LooSziehung persönlich Theil zu nehmen, steht jedem Militärpflichtigen frei; für Diejenigen, welche bei dem Aufrufe nicht anwesend sind, zieht ein Mitglied der Ersatz-Commission das Loos.
»140 U'- ft Herren D> Hell, rfifl, Seltersweg, euenbSue,zuhab» mu. »15 n 12-2 Ubr bei lochand i'baülitb) Borüar.d.
Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag» für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bi» Bonn. 10 Uhr.
schc W jau. 1511
Doch das hindert die Fröhlichkeit nicht, die sich I thurm vorüber und nun begann die Einfahrt in den Hafen Gesichtern zeigt. Heute haben wir uns unter | von Newyork, wohl den schönsten und belebtesten -
Führung oes ersten Jasminen ui. Wir find inzwischen °n Long-Jsland welches rechts Iregt,
die Feuerungen, die sich in ihren starken Lagern drehende ' ein ziemliches Stück vorbeigefahren, links haben toh: Schiffsschraubenwelle und die halb geleerten Kohlenräume Island mit dem Seebade Long-Brauch. ® ®«n*e der
angesehen. Auf schmalen eisernen Leitern sind wir in die eine hellgrün gefärbte gerade Linie, die äußerste Grenzeder
tiefsten Schiffsräume hinuntergeftiegen, eine öfters schwierige ! Sandbank von Newyork, dann diesogenan »l terei. dock sehr interessant. Abends war das Abschieds- Meerenge an der Südweftküste von Long Island. Zu bet en


