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22.2.1895 Zweites Blatt
 
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Nr. 45

Der chießener Anzeiger erscheint täglich, eitt Zlu-nahme deS Montag».

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Zweites Blatt. Freitag den 22. Februar 1895

Siebener Anzeiger

Kenerak-Anzeiger.

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Amts- und Anzeigeblutt für den Tkveis Gieren.

Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag» für de« folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Norm. 10 Uhr.

chratisöeikage: chießener Aamilienökätter.

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Vergleichende Messungen verschiedener Gasglühlichter.

31 ad) dem .Journal für Gasbeleuchtung und Wasserversorgung'' Nr. 4, 1895.

Die große Ausbreitung, welche in den letzten Jabren daS Luer'sche Gasglühlicht gefunden hat, ist die Ursache geworden, daß sich eine Anzahl anderer Gesellschaften und Firmen gefunden hat, «m dem Auer'schen Glühkörper durch andere Constructionen oder Aufweisung sogenannter fester, haltbarer Glühkörper Concurrenz zu machen.

Um nun zu untersuchen, wie sich die verschiedenen neuen Er­zeugnisse zu einander verhallen und insbesondere ob dieselben einen Fortschritt gegenüber dem Auer'schen Glühlicht bedeuten, hat Profeffor Dr. W. Wedding in Berlin eine Reihe von Versuchen und photo- wetrischen Mesiungen mit den Glühlichtbrennern der Deutschen GaS- Nlühltcht Aktiengesellschaft (Patent Auer), den von Trendel, Erste Deutsche GasUühlicht-Jnduftrie, von Benas, Neue Deutsche GaS- glühltcht Compagnie (System Dr. Blücher), von C. H. Slobwasser 4 Co, Acliengesellschaft und von C. Kramme, Berlin vorgenommen.

Aus den gefundenen Zahlen ergibt sich Folgendes:

Die Glühkörper von Trendel, Benas, Slobwasser und Kramme erreichen auch nicht annähernd den von Auer. Jene erfüllen schon im Beginne deS Brennens nicht die Bedingungen, unter denen sie aus den Markt gebracht werden. Bei dem Trendel'schen Körper ist für einm Gasverbrauch von 105 1 ( Liter) eine Lichtstärke von 51 bis 52 Hfl ( Hefnerlicht Von dem Deutschen Verein f. Gas- «nb Wasserfachm neben der Normalkerze festgesetzte Lichteinheit) zu- aesagt; man erhält aber nur 23 Hfl, mithin noch nicht die Hälfte der versprochenen Lichtstärke.

Für den Körper von Benas wird bei einem Gasverbrauch von 105 1 eine Lichtstärke von 60 N.-K. (Normalkerze) = 69,7 Hfl ver­sprochen; derselbe gibt nur 24 Hfl, mithin etwa nur ein Drittel der zugesagten Lichtstärke.

Der Körper von Stobwaffer soll sogar bei einem Gasverbrauch von 80 I 60 N.-K. 69,7 Hfl geben; er gibt aber nur 28 Hfl, mithin 2>/,mal zu rocnig.

Der Körper von Kramme soll bei 1001 Gasverbrauch 60 N.-K. 69.7 Hfl geben; man erhält nur 43 Hfl, also nur «/8 der zu- grsagten Lichtmenge. .

Vergleicht man weiter dm Gasverbrauch pro Stunde für 1 Hfl zum Beginn der Brennzeit, so sängt Auer mit 1,8 1 für 1 Hfl an; die anderen Firmen dagegen mit 3,1, 4 5, 4,6 und 5,3 1 für 1 Hfl. Sie brauchen also doppelt bis dreimal so viel Gas für 1 Hfl beim Beginn des Brennens als die Auer'schen Brenner.

Wenn man aber vollends den weiteren Verlauf untersucht, so ergibt sich erst recht die bedeutende Ueherlegmhett deS Auer'schen Glühkörper« über die anderen.

Aus den Untersuchungen ergibt sich weiter, daß die Auer'schen Brenner in der Brennzeit bis etwa 70 Stunden den Gasverbrauch für 1 Hfl von 1,8 auf 2 I steigern, während Trendel in derselben Beit auf 6,5 1, Bmas auf 8,3 1, Slobwasser auf 7,5 1, Kramme auf 8 1 gestiegen sind. Dieselben lasten also in der Ltchtentwtcklung schnell nach und brauchen nach 70 Stunden bereits viermal soviel GaS für 1 Hfl wie die Auerbrenner. Im weiterm Verlaus hält sich bann Trenbel auf bem erreichten hohm Werth ziemlich constant, bie anderen (Benas, Stobwasser und Kramme) steigen aber noch weiter. Dem­gegenüber erreicht der Aner'sche Brenner nach 232 Brennstunden nur einen Gasverbrauch von etwa 2,2 1 für 1 Hfl; die anderen haben in derselben Zeit den dreifachen bis achtfachm Gasverbrauch erreicht.

Schließlich darf nicht unerwähnt bleiben, daß die Cylinder bei

Benutzung der Auer'schen Glühkörper bei Weitem nicht so stark be­schlagen, wie bei Verwendung der Körper von Trendel, Benas, Stob- wasfir und Kramme. Da nun die Haltbarkeit der von den letzten vier Firmen bezogenen Glühkörper gegenüber denen der Deutschm Gasglühlicht-Actiei'gesellschaft hergestellten Glühkörper in keiner Weise größer ist, so ist durch das öfter bedingte Reinigen der Cylinder eine größere Gefahr des Zerstörens für jene Glühkörper bedingt als für

die Auer'schen. . .....

In jeder Beziehung ergibt sich also bie bebrütende Ueberlegen- heit des Auer'schen Glühkörpers über die anderen untersuchten Brenner, sodaß hier ein bedeutender Rückschritt gegenüber dem durch Auer gemachten Fortschritte vorliegt.

Nun könnte aber Jemand behaupten, daß er daS mit sehr vielen rothen und gelben Strahlen gemischte Licht, welches die anderen Körper gegenüber dem Auer'schen geben, vorzieht. In diesem Falle würde es bei dem hohen Gasverbrauch und der geringen Ltcht­entwtcklung jener Brenner jedenfalls das beste sein, bet der früheren Beleuchtung durch Argandbrenner zu bleiben. Denn anstatt sich für hohen Preis einen empfindlichen Glühkörper anzuschaffm, bei beffen Benutzung bie Cylinber stark beschlagen, sollte man sich lieber mit ber alten Beleuchtung mit haltbaren Brennern, geringerem Cylinber- beschlag, constanter Helligkeit und geringerem Gasverbrauch bei der­selben Lichtentwickelung begnügen. ES erreichen habet die von Trendel, Benas, Stobwasser und Kramme confirutrtm Glühkörper nicht nur nicht den Auerbrenner, sondern nicht einmal dm Argandbrenner.

verkehr, Canö- und voUswirtyzchaft.

Ltmvurg,20. Februar. Fruchtmarkt. Roth er Weizm X 11.30, weißer Wetzen X 00.00, Korn X 8.25, Gerste x 6.30, Hafer X 5 20.

Feuilleton.

(tint Fahrt auf derElbe".

(Fortsetzung.)

Dienstag den 25. Juli.

Ich bin erst um 8 Uhr aufgestanden; eS war mir noch nicht wohl, ebenso Herrn H., während meinem Bruder die Sache bester bekam. Herr H. und ich haben am ganzen Tag nichts genossen, wie Mittags etwas Schleimsuppe und Obst, was wir uns auf Deck bringen ließen. Im Speise­salon hielten wir eS bei dem starken Schwanken nicht aus- auch ist die Luft unten nicht gut, da bei hohem Seegang sämmtliche Fenster geschlossen sein müssen. Der Wind hatte etwas nachgelassen, jedoch weniger die Schiffsschwankungen. 68 ist eine Eigenthümlichkeit des Oceans, daß leichte Luft- bewegung schon jene langgestreckten Wellenberge und Thäler hervorbringt; dabei haben die Wellen keine Kämme und das Meer sieht, wenn man so darüber hinblickt, ziemlich ruhig aus. Wir sahen heute öfters Delphine oder Schweinfische, die, in Bogen aus der Fluth springend, unser Schiff längere Zeit begleiteten, ein possirlicher Anblick, besonders wenn sie in größerer Zahl zu gleicher Zeit sprangen. Die von gestern auf heute zurückgelegte Strecke sind nur 336 Seemeilen, noch 2465 bis Sandy Hook. Dabei verlängern sich die Tage, da wir nach Westen mit der Sonne fahren, je um etwa s/4 Stunde, während es bei der Rückfahrt umgekehrt ist. Mittags fühlten wir uns besser und wir betheiliglen uns am Ehuffle-Bord-Spiel, eine sehr hübsche Unterhaltung. ES spielen zwei Gefellichasten gegeneinander. Die Idee besteht darin, daß mit langen Stäben flache, tellerartige Holzscheiben ouS gewisser Entfernung nach auf Deck mit Kreide aus­gezeichneten Quadraten geschoben werden, in welchen die Zahlen 1 10 verzeichnet find. Die Gesellschaft, die zuerst bie Zahl 100 erreicht, hat gewonnen. Dabei sucht natürlich der eine Theil die Holzscheiben deS anderen möglichst wieder aus den Quadraten herauSzuwerfen. Ein zweites Spiel, welches indessen weniger unterhaltend ist, besteht darin, daß man versucht, eine Anzahl aus Seilen gedrehter Ringe in einen in gewisser Entfernung aufgestellten Holzftist zu werfen. Beide Spiele erfordern besonders bei schwankendem Schiff etwas körperliche Gewandtheit.

Mittwoch den 26. Juli.

Es war mir heute wesentlich wohler und ich nahm wieder, wenn auch nur bescheiden, am ersten Frühstück Theil. Dis Mittag hatten wir starken Nebel, so daß den ganzen Morgen mit kurzen Unterbrechungen das Nebelhorn ertönte '^nd wir nur mit halber Kraft fuhren. Eine unheimliche Sache, solch Nebel auf See; zeitweise sah man kaum die Spitze des Schiffes. Doch wird alles gethan, was möglich ist, um rechtzeitig entgegenkommende ober den Curs kreuzende Schiffe zu erkennen. Unser wackerer Capitän weicht nicht von der Commandobrücke, trotzdem dieselbe von zwei den Dienst habenden Offizieren schon besetzt ist; auch wird jedes­mal aus dem Vorderdeck noch ein Ausguck links und rechts errichtet. Wie nöthig die angewandte Vorsicht ist. wurde wiS bald bemerklich, als plötzlich die Sirene eines anderen Dampfers uns antwortete, der ziemlich nahe an uns vorbei­

fuhr, von dem wir aber nichts sahen. Schlimmer noch ist der Nebel in der so außerordentlich belebten Fahrstraße des Canals oder kurz vor Newyork, wo viele Scb'ffe ein- und au-gehen. Mittags wurde eS wieder hell. Nach dem Lunch übten wir etwas Musik für ein Concert, welches an einem der nächsten Abende steigen soll. Gegen 4 Uhr sahen wir nach langer Zeit wieder einmal ein Schiff, einen großen Drei­master, tn weiter Ferne seine Bahn mit uns ziehen; wir überholten ihn bald. Den Abend brachten wir bis nach 12 Uhr auf Deck zu. Es war hell und klar, der Vollmond war aufgegangen und warf seinen glitzernden Schein aufs Wasser, daß es rote flüssiges Silber erglänzte. Wir sahen zum erstenmale das Meerleuchten- es wird hervorgerufen durch kleine Seethierchen, die, beim Auf- und Niedertauchen des Schiff-; els in Erregung versetzt, phosphorescirend leuchten. Tausende .iühende Punkte umgaben das Schiff und jede neu sich auSbreitende schäumende Woge sah aus wie ein mit blitzenden Sternen besetzter Hermelinmantel.

Donnerstag den 27. Juli.

Ziemlich aufgeregt geschlafen. Das Schiff schwankte während der Nacht sehr und ber Regen klatschte wider das : Fenster. Wir hatten dasselbe in sicherer Erwartung einer ruhigen Nacht halb geöffnet gelassen- ich mußte heraus und es schließen, damit hochgehende Wellen nicht hereindrangen. Auch am Morgen regnete es noch eine Zeitlang, dann aber hellte es sich auf und es wurde ein prachtvoller, sonniger Tag. Mir ist eS inzwischen wieder recht wohl geworden, allein das immerwährende Schwanken läßt keinen rechten Appetit auskommen, ähnlich geht eS Herrn H.; an uns ver­dient der Lloyd Geld, weniger an unseren Tischnachbarn, den Böhmen, die coloffal einhauen. Der junge Fabrikant aus Prag, der sich durch daS Menu des heute sehr reichhaltigen Diners anerkennenSwerth durchgearbeitet hatte, verzehrte noch von denIndianern", die es zum Nachtisch gab, sieben Stück, eine hübsche Stiftung. Heute sahen wir die Sonne pracht­voll untergehen und eS folgte wieder eine schöne, milde Nacht mit heller Vollmondbeleuchtung. Man konnte sich vom Deck gar nicht trennen. Alle, auch die, welche sonst den Abend mit Kartenspielen und Biertrinken im Rauchzimmer zu ver­bringen pflegten, blieben außen. Um 11 Uhr überholten wir ein Segelschiff- ein wundervoller Anblick, als dasselbe in den vom Mondschein gebildeten silbernen Lichftreifen trat.

Freiing den 28. Juli.

Wir sind in die Nähe der New-Foundlandbänke ge­kommen und haben ziemlich starken Südwestwind, der über das Meer streicht und die Lust mit salzigem Wafferstaube füllt. Die Tagesdistance war 351 Meilen. Der Capitän meint, es würde wohl Abends Nebel werden, nicht ungefähr­lich wegen der Eisberge, die um diese Zeit an den Bänken noch öfters angetroffen werden. Es gingen zwei Dampfer vorbei, bei denen wir mit Flaggenzeichen anfrugen, ob sie Eisberge bemerk: hätten. Der erste war so unhöflich, gar nicht zu antworten, was ihm gerade keine schmeichelhaften Bemerkungen von Seiten unseres Capiläns eintrug- der zweite fignalisirte, daß er welche gesehen. Oesters wurde die Temperatur des Wasser- und der Lust gemessen, die heruntergegangeu war, ein ziemlich sicheres Anzeichen für die Nahe der gefürchteten Eisberge. Wir saßen beim Diner,

als plötzlich das Nebelhorn seine heulenden Töne auSfttrß. Eine unheimliche Situation. Der Capitän legte sofort Messer und Gabel nieder und begab sich auf die Commandobrücke. Wir fuhren den ganzen Abend mit halber Kraft. Niemand wollte schlafen gehen, auch weil das fortwährende Brüllen der Sirene doch sehr gestört hätte. Wir vertrieben uns in ziemlicher Anzahl die Zeit im Damensalon mit Gesellschafts­spielen. Schließlich machte jedoch die Müdigkeit ihr Recht geltend und gegen 1 Uhr ging alles hinunter. Ich habe trotz Nebelhorn ur.b Eisbergen gut geschlafen.

Somstag den 29. Juli.

Situation noch wie gestern. Das Nebelhorn quält uns noch immer mit seinen schrecklichen Tönen. Erst Mittags gegen 1 Uhr klärte es sich etwas auf und wir sahen zwei Dampfer und ein kleines Fischerboot, die nahe an uns vorbeigingen. Wir winkten uns zu, so lange wir uns sehen konnten. Die von gestern bis heute zurückgelegte Strecke sind nur 336 Meilen - noch 1063 bis Sandy Hook. Gegen Abend wurde es schönes, helles und warmes Wetter, so daß beschlossen wurde, das schon lange geplante Concert im ersten Salon heute abzuhalten. Zu diesem Zwecke hatte sich schon einige Tage vorher ein Comit6 gebildet, bestehend ans unserem angenehmen Gesellschafter und Tischnachbar, dem Schiffsarzt Herrn Dr. Frotscher, auS Herrn Hertz von New- Haven und meinem Bruder Emil. Die Herren hatten schon tagelang krampfhaft das Schiff nach musikalischen und declamatorischen Talenten abgcsucht und war es ihnen auch geglückt, ein einigermaßen anständiges Programm aufzustellen. Dasselbe lag, von der kleinen Schiffspresie gedruckt, Abend- auf den Tischen. Nun galt es noch die Erlaubniß des Capitäns einzuholen- auch wollten wir die Gegenwart des­selben, der in ber kurzen Zeit durch sein liebenswürdiges, feines Benehmen und seine eifrige und treue Pflichterfüllung unser aller Sympathien gewonnen halte, bei unserem Concert nicht vermissen. Herr v. Gössel hatte während des Nebels von Abends 7 Uhr bis heute Mittag 1 Uhr seinen Posten auf der Commandobrücke nicht verlassen und schlief nun fest. Sein Töchterchen übernahm es, ihm die betreffende Mit­theilung zu machen. Er gab sofort die Erlaubniß und ließ uns sagen, daß er vollständig ausgeruht sei und pünkllich erscheinen werde. Das Concert hatte einen schönen Verlauf und ergab die Sammlung zum Besten der Seemannskasse des Lloyd rund 200 Mk. Außer dem Schiffsorchester wirkten mit Frl. v. Gössel und Frl. Geringer aus Dresden, bie eine vierhändige Sonate spielten, Frl. Dawison, eine Amerikanerin mit einigen schön gespielten Violinpiöcen, Herr Smaha, der ungarische Schauspieler, ein englischer Schau- fpteler, Namens Skinner, mein Bruder Emil mit Dekla­mationen in pfälzischer Mundart und meine Wenigkeit mit dem Vortrage einiger Lieder. Wir hatten alle schönen Bei­fall und verlief der Abend sehr auimirt. Das Publikum bestand fast nut aus Passagieren der ersten Cajüte- die zweite Cajüte war beleidigt, weil nicht ganz speciell noch­mals eine Einladung an sie ergangen, während doch in voll ständig correcter Weise bie Aufforberung, das Concert zu besuchen, vom Capitän unterzeichnet, vor beiden CajütsalonS angeschlagen worden war.

(Schlnß folgt.)