Ausgabe 
17.9.1895 Erstes Blatt
 
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wann, Stehen, für elektrische SicherheitS-RelaiS für DtebeS- und FeuerSgefahr und stellbare electr. Contact für Kaffenschränke. T a r l B e ck e r, Gießen, für eine Gruppe DecorationSpflanzen. Christian Bellinger, Als­feld, für zwei Pferdegeschirre. Ferdinand Berck, Alsfeld, für Sattlerarbeiten. Aug. Breiter, Nidda, für DrechSlerarbetten. E. Döring, Gießen, für eine Auswahl von Kunstsandsteinen, Falzbausteine, Cement- bretter. H. Döring II., Alsfeld, für Maurerarbeiten am Gail'schen Pavillon. Martin Dörr, Gießen, für ttunstschmiedearbeiten. Gebr. I. L D. Eifert, Lauterbach, für Wagen. David Eifert jun., Lauterbach, für Wagen und Schlitten. Peter Fatum, Wohnbach, für Pflüge. Th. Feyerabend, Büdingen, für Koffer und Taschen. Georg Fölzing, HebloS, für Pflüge und Eggen. Werner Geisel, Alsfeld, für Wagen und Schlitten. Gießener Schtrm- fabrik (M. Levi), Gießen, für Schirme. A. Graff & Co., Londorf, für Stellsockel in Basaltlava, Dolorit, Sockel der WirthschaftShalle, Firmenschild in Basaltlava. Wilh. Grandhomme, Schotten, für eine Zimmer- garnitur. Carl HaaS jun., Gießen, für Marmor- und weißen Stück« und Sackkalk, hhdrl. Grau-Stück- und Sackkalk und Schlackensteine. Wilh. Häuser, Friedberg, für Wagen. Carl HteronimuS, Fried- berg, für Fahrgeschirre und Reitzeug. Georg Hoelscher, Alsfeld, für Bilder und Photographieen. A. Höfels, Alsfeld, für Steinarbeiten. H. Hoch- stätter, Gießen, für Tapeten. Carl Hohmeier, Gießen, für Blitzableiter-Armaturen. Joh. Hühn, Schlitz, für Filzwaaren. Fr. Jost, Bermuthshain, für verschiedene DrechSlerarbetten. Emil Kalb­fleisch, Gießen, für Bildhauerarbeiten. C.G. Kersten, Homberg a. d. Ohm, für Uhren und Uhrentheile. Ernst Klingelhöffer, Alsfeld, für Zimmerspring­brunnen. Melchior Koch, Alsfeld, für Sattler-und Polsterwaaren. Joh. Curt Köhler, Zell, für Pflüge. Christian Krämer, Langsdorf, für ein Buffet und einen Schrank. K. Kurtz II., Alsfeld, für einen Ausziehtisch. Ernst Lenth, Alsfeld, für Fenster in Bleiverglasung. Ludwig Martin, Alsfeld, für Bilder und Modelle. Elsa May, Als­feld, für Damenkletder. Wilh. Nebhuth II., Hom­berg a. d. Ohm, für diverse Setlerwaaren. Georg Rausch, Schadges, für altdeutsche Möbel. Hrch. Reger, Ltch, für einen EiSschrank. Moritz Reitz, Großkarben, für ein Schränkchen. Lorenz Rößner, Alsfeld, für ein Dach mit Patent-Falzziegeln auf der WirthschaftShalle, Wasserleitung und Springbrunnen. Peter Rößner Wwe., Alsfeld, für ein Dach mit Patent-Falzziegeln auf der Ausstellungshalle. Hrch. R ößner, Alsfeld, für Kelterschrauben, TransmisfionS- welle, Setzlager, Flanschen-Kuppelung, Riemenscheiben- Stellringe, Keffelspeisepumpe. Hch. Ph. Romeiser, Friedberg, für Wagen. PH. Schlatter, Gießen, für Kunststickereien. Joh. Seibert XII., Homberg an der Ohm, für Bürstenwaaren. L. Seultng, Architcct, Gießen, für BentilationSeinrichtung. Aug. Schtebel- huth, Lauterbach, für Töpferwaaren. Friedrich Schott, Ruppertenrod, für Hufeisen. Joh. Stumpf, Lauterbach, für Wagen. A. I. Tröster, Butzbach, für Schrot- und Mahlmühlen. Hrch. Wasser, Rixfeld, für Ziermöbel. Eberhard Wenzel, Als­feld, für eine Theemaschine. Herm. Winhetm, Gedern, für Laternenhalter, Grabgitter :c. Wilh. Ziegler, Gießen, für Kaffenschrank und schmied­eisernen Blumentisch. Wilh. Zitz er, Alsfeld, für Buchbinderei-Arbeiten.

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Gieße«, dett 16. September 1886.

** Zu der Sitzung des KreiSauSfchuffes vom 14. d. M. kam u. A. eine Reklamation gegen die Ergänzungswahl des Gemeinderaths zu Langd zur Verhandlung. Georg Dietrich II. hat gegen diese Wahl reclamirt, weil ihm nur 13 von den auf den Namen Gg. Dietrich II. und Georg Dietrich lautenden 32 Stimmzettel angerechnet wurden. In der KreiSauSschußfitzung wurde festgestellt, daß Georg Dietrich I. verstorben ist, daß ein weiterer Einwohner mit Namen Dietrich in der Gemeinde Langd nicht existirt und daß sonach die Person deS Gewählten unzweifelhaft zu erkennen war. ES wurde deshalb erkannt, daß der Reklamation stattzugeben und Georg Dietrich als mit 32 Stimmen zum Gemeinde- rathSmitglied zu Langd gewählt zu erklären ist. Georg Koch, welcher nur 24 Stimmen erhielt, ist somit nicht ge­wählt. Die Stadt Gießen beabsichtigt, in der unteren Bahnhofstraße ein BedürfnißhäuSchen zu errichten. Gegen diese Anstalt haben Karl Noll II. und Hermann Heß Beschwerde eingelegt, welche aber vom KreiSausschuß, nach vorheriger Augenscheineinnahme und nach hierauf stattgehabter mündlicher Verhandlung, als unbegründet zurückgewiesen worden ist.

** Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten- Berfammlung Mittwoch den 18. September 1895, Nachmittags 4 Uhr pünktlich: 1. Veranstaltung einer landwinhschafllichen Ausstellung- hier Gesuch wegen Ermäßigung des GaSpreiseS und unentgeltlicher Wasser- abgabe. 2. Gesuch de» I. H. Jhring um Srlaubntß zur Aufstellung von Wegweisern nach der Winhschaftzur LtebigShöhe". 3. Gesuch deS Theodor Geilsu» um Erlaubntß zur Anlegung eine» Plattenbelag» vor seinem Hause in der Marklstraße. 4. RechnungSergebniffe de» GaS- und Wasser« werk» für da» EtatSjahr 1894/95. 5. CokeSpreife für die städtischen Anstalten pro 1895/96. 6. Voranschlag deS städtischen WafferwerkS für 1895/96; hier Fortsetzung der Wasserleitung a. in der Dammstraße, b. tat der Rittergaffe

und c. in der Lindeugaffe. 7. Gesuch de» EiSvereinS nm Anbringung dreier Hydranten für den EiSverein. 8. Dau- gesuch deS Joh?. Häuser XIII. von Klein-Linden für die Franksurterstraße. 9. Herstellung erhöhter Trottoirs in der Göthestraße.

* Kirchliche Die«stuachrichten. Am 19. August wurde dem Pfarrverwalter Metzger zu GunterShlum, im Decanat Oppenheim, die katholische Pfarrstelle daselbst, am 26. August wurde dem Pfarrer Kohl zu MoSbach die kath. Psarrftelle zu EberSheim, im Decanat Nieder-Olm, mit Wirkung vom 3. September an, übertragen.

Erledigte Lehrerstellen. Erledigt find: Eine mit einem evangel. Lehrer zu besetzende Lchrerstelle an der Gemeinde­schule zu Worfelden, Kreis Groß-Gerau, mit einem jähr­lichen Gehalte von 900 Mk. Die mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Kleeftadt, Kreis Dieburg, mit einem jährlichen Gehalte von 900 Mk. Mit der Stelle ist Organistendienft ver- Kunden. Die mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemcindeschule zu"Rödgen, Kr. Friedberg, mit einem jährlichen Gehalte von 900 Mk.

Schuldieust'Nachrichteu. Am 28. August wurde dem Schullehrer Jacob Presser zu Helpershain die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Höckersdorf, Kreis Schotten, an demselben Tage wurden den Schulamtsaspiranren Philipp Matthäus aus Obernheim und Julius ArraS aus WormS Lehrerstellen an der Gemeindeschule zu WormS, an demselben Tage wurde der SchulamtSaspirantin Eva Heß aus Mainz eine Lehrertnneostelle an der Volksschule zu WormS übertragen- an demselben Tage wurde der von dem Pfarrer zu Ober-Abtsteinacd und den Bürgermeistern zu Unter-Abtsteinach, Trösel und Flockenbach-Gorxheim auf die erste Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Ober-Abt- steinach, Kr. Heppenheim, präsentirte Schullehrer Valentin Ludwig zu Unter-Abtsteinach für diese Stelle bestätigt- am 31. August wurde dem Schullehrer Peter Krvcker zu Güttersbach eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Waller­städten, Kr. Groß-Gerau, übertragen.

* Gelandete Leiche. Gestern Morgen wurde aus der Lahn unterhalb der Brücke die Leiche eines Mädchens geländet. Die Leiche wurde als diejenige der 21jährigen Dienstmagd Margaretha Frank aus Grünberg erkannt und nach dem Leichenhause gebracht. Die Frank litt zeitweise an Geistesstörung und hat in einem solchen Anfalle offenbar frei­willig den Tod in der Lahn gesucht. Daö Mädchen hatte früher schon einmal einen Selbstmordversuch gemacht.

Diebstahl. Einem Arbeiter wurde gestern Vormittag aus seinem Kleiderschrank ein kleiner Geldbetrag gestohlen.

* Sachbeschädigung. In verflossener Nacht wurde einem Fuhrwerksbesitzer, der seinen Sommerwagen wie gewöhnlich auf der Straße stehen ließ, das Verdeck an dem Wagen von böswilliger Hand angezündet und zum Theil verbrannt.

* * Streit. Gestern Abend war zwischen zwei Kutschern am Bahnhofe ein Streit ausgebrochen. Dem hinzugekommenen Schutzmann, der die Streitenden auseinanderbringen wollte, leistete einer Widerstand. Er wurde verhaftet, und wird sich demnächst wegen Widerstand gegen die Staatsgewalt und Beamtenbeleidigung zu verantworten haben.

»* Falsche Fünfmarkscheine von folgender Beschaffenheit sind im Umlauf. Die Schnittgröße der Scheine ist richtig, dagegen ist die Zeichnung der Schauseite in der Breite um 1 Millimeter, in der Höhe um 3 Millimeter kleiner als die echten Scheine. Die beiden Felder, welche das WortReichs- kasienschein" und den Strafsatz enthalten, find nicht schrasfirt, sondern mit einem braunen Ton versehen. Die Unterdruck­zahl5" ist nicht in Ltnienschraffirung hergestellt, sondern voll gezeichnet. Die Zeichnung der Adlerkette, welche fich um den preußischen Adler im Brustbilde des Reichsadlers schlingt, fehlt ganz- der Raum ist blau abgetönt. Auf der Rückseite weicht die Zeichnung des BlattmusterS von der- jenigen der echten Scheine ab- vollständig verunglückt ist die Nachbildung des Guillachenmusters. Die WerthzeileFünf Mark", der Controllstempel und die Nummer sind in schmutzig« rother Farbe hergestellt. Die Ziffern und Buchstaben der Namenreihe halten nicht Linie. Der Druck erscheint matter, als bei den echten Scheinen. Ein leichtes Erkennungszeichen für die Feststellung der Fälschung ist die Berwaschbarkett der blauen Farbe auf der Rückseite der Scheine.

* * Beleuchtet die Treppeu! Jetzt, wo die Tage kürzer werden und die Dämmerung insbesondere bei trübem Wetter schon sehr früh eintritt, dürste an der Zeit fein, an die Beleuchtung der Treppen und Hausflure zu erinnern, die gesetzlich bei Eintritt der Dämmerung zu erfolgen hat. Wenn durch Mangel an Beleuchtung in einem Hause ein Unglück eintritt, so ist der betreffende Hausbesitzer zum Schadenersatz verpflichtet.

Zu Amerika verstorbene Hessen. New-Uork City: Joh. Rusner, 80 Jahre alt, aus Effelborn. G e n e s e o, Jll.: ConradWagner,87Jahrealt,auSGroßen-Buseck.Mt. Cory,O.: Wittwe Maria Margaretha Zeh, 76 Jahre alt, auS Pfung­stadt. ColumbuS, O.: Johann Jacob Fischer, 77 Jahre alt, aus Sickenhofen. Arlington,O.: Wittwe Elisabetha Wilch, vorher verehel. Dillmann, 88 Jahre alt, auS Raidelbach.

vernichte».

E3 Ms. Gaffel, 15. September. Der Alljgemeine Deutsche Verband von Gewerbevereinen hält feinen 4. Congreß vom 22. bis 24. September hier in Caffel ab. Der verband will die Jntereffen des Klein­gewerbes, de» Handwerk-, das nur zum kleinen Theil eine Vertretung in den Innungen hat, entschieden wahren. Auch Gewerbetreibende, die keinem DerbandSverein angehören, haben Zutritt zu den Verhandlungen, die int PalaiS-Restau- rant Morgens um 9 Uhr beginnen. AuS der reichhaltigen Tagesordnung find folgende Punkte zu erwähnen: Allgemeiner Bericht über das abgelaufene VereinSjahr- Sonderbcrichte

über die Erledigung bezw. weitere Behandlung der auf der letzten Hauptversammlung in Karlsruhe erörterten Fragen: a) Ausdehnung der Unfallversicherung auf das Handwerk und Kleingewerbe- b) Der unlautere Wettbewerb im Handel und Gewerbe- c) Förderung de» gewerblichen Unterricht» und Anstellung von Erhebungen über die Lage desselben- d) Sicherung der Forderung der Bauhandwerker und Liefe­ranten. Die Versicherung der Arbeitslosen (Vortrag de» Herrn Dr. Hampke). Die Preußische Ceutral-Genoffen- schastSkaffe (Vorttag de» Herrn Dr. Rohr, SyndicuS der Handelskammer). Ferner kommen noch zur Verhandlung: Vorschläge zur Regelung deS SubmisfionSwefenS. Die Ver- einfachung und der weitere Ausbau unserer socialpolitischen DerficherungSgesetze (Berichterstatter Herr Rütz-Caffel und Bürgermeister Dr. Weiß-Eberbach)- sonstige Verband»- angelegenheiten.

Lemberg, 14. September. Ein räthselhafte» Dor- kommniß, daS fich gestern Abend hier zugetragen hat, macht großes Aufsehen. Ein Soldat des 24. Infanterie- Regiment» fuhr mittelst einer Droschke außerhalb der Stadt, verließ daselbst, auf einem einsamen Platze angekommen, da» Gefährt, stürzte fich auf den Kutscher und ermordete ihn. Der Mörder ist verschwunden- das Motiv zu der That ist vollständig unbekannt.

Unglaublich aber wahr!" Unter dieser Spitzmarke berichtet dieBerl. Ztg.", maß wir nachfolgend reproduciren: Bekannt ist, daß von den am Sedan tage zur Spalier­bildung entbotenen Schulkindern etwa 20, größtentheil» Mädchen, unwohl wurden und die Hilfe der Samariter in Anspruch nehmen mußten. Bei dieser Gelegenheu wurden zwei Entdeckungen gemacht, die bisher unbekannt geblieben sind. Als man nämlich der ohnmächtig gewordenen Mädchen fich annahm, stellte fich zunächst herauß, daß fie alle zu eng geschnürt waren. Kinder von 8 6iß 12 Jahren, von denen, die Mutter daheim wußte, daß fie stundenlang im Sonnenbrand außharren mußten, waren in die Eisen­rippen hineingepreßt, wahrscheinlich, damit ihre Taille mit Ehren bestehen könne. Dann aber trat noch etwa» ganz Andere» zu Tage. Während man der Natur einerfeitß durch Zusammenzerren und -preffen Gewalt angethan hatte, war in anderer Richtung etwas geradezu Unglaubliches vor- genommen worden. Um auch die übrigen Theile de» Körper» in möglichst vortheilhafter Form erscheinen zu laffen, trugen eine Anzahl Mädchen . . . Wattons! Busen und Waden hatten die geehrten Frau Mütter auSgestopft, damit die Kleinen sorepräsentabel" wie irgend erreichbar auSseheu sollten ! AlS nun diese Thatsachen berichtet wurden, glaubten wir zuerst an einen schlechten Scherz. Leider aber mußten wir und sehr schnell davon überzeugen, daß bitterer Ernst vorlag. Denn der Bericht ist un» von einer Augenzeugin geworden, deren Zuverlässigkeit über jeden Zweifel erhaben ist.

Einen originellen Plan hat ein Berliner Schneider- meister dem Arbeitsausschuß der Großen Berliner Gewerbe­ausstellung von 1896 unterbreitet. Er will auf dem AußstellungSterrain eine große Werkstätte errichten, in welcher ein Jeder binnen wenigen Stunden, also etwa während seine» Besuches in der Ausstellung, einen neuenAnzug nach Maß für 25 Mk. erhält und seinen abgelegten Anzug noch überdies für 5 Mk. in Zahlung geben kann. Die Auswahl der Stoffe soll eine sehr erhebliche sein. Der speculative Meister hofft bei ganz kleinem Nutzen durch großen Umsatz ein lohnendes Geschäft zu machen. Ob er fich aber damit die Liebe seiner Fachgenoffen wird erwerben, ist zum Mindesten zweifelhaft.

Eine ganz besondere Ehre wurde dem Wachtmeister Kettlitz von der 2. Eßcadron des Schwedter Dragoner- Regiments dadurch zu Theil, daß et nach dem großen Cavallerie- Exerzieren bei Demmin bei Gelegenheit der Kritik ebenfalls in den Kreis der Offiziere befohlen und als einziger mit dem Eisernen Kreuz 1. Klasse becorirter, noch activ dienender Wachtmeister von Sr. Majestät dem Kaiser begrüßt und be­glückwünscht wurde.

* Das deutsche Reichsheer zählt nach der soeben er­schienenen Anciennetätsliste 22,674 Offiziere des Beurlaubten- standeS und zwar 10,234 der Reserve und 12,440 der Land­wehr, dagegen im Vorjahre 20,797 Offiziere.

* Der Schnelldampfer des Norddeutschen Lloyd in Bremen, Trave, Capttän Thalenhotst, hat mit der im Juli d. I. be­endeten Reise die hundertste Rundreise über den atlan­tischen Ocean zurückgelegt. Die Trave, die zu den belieb­testen Passagierdampfern deS Norddeutschen Lloyd gehört, be­förderte in dieser ununterbrochen glücklichen Fahrzeit 94 061 Per­sonen, eine Ziffer, die kaum von trgenb einem anderen Dampfer aufzuweisen sein dürfte. Der Dampfer Trave hat eine Länge von 438 Fuß, eine Breite von 48 Fuß und eine Tiefe von 34% Fuß- der Raumgehalt deß Schiffe» beträgt über 14,000 Cubikmeter. Die Besatzung de» Schiffe» stellt fich aus etwa 200 Köpfe. Bei einer Geschwindigkeit von etwa 18 Meilen in See beträgt der Kohlenverbrauch etwa 30,000 Gentner pro Tag.

Geh. Banrath Pros. Wallol, der Erbauer de» Reich»- tag»gebäubeß, ist gegenwärtig mit Entwürfen zu einem neuen sächsischen Landtagsgebäude beschäftigt.

Theurer Selbstmord. Jrn Wafferreservoir der eng- lischen Stadt Bradsort wurde die verweste Leiche eine» Manne» gefunden, der keinen geeigneteren Platz hatte finde» können, um Selbstmord zu verüben. Man mußte 30 Millionen Gallonen Waffer (die Gallone gleich 4,455 Liter) auSlous« lassen, waö der Stadt die Kleinigkeit von 24,000 lllark kostete.

Der berühmte Komiker Toole erzählt folgende Äntcbote, die, wenn sie nicht wahr ist, sicher gut von ihm erfunden ist: ES war vor vielen Jahren. Ich ging am Newski-Prospect In Petersburg, wohin mich da» Schicksal verschlagen hatte, spazieren, zündete mir gemüthlich eine Cigarre an und setzte meinen Weg langsam schleudernd fort. Da trat ein Offizier auf mich zu.Herr!" herrschte er mich an,wissen Sie nicht, daß verboten ist, hier zu rauchen?"Hab' keine