selbst nicht vertherdigen kann, die Bertheidiguvg deS ersten StaatSamteS annehmen würden- er habe die Minister gebeten, provisorisch ihre Demission zurückzunehmen, um eine Uc6ertroflunfl der Gewalten zu sichern. Dupuy ließ die Entsch ießaogen PerierS den Senat-- und den Kammerpräsidenten reiften, welche dringlich daS Parlament einberufen werden.
WB. Pari-, 16. Januar. Die Demission Casimir Peri-''« wurde auf den Boulevards gegen 11 Uhr bekannt. DaS Publikum eilte zu den Nachrichten BureauS der Zeitungen, um tue anfänglich bezweifelte Nachricht festzustellen. Die Nachricht machte den tiefsten Eindruck. Bezüglich deS neuen Candidaten herrscht bisher die verbreitetste Annahme, daß Perier mit großer Mehrheit reiedergereählt wird. Für den Fall, daß er ablehnt, werden Dupuy, Waldeck- Rousseau, Challemel und Spuller genantn. Die Kammern sind heute einberufen, der Congreß wahrscheinlich auf Donnerstag.
D. Paris, 16. Januar. Die Demission Casimir PerierS rüst hier große Aufregung hervor. Die Amtsniederlegung erfolgte anläßlich unüberwindlicher Schwierigkeiten, welche durch die Neubildung deS Cabinets entstanden und wegen persönlicher Angriffe, denen Perier seitens der Umsturzpartei auSgesetzt worden. Der Zusammentritt des National Con- grefteS zur Neuwahl eines Präsidenten erfolgt in Versailles. Die Socialisten halten die Wahl Brissons für wahrscheinlich, die Gemäßigten befürworten die Wiederwahl PerierS.
Utucfte Nachrichten.
Wolff- telegraphische* Korrespondenz-Bureau.
Berlin, 15. Januar. Die „Post" theilt auf Grund sorgfältigster Informationen mit: Betreffend die im vorjährigen Etat als „künftig wegfallend" bezeichnete Com- Mandantenstelle in Altona erklärte Graf Waldersee, man könne unter keinen Umständen auf einen besonderen Commandanten in Altona verzichten; demselben sei auch die Garnison in Hamburg unterstellt. Altona sei im Mobil- machungSfalle für besonders große Truppenzusammenziehungen vorgesehen- bet der Uebertragung der Commandanturgeschäfte au einen dort garnisontrenden Commaodanten würde im MobtlmachungSfalle alsbald der Fall eintreten, daß bet dem Abrücken des betreffenden Commandanten bei der zahlreichen seemännischen Bevölkerung die so wichtigen Functionen eines Commandanten überhaupt in Wegfall kämen.
Berlin, 15. Januar. Der „Berliner Correspondenz" zufolge erklärten nach Mittheilung des ReichSeisenbahnamtS an daS preußische ArbeitSministerium sämmtliche Bundesregierungen sich bereit, auf den Eisenbahnen ihres Staats- geblets die Sonntagsruhe im Güterverkehr nach den Grundsätzen vom 8. Mai 1894 spätestens bis zum 1. Mai 1895 durchzusühren.
Berlin, 15. Januar. Contreadmiral Aschenborn hat den erbetenen Abschied erhalten.
Altona, 15. Januar. Heute Nachmittag um 5 Uhr brach im Mittelgebäude deS Militärlazarcths Feuer auS, das sich rasch auf die oberen Räumlichkeiten auSbreitete. Die Kranken sind ungefährdet geblieben. Die Altonaer Feuerwehr griff energisch ein und wurde von der auS Ham- bürg requirirten Feuerwehr unterstützt. Graf Waldersee war persönlich auf die Brandstätte geeilt. Die EntftehungSursache ist unbekannt.
Bern, 15. Januar. Die Gotthard Hahn ist infolge eines Lawinensturzes auf der Strecke Faido-Lovorgo unterbrochen. Der Bahntelegraph ist nicht unterbrochen. D>e Nachtschnrllzüge 44 und 42 aus Italien mußten in Bellinzona und Biasca zurückbleiben. In Airolo liegt der Schnee meterhoch. Die Gotthardbahn arbeitet an der Räumung mit allen Kräften.
Rom, 15. Januar. Infolge' einer leichten Erkältung hütete der Papst gestern und heute daS Zimmer und verschob die Ertheilung von Audienzen. Zu einer Besorgntß ist nicht der geringste Anlaß vorhanden.
Rom, 15. Januar. Die „Agencia Stesant" meldet auS Massaua vom heutigen Tage: General Baratieri kam am 12. Januar Abends, ohne vom Feinde bemerkt zu werden, in Coatit an und griff am 13. dS. in frühester Morgenstunde den Feind, der 10,000 mit Flinten und viele mit Seitengewehren ausgerüstete Soldaten zählte, unvermuthet an. Ras Mangaschs mußte daS Schlachtfeld verlaffen und ging zurück, indem er die Berge von Gonde als Stützpunkt nahm. Sodann versuchte er einen Frontangriff, den Baratieri jedoch zurückwies. RaS Mangascha hatte beträchtliche Ver- lüfte. Die Abeffhnier versuchten nunmehr eine Umgehung der Jtalitner, letztere kamen ihnen jedoch zuvor. Einen Gesammtangriff wiederholte RaS Mangascha nicht. Das Gereehrfeuer wurde aber auf beiden Seiten den ganzen Tag hindurch fortgesetzt. Die Nacht verging vollkommen ruhig. General Baratieri. hat mit seinen gesammten Truppen bei Coatit ein Lager aufgeschlagen. Die Haltung der italienischen Truppen in dem Kampfe war bewundernSwerth. Die gefang^nggenommenen Feinde haben bestätigt, daß die Verluste Ras MangaschaS beträchtlich find. Die Verluste auf italienischer Seite sind nicht bedeutend.
Rom, 15. Januar. DaS Centralbureau für Meteorologie meldet: Die seiSmographischen Apparate in Rom verzeichneten um 11 Uhr Vormittags einen Erdstoß, der in Rocca di Papa und anderen Orten in Latium verspürt wurde.
Roanue, 15. Januar. 3000 ausständige Arbeiter zogen heute Nachmittag vor eine Fabrik. Da sie eine be« drohliche Haltung annahmrn, mußte der Unterpräsect die Aufforderung zum AuSeinandergehen erlaffen. Die Gendarmerie lud die Gewehre, um die Ansammlungen gänzlich zu zerstreuen. Der socialistische Abgeordnete Carnaud bedrohte den llnterpräfecten und wurde verhaftens
Depeschen deß Bnrceu »Herold*.
Berlin, 15. Januar. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht das gegen die f. Z. verhafteten Oberfeuerwerker- schüler gefällte kriegsgerichtliche Urtheil. Die große Mehrzahl, 131, erhielt wegen Ungehorsam je sechs Wochen und einen Tag Gefängniß, welche Strafen durch die erlittene Untersuchungshaft sür verbüßt erachtet wurden. 31 wurden mit Gefängniß von sechs Wochen und zwei Tagen bis zu zwei Monaten bestraft. Von dieser Kategorie wurden 10 degradirt. Ein Unteroffizier wurde mit fünf Jahren und einem Tag Gefängniß und Degradation und ein anderer Unteroffizier zu fünf Jahren und fünf Monaten Gefängniß und Degradation bestraft.
Berlin, 15. Januar. Der bekannte Reichstags- und Landtagkabgeordnete Graf Kanitz ist dem Vernehmen nach zum Mitglied deS StaatsratheS ernannt-worden.
Berlin, 15. Januar. Die Sitzung des preußischen Landtages wurde durch den Präsidenten von Köller mit einem Hoch auf den Kaiser eröffnet und gleich darauf auf morgen 11 Uhr vertagt.
Berlin, 15. Januar. Die „Kreuzzeitung" kann versichern, daß entgegen der Blättermeldung, Fürst Bismarck und Fürst Hohenlohe auf der Schlittenfahrt durch den Sachsenwald, welche ohne Begleitung stattfand, sowohl als bei Tische äußerst lebhafte Aussprachen gepflogen haben. Alle Tagesfragen, besonders die politischen, wurden eingehend erörtert. Der Besuch, der einen überaus herzlichen Character trug, darf ganz entschieden als eine neue Kräftigung der alten Freundschaftsbande angesehen werden.
Berlin, 15. Januar. Das Centrum soll Willens sein, in der Frage der Erweiterung der DtSctpltnar- befugnisse des Präsidenten in der nächsten Sitzung der GeschäftSordnungScommission den verschärften Verweis durch einen Ehrenrath, und, falls der Betroffene fich dagegen sträubt, Berufung an daS Plenum zu beantragen.
Dresden, 15. Januar. In der Vorftandssitzung der deutschen C o l o ni a l-G e s e l lsch a ft wurde der anwesende Statthalter Fürst zu Hohenlohe-Langenburg zum Ehrenpräsidenten, die Herren von Bennigsen und Dr. Ham- macher zu Ehrenmitgliedern und Herzog Johann Albrecht von Mecklenburg zum Präsidenten gewählt. Nachmittags findet ein Diner zu Ehren des seitherigen Präsidenten Fürsten Hohenlohe-Langenburg statt.
Wien, 15. Januar. Der „Polit. Corresp." geht auS Belgrad die Meldung zu, daß seit einiger Zeit die Radikalen eine heftige Agitation entwickeln. Die Regierung habe bereits Maßregeln getroffen, um etwaige Ruhestörungen sofort zu unterdrücken. Die in den letzten Tagen in Ucitza vorgenommenen Verhaftungen sollen mir dieser Angelegenheit in Verbindung stehen.
Lemberg, 15. Januar. In Luka witza wüthet seit einiger Zeit die Cholera. In der vergangenen Woche find 44 Personen an der Seuche erkrankt, von denen 18 gestorben sind.
Budapest, 15. Januar. Der Kaiser genehmigte bereits die gebildete Ministerliste. Das neue Ministerium wird sich am SamStag der Kammer vorstellen. Sämmtliche bisherigen politischen StaatSsecretäre werden gewechselt, nur Crumann vom Handelsministerium wird im Amte verbleiben. Nicht geringe Sorge bereitet der liberalen Partei der Umstand, daß die neuen Minister sich der Wahl als Abgeordnete unterziehen müssen. Die Opposition wird nun ihre neue Thätigkeit darauf richten, die Neuwahlen zu erschweren.
Arco, 15. Januar. Die letzte Nacht verbrachte Erzherzog Albrecht gut- infolge deffen hat sich heute während deS Tages sein Befinden weiter gebessert.
Cremona, 15. Januar. Eine unbeschreibliche Aufregung verursacht die Flucht des Ehrendomherrn Dr. Soe - narbt, welcher als Director einer PrioalversorgungSanftalt sämmtliche Gelder der Anstalt unterschlagen hat, sodaß alle Insassen der Anstalt dieselbe als Bettler verlaffen müffen.
Brüssel, 15. Januar. In einer Generalversammlung hat der Generalrath der Arbeiterpartei beschloffen, im ganzen Lande eine gleichzeitige Agitation zu führen für das allgemeine und gleiche Wahlrecht bei den Gemeinde- Wahlen vorzubereiten.
Brussel, 15. Januar. Wie verlautet, bringt heute Nachmittag die Regierung in der Kammer eine Gesetzesvorlage ein über die Annexion des CongostaateS oder aber sie gibt wenigstens eine diesbezügliche bestimmte Erklärung ab. Die Regierung arbeitet gegenwärtig einen Gesetzentwurf auS, wonach Diejenigen, welche Militärpersonen zum Ungehorsam aufreizen, strengstens bestraft werden.
London, 15. Januar. Die „Times" bespricht die französische MinisterkrisiS und sagt: Perier müsse jetzt mehr als je, trotz der Angriffe der Umsturzparteicn, zum Wohle deS Landes auf seinem Posten aushallen.
London, 15. Januar. Die „Times" meldet auS Shanghai, daß die britische Flotte aus den chinesischen Gewässern nach dem japanischen Hafen abgesegelt sei.
London, 15. Januar. In der Erzgrube zu Antley, Staffordshire, drang Wasser ei n, während fich 238 Mann in der Grube befanden. 200 konnten bisher gerettet werden- man befürchtet, daß die übrigen, welche in dem untersten Gange arbeiteten, nmgekommen sind.
CocdUs unb
Gießen, den 16. Januar 1885.
• * Theater Verein. Herr V. Sardou hat zu einer Zeit, da Ibsen noch hoch in Norwegen, und Hauptmann noch rief in den Kinderschuhen steckte, zu einer Zeit, da Sarah Bernhard noch keine leidenschaftglühenden Fernanden, Doren und Feodoren verkörperte, zu einer Zeit, da daS Pariser Publikum noch unschuldvoll war und Flammeri mit Himbeersaft den Vorzug von Trüffelpasteten gab, also kurz nach der Sündfluth, ein harmloS-liebenSwürdigeS Lustspiel „Die guten Freunde" geschrieben.' — Der berühmte
persische Dichter Pilpai (der übrigens leider in keiner Litteratur- geschichte zu entdecken ist) hat eine Fabel erfunden, um nachzuweisen, daß „gute Freunde" keine Freunde und viele gute Freunde erst recht keine sind- und der geistvolle Franzose hat all' seine Bühnengewandtheit, seinen Witz und seine nie versagende PointirungSkunft daran gesetzt, um deS unfterb- lichen Pilpai Fabel zu illuftriren. So winden denn alle die Jugend-, Schul-, Jagd-, Kriegs- und andere Freunde, die Herr Lauffade in seinem Landhause um fich versammelt sieht, ein duftiges Sträußchen aus den allerunangenehmsten Ungelegenheiten, die deS Dichters Auge auf der Wiese deS Humors entdecken konnte. ES reiht sich in* dem Stücke Schlag- wort an Schlagwort, Situationskomik an Situationskomik, Ueberraschung an Überraschung, bis am fröhlichen Schluffe des unvergleichlichen Herrn Pilpais tiefsinnige Weltweisheit von den guten Freunden auch philosophisch minderbegabteu Gemüthern einleuchtet. Ein Sardou hat das Stück verfaßt- ein Laube hat S übersetzt - die Wiesbadener spielen'-- — und das Alles, damit den Gießenern am nächsten Freitag im Theatervereine ein genußreicher Abend bereitet werde?
H. Neues Theater. Der Besuch der gestrigen Bor« stellunq war ein sehr minimaler. Wir wiffen nicht, wa- eigentlich Schuld daran war. DaS Auftreten Pohls am Montag kann'S doch nicht gewesen fein, denn da war die Gemeinde auch eine recht kleine. Wir wollen nicht hoffen^ daß da- Jntereffe der Gießener, das ja nach der Heben siedlung deS Theaters ins Cafs Leib gewachsen zu sein schien, jetzt schon wieder nachgelaffen hat. Es wäre daS im Jntereffe der günstigen Gestaltung unserer Theaterverhältniffe sehr zu bedauern. Das Lustspiel „Der Weg zum Herzen" von Adolph L'Arronge ist, wie alle Stücke deS VerfafferS, recht lang- in diesem Falle steht die geringe Handlung überhaupt in keinem Verhältniß zur Länge. Gar manche Scene würde durch energische Kürzungen an Wirkung nur gewonnen haben. Die Darstellung war gut und erzielte den verdienten Erfolg. Herr Heyne als Franz Kern, Fräulein Ronneberg al- seine Frau, die adelsstolze „Geborene" von Hohenwerth, Frau Reiners als Martha, Herr Ni em ei er als der herzensgute Polterer, Fräulein Egger als Anna, Herr Otto als Schott mit dem StaatSanwaltSblick, Herr H a d e r als Assessor Neubauer und Fräul. P a t u s ch k a als Julie entledigten sich sämmtlich aufs Treulichste ihrer Aufgabe. Fräulem Ger lach, die übrigens der Theaterzettel nicht nannte, erregte durch Maske und Spiel stürmische Heiterkeit. Wir brauchen aus Einzelheiten angesichts der diesmaligen schwachen Betheiligung nicht weiter einzugehen. Wir sind aber überzeugt, daß bei den Darstellern bei besserem Theaterbesuch Luft und Liede zur Sache und damit die Leistungsfähigkeit gesteigert würden.
• * Panorama. „DaS L.ben und Leiden Jesu von der Geburt bis zur Kreuzigung Christ»", wird heute zum ersten Male im Panorama zur Ansicht gelangen. Ferner kommt Palästina mit zur Ausstellung- diese Serie umfaßt da- ganze heilige Land von der Geburtsstätte Christi bis zur Kreuzigung, auch ist der Garten von Gethsemane, Oelberg, bk Straße, reo Christus unter der Last de- Kreuzes zusammenbrach, Grabmäler der Maria und Joseph vertreten. — Da dieses die vorletzte Serie ist und nur die Tage bis zu« Samstag stehen bleibt, machen wir noch ganz besonder- hierauf aufmerksam.
• * Soiree van de Castell. Wie aus dem Jnseratentheil ersichtlich, findet morgen Donnerstag im Lenz'schen Felsenkeller eine SoirLe des ausgezeichneten Royal - Illusionisten Prof. Jean van deCa stell statt. Der Künstler gab nach au- anderen Städten vorliegenden Berichten, so hervorragende Proben seiner räihselhaften Kunst, daß die Besucher au6 dem Staunen fast gar nie herauSkamen - das Programm enthält durchwegs interessante Nummern, die sämmtlich mit be- wuaderungSwiirdtger Fingerfertigkeit und Eleganz auflge* führt werden.
** Landwirthschaftlicher Local Verein Gießen. Zu dem in Nummer 12 enthaltenen BersammlungSbericht wird uns mit- getheilt, daß eS sich bei der Eingang- desselben erwähnten Versicherung gegen Unfälle im landwirthschaftlichen Betriebe um solche Unfälle handelt, für welche auf Grund des Haftpflichtgesetzes der Unternehmer regreßpflichtig gemacht werden kann.
** Wegen fahrlässiger Brandstiftung verurtheilte gestern die hiesige Strafkammer einen Einwohner von Krofdorf. Derselbe hat im Juli v. I. im Schiffenberger Walde dadurch einen unbedeutenden Waldbrand veranlaßt, daß er beim Anzünden einer Cigarre da- glimmende Streichholz achtlos fortwarf. Die Strafe ist durch die Untersuchunghaft für verbüßt erachtet.
□ Steinbach bei Gießen, 15. Januar. Ein schöner Trautext ist das Wort: „Wo du hingehst, da will ich auch hingehen- wo du bleibst, da bleibe ich auch- dein Volk ist mein Volk und dein Gott ist mein Gott. Wo du stirbst, da sterbe ich auch, da will ich auch begraben werden" und wird ost al- ein solcher verwendet. Wir wissen nun freilich nicht, ob wohl vor mehr denn 51 Jahren ein hiesige- Ehepaar mit diesem Worte zusammengebunden und eingesegnet wurde an ihrem Hochzeitstage, nämlich Georg Nicolau-, der frühere Bürgermeister, und seine Eheliebste Marie Katharina, eine geborene Roth. Allein in seltener Weise hat diese- Wort bei diesem Ehepaar seine Erfüllung gesunden, indem Beide, Wann und Frau, nach 51 jähriger ehelicher Verbindung, fast zusammen, in einem Ze träum von 21 Stunden, also an einem Tage kann man sagen, starben und ein Grab für sie gegraben wurde, in baß sie nebeneinander gelegt jetzt ruhen sollen biß -um Tage der Auferstehung. Gewiß nach so langer Verbindung ein schöner Tod, der uns beweget zu sagen: Friede ihrer Ascke!
4- Lang GouS, 16. Januar. Gestern Abend kurz vor 9 Uhr wurden die Bewohner der Bahnhofstraße arg erschreckt. In dem Hause de- KüsermeisterS Lang war die weibliche Jugend zur Spinnstube versammelt, al- plötzlich
lit
K e# *
Aliiden
Stückig.
SS«»«
M » **}£ t MUS “ Um * ««» W*“.1. «rfetal !,"!ä z-Mt btt beiden a Mgk Wasser in d hochte'trvoirs
®tM Abgesehen W dir- Projekt um o.il diese Weise ut litte M 001 ?! ga-Mkn verfall b
«tat, 15. Ja Wag brannte "ast vollständig nrtft hier die Aer meisterS R. Derselbe In bal Un'.ersuchungi snptichr vernehm richtet auS Siehrn'
" Unter-Wb
Einwohner gingen tint Krau, welche ttliU eilen Schäd
Krischbor«, 14. sstrbea innerhalb M Don Vergiftung, wäh iteianngen schwer er Ecctlon ergab fich n ttntt bSSartigen J riviogilche Untersuche
S. Bangb, 13. 3 ifaitbtnt Diebftä stiefigen Einwohner l fony Mr» e>nr» im vorigen i bwdung, bei welche 'chlachtet hatte, geg Gerichtliche Untersuch stattgesonden.
K' Wohobach, 1 Sichtlichen Schritten
Die O ^bmbieStü N, bin J« enlii
5”1,1 Statuts, t
Stiftung«
A- bett.
. _ die!
Nt De
2) und 3) 4)bem fat em erfi bis 12) Zahlten
13111 m*1 is)
? At
mit beo tlt oä?Wbe K M Dü BhÄMuse!
iuF Öeqeni
■SSüS
LZK


