Ausgabe 
13.3.1895 Zweites Blatt
 
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1S93

Nrr 61 Zweites Blatt. Mittwoch den 13. März

Der -ietzener -«zeiget erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montag«.

Die Gießener Is«mikieuvtLl1er werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal dergelegt.

Gießener Anzeiger

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2lnrts- und Airzeigeblutt für den Kreis Gieren.

Hratisbeitage: Hießener Kamitienblütter

Berlin, 11. deS kaiserlichen Kriegsgericht zu

Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag» für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bi« Lorm. 10 Uhr.

Passagiers Ziems, der seine Gattin und 8 Kinder zrnücklteß, thatkräftig durch das ComitL unterstützt worden. Frau Z. . erhielt eine Summe zur Begründung eines Geschäfts, sowie Pflegegelder für jedes Kind, sodaß die Familie vorläufig vor Noth und Sorge geschützt ist.

Deutscher Reich.

März. In der leidigen Angelegenheit CeremonieumeisterS v. Kotze soll da« Berlin vom vergangenen Donnerstag bis wiederum angestrengte Verhandlungen ge-

durch den Kaiser geheim gehalten werden.

Der ReichstagSabgeordnete H. Lieber, nicht zu verwechseln mit dem Dr. Lieber, dem bekannten CentrumS- sührer, hat sein Mandat für den 7. sächsischen Reichs,- tagswahlskreiS (Großenhain-Meißen) niedergelegt, rote eine Privainachricht meldet. Da kürzlich auch der bis­herige Reichstagsabgeordnete für den 6. sächsischen Wahlkreis (DreSden-Land), Hänichen, sein Mandat niedergelegt hat, so machen sich also im Königreich Sachsen sür nächste Zeit zwei Reichstagsersatzwahlen nothwendig. Herr Lieber wie Herr Hänichen gehörten im Reichstage der deutsch-socialen Reformpartei an, beide mußten sich ihr Mandat erst nach hartem Kampfe mit den socialdemokratischen Gegencandidaten erringen.

LanSwirthschafilichk Winke und Rathschläge.

AuS Oderhesse«, in der ersten MSrzhälste.

Betrachtunge« eine* oberhesfische« Laudwirlhs vor der b 1895r srühlingscampagne.

Der Mätzmonat ist gekommen, wenn es die liebe Sonne will, greifen wir binnen kurzer Zeit nach Pflug und Karst, um in frischer,

zum Sonnabend .

pflogen und dieselben zum vorläufigen Abschluß gebracht haben. Das gefällte Urtheil soll bis zu seiner Bestätigung

Vermischtes.

* Berlin, 4. Marz. Ein Fall von Gehorsams­verweigerung aus Reli gio nsb ed enken, der sich im Kaiser-Alexander-Garde-Grenadter Regiment abspielt, hat großes Aussehen hervorgerufcn. Im Herbst wurde in daS Regiment ein elsässischer Rekrut Namens Tröhner eingestellt, der zur Secte der Menoniten gehört. Diese Secte verwirft den Eid und den Krieg. Bei der Vereidigung machte Tröhner schon Schwierigkeiten. Als aber den Rekruten die Gewehre Übergeben wurden, weigerte er sich, das feinige anzunehmen, weil er den Gebrauch der Waffe mit seiner Religion nicht vereinbaren könne. Die Folge war, daß xr wegen Gehor­samsverweigerung mit zwei Monaten Festungsarbeit bestraft wurde. Am Samstag wurde er wieder in de« Truppentheil eingestellt. Montag Morgen ist er jedoch bereits wieder in das MtlitärarresthauS eingeliefert worden, weil er auf die Frage des Compagniechefs, ob er jetzt daS Gewehr aunehmen wolle, mitNein" erwiderte.

* Fürst Bismarck - als Schlachter. Die Berliner Schlächterinnung befchloß in ihrer am Mittwoch stattgehabten Monatsversammlung, den Fürsten Bismarck anläßlich seines bevorstehenden 80. Geburtstages zum Ehren- Mitgliebe zu ernennen. Vorher soll jedoch angefragt werden, ob der Alt-ReichSkanzler die ihm zugedachte Ehrung anzunehmen geneigt ist.

* Ratibor, 9. März. Gestern Morgen 7 Uhr erfolgte t« Hofe des hiesigen Justizgefängntsses durch Scharfrichter Reindel die Enthauptung des Bauerngutsbesitzers Josef o. StwolinSki aus Lenkau im Kreise Kosel. Am 23. November 1894 hatte Stwolinski seine Ehefrau, mit der er in Unfrieden lebte, durch einen Schuß ins Herz getödtet, wofür er durch das Schwurgericht zum Tode verurtheilt worden war.

* Die Taucherarbeiteu zur Auffindung der Elbe werden vorläufig nicht stattfinden, da die Witterungsverhältniffe e5 den angeworbenen Tauchern nicht gestatten, mit Erfolg zu arbeiten. Die ungünstige Lage des untergegangenen Schiffes läßt es ohnehin zweifelhaft erscheinen, ob sich die Bergung von Leichen und Schiffsgütern aus dem Wrack wird ermög­lichen laffen. Inzwischen entfaltet das Comitv zur Unter» tzützung der Hinterbliebenen der auf der Elbe Verunglückten »ereits eine rege Thätigkeit bezüglich der Vertheilung von Beträgen an hilfsbedürftige Hinterbliebene. So ist zum Beispiel die Frau des aus Berlin stammenden ZwischendkckS-

Alle Annoncen-Bureaux deS Zu- und Auslandes nehme» Anzeigen für denGießener Anzeiger" entgegen.

Literatur und Kunst.

Dr. B. Sauer und Dr. C. Ebel, Die Eistercienferabtei Arnsburg in der Wetterau. Geschichte und Beschrerbung des Klosters, zugleich Führer durch die Ruine. Gießen 1895. Tie Wtt'erau, einer der gesegnetsten Theile unstres engeren und weiteren Vaterlandes, blickt aus eine uralte Geschichte zurück Ein- gefaßt von dem römischen Limes bildete fie den nördlichsten Thei des mächtigen und weiten lomikben Reiches. Sehr zahlreiche Baureste und Straßen, die die Wetterau nach allen Richtungen durchquerten, von denen viele noch jetzt benutzt werden,^beweisen den ausgedehnten Verkehr zwilchen den einze nen befestigten P atzen und der Hauptstadt Moguntiacum. Und a^ die Römerherr cha weggesegt und nntergegangen war, traten die Germanen die Erbschaft der römischen Eultur an. Diese stieg wesentlich mit derallgemcinen Einführung des Christenthums, das vielleicht chon, ja «°hrfch-inUch mit den römischen Legionen in der Wetterau seinen Einzug gehalten yattc. Kirchen und Klöster, aber auch stolze Burgen wurden gebaut, deren Schönheit und Kühnheit selbst heute noch unsere Bewunderung erregen. Aber wie viel ging im Laufe der Zest unter theils durch die nie rastende Thätigkeit des verderblichen Zahns der Zeit, tbeils durch den Menschen, der freilich nur ein Werkzeug dieses ZAs »u allen Zeiten war und bleiben wird. Wie vieles Schöne st dadurch für immer von der Erde verschwunden, und es ist ein wahres Wunder, daß z. B. von der alten Cisterctenseradter Arnsburg noch soviel steht, um unsere aufrichtige Bewunderung hervorzurusen. Jahr für Jahr pilgern tausende von Besuchern "ach dem so schön gelegenen Kloster Arnsburg. Bei unS kennt iedes Kind den herrlichen Platz, aber auch in der weitesten Ferne unseres Vatn- lande? und über seine Grenzen hinaus ist ven Bauverständtgen A r n s b u r g ein wohlbekannter Tempel der Schönheit. Es ist ein höchst dankenswerthes Unternehmen der beiden Herren Verfallet der kleinen vorliegenden Schrift, daß sie in kurzen, aber genügenden Zügen die geschichtliche und baugeschichtltche Bedeutung ArnSburgs entwickelt habe!,. Sie sind ausführlicher gewesen, als man in Reise­führern, die etn gröberes Gebiet behandeln, erwarten k«nn, aber fie waren nicht so ausführlich, um durch die SMe deS dargebotenen Stoffes zu ermüden. Es muß ein wahrer Gmuß sein, an einem schönen sonnigen Tage unter dem Schatten der Baume die Geschichte ArnSburgs zu lesen oder bet Thörmer die Bauten der Eisterctenser zu studieren-und dann an der Hand des dem Büchlein beigegebenen Planes die Rainen der Kirche und die anderen Theile des Klosters zu durchwo dern. Möchte daS vortreffliche Buchlein, dessen Aus­stattungehe ifo gelungen ist, wie sein Inhalt, recht viele Freunde finden. Br'

«atechtSmuS der Eompofitiori-lehre von 3oh. Christ. Lob? Sechste Auflage. 3n

V-rlag von I. I. Weber in Leipzig. Die in dem Werkchen ent­haltenen Discipltnen, die Harmonielehre und die Lehre von der musikalischen Form, sowie eine Anleitung zu practtschenUebungen in dec Composilton, sind so dargestellt daß sie allen Musittiebhadern eine klare Einsicht in das harmonische und formelle Wesen der Tonstücke verschaffen und die, welche weiter wollen auch zur prac- ttfchen Ausübung befähigen. Anfängern in der Eomposttion wird es als Grundlage für ihre tieferen und umfassenderen Studien in den schwereren conttapuncttschen Formen nützlich sein, io wie auch als Rathgeber und Aufklärer bei den mancherlei zweifelhaften Dingen dienen, die in der Theorie dem Schüler begegnen, ihn beunruhigen und in Verlegenheit setzen können. Auch angchmden Lehrern wird es Weg und Methode zur Führung ihrer Schüler erleichtern.

freier Gotteslust unsere schwere, aber Gott und MeMchm wohl­gefällige Arbeit zu beginnen. Roch liegt alles mit Schnee-, und Ei« bedeck!;der alle Winter, in seiner Schwache um wit Meister Göthe zu reden will sich nicht in die rauben Berge zuruckz ehen. So hartnäckig und widerspenstig, wie er zu Anfang des neuen Jahres austrat und fast ohne jede Unterbrechung btS in d.n MS') Hine n weiterwob, zeigt er sich nicht häufig, und auch über seine Tucke mutz man klagen, denn im December war es regnerisch und milde, wai auf keinen grimmigen Winter schließen ließ. Er mutz aber doch weichendmch des Frühlings holden, belebenden Blick . Bis diese Zeit kommt, wollen wir rüsten und vorbereiten, was zur FelD. Campagne Roth thut, wir wollen aber auch^wieder einma Rück-, Um- und Vorschau halten, was wir lange nicht gethan, da uns die jetzigen Ruhetage noch die nöthige Muße gestatten.

1 Ob wir uns ren Blick aus die nächste Umgebung, auf das Land, auf uns-ren Erdtbeil und selbst darüber hinaus richten, überall be­gegnet uns eine Verbitterung, welche mit den fortschreitendenfahren zu wachsen scheint. Diese Verbitterung schlägt in kleineren Gemein- wesen in Haß und Bosheit um, so daß sich die Menschen um in Nichts, um eingebildeter Würden und Ebren willen bis aufs B ut bekämpfen und verfolgen. Das junge Geschlecht wächst tn di^n bedauerlichen Verhältnissen heran, nimmt die g-halsigen' boshaften, schadenfrohen Ideen in sich auf und büßt dadurch die Freude und den Willen zu großen, das Gemeinwohl fordernden 2baten etn. Mehr und mehr neigen die Menschen zum Egoismus. Jeder! sucht für sich an Genuß zu erhalten, was eireichbar ist. Der Egoismus führt zum Materialismus und Pessimismus. Religion, Ehristentbum, Moral, Satzungen der Ordnung, des Staatswesens werden verlacht und verachtet. Sinnlichkeit, Ausschweifung. Gier nach Genuß Kerrschen in allen Kreisen - ein Beweis dafür, daß es nicht die Freude ist, die die Menschen beherrscht, sondern die Freudlosigkeit. Sietaumeln von Begierde zu Genuß und rm Genuß verschmachten sie nach Begierde", wie Faust sagt.

Fragen wir einmal: ob es in unseren Kreisen, bis tnS kleinste Dörfchen hinein, anders ist! Nehmen wir irgend e'n bescheidenes Kreisblatt zur Hand und sehen wir, was in der -weiten Hälfte deS Februar all.s angezeigt, geschildert und wozu eingeladen wordeni i|i. Allgemein klagt man, daß keine Arbeit vorhanden, k)in Dndienst zu erlangen, keine Ausstände einzubringen waren. Wer Geld zu erhalten habe, dränge darauf, wer zablungspfltchttg sei, schüttele den Kopf. Kommt man aber in ein Wirthshaus, zu einem Vereinsabend, Stiftungsfeste, zu einer Tanzgelegenbett, einem Liebhabntheatet oder einer Maskenaufführung, bann sinh die Portemonnaie? gefüllt und von Geldmangel ist keine Rede.

Sehr merkwürdig ist dabei die nicht abzuleugnende Thatsache, daß Jeder biefe Mißstände einsieht', aber keiner den Anfang zur Beseitigung derselben maßen will. Spricht man mit bm fieuten darüber, so heißt es: Diese übertriebenen Vergnügungen müssen ab­geschafft werden. Die Leute geben ja eine solche Unsumme von iseio ftlr unnöthige Getränke, für Tanz und Musik , für Bänder und Flitter aus, daß sie viel besser leben, ihre Steuern und Abgaben besser zahlen, ihr Hauswesen besser in Ordnung ballen konnten, wenn sie sich nur von diesen zeitraubenden, geldverschlingenden Dingen fernhalten wollten. DaS gäbe ein schönes Aufsehen, wenn sich Einige zurückzögen, wahrend die meisten Anderen mttthun. Neble Nachreden kämen zuerst, Unzufriedenheit und Mißbehagen der längeren Familienmitglieder zu zweit, Streit und Uneinigkeit, verbunden mit dem Spotte solcher Leute, die den Frstiviläien betwohnren, zu drift, und das Weitere kann sich der freundliche Leser selbst hiu-udenkm, nämlich: es muß mttgemacht werden, auch wenn das ganze Krämchen schließlich draufgeht. Wann wird der Retter kommen gegen dieses

1 Hebel ? hat schon Mancher ausgerufen. Der Kaiser eiferte gegen den : Luxus in den hohen und höchsten Kreisen, aber daß es viel genutzt hak, ist noch nicht ersichtlich geworden.

Wenden wir uns speciell zu den landwirthschaftlichen Verhalt : nissen, so gibt jetzt auch der eifrigste Freisinnige zu, daß die Bauern sich in einer sehr schwierigen Lage befinden und daß t&nenbk s Handelsverträge wenig Gutes gebracht haben. Auch den anderen Branchen des Erwerbslebens in Handel, Industrie und Gewerben haben sie wmige, mitunter recht genüge Vortheile gebracht. Run kommen die Herren mit allerlei Vorschlägen und wollen den Bauern helfen. Es ist richtig, heißt es da, der Getreidebau rentftt nicht mehr, Ihr müßt daher Fletsch produciren, da ist ein schönes Stuck Geld zu verdienen. Ganz recht'. Rur gehört dazu Betriebscapttat unb daran fehlt es bei den kleinen Leuten. Fabrikanten und Gewerbtretbende können leicht von einem Betriebe -um anderen über­gehen, mitunter genügen wenige Wochen. Wie ist es aber bet bem Bauer? frage sich der freundliche Leser. Es dauert urehrere Jahre, bis ein Kalb zu einer Kuh wird. In der Zwischenzeit muß dn Bauer Halmfrüchte weiter bauen; da diese aber die Grzeusungskostm nicht mehr einbringen, muß et Geld zusetzen, bis er ZAere Vieh­zucht zu treiben im Stande ist. Er hat aber kein Gelbu um. zu- zusetzen, folglich muß er Schulden machen, und wenn schließlichalles Fleisch producirt, wirb i-tzi-r-S Im greife S-d-ucki, wie-s mit den Körnerfrüchten auch gegangen ift Man führt das Frisch aus Amerika, Australien, Ungarn ein; die Handelsleuft: und Metzg^t Heben die Vortbetle und das Publikum unb die Producenten waren wenig davon. Man prüfe einmal, ob die Tabakbauern reich werden, oder die Tabakhändler und Etgarrenfabrikanten! Man <e6e dnmal nach, ob die Getreidebauern reich werden, oder die Fruchtrmv Mehlhandler, Müller und Bäcker! Man sehe einmal nach, ob die Schweine-, Kälber- und Pferdezüchter große Votthelle ziehen, oder die H^sdl^^ etroag nicht ganz in oer Ordnung, denn Jeder muß sich sagen: Die niedrigen Preise nützen nur Wenigen, schadm aber Dielen? Wetter wird man einsehen, daß man die keinen Bauern nickt iu Grunde gehen lassen darf, denn der Ruin dieses Standes ist^oon den verderblichsten Folgen begleitet. Unser geliebtes deutsches Vaterland kann niemals ein Handels- und Industriestaat werden, wie England einer geworden ist. Seine Lage verhindert das voll­ständig.^ Wir können unsere Ländereien nicht in Diebweideni um- wandeln sondern werden ein landwirthschafttreibendes Volk bleiben müssen, wenn wtt nicht vom Auslande abhängig werden wollen.

1 ' (Fortsetzung folgt.)

.Deutscher Soldatenhort-, tllustrirte Zeitschrift für daS deutsche Heer und die Marine. Herausgeber ^General-Lieutenant z. D. H. o. Below. Preis pro Quartal 1.80 Mk. Verlag von Karl Stegismund. BerlinMauerstraße68. VI. Jahrgang Heft 16 erschien soeben. _____

- Katechismus der «unstgeschichte von Bruno Bucher. Vierte, verbesserte Auflage. 333 Setten mit 276 Abbildungen. In Ortginal-Letnenband Mk. 4. Verlagsbuchhandlung von I. I. Weber in Leipzig. Durch daS Talent meisterlicher Disposition, durch strengste Unterordnung des Details unter die kennzeichnenden Haup - linien und durch Zuhilfenahme von 276 geschickt gewählten Abbll- bungen ist eS dem Verfasser gelungen, die Entwickelung der Künste von ihren ersten Anfängen bis an die Schwelle der Gegenwart in einem Octavbande von wenig mehr ^tts 3W ©eiten so -ur Dar­stellung zu bringen, daß alle wesentlichen Erscheinungen aus dem Zusammenhänge tlargelegt, die characteristtschen Ausdrucksformen der ew7elnen Epochen und deren verschiedene nationale Färbungen veranschaiüichi, und dabei nichi nut bte eigentli» fü6«nbtn fonbrnt auch die begleitenden decorativen Künste unb beten Techniken be­rücksichtigt werden. Für eine schnelle und zuverlässige Orientirung in dem Reiche der Kunsterscheinungen aller Zeiten ist Buchers Katechismus" ein werthvolleres und nutzbringenderes Hilfsmittel, als manche breit und ausführlich angelegte populäre Schilderung, ble schließlich Hiebet die gleiche Fülle thatsachltchen Inhaltes um­spannt, noch auch vor allem den Gesammtstoff in der klaren, fest und sicher gegliederten Uebersichtlichkett gibt, durch die derKate­chismus" auf jeder Seite sich auszeichnet.

Amtlicher Theil.

Nr. 8 der Reichr-Gefetzblattr, ausgegeben den 7. d. M., 2217.) Bekanntmachung, betreffend die Abände­rung der SchiffsvermeffungSordnung vom 20. Juni 1888.

(Nr. 2218.) Bekanntmachung, betreffend den Wort­laut der SchiffsvermeffungSordnung. Vom 1. März 1895.

Nr. 9 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 7. d. M., enthält:

(Nr. 2219.) Bekanntmachung, betreffend Ergänzung der dem internationalen Uebereinkommen über den Eisen­bahnfrachtverkehr beigefügten Liste. Vom 28. Febr. 1895.

Gießen, am 11. März 1895.

Großherzogliches Kreisamt Gießen.

v. Gagern.