Ausgabe 
9.6.1895 Erstes Blatt
 
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rommisfion zu Berlin, welche zur Berathung des Wander- arbeitSstätten-Gesetzentwürfs niedergesetzt ist, ein Telegramm des Inhalts zu richten, daß die hier tagende Versammlung den Wunsch ausspricht, jener Gesetzentwurf möge zur Annahme gelangen.

Hierauf ergriff zum ersten Punkte der Tagesordnung Herr Dr. Leppmann, Anstaltsarzt an der Strafanstalt Moabit und Irrenarzt von Berlin, das Wort. In knapper scharfer Rede entwickelte der Redner die Ziele und Wünsche für eine derartige Jndividualstatiftik.

Man habe sich mit der Frage bereits in einer Commission der internationalen crtmtnalisttschen Vereinigung beschäftigt und sei dahin gelangt, diejenige Statistik, welche auf der Grundlage der Persönlichkeit arbeite, zum Ausgangspunkt das Individuum nehme, als beste anzuerkennen, lieber die weitere technische, formale Methode, sowie über die Ziele der Bearbeitung sei im Wesentlichen hier zu sprechen.

Redner wandte sich insbesondere letzterer Frage zu, indem er erstere dem zweiten Referenten überließ. Er betonte zunächst, daß die Anfänge einer solchen Jndividualstatiftik bereits zurückliegeu in der Zeit, wo man zuerst begann, das Verbrechen nicht als Einzelerscheinung, sondern als That eines bestimmten Individuums anzusehen und zu der Einsicht gelangte, daß der Verbrecher individuell behandelt werden müsse- da nun seither eine völlige Einhelligkeit für weite Kreise nicht habe erzielt werden können, so habe Geheimrath Dr. Kröhne zunächst für die preußischen Zuchthäuser die Initiative ergriffen- man habe eine Zählkarte für rückfällige Zuchthaussträflinge eingerichtet Seitens einer Commission von .'instaltsdirectoren, Juristen, Aerzten und Geistlichen, gemäß t em der Versammlung vorgelegten Muster. Dabei habe man sich zunächst noch sehr beschränkt und möglichst gesucht- nur objective Daten zu erhalten, nicht subjective Urtheile. Dabei iei es vor Allem darauf angekommen, der Einseitigkeit Lorn- braso'scher Schule entgegenzutreten, welche das Verbrechen als Krankheit erkläre. Das Verbrechen ist lange nicht immer die Folge von Krankheit, sondern als eine natürliche LebenS- äußerung im socialen Körper zu betrachten. Redner erörtert sodann die wesentlichsten Punkte der vorgelegten Zählkarte, insbesondere 5) Beruf, 6) Eltern bezw. Stiefeltern, 7) Zahl der Geschwister, 8) Erziehung, 9) Schulbildung, 11) Dienst­stellungen nach dem Schulbesuche, 13) Zahl der Kinder, ins­besondere uneheliche, 14) Vorstrafen, 18) Gewohnheitstrinker, Landstreicherei, gewerbsmäßige Unzucht, 22) Geistes- und Nerven- Krankheiten, Epilepsie, Trunksucht, Tuberkulose, Selbstmord, Verbrechen in der Familie, 23) Frühere Erkrankungen, ins- besondere Syphilis, Epilepsie, Tuberkulose, Geistesstörungen. Endlich Gutachten des Beamten Koscherens darüber, ob und aus welchen Gründen das betreffende Individuum wieder rückfällig werden werde?

Nach dem Muster dieser Zählkarte für rückfällige Zuchthausfträflinge habe nun am 1. October 1894 in Preußen eine allgemeine Erhebung ftattgefunden. Der Rückfall sei hierbei lediglich als das äußere Merkmal für die eventuelle Annahme des Gewohnheitsverbrecherthums angesehen worden. Als Ergebniß in dieser Richtung theilte der Redner mit: von insgesammt 17 867 Zuchthausinsaffen waren 15409 Männer, 2458 Weiber- darunter rückfällige 53 Procent bezw. 54 Procent und 50 Procent. Darunter wieder unverbesserlich 93 Procent bez. 89 Procent. Bor dem 18. Lebensjahre waren darunter bestraft 34 Procent der männlichen, 30 Procent der weiblichen Rückfälligen.

Der Redner betonte nun, daß unter den Rückfälligen lange nicht alle als Gewohnheitsverbrecher zu betrachten seien. Vielmehr habe die unter Berücksichtigung aller jener erwähnten Punkte vorgenommene Erhebung zur Evidenz ergeben, daß man zwei Gruppen unterscheiden müsse 1) den wirklich ge­werbsmäßigen Rechtsbrecher, der mit bewußter Absicht vom unredlichen Erwerb leben will. Dies der wahrhaft gefährliche Parasit. 2) die bloß negativen, welche in be­engter, durch mißliche Umstände bedrängter Lebenslage nicht stark genug find, gegen die Rechtsordnung anzustoßen, und auch gegebenenfalls rückfällig werden. Beide Klassen seien zwecks Unschädlichmachung ganz verschieden zu behandeln. Denn die Einen seien eben bloß unschädlich zu machen, den Anderen müsse man mit anderen Mitteln helfen.

Die so gewonnenen Resultate, deren eingehende Aus­arbeitung noch ausstände, müßten in die Strafregister ein» geleitet werden, um diese nun zwecks individueller Straf­zumessung zu benutzen. Redner schloß mit dem Appell an die Strafrechtswissenschaft und Praxis, daß Strafrechtspflege nicht sein dürfe Gedankengymnastik, sondern eine Art socialer Naturwissenschaft. Großer Beifall folgte diesen Ausführungen.

Sodann ergriff der zweite Referent Dr. Köbner das Wort: Er präcifirte seinen Standpunkt im Gegensatz zu dem mehr sociologischen des Vorredners, als den mehr technisch­juristischen. Er begrüßt die vom Vorredner erörterte Stastik insofern, als ihre Vornahme beweise, daß man die Roth- wendigkeit einer eingehenden Statistik erkannt habe, daß dieselbe den Character als Jndividualstatiftik trage und ihre Resultate in die Strafregister eingetragen werden sollten. Im Uebrigen ergeht fich Redner in Ausführungen, denen bei aller Vielfältigkeit, als einheitlicher Faden der Gedanke zu Grunde liegt:Richtige Statistik treiben ist sehr schwer". Daher seien die Daten der Leppmann'schen Statistik viel zu vielseitig und reichhaltig, er, Redner, könne nur eingehendste Beschränkung empfehlen und zwar auf die rein thatsächliche Frage des Rückfalls. AuS dem Ergebniß sei ein Schluß auf Rückfallsfähigkeit zu ziehen. Die bisherigen Methoden der Statistik genügen dem Referenten durchaus nicht.

Aus den bann folgenden Ausführungen des Asseffor Dr. Klein, den baS kaiserliche statistische Amt von Berlin als Vertreter entsandt hatte, vermochten wir nur immer und immer wieder herauszuhören, daß die Statistik ungemein schwierig sei und viele Fehlerquellen zu vermeiden seien. Im llebiigen paßte auf des Redners Ausführungen Goethes Wort aus Iphigenie I, 12:

Man spricht vergebens viel um zu versagen-

Der Andere hört von Allem nur bas Nein." i

Mehr Muth! Mehr Muth! ihr Herren! Das waren erfrischenbe unb erlösenbe Worte unb Lehren, bie ber Herr i UnterstaatSsecretär v. Mayer aus Straßburg dem Vor- : redner zu Theil werben ließ. Bet Dornen gibt es nur einen Rath: fest zugreifen! dann brechen siekab. Freilich find auch die bisherigen Statistiken nicht zu entbehren, aber wir müffen eine ganz neue umfängliche haben. Diese Arbeit muß gethau werden.

Als einzige positive Zusage des Vertreters befl kaiser- liehen Statistischen Amts wurde es acceptirt, daß derselbe fich ebenfalls für eine theilweise Auszählung der Strafregister im Sinne der von den Vorrednern aufgestellten Principien aussprach. Im Uebrigen bot die Discussion nichts Jnter- effanteö.

Auf Antrag wurden sodann folgende Resolutionen von der Versammlung mit großer Majorität angenommen:

1) die internationale criminalistische Vereinigung begrüßt den vom preußischen Ministerium des Innern mittelst Zählkartenerhebungen in den Zuchthäusern gemachten Versuch einer statistischen Ausmittelung über die körperliche und seelische Artung, sowie über die sociale Stellung der Rechtsbrecher mit dankbarer Freude und empfiehlt deren allgemeine Durchführung.

2) Die deutsche Landesgruppe der internationalen crimi- nalistischen Vereinigung spricht sich dafür aus, daß im Deutschen Reiche eine probeweise Auszählung der Strafregister auf beschränktem Gebiete vorgenommen werde.

3) Die Landesgruppe Deutsches Reich der internatio­nalen criminaliftischen Vereinigung beschließt

a) es wirb innerhalb derselben eine criminalstatistische Commission eingesetzt,

b) sie besteht aus neun Mitgliedern mit dem Rechte der (Kooptation.

Damit war der erste Punkt der Tagesordnung erledigt- der Vorsitzende, Geh. Rath Seuffert (Bonn), constatirte, daß die vorgerückte Stunde sein eigenes Referat über Punkt 2 der Tagesordnung nicht mehr gestatte. Herr Prof. Frank bedauerte es sehr, daß die Verhandlungen den Gang, wie geschehen, genommen hättten. Nach den üblichen Schlußreden wurde bie Versammlung gegen 3 Uhr geschloffen.

* * Wasserleitung betr. Auf bie im heutigen Blatt ent­haltene Bekanntmachung des Wasserwerks machen wir unsere Leser, insbesonbere die im Hochdruckgebiet wohnenden Ein­wohner, aufmerksam.

* * DerPersonal-Bestand der Grotzh. Ludwigs-Univerfität" ist bei C. von Münchow erschienen und in sämmtlichen Buch­handlungen ä 20 Pfg. erhältlich.

* * Verhaftet. Ein junger Zahntechniker von hier wurde gestern unter dem Verdacht des Diebstahls von 200 Mk. verhaftet. Derselbe ist verschiedene Male wegen Diebstahls vorbestraft.

* 22. Mittelrheiuifches Kreis-Turnfest. Herr Bauunter­nehmer Winn hat das von der Stadt auf den Abbruch gekaufte SchulhanS in der Schulstraße in entgegenkommend­ster Weise dem Wohnungs-Ausschuß zu Einquartirungs- zwecken überlassen. Der Abbruch, der am 1. Juli beginnen sollte unb für den bereits alle Vorbereitungen getroffen waren, wird nun erst nach dem Fest vorgenommen werden. Für dieses ebenso bereitwillige als auch opferwillige Entgegen­kommen sprach gestern Abend der geschäftssührende Ausschuß einstimmig Herrn Winn seinen Dank aus. Gut Heil!

** Marburger Akademischer Coucertvereiu. Wie aus dem Jnseratentheil unserer heutigen Zeitung ersichtlich, findet am nächsten Montag den 10. Juni im Museumssaale in Mar­burg das 1. Sommer - Concert des dortigen Akademischen Concertvereins statt, zugleich das erste unter der Leitung des neuen Univerfitäts - Musikbirectors Herrn Gustav Jenner. Der streng classtschen und der modernen Musik gleichmäßig Rechnung tragend, ist die Auswahl des Pro­gramms derartig getroffen, daß auch der in geringerem Grabe Mufikverstänbige mit großem Interesse den einzelnen Nummern folgen wird. Das Concert wird eröffnet mit berEgmont"- Ouberture, nach der Ouvertüre zuCoriolan" vielleicht bas größte Meisterwerk musikalischer Characteristik, bas uns Beethoven hinterlassen. ES folgt als zweite Orchesternummer bie erste Suite zu Ibsens dramatischer DichtungPeer Gyut" von Eb. Grieg. Die dritte und letzte Orchesternummer bildet die 68-äur-Symphonie. Das Werk wird auf jeden Zuhörer einen tiefen unb nachhaltigen Einbruck machen. Als Solistin bes Abenbs erscheint eine Altistin, Frl. Mathilde Haas ans Mainz. Die junge Dame ist in den letzten drei bis vier Jahren in den verschiedensten Gegenden Deutschlands, namentlich im Rheinland, unter großem Beifall als Concert- fängerin aufgetreten. Die Eisenbahnzüge von hier aus find zu einer Hin- und Rückfahrt sehr günstig gelegen.

**L. V. Gießener Vieh-BerficherungS Gesellschaft. Man schreibt unS: Die an dem hiesigen Schlachthof errichtete Viehverficherung zahlte im Monat Mai allein inSgesammt 1979 Mk. 66 Pfg. an Entschädigungen. Trotz der sich stets steigernden Schadenersatzansprüche hat die Gesellschaft, wohl ein untrügbares Zeichen wie gut die Gesellschaft funbirt und dirigirt sein muß, beschlossen, vom 15. Mai er. ab die Prämien für Schweine von 2 Mk. auf 1.50 Mk. herab- und von Großvieh auf 3 Mk. festzusetzen. Es ist nur zu be­dauern, daß es immer noch von unlauteren Elementen nicht unterlassen wird, versteckte wie offene Angriffe gegen bie Kasse zu richten- so wirb mit besonderer Vorliebe die fade Behauptung in intereffirten Kreisen colportirt, daß die Ge­sellschaft nur für gewisse, in ihren Statuten normirte Schäden hafte. Obwohl solchen dolosen Schwätzereien ber Stempel der Unwahrheit auf ber Stirne brennt, bürste es doch wohl am Platze fein, ein für allemal darauf hinzuweisen, daß die Gesellschaft für alle Schäden bezw. Krankheiten, gleichviel, ob sie auch im Währschastsgefetz aufgeführt find ober nicht, (fo z. B. ist Tuberculose der Schweine kein Währschasts- fehler), welche VerficherungSobjecte (Groß- ober Kleinvieh) betreffen können, sei es nun, daß sie zur Freibank wandern ober dem Wasen zur Vernichtung überwiesen werben müssen,

| Ersatz leistet und an der Entschädigungssumme einen Abzug unter irgend einem schleierhaften Deckmantel nicht statthaft erklärt, um wie andere Versicherungsgesellschaften Verwaltungs-, Agitations-, Provisions-, Proceßunkosten rc. zu decken. Pflicht ist es daher, jeden Landwirth vor den sogenannten Westen­taschenversicherungen zu warnen, d. h. es ist GeschäftSusance ewiger Händler, sich bei einem Kaufabschluß eine Mark auszubedingen unb dann erklären sie sich großmüthig, wie sie beanlagt find, bereit, sobald das betr. Kaufobject ber Frei­bank überwiesen werden sollte, für den entstehenden Schaden aufzukommen. Es liegt auf der Hand, und bedarf keines weiteren (Kommentars, wer den Schaden ber famosen Ge­schäftsmanöver solcher Dunkelmänner zu tragen hat. Die hiesige Viehverficherungsgesellschaft wird nachwie vor, unbeirrt ob solcher Concurrevz und aller aus gewissen leider nur zu bekannten und durchsichtigen Strömungen kommenden An­fechtungen bemüht fein, unter Wahrung strengster Legalität bei Schadenersatzansprüchen, Offenheit und Ehrlichkeit in ihren Geschäftsprincipien nie verfehlen, die bereits in Hohem Maße erworbene und stetig um sich greifende Anerkennung aller intereffirten Kreise zu wahren und zu pflegen.

-6- Butzbach, 7. Juni. Die Theilnehmer an der in Gießen abgehaltenen Jahresversammlung ber Deutschen Landesgruppe der internationalen kriminalistischen Vereinigung hatten heute in größerer Zahl unsere Stadt besucht, um unsere neue, muftergUtige Zellenstrafanstalt einer eingehenden Besichtigung zu unterziehen. Bei dem darauf folgenden letzten geselligen Zusammensein der Festtheilnehmer kam die allseitige Befriedigung derselben über das bet der diesmaligen Ver­sammlung Gebotene und über bie liebenswürbige Aufnahme ber Vereinigung in Hessen nochmals zum lebhaften Ausdruck. Spectell der Stadt Gießen wurde dabei auch gedacht in der nachstehenden Depesche an Herrn Oberbürgermeister Gnauth:

In Butzbach vereint beim fröhlichen Mahle, Erhebt unsere Runde die vollen Pokale Und danket von Herzen der prächtigen Stadt Und dem, der so trefflich vertreten sie hat.

Deutsche Landesgruppe

der Internationalen k-iuunalistischen Vereinigung-

ArrsMg aus den Sian&esamtortgiftmi

der Stadt »letze«.

Aufgebote.

Juni: 5. Heinrich Flach, Vtceseldwebel dahier, mit Marie Rocker hierseldst.

«hefchttetzunge«.

Juni: 1. Heinrich Fourier, Bureau-Vorsteher dahier, mit Wil­helmine Justine Schomber Hierselbst. 1. Hermann Mickel, Pofthilss- bote dahier, mit Elisabeth Thumann Hierselbst. 1. Hermann Philip» Euler, Bezirksfeldwebel dahier, mit Wilhelmine Therese Bourgeois Hierselbst. 1. Joseph Franz Fröhlich, Gelbgießer dahier, mit Helene Roder hierselbst. o. Heinrich Ludwig Steinbrecher, Schneider dahier, mit Marie Wilhelmine Wagner hierselbst. 5. Jacob Heinrich Minke' Schuhmacher dahier, mit Katharine Lepper hierselbst.

ebotttu.

Mai: 25. Dem Spengler Otto Rühl eine Tochter, Emmy. 27. Dem Bahnarbetter Adam Zinn ein Sohn. 27 Dem Hilfsbremser bei der Matn-Weser-Bahn Heinrich Lang ein Sohn Otto. 27. Dem Omnibus-Kutscher Christian Werner eine Tochter Marie Friederike. 30. Dem Posthilfsboten Ludwig Biedenkapp ein Sohn. 30. Dem Bierbrauer Wilhelm Trötsch ein Sohn, Karl 31. Dem Bremser Valentin Ruppel eine Tochter, Frieda. 31. Dem Lacktrer Heinrich Bonarius ein Sohn, Johann Wilhelm. 31. Dem Sergeant und Regimentsschneider Valentin Gonter ein Sohn Juni: 1. Dem Postaushilfsboten Georg Heinrich Lenz Zwillinge, zwei Söhne, Heinrich und Karl. 1. Dem Posthilfsboten Georg Pfaff II. eine Tochter. 1. Dem Briefträger Konrad Frees eine Tochter, Elsa Elisabethe Reinhardine. 2. Dem Schmied Christoph Schmitt ein Sohn, Ernst Ludwig. 4. Dem Postschaffner Heinrich Bourcarde ein Sohn, Wilhelm Karl. 5. Dem Bureaugehülfen Ferdinand Sturm ein Sohn.

^2 - «wiK Gestorbene.

Mai: 31. Maria Heinzmann, geb. Merz, 51 Jahre alt, Ehefrau von Landwirth Georg Peter Heinzmann zu Höchst a. d. Nidder. Juni: 2. Jacob Adalbert Klöß, 23 Jahre alt, Maschinenschlosser aus Vilbel, Musketier der 4. (Komp. 2. Großh. Hess. Jnf.-Regts. (Kaiser Wilhelm) Nr. 116. 2. Karoline Schmidt, 39 Jahre alt, Ehefrau von Gerber Heinrich Schmidt zu Löhnberg, Amt Wetlburg- 2. Aline Emilie Andrä, 6 Tage alt, Tochter von Hoboist Wilhelm Andrä dahier. 2. Peter Franz Woithe, 1 Jahr alt, Sohn von Fuß- gendarm Franz Joseph Woithe dahier. 2. Philipp Klein, 50 Jahre alt, Straßenmetster i. P. dahier. 4. Rudolf Wilhelm Zinn, 2 Monate alt, Sohn von Hüttenarbeiter Johann Georg Zinn dahier. 7. Konrad Pfeiffer, 26 Jahre alt, Knecht von Arnshain.

t>arfelyr, Land- und voUrwirthschafi.

Sitten, 8. Juni. Marktbericht. Aus dem heutigen Wochermmrtt kostete: Butter or° Pfd. M 0,70-0,80, Hühnereier 2 Stück 911 A, Enteneier pr- St. 67 A, Gänseeier pr. St. 1011 H, Äöfe pr. St. 48 4, KLsemette pr. St. 8 A, Erbs« pr. Liter 15 A, Wen pr, Liter 26 A, Tauben pr. Baar X 0,70 bis 0,80, Hühner pr. Stück 0,80 bis 1,10, Hahner- pr. Stück

1,001,30, Enten pr. St. JL 1,50-1,80, Ochfevffetsch pr. Pfd. 7276 A- Kuhs u. Rindfleisch pr. Pfd. 6668 Schwein« fleisch pr. Bfd- 6070 A, Kalbfleisch pr. Pfd- 6064 A, Hammelfleisch pr. Pfd. 60-70 A, Kartoffeln pr. lOu Kilo 6,00-7,00 Jt, Weißkraut pr- Stück. A, Zwiebeln pr. Zentner 9,0010,00 Jt, Milch pr. Liier 16-20 A, Kirschen pr. Pfund 30-40 A-

Thermometer: min. + 8° R., max. 4- 22° R.

Hygrometer: Trocken.

wittermirgsarrsfichtei,

am 8. Juni Mittags 12 Uhr (Wetterhäuschen in der Südanlage).

Barometerstand.

Jjt-8_______v* I <7> I .

| J 53 § i f

Temperatur der Lahn und Lust nach Reaumur gemessen am 8. Juni, zwischen 11 und 12 Uhr Mittags. Wasser 17o, Luft 19° im Schatten.

Rübsamen'fche Bade- und Schwimmanstalt.

Wegen Raummangel mutzte« die »Wochenbriefe aus der Refidenz^ und der »Auszug ans den Kirchenbücher«^ für «üchste Rümmer znrückgestellt werde«.