Begnadigung auch bei Haftstrafen und Geldstrafen gewährt. 1 Nach den siattaebabten statistischen Ansreichnnnnon ko.
stärker besetzt, wodurch die Klangwirkung eine so ausgezeichnete
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Diebstahls und Unterschlagung Betrugs und Untreue Urkundenfälschung
Verbrechen und Vergehen im Amte sonstiger Delicte
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wärtig auf einer Concerttournee in Deutschland sich befindet, ! hat entgegen unseren deutschen Capellen die Mittelstimmen I ff-orft>r fiofefat- rtinhurrfi hl« ©fowoVnlvfhha »Iho In f
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Die allgemeine Klage über schlechte Zeiten dürfte am allerwenigsten den Wohnungsausschußmitgliedern gegenüber als Grund zur Ablehnung eines Entgegenkommens entgegen- gestellt werden. Diesen Grund hätten in Gießen überhaupt nur die Kauf- und Geschäftsleute für sich, die unter der flaueren Geschäftsconjunctur leiden,- aber sagen wir denselben, bringen nicht gerade die auswärtigen Gäste bedeutende Einnahmen nach hier, den einen mehr, den andern weniger dircct begünstigend. Solche glücklicherweise vereinzelte Anschauungen dürften durch vorstehende Erörterungen ihre Widerlegung gefunden haben und darf wohl daran die sichere Erwartung geknüpft werden, daß der allezeit gepriesene Ge- meinsinn der Gießener Einwohnerschaft auch diesesmal sich bewähre und durch ein opferwilliges Entgegenkommen dem Wohnungsausschuß gegenüber ein schönes und erfreuliches | Gelingen des bevorstehenden Festes ermöglichen.
** Der Grand Cirque Variets Jmmans trifft nächster j Tage hier in Gießen ein, um in einem auf dem Brandplatze zu errichtenden und 3000 Personen fassenden Circus einen Cyclus von Vorstellungen zu eröffnen. Der Grand Cirque Jmmans verfügt, wie uns mitgetheilt wird, über ein brillantes durchwegs aus Kunstkräften allerersten Ranges und den großartigsten Spectalitäten der Gegenwart bestehendes Ensemble, welches auf den verschiedensten Gebieten geradezu Staunens- werthes leisten soll. Wirklich Sensationelles soll u. A. Herr Director W. Jmmans selbst mit seiner wunderbar dressirten Hunde-Meute bieten, darunter der Saltomortalhund „Flock", der die Vollendung der Hunde-Dressur zeigen und l einzig in seiner Art daftehen soll. Ferner sechs Italienerinnen, ■ welche in. Balltoilette geradezu Unglaubliches, als Parterre- und Luftacrobationen bteren sollen und überall Sensation erregen, sodann ein Elite-Ballet-Corps u. s. w. Es steht dem hiesigen Publikum demnach eine Reihe wirklich genußreicher Abende bevor und man darf auf die Premiere im „Grand Cirque Jmmans" gespannt sein.
** Freisinniger Parteitag. Am Sonntag den 9. Juni findet zu Neustadt a. d. H. der Süd-Westdeutsche Parteitag der freisinnigen Volkspartei statt. Reichstagsabgeordneter Albert Träger hat sein Erscheinen zugesagt und wird in der großen öffentlichen Versammlung am Nachmittag sprechen. Die günstige Zugverbindung von hier aus (ab Morgens 5 Uhr 19 Min., zurück Nachts l Uhr 25 Min.) ermöglicht eS leicht, den Parteitag zu besuchen und dürfte voraussichtlich eine gute Betheiligung von Gießener Parteifreunden stattfinden.
** An Brechruhr verstorben ist der 16 Jahre alte Lehrling eines hiesigen Tapezierers. Der Lehrling klagte gestern Abend über Unwohlsein und ging nach Hanse, woselbst er heute früh verstarb.
** Fluchtversuch. Heute Vormittag erlitt der Berliner Schnellzug, der um 5 Uhr 17 Minuten von hier nach Frankfurt weiter fährt, in der Nähe von Klein-Linden eine Fahrtunterbrechung. Ein Gefangener oder Geistesgestörter war nämlich aus dem in voller Fahrt befindlichen Zuge gesprungen und schickte sich, glücklich zu Boden gekommen, an, die Flucht zu ergreifen. Sein Begleiter zog rasch die Nothleine. Der Flüchtige wurde von in der Nähe weilenden Arbeitern, denen er in die Hände lief, ergriffen und nach 15 Minuten Aufenthalt konnte der Zug seinen Weg fortsetzen.
** Auszeichnung. Auf der Allgemeinen Ausstellung für Bäckerei, Conditorei, Nahrungsmittel und Volksernährung zu Braunschweig erhielt Herr Bäckermeister Fritz Schreiner für in Gruppe I (Schwarzbrot,, Weißbrod, Feinbäckerei) ausgestellte Backwaaren die silberne Medaille.^
** Bet der Erinneruugsfeier au das Jahr 1870 in den August-Tagen sollen in Darmstadt, was besonders interesfiren wird, in dem Festzuge am 18. August 24 historische Gruppen zu je 10 Mann vertreten sein, welche die hessischen Truppen aus der Zeit von 1562 bis 1871 darstellen, und zwar: 1562 Landsknechte - 1567 bis 1661 Musketiere - 1678 bis 1739 Regiment Schrautenbach und Dragoner - 1739 (unter der Regierung Landgrafs Ludwig VIII.) Regiment Erbprinz- 1770 (unter der Regierung Landgrafs Ludwig IX.) Leibgrenadiere, Garde - Regiment und Husaren - (unter Landgraf Ludwig X.) Landgräfltche Truppen und Grobherzogliche Truppen, Leibregtment, Artillerie und Dragoner- 1790 bis 1806 (unter Großherzog Ludwig I.) Dragoner, Leibgarde-Infanterie, 3. Infanterie - Regiment und Artillerie- 1840 (unter Großherzog Ludwig II.) Garde I du Corps, l. Infanterie-Regiment, Chevauxlegers, Artillerie, j 2. und 4. Infanterie - Regiment - 1860 bis 1871 Vertreter aller Waffengattungen.
*♦ Bedingte Begnadigungen. Das Grohh. Ministerium des Innern und der Justiz hat seit einer Reihe von Jahren in häufigen Fällen die Gewährung von Straferlaffen im Gnadenwege an die Bedingung geknüpft, daß der betreffende Verurtheilte während einer mehrjährigen Zeitdauer sich keines im Strafgesetzbuch vorgesehenen Verbrechens oder Vergehens schuldig mache. Nachdem die so bedingten Begnadigungen in der Erfahrung sich bewährt hatten, wurde zu Anfang des Jahres 1891 die generelle Anordnung getroffen, daß bet allen in dem Landeszuchthause, sowie in den Gefängnissen aufgenommenen Sträflingen nach Verbüßung von drei Viertheilen der zuerkannten Strafe die Frage, ob denselben der Strafrest — bedingt oder unbedingt — im Gnadenwege zu erlassen sei, von Amtswegen geprüft werde. Dabet wurden die Strafvollstreckungsbehörden angewiesen, solche Gefangene, welche dem angegebenen Zeitpunkte ihrer Strafverbüßung eutgegensehen und einer gnädigen Berücksichtigung nicht von vornherein als unwürdig erscheinen, zu protocollarisch aufzunehmenden Straferlaßgesuchen zu veranlassen und die erwachsenden Protocolle mit- gutächtlichen Berichten an das Ministerium einzusenden. Es blieb den Strafvollstreckungs-
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öffentlich i Aßen,
+ Lich„ 6. Juni. Gestern fand in der hiesigen Prä- paranden-Anstalt die Aufnahmeprüfung für die 2. Klasse statt. Es wurden 25 neue Zöglinge ausgenommen, und befinden sich in den beiden Klassen nunmehr 55 Schüler.
r. Arnsburg. ,6. Juni. Nächsten Samstass, Nachmittags 3 Uhr, findet dahier eine Versammlung der Bezirkslehrervereine Lich und Wetterthal statt, in welcher ein Vortrag über „Arnsburg und seine Umgebung" gehalten wird.
Bad-Nauheim, 6. Juni. Zur Kur sind zwei berühmte Generäle hier angekommen, der General der Cavallerie von Rosenberg aus Berlin, Jnspector der zweiten Cavallerie- Jnspection, bekannter Cavallerieführer und Sportsman^ weiter der russische Generalfeldmarschall Graf Gurko, bekannt aus dem letzten russisch-türkischen Kriege. Beide leben im Ruhestande. D. Ztg.
R. Reichelsheim, 5. Juni. Was ein gen offen schäft- licher Zusammenschluß zu leisten vermag, zeigt unsere Molkerei. Vor einigen Jahren begann sie mit einer Quantität von 800 Liter Milch pro Tag zu arbeiten. Heute hat sie bereits das siebente Tausend überschritten. Dir Concurrenz wird immer stärker und die Genossenschaften müssen alle Kraft zusammennehmen, um gut vorwärts zu kommen. Daß aber ein solches Unternehmen, trotz Ungunst der Zetten, von wohlthätigem Einflüsse auf die Landwirth- schäft seiner Mitglieder ist, bedarf keines Beweises.
Aus Ober-Mörlen wird uns über den am 28. Mai auS- gebrochenen Brand berichtet: Ein schreckliches Brandunglück suchte die Besitzerin der Oelmühle, Anton Remigius König Wittwe, heim. Es fehlte nicht viel und die ganze Familie wäre in den Flammen umgekommen; die Rettung ist lediglich dem ältesten Sohne, einem jungen Manne von 19 Jahren, zu danken, der mit übermenschlicher Kraft und Geistesgegenwart eingriff. Gegen halb 12 Uhr Nachts wurde der Sohn durch brandartigen Geruch und Knistern wach und bemerkte, daß Mühle und Wohnhaus ganz in Flammen standen- nur nothdürftig bekleidet, weckte er seine Mutter, die drei Geschwister und den Müllerburschen. Als die Bedrohten nach den Treppen eilten, standen diese bereits in Flammen- rasch öffnete der Sohn ein Fenster, packte seine Geschwister eines nach dem andern und zuletzt seine Mutter und setzt sie auf ein ca. 2 Meter tieferes Blechdach und von diesem 2 bis 3 Meter auf die Erde. Ein Kind erhielt dabet Brandwunden an den Füßen, das andere am Gesäße und an den Beinen, weil das Feuer schon unter dem Blechdach brannte - eiligst retteten sich der Müller
einzuhalten. Dies wurde namentlich auch bei jugendlichen Bestraften empfohlen, denen vielfach, namentlich dann, wenn sie in Erziehungsanstalten Ausnahme fanden, die ganze erkannte Strafe bedingungsweise erlassen wurde. In ähnlicher Weise wie bet Zuchthaus- und Gefängnißstrafen wurde bedingte
Verbrechen und Vergehen wider die Sittlichkeit
Körperverletzung
Diebstahl und Unterschlagung Betrug und Untreue Urkundenfälschung
Verbrechen und Vergehen im Amte Sonstige Vergehen
Widerrufen wurde die Begnadigung in
Fällen wegen Begehung einer neuen strafbaren Handlung Seitens des Begnadigten innerhalb der für den Widerruf festgesetzten Zeit. Diese neuen strafbaren Handlungen waren gleichartig mit denjenigen, wegen welcher die bedingt erlassene Strafe erkannt war: bet Verbrechen und Vergehen wider die Sittlichkeit in 3 Fällen, bei Körperverletzung in 7 Fällen, bei Diebstahl und Unterschlagung in 13 Fällen, bet Betrug und Untreue in keinem Falle, bei Urkundenfälschung in einem Falle, bei Verbrechen und Vergehen im Amte in keinem Falle, bei sonstigen Delicten in 2 Fällen. Die Rückfälligkeitsziffer ist hiernach am höchsten bet Diebstahl und Unterschlagung. Was die Zeit betrifft, welche zwischen der bedingten Begnadigung und der den Widerruf begründenden Thatsache gelegen war, so sei noch Folgendes bemerkt: Ausfall der Bedingung bezw. Widerruf der Begnadigung fand statt: a) innerhalb des ersten Jahres von der bedingten Begnadigung an in 27 Fällen, b) innerhalb des zweiten Jahres von der bedingten Begnadigung an in 25 Fällen, c) innerhalb des dritten Jahres von der bedingten Begnadigung an in 12 Fällen, d) innerhalb des vierten Jahres von der bedingten Begnadigung an in einem Fall.
Verbrechen und Vergehen wider die Sittlichkeit 84 Körperverletzung
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ist. Die Banda besitzt Saxophone und Sarusophone, die man in Deutschland gar nicht kennt und soll eine treffliche Musik zur Aufführung bringen. Wie wir hären, schweben bereits Unterhandlungen über den Tag des Concerts, an welchem die Capelle hier in Gießen in Steins Garten auftritt.
** Gesangliches. Der berühmte Erk'sche Männer- Gesangverein in Berlin feierte in dieser Woche und zwar am 5. und 6. Juni den Tag seines 50jährigen Bestehens. Dem Gesangverein Sängerkranz wurde die Ehre zu Theil, zu dieser schönen Jubelfeier eingeladen zu werden - wie wir hören, war derselbe behindert, thetlnehmen zu können, hat es aber nicht versäumt, in sangesbrüderlicher Weise die herzlichsten Glückwünsche zu übermitteln und eventuell, für später einen Besuch in Aussicht gestellt.
•* 22. Mitlelrheiuisches Kreisturufest. Indem wir auf den im Annoncentheil unserer heutigen Nummer wiederholt erscheinenden Aufruf des Wohnungs-Ausschusses des Mittelrheinischen Kreisturnfestes Hinweisen, finden wir es angezeigt, an der Hand der gemachten Erfahrungen durch Mitglieder dieses Ausschusses auf ihrem im Dienste der Allgemeinheit übernommenen mühsamen Arbeitsfeld einiges zu erörtern. Gießen ist als Feststadt für den Mittelrheinischen Turnkreis für 1895 und zwar für die Tage des 6. bis 10. Juli bestimmt. Dieser Thatsache gegenüber steht die Gießener Einwohnerschaft. Für jedes Fest, gleichviel welches, finden sich getheilte Stimmungen, so auch Angesichts dieses bevorstehenden Turnfestes. Freunde der Turnerei, die die Turnsache als eine edle, den Menschen an Körper und Geist erziehende Kunst ansehen und welche der Staat in den Schulen und beim Militär und die menschliche Gesellschaft in den Turnvereinen pflegt und fördert, begrüßen dieses Fest, bringen demselben ihre volle Sympathie entgegen, indem sie mithelfen, die coloffalen Vorarbeiten, die nun einmal diese Feste mit sich bringen, zu erledigen, oder mit bereitwilligen Unterstützungen fördern helfen. Gießen genießt auch den Ruf allerorts, eine Pflegstätte der Turnerei seit frühester Zeit zu sein, umsomehr muß eß einem daher wundern, daß wahrhaft kleinliche Anschauungen durch Verkennung der Sache die vornehmste Arbeit, „die fremden Gäste zu beherbergen", allzusehr erschweren. Man begegnet z. B. der Ansicht, daß die Be- theiligung an der Garanttefondzetchnung als genügendes Entgegenkommen gelten müsse. Dieses ist aber doch nur dann zutreffend, wenn diese Vorsichtsmaßregel wirklich durch ein Deficit beim Feste Berücksichtigung finden müßte. So gewiß dieses bei noch keinem Mittelrheinischen Turnfeste eingetreten ist, so hoffen wir auch, in der Turnstadt Gießen keine Unterbilanz zu bekommen und so wird die Garantiefondzeichnung wie auch bei vorhergehenden Turnfesten nur
Nach den ftattgehabten statistischen Aufzeichnungen hat das vorstehend geschilderte Verfahren für den abgelaufenen Zeitraum von vier Jahren nach der „D. Z." folgende, zu einem Weiterschreiten auf dem betretenen Wege ermuthigende Hauptergebnisse gehabt: Die Gesammtzahl der vom 9. Mat 1891 bis Mitte März dieses Jahres bedingt begnadigten Personen beträgt 723. Von diesen waren verurtheilt:
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Bedingt erlassen wurden: Zuchthausstrafe in 33, strafe in 655, Haftstrafe in 28, Geldstrafe in 7 Fällen.' In 15 Fällen betrug die erlassene Freiheitsstrafe über ein Jahr. Widerrufen wurden Begnadigungen im oben erwähnten Zeiträume im Ganzen 65, also etwa 9 pCt. Dieselben Vertheilen sich auf die vorgenannten Delictsgruppen wie folgt:
ein Beweisstück der Vorsicht Seitens des Festausschusses den behörden überlassen, in solchen Fällen, d e sich nach dem Vor- Turnfestacten einverleibt werden. Der Berücksichtigung werth • leben des Sträflings, seinem Verhalten in der Strafanstalt ist der Fall immer, daß ein Deficit sich eher verwirklicht, und der Strafthat hierzu eigneten, das vorerwähnte Ver-- wenn gerade der Wohnungsausschuß durch Errichtung von ; fahren auch schon nach Verbüßung der Hälfte der Strafzeit Massenquartieren zu bedeutenden Kosten herangezogen würde. ’ pimuhnfton. Di-« «inrh» «««.«»«* c.« -------
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Graz, 6. Juni. Gestern Nachmittag kurz vor 4 Uhr wurden tu der hiesigen Gegend zwei ziemlich heftige Erdstöße verspürt, welche von donnerähnlichem unterirdischem Getöse begleitet waren.
Paris, 6. Juni. Aus Bordeaux wird gemeldet, daß während der gestrigen Theatervorstellung, welcher der Präsident Faure beiwohnte, der Sicherheitsdienst derartig streng organisirt war, daß der Minister LeygueS, welcher sich nicht gleich legitimiren konnte, verhaftet und längere Zett in Gewahrsam gehalten wurde.
Paris, 6. Juni. Im „Gaulois" wird heute daS Programm für den Aufenthalt des französischen Geschwaders während der Festlichkeiten in Kiel veröffentlicht. Am 20. Juni, dem Tage der Ankunft, werden sich der Admiral Menard und sein Stab ans Land begeben und durch den Botschafter Herbette dem Kaiser und dem Prinzen Heinrich vorgestellt werden. Abends besuchen die französischen Marineoffiziere den vom Prinzen Heinrich in der Marine- Akademie veranstalteten Ball. Am 21. Juni wird bet ‘ Holtenau vom Kaiser die feierliche Schlußstetnlegung vor- t genommen und sodann die große Parade über ca. hundert deutsche und fremde Kriegsschiffe abgehalten werden. Bei! dem darauf folgenden Festbanket wird der Deutsche Kaiser zur Rechten den französischen, zur Linken den russischen Admiral haben. In dem auf die fremden Gäste vom Kaiser auszubringenden Toast wird auch die Theilnahme Frankreichs an den Festlichkeiten erwähnt werden. Um Mitternacht wird das französische Geschwader den Kieler Hafen wieder verlassen. — Der „Gaulois" hebt noch besonders hervor, Kaiser Wilhelm werde dem Admiral Menard noch speziellen Dank für die Theilnahme der französischen Flotte an den Ecöffnungsfeierlichkeiten ausdrücken.
Newyork, 6. Juni. Depeschen aus Guayaquil \ (Ecuador) bestätigen die Nachricht von dort ausgebrocheuen Unruhen. Die Stadt ist im Besitze der Aufständischen. Die Radicalen haben die Provinzen Manabt und Esmeraldas in ihrer Gewalt.
CocaUs rrnd ProoLirzLeUes,
Gießen, den 7. Juni 1895.
** Bon der Universität. Von den 568 immatriculirten Studirenden, welche an den im Sommersewester an der hie- sigen Universität gehaltenen Vorlesungen theilnehmen, widmen j sich: der Theologie 64, der Rechtswissenschaft 157, der Me- drzin 104, der Thierheilkunde 28, der Zahnheilkunde 5, der Philosophie 7, der Mathematik 18, der Naturwissenschaft 11, der Ch-mie 42, der Pharmazie 13, der Cameralwissenschaft 40, der Forstwissenschaft 13, der Geschichte 7, der klassischen I Philologie 27, der neuen Philologie 32.
** Steins Garten. Die Banda municipale di i Pratola Peligna, jenes berühmte 53 Mann starke- Orchester, welches, wie wir bereits erwähnten, bei der Lasso- t Feier in Sorrent so große Triumphe feierte und gegen- j
Widerrufe
Procent
10
12
14
7,5
24
13,5
3
11
7
10
1
3
6
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