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’ Der Vorstand lcinkivder SewabrvlM- jr guudUttm
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Nr. 156
Der Gießener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme des Montags.
Die Gießener Anmilienvtälter werden dem Anzeiger Wöchentlich dreimal beigelegt.
Samstag den 6 Juli
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Kießener Anzeiger
Kenerat-Anzeiger.
Lierteljähciger AVonnementi'pr^-k 2 Mark 20 PK. >i»
Svingcdo«..1 Durch die Post qrzcgc» 2 Maik 50 Pfg.
Äebacti «MÄNAbdi l tot ‘ und '2)nr.difet.
SchutGatz-Nr. ?.
FernArecher '61 -
Amt»- unb Anzeigeblatt für den lims Gieren.
Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag- für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bi- Dorm. 10 Uhr.
chratisöeikage: chießener Kamitienökätter.
Ainttichev Theil.
Gietzen, den 2. Juli 1895.
Betr.: Den Termin für die Einsendung der Kirchenrechnungen pro 1894/95.
DaS Großherzogliche Kreisamt Gießeu
an die evang. Kircheuvorftäude des Kreises.
Der späteste Termin für die Ablieferung der Kirchenrechnung an Sie ist auf Ende August festgesetzt.
Da dieser Termin vielfach seitens der Rechner nicht Ungehalten worden ist, beauftragen wir Sie, uns die erfolgte Abgabe bis zum 1. September l. I. anzuzeigen event. zu berichten, daß der Ablieferungstermin vom Kirchenrechner nicht eingehalten wurde.
Mit dieser Anzeige ist gleichzeitig der Nachweis über den an den evang. Centralkirchenfonds abzuliefernden lieber» schuß des Einkommens der Pfarrstelle einzusenden.
Der aufzustellende Nachweis des Ueberschusses muß genau der Vorschrift des Amtsblattes Großh. Ober-Conststoriums Nr. 14 vom 17. Juni 1884 entsprechen.
Wir machen endlich noch besonders darauf aufmerksam, daß die Zsilialgemeinden, welche ihre Gehaltstheile an den Kirchenfonds der Pfarrgemeinde abzuliefern haben, von Aufstellung und Vorlage des obenerwähnten Nachweises entbunden sind.
v. Gagern.
Gießen, den 5. Juli 1895.
Betr.: Maßregeln zur Unterdrückung des Milzbrandes.
Das Großherzogliche Kreisamt Gießen
au die Grotzh. Bürgermeistereien des Kreises.
Nach uns gewordener Mittheilung wird vielfach gegen die Vorschrift des § 9 Abs. 3 des Ges. betr. die Abwehr und Unterdrückung von Viehseuchen insofern gefehlt, als gegebenen Falles die Anzeige des Verdachts von Milzbrand Unterlasten wird. Dieser Verdacht ist stets vorhanden, wenn ein Thier ohne erkennbare andere Ursache plötzlich verendet,- alle derartige Fälle haben Sie also sofort zur Kenntniß des beamteten Thierarztes zu bringen; ebenso sind die Wasenmeister verpflichtet, Ihnen von allen solchen Fällen, die zu deren Kenntniß gelange^ umgehend Anzeige zu erstatten, ober den beamteten Thierarzs direct zu benachrichtigen. Sie wollen dis-^8asenmeister Ihrer Gemeinden wiederholt und cluf das strengste zur Befolgung dieser Vorschriften anhalten.
Die Unterlassung der vorgeschriebenen Anzeige wird mit Geldstrafe nicht unter 10 Mk. und bis zu 150 Mt. oder mit einer Haftsirafe nicht unter einer Woche bestraft.
v. Gagern.
Gießen, den 2. Juli 1895.
Betr.: Den Termin für die Einsendung der Gemeinderechnungen pro 1894/95.
Das Großherzogliche Kreisamt Gießen
au die Grotzh. Bürgermeistereien des Kreises.
Unter Bezugnahme auf unser Ausschreiben vom 15. Juni 1885 — Amtsblatt Nr. 4 — beauftragen wir Sie, sobald der Gemeinde-Einnehmer die Rechnung für 1893/94 an Sie abgeliefert hat, uns hiervon Anzeige zu erstatten.
Sofern der für die Ablieferung bestimmte späteste Termin - Ende September — von dem Rechner nicht eingehalten werden sollte, haben Sie uns am 1. October dieserhalb zu berichten.
v. Gagern.
Deutsches Reich.
Darmstadt, 4. Juli. Aus Windsor Castle, 4. Juli, wird der „Darmst. Ztg." berichtet: Ihre Königl. Hoheiten der Großherzog und die Großherzogin sind gestern nach der Garden Party in Clarence House zur Tafel bei Ihrer Majestät der Königin wieder hierher zurückgekehrt uad werden Sich morgen Abend zum Hofconcert nach Buckingham Palace begeben. Seine Königl. Hoheit der Großherzog werden voraussichtlich am Freitag, 12., ab» reisen und am 14. d. in Darmstadt eintreffen.
Berlin, 4. Juli. Die Zeit der 25. Wiederkehr der für Deutschland so bedeutsamen Erinnerungs- tage von 1870 ist endlich herangekommen. Als den Be- ginn in dieser historischen Reihe kann man den 4. Juli 1870 betrachten, denn an diesem Tage gab der erste Secretär der
französischen Botschaft in Berlin, Le Sourd, im Berliner Auswärtigen Amte die bedeutungsvolle Erklärung ab, daß die französische Regierung von der Candidatur des Erbprinzen von Hohenzollern für den spanischen Thron peinlich berührt worden sei, eine Erklärung, welche in der Pariser Presse sofort die herausfordernste Sprache gegen Preußen und den norddeutschen Bund zur Folge hatte. Es folgten dann die nicht minder provocirende Antwort des Herzogs von Grammont auf die Interpellation Cochery wegen der spanischen Frage in der Sitzung der französischen Deputirten- kammer vom 6. Juli, der 9. und 11. Juli brachten die bekannten Unterredungen des Botschafters Benedetti mit König Wilhelm in Ems, am 17. Juli fand auf der Emser Brunnen-Promenade die folgenschwere Begegnung des Königs mit dem Botschafter Frankreichs statt, die mit der stolzen Zurückweisung der unverschämten Anmaßungen Frankreichs durch König Wilhelm endigte. Die berühmte Emser Depesche Bismarcks signalisirte den bevorstehenden Ausbruch des Krieges, am 15. Juli erfolgte die Mobilifirung des preußischen Heeres und vier Tage später wurde in Berlin die officielle Kriegserklärung Frankreichs übergeben.
Ueuefte Nachrichten»
Wolffs telegraphisches Correspondenz-Bureau.
Berlin, 4. Juli. Der B u n d e s r a t h hat in seiner heutigen Sitzung der Vorlage vom 17. Juni ds. Js. auf die Zulassung gemischter Transitlager ohne amt» lichen Mitverschluß für Getreide zugestimmt.
Berlin, 4. Juli. Die Finanz-Commission des Herrenhauses nahm den Gesetzentwurf, betreffend die Bewilligung von Staatsmitteln zur Verbefferung der Wohnungsverhältnisse von Arbeitern im Staatsbetriebe und von gering besoldeten Staatsbeamten nach den Beschlüssen des Abgeordnetenhauses an.
Köln, 4. Juli. In der heute stattgehabten Sitzung beschloß der Stadtrath die Errichtung eines 400 Morgen großen Stadtwaldes.
Hamburg, 4. Juli. Der neue Dienst der Hamburg» Am erika-Linie (Hamburg-Amerikanische Packetfahrt-Actien- Gesellschaft) zwischen Newyork und Cherbourg wurde heute durch den Schnelldampfer „Fürst Bismarck", welcher von Newyork um 12 Uhr 15 Min. Mittags in Cherbourg eintraf, eröffnet. Die für Paris bestimmten Paffagiere reisten um 2 Uhr 20 Min. mittelst Sonderzuges nach Paris weiter.
München, 4. Juli. Geg-« die früheren Directoren der Münchener Bank Kester und Bachmann ist Criminal- klage erhoben.
Budapest, 4. Juli. Der ungarische Episcopat wird im Juli zusammentreten, um einen Hirtenbrief zu vereinbaren, der im August an mehreren katholischen und nationalen Festtagen veröffentlicht werden soll. Der Hirtenbrief soll die Geistlichen und Katholiken Ungarns über die , neuen Kirchengesetze ausklären und namentlich die Mahnung enthalten, bei Geburten und Trauungen die Kirche zu besuchen.
Konstantinopel, 4. Juli. v. d. Goltz Pascha, der an Lungenentzündung schwer erkrankt war, b. findet sich jetzt außer Gefahr. ___________
Depeschen des Bureau .Herold".
Berlin, 4. Juli. Die Kaiserin trifft morgen früh 6 Uhr auf der Wildparkstation bei Potsdam ein. Die hohe Frau wird vor ihrer Reise nach Saßnitz noch etwa 14 Tage im Neuen Palais verweilen.
Berlin, 4.Juli. Zum Attentatsversuch auf den Po lizei-Ob ersten Krause schreibt der „Localanzeiger" : Die Nachforschungen nach den Thätern wenden sich augenblicklich nach einer- neuen Seite hin. ES liegt der begründete Verdacht vor, daß die verhängnißvolle Kiste von einem Mädchen in Männerkleidern in Fürstenwalde bei der Post aufgeliefert wurde.
Berlin, 4. Juli. In BundesrathSkreisen verlautet, daß demnächst der Posten eines Directors im Reichsschatzamt, welcher seit der Beförderung des Herrn Aschenborn zum UnterstaatSsecretär vacant ist, wieder besetzt werden soll. Bon verschiedenen Seiten wird der Finanzrath Dr. v. Kö-.^r als hierzu in AuSficht genommen bezeichnet.
Berlin, 4. Juli. Die^ Anarchisten werden vom 15. Juli ab wieder ein Organ herauSgeben und zwar vnte- dem Titel: „D t e F r eih e tt". In einer heute abzuhaltende Anarchisten-Bersammlung soll über diese Angelegenheit ein Beschluß gefaßt werden.
Berlin, 4. Juli. Im preußischen Landtage | wurde heute die Novelle zum StaatSsteuer-AufhebungSiesetz
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in dritter Lesung angenommen- ferner mürber öi Ring, betr. Sperrung des Berliner Vieh- und SchlaHtPiseS nach Annahme der Commissionsvorschläge in zcheitrr/L^üng erledigt. Morgen steht die Interpellation Rinteln bei^effend den katholischen Unterricht und das Jagdschein-Gesetz ttkjwtter Lesung auf der Tagesordnung.
haben. —
Brüssel, 4. Juli. Große Erregung hat in hrj.-,igen Polizei-Kreisen die Nachricht hervorgeru;en, daß he' dem Attentats-Versucp auf den Berliner Poliz^bersten Krause belgische Zeitungen zum Einpacken der
Verwendung gefunden haben und daß daS Uhr^ eir belgisches Fabrikat ist. Die Untersuchühg. dari^r/^ob das Attentat auf belgische Anarchisten zurückzüstihren ; t|n, geleitet worden. -ev
Berlin, 4. Juli. In einer gestern Abend fttzron e.'wa 800 Personen besuchten Töpfer Versammlung wur^eder seit dem 17. Juni dauernde Strike für beendet erklär: . Die Forderungen der Töpfer wurden von 85 Arbei-'^gebet; bewilligt, während 32 Meister sich weigerten, die! verlangten Tarife zu zahlen. Am letzten Samstag wurden c457H Mark Strike-Unterstützungsgelder ausgezahlt. Die .j/erfamr g erklärte sich einstimmig für Aufhebung des S^rikeS- ' rS Strike-Comits dagegen bleibt fortbestehen.
Berlin, 4. Juli. Der bet der gestrige». ion
eines Luftballons der Lustschifferabth ...ng sck^wervi Pionier Wucherpfennig aus Lübau Gloga x ist str früh gestorben. Die anderen Verletz.^n befind,^ fld rr- hältnißmäßig wohl. •
Hamburg, 4. Juli. Nunmehr lassen sich av $ bte,, r- burger Nachrichten" aus FriedrichSruh meldch^,. ba^ ? Befinden des Fürsten Bismarck nichts ztl Ws * übrig läßt. ' v.;-; 4*.
München, 4. Juli. Nach t er , N. Fr. Bol,xsztg.' iß am Freitag Morgen ein militärischer Fesshlba' , n, in dessen Korbe fich zwei Offiziere befanden. loS..p BIS, ./'.üte sollen noch keine Nachrichten Lj-er daS Schicksal de-.^uftsst sser eingetroffen sein. Einer der Offiziere war Prem^lisU:f.naut Mayer, der s. Zt. die militärischen Executtor^ in FuchS» mühl commandirte. (Der Ballon ist inzwischen! Mckliö landet. Red.)
Oedenburg, 4. Juli. Infolge epidemischeiz- ' des Unterleibstyphus starb hier eine-aus ük,t xröps u bestehende Familie. , 'iJ
Preßbnrg, 4. Juli. Infolge Selbstenrzündntt g tme^ Präparats durch Sonnengluth entstand in dem Laboratorium des hiesigen Pyrotechnikers Julins Stampel eine wodurch das Gebäude vollständig zerstört wurde. D-^ burin beschäftigten Arbeite, konnten sich rechtzeitig retteis. X
Neapel, 4. Juki. Die Bewohner der in der -Jfg Vesuvs gelegenen Häuser müssen dieselben oerlaffft L die Lavaströme in beunruhigender Weise zugsüstr en
All: Annoncen-Bureaux de- In- und AuSlMd^r en Anzeigeu'ssur ben „Gießener Anzeig^ gcn.
Der Krieg von 1870(71, geschildert durch Ausschnitte aus Zeitungs-NummerKLj (Nachdruck ver 10taL)
ES ist in diesem Jahre ein Vierteljahrhundert öcm Kriege von 1870/71 verflossen und überall regt Erinnerung an diesen EntscheidungSkawpf lebhaft. Das t-vp» Mittel, sich in den Geist der bewegten Zeit zu versetzen und hochinteressant dazu ist das Blättern in ZeitungS-Nummertz^- die unter der Aufregung, dem Fürchten und Hoffen jener < ; Tage entstanden sind. Diesen Genuß eigner Art, den fich » wohl nur Wenige verschaffen können, sollen die Auszüge vermitteln, die von jetzt an dem Gange der Ereignisse folgend an den betreffenden Daten in unserem Blatte erscheinen sollen und in der Hauptsache seuiscyen, soweit eS nöthig aber auch französischen Zeitnugen entnommen sind. Wenn der Leser dabei Manches finden wird, dessen prophetische Treffsicherheit ihn überraschen wird, so wird ihm ondererseitS auch Manches irrig oder übertrieben oder gar lächerl-ch erscheinen. Doch bedenke er, daß ihm nicht vorurtheilsfreie, abgeklärte Geschichtsschreibung geboten werden soll, sondern daß er Zeilen liest, die zum Theil in l^denkchaftlicher Erregung, zum Theil in SicgeSjnbel, der ni^l. r jd)T und wägt, qe^ lieb en find. Ader gerade diese UnmitteLüarfeit wirkt tote ein frischer Hauch, der bei den Alten die Stimmung wiedet hervor Kuvert, von der sie damals beherrscht ^-^en, während die Jungen daraus die Gefühle eines Volkes kenurn lerne«, können, daS um seine Ehre und Existenz kämpft.
6. Juli.
Napoleon leibet noch immer an der Gicht, tottr „ * bie Schmerzen geringer geworden sind. Seine Lc.oar^e ' rathen ihm, in Hn Bad zu grhen. M


