geschlagen werden. Bei letzterem Projecte dürften aber die in Afrika interessirten Colontalmächte doch wohl ein Wörtchen mitsprechen.
Paris, 3. Januar. In Frankreich scheinen die ver» schiedenev Spionagengeschichteu der jüngsten Zeit, speciell die Affatre DreyfuS, erneut ein chauvinistisches Treiben zur Folge haben zu sollen. Der Pariser „Gaulois" meldet daS Wiederaufleben der seinerzeit unterdrückten französischen Patriotenliga, womit also eine neue Auflage der für Frankreich selber gefährlichen Wühlereien der „Patrioten" vom Schlage der Herren Deroulöde und Compagnie bevorstüude. Vielleicht hat aber daS Ministerium Dupuy den Muth, dem Projecte seine Zustimmung zu verweigern. Ein neuer Scandal zieht in Frankreich herauf! Es handelt sich um angebliche Schwindelgeschichten der franzöfifchen Südbahngesellschaft, In welche auch viele republikanische Abgeordnete verwickelt sein sollen.
Newyork, 2. Januar. Das Finanzergebnih der letzten sechs Monate des Jahres 1894 weist ein Deficit von 27 564465 Dollars auf. — Die „Times" melden aus Philadelphia: Aus Washington verlautet, falls sich die Lage deS Schatzes nicht hebe, sei eS wahrscheinlich, daß eine neue Ausgabe von Schatzobligationen im Februar erfolge.
Neueste Nachrichten.
WolffS telegraphisches Eorresponbenz- BureLL.
Berlin, 3. Januar. Anläßlich einer Meldung der „Weserzettung" über eine Beschwerde der Braunschweiger Rähmaichinenfabrikanten, daß das BekleidungSamt des 15. ArmeecorpS einem ausländischen Nähmaschinen- fabrikanten sehr umfangreiche Aufträge ertheilt habe, theilt die „Poft" mit, daß die Bekleidungs» und Proviantämter strengstens angewiesen sind, nur die heimische Industrie mit Aufträgen zu bedenken. Dieses Princip wird bei allen militärischen Lieferungen gewissenhaft durchgeführt. Kürzlich erhielt ein Fabrikant trotz zufriedenstellender Probelieferung eine größere Bestellung auf Fahrräder nicht, weil englischer Stahl verwendet war. Ein anderer Fabrikant, welcher dann die Lieferung erhielt, muhte sich verpflichten, ausschließlich deutsches Material zu verarbeiten.
Köln, 3. Januar. Infolge ungeheurer Schneeverwehungen erlitten die durchgehenden norddeutschen Züge große Verspätungen. Bet Recklinghausen entgleiste ein Zug; verletzt wurde Niemand. Der Oberrhein meldet Treibeis,- die obersten Rheinstationen treffen Schutzvorkehrungen.
Wien, 3. Januar. Heute wurden die Landtage von Kärnthen, Salzburg, Bukowina' und Tyrol in der üblichen feierlichen Weise eröffnet.
Budapest, 3. Januar. Infolge 48stündigen ununterbrochenen Schneefalles find in zahlreichen Gegenden des Landes arge Verkehrsstörungen eingetreteu. Ans der Linie von Debrezin nach Bued Szen-Mihaly ist der Verkehr auf drei Tage eingestellt. Kaschau-Miskolcz und Satoralja Ujhelh sind durch Schneestürme förmlich von jeder Communication abgesperrt. Don den ungarischen Linien der Südbahn ist speciell die Plattensee Gegend verschneit.
Reggio di Calabria, 3. Januar. Heute früh wurde ein ziemlich heftiger wellenförmiger Erdstoß verspürt. Die Bevölkerung flüchtete auf die Straßen. Ein zweiter wellenförmiger Erdstoß folgte später. Auch in Milazzo wurde um 2 Uhr früh ein ziemlich heftiger Erdstoß verspürt. Derselbe rief eine lebhafte Panik hervor. Es herrscht starker Schneefall.
Mesfiua, 3. Januar. Heute früh wurde ein starker, sich später wiederholender Erdstoß beobachtet. Die Bevölkerung gerieth in große Unruhe.
Petersburg, 3. Januar. Der „Regierungsbote" veröffentlicht folgendes kaiserliches Rescript an Schuwalow: „Mein in Gott ruhender Vater hatte Sie in gerechter Würdigung Ihrer glänzenden, hervorragenden, militärischen Thaten und der Sie auszeichnenden Fähigkeiten 1885 zum Botschafter beim Deutschen Kaiser und König von Preußen ernannt. Ihre mehr als neunjährige Thätigkeit in der Diplomatie hat in jeder Richtung daS hohe Vertrauen und die Hoffnung, welche man von Ihnen hegte, gerechtfertigt. Während dieser ganzen Zeit haben Sie als treuer und eifriger
borgen war, nicht wieder ausfinden. Schon will sie in dem Gedanken, daß sie und ihre Kinder nun Hungers sterben müßten, verzweifeln, als ihr im Walde, von Himmelsglanz umflossen, ein engelgleiches Weib (wahrscheinlich die heilige Jungfrau oder die heilige Anna) erscheint und ihr zuruft: „an diesem Baume, Anna, rode!" Anna findet dort ihr Geld und noch mehr dazu. AuS Dankbarkeit errichtet sie ein [Kirchlein an dem bezeichneten Ort ein und nennt ihn A n n a r o d.
In eine Zeit, die uns viel näher liegt, führt uns eine Erzählung, die wohl auf einer historischen Thatsache beruhen mag. Nachdem Turenne, der spätere Verwüster der Pfalz, im Frühjahr 1645 bei Mergentheim von Mercy und Johann von Werth so gründlich geschlagen war, daß er sich mit schweren Verlusten über den Main zurückziehen mußte, gelangte er mit hessischer Hilfe bis ins Lahnthal. Zwischen Wetzlar und Hermannstein schlug er sein Lager auf. Von hier auS versuchte er, daö feste Schloß Greifenstein zu erobern. Aber der tapfere Widerstand, den ihm Graf Wilhelm II von Solms entgegensetzte, veranlaßte ihn, von der Belagerung abzustchen. Als er seinen Entschluß dem Grasen melden ließ, lud ihn dieser zur Tafel ein. Beim Abschied mußte der Franzose der Sitte des Hauses gemäß an jedem Thor einen Decher Wein leeren. „Doch waren der Thore es gar zu viel und nicht gelangte der Zecher ans Ziel." Graf Wilhelm aber ließ an das Thor, an dem der Feind vom Weine besiegt zu Boden sank, das Sprüchlein anfchlagen: „Greifenstein, du edles HauS, Nüchtern hinein, trunken heraus."
AuSführer der Pläne Ihres Kaisers die Bande der Freund- I schäft gepflegt, welche Rußland seit Langem mit seinem mach- > tigen Nachbar vereint. Sie haben dadurch beigetragen zu dem Erfolge der erhabenen und wohlthätigen Werke der Ausrechthaltung deS allgemeinen Friedens, welcher dem Herzen meines unvergeßlichen BaterS ebenso theuer war, wie er es dem meinigen ist. Indem ich Sie jetzt zum Wohle deS Reiches auf den gleich wichtigen Posten des General-Gou« verneurS von Warschau und CommandeurS der Truppen deS Militärbezirks Warschau ernenne, will ich Ihnen meine aufrichtige Anerkennung für Ihre dem Throne und dem Vater- lande geleisteten glänzenden Dienste und die sichere Hoffnung auf eine Ersprießlichkeit Ihrer Bemühungen aussprechen, welche Sie in Zukunft zum Wohle der Entwickelung deS Ihrer Verwaltung anvertrauten LandeStheiles widmen werden."
Petersburg, 3. Januar. Am 20. December a. St. (1. Januar n. St.) erhielt daß Gutachten des Reichsrathes, betreffend die Bestätigung der Statuten über dieNüchtern- Heits-Curatorien in den GouvernkmentS Sfamara, Ufa, Orenburg und Perm, wo am 1. Januar a. St. der Regierungs-Branntweinverkauf in Kraft tritt, die kaiserliche Bestätigung. Die Curatorien bestehen auS geistlichen und weltlichen Mitgliedern, den hervorragendsten Vertretern aller Volksklassen. Zweck derselben ist, im Einklänge mit den neuen Bestimmungen über den Branntwein- Verkauf der Trunksucht zu steuern. Gelegentlich dieser Bestätigung veröffentlicht der Regierungsbote einen Artikel, worin er betont, der Ausfall in den Einnahmen sei gegebenen Falles von untergeordneter Bedeutung. Die Hauptsache sei die Hebung der Volksmoral, der öffentlichen Gesundheit und deS öffentlichen Wohlstandes. In demselben Sinne äußert sich ein Circular des Finanzmintfters vom 22. December a. St. an die Accisebeamten, die aufgesordert werden, mit den Curatorien Hand in Hand zu gehen im Kampfe gegen das alte Grundübel der Trunksucht. Letztere sei früher durch daS persönliche Jntereffe beim Privatverkaus gefördert worden. Die neue Regelung des Verkaufs habe die Paralisirung dieses FactorS mit im Auge. Zur einstweiligen Unterstützung der Curatorien stellte der Finanzminister 200000 Rubel zur Verfügung.
Petersburg, 3. Januar. Das Kasan'sche Bezirksgericht verurthetlte sechs Bauern wegen Menschenopfers zu Zwangsarbeit. Das Opfer wurde während des NothjahreS gebracht, um den Zorn Gottes abzulenken. — Im Wtlna'schen faßten Bauern einen bekannten Räuber ab, der lebend begraben wurde.
Belgrad, 3. Januar. Zwei Berichterstatter auswärtiger Blätter, Vandory und Alexander Petrovitsch, find unter der Angabe, falsche Nachrichten verbreitet zu haben, ausgewiesen worden. — Wegen starker Schneefälle treffen die Orientzüge mit großen Verspätungen ein.
Depeschen des Burum »Herold*.
Berlin, 3. Januar. Die „Post" bespricht anläßlich deS Telegrammwechsels zwischen Kaiser Wilhelm und dem König von Württemberg die Meldung der „Köln. Ztg." über die Aeußerung des Königs Wilhelm zu einem dohen Staatsbeamten. Das Blatt bezeichnet die Version der „Köln. Ztg." als nicht ganz correct, denn der König habe nach seinem Erkranken am 9. September überhaupt nicht mehr am Manöver theilgenommen und eine Parade habe vom 8. bis 12. September gar nicht mehr stattgefunden. Der Umstand, daß König Wilhelm infolge seines Unwohlseins sich nicht persönlich vom Kaiser verabschieden konnte, mag zu dem Gerücht einer Verstimmung beigetragen Haben-L
Wien, 3. Januar. Die „Neue Freie Preffe" erfährt: Bei dem nächsten PairSschub werden die ehemaligen Minister Gautsch und Steinbach, sowie der Professor Albert zu Oberhausmitgliedern ernannt.
Budapest, 3. Januar. Der Kaiser kommt erst morgen hierher, wodurch die Entscheidung der Krise eine eintägige Verzögerung erleidet. Die Entscheidung wird aber noch in dieser Woche erfolgen.
Arco, 3. Januar. Heute Nachmittag hat Hierselbst das Leichenbegängniß des Exkönigs Franz von Neapel unter zahlreicher Betheiligung von Fürstlichkeiten und der dortigen Bevölkerung stattgefunden. Dem Verstorbenen wurden königliche Ehren erwiesen. Die Exkönigin- Wittwe war in der Kirche anwesend.
Paris, 3. Januar. AuS Tokio wird hierher gemeldet, daß sich die Japaner gegenwärtig vor Weih-hei-wei befinden und zum Angriff rüsten.
Paris, 3. Januar. Am SamStag wird in der Offizier- schule vor einem zahlreich vertretenen OsfiziercorpS und vor einer großen Anzahl Journalisten die Degradirung des CapitänS Dreyfus vorgenommen werden. Derselbe wird alsdann in daS Exilgefängniß geführt, wo er bis zur Deportation verbleibt.
Paris,3. Januar. Die Staatsanwaltschaft verhaftete den ehemaligen Director und den jetzigen Bicedirector der Südbahn-Gesellschaft. Gegen denselben wurde ein Untersuchungsverfahren eingeleitet.
Loudon, 3. Januar. Hier geht daS Gerücht, daß der Oberbefehlshaber der Hovas-Armee von französischen Beamten > nach Anstiftung eines ComplotS ermordet worden fei.
Petersburg, 3. Januar. AuS destunterrichteten Kreisen wird gemeldet, der Czar beabsichtige, aus allen Generalgouvernements Rußlands einschließlich Polens hervorragende Personen nach Petersburg zu berufen, welche den Czaren über die Lage der betreffenden Länder und die Wünsche ber 1 Bev ölkernng unterrichten sollen. j
Petersburg, 3. Januar. Die außerordentliche , Gesandtschaft, welche im Auftrage des Kaisers von China j noch in diesem Monat in Petersburg eintrifft, um den Czaren ! Nikolaus zu seiner Thronbesteigung zu beglückwünschen, soll auch mit einer Mission betraut sein, welche den chinefisch- japanischen Krieg betrifft.
Warschau, 3. Januar. Für den Empfang deS General- gouverneurS Schuwalow find umfaffende Vorbereitungen getroffen.
Sofia, 3. Januar. Der Untersuchungsrichter deS Kriegsgerichts verfügte die Verhaftung SrambulowS wegen Verdacht» der Betheiligung an der Ermordung Beltscheffs. Einige Vertreter der Großmächte riethen der Regierung vo» der weiteren Verfolgung StambulowS ab, da derselbe schwere Folgen für Bulgarien haben könne.
Rio de Janeiro, 3. Januar. Für ganz Brafilieu wurde eine politische Amnestie erlassen.
Cotofcs ttird prwhtsUn«»
Siebe», den 4 Januar 1895.
** Communalsteuern und Octroi in Gieße». DaS De- cemberheft der Mittheilungen Großh. Centralstelle für die Landes st atistik enthält unter Anderem auch eine interessante Vergleichung deS aut Communalsteuer» und Octroi zusammengerechneten Ausbringens der sünf größten Städte deS Landes für ihre Gemeindebedürfniffe und zwar ausgedrückt je in Procenten der direkten StaatSfteuer« für die Jahre 1883/84, 1887/88, 1890/91 und 1893/94. AuS dieser Uebersicht (S. 399 her Mittheilungen) geht zur Beruhigung und zum Trost für die Gießener Steuerzahler das Eine unwiderleglich hervor, daß unter den verglichenen fünf Städten in 1893/94 Gießen ans Communalsteuer und Octroi zusammen den geringsten Procentsatz gegenüber den birecten Staatssteuern erhoben hat und zwar 156,22 gegenüber 157,97 unb 159,76 in Mainz und Darmstadt, und gegenüber 170,25 und 171,76 in den nach ber Größe mit Gießen am besten zu vergleichenden Städten Offenbach unb Worms. — DeS Weiteren aber hat in ben letzten zehn Jahren bie Zunahme beS Ausbringens für Gemeindebedürfniffe in Gießen und Mainz nur betrugen 5,10 bezw. 4,63 Procent ber birecten Staatssteuern gegenüber Zunahmen von 11,13 bezw. 29,03 bezw. 35,08 Procent in Darmstabt, Offenbach und WormS.
* *H. Neues Theater. Eine GebirgSpoffe nennt Hartl- MitiuS feinen „Protzenbauer", aber trotz dieses Namens ist daS Siück doch nichts anderes, als ein lustiges Volksstück. Die „Schlierfeeer" hätten es sonst kaum so prächtig dargestellt, als sie es gethan haben. DaS war „a Schneid" i» Spiel, eine herzerquickende Frische, so frei von jeder Künstelei, daß man aufrichtig bedauerte, als der Vorhang zum letzte» Male fiel. Auch diesmal thaten fich wieder bie Inhaber der Hauptrollen hervor: Willi Dirnberger als Bauer vom Berghof, Frau Therese als LieSl, Xaver Terofal als Quirin, das Ehepaar Dengg als Mathies und Kathrin, Mathias Gailing als Bierstudent u. f. f. Wenn wir nicht alle Darsteller mit Namen nennen, so sollen damit ihre Leistungen durchaus nicht herabgesetzt werden, sie waren eben alle gleich vortresflick an ihrem Platze. Die Tänze und Gesänge fanden wie immer lebhaften Beifall, ebenso die Zitheroorträge von Andr. Mehriuger uifb Paul Schell. Heute wird „Jägerblut" zur Aufführung kommen, eins der schönsten und lustigsten Stücke auf dem Repertoire ber „Schlierfeeer". Wir machen darauf ganz besonders aufmerksam.
* * DaS Adreßbuch für 1895 ist soeben im Berlage vor Curt v. Münch ow erschienen und gelangt von heute an der Reihe der eingegangenen Bestellungen nach zur Ausgabe. Neu in demselben ist außer dem bereits früher besprochene» Plan der Stadt ein JnhaltSverzeichniß, die Aufführung ber Behörden im alphabetischen NamenSverzeichniß, verschiedene wichtige Localpolizei - Verordnungen, ein Verzeichniß der Inserenten, Notiz für Fremde: Spaziergänge in Gießen, nähere und weitere Ausflüge in dessen Umgebung, sowie endlich ein leicht abtrennbares besonderes Blatt „— Bitte an Jedermann — " enthaltend, für etwaige Berichtigungen bestimmt. Die mannigfachen Vorzüge des vorliegenden neue» Adreßbuchs dürften dasselbe für Jedermann unentbehrlich erscheinen kiffen.
* * Jubelfeier. Am Mittwoch Abend fand im Saale deS Lenz'schen Felsenkellers dahier die Feier der Wiederkehr bef Tages statt, an welchem Herr Maschinenmeister Quem er vor 25 Jahren in den Dienst ber Oberhessischen Eisenbahnen eingetreten war. Die Jubelfeier, zu welcher bic sämmtliche» Werkstättearbeiter und das dienstfreie Locomottvpersonal erschienen war und der auch eine Anzahl VerwaltungSbeamte» beiwohnte, nahm einen solch schönen, würdigen und erhebende» Verlaus, daß wir eS uns nicht versagen können, mit einigen Worten darüber zu berichten. — Eingeleitet wurde die Feier durch den Jubilar mit einer warmen, tiefempfundenen, von Herzen kommenden und zu Herzen gehenden Begrüßung- der sodann ein dreimaliges Hoch aus unseren allverehrten LandeS- fürften Se. Kgl. Hoheit ben Großherzog folgte, in das die Festversammlung begeistert einstimmte. Zahlreiche Ansprache» von Beamten unb Arbeitern, welche von warmer Verehrung für den Jubilar Zeugniß ablegten, Trinksprüche, Declamarionen, Gesangs- und Musikvorträge wechselten in bunter Reihenfolge miteinander ab und bewirkten alsbald nach Beginn ber Feier die gehobenste Feststimmung. Ganz besonders hervorhebe» müffen wir, in welch herzlicher unb ungekünstelter Weise gerade von ben Arbeitern, jetzigen und früheren, ber Liebe und Verehrung für ihren Chef in markigen, kernigen Worten Ausdruck verliehen wurde. Der Jubilar, Herr Maschinenmeister Querner versteht eS nun aber auch meisterhaft, bei vollster Wahrung der Autorität und strammer DiScipli», welche beide beim Eisenbahndienst unerläßliches Erfordernis sind, doch mit seinen Untergebenen in einer Weise zu verkehren , die diese sehr bald die Ueberzeugung gewinnen läßt, daß sie einen gerechten, wohlwollenden Vorgesetzten besitzen. Die Feier, welche bei allen Theilnehrnern gewiß die schönste» Erinnerungen zurückgelaffen hat, war insofern eine dreifache geworden, als gleichzeitig Herr Werkmeister Step Hany und der Wcrkflältearbeiter Herr Georg Ferber eine 25jährige Dienstzeit zurückgelegt haben und auch dieser Jubilare


