werde. Der Oberst Kalkreuth bom 63. preußischen Infanterie-Regiment habe eine erhebliche Verbesserung erfunden. Die Armeecommtsfion habe für daS neue Modell eia sehr günstiges Gutachten abgegeben.
Petersburg, 30. November. Der Großherzog und die Großherzogin von Hessen trafen heute Nachmittag in ZarSkoje-Sselo ein. Sie waren auf der Station Alexan- drowskaja bom Kaiser NicolauS, zahlreichen Großfürsten und Großfürstinnen, dem deutschen Botschafter Fürsten Radoliu und sämmtlichen BotschaftSmitgliedern empfangen worden.
Konstantinopel, 30. Nooember. In Antag bet Aleppo sanden ernste Unruhen statt.
Konstantinopel, 30. Nobember. Der englische Botschafter Currie wurde gestern in 1 ^/-stündiger Audienz bom Sultan empfangen. Derselbe machte letzteren nochmals darauf aufmerksam, daß die Nichtbewilligung der Durchfahrt der zweiten StationSschiffe durch die Dardanellen zu ernsten Maßnahmen Seitens der Großmächte Anlaß bieten dürfte. In diplomatischen Kreisen erwartet man, daß der Sultan infolge dieser Unterredung den Ferman unterschreiben wird.
Häufte Ua^ri^tem
Depesche« des Burin, .Herold*.
Berlin, 1. December. Der „Vorwärts" will aus sehr guter Quelle erfahren haben, daß die Stellung des Ministers v. Köller trotz aller Dementis sehr erschüttert sei.
Berlin, 1. December. Der „Vorwärts" beröffentlicht heute an der Spitze des Blattes einen Aufruf des nunmehr aufgelösten Vorstandes der socialdemokratischen Partei Deutschlands an die Parteigenossen, worin die Maßnahmen der Polizei und daS diesbezügliche Schreiben des Poltzeipräfidenten bon Berlin an den ReichßtagSabgeord- neten Singer zur Kenntniß gebracht und ferner mitgetheilt wird, daß die Leitung der Partei bis auf Weiteres auf die focialdemokratische RetchStagSfraction, als die erwählte Vertretung der Partei, übergeht.
Berlin, 1. December. Zu der Meldung der „Magdeb. Ztg.", daß die socialdemokratische Parteikasse nach Zürich berbracht worden sei, erklärt der „Vorwärts", dieselbe sei längst in Sicherheit.
Berlin, 1. December. AuS Konstantinopel wird dem „Loe.-Anz." telegraphirt: DaS türkische Dampfschiff „S ch er e f f R e s s an", bon Hereklea kommend, mit 158 Passagieren und 2500 Kisten KriegSmunition an Bord, ist spurlos verschwunden. Man befürchtet den Untergang des Schiffes.
Berlin, 1. December. Eine Zuschrift eines in Persien ansäsfigen Deutschen an die „Vossische Zeitung" lenkt die Aufmerksamkeit des deutschen Handels auf dieses Land, welches bisher fast gänzlich der Ausbeutung Rußlands und Englands überlasten sei. Insbesondere könnte der deutschen Zuckertndustrie ein lohnendes Absatzgebiet eröffnet werden.
Prag, 1. December. Auf der Elbe muhte wegen des starken Eisganges die Schifffahrt eingestellt werden.
WB. Leipzig, 2. December. OberretchSanwalt Teffendorf ist gestern früh 9 Uhr gestorben.
WB. BreSlau, 2. December. Amtlich. Gestern Nacht stieß bet dem Bahnhofe Mochbern ein Kohlenzug mit einem Rangirzuge zusammen. Vom Zugpersonale wurden hier schwer, sechs leicht berlefct; die Maschine erheblich, 16 Güterwagen theilS schwer, theil» leicht beschädigt. Der Verkehr ist nicht gestört.
WB London, 2. December. „Daily NewS" melden über Odessa: Vor einigen Tagen feuerten türkische Truppen auf einen englischen Dampfer, als derselbe kurz nach Sonnenuntergang in die Dardanellen einsuhr. Der Eapitän ließ den Dampfer sogleich zurückfahren. Der Eingang zu den Dardanellen ist stark mit Torpedos belegt, waS die Schiffe zu äußerster Vorsicht zwingt.
Der Krieg von 1870|71, geschildert durch Ausschnitte auS ZeitungS-Nummern jener Zeit- (Nachdruck verboten.)
3. December.
Seit die Vereinigung der drei Corps deS Prinzen Friedrich Carl mit der Armee des GrohherzogS bon Mecklenburg erfolgt ist, drängt daS deutsche Heer in langer Linie die französische Loire-Armee bon Paris ab. Die Franzosen stehen in dichten Massen zwischen Orleans und Artenay und haben Orleans zu einem berschanzten Lager umgeschaffen, daS mit grobem Geschütz gespickt ist. An diesem Platze wird die Entscheidung fallen. Die Gefechte bis jetzt waren nur starke Fühlungen und RecognoScierungs-Gefechte. Ob Trochu ausfällt, wenn er die Kanonen donnern hört? Gustav Freytag sagt in den „Grenzboten" jetzt dürfe man eS wohl aussprechen, daß bis bor Kurzem die Möglichkeit borhanden war, Paris zu entsetzen, und daß die deutschen GeneralstabS« offiziere die letzten Wochen in einer gewissen Nerbenspannung durchlebt haben. ES waren 300,000 Mann Truppen in Paris gegen wenig mehr als 200,000 Mann Deutsche in dem BelagerungSheer.
Die Kämpfe am 30. Nobember und 2. December.
Am Morgen des 30. Nobember befanden sich die Sachsen in Schlachtordnung, die Forts unterhielten ein gewaltiges Feuer. Schon gegen i/,8 Uhr Morgens sah man französische Truppen, Infanterie, Caballerie, bon der Ab dachung bei Fort Nogent heranmarschir,n, während andere, die während der Nacht die Marne überschritten hatten auf Champigny bordraugeu. Sobald man dieselben bemerkte, wurden Anstalten zum Empfange getroffen. Inzwischen env wickelten sich immer neue Masten bon der Richtung des Forts her, bis drei Corps in der Stärke bon 50,000 Mann, soweit sich die Sache aus der Ferne Überschlagen ließ, unter den Werken sichtbar waren. AiS dieselben auf daS Plateau hinabftiegen, erhoben Fort Sharenton, Rogent, RoSny und
die mächtigen Batterien, welche kürzlich bor Fort Abron gebaut wurden, eine fürchterliche Kanonade gegen die Vorposten der Württemberger und Sachsen, besonders auch au die Dörfer Champignh, Villiers und Noisy le-Grand. Der letztgenannte Punkt bildete den äußersten Vorposten der Sachsen gegen Südosten. Zuerst hatten die Vorposten allein den ganzen Stoß deS Angriffs auszuhalten, allein, ehe eS Mittag geworden, waren 3 Regimenter Sachsen, daS 104., 106. und 107., und eine Brigade Württemberger auf dem Platze. Die Sachsen zählten im Ganzen 11,000 und die Württemberger 7000 Mann. Der Vormarsch der Franzosen hatte noch nicht lange gedauert, als es klar wurde, daß eS zunächst auf die obengenannten Dörfer abgesehen sei, und die deutschen Truppen brachen herbor auf das Plateau, um den beabsichtigten Angriff zurückzuschlagen. Nun erfolgte aber bon Nogent und von Mont Abron ein mörderisches Kreuzfeuer. Hoch in die Luft fuhren die Granaten, welche eS buchstäblich aus den Forts und den Batterien hrrborhagelte. Wie glühende Cometen schaffen fie durch die Atmosphäre und fielen in Schauern unter die deutschen Truppen, Tod und Verderben berbreitend. Die Sachsen fochten wacker. Auf Schritt und Tritt stürzten die Offiziere nieder und die Compagnien wurden furchtbar decimirt. Auch die Württemberger thaten sich herbor, und an Offizieren waren bei ihnen die Verluste noch größer. Schließlich wurde bon den Deutschen der Rückzug angetreten und die Dörfer Champigny, VillierS und Brie fielen den Franzosen in die Hände, die bei dem Angriff bedeutenden Muth erwiesen. Schließlich brachte Oberst Abcndroth einen glücklichen Umschwung der Dinge zu Wege. Er stellte sich persönlich an die Spitze einer sächfischen Abtheilung und feuerte die Leute an, ihm in das Dorf Villiers zu folgen. Mit lautem Hurrah folgten die Truppen und stürzten sich auf die Franzosen. Ein fürchterlicher Kampf entspann sich. Jetzt erst kam eS zu einem Jnfanteriegefecht in nächster Nähe, denn auf dem Plateau hatten sich die Franzosen darauf beschränkt, auS größerer Entfernung die Tragweite ihres ChaffepotgewehreS zur Geltung zu bringen. Nach hartnäckigem Widerstande wurden die Franzosen mit Hinterlassung bieler Gefangener aus dem Dorfe hinausgeworfen. DaS Gefecht zog sich nun hinaus bis auf daS freie Feld. Gegen 4 Uhr zogen sich die Franzosen mit Ausnahme der in Brie und Champigny stehenden Truppen zurück. Am Morgen deS 1. December zogen sich in Noisy wieder starke deutsche Truppenmaffen zusammen, zu denen daS 2. Armeecorps Verstärkungen gestellt hatte. Man erwartete einen neuen Angriff bon Brie und Champigny her, allein der Tag verging in Ruhe, und in den Nachmittagsstunden entließ man die Maffe der Truppen wieder in die Quartiere. Am 2. December sollten die beiden noch in den Händen der Franzosen befindlichen Dörfer wiedergenommen werden. Doch waren die mit dem Angriff Bedrohten zeitig bei der Hand. Kurz nach 7 Uhr Morgens rückten einige Regimenter Sachsen gegen Brie, und obschon an diesem Punkte die Franzosen durch die nahen Flußübergänge und die Eisenbahn sehr begünstigt waren, so war doch der Angriff der Sachsen so ungestüm, daß kein Widerstand fruchtete und das Dorf mit etwa 300 Gefangenen unter wildem Hurrah genommen wurde. Ungefähr um dieselbe Zeit eröffneten die WürttembergerdaS Gefecht gegen Champigny mit Schützenfeuer. Die Franzosen blieben zwar auch die Antwort nicht schuldig, jedoch, nachdem daS Treffen für einige Z-it gestanden hatte, gelang endlich der Angriff,- die Franzosen wichen und die Württemberger bemächtigten sich wieder des Dorfes. Sobald die Sachsen sich n Brie festgesetzt hatten, sandten sie während einer ein- kündigen Ruhepause ihre Gefangenen zu den Reserven. Ehe ie indeffen damit fertig waren, wurde Brie der Gegenstand, auf den sich ein ganz entsetzliches Feuer der FortS richtete. Unter einem Hagel von Geschaffen war an Schutz von Noisy »iS zu dem einen Ende von Champigny nicht zu denken, Häuser stürzten in Trümmer, Bäume wurden zersplittert und nach allen Richtungen fielen Tobte und Verwundete. Inter diesem furchtbaren Kugelregen suchten sich einige säch- ische Abtheilungeu den über die Marne führenden Brücken jU nähern, während dichte Colonnen der Franzosen unter »em Schutze der Forts hervorkamen. In Brie wurde schließlich ein längeres Derweilen unmöglich und nach fürchterlichen Verlusten räumten die Sachsen das Dorf. Einige weitere Versuche, zu den Brücken zu gelangen, erwiesen sich als vergeblich. Die Leute fielen wie das Wild bei einer Treib- agd. Weder Artillerie noch Cavallerie konnte auf dem für die Franzosen sehr günstigen Gelände inS Gefecht gebracht werden. Die Infanterie hatte die ganze Last des Kampfes zu tragen, und sie hat ihre Pflicht in bewundernSwerther Weise gethan und fügte dem Feinde große Verluste zu. Gegen 3 Uhr hörte der Kampf auf. Franzosen und Deutsche , ogen sich zurück, die Forts verstummten und die Sache »lieb tm Ganzen wie sie gewesen, indem die Franzosen Champigny zum Theil in ihrer Gewalt behielten. (Times.)
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Wietze«, bat 2. December 1S9S
••Pr. Coucertvereiu. Der gute Erfolg des ersten Con- certes hatte auch dem gestrigen zweiten Orchester-Concert des ConcertvereinS einen guten Besuch gesichert, so daß der Saal deS Gesellschaftsvereins wieder nahezu ausberkauft war. An größeren Orchesterwerken wurden diesmal Beet- jovenS achte Symphonie und WcberS OberonQuberture auf- geführt, welche durch die berstärkte Regimentscapelle unter »er Leitung des Herrn Musikdirektors Krauße, der beide Werke mit großer Sorgfalt einstadirt hatte, eine vortreffliche Wiedergabe erfuhren. DaS Orchester folgte den Winken eines Führers überall aufs Pünktlichste, so daß nicht nur die namentlich in der Symphonie zum Theil nicht leichten Einsätze genau gebracht wurden, sondern auch die Nüancirung »eS DortrageS fast durchgängig befriedigen tonnte. Als Solisten ließen sich diesmal die Eoncertfängerin Fräulein
b. Rieffen auf Dresden und der Pianist Herr Franz Dreh schock au8 Berlin hören. Fräulein b. Nieffen besitzt eine wohllautende, gut geschulte Altstimme, die tn der Höhe die erforderliche Ausdehnung hat und der eS in der Tiefe an Kraft nicht gebricht. Die fliie der Andromache au6 Bruchs Achilleus bot ihr herrliche Gelegenheit, diese Vorzüge zu zeigen. WaS die Textaussprache, die recht deutlich war, anbelangt, so schien eS uns, als ob sie in dem Bestreben die verschiedenen dramatischen Accente recht nachdrücklich zur Geltung zu bringen, sich leicht zu einer zu scharfen Aufsprache namentlich der Zischlaute hinreißen liefe, wodurch der Vortrag leicht affectirt erschien. Außer der Arie bon Bruch trug Fräulein b. Nieffen noch Lieder bon BrahmS, b. Fielitz und Lassen bor, die einen wahren Beifallssturm entfesselten, so daß fie sich noch zu einer Zugabe(?)bequemen mußte. Die Clavier- begleitung zu den Liedern führte Herr Trautmann aus Frankfurt a. M. in gewohnter, musterhafter Weise auS. Der zweite Solist des Concerts, Herr Franz Dreyfchock, ist ein bezüglicher Pianist, der eine herborragende Stellung unter feinen Fachgenossen mit Recht beanspruchen kann. Wenn er uns auch in seinen gestrigen Vorträgen weniger Kraft des Anschlages zu entfalten schien, so ist seine glänzende Technik doch den gröfeten Schwierigkeiten gewachsen und seine Bor tragSweise weiß allen Anforderungen des Componisten, deffen Werk er interpretirt, gerecht zu werden. Die dankbarste Aufgabe für ihn war gestern daS F-moll • (Soncert bon Chopin. Namentlich waren eS die zarte Cantilene deS
zweiten und die unendlich fein und zart gespielten Figuren und Passagen des dritten Satzes, in denen feine Kunst herrliche Triumphe feierte und die ihm reichen, wohl- berbienten Beifall einbrachten. Nicht unerwähnt darf bleiben, daß das Orchester unter Leitung des Herrn Krauße ausgezeichnet begleitete und auf diese Weise wesentlich zum guten Gelingen deS Ganzen beitrug. Außer zwei kleinen Stücken eigener Composition spielte Herr Dreyschock noch die „spanische Rhapsodie" bon LiSzt. Ob er mit der Wahl dieses Stückes dem Geschmack aller Concertbesucher gerecht geworden ist, wollen wir hier nicht näher erörtern; jedenfalls bot sich ihm auch hier schöne Gelegenheit, seine brillante Technik zu zeigen. WaS indess n fehlte, war Kraft und Wucht des Anschlags, sodaß die verschiedenen kortv-Stelle« nicht genügend zur Geltung kamen. Daß Herr Dreyschock, entgegen der Gewohnheit mancher Künstler, am Schluß das Tempo nicht beschleunigte, konnte dem Vortrag deS Ganzen nur nützen. Auch für die Soloftücke wurde Herr Dreyschock durch reichen Applaus ausgezeichnet, und wir irren wohl nicht, wenn wir es lediglich seiner körperlichen Abspannung zuschreiben, daß er dem Wunsche deS Publikums nach einer Zugabe nicht mehr nachkam.
** Theater-Bereiu. Die Lustspiel-Nobität „Der Militär st aat," welche am Donnerstag den 5. Dccember hier zur Aufführung kommt und zwar mit ersten Kräften deS Wiesbadener Residenz Theaters, ist im gewissen Sinne ein Jubiläumsstück, — daS hundertste Bühnenwerk deS beliebten Verfassers von „Der Beilchenfresser", „Krieg im Frieden" und so vieler anderen erfolgreichen Lustspiele Gustav bo« MoserS. — Der Autor hat sich in diesem jüngsten Werke wieder dem von ihm stets mit besonderem Glücke gepflegten Genre deS militärischen Lustspiels zugewandt, und im dritten Acte heitere ManöverEpssoden geschaffen, die überall, wo »as liebenswürdiglustige Stück bis jetzt gegeben wurde (Berlin, Hamburg, Leipzig ic.) den größten Heiterkeitserfolg errungen. Die Nobität wird bon Director Brandt inscenirt werden. Wir machen nochmals darauf aufmerksam, daß der Anfang ausnahmsweise auf 6 Uhr angesetzt ist.
• • Neues Theater. Unser theaterliebendeS Publikum onnte sich gestern Abend an LessingS „Minna bon Barn- ) e l m" erfreuen, ein Stück, dessen Vorzüge in der Tiefe der Empfindung, der einfachen Art der Handlung und reiner Sprachschönheit bestehen und es den unsterblichen Werken Lessings zuweist. D c Wiedergabe seitens des Dresdener Personals und der geschätzten Gäste gestaltete sich zu einem Genuß, der in dem reichen Beifall deS Hauses seinen Widerhall fand.
• • Kriegerdenkmal. Aus verschiedene an unS ergangene Anfragen theilen wir unseren Lesern mit, daß die Sammel- ist en für Errichtung eines Kriegerdenkmals allerdings in Imlauf gesetzt worden sind. Der Ausschuß war sich wohl bewußt, daß vor den Weihnachtsfeiertagen, Jahreswechsel rc. ein recht ungeeigneter Zeitpunkt hierfür ist, eS sind ober ganz besondere hier nicht wiederzugebende Gründe, welche eine Beschleunigung der Sammlungen rathsam erscheinen iefeen. Der Ausschuß hat in d eser Erwägung auch be» chlossen, nur um Zeichnungen von freiwilligen Beiträgen z« litten, dieselben aber erst Ende Januar künftigen JahreS erheben zu lassen.
* * Jubiläum. Herr Benjamin Atzbach, welcher am 25. November d. I. seinen 71. Lebensjahr zurück gelegt hat, »egeht morgen (3. December) sein 25 jährige» ArbeitSjubi- äum in der Burk'schen Mühle. Derselbe ist als Schreiner tbätig. Wie verlautet, bringt der Bauer'sche Gesangverein, welchem Herrn Atzbach bereit» 23 Jahre angehört, dem Jubilar ein Ständchen.
R. Reichelsheim, 1. December. Der Milch träns- Port nach und von der Molkerei ist neu versteigen worden; die Concurrenz war so stark, daß der vorjährige Betrag von 2 Mk. 40 Pf. pro Tag auf 1 Mk. 17 Pf. berabgeboten wurde. Ob der neue Accordant bei diesem Satze auf seine Rechnung kommt, muh die Zukunft lehren.
A Mainz, 1. December. Die von verschiedenen Seite» angeregte Frage bezüglich der Veranstaltung einer »OOjährlgen Geburtstagsfeier Gutenbergs hier in Mainz beschäftigte gestern Abend den hiesigen Jour- naltftcn- und Schriftstellerverein. AIS diese Frage seiner Zett auftauchte und von einem Mitglied eben genannten Vereins »em hiesigen Oberbürgermeister unterbreitet wurde, gab etzterer seine volle Sympatie für eine solche Feier zu erkennen


