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noch eine richtig functionirende Schelle hatte. Daraufhin verurtheilte ihn daS Hanauer Schöffengericht zu 80 Mk. Strafe und Zahlung der GerichtSkosten, ferner zur Zahlung von 120 Mk. Schmerzensgeld und Erstattung der Kurkosten an
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auSgrgangeu seien.
Mainz, 1. December. Der „Neueste Mainzer Anz. schreibt: Eine der fünf Kanonen, welche sich in Schloß Chambord befanden, welches von nur zwei Compagnien deS 118. Regt», in so hervorragend tapferer Weise erobert wurde, ist vom Prinzen Heinrich von Hessen, welcher daS Geschütz vom Kaiser als Geschenk erhalten haltendem Regiment überwiesen worden. Das Geschütz wird bei der Parade des Regiments am 9. December, der 25. Wiederkehr deS TageS vom Chambord, mi-.paradiren.
Kragen und Wanchetten.
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♦ Zur Waruuug für Radfahrer diene folgender Fall. Ein junger Kaufmann von Hanau überfuhr im Sommer dieses Jahres mit seinem Rade ein bei seiner Großmutter weilendes siebenjähriges Mädchen auS Frankfurt a. M., wobei daS Kind einen zweifachen Beinbruch erlitt. Es wurde dem Fahrer, der behauptete, das Kind sei plötzlich quer Über die Straße gelaufen, so daß er nicht mehr habe bremsen können, durch verschiedene Zeugen bewiesen, daß er mst größter
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Kg. Aus Kurhefseo, 1. December. Um die schnellere und billigere Heranschaffung von Baumaterialien zum Wieder- aufbau der am 10. Juli fast gänzlich ntedergebrannten Ortschaft Brorrerode zu ermögl-chcn, wird beabsichtigt, sich an die Kgl. Eisenbahn-Brigade zu wenden, damit dieselbe eine Abtheilung nach Wernshausen entsendet, um eine Feldbahn nach Brotterode möglichst beschleunigt herzustellen. Dieselbe würde eveutl. bereits im Februar 189b fertiggestellt und befahren werden können.
♦ Schlochau, 30. November. Der Gerber Uskoras- tiS ermordete seine Wirthschafterin, verstümmelte die Leiche und warf sie auf die Straße. Der Mörder ist ver- ^lCt* tzirschberg, 30. November. Der Fabrikbesitzer Fischer auS Landeshut, der wegen Sittlichkeitsverbrechen in Untersuchungshaft genommen, gegen Sicherstellung von 60 000 Mk. aber auf freien Fuß gesetzt worden war, stürzte I heute im Gerichtsgebäude, als die Hauptverhandlung stattfinden sollte, am Treppenaufgang tobt zu Boden. Nach Aussage der Aerzte ist die Todesursache Herzschlag.
* Die Chemnitzer Schuldrrwaltnug sichert der „Soz. Praxis" zufolge bet Verpachtung der Eisbahn deS Schloß- tetches ihren Schulkindern für einige Nachmittage unentgeltlichen Zutritt und läßt an diesen Nachmittagen den Schul- unterricht ausfallen. Zur Beförderung des Eislaufes hat der Schulausschuß durch Bekanntmachung in dem dortigen Tageblatt aufgefordert, entbehrliche Schlittschuhe den Schulen zur Vertheilung an bedürftige Schulkinder zu übergeben. Infolgedessen konnten 80 Kindern Schlittschuhe gewährt werden. — Zur Nachahmung empfohlen!
* Nach der Wahl. Am Herrentisch im „Löwen fitzt nach schwerer Wahlschlacht der neue Bürgermeister und in seiner Nähe ein wohlhabender Parteigegner, der sich m Sticheleien auf den Wahlausgang gefällt. Der dadurch aufgebrachte Dorspascha will den Spötter zurechtweisen: „Kaspar, I jetz' is es genug mit det'm Uze! Ich bin emol jetz der
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Da eS noch streitig, in welchem Jahr Gutenberg geboren, bat fich nach dieser gegebenen Anregung der Oberbürger- meister zunächst an eine Reihe von Autoritäten und GutenbergS- sorscher deS Inlandes und Auslandes gewendet und diesen die Frage vorgelegt, wann und wie eine solche Feier am aeetanetsten zu begehen sei. Die auf diese Fragen eingelaufenen Antworten wird der Oberbürgermeister, der in der gestrigen Versammlung zu erscheinen verhindert war, der nächsten Zusammenkunft des Journalisten- und SchristftellervereinS unterbreiten, weshalb man gestern Abend die Entscheidung, ob eine Feier überhaupt stattfinden soll, bis auf später vertagte. Höcdst intereffant waren die Aufschlüsse, die der Vorfitzende, LandgerichtSdirector Dr. Bockenheimer, ein eifriger, unermüdlicher Forscher über die Ehrungen gab, die Gutenberg seit der Erfindung der Buchdruckerkunst hier in Mainz erfahren hat. Obwohl diese Ehrungen von Jahr- hundert zu Jahrhundert einen fortlaufenden Character trugen, dachten Manche dafür, daß Mainz mit einer Feier seinem großen Sohne gegenüber noch eine Ehrenschuld abzutragen habe und zwar schon um deswillen, weil die bis jetzt geschehenen Ehrungen zum größten Theil von Nichtmainzern
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• Das kann dem Staat gleich fei»! Ein Großbauer auf dem Schwarzwald hatte daS für ihn und sein Befinde noth- wendige Bier selbst gebraut, ohne der Steuerbehörde davon Anzeige zu machen. Als ihm dann von letzterer kürzlich ein Strafmandant präsentirt wurde, gerieth er in Zorn und rief: „DaS kann dem Staat doch gleich sein, ob ich meine Gerste freffe oder saufe!"__
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