faßte eines Tages Hhrtl, „die Hand eines «ünstlers, die G-< duld eines Engels und der Magen des Thieres, das Moses seinem Volk zu essen verboten."
Citeratur und ICunft
— Die Bedeutung der hypnotichen Suggestion als Heilmittel. Gutachlen und Hetlverichtc der hervorragendsten wtssenschaftttchen Vertreter des Hypnotsmus der Gegenwart. Herausgegeben von Dr. med. I. Großmann, Redacteur der Zeitschrift für Hypnotismus in Berlin. Berlin, „Deutsches Derlagshaus Bong L Go." 11V.Bogen in 8°. Mk.2 50. Es ist ein wahrhaft Epoche machendes Buch, ein Buch, das nicht nur unter den Aerzlen, fondern auch in den weitesten Laienkreifen ein großes Aufsehen erregen dürfte! In der klar nnd anziehend geschriebenen Vorrede geht zunächst Dr. Großmann, der als intimer Kenner des Hypnotismus und der Suggestion auch von feinen Gegnern geschätzt wird, scharf ins Gericht. Selbst die enragirtesten Gegner behaupteten nur, daß er in einzelnen Fällen Nervöse mache, daß man auf die Hypnose da und dort einmal einen hysterischen Anfall habe folgen sehen. Als ob dies nicht anderen Heilverfahren auch zur Last fiele. Aber soweit selbst die unangenehmen Erscheinungen nach dem Hypnottfiren beobachtet wurden, trägt an ihnen nicht der Hypnotismus selbst die Schuld. Sie alle werden lediglich verursacht durch unzweckmäßige Hypnolistaionsmethoden, durch ungeschicktes Suggeriren, durch Mangel an Hebung und Erfahrung, wie dies besonders aus den lungst von Dr. Friedrich veröffentlichten Versuchen hervorgeht, aus die hin Prof, v- Ziemßen den Hypnotismus in Acht und Bann getban. All dies wird nun in einzelnen Gutachten durch theoretische De- ductionen und durch Berichte über Heilungen volltnhaltich bestätigt. Aber nicht nur den Behauptungen über die Gefahren in mebictntV^er Hinsicht tritt das Buch entgegen, sondern auch denen in juristischer Hinsicht, über die in weitesten Kreisen noch die vagesten Anschauungen herrschen. Bei dem überaus niedrigen Preise des Buches trotz seiner eleganten Ausstattung, dürste dasselbe bald in den weitesten Kret en nicht nur der Aerzte, sondern auch des dabei nicht minder interessirten Laienpubltkums wohlverdienten Eingang finden.
Mdel ,u verfch-ffen." Traurig er ch.eu Hyrtl Tags darauf in der Vorlesung. „MeineH-rr-n," sprach er„es haben mich einige von Ihnen gestern offenbar mißverstanden, sie baden kein Mittel unversucht gelassen, um sich in den Besitz von Todtenschädeln zu setzen. Ich habe heute morgen in meiner Schadelsammlung einen großen Abgang an Leichen ichiideln entdeckt." Hhrtl, der einen außerordentlichen Reich- tDum an Orden besaß, aber eine heilige Scheu empfand, sich mit einem Orden-zeichen zu schmllckeu, ftofet itn ®e= öränflc mit einem hohen Militär zusammen, dessen Brust mit funkelnden Kreuzen besäet ist. Den Üblichen Höflichkcuvobolos, baß usuelle Wörtchen „Pardon" zurufend, will er an dem Offizier vorübereilen, allein dieser scheint ihn nicht so leichten Kaufes ziehen lasten zu wollen. „Mein Herr," donnerte er dem ihm unbekannten Gelehrten zu, den Zeigefinger gleichzeitig nach der ordengeschmückten Brustseite bewegend, „mein Herr, sehen Sie denn nicht?" „Pah," unterbricht ihn geringschätzig Hhrtl, „solche Dingerchen liegen in meinem Schrank kaufenweise." Sprachs und ließ den Herrn stehen. Einer der Collegen Hyrtls, der Professor Brückner, stellte vor vielen Jahren mit Kaninchen Versuche über die Gewichtsabnahme infolge Hungerns an. Die Thierc wurden jeden Tag gewogen, und es zeigte sich hierbei die paradoxe Erscheinung, daß dieselben an Gewicht nicht nur abgenommen, sondern im Gegentheil eine erhebliche, von Tag zu Tag sich steigernde Gewichtszunahme erfahren hatten. Die Erklärung dieses Phänomens wurde bald gefunden Der große Thierfreund Hhrtl fütterte von einem Gangfenster aus Tag für Tag die Kaninchen mit kräftiger Nahrung, und man erinnert sich nicht, daß es jemals so vergnügte hungernde Kaninchen gegeben Hat, wie zur Zeit dieser Experimente. „Zur Anatomie gehört/
Verfälschte schwarze Seide.
Man verbrenne ein Mütterchen des Stoffes, von dem man kaufen will, und die etwaige Verfävchnna tritt sofort zu Tage: Aechte, rein gefärbte Seide kräuselt sofort zusammen, verloscht bald und hinterläßt wenig Asche von ganz hellbraunlicher Farbe. — Verfälschte Seide (die leicht speckig wird und bricht) brennt langsam fort, namentlich glimmen die „Schußfäden" weiter (wennsehr mi: Farbstoff erschwert), und hinterläßt eine dunkelbraune Asche, die sich im Gegensatz zur ächten Seide nicht kräuselt, sondern krümmt. Zerdrückt man die Asche der ächten Seide, so zerstäubt sie, die der verfälschten nickt. Die Seidenfabrik G. Henneberg (f. u.k. Hoflieferant) Zürich versendet gern Muster von ihren echten Seidenstoffen an Jedermann und liefert einzelne Roben und ganze Stücke oorto- und zollfrei ins Haus- i
»pirlplim 6er vereinigten frankfurter Statttbeafn
Opernbaris.
Dienstag den 31. Juli: Der fHegenbe Holländer. Mittwoch den 1. August: Flick und Flock (Amor). Donnerstag den 2. August: Mignon. Freitag den 3. August: Flick und Flock. SamStag den 4. August: Medici. Sonntag den 5. August. Lohengrin. . .
Schauspielhaus.
Das Schauspielhaus bleibt bis incl. Samstag den 4. August geschlossen. ________ —---
Verkehr, Land- nnd Volkswirthschaft.
Grünberg, 28. Juli. Fruchtpreise. Weizen JL 14 32, Korn JL 14,00, Gerste 12,00, Hafer .*15,86 Erbsen ^16,00, Linsen 00,00, Wicken 00,00, Lein JC 00,00, Kartoffeln JL 4 74, Samen 19,16. __
Temperatur der Lahn und der Luft
nach Reaumur gemessen am 30. Juli, zwischen 11 und 12 Uhr:
Wasser 16, Luft 18*.
Rübsamen'sche Badeanstalt.
Adolf Bogt in Gießen gehörige Hof-
Mk. 740,80 Pfg.
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500,—
u
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Rein.
Carl Petri.
6264
Gnauth.
6283
6286
Clement.
6276]
[6272
2271.09
234717.01
Schäfer.
[6279
Philipp.
//
//
u
8948.90
16366.95
33.85
209062.15
305.16
Geitzler, Gerichtsvollzieher.
werk u. a- m.
6281
i. V.: Heuser.
1. Custos.
374,— 582,60 81-
Zegeben:
Planierarbeit . - • • *
Lieferung von Grundbausteinen und Aufsetzen
Activa.
Kassenbestand . . . .
Ausstände
Vorlagen
Ausgeliehene Capitalien Werth der Mobilien. .
Passiva.
Einlagen
Reservefond . . .
Reingewinn . . . .
Verwaltungskosten . .
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Vergebung.
Die Lieferung von 10000 kg. Frühkartoffeln soll vergeben werden. Angebote sind, versiegelt und mit der Aufschrift „Kartoffellieserung" versehen, bis zur Eröffnungsstunde: Mittwoch den8. August 1894,
Vormittags 10 Uhr, bei unterzeichneter Direction einzureichen.
Die Bedingungen liegen am 4. und 6. August l. I-, Vormittags zwischen 10 und 11 und Nachmittags zwischen 3 und 4 Uhr auf der Geschäftsstube des Oekonomen zur Einsicht offen, können auch gegen Zahlung von 30 Pfg. abschriftlich bezogen werden.
Zuschlagsfrist: 3 Tage.
Butzbach, den 28. Juli 1894.
Gr. Direction der Zellenstrafanstalt.
-er Spar-Leihkasse Wahenborn-Steinberß (Aktiengesellschaft) am 31. Deeember 1893.
gesetzliche Befähigung besitzen.^
Gießen, den 30. Juli 1894.
Der ev. Kirchenvorstand der Markusgemeinde Dr. Grein.
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frisch im Anschnitt, empfiehlt
derselben
Chaussirarbeit und Lieferung von Deckstemen
Lieferung von Sand
Herstellung einer Böschungsmauer incl. Lieferung des erforderlichen Material
Allendorf a. d. Lumda, am 28. Juli 1894.
Großh. Bürgermeisterei Allendorf a. d. Lumda
Ergiinzungswahl zur Gemeindevertretung der ev. Markusgemeinde.
Die stimmberechtigten Mitglieder der Markusgemeinde werden hierdurch eingeladen, zur Vornahme der Ergänzungswahl zu der Gemeindevertretung in unserer Gemeinde.
Diese Wahl soll stattfinden am nächsten Donnerstag, den 2. August ds. Js. in der Sakristei der Stadtkirche und zwar sollen die Wähler des Abends von 6 bis 8 Uhr ihre Stimmzettel abaeben.
Zu wählen sind für die Gemeindevertretung fünf Mitglieder als Ersatzmänner für die bis jetzt Weggefallenen (K. G. v. 15. März 1885 § 2).
Nach § 13 des Kirchenverfassungs-Edicts sind stimmberechtigt alle confirmirten selbstständigen Männer der Gemeinde, die das 25. Lebensjahr zurückgclegt haben, in derselben wohnen und nicht vom Stimmrecht ausgeschlossen sind. Wählbar in die Gemeindevertretung find nach § 18 des Kirchenverfassung - Edicts nur solche stimmberechtigte Manner von bewährtem kirchlichen Sinn und ehrbarem Lebenswandel, die das 30. Lebensjahr überschritten haben.
Die stimmberechtigten Mitglieder unserer Gemeinde werden ermahnt, in die Gemeindevertretung nur solche Männer zu wählen, welche die
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Alle von Nichtftudirenden entliehene Bücher sind bis spätestens den 15. August ds. Js. zur Revision einzuliefern.
Vom 13. August bis 22. October ist die Universitätsbibliothek täglich von 9 bis 1 Uhr geöffnet, Nachmittags geschlossen. ;
Gießen, den 1. August 1894. .
Der Großh. Universitätsbibliothekar
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Gießen, 10. Juli 1894.
Großh. Bürgermeisterei Gießen.
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Verdingung.
Die zur Herstellung einer Bauplatz - Einfriedigung längs der städtischen Nestparzelle in der Damm- stratze (an der Mühlich'schen Hof- ratthe) erforderlichen Schreinerarbeiten sollen Freitag, IO. August, Vorm. ll3/4 Uhr, auf dem Stadt- bauamte vergeben werden. Arbeitsbeschreibung und Bedingungungen liegen daselbst offen, auch sind Angebote, verschlossen, bis zum Termin dorthin einzureichen.
Gießen, den 27. Juli 1894.
Großh. Bürgermeisterei Gießen.
j In dem ehemals Belloff'schen Hause in der Sonnenstraße sind zwei Zimmer als«
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