Ausgabe 
30.12.1894 Erstes Blatt
 
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Szell, außerdem sind berufen Graf Albert Apponhi, Graf Tassilo Festetics und Aurel Dessewffy.

Budapest, 28. December. lieber die gestrigen und heutigen Audienzen in der Ofener KönigSburg wird in unterrichteten Kreisen unverbrüchliches Stillschweigen bewahrt. Aus zuverlässigen Anzeichen wird indeß in parla­mentarischen Kreisen geschloffen, Tisza, Szlawy und Szell befürworteten ein Cabinet Banffy. Bezüglich Vaszarys wird bestätigt, daß der Fürstprimas den Widerstand gegen die kirchenpolitischen Reformen perrhorreScire, er habe wahr­scheinlich auch in der gestrigen Audienz dieser Gesinnung Aus­druck gegeben.

Arco, 28. December. DaS Leichenbegängniß des Königs von Neapel ist auf den 3. Januar festgesetzt.

Tanger, 28. December. Der deutsche Gesandte erhielt vollständige (Aenugthuung wegen der Ermordung des deutschen Kaufmanns Neumann. Der Mörder Neumanns, Abdelkader, wird hin gerichtet- seine beiden Mit­schuldigen wurden zu lebenslänglichem Gefängniß verur theilt. Der Familie des Ermordeten wird eine Entschädigung ausgezahlt.

Depeschen de« Bureau ,$erolb*.

Berlin, 28. December. Das Staatsministerium hat heute Mittag unter dem Vorsitze des Staatsministers v. Bötticher eine Sitzung abgehalten.

Berlin, 28. December. DerReichsanzeiger" ver­öffentlicht, daß die Eröffnung der Fernsprechverbindung zwischen BerlV-Posen Bromberg-Jnsterburg-Tilsit und Memel am 1. Januar k. I. stattfinden wird.

Berlin, 28. December. Wie dieKreuzztg." hört, steht Graf Paul von Höensbroech, deffen Austritt aus dem Jesuitenorden s. Z. so großes Aufsehen erregte, im Begriffe, zur evangelischen Kirche überzutreten.

Berlin, 28. December. Der ehemalige russische General­gouverneur Gur ko ist gestern hier eingetroffen und hat in der russischen Botschaft Wohnung genommen. Derselbe wird sich bis Sonntag in Berlin aufhalten, um sich alsdann nach der Riviera zu begeben.

Berlin, 28. December. Die Agentur Havas verbreitete dieser Tage die Nachricht, daß der Erzbischof von Marasch nach Aleppo ins Gefängniß eingeliefert, der Bischof von Hadjin, der Erzbischof von Zeitun und der Pater Garask von Marasch zum Tode verurtheilt und die Schwester Elisabeth nebst 25 anderen Perscnen in Haft genommen worden seien- ferner sollte die Kirche von Beylan geschloffen und 15 angesehene Bürger von Aleppo verhaftet worden sein. Die hiesige türkische Botschaft erklärt auf Grund authentischer Nachrichten, daß obige Mittheilungen absolut unwahr und lediglich eine Erfindung der armenischen Revolutionscomitvs im Auslande find.

Köln a. Rh., 28. December. Der Konstantinopeler Correspondent derKöln. Ztg." versichert, daß die italienische Regierung ihren Botschafter in Konstantinopel angewiesen habe, daß Italien sich jedem von den betheiligten Mächten in der armenischen Frage vorzuschlagenden Schrttre anschlteßen werde, desgleichen sei nicht unwahrscheinlich, daß Deutschland und Oesterreich, wenn es die Nothwendigkeit ergebe, nunmehr in gleicher Weise sich äußern werden.

München, 28. December. Vor dem Schöffengericht haben sich heute sechs hiesige Redacreure wegen groben Unfugs zu verantworten. Denselben wird zur Last gelegt, durch schriftliche und bildliche Darstellungen in den Kreisen der staatserhaltenden Richtung Aergerniß und Beunruhigung hervorgerufen zu haben.

Budapest, 28. December. Das Amtsblatt veröffentlicht die Annahme der Demission des ungarischen Gesammtministeriums unter dem 23. December durch den Kaiser.

Graz, 28. December. Die halbamtlicheMorgenpost" wendet sich in einem scharfen, anscheinend instruirten Artikel gegen die Absicht der Grazer Deutsch Nationalen anläßlich des 8 0. Geburtstages des Fürsten Bismarck in Steiermark eine Feier zu veranstalten. Das Blatt weist auf die Wunden hin, welche Bismarck sowohl auf dem Schlacht­felde als auch auf wirthschaftlichem Gebiete Oesterreich ge­schlagen habe. Die Deutsch-Oesterreicher müßten im anderen Falle ihre eigene Würde und ihren Bürgerftolz verleugnen, denn wiederholt habe Bismarck seine österreichischen Verehrer und ihre Liebesdienste mit Fußtritten zurückgewiesen.

Paris, 28. December. DerTemps" erörtert in einer Besprechung des Berliner Bierboycotts deffen bevor­stehende Beendigung und meint, daß die Brauereien, obwohl sie wieder größere Einnahmen erzielen würden, infolge des Boycotts durch die Socialdemokratie doch einen beträchtlichen Schaden erlitten hätten.

Paris, 28. December. DerNewyork Herald" meldet aus S Hang Haff, daß die Lage der chinesischen Trupp en in Wei-hai-wai hoffnungslos sei. Die Chinesen bereiten sich auf Angriffe gegen die japanischen Truppen in der Mon­golei vor, wo die Japaner durch den Schnee am Vorrücken verhindert sind.

Loudon, 28. December. Aus Montevideo wird ge­meldet, daß verbündete Rebellen das Hospital in San Gabriel in Brand steckten, wobei 121 Kranke den Tod fanden.

Petersburg, 28. December. In Odessa wurde eine ganze Compagnie Soldaten, bestehend aus 83 Mann, wegen Insubordination bestraft, weil sie dem Hauptmann den Gehorsam verweigert hatten. 53 Mann wurden den Straf­bataillonen eingereiht, 28 wurden zu Festungsstrafen verur­theilt, bei zweien erfolgte Freisprechung. Der Hauptmann soll vor ein Kriegsgericht gestellt werden, weil er in den Büchern falsche Zahlen eingetragen hat.

Wafhiugtou, 28. December. Wie verlautet, werde Cleveland den früheren Außenminister John Forster auf Wunsch der chinesischen Regierung am 7. Januar nach Tokio schicken, um im Namen von China mit Japan Fried ens- verhandlungen zu führen.

Coectite* rritö ptwltnictu*»

Gießen, den 29. December 1884.

** Kunstverein. Die Ausstellung im ThurmhauS am Brand hat abermals eine theilweise Erneuerung erfahren: an Stelle der Gemälde von Bokelmann und Pape sind 33 Original-Radierungen von B. Mannfeld- Berlin getreten, welche die verschiedensten Stoffe in einer nach Auffassung und Darstellung gleich meisterhaften Weise wiedergeben, und dabei der gegenwärtigen Ausstellung einen weiteren Retz der Vielseitigkeit verleihen.

x Concert Verein. Am Sonntag den 6. Januar 1895 wird der Concertverein in Gemeinschaft mit dem Aka­demischen Gesangverein sein drittes Concert geben. Seit langer Zeit haben wir aus räumlichen Gründen auf ein größeres weltliches Chorconcert Verzicht leisten müssen und so sehr wir auch für die weihevolle Kirchenmusik eingenommen sind, so huldigen wir auch in der Musik oder vielmehr vornehmlich in der Musik desvariatio delectat". Ganz besonders interessant dürfte aber das Concert sich dadurch gestalten, daß uns hierbei gleich eine Novität ge­boten wird, und zwar eine von hervorragender Bedeutung. Wir danken es dem Vorstände besonders, daß er bei seiner unverkennbaren Hinneigung zu den Altmeistern auch einem Jüngeren das Wort gestattet. Heinrich Hofmann, der Componist desWaldfräuleins", welches das Hauptwerk des Concertes bilden wird, ist jedem musikalisch Gebildeten wohlbekannt. Geboren 1842 zu Berlin, war er Schüler des Kullack'schen Conservatoriums, speciell GrellS, DehnS und Wüersts; seine zahlreichen Gaben auf dem Ge­biete der Clavierliteratur haben ihn in weitesten Kreisen populär gemacht, seine Hauptbedeutung liegt jedoch in der meisterhaften Behandlung von Chor und Orchester. Das OrchesterwerkFrithjof-Symphonie" und das ChorwerkDie schöne Melusine", beide 1873 zuerst aufgeführt und seitdem unzählige Male wiederholt, haben Hofmanns Ruhm begründet und ihn zu einem der nam­haftesten lebenden Componisten gemacht. Wie nun bei allen Hofmaun'schen Werken so interessirt auch bei demWald- fräulein" weniger eine Eigenartigkeit, als vielmehr die große Klangschönheit. Da ist nichts Gesuchtes, kein Grübeln, nirgends wird man an die Siudirstube erinnert- edle, schöne Melodien und wohlklingende Harmonien fließen, den Hörer entzückend, dahin. Aber niemals wird Hofmann banal, nie mals macht er dem schlechten Gcschmacke auch nur die ge­ringste Concession, stets ist seine Erfindung nobel. Ebenso geschickt wie den Chor behandelt er auch das Orchester, kräftig weiß er hier in die Saiten zu greifen und in Tönen zu malen, die dem Hörer auch ohne erklärendes Programm verständlich sind. Die Aufführung desWaldfräuleins" in Gießen wird eine der ersten sein, die dieser Composition zu Thetl wird und dürfte darum vermehrtes Jntercffe bieten.

** Neues Theater. In anerkennenswerther Weise hat Herr Director Reiners sich bemüht, das Schliersee'r Bauern-Theater Ensemble auf vier Abende für un­sere Stadt zu verpflichten. Wir sehen einem Kunstgenuß entgegen, der in den ersten Städten Deutschlands mit Enthu­siasmus und Begeisterung aufgenommen wurde. So schreibt u. A. dasWürzburger Journal": Mit dem ersten Schritt, den das Bauernensemble aus seinem herrlichen Thal machte, hatte es sich im Sturm die Gunst des Publikums und der Kritik errungen. Und dieser Sieg auf der ganzen Linie ist, wie wir uns vorgestern und gestern überzeugen konnten, ein sehr begreiflicher. Es ist unstreitig ein Sieg des Realismus. Die Schliersee'r Bauern geben sich auf der Bühne genau so wie im Leben, sie sind das wirklich, was sie spielen und da­her diese verblüffende Echtheit, diese packende Wahrheit ihrer Darstellung. Da ist alles ursprünglich, nichts gekünsteltes und ihr Vortrag ist frei von jedem Pathos. Wie sicher da­bei die Leute ihre Rolle innehaben, man merkt, daß sie nicht blos mit dem Verstand, sondern mit dem Herzen spielen. Es sei hier an dieser Stelle von Nennung einzelner Namen abgesehen, sie alle ohne Unterschied verdienen die rückhalt­loseste Anerkennung. Das übervolle HauS spendete den Bauerndarstellern auch reichen wohlverdienten Beifall.

** Panorama. Von Sonntag an stellt das Panorama eine ganz neue Serie aus dem Riesengebirge aus, worunter besonders die Prinz Heinrich-Baude und Capelle im Winter, sowie eine Hörnerschlittenfahrt interessiren wird. Ferner sind die schönsten Partien im Sommer, Zackenklamm, Kynaft rc. zu sehen, so daß ein guter Besuch zu erwarten ist.

** Omnibus-Verkehr. Sicherem Vernehmen nach ist vor Schluß der letzten Sitzung der Stadtverordneten-Versammlung von dem Vertreter der Stadt im Vorstand der OmnibuS- Gesellschast noch die Frage aufgeworfen worden, wie er sich stellen solle zu der in einer demnächstigen Generalversamm­lung zur Verhandlung kommenden Einschränkung des Betriebes durch Aufgabe der Linie L (Grünbergerstraße MarktBahnhofstraßeBahnhof). Wiewohl die Stadt allein an dem ganzen Unternehmen mit 6000 Mk. interessirt ist, hat doch erfreulicher Weise die Stadtverordneten- Versammluug in ihrer überwiegenden Mehrheit sich für Bei­behaltung beider Linien ausgesprochen. Maßgebend dafür war insbesondere die Erwägung, daß der seitherige Betrieb des Unternehmens viel zu kurz sei, um auf dessen, zu einem guten Theil auch von der allmähligen Gewöhnung unseres Publikums abhängige, dauernde Rentabilität einen Halbwegs sicheren Schluß zuzulaffen, und daß es danach verfehlt wäre, jetzt schon wieder die einmal eingeführte, mit der Linie A (WallthorBahnhof) fast gleich einträgliche Linie B eingehen zu lassen, ganz abgesehen von den moralischen Ver­pflichtungen, welche zum Mindesten die Genoffenschaft haben dürfte gegenüber den eben zur Sicherung der Linie B dem Unternehmen beigetretenen Genossen. Auch wir hoffen, daß ) man in der bevorstehenden Generalversammlung nicht allzu rasch die Flinte ins Korn werfen möchte.

** Eifenbahn.Jubiläum, lieber ein auch für die Stadt Gießen wichtigeSJ ubtläum haben wir in Ergänzung unserer

I gestrigen Notiz weiter zu berichten: Am heutigen Tage sind- es 25 Jahre, daß die Theilstrecken GießenGrünberg und GießenHungen der Oberhessischen Eisenbahnen dem Betrieb übergeben wurden. Im Jahre 1870 wurden sodann die Strecken und zwar GrünbergAlsfeld und HungenNidda im Juni, AlsfeldLauterbach undNiddaBüdingen imOctober, BüdingenGelnhausen im November und LauterbachSalz- schlirf im December eröffnet. Die Eröffnung der Reststrecke SalzschlirfFulda erfolgte Ende Juli 1871. In welch außerordentlich günstiger Weise der Verkehr der Oberhessischen Eisenbahnen, der vorher nahezu ausschließlich nach Frankfurt gravittrte, die gesammten Verhältniffe Gießens beeinflußt hat, dürfte am besten aus der Thatsache erhellen, daß die Ein­wohnerzahl Gießens sich seit jener Zeit um mehr als da« Doppelte vermehrt hat. Von den bei der Eröffnung der Bahn bezw. im Laufe des Jahres 1870 angestellten hier ansässigen Verwaltungsbeamten befinden sich heute noch im Dienst die Herren: Finanzrath Burger, Maschinenmeister Querner, Rechnungsrath Kreuder, Revisoren: Gerch, Gröninger, Günther, Rullmann, Wilker und Zinßer, Werkmeister Stephany, Canzlist Pfeiffer und Bureaudiener Lott.

** Zur Warnung. In der gegenwärtigen Weihnachts­zeit dürfte es wohl angezeigt erscheinen, auf die Ursachen der so häufig vorkommenden Osen-Explosionen in Folge Verbrennens von Weihnachtsbäumen hinzuweisen. Tanne und Fichte sind in Stamm, Zweigen und Nadeln sehr harzreich. Das Harz enthält Kohlenwasserstoff. Der Kohlenwafferstoff entströmt dem Baume beim Verbrennen in großer Menge. Geschieht das Verbrennen in einem Ofen oder Herd mit starkem Zug, so verbindet sich der Kohlen­wasserstoff mit dem Sauerstoff der atmosphärischen Luft und es entstehen Gase sehr explosibler Art, denen der Kachelofen nicht standhält. Wie bedeutend der in den Nadeln des Baumes enthaltene Kohlenwafferstoff ist und wie kräftig er unter der Einwirkung der Hitze ausströmt, läßt sich erkennen, wenn man einen mit Nadeln besetzten Zweig einer Kerzen­flamme nähert. Die Ausströmung des Kohlenwasserstoffes aus den Nadeln, welche im Innern eine Röhre besitzen und porös sind, ist so stark, daß die F!amme der Kerze oft auS- gclöscht ober ausgeblasen wird. Die Polytechnische Gesellschaft zu Berlin hat schon im Vorjahre obige Erklärungen gegeben und damit vor Unvorsichtigkeit beim Verbrennen der Weih­nachtsbäume nachdrücklich gewarnt.

** Der Getreidemarkt. (Berichtswoche vom 22. bis 27. December.) In Folge der herrschenden Stille der Weih­nachtszeit war der Character des Geireidemarktes in letzter Woche ein schwankender. Während z. B. bis zum 21. De­cember die Preise in Folge des ichwächer gewordenen Ange­bots sich wieder befestigten, ja Weizen und Roggen sogar wieder etwas höher bezahlt wurden, hat in den folgenden Tagen die Ba'sseparlei wieder erfolgreiche Vorstöße gemacht und die Preise für Weizen und Roggen wieder etwas ztniick- gebrängt. In Berlin nnb Leipzig wurden gekauft per 20 Gentner: Weizen 120 vis 138 Mk,Roggen 111 bis 115 Mark, Gerste 92 bis 172 Mk., Hafer für 106 bis 140 Mk.

As. Alten Buseck, 26. December. Heute feierten der Schneidermeister Heinrich Melchior Siegfried und eine Ehefrau Maria Katharina geb. Spaar in seltener Frische und Gesundheit bas Fest ber goldenen Hochzeit. Der jetzt 75 Jahre alte Mann ift trotz seines hohen Alters noch rüstig genug, sein Hanbwerk zu betreiben, unb auch eine noch ebenso rüstige Ehefrau steht noch ihrem Haus- wesen vor. Währenb bes Nachmittaggottesb enstes würben in unserer von der gestern Abend stattgefundenen Weihnachts­feier noch mit dem Christbaum geschmückten Kirche 4 Paare ein Fall, der in einer Pfarrei wie Alten-Buscck gewiß selten vorkommt im Bramschmuck vom Ortsgeistlichen getraut. Nach dem Gottesdienst erschlen auch das Jubelpaar im Kreise von Kindern und KindeSkinbern in dem GotteS- hause, um das Gedächlniß ihres vor 50 Jahren zu derselben Stunde und an demselben Altäre geschlossenen Ehebunbes zu erneuern. Mögen sie ben Rest ihrer Tage in derselben Rüstigkeit und Gesnnbheit verleben, bie sie bis zum heutigen Tage stets begleitet hat!

Verkehr, £anO» rrrrd Volkswirthfchaft.

29. Dezember. Marktbericht Am dem heutigen Wochenmarkt kostete: rwtter pr. Pfd. 0.90 - 0,95, Hühnereier pr. Stück 7-9 4. 2 Stück 4, Käse pr St. 4-8 4, Kasematte pr- 6t 8 4, Erbsen pr. Liter 16 4, Zinsen pr. Liter 28 4, Tauben pr. Daar 0,700,90, Hühner pr- Stück * 0.85100, Hahnen pr. 6t. X 0,70 -1.20, Snten pr. St1,401 80, Gänse pr.Pfd. 5463 Ochsenst.pr.Vfd. 74-78 4,Kuh-u Rindfl pr.Pfd. 6670 4, Schweim- fleisch pr. Psd. 66 -76 4, Kalbfleisch pr. Pfd. 60 66 3, Hammel, fletsch pr. Pfd. 6070 4, Kartoffeln pr. 100 Kilo 4.605,00 jh.. Weitzkrau? pr Stück---Zwteükln pr. Gentner 3,003,50 »<

MNch pr. Liter 16 20 A, Enteneier 2 St 4, GSnseeier 4,

Bro dpreise

vom 30. December 1894 bis 13. Januar 1895. Der hiesigen Bäcker.

1 Kg. (2 Pfd.) Tafelbrod......24 Pfg.

bei Carl Wallenfels II. .....25

2 Kg. (4 Pfd.) Taielbrod ...... 48

bei Carl Wallenfels II.......50 "

1 Kg. (2 Pfd.) Weißbrod ...... 22 "

2 Kg. (4 Pfd.) Weißbrod......44

1 Kg. (2 Pfd.) Schwarzbrot)......20 ,

Roggen-Schwarzbrod bet Ernst Muth 19

2 Kg. (4 Pfd.) ......40 ,

u Roggen-Schwarzbrod bet Ernst Muth 38

3 Kg. (6 Pfd.) .....60 ,

Der auswärtigen Bäcker.

2 Kg. (4 Pfd.) Weißbrod bet W. Weitzel v. Lang-GönS 40 ,, 2 Kg. (4 Pfd.) Schwarzbrot) bet Joh. Kd. Nette o. Kirch-Göns 36

W. Weitzel v. Lang-Göns u.

F. Schön v. Ruttershausen 38 ,

3 Kg. (6 Pfd.) Schwarzbrot) b. Batth. Christ Ww. v.Wieseck 60 ,, Der Brodverkäuser.

Dieselben Preise wie bet den Bäckern. Gießen, den 29. December 1894.

Grobherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius.