Ausgabe 
30.11.1894 Erstes Blatt
 
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beiden ziemlich bejahrten Brüder des Hochzeitsvaters geriethen auf dem Heimweg von der Hochzeit in Folge Dunkelheit im ytebd tu den Abbach. Der eine von ihnen wurde auf seinen Hilferuf von dem aus der nahen Wirthschaft herbeieilenden Sohne aus dem nassen Element befreit, nicht ohne daß auch der Sohn dasselbe zu kosten bekam. Vom anderen aber sah und hörte man nicht- und erst heute Morgen wurde er tobt aus der Abbach gezogen. Er war bei seinem Falle offenbar auf da- Gesicht zu liegen gekommen und hatte darum nicht wehr rufen können, vielmehr bei seinem hohen Alter sofort die Besinnung und so das Leben verloren.

* Ascheudorf, 27. November. Der Gendarm Jansen war mit dem Putzen seines Revolvers beschäftigt, alS die Waffe sich plötzlich entlud. Die Kugel drang dem Beamten durch das rechte Auge in das Gehirn. Jansen, der auf der Stelle tobt blieb, hinterläßt Frau unb acht Kinder.

* Marseille, 26. November. Gestern wurde hier ein Bettler festgenommen, der vor dem Richter sich als Besitzer von etwa 100 000 FrcS. Werthpapieren, einiger Liegenschaften in Vienne, einer Wohnung von jährlich bUO Frcs. MiethzinS unb Herr zweier Dienstboten entpuppte. Der arme Mann erklärte bem Richter, baß er infolge seines schwächlichen Körperbaues und seiner erschütterten Gesundheit keiner sonstigen gewinnbringenden Beschäftigung obliegen könne unb baS burch Betteln verdiente Gelb, das burch- schnittlich etwa 10 FrcS. täglich nebst Brot unb sonstigen Lebensmitteln betrage, bazu oerwenbe, damit seine VermögenS- guellen sich nicht verminderten. Er wirb wegen Bettelns gerichtlich verfolgt.

* Der Tellschuß wäre kein Kunststück gewesen, wenn er auf den größten Apfel abgegeben worben wäre, ber in btesem Jahre in Deutschlanb geerntet worben ist Dieser hat in Hub in Baden bte Sonne erblickt. DaS Aepfelchen wiegt 875 Gramm und hat einen Umfang von 36 Centiweter. Wie weit dieser Riese unter ben Aepfeln über bte gewöhn­liche Größe hinauSragt, dürfte daraus hervorgehen, daß in früheren Jahren schon ein Apfel in der Schwere von 509 Gr. großes Aufsehen erregte unb alS hervorragendster Apfel Deutfchlanbs prämlirt wurde.

* Ein galanter Schwiegersohn. Ort der Handlung: ber Sitzungssaal deS Friedensrichters eines Pariser Arrondiffe- «ents. Klägerin: die Wittwe Duronbarb. Geklagter: Buchbrucker Legaillard. Friedensrichter: Gestehen Sie, die hier anwesende Klägerin, Frau Duronbarb, vor Zeugen Kameel" genannt zu haben? Gekl.: Wohl möglich, ich habe einmal bte Vogelnamen im Munde. Friedensr.: Nun, laffen Sie bas in Zukunft, benn bieSmal verurtheile ich Sie zu 5 Francs Buße. Gekl.: Das kann man sich »och leisten. Friedensr.: Die Sache ist erledigt, ziehen Sie sich zurück. Gekl.: Noch ein Wort, Herr Richter. . . ES ist also verboten, seine eigene SchwiegermutterKameel" zu heißen? FriedenSr.: Gewiß, deshalb sind Sie ja eben verurtheilt worden. Gekl.: Ist es aber gestattet, ein Kameel mitMadame" anzusprechen? Friedensrichter (verdutzt): Wenn es Ihnen besonderen Spaß macht, so sehe ich kein weiteres Hinderniß dafür. Gekl. (sich der Klägerin .jutoenbenb, mit einer tiefen Verbeugung) :Madame, ich habe die Ehre, mich Ihnen zu empfehlen". Die Schwieger­mama schwingt unter bem Halloh ber Zuhörer brohend ihren Regenschirm, inbeß Legaillard mit seinen Kameraden zum nächsten Schankwirth eilt, um daselbst die frtschgebackene Derurtheilung gewisienhaft zubegießen".

* Japans Armee. Nach der japanischen Versaffung ist jeder körperlich tüchtige Japaner vom 17. bis zum 40. Lebens­jahre militärpflichtig. Aber nur im Falle einer Invasion werden junge Leute unter 20 und Männer über 32 Jahren zu den Fahnen gerufen. Der Japaner dient drei Jahre acriv. Nach dem letzten japanischen parlamentarischen Aus­weis ist die japanische Armee wie folgt zusammengesetzt: Stehendes Heer (Männer von 20 bis 23 Jahren) 69,000 Mann. Active Dienstzeit drei Jahre- erste Reserve (von

23 bis 27 Jahren) 92,904 Mann- zweite Reserve (von 27 bis 32 Jahren) 106,169 Mann. Bis jetzt hat Japan 125,000 Mann nach Korea unb China gesandt.

An8 einem Schulerauffatze in der Fortbildungsschule: Nieder-F... ist meine Heimath. ES ist ein kleines Ort. Ein Teil davon ist Katolisch unb ein Teil Evangelisch. DaS Mittel bavon bilbet eine Brücke.

Schiff-nachvichten.

Hamburg, 28. November. Neueste Nachrichten über die Bewegungen der Dampfer der Hamburg-Amerika«Linie. Dampfer Polaria", von Hamburg nach Newymk bestimmt, ist am 26. No­vember in St. Johns angekommen unb hat an demselben Tage die Reise nach Newyork fortgesetzt. PostdampferBorussia", von St. Thomas via Havre nach Hamburg zurückkehrend, bat am 27. November, 6 Uhr Morgend, Lizard passtrt. Postdampfer Moraoia", von Hamburg nach Newyork bestimmt, ist am 27. No­vember, 10 Uhr Morgens, in Havre angekommen. Dampfer Polynesta", von Newyork nach Stettin zurückkehrend, ist am 27. November, 11 Uhr Morgens, in Copenhagen angckommen. DampferHtSpania", von Montreal kommend, hat am 27. November, 11 Uhr Morgens, von Antwerpen die Rcise nach Hamburg fortgesetzt. DampferSlaoonia" ist am 27. November, 2 Uhr Nachmittag«, von Newyork via Scandinaoien nach Stettin abgegangen. Post- dampferHungaria" ist am 27. November, 2 Ubr Nachmittags, von Hamburg via Havre nach Westindien unb Mexiko abgegangen.

Literatur und Annft.

Neue Gedichte von Frida Schanz. Mit dem Porträt der Verfasserin. In Original-Leinenband 6 Mark. Verlag von I. I. Weber in Leipzig. Der ergreifende und ernste Gehalt ihrer Gedichte und deren meisterhafte Form und Melodik baden der Ver- fafferin in deutschen Landen größte Anerkennung und Verehrung gesichert. Frida Schanz bietet in ihrenNeuen Gedichten" einen Schatz köstlicher Lyrik. Die feinsten Ausdrucksmittel für starkes und tiefes Empfinden, der zarteste Stimmung^zauber stehen der Dichterin zu Gebote, und in der Kunst, die tiefsten Saiten des Herzens zu rühren, das Traurigste und das Heiterste dieser Welt in hinreißenden Versen auszusprechen, steht Frida Schanz wohl jetzt einzig da. Ein besonderes Schwergewicht erhalt das Buch durch den epischen Theil, dessen Perle die KünstlernovelleSieghafte Kunst" bildet.

Vrockhatr»' ConversationS Lexieon» Vierzehnte vollständig neu bearbeitete Auslage in 16 Länden- Verlag von F. A. Brock­haus in Leipzig. Berlin, Wien. Jeder Band geb. 10 Mark. Es ist wohl überflüssig, auf den großen Werth, den ein Conver- sations-Lexicon für jeden Gebildeten besitzt, besonders aufmerksam zu machen; er ist längst allgemein anerkannt; Jedermann betrachtet es heute als Nothwendigkeit, sich ein Lexicon anzuschaffen. In Aus­führung eines folchen Entschlusses begegnet man aber einer nicht geringen Schwierigkeit, indem man sich vor die Aufgabe gestellt sieht, unter den verschiedenen derartigen Publicationen die rechte Wahl zu treffen. Um dieses mit Erfolg zu thun-, muß man sich zunächst über die Frage klar sein: was verlangt man von einem guten Converfations-Lexicon? Man will Aufklärung von ihm; nicht specielle fachliche Ausbildung, nicht gelehrte, wtffenschaftliche Abhandlungen und Erörterungen sondern allgemein veiständliche Mitlheilungen über Fragen jeden Gebietes und aus jedem Berufe In jenem Umfange, welcher dem Interesse eines gebildeten Menschen auch für einen seinem Berufe ferne IHegenben Gegenstand entspricht. Dieser schwierigen Ausgabe wird das obige Werk, das gegenwärtig bis zum 11. Bande fortgeschritten ist, in vollem Maße gerecht. Die wissenschaftlichen Abhandlungen sind bei aller Vollständigkeit und Sachlichkeit doch in den rechten Grenzen gehalten und nehmen auf die Fortschritte der neuesten Zeit Bedacht; die historischen Artikel zeichnen sich durch strenge Objectivität und durch die Berücksichtigung auch der jüngsten Ereignisse aus; den geographischen Mitlheilungen darf große Vollkommenheit und Genauigkeit nachgerühmt werden; sehr hübsch und anregend geschrieben sind die kunsthistorischen und literarischen Notizen. Die technischen und Naturwissenschaften, Handel, Industrie und Gewerbe haben ihrer Bedeutung in der Neu­zeit entsprechend in Wort und Bild weitestgehende Berücksichtigung erfahren. DerBrockhaus" wird über 100.000 Artikel umfassen, die alle von ersten Vertretern ihres Faches ausgearbeitet sind. Die Zahl der Abbildungen im Texte ist eine sehr bedeutende (9500); auch sind jedem Bande Tafeln beigegeben, deren Ausführung geradezu vollendet genannt werden muß. Es ist ein Genuß, diese meister­haften Silber betrachten zu können. Insbesondere die bunten Tafeln sind von einer solchen kunstvollen Ausführung, wie sie bisher in Werken der Art noch nicht geboten worden find. Die Karten und Pläne ersetzen einen Atlas. Wir wollen keine einzelnen Artikel oder Abbildungen heroorheben, weil sie einander alle in Bezug auf Inhalt unb Darstellung ebenbürtig sind. Die Ausstattung ist eine sehr schöne und gelungene. Die Anschaffung wird durch die Herausgabe

in 256 Heften A 50 Pfg. wesentlich erleichtert. Kurz eS liegt uns imBrockhaus" ein Werk vor, das deutscher Gelehrsamkeit, deutschem Fleiße und deutschem Können zur höchsten Ehre geregt, das deutsche Wißbegier de unb deutschen Bildungseifer voll zu befriedigen vermag und das darum auch in keiner deutschen Familie fehlen sollte. Noch werthooller wird derBrockhauS", bi fei Hausschatz des deutschen Volkes, wenn er in einem ber prächtigen Wandregale, welche von der Firma F. A. Brockhaus durch Vermittelung jeder Buchhandlung in zwei Formaten, einem langen und einem hohen, zu beziehen sind, aufgestellt wird. Man hat das Lexicon bann jederzeit b quem »ur Hand, unb mit dem Regal bildet es eine stolze Zierde jedes Bürgerhauses.

Verkehr, (and« rrrrd Volk-wlrthschaft.

IHmbatfl, 28. November. Fruchtmarkt. Rother Weizen X 11.60, weißer Weizen X 00.00, Korn X 8.70, Oetftc X 7.00, Hafer X 5 20.

Zur Aufbewahrung der Sartoftelu, Rübe«, Mähren uud Zwiebeln. Der nasie Herbst und Sommer hat für das Wachtztyum und die Beschaffenheit der Knollengewächse Be­dingungen geschaffen, welche deren Fäulniß sehr begünstigt, denn die große Feuchtickcit des Bodens hat bewirkt, daß nicht nur die Zellen­wände der Pflanzen dünner als in normalen Jahren wuchsen, sondern die große Frvch'igkcit an sich fördert auch im hohen Grade die Ver­mehrung und llebertragung der Fäulnitzpilze. Da gilt eS auf energische Weise Vorb.ugungsmaßregetn zu treffen, wenn die Kartoffeln, Rüden, Möhren, Zwiebeln u. f. w. während ber Auf bewahr ungszeit nicht zur Hälfte verfaulen sollen. Zunächst halte man bei allen Knollengewächsen in diesem Herbste noch eine sorgfältige Auslese, befreie sie von jedem Schmutz burch Waschen und entferne alle an­gefaulten unb kranken Knollen, die sich ja jetzt noch, falls sie nicht vollständig verdorben sind, als Virhfutter in gekochtem Zustande benutzen lasten. Dann sorge man soviel a!S möglich hh Auf­bewahrung der Knollengewächse in einem trockenen Keller. Zu diesem Zwecke lege man Kartoffeln, Möhren und Rüben nicht direkt auf den Kellerboden und auch nicht auf Stroh, sondern bringe im Keller einen 1 bis 2 Fuß über dem Boden befindlichen festen Lattenrost an, auf welchen man die Kartoffeln u. f. w. legt Bei trockenem, sonnigen Wetter, bei welchem fein Frost herrscht, thut man auch gut, den Keller in ber Mittagszeit eine Stunde zu lüften. Ganz zu verwerfen ist in diesem Jahre das Aufbewahren ber Kartoffeln und Rüben in Gruben, eher benutze man die sogenannten Miethen, das heißt das pyramidenförmige, einen Meter hohe Aufschichten der Kartoffeln oder Rüben und deren Bedeckung mit einer schwachen, trockenen Erdschicht. Zwiebeln bebt man am besten in einer trockenen Kammer auf, die aber nicht über 8 Grad Wärme unb im Winter keine Kältegrade haben darf.

kirchliche Anzeige« -er Stadt Gietzen.

Evangelische Gemeinde. An der Etadtttrche.

Freitag den 30 November, Vormittags 98/< U')r:

Militärgottesbienst zur Fefer des Geburtstages S. Ä- H. deS Großherzogs. Pfarrer Dingeldey.

Katholische Gemeinde.

Freitag den 30. November, Vormittags 8 Uhr:

Zur Feier des Geburtstages S. K. H- des GroßherzogS Milt» tärgottesdtenst mit Te Deum.

Gottesdienst in der Synagoge.

SamStag, ben 1. December.

Vorabend 4 Uhr, Morgens 9«> Uhr, Nachmittags 3« Uhr SabbathauSgang 5° Uhr-

Gottesdienst der israelittschen Religiousgesellschaft-

Frettag Abend 4 Uhr, SamStag Vormittag 8"Uyr, Nachmittag 3 Uhr, Sabbathausgang 510 Uhr.

Soeben er5ioti.eint:

hsflArOOl 16 Bände eeb. ä 10 M. |

§ BUHS | Unentbehrlich für Jedermann. |

1165001

Brockhaus' Konversations-Lexikon. | ' - 14. Auflage.

KMlJll Jubiläums-Ausgabe. KjTjTj'l

JAbbildungc

?n.| 300 Karten. 130 Chromoe. |

Tafeln. |

Bekanntmachung.

Freitag den 11 Isnusr 1895,

Nachmittags 3 Uhr,

Der Voranschlag der Gemeinde Utphe pro 1895/96 liegt vom 30. ds. MtS. ab acht Tage lang auf dem Bürgermeisterei» Büreau dahier offen.

sollen auf dem hiesigen Ortsgericht die ber Frau Justu» Müller Wittwe und deren Kinder JustuS Müller 2c und Louise Müller in Gießen gehörigen

9703

Flur 1

Versteigerung

1

1

1750 qm Acker da-

Nr. 199 1556 qm am Nah­

rungsberg auf daS Altenfeld,

Samstag, den 1. December, Abends 9 Ahr:

! Flur 33

I Flur 33

Flur

Flur

1

1

Versammlung der Mitglieder der Orts krankenkasse zu Giessen

Utphe, den 28. November 1894.

Großherzogliche Bürgermeisterei Utphe. Schneider.

Nr. 1075 737 qm Hofraithe bei dem Lindenplatz

Nr. 1076 62 qm Hofraithe bei der Kirche,

Nr- 1066 188 qm Hofraum in der Wetzsteins gaffe,

Nr- 1067 87 qm Grabgarten daselbst,

Nr. 1068 87 qm Hosraum mit Stall daselbst,

i Nr. 66a 2000 qm Acker im Altenfeld links auf den Weg,

Weg,

Nr- 68,6 88 am Acker da­selbst,

Nr. 292/10 25 qm Acker im

Großh. Ortsgericht Gießen.

I. A-: Bogt. 9704

Klub 33 Nr. 201 1625 qm Acker da, selbst,

Flur 33 Nr- 67,5 125 qm Acker im alten Feld, .stößt links auf den

Immobilien:

Flur 1 Nr. 10808/10 100 qm Hofraithe bet der Kirche,

Uus freiwilliges Austeheu wird wegen Uebergabe der

Deconomie nächsten Dienstag den 4. December I. Js., Nach-,Flur mittags Uhr, in der Hofraithe Lahnstraste Nr. 5, »eben! bem Biehmarkt, sämmtliches lebende und tobte Inventar, ein großer Borrath Heu und Stroh, sowie verschiedenes Mobiliar, als Betten, Flur 33 Schränke u. s. w. öffentlich meistbietend gegen Baarzahlung versteigert. |b _

Unter Anderem kommen zum Ausgebot: 4 junge zugfeste; seihst, Pferde, 2 belgifche braune, L Schimmel und 1 | ^UT 33 "

mehrere Kühe, verschiedene Ernte- u. Kastenwagen, 1 Milch- und 1 Handwagen, zu verschiedenen Zwecken verwendbar, Pflüge, Flur 33 Nr. 200 - 1394 qm Acker da- Eggen, Gefchirre, 1 Reitzeug uud sonstige Oeconomiegeräthe. ...... .

9719 I. A.: Schneider, Gerichtstaxator.

Altenfeld bet den Gärten, in der RestaurationZum Pfau", Neustadt 55. [9710 Flur 40 Nr. 299 325 qm Ack.r auf , r , ..., ra t | bem Sand

Tagesordnung: 1) Die Einberufung einer außerordentlichen (SencraW gffentlto meistbietend versteigert werden.

Versammlung; 2) Nominirung der (Kandidaten zur Vorstandswahl. 1 Gießen, ben 28. November 1894.1 NB. Die Mitglieder und Vertreter der Arbeitnehmer werden dringend ersucht, pünktlich zu erscheinen. Mehrere Mitglieder.

Freitag den 11. Januar 1895,

Nachmittags 3 Uhr,

sollen auf dem hiesigen OrtSgericht die der Philipp «regorius Ehefrau, geb. Seipel, in Gi ßen an nachstend bezeich­neten Grundstücken die ideelle Hälfte: Flur 5 Nr. 19 1800 qm Wiese in ben Weiden,

Flur 5 Nr 20 1269 qm 9Btere da-. selbst,

Flur 5 Nr 26 3512 qm Wiese da» selbst,

Flur 6 Nr. 256 1388 qm Acker am Läufertsroder Weg hinten an den Wiesen,

Flur 6 Nr. 257,3 1763 qm Acker da­selbst,

Flur 42 Nr- 55 450 qm Acker neben dem Sandfeld auf den Wart- wea,

Flur 42 Nr. 57 1513 qm Ackcr da­selbst,

Flur 42 Nr 58Vio 708 qm Acker da­selbst

öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, 29. November 1894.

Großh. Ortsgericht Gießen.

I. A.: Bogt. 9713

Freitag den 11. Januar 1895,

Nachmittags 3'/, Uhr.

soll auf dem hiesigen OrtSgericht die dem Aierdiuand Wiedmeyer in Gießen ge­hörige Hofraithe:

Flur 27 Nr. 2117/io 352 qm am Langenstein

öffentlich meistbietend versteigert werden.

Gießen, 29. November 1894.

Großh. OrtSgericht Gießen-

I. 21.: Bogt. 9714

Freitag den 11. Januar 1895,

Nachmittags 2 Uhr,

sollen auf dem hiesigen OrtSgericht die dem Eu»U Schmidt von Gießen, jetzt in Amerika, und seinem Sohn August Schmidt in der Gemarkung Gießen ge­hörigen Immobilien:

Flur 1 Nr. 364 75 qm Hofraithe im falten Loch,

Flur 1 Nr. 366 38 qm Hofraihe da­selbst

öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, 29 November 1894

Großh. Ortsgericht Gießen»

I 21-: Bogt. 9712

Dienstag den 8» Januar 1895,

Nachmittags 4 Uhr,

soll auf dem hiesigen Ortsgericht die dem Adolf Bogt in Gießen gehörige Hofraithe:

Flur 1 Nr. 783 - 381 qm in der Sonnenfiraße

öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, 29. Novembe 1894.

Großh. Ortsgericht Gießen.

____________I. 21-: Bogt. 9711

Freitag den 14. Deebr.,

Nachmittags 3 Uhr, sollen auf dem hiesigen Ortsgericht die dem Alfred unb der Aohauna Freund in Gießen gehörigen Immobilien:

Flur I Nr. 39 12 qm Hofraum in der MÜh'gasse,

Flur I Nr 41 75 qm Hofraithe da­selbst

öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, 1. November 1894.

G"vßh. Ortsgericht Gießen.

I. A.: Vogt. 8954