Paris, 28. August. Dem Colonialminister ging keine Nachricht über die Niederlage, bei Timbuktu zu. Er hält die Mittheilung darüber für falsch.
Loudon, 28. August. Reutermeldung aus Kairo. Großes Aufsehen erregt die Verhaftung des Präsidenten deS gesetzgebenden RatheS Ali Pascha und deS Generals a. D. Hassan Pascha. Die Verhafteten werden beschuldigt, sudanesische Sclaven angekauft zu haben. Ein dritter Pascha NamenS Sharawi ist geflüchtet.
Glasgow, 28. August. In der Ortschaft Blantyre griffen ausständige Bergarbeiter Nacht- das Bergwerk BardykeS an. Mehrere hundert Personen sammelten sich an und warfen die Polizei mit Steinen. Berittene Constabler schritten ein und gebrauchten ihre Knüppel. Ein Mann wurde schwer verwundet.
Buckingham, 28. August. Der Graf von Paris ist schwer erkrankt- die Nahrungsaufnahme ist erschwert.
Haag, 28. August. Durch ein heute dem Colonialminister zugegangenes Telegramm werden die Niederlage und die großen Verluste der Exp edition gegen Lombok bestätigt. Zugleich wird mitgetheilt, daß die Expedition recon- struirt, in vier Tagen ein Bataillon Infanterie, sowie eine starke Abtheilung Artillerie nachgeschickt und die Schiffsmacht der Expedition verstärkt wird.
Shaughai, 28. August: Reutermeldung. Vom Kriegsschauplätze fehlt Authentisches- es ctrcultren nur allerlei Gerüchte. Die chinesische Flotte kam am 24. dss. Mts. in Wei-Hat-Wei an, die japanische Flotte soll nördlich vom Meerbusen von Pitschili kreuzen. Auch sollen die Japaner eine große Streitmacht nördlich von Taku landen, um nach Peking zu marschiren. Die Japaner sollen ferner zwanzigtausend Mann am Jalufluffe gelandet haben, wo sie mit angeblich 28 Kriegsschiffen den Chinesen die Communication abzuschneiden versuchen.
Depeschen bei Bureau .Herold'.
SJctlfa, 28. August. Von angeblicher, dem Reichskanzler nahestehender Seite wird einem Berichterstatter mitgetheilt, Caprivi habe im vertraulichen Kreise geäußert, Miquel sei unter allen Umständen im Amte zu erhalten. Miquel s Arbeitskraft und Genialität seien im Interesse des Vaterlandes als unentbehrlich zu betrachten.
Berlin, 28. August. Den „Berliner Neuesten Nachrichten" zufolge werden zur Zeit bei von auswärts nach Berlin zugezogenen Arbeitern amtltcherseits Erhebungen darüber angestellt, was dieselben veranlaßt hat, ihre Hetmath zu verlassen und nach Berlin zu ziehen. Ferner soll ermittelt werden, welchen Einfluß der Zuzug ländlicher Arbeitskräfte auf die Erwerbsverhältnisse der Berliner Arbeiterschaft ausübt.
Berlin, 28. August. Die Zeitungsmittheilung, daß im Jahre 1893 11,000 Rekruten mehr eingestellt worden seien, als am 3. August 1893 bei Genehmigung des Gesetzes betr. die Friedenspräsenzstärke in Aussicht genommen waren, wird vom „Reichsanzetger" unter Angabe der Gründe bestätigt.
Berlin, 28. August. Wie der „Localanzeiger" mittheilt, sind die in Danzig und Umgebung für Mitte September befohlenen Flottenmanöver wegen Choleragefahr nach Swinemünde verlegt worden.
Berlin, 28. August. Der „Reichsanz." veröffentlicht eine Bekanntmachung des Staatscommissars für die Gesundheitspflege im Stromgebiet der Oder, wonach zur Verhinderung der Verschleppung der Cholera auf dem Wafferwege auf der Netze und Warthe vorläufig in Josefinen bei Nackel, in Netzdamm bei Weißenhöhe, in Czarnikan und in Landsberg a. W. eine ärztliche Ueber- wachung des Schifffahrts- und Flößereiverkehrs stattfindet.
Berlin, 28. August. Die Fernsprechverbindung Berlin- Wien über Dresden soll bereits im November d. I. dem Verkehr übergeben werden. Die Gebühr für ein ein- faches Gespräch ist auf 1.50 Mk. festgesetzt worden.
Cronberg, 28. August. Der V o r st a n d der im October in Frankfurt a. M. stattfindenden Ausstellung für Kochkunst, Volksernährung und Armeeverpflegung, bestehend aus den Herren W. Müller, Ehrenfels, Beerwetnproducent Fromm und F. Orlenbach, wurde heute Mittag auf Schloß Fried- rtchshof von der Kaiserin Friedrich in längerer Audienz empfangen. Die Kaiserin bekundete ganz besonderes Interesse für die vom Vorstand unter Mithülfe hervorragender Hhgietniker und Aerzte vorgesehene Ausstellung diätetischer Präparate und legte besonderen Werth darauf, daß durch diese Ausstellung auch in der Richtung der Säuglingsernährung lehr- retche Anregung gegeben werde, ebenso wie vor Allem auch auf dem Gebiete der Volksernährung Fortschritte recht anschaulich dargestellt werden sollten. Sehr erfreut äußerte sich die Kaiserin sodann über die von dem Vorstandsmitglied Fromm angeregten öffentlichen Kochhallen, da dadurch der Arbeiterfamilie ermöglicht werde, ihr Mittagessen gemeinschaftlich einzunehmen.
Köln, 28. August. Wie der „Köln. Ztg." mitgetheilt wird, sollen am nächsten Sonnabend vor der Gewehr- Prüfungscommission in Spandau Schteßversuche gegen einen von dem Techniker Otto Wtlhelmi in Straßburg hergestellten Panzer gemacht werden, der angeblich nur wenig über 6 Kilogramm wiegt.
Kola, 28. August. Die Generalversammlung des Volksvereins für das katholische Deutsch, land, welcher zur Zeit 170,000 Mitglieder zählt, tagte heute Vormittag um 9 Uhr. Abgeordneter Lieber, lebhaft begrüßt, hielt eine längere Rede, in der er die Bestrebungen der Soctaldemokratie geißelte und zu einer lebhaften Agita- tion gegen dieselbe aufforderte. Der größte Feind des Katholicismus sei die Soctaldemokratie, welche noch gefährlicher als der Anarchismus sei. Man dürfe die socialtstische
Gefahr nicht unterschätzen, zu erreichen sei aber nur etwas, wenn die thatkräftigste Agitation entfaltet werde. In der zweiten geschlossenen Versammlung wurde ein Antrag, angenommen, wonach „auch in diesem Jahre von den Katholiken Deutschlands wiederum das unverjährbare Recht auf die Unabhänigkeit und territoriale Souveränetät des Apostolischen Stuhles ausgesprochen und die demselben unbestreitbar gebührende Weltstellung zurückgefordert wird". Mehrere diesen Antrag ergänzende Zusatzanträge wurden gleichfalls angenommen, ebenso der Antrag, die farblose Preffe zu bekämpfen und nicht in derselben zu inseriren und nur die ausgesprochen katholische Presse zu unterstützen.
KönigShntte, 28. August. Der Sergeant Sigusch wurde vom Kriegsgericht wegen Soldateumißhandlung zu 2jähriger Festungshaft und Degradation verurtheilt.
München, 28. August. Officiell wird mitgetheilt, daß die Büste des Prinzregenten in Partenkirchen zwar vom Sockel gehoben und zu Boden geworfen, aber nicht erheblich beschädigt wurde.
Wien, 28. August. Bei einer manövrirenden Cavallerte- Abtheilung wurden gestern über 100 Mann vom Hitz- schlag getroffen, meist jedoch leicht. Die Hitze betrug über 30 Grad Reaumur im Schatten.
Prag, 28. August. Die Ortschaft Plaß bei Pilsen steht mit sammt dem dem Fürsten Metternich gehörenden Schlöffe in Flammen. Der Schaden ist bedeutend.
Rom, 28. August. Der Kriegsminister Mocenni hat seine Demission eingereicht. General Ricotti ist zum Nachfolger ausersehen.
Paris, 28. August. Die Hinrichtung des Abbv Brunau, die auf heute angesetzt war, wurde auf telegraphische Verfügung des Präsidenten Casimir Perier im letzten Augenblick verschoben. Casimir Perier berief den Berthei- diger Bruneaus für morgen zu sich. Nach dem „Jntransigeant" soll der Aufschub auf Intervention des Papstes geschehen sein. Der Scharfrichter Deibler, der bereits in Laval anwesend war, wartet dort die Entscheidung ab. Die Bevölkerung Lavals ist furchtbar erregt. Sie fordert die sofortige Hinrichtung und schreit vor dem Gefängniß, so daß es Bruneau hören muß: „Die Guillotine ist da! Bruneau ä mort!"
Paris, 28. August. In eingeweihten Kreisen spricht man davon, daß officielle Schritte unternommen werden, um die Verhandlungen behufs Abschlusses eines Handels- Vertrages zwischen Frankreich und der Schweiz wieder aufzunehmen.
Paris, 28. August. Die hiesige Polizeibehörde fahndet auf das Eifrigste nach den Urhebern der an den Präsidenten Casimir Perier fast täglich einlaufenden Drohbriefe.
Paris, 28. August. Der „Figaro" dementirt in einer Reihe von Artikeln die über Don Carlos und dessen Gesuch um die Erlaubniß, in Paris weilen zu dürfen, verbreiteten Gerüchte. Dem genannten Blatte zufolge soll ebenfalls nichts Wahres an der Meldung sein, daß Don Carlos bei dem Prinzen von Rohan habe absteigen wollen- andererseits stellt jedoch eine Note fest, daß Don Carlos sich nicht selbst um diese Erlaubniß bemüht habe, sondern daß drei Personen in seinem Namen gehandelt und eine diesbezügliche Schrift an den Ministerpräsidenten gerichtet haben.
Paris, 28. August. Der „Gaulois" theilt mit, der Exkönig von Dahomey, Behanztn, sei zum Christenthum übergetreten.
Paris, 28. August. Nach einem Telegramm des „Journal des Dsbats" von Senegal ist dort das Gerücht verbreitet, daß bei Timbuktu zwei französische Compagnien niedergemetzelt worden seien.
Marseille, 28. August. Vor dem Militär - Casino in Montaubau wurde von einem Ausländer eine Bombe geworfen. Die Explosion rief nur geringen Schaden an dem Gebäude hervor. Der Thäter wurde sofort festgenommen.
Marseille, 28. August. Zahlreiche Cholerafälle werden angemeldet, doch wird das Auftreten von wirklicher Cholera asiatica in Abrede gestellt. Am Sonntag und Montag starben zusammen 105 Menschen angeblich an Cholera.
Petersburg, 28. August. Prof. Saccharin wurde zum Medicinalchef des kaiserlichen Hofes ernannt. Er siedelt ganz von Moskau nach Petersburg über.
Krakau, 28. August. Es verlautet, daß die Manöver in Smolensk deshalb abbestellt seien, weil im letzten Moment ein Attentat gegen den Czaren entdeckt wurde. An dem Complott sollen auch Beamte der Orlow-Witebsker Bahn betheiligt gewesen sein. Der Czar soll bei der Meldung von der Verschwörung erregt gewesen und infolgedessen eine Verschlechterung in seinem Befinden eingetreteN fein.
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Gieße«, den 29. August 1894.
** Oeffeutliche Anerkennung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben dem Ofensetzer Karl Kienzle in Darmstadt in Anerkennung des von demselben bei der Rettung des Maurergehtlfen Hermann Unditt vom Tode des Ertrinkens bewiesenen besonnenen und muthvollen Verhaltens eine Geldprämie zu verleihen geruht.
’* Da8 Deficit des Feuerwehrfestes dürfte sich nach den bisher angestellten Ermittelungen auf ungefähr 2500 Mark ermäßigen. Es stehen zwar noch Rechnungen aus, indeß wird auch die bevorstehende Versteigerung von Bau- u. s. w. Material noch einen erheblichen Betrag ergeben.
*• Schwurgericht. Zum Vorsitzenden der am 25. September beginnenden Schwurgerichtsfitzungen am hiesigen Landgericht wurde Herr Landgerichtsrath Müller bestimmt.
** Der deutsche Verein für öffentliche Gesundheitspflege wird seine 19. Versammlung vom 19. bis 22. September
in Magdeburg abhalten. U. A. werden über die Maßregeln zur Bekämpfung der Cholera Geheimerath Dr. v. Kerschensteiner-München und Professor Dr. Gaffky- Gießen sprechen.
** Ei« junger Manu machte gestern die Anzeige, daß ihm in verflossener Nacht am hiesigen Bahnhof im Wartesaal 3. Klaffe, während er eingeschlafen gewesen, seine Taschenuhr aus der Tasche entwendet worden sei. Die nach dem Dieb angestellten Ermittelungen ergaben, daß seine eigene Mutter ihm die Uhr abgenommen hatte.
* * Vom Manöver. Der gestrigen Uebung des Infanterie-Regiments Kaiser Wilhelm bei Dudenhofen wohnte Se. Kgl. Hoheit der Großherzog bei.
* * DaS 81. Infanterie - Regiment (Frankfurt a. M.) passirte heute Vormittag in zwei Sonderzügen die hiesige Station. Das Regiment bezieht in der Umgebung von Marburg Quartier.
* * Zum Vorsitzenden des tzesfischen Pfarrvereius wurde auf der von ca. 80 Mitgliedern besuchten Generalversammlung in Frankfurt Herr Pfarrer Schuster in Glauberg gewählt.
* * 3u Amerika verstorbene Heffeu. New-City, N. Y. Frau Caroline Baer, 61 Jahre alt, aus Steinbockenheim. Baltimore, Md. Heinrich Römer, 54 Jahre alt, aus Grünberg. Frau Keller, 60 Jahre alt, aus Nieder-Ohmeu. Clark County, O. John Kropp, 66 Jahre alt, aus Winterkasten. Toledo, O. Philipp Best, 68 Jahre alt, aus Worfelden.
„** Hebet die bisher vorliegenden Ergebnisse der Java- liditatS- und Altersversicherung werden folgende officiellen Zahlen mitgetheilt: Es kommen gegenwärtig bereits rund 80 000 Jnvaliditäts - Renten auf 225 000 Altersrenten. Weit mehr als ein Viertel aller auf Grund des Gesetzes vom 22. Juni 1889 bewilligten Renten entfallen also bereits auf die JnvaliditätSversicherung. Dazu kommt, daß der Zeitpunkt, an dem die Wartezeit für die Jnvlidenrente abgelaufen ist, nicht mehr fern ist. Die Wartezeit ist auf 5 Bettragsjahre festgesetzt. Da ein Beitragsjahr sich aus 47 Bettragswochen zusammensetzt, die fünfjährige Wartezeit demnach aus 535 Kalenderwochen besteht, so würde nicht mehr ein Jahr verfließen müssen, damit die UebergangS- bestimmungen über den Bezug der.Jnvalidenrente den dauernd gütigen Vorschriften weichen. Von der Mitte des nächsten Jahres ab aber wird sich die Zahl der Invalidenrenten stark vermehren, da ;bcmn die Forderung der Beibringung von Zeugnissen über die Beschäftigung vor dem 1. Januar 1891, dem Jnkrafttretungstermin des Gesetzes, weggefällt. Die Zahl der größeren Invalidenrenten könnte also bald die der kleinen Altersrenten übersteigen.
* * Der Deutsche Anwaltstag ist aus den 11. und 12. September d. I. nach Stuttgart einberufen. Auf der Tagesordnung steht u. A. der Antrag des Vorstandes, betreffend beschleunigte Fertigstellung des bürgerlichen Gesetzbuches. Berichterstatter: Justizrath Re atz in Gießen.
* * Die Petroleumlampe, die nun bald wieder mehr in Gebrauch kommt und die den Sommer über außer Dienst gestellt war, ist, es muß alle Jahre wiederholt werden, vor der Benutzung gründlich zu reinigen. Insbesondere sind die alten Oelreste aus dem Ballon zu entfernen und dieser, sowie der Brenner sorgfältig zu säubern. Wird das alte Oel im Ballon gelassen, so setzt man sich sehr leicht der Gefahr einer Explosion aus. Daher ist Vorsicht wohl am Platze.
Lauterbach, 28. August. Das diesjährige Hainigfest wurde am vorigen Sonntag in altgewohnter Weise gefeiert. Turn- und Kriegerverein marschirten mit Musik nach dem Festplatz und die übrigen Festtheilnehmer folgten, durch da« prachtvolle Wetter angezogen, in großer Anzahl nach. Das Fest war von allen Gesellschaftsklassen besucht und verlief in bester Weise- jedermann hatte gefunden, was er gesucht, innig schöne Stunden in freier Natur. Vielleicht findet der Höhenclub für seinen längst projectirten Ausflug ins Hainig auch noch einen schönen Sonntag.
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* Frankfurt a. M., 28. August. Ein 21 jähriges Mädchen hat die wahnsinnige Unsitte des allzu festen Schnürens mit dem Tode büßen müffen. Sie nahm fröhlich an dem Tanze beim Schützenbrunnen-Volksfest Theil, wurde gegen Mitternacht von Unwohlsein befallen, mußte heimgeführt werden und war zwei Stunden später eine Leiche.
* Höchst a. M., 28. August. Der Verbandstag des Süddeutschen Unterverbandes für Vereinfachte Stenographie fand am 26. d. M. unter zahlreicher Betheiligung dahier statt. Schon am Samstag hatte sich eine ansehnliche Anzahl Vertreter der süddeutschen Vereine zur Vorberathung zusammengefunden. — Die eigentliche Versammlung fand am Sonntag, von 91/, Uhr ab, im Local der „Sonne" statt. Nach Erledigung des geschäftlichen Theils um 11 Uhr nahm der Systembegründer, Herr Schrey-Berlin, das Wort zu dem Vortrag über das Thema:. „Welche Arforderungen müssen heute, namentlich von der Schule, an die Stenographie gestellt werden?" Der durchaus sachliche Vortrag wurde durch lebhaften Beifall belohnt. Nach dem Vortrag wurde ein Wettschreiben in fünf Abteilungen — bis zu 200 Silben Schnelligkeit in der Minute — abgehalten. — Der Nachmittag vereinigte die zahlreichen Festtheilnehmer zu einem Ausflug nach Soden im Taunus.
* Berlin, 28. August. Seine Majestät der Kaiser ließ dem hiesigen Schuhmachermeifter Prenzler zu deffen 100. Geburtstag eine Porzellantafel mit dem Porträt des Kaisers und 300 Mk. überreichen. Dieser Gnadenbeweis entspringt der eigensten Entschließung deS Kaisers, welcher Mittheilungen über die bevorstehende Feier in den Zeitungen gelesen hatte. — Vom Königlichen Ministerium des Innern sind dem Schuhmachermeister Prenzler 100 Mk. als Geburtstagsgeschenk übersandt worden.
* Baden-Baden, 27. August. An dem Badener Handicap- Steeple-Chase wird zum ersten Male feit 1869 ein activer


