Ausgabe 
28.8.1894
 
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Insel scheint dem sizilianischen Banditenthum recht zu Statten zu kommen. So überfielen Strolche das Haus eines Grund­besitzers in Palermo, tödteten drei, verwundeten vier Per­sonen und verließen unbehelligt das Haus wieder, nachdem sie es gänzlich ausgeraubt hatten. Das sind wirklich recht nette Zustände in Sizilien!

Paris, 25. August.Matin" erklärt, dem Obersten Monteil sei, nach Aussage des Colontalministers, ein Ab­berufungsschreiben zugegangen.

Loudon, 25. August. Wie dieTimes" aus Shangai melden', haben mehrere japanische Transportschiffe an der Mündung des Taidon-Fluffes Truppen abgesetzt. Ferner be­richten dieTimes" aus Aokohama, daß die japanische Flotte gegenwärtig im chinesischen Meere den Feind aufzufinden sucht. Bis jetzt find bereits 85 000 Japaner auf Korea ge­landet, Verstärkungen sollen noch folgen.

Loudou, 25. August. Aus Tokio wird gemeldet: Das Kriegsministerium empfing bis zum 20. d. Mts. Nachrichten vom Kriegsschauplatz. Bis dahin hat keine Schlacht statt­gefunden, aber die feindlichen Heere nähern sich. Am 17. d. MtS. fand nun ein Zusammenstoß zwischen japanischen Vorposten und der chinesischen Vorhut statt, welche sich ver­schiedener Telegraphen bemächtigt hatte. Nach lebhaftem Ge­fecht zogen sich die Japaner zurück. Ein japanesischer Lieute­nant fiel, fünf Gemeine wurden verwundet. Der Verlust chinefischerseits ist auch unerheblich.

Barcelona, 25. August. Hier und in der Umgegend herrscht schreckliches Unwetter. Die Telegraphenleitungen sind zerstört.

Die Petersburger Meldungen über die jüngste Un­päßlichkeit desKaisersvonRußland erregen überall im Auslande Befremden. Denn während er nach der einen Nachricht von der Influenza befallen worden sein soll, meldet die andere Nachricht, der Czar sei überarbeitet, eine dritte, private, Meldung will wissen, der Czar leide an den Nach­wehen seiner früheren Lungenentzündung. Jedenfalls ist dieser Widerspruch einigermaßen auffällig, im Uebrigen versichern alle drei Meldungen übereinstimmend, daß das Befinden des Czaren zu keinen ernsten Besorgnissen Anlaß gebe. Was die Abbestellung der großen Manöver bei Smolensk anbelangt, so liegen über die Gründe dieser Maßnahme ebenfalls wider­sprechende Petersburger Meldungen vor. Dieselben behaupten einerseits, die Aufhebung der Smolensker Manöver sei mit Rücksicht auf den Gesundheitszustand des Kaisers Alexander erfolgt, anderseits jedoch versichern sie, das Umsichgreifen der Cholera sei die Ursache der Abbestellung der Manöver gewesen. Es fehlt aber auch nicht an einem Gerücht, dem zufolge ein neues geplantes Attentat der Nihilisten gegen den Czaren entdeckt worden sei, dasselbe sollte angeblich während der An­wesenheit des Kaisers bei den Smolensker Manövern zur Aus­führung kommen^ daher deren Abbestellung.

Sofia, 25. August. Der Ministerrath beschloß, das seiner Zeit erlassene Verbot gewisser fremder Journale aufzuheben und sämmtlichen Zeitschriften ausnahmslos den freien Eintritt in Bulgarien zu gestatten.

Sofia, 25. August. Ein ehemaliger Anhänger der Zankow'schen Partei veröffentlicht imSlobodno Slowo" einen offenen Brief an Zankow, worin diesem der ernste Rath ertheilt wird, nach Petersburg zurückzukehren und seine russische Pension dort ruhig zu verzehren. Bulgarien bedürfe nicht Zankows Hilfe und Rath. Alles, was Zankow bisher gethan, sei zum Schaden Bulgariens ausgefallen.

New'Nork, 25. August. In den Bergwerken von G i l b e r t o n in Pensylvanien wurden in Folge eines Erd­rutsches zwanzig Arbeiter verschüttet. Ihre Rettung ist unmöglich.

Netteste

Wolffs telegraphisches Correspondenz- Bureau.

Petersburg, 26. August. Heute ist eine Verordnung amtlich veröffentlicht worden, auf Grund deren die Beauf­sichtigung der Gereideausfuhr aus Libau einem be­sonderen Beamten übertragen wird. Die Controle betrifft die Art und den Procentsatz der Beimischung.

Depeschen bet Bureau .Herold*.

Berlin, 26. August. Aus Elbing wird gemeldet, daß die Kaiserin am 7. September daselbst eintrifft. Vom ersten Stock des Rathhauses aus wird die Kaiserin den festlichen Veranstaltungen beiwohnen. Ferner wird die Kaiserin die Parade auf dem Neustädler Feld ansehen und Nachmittags an der Paradetafel im Schlosse theilnehmen.

Interlaken, 26. August. Das Hotel Victoria steht in Flammen. Das Feuer brach während der table dhöte aus, an welche^ 180 Personen theilnahmen.

Wien, 26. August. Die Czernowitzer Landesregierung b e- schlagnahmte eine große Sendung russischer Gebet­bücher, welche zur Verkeilung an die österreichischen Ruthe- nen bestimmt waren. Die in den Gebetbüchern befindlichen Gebete für die Familie des Czaren werden als hochverräthe- rtsch angesehen.

Cocele» ttttfr provinzielle».

Gießen, den 27. August 1894.

* Feuerwehrfest. ES wird uns nachträglich mitgetheilt, daß der telegraphische Gruß Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs an den Verbandstag hessischer freiwilliger Feuerwehren nicht eine Erwiderung gewesen auf das etwa gleichzeitig an Allerhöchstdenselben abgesandte Hul­digungstelegramm,- die Kundgebung der Antheilnahme und der guten Wünsche unseres Landesherrn sür den Erfolg des Feuerwehrtages gewinnt dadurch an hocherfreultcher Bedeutung für alle Theilnehmer an der Versammlung wie für die Sache der freiwilligen Feuerwehren Hessens. Wir theilen hierbei noch mit, daß in dem Abdruck des Telegramms das Wort besten" vorErfolg" irrthümlich weggelassen worden ist.

* * Die Nachfeier des Feuerwehrfeste» ist, soweit sich jetzt übersehen läßt, gut verlaufen. Schon der Besuch des Fest­platzes am Samstag Abend konnte befriedigen und am gestrigen Sonntag war trotz einer Anzahl von Kirmessen in der Umgebung der Besuch ein großer. Während der Samstag Abend lediglich Concert der hiesigen Regtmentsmufik bot, ge­staltete sich der gestrige Sonntag zu einer größeren Feier - es fanden nach einem Umzug der RegimentSmusik mit den Tambourcorps der Feuerwehr Concert, Gesangsvorträge der Männergesangvereine, Quadrille der Radfahrer, am Abend außerdem Turnerretgen, Leiterpyramiden, lebende Bilder und Tanz statt. Alle Nummern deS Programms fanden großen Beifall. Die Wirthschaften hatten, besonders am Abend, starken Zuspruch, einige waren überfüllt. Es wurden, wie uns mitgetheilt wird, an beiden Tagen 90 Hectoliter Bier verzapft. So hat das schöne Feuerwehrfest, nachdem über der Nachfeier ein freundlicherer Himmel als über der Hauptfeier geschwebt, einen befriedigenden Abschluß gefunden; finanziell allerdings wird noch eine ziemlich wette Lücke auszufüllen bleiben. Es sollen am Samstag Abend gegen 1500 Karten ä 20 Pfg., am Sonntag gegen 4500 ä 30 Pfg. verkauft worden sein. Herr Oberbürger­meister Gnauth hatte sein Interesse an dem Gelingen der Nachfeier durch ein Telegramm bethättgt, welches er aus Dobel (Schwarzwald) an den Festausschuß sandte. Das Telegramm hat folgenden Wortlaut:Zur heutigen Nachfeier wünsche dem Hauptausschuß schönes Wetter und guten Erfolg."

* * Eine neue Nnmmerinmg der Häuser wurde in der Stein st raße vorgenommen, die jedenfalls in der ersten Zeit den Briefträgern rc. zu schaffen machen wird. DieVer­schiebung" der Nummern ist eine ganz beträchtliche, denn die Häuser, die in voriger Woche beispielsweise noch die Nrn. 19, 29 trugen, haben die Nrn. 33 bezw. 45 erhalten u. s. w.

* * Durch den Unfug des sogen. Froschwerfens wurden während der Nachfeier, besonders am Samstag Abend, viele Besucher des Festplatzes empfindlich belästigt, so daß einige es vorzogen, sich zu entfernen. DerartigeSpäße" sollte man doch schon aus Rücksicht gegen die Damen und weniger nervenstarke Personen unterlaffen. Kein vernünftiger Mensch wird an solchen Kindereien Gefallen finden- sie erzeugen nur Unwillen.

* * Wie ausgestorben war gestern Nachmittag die innere Stadt. Wer nicht am Feuerwehrfest theilnahm, war nach den Kirchweihfesten zu Wieseck, Klein-Linden u. s. w. aus­gezogen.

* * Gelandete Leiche. Die Leiche des seit einiger Zeit vermißten geisteskranken jungen Mannes von hier wurde am vorigen Samstag Abend im Woog aufgefunden.

* * Die Hühnerjagd soll, nach darüber aus verschiedenen Gegenden vorliegenden Berichten, in diesem Jahre eine recht ergiebige sein.

* * Aichung der Maße und Gewichte. Im Großherzog- thum Hessen wurden im Jahre 1893 177,41 Maße, Ge­wichte rc. geaicht und dafür 76,576 Mk. 87 Pf. Gebühren erhoben.

* * Die in Leipzig abgehaltene 13. Hauptversammlung des Verbandes deutscher Handlungsgehilfen nahm folgende, aus der Mitte der Versammlung gestellten Anträge an:Die Generalversammlung beauftragt den Vorstand: 1) sich in Gemeinschaft mit anderen kaufmännischen Vereinen mit einer Eingabe an den Reichstag zu wenden mit der Bitte, das bestehende Sonntagsruhegesetz dahin abzuändern, daß die Sonntagsarbeit für die Engrosgeschäfte verboten wird. Für die Detailgeschäfte hält sie eine Verkaufszeit von drei Stunden, 7 bis 10 Uhr, für völlig ausreichend, da alles Wettere einem thatsächlichen Bedürfniß nicht entspricht - 2) sich in Gemeinschaft mit den Prinzipalen mit einer Petition mit der Bitte' an den Reichstag zu wenden um Erlassung eines Verbots gegen die Consumvereine und Waarenhäuser für Offiziere und Beamte u. s. w. welche den Kleinhandel und das Kleingewerbe schädigen eventl. um Erlassung einschränkender Bestimmungen gegen die Thätigkeit dieser Vereine (durch höhere Besteuerung)." Ferner:Die Generalversammlung wolle beschließen und ver­anlassen, daß im Abgeordnetenhause der Antrag eingebracht wird, dem § 61 des Handelsgesetzbuches einen Nachtrag zu geben, welcher lautet:Jeder Chef ist verpflichtet, seinem jungen Manne, gleichviel in welcher kaufmännischen Eigenschaft er angestellt ist, während der festgesetzten Kündigungszeit den nöthigen Urlaub zu einer mindest dreimaligen Vorstellung behufs Stellenerlangung zu gewähren." Beide Anträge wurden dem Vorstand zur weiteren Bearbeitung überwiesen. Nach der Wahl des Vorstandes wurde zum Vorort für den nächsten Verbandstag wiederum Leipzig gewählt.

** Behandlung ausgewachsenen Getreides. In demMar­burger Tagebl." finden wir folgende Notiz, die sich mit der Behandlung ausgewachsenen Getreides besaßt. Dieselbe be­sagt Folgendes: Das ausgewachsene Getreide darf nicht gleich nach dem Dreschen zur Mühle gebracht werden, sondern man muß es vorher völlig austrocknen oder abdorren, den dabei abfallenden Auswuchs absondern und das Getreide womöglich mit gesundem vermengen. 2. Das von den ausgewachsenen Körnern gewonnene Mehl darf nicht sogleich, nachdem es von der Mühle gekommen ist, verbacken werden, sondern muß wenigstens 6 Tage an einem dunklen Orte stehen bleiben und ist dabet öfteres Umrühren zu empfehlen. 3. Bet dem Etntetgen des Mehles darf nicht zu viel und ja nicht zu heißes Wasser zugegossen werden. Der Teig selbst ist, wenn möglich mit trockenem Mehl zu durchkneten, etwas mehr zu säuern und beim Kneten etwas zu setzen- auch die Laibe dürfen nicht zu groß gemacht und nicht bei jäher Hitze ge­backen werden. 4. Man esse das Brot niemals frisch ge­backen, sondern erst nach dem dritten Tage.

W. Bad-Nauheim, 24. August. Gestern Nachmittag fand eine Revision der hier zur Cur anwesenden Militär­personen durch den neuernannten Corps-Generalarzt des

11. Armeecorps, Herrn Dr. Brünner, welcher mit bent Corps - Stabsapotheker, Herrn Dr. H ermann, dahier er­schienen war, statt und konnte Revisor nur seine vollständige Zufriedenheit mit den Curerfolgen aussprechen. Nachdem derselbe sich bet dem Vorsitzenden des hiesigen Kur- und Verschönerungsveretns, Herrn August Wagner, über die Quartier- und Verpflegungsverhältnisse der Patienten er- kündigt hatte, nahm er in Begleitung des letzteren eine Be­sichtigung der Badehäuser, des Curhauses, der Anlagen und sonstiger Cureinrichtungen vor, und konnte hierbei constatirt werden, daß die Verbesserungen unseres Heilapparates gleichen Schritt mit den Fortschritten der Balneologie gehalten haben.

Friedberg, 25. August. Gestern Mittag um 1 Uhr trafen unerwartet der Großherzog, die Großherzogin, die Prinzessin A lir, sowie die Prinzessin Victoria von Batten­berg nebst Gefolge hier ein, verweilten einige Stunden im Großh. Schlosse dahier und reisten gegen Abend nach Schloß Wolfsgarten wieder zurück. Zum Empfang der allerhöchsten Herrschaften waren Geh. Regterungsrath Dr. Braden, sowie Premierlieutenant Arnold in Vertretung des BezirkS- commandeurs am Bahnhofe.

A Mainz, 25. August. Durch den Vorstand des Mainzer Gewerbevereins fand heute Vormittag in Anwesen­heit einer kleinen Anzahl freiwillig erschienener Gäste und mehrerer Vertreter der Presse die Eröffnung der Ausstellung von Arbeiten der Gewerbeschulen und Kunst­gewerbeschulen des Groß herzogthums Hessen in dem majestätischen städtischen BezirksschulhauS an dem ,/Holzthore" hier statt. Von Palmen und frischem Grün umgeben, prangte im Vorsaal die Büste des Großherzogs, vor welcher die Erschienenen von dem Präsidenten des Ge­werbevereins, Commerzienrath Releaux begrüßt und alsdann durch den Director Kübel durch die Ausstellung geleitet worden. Der Totaleindruck derselben ist ein wahrhaft großartiger und legt ehrendes Zeugniß ab für das Streben und Wirken der gewerblichen Lehranstalten in Stadt und Land. 32 Säle und Gänge sind mit Zeichnungen, Malereien und Schnitzereien u. s. w. ausgefüllt. Die jsichtbar an den Ausstellungsgegenständen zu verfolgenden Fortschritte der Schüler, das practtsche und übersichtliche Arrangement der ausgestellten Arbeiten und deren Reichhaltigkeit beweisen, daß die Anstalten größrentheils im Verhältniß ihrer Lehr­kräfte auf der Höhe der Zeit stehen und geeignet sind, tüchtige Kräfte für das Gewerbeleben heranzubilden.

Mainz, 25. August. Die Ueberreste der jüngst geländeten kopflosen Leiche wurden als die einer Kellnerin Bär aus Ebersheim ermittelt. Die Mutter des vor Jahren verschwundenen Mädchens erkannte die noch vorhandenen Kleiderfetzen, namentlich aber eine Schürze, die sich in der an der Leiche hängenden Ledertasche befand.

A Mainz, 26. August. Die Gesammteinnahmen des verflossenen Schützenfestes, welche durch die Centralkaffe gingen, beziffern sich nach entgültiger Feststellung auf die bedeutende Summe von Mk. 586 000. Nachdem die etngelaufenen Rechnungen jetzt revidirt und reducirt worden sind, spricht man jetzt nicht mehr von einem Deficit, sondern von einem Ueberschuß und zwar wird derselbe über­triebener Maßen auf Mk. 30- bis 40000 geschätzt.

BenSheim, 25. August. Einen lohnenden Nebenverdienst bietet die hiesige Schneckenzüchterei durch Ankauf der Weinbergsschnecke (Helix pomatia), die in unserer Gegend, besonders an den sonnigen und steinigen Abhängen in zahl­loser Menge Vorkommen. Besonders wird das Etnsammeln diesesKriechwildprets" von unserer Jugend sehr forcirt. Für 100 Stück Weinbergsschnecken zahlt die Firma 20 Pfg. Im Schneckengarten, der eine bedeutende Fläche umschließt, wird dasKriechwild" mit Kohl und Kleie gemästet. Um den Schnecken das Hinaufklettern an den Brettern des Zaunes zu verhindern, ist der Garten ringsum mit einem Wall von Sägespänen umgeben. Im October und November, nachdem die Mündung des Schneckenhauses mit einem festen Kalkdeckel verschlossen ist, beginnt der Versandt, welcher sich nach Frank­reich, Italien und Spanien richten soll, wo die Schnecke als leckere Speise sehr geschätzt und gut bezahlt wird.

Vernmischter»

F. Wetzlar, 27. August. Hier fand gestern Abend um etwa 9 Uhr in einem Hause eine Gasexplosion statt, die dasselbe im Innern arg verwüstete. Wie ein Wunder ist es zu betrachten, daß die Catastrophe nicht directe Menschen­opfer forderte, doch ist eine Frau infolge des Schreckens schwer erkrankt. Wären nicht des warmen Wetters halber Thüren und Fenster offen gewesen, so würde wohl das Haus nicht mehr stehen. Eine Thüre flog auf die Straße, der Treppenbau ist zerstört. Das Gas scheint infolge einer Be­schädigung in der Straßenleitung durch die Erde in das Haus gedrungen zu sein.

* Frankfurt a. M., 25. August. Die Enthüllung des monumentalen Schützenbrunnens, welcher aus dem Ueberschuß des neunten Bundesschießens in Frankfurt a. M. errichtet worden ist, fand heute Nachmittag in Anwesenheit des Finanzministers Dr. Miquel, der zur Zeit des Bundes­schießens Präsident des Festausschusses, des Bildhauers Eckart, des Schöpfers des Denkmals, der Spitzen der Behörden und unter Betheiligung der Schützen-, Turn- und Gesangvereine statt.

* Düffeldorf, 25. August. In Rheydt entdeckte die Polizei ein großes Falschmünzernest. Bedeutende Vor- räthe falschen Geldes und zahlreiche Werkzeuge wurden be­schlagnahmt. An der Spitze der Falschmünzerbande stand ein wegen Münzverbrechens bereits vorbestrafter Uhrmacher­derselbe wurde mit einer Anzahl von Mitschuldigen verhaftet.

* Berlin, 25. August. In Moabit wurde diese Nacht der streitsüchtige Arbeiter Hallas, als er den Nachtwächter mit dem Messer bedrohte, von diesem nach einem vergeblichen Schreckschuß tödtlich am Hals verletzt.