ten Nebel in die Ohm gestürzt und ertrunken. Die Leiche hat sich dann im Loch festgesetzt und ist erst jetzt an die Oberfläche des Wasiers gekommen. Die endliche Auffindung der Leiche giebt den bekümmerten Verwandten wenigstens die Möglichkeit, die sterblichen Ueberreste des Verunglückten zur letzten Ruhe zu betten.
D. Frankfurt a. M., 26. Januar. Die diesjährige Thier« zählung im Zoologischen Garten ergab, daß am 1. Januar dieses Jahres 1,111 Thiere verpflegt wurden, nämlich 375 Säugethiere, 630 Vögel, 66 Reptilien und 40 Amphibien. Es ergibt dies ein Mehr von 56 Thieren gegen den 1. Januar 1893. Nicht eingerechnet sind selbstverständlich diejenigen Thiere, welche in Anzahl gezüchtet werden und zum Verkauf stehen, wie japanische Tanzmäuse, Meerschweinchen rc. Für Diejenigen, welche die von Jahr zu Jahr stattfindende Hebung des Gartens seit seiner mißlichen Lage zu Anfang der 80er Jahre nicht verfolgt haben, dürften diese Zahlen beweisen, daß der Frankfurter Garten bezüglich seines Thierbestandes nunmehr wieder zu den reichsten des Continentes zählt. Um nur einen Begriff zu gehen von den Futtermaffen, welche zur Unterhaltung eines so großen Thierbestandes nothwendig sind, seien hier einige Zahlen an^ geführt, die sich auf den Verbrauch während des Jahres 1893 beziehen. Es wurden verausgabt: 30000 Ko. Pferdefleisch, 1200 Ko. Rindfleisch, 3300 Tauben, 3000 Kg. Fische, 77000 Kg. Heu, 40000 Milchbrödchen, 6000 Laib Brod, 20000 Kg. gelbe Rüben und Dickwurz u. s. w. Die Thiere des Gartens sind also augenscheinlich bei gutem Appetit.
* Eine Stuttgarter Verlagshandlung hatte eine Preisbewerbuug für einfache Mannerchöre ausgeschrieben. Es waren drei Preise von 300, 200 und 100 Mk. ausgesetzt. Die Zahl der eingelaufenen Compositionen beziffert sich auf nicht weniger als 3000. Es sollen allerdings, wie ein erschöpfter Preisrichter mittheilt, auch „einige minder gelungene" darunter sein. Da darf man sich nicht wundern, wenn demnächst die Preise für Notenpapier bedenklich in die Höhe gehe,.
* Duell.
„Ihre Karte! Kugelwechsel
Meine hier!" In die Höh';
Secundanten. Händedrücken —
Früh um vier । Dejeuner.
Literatur und Knnft.
— Wiederum liegt eine Anzahl von Lieferungen der prächtigen Ausgabe der »Gesammelte« ötrft' von Georg Ebers vor, mit der die Deutsche Verlags - Anstalt in «Stuttgart den zahlreichen Freunden des berühmten Egyptologen und gefeierten Romanschriftstellers eine so große Freude bereitet hat. ES sind die Lieferungen 13 bis 18; sie enthalten die Fortsetzung der „Uarba" des »weiten großen Romans, der in den fernen Zetten des wunderbaren egyptischen Alterthums spielt und der deutschen Leserwelt einen Einblick in ein ganz neues Gebiet gewährte. Das große Aufsehen, welches der hochinteressante Roman gleich bei seinem ersten Erscheinen machte, bat sich als ein nachhaltiges erwiesen. Was alles zu dem beispiellosen Erfolge dieses und der übrigen Werke von Georg Ebers betgetragen hat, brauchen wir hier nicht des näheren auseinandersetzen. That- sache ist, daß Ebers einer der beliebtesten Autoren der deutschen Leserwelt geworden ist, und deshalb wird auch jeder Literaturfreunv mit Freuden die Gelegenheit ergreifen, sich in den Besitz der gesammelten Werke des beliebten Schriftstellers zu setzen. Der Preis jeder Lieferung beträgt 60 Pfennig, billig genug, daß auch weniger Bemittelte das schöne Werk erwerben können.
Bedeutende Betriebsersparnisse ln
maschinellen Anlage der Großindustrie, des Kleingewerbes ober bet Landwirthschafl burch Ausstellung einer Wolf'schen Locomobile als Betriebsmaschine erzielt- Die von der rühmlichst bekannten Maschinenfabrik von R. Wolf in Magdeburg-B«»a« feit mehr als 30 Jahren als Specialität gebauten balbstationären und fahrbaren Locomobilen mit ausziehbaren Röhrenkesseln Übertreffen an Sparsamkeit des Brenn material Verbrauchs, Dauerhaftigkeit und Leistungsfähigkeit jegliche Motoren anderen Ursprungs u. baden auf allen deutschen Locomobil-Concurrenzen den Sieg bavongctragen. (403
lvefanutmachnng.
Aufschrift der Vostsendu»ße«.
flut Sicherung schneller Beförderung und Bestellung der vostsenduage» müssen auf denselben Empfänger und Bestimmungsort so genau bezeichnet sein, bo6Jeber Ungewißheit vorgebeugt wird. Dabei find namentlich folgende Punkte zu beachten:
1. Bei Postsendungen nach größeren Orten ist in der Aufschrift die Wohnung oeS Empfängers möglichst genau anzugeben. Auch ist eS von Wichtigkeit, daß die WohnungSangabe stets an derselben Stelle der Aufschrift, nämlich unten rechts, unmittelbar unter der Angabe deS Bestimmungsortes, erfolge.
2. Auf den nach Berlin bestimmten Sendungen ist, außer der Wohnung deS Empfängers, der Postbezirk (On Kn NO. x.), in welchem die Wohnung sich befindet, hinter der OrtSbe- zeichnung „Berlin" zu vermerk«.
3. Gibt eS mit dem Bestimmungsorte gleich oder ähnlich lautende Postorte, so ist dem Ortsnamen eine zusätzliche Bezeichnung beizufüg«. Welche Zusätze für die Ortsnamen im Postverkehr alS maßgebend anzusehen sind, ergibt sich auS dem „Verzeichniß gleichnamiger oder ähnlich lautender Post- orte", das zum Preise von 10 Pf. durch Vermittlung jeder ReichS-Postanstalt bezogen werden kann.
4. Wenn der im Reichs-Postgebiet belegene Bestimmungsort zwar mit einer Postanstalt versehen, dessenungeachtet aber nicht alS allgemein bekannt anzunehmen ist, so empfiehlt eS fich, bk Lage beS Orts in bet Aufschrift der Sendung noch deS Näheren zu bezeichnen. Zu derartigen Bezeichnung« eignet fich die Angabe deS Staates und bei größeren Staat« bet politischen Bezirks (Provinz, Regierungsbezirk u. s. w.), te welchem der Bestimmungsort belegen ist, ober auch bic Angabe von größer« Flüssen [(Ober), (Elbe), (Rhein), (Main) rc.), ober von Gebirgen ((Harz), (Riesmgebirge) rc.) Nicht minber stnb zusätzliche Bezeichnungen, wie ((Thüringen), (Altmark), »ic.1 für ben Zweck geeignet.
tsenvung« nach Ortschaften ohne Postanstalt ist außer bem eigentlich« Bestimmungsorte noch biejeniae Postanstalt anzugeben, von welcher aus die Bestellung bet Sendung an d« Empfänger bewirkt werben bez. bic Abholung erfolg« soll.
6. Wmn ber Bestimmungsort einer Senbung in einem fremde» Postgebiete belegen und zu den wmiger bekannt« Ort« m rechn« ist, so ist außer bem Ortsnamen noch ba8 betreffende Lanb bez. der Landesthell auf der Sendung anzugeben.
Die Beachtung dieser Punkte wird xur Herbeiführung einer schleunig« Ueberkunft der Sendungen an den Empfänger wesentlich beitrag«, und eS liegt daher im eigen« Interesse der Absender, die Aufschrift« der S«dung« hiernach genau anzufertigen.
Die Seiden-Fabrik 6. Henneberg (k.u.k.Hon.), Zürich sendet Mtect an Private: schwarze, weiße u. farbige Seideu- stoffe von 75 Pf. bis Mk. 18.Ö5 p. Meter — glatt, gestreift, carrirt, gemustert, Damaste rc. (ca 210 versch. Qual- u. 2000 versch- Farben, Dessins rc) porto- und rollfrel.Mufter umgehend. (492
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90 rm Buchen- und 25 rm Eichen-Prügelholz;
55 rm Buchen« und 30 rm Eichen-Stockholz;
14 rm Eichen-Reiserprügelholz;
300 rm Buchen-, 600 rm Eichen- und 200 rm Nadelholz- und Weichholz- Reiserholz.
Kaufliebhaber für das Reiserholz und Kirschbaum-Scheitholz wollen dasselbe gefl. vorher ansehen.
Zusammenkunft: Vorm. 10 Uhr im District Tannengarten am Steinbruch.
Arnsburg, den 26. Januar 1894.
787 Gräfliche Oberförsterei.
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