Ausgabe 
27.11.1894 Erstes Blatt
 
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die Einwohner den Beweis liefern, daß ein so nützliches Institut, wie die OmnibuSgesellschast, vom Opierwillen Einzelner ins Leben flerufcn, von der Geiammtbeit unterstützt und gehallm wird. Wir h "en, daß dieser Appell nicht ungehört verhallt.

Citerahir und ICnttfL

Der «uderapparat de» Deutsche« Kaisers ist in dem ivucn (9.) Hette der lUuftnrten FamtlienzettschrtitFür Alle Welt" (Berlin W., Deutsches VcrlagShauS Bona L Co., Preis des Vierzehn» tagShefieS 40 Pfg) beschrieben und abgebtldet. Kaiser Wilhelm- Interesse für den Rudersport ist bekannt, weniger dagegen, daß er sich von dm practtschen Arzte Dr. Ewer in Berlin einen Apparat d-tt construtren lasten, an dem er täglich Mu»kelübungen vorzu- nehmen pflegt. Der Apparat gleicht dem mittleren Thetle etneS Rennbootes, er ist dementsprechend mit einem in Schienen laufenden Rollsitz und mit einem verstellbaren Fußbreit ausgestaltet. Der elastische, allmählich zu überwindende Widerstand des WasterS wird durch den der Luft ersetzt. DaS Ruder, daS durch drei Kugelgelenke nach allen Richtungen hin geführt werden kann, wirkt bei der Ruder­bewegung auf einen in einem Mcsfingrohr gehenden Kolben; ein ver stellbarer Schlitz in dem Messingrohr gestattet die Lustreguliiung; je größer die Ocstnung, desto mehr Lust kann unter die Kolben dringen und um so leichter ist die Arbeit. Der Drehpunkt dcS Ruders kann auch verändert werden, und hierdurch erzielt man gletchsallS eine Regulirurrg der Arbeitsleistung, die sich steigert, je mehr die Drehpunkte genähert werden. Den Rückgang des Ruders erleichtert eine Spiralfeder. Die geleistete Arbeit läßt sich sehr leicht berechnen; man hat nur rrothig, einen Manometer auf eine im Messingrohr vorgesehene Oeffnung zu schrauben und den Ausschlag zu notiren; da die Kraft der Spiralfeder bekannt ist. sind alle für die Berechnung erforderlichen Daten vorhanden. Der Kaiser hat sich über den wohlthätigen Einfluß dieser Körperübung auf fein Befinden wiederholt und anerkennend ausgesprochen.

Soeben ist der 84. Jahrgang de« so beliebten und weit­verbreiteten SeskeS Schreib «ndGeschäftS-KalevderS erschienen. Als pract'fchftev Rottzbuch für Jedermann bietet er: 1 Kalender und Notizenblätter für alle Tage des Jahres, 1 Kalender der Juden, 1 Kastabuch, die Jnteresten-Rechnung von 3 bis 6pCt., Umrechnungs­tabellen von 6 verschiedenen Wäbrungen in die jetzige Deutsche Reich«- «ährung, Dielt wichtige und höchst interessante, im Geschäfttzleben wohl zu verwendende Notizen, IPost- und Gebühren-Tarif für Telegramme, 1 ausführlichen DerloosungS - Kalender, sowie sehr verwerthdare statistische Notizen in Betreff deö ÄroßberzogthumS Hessen und schließlich 1 ausführliche Genealogie des Regenten und

aller hohen fürstlichen Häuser u»d zwar olleS die» sauber und solid gebunden zu dem Preis von Mk. 1.25, zu welchem daS handliche Büchlein in raschen-Foimat durch jede Buch und Papier­handlung, sowie von dem Verleger 6. W. LeSke in Darmstadt, Promenaden-Straße Nr. 5 zu beziehen ist.

Sociale» Shrisicntbum, Vorträge und Aussätze über die großen Fragen der G<gcnwa>t von JuliuS Werner, Pfarrer in Bkckendo.f (früher in Hohenthurm bet Hall,) (Ladenpreis 3 Mk, in Ganzleinen gebunden 4 Mk.). Eine vortreffliche Schrift, welche von allen Denen, die sich um das Volks Wohl zu kümmern haben, gelesen zu werden verdient.

Spitlplatt der vereinigten frankfurter Ltadttheatcr

vperndauS.

Dienstag den 27. November Glöckchen des Eremiten. Mittwoch den 28. November. Obersteiger. Donnerstag den 29. November: Figaros Hochzeit. Freitag den 30. November geschlossen. Samstag den 1. Dccember: Tannhäuser. Sonntag den 2. December, Nachmittags 3% Uhr: Obersteiger. Abends 7 Uhr: Martha.

Schauspielhaus.

Dienstag den 27. November: Die Kameraden. Mittwoch den 28. November: Don Carlos. Donnerstag den 29. November: Schmetterlingsfchiacht. Freitag den 30. November: Vasanta- sena. SamStag den 1. Dec<mber: Wohlthäter der Mensch­heit. Sonntag den 2. December, Nachmittags 31/, Uhr: Madame SanS-Göne. Abends 7 Uhr: Wohlthäter der Menschheit. Montag den 3. December: Fteßco.

Verkehr, Land- tinfc Volksrvlrthschaft.

Gründer», 24. November. Fruchtpreise. Weizens 11 42, Korn X 11,62, Gerste X 9,16, Hafer X 8,78, Erbsen X 12,12, Linsen X 00.00, Wicken X 00,00, Lein X 00,00, Kartoffeln X 0,00, Samen X 00,oo.

AirchttcheAnzeigen der evang. Gemeinde.

Montag den 26. November, Abends 8 Uhr: Vibelstundt im Confirmandensaal der Johanne«ktrche. Erster Brief des Johannes, Cap. 2. von VerS 12 an: Der Kampf wider die Welt. Pfarrer Dr. Naumann.

Verfälschte schwarze Seide.

Man verbrenne ein Mütterchen de« Stoffe«, von dem man kaufen will, und die etwaige Verfülschuna tritt sofort zu Tage: Rechte, rein gefärbte Seide kräuselt sofort zusammen, verlöscht bald und hinter» läßt wenig Asche von ganz hellbräunlicher Farbe. Verfälschte Seide (die leicht speckig wird und bricht) brennt langsam fort, nament­lich glimmen dieSchußfäden" weiter (wenn sehr mit Farbstoff er­schwert), und hinterläßt eine dunkelbraune Asche, die sich Int Gegen­satz zur ächten Seide nickt kräuselt, sondern krümmt. Zerdrück! man die Asche der ächten Seide, so zerstäubt sie, die der verfälschten nicht. Die Seidenfadrik <5. Henneberg (k. u. k. Hoflieferant) Zürich versendet gern Muster von ihren echten Seidenstoffen an Jedermann und liefert einzelne Roben und ganze Stücke porto- und steuerfrei In die Wohnung 8081

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Bekanntmachung.

Der Voranschlag der Gemeinde Langd für 1895/96 l-iegt vom 28. d. Mts. an acht Tage lang zur Einsicht der Interessenten i tf de» Bürgermeisterei-Büreau dahier offen.

Langd, den 24. November 1894.

Großherzogliche Bürgermeisterei Langd.

Nonthaler. 9624

Flur 18 Nr. 16'/i° 2900 qm Acker

Concursverfahren.

Da» Concursverfahren über das Vermögen der Restaurateur Schray Wittwe in Gießen wird nach erfolgter Abhaltung des Schlußtermins und Vollzug der Schlußvertheilung auf. gehoben.

Gießen, den 23. November 1894. Das Großherzogliche Amtsgericht.

_________Gebhatdt. 9622

Dienstag den 11. Decbr.,

Nachmittags 3 Uhr, soll auf dem hiesigen OrtSgericht die dem Johanne» Äeil 1. in Gießen ge­hörige Hofraitbe:

Flur 2 Nr. lO4</io Hofraithe, Lag­gärten in den hinlersten Schieß- gärten

öffentlich meistbietend versteigert werden-

Gießen, den 27. October 1894.

Großh. OrlSgericht Gießen.

___________I. A-: Bogt._______8885

Mittwoch den 2«. Rod.,

Nachmittag« 2 Uhr, »ersteigere ich in meiner Amtsstube Westanlage 11 gegen Baarzahlung:

3 SophaS, 7 Spiegel, Commoden, Kleiderschränke, Betten, 1 Schleuder» maschine, WirthschastStische und Stühle, 1 Oelgemälde Stahlstiche,Bilderrahmen, Spiegelgläser, 2 Ausstanzmaschinchen, 1 GaSlampe, 9 Stuckrosetten u. a. m.

Geißler, 8632___GerichiSvollzieber.

Dienstag den 4. Decbr.,

Nachmittags 3 Uhr, sollen auf dem kiesigen Ortsgericht die dem Areiherrn Victor Hugo v.Ror- »«T zur «obenan in Gießen gehörigen Immobilien:

Flur 18 Nr. l*/ic0 206 qm Acker zwischen dem Mittelweg und der Chauffee,

Flur 18 Nr. lM/ioo 312 qm Acker daselbtt,

Flur 18 Nr. l^/ioro 41 qm Gras, garten daselbst,

Flur 18 Nr. 7«/w 2049 qm Acker daselbtt,

Flur 18 Nr. 8l/ro 2731 qm Acker da­selbst,

Flur 18 Nr. 9«/1# - 2256 qm Acker da-

Flur 18 Nr. 961/ioo - 3393 qm Hof- raithe daselbst,

Flur 18 Nr. 10 1663 qm Acker da­selbst, u

Nur 18 Nr. 11 1663 qm Acker da­selbst, .

Flur 18 Nr. 12 1662 qm Acker da- Flur 18 Kr? 13 - 2494 qm Acker da» selbst,

daselbst, Flur 18 Nr./i« daselbst, Flur 18 Nr. 14 - selbst, Flur 18 Nr. 21 - selbst,

Flur 18 Nr. 22>/ - 2337 qm Acker daselbst,

Flur 18 Nr. 23»/io 2082 qm Acker daselbst,

Flur 18 Nr. 24»'/.oo - 1712 qm Acker daselbst

öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, 12. November 1894.

Großh. OrtSgericht Gießen.

I. A.: Bogt. 8924

Versteigerung.

Mittwoch den 5. December l. I., Nachmittag- 2 Uhr, versteigere ich im Pfandlocal, SelterSweg.11, gegen Baar- zahlung:

1 Clavier, 1 Eisschrank, 1 Berticow, 1 Nähmaschine, 1 Oelgemälde, SophaS, Commode, Kleider- und Küchenschränke, 1 Regulateur u. a m.

Gießen, den 26. November 1894. 9638 Mulch, Vollziehungsbeamter.

Submission.

Die Füllung des Ciskellers in den Gr. neuen Kliniken soll auf dem öffentlichen Submissions­wege vergeben werden.

Die Lieferungsbedingungen können auf demVerwaltungSbüreau genannter Anstalt Nachmittags von 36 Uhr eingesehen werden.

Offerten sind bis Freitag den 30. Novbr. 1894, Mittags 12 Uhr, dahier einzureichen.

Gießen, den 19. November 1894.

Großh. Direktion der neuen Kliniken. 9537

RESTE

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Bekanntmachung.

Die Liebig s Exlracl of Meat Company, Limited, London, bringt hier­durch zur Kenntniß, daß sie veranlaßt durch die stetig wachsende Nachfrage für ibr Aleisch-Cx- tract, zu deren Befriedigung die auSgedeinten Fabriken zu Kray BentoS sich aus btc Dauer als unzureichend erweisen dürften eine Vereinbarung mit der Compagnie des Prodnits Kemme­rich, Antwerpen, in der Weise getroffen hat, daß Letztere ihre Aicisch-Cxtract- und Pepton- Fabriken in Sta Clena und Tau Javier der Compagnie Liebig zu ausschließlicher Benutzung zur Verfügung stellt.

Mit kommendem Jahr wird die Compagnie kiebig auch dort unter Leitung von aus Aray Bentos entsandten Kräften in bisheriger bewährter Weise und genau nach den Vorschriften des Er­finders, Baron Justus von Liebig, die Herstellung von Aleisch-Cxtract für ihre eigene Rechnung beginnen.

Gleichzeitig übernimmt die Compagnie Liebig die Herstellung und spätestens am 1. Juli 1895 den Vertrieb des Prof. Dr. Kennnerich'schen Fleisch Peptons, um auch die für diesen Artikel bestehende Nachfrage befriedigen zu können.

Wie das Fleisch-Cxtract, wird auch in Zukunft das von der Compagnie Liebrg ui den Handel gebrachte Fleisch-Lepton der vorherigen Controlle de- DirectorS des wissenschaftlichen De­partements der Gesellschaft, Pros. Dr. Max von Pettenkoser, sowie seine« Delegirten, Pros. Dr. Carl von Voit, München, unterliegen.

Die Compagnie Kemmerich wird vorläufig den Verkauf sowohl ihre« Flcisch-CxtraeteS, als ihres Fleisch-Peptons unverändert fortführen, um ihn für beide Artikel spätestens am 1. Jult 1895 einzustellen. (0631

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