Topfwaaren, Porzellan, Möbel und Wagen soll 10 pCt., auf n Manufacturwaaren 8 pCt., auf Bier 15 pCt., auf Mineral- ; waffer 6 Gulden pro 100 Krüge, auf Wein in Fässern 13, j auf Wein in Flaschen 15 Gulden per Hectoliter, Champagner > und andere mousstrende Weine 31 Gulden per 100 Flaschen, der Ausgangszoll auf Kaffee 3 Gulden per 100 Kilo betragen.
Petersburg, 25. September. Nach den letzten hier eingegangenen Nachrichten befindet sich der Kaiser durchaus wohl. Die Abreise nach Süden erfolgt ausschließlich mit Rücksicht auf den Gesundheitszustand dcS Großfürsten Georg.
Depeschen des Bureau »Herold".
Berlin, 25. September. Nach dem „Reichsanzeiger" legt der Hof eine achttägige Trauer für den verstorbenen Grafen von Paris an.
Berlin, 25. September. Von gutunterrichteter Seite wird gemeldet, der Kaiser habe bei seiner Abreise von
Brussel, 25. September. Die hiesige Presse beschäftigt sich mit der in Bern zusammengetretenen Conferenz wegen Gründung eines Bureaus zur Veröffentlichung internationaler Verträge. Sie gibt der Ansicht Ausdruck, daß das Project ke ne Verwirklichung finden werde, einerseits, toetr Deutschland, Oesterreich und England sich von der Conferenz fernhalten, andererseits weil mehrere Länder, darunter Belgien, ähnliche Bureaus bereits organisirt haben.
Paris, 25. September. Einem Telegramm der „Estafette" zufolge sind auf Madagaskar Leben und Etgenthum der Fremden gegenwärtig sehr gefährdet.
Paris, 25. September. „Figaro" veröffentlicht den Bericht des Mr. Huld über die letzten Augenblicke des Grafen von Paris, worin es heißt, daß der Graf geäußert habe: „Ich will nicht in einem Lande begraben sein, welches meinem Sohne nicht gestattet, an seines Vaters Grabe zu beten."
Loudon, 25. September. Das englische Schiff „Irene" traf aus Samburg mit Munition in Taku ein, wo die Aus-
s Man kehrte in der Wirthschaft des Johannes Lott ehu- Hier wurde nach einer Mundharmonika getanzr und Bter und anderes getrunken. In der Wirthschaft war auch Conrad Gasche anwesend, der bei einem Maurer in Mittel^Gründau bedienstet und zur damaligen Zeit in Vonhausen für seinen Meister beschäftigt war. In der Wirthschaft kam nicht die geringste Streitigkeit zwischen den Burschen vor. Etwa um 11 Uhr löste sich die Gesellschaft auf, die beiden fremden Burschen, die vier Hinterländer Mädchen Elisabeth Müller, Margarethe Hilberger, Caroline Simon und Emilie Zimmermann, Marte Dietz, die auf dem Thiergarten diente und Wilhelm Trauwüller begaben sich auf den Rückweg nach dem Thiergarten. Friedrich Lerch ging auch mit fort, kehrte aber bald wieder um, um den Friedrich Mergenthal, der ebenfalls auf dem Thiergarten diente, am Abend von der übrigen Gesellschaft nach Vonhausen gegangen war und den Abend gleichfalls mit den Uebrigen in der Lott'schen Wirthschaft zugebracht hatte, noch zu holen. Mergenthal war nämlich zurück-
Thorn auf dem Bahnhofe zum Bürgermeister Kohli geäußert: „Was ich heute gesagt, mag wohl beachtet werden- ich kann auch sehr unangenehm werden." Berlin, 25. September. Der Fürstbischof von Breslau, Cardinal Dr. Kopp, ist hier eingetroffen, um die neuerbaute Piuskirche einzuweihen.
Berlin, 25. September. Als auffällig wird die L Hatsache bezeichnet, daß der „Reichsanzeiger" von den scharfen Aussprüchen des Kaisers gegen die Polen in seiner Thorn er
ladung bewerkstelligt werden konnte.
London, 25. September. Einer Meldung aus Shanghai zufolge läßt der Gouverneur der Mandschurei bet Mukden Befestigungen errichten. Europäische Offiziere sind der Meinung, daß die Japaner nicht direct gegen Mukden marschiren, sondern vorher noch mehrere Gefechte mit den Chinesen liefern werden. Die Japaner halten im Meerbusen von Korea neun Torpedoschiffe ftationirt und lassen den Petschili-Golf sorgfältig überwachen. Auf dem Ualufluffe
geblieben. Während die oben aufgezählte Gesellschaft den Fußweg über die Chaussee Büdingen-Gelnhausen und dann jenseits dieser den sogen. Seeweg nach dem Thiergarten weiter ging, kam Lerch, der den Mergenthal bei Gasche noch in der Lott'schen Wirthschaft getroffen hatte, mit diesen beiden den Uebrigen nachgefolgt, Gasche wollte den Mergenthal ein Stück begleiten. Kurz vor Vonhausen begegneten diese drei dem Friedrich Kirchner und Friedrich Lott, die die Mädchen ein Stück begleitet hatten, dann umgekehrt und wieder auf
Rede noch keine Notiz genommen hat. Die polnischen Blätter fordern fortgesetzt die Veröffentlichung des authen-
befinden sich Schiffe mit 30000 Mann.
London, 25. September. Aus Aokohama wird tele-
dem Rückweg begriffen waren- Gasche fragte, welchen Weg die Mädchen eingeschlagen hätten. Es wurde geantwortet.
am
? vier Tage Haft, ist einem Metzgerburschen wegen Thier- quäleret zu Theil geworden. Vor etwa 4 Wochen, als dar
zurückgewtesen.
Warschau, 25. September. Den Blättern wurde streng verboten, über das Befinden des Czaren zu berichten. Infolge dessen liefen gestern hier die beunruhigendsten Gerüchte um. Die Reise des Czaren nach Aalta erfolgt Anfangs nächster Woche.
Warschau, 25. September. In Blaski hat ein Brand 60 Häuser vernichtet. In einem Hause verbrannten drei Personen.
lung kommt die Strafsache gegen den Taglöhner Georg Streum von Lorbach wegen Nothzuchtversuchs und Bedrohung. Vertreter der Staatsanwaltschaft war der Großh. Staatsanwalt Koch, vertheidigt wurde der Angeklagte von Herrn Rechtsanwalt Wetdtg. Als Geschworene fungirten dieselben Personen wie bei der Vormittagssitzung. — Der 20jährige Taglöhner Georg Streum von Lorbach ist des Versuchs eines Verbrechens im Sinne des § 177 des Straf- gesetzbuchs und ferner angeklagt, daß er die 21 Jahre alte Marie Veite von Orleshausen mit der Begehung eines Verbrechens der Tödtung bedroht habe. Die Verhandlung fand unter Ausschluß der Oeffentlichkeit statt und endete, nachdem die Geschworenen (Obmann Herr Wilhelm Schudt) die Schuldfragen bejaht hatten, mit der Verurthetlung des Angeklagten zu einer Gesammtzuchthausstrafe von einem Jahre drei Monate und einer Woche, unter Anrechnung von zwei Monaten der erlittenen Untersuchungshaft.
** Sitzung des Schwurgericht« der Provinz Oberheffeu am 26. September 1894. Zur Verhandlung kommt heute die Strafsache gegen Conrad Gasche von Langenselbold und Friedrich Mergenthal von Vonhausen wegen Körperverletzung mit tödtlichem Erfolg. Vertreter der Staatsanwaltschaft war der Großh. Staatsanwalt Koch, die Ver- theidtgung des Angeklagten Gasche führte Herr Rechtsanwalt Katz, diejenige des Angeklagten Mergenthal Herr Rechtsanwalt Dr. Fuhr. Als Geschworene wurden ausgeloost die Herren: Emil Fischbach, Wilhelm Schwenk II., Anton Rompf VII., Dr. August Trapp, Wilhelm Schudt, Andreas Lepper III., Emanuel Loeb, Ludwig Friedrich Hardt, Wilhelm Grieb II., Philipp Blecher II., Kaspar Kalbfleisch II. und Hermann Kratz. — Der 20jährige Maurergeselle Conrad Gasche von Langenselbold und der 19jährige Dienstknecht Friedrich Mergenthal find angeklagt, daß sie in der Nacht vom 8./9. Juli 1894 auf dem Wege von Vonhausen nach dem Hof Thiergarten bei Büdingen den Arbeiter Heinrich Christ von Hartenrod vorsätzlich und gemeinschaftlich — Gasche auch mittels eine- Messers — derart körperlich mißhandelt und an der Gesundheit beschädigt haben, daß der Tod des Heinrich Christ durch die hierbei erhaltenen Verletzungen verursach: wurde. Die heutige Verhandlung ergab folgenden Sachverhalt: Am 8. Juli l. I. — es war ein Sonntag — kamen Karl Müller und Heinrich Christ, die beide Fabrikarbeiter in Griesheim waren, nach Büdingen, um der Schwester des Ersteren und anderen Mädchen aus ihrem Heimathsorte, die sämmtlich auf dem Hose Thiergarten bei Büdingen als Taglöhnerinnen beschäftigt waren, einen Besuch abzustatten. Die Mädchen holten die beiden Burschen an der Bahn ab, man ging von da nach dem Thiergarten, verbrachte dorten den Nachmittag und begab sich dann in einer größeren Gesellschaft, die aus den Hinterländer Mädchen, den beiden fremden Burschen und einigen als Knechte auf Thiergarten dienenden Burschen bestand, nach dem Abendeffen nach dem nahe gelegenen Vonhausen, wo man den Abend zuzubringen gedachte.
«nd protjJttjicUc»
Hießen, den 26. September 1894.
** Sitzungen des Schwurgerichts der Provinz Oberheffeu
25. September 1894. Nachmittagssitzung. Zur Verhand-
die seien den Seeweg gegangen. Kirchner und Lott schlossen sich auf Aufforderung den anderen dreien an und nun ging und lief man abwechselnd der vorausgegangenen Gesellschaft nach. Kirchner und Lerch waren die Vordersten- Gasche und Mergenthal die nachfolgenden und Lott der letzte. Zwischen der Stelle, an der der Seeweg seine letzte Krümmung macht, bevor er auf den von Büdingen beziehungsweise dem Thiergarten nach Hain-GrÜndau führenden Weg einmündet, und dem Gabelpunkt dieser beiden Wege selbst stieß man auf die vorausgegangene Gesellschaft. In dieser ging Traumüller, auf seiner Harmonika spielend, voraus, Christ und Elisabeth Müller folgten, dann gingen Margarethe Hilberger, Emilie Zimmermann und Marie Dietz, die letzten waren Karl Müller und Karoline Simon. Diese Folge änderte sich, als Lerch zu der Margarethe Hilberger kam, indem kamen Emilie Zimmermann und Marie Dietz zu den übrigen. Plötzlich vernahmen die vorausgegangenen Personen ein „Getrappel", es kamen Gasche und Mergenthal von hinten herangelaufen. Während Mergenthal „langsamer that", als die Vorausgegangenen überholt wurden, stürzte Gasche sofort auf Christ, der mit der Elisabeth Müller ging, los und zwar von hinten, und fing an, ohne jede Veranlassung und ohne daß zwischen Beiden ein Wort gesprochen worden wäre, mit den Fäusten auf Christ loS- zuschlagen. Dieser setzte sich zur Wehre, machte sich von Gasche los, wich einige Schritte zurück und suchte dann nach seinem Hut, der ihm vom Kopfe gefallen war. Hierbei waren ihm behilflich Traumüller und eines der Mädchen. Während dem mischte sich Kirchner ein, der dem Gasche über dessen Verhalten Vorhalt machte- Gasche sagte zu Kirchner, wenn er nicht helfe, dann steche er ihm eine, daß er in den Graben purzele. Auch rief Gasche den Mergenthal herbei mit den Worten: „Colleg' herbei!" Während Christ noch nach seinem Hute suchte, versetzte ihm Gasche einen Stoß, daß er in den Graben fiel. Christ erhob sich wieder, trat gegen Gasche hin und sagte zu ihm, was er ihm denn gethan habe, er solle ihn in Ruhe lasten, er sei ja doch ein fremder Mensch. Mit den .Worten: das gehe ihn nichts an, er habe ihn schon den ganzen Abend geärgert, drang Gasche wiederholt auf Christ ein, der ihm seinerseits nun einen Schlag ins Gesicht versetzte.
(Fortsetzung in der nächsten Nummer.)
** Gießener OmuibuS-Gefellfchaft. Mit dem Inkrafttreten des Winterfahrplans der Eisenbahnen wird die Omnibus-Gesellschaft ebenfalls am 1. October eine Fahrp lan- änderung eintreten lasten und außerdem die versuchsweise eingerichtete Linie B. Bahnhof, Bahnhofstraße, Markt, Neuen- Bäue, Grünbergerftraße und zurück definitiv und mit Vollbetrieb gleich der Linie A. fahren. — Der Vorstand hat außerdem beschlossen, den Krankenflegerinnen der beiden hiesigen Schwesternhäuser freie Fahrt auf allen Linien zu gewähren. (Sehr anerkennenswerth. Red.)
** Der Vogelsberger Höheuclub, welcher bekanntlich in eine Anzahl Zweigvereine, vorwiegend in der Provinz Ober- heffen, eingetheilt ist, hat auch einen Zweigverein in New- York. Diesem Zweigverein gehören eine größere Anzahl Oberheffeu, vorzugsweise Schottener, an- sein Jntereste an dem Heimathclub bethätigt der Newyorker Verein vorzugsweise durch Jahresbeiträge. Der Vorstand des Clubs theilt mit, daß jetzt wieder 104 Mk. eingetroffen seien.
** Fechlverbaud Gießeu-Lahr. Wie aus dem Jnseraten- theil ersichtlich, feiert der Verband am 29. und 30. September unter seinen Mitgliedern, deren Angehörigen und geladenen Gästen sein 10 jähriges Bestehen. Der Verband hat seit seinem Bestehen im gemeinschaftlichen Zusammenwirken für die edlen und uneigennützigen Bestrebungen seiner Mitglieder, welche im großen Publikum stets bereitwillige Unterstützung gefunden, so manchen Erfolg zu verzeichnen, und ist durch das wohl- thätige Eingreifen dieses Vereins schon manche Thräne gestillt worden. Am Sonntag Abend werden im Festlocal an besonders um den Verband verdiente Mitglieder vom Vorstand der Generalfechtschule zu Lahr verliehene Beförderungen zu Fechtmeistern und höheren Chargen verkündet. Mit dem zehnjährigen Bestehen des FechtverbandeS sind gleichzeitig 10 Jahre verflossen, daß Herr Pfeffer ununterbrochen demselben als erster Vorsitzender (1. Fechtmeister) vorgestanden hat.
** Thterqualerei. Eine wohlverdiente Freiheitsstrafe,
tischen Wortlauts der Rede.
Berlin, 25. September. Das Staatsministerium hat heute Mittag unter dem Ministerpräsidenten Grafen Eulenburg eine Sitzung abgehalten. Gegenstand der Berathung soll eine im Ministerium des Innern ausgearbeitete Novelle zum Vereins- und Versammlungsgesetz gewesen sein.
Berlin, 25. September. Der „Vorwärts" fordert in seiner heutigen Nummer, daß die Verhandlung gegen den Kanzler Leist öffentlich geführt werde.
Berlin, 25. September. Wie der „Reichsanzeiger" meldet, ist durch Allerhöchsten Erlaß vom 27. August d. I. genehmigt worden, daß in Verbindung mit dem Hauptgottesdienst am Sonntag den 9. December dss. Js. in den evangelischen Kirchen eine Feier zur Erinnerung an die 300jährige Wiederkehr des Geburtstages Gustav Adolphs veranstaltet und daß in den von evangelischen Schülern besuchten höheren und niederen Schulen, sowie Lehrerund Lehrerinnen-Btldungsanftalten auf die Bedeutung dieses Gedenktages htngewiesen wird.
Berlin, 25. September. Gerüchtweise verlautet, daß in den Regierungskretsen wieder von persönlichen Gegensätzen gesprochen wird. Graf Caprivi soll dem preußischen Ministerpräsidenten Grafen Eulenburg gegenüber in Sachen der Bekämpfung der Umsturzparteien den Kürzeren gezogen haben und zu den bisherigen Verwickelungen sollen neue hinzugetreten sein durch die acut gewordene Polenfrage.
Berlin, 25. September. Der Kaiser hat, wie die „Kreuzztg." vernimmt, laut Cabinetsordre vom 4. d. Mts. dem Fort IV bei Königsberg i. Pr. den Namen „Fort Gneisenau" verliehen.
Berlin, 25. September. Die Tondichtung des Kaisers „Sang an Aegir" wird in der zweiten Hälfte des October in einer Wohlthätigkeitsmatinv im Königlichen Opernhause aufgeführt werden. Die Einnahme fließt dem Baufonds der Kaiser Wilhelm-Gedächtnißktrche zu. Dem gleichen Fonds kommt die Gesammteinnahme aus dem Verlage der Tondichtung, deren Druck in diesen Tagen in einer Auflage von 10000 Exemplaren unter dem Titel: „Sang an Aegir, gedichtet und componirt von Sr. Majestät Kaiser Wilhelm II." erfolgt, zu Gute.
Berlin, 25. September. Der stellvertretende Landeshauptmann für das südwestafrikanische Schutzgebiet, Major v. Leut wein, telegraphirt: „Die Schutztruppe hat am 27. August das Lager der Witboois in Nauklust erstürmt. Die Witboois haben den Rückzug angetreten und bis zum 4. September erfolgten Verfolgungsgefechte. Die Schutztruppe hatte neun Todte und elf Verwundete. Unter den Tobten befindet sich Premierlieutenant Dwstel."
Berlin, 25. September. Wie die „Volksztg." hört, findet am 6. und 7. October in Berlin ein demokratischer Parteitag statt.
Hamburg, 25. September. Der „Corr." theilt als Ergebniß der Untersuchung gegen Leist mit, daß deffen Kameruner Verhalten sich „durchaus nicht als tadellos" herausgestellt habe, andererseits seien die Hauptpunkte der Beschuldigungen erfunden oder stark übertrieben. Trotzdem sei an eine Weiterverwendung Leisis nicht zu denken. Die Frage, ob die Verhandlung geheim gehalten werden soll, ist noch offen.
Karlsruhe, 25. September. Der Deutsche Gewerbetag sprach sich in seiner heutigen Sitzung für die Sicherung der Forderungen der Bauhandwerker an Neubauten durch Schaffung des gesetzlichen Vorzugsrechts aus. Ferner erklärte sich der Gewerbetag für die Förderung des Gewerbe- unterrichts in Deutschland. Zu diesem Zwecke soll zuerst eine Enquete über den gewerblichen Schulunterricht veranstaltet werden, nach deren Beendigung der Verbandsvorstand die erforderlichen Schritte rhun soll. Wetter wurde beschloffen, nne Petition an den Reichstag zu richten um Annahme eines Gesetzes zur Bekämpfung des unlauteren Wettbewerbs. Als Vorort wurde Köln wiedergewählt. Die nächste Hauptversammlung findet in Kassel statt.
$ü09' 25. September. Publikum und Presse erörtern leidenschaftlich die Thatsache, daß sich in St. Ludwig im Elsaß
^bildet hat, welcher den Erben des im Jahre 1691 als Gouverneur von Breda verstorbenen Generals Metzger auf diplomatischem Wege zu ihrem Rechte verhelfen will. Das Erbe betrug 140 Millionen und soll jetzt auf 1256 Mtllarden angewachsen sein.
graphisch gemeldet, daß chinesische Soldaten zwei französische Missionare und einen Zollbeamten ermordet haben. Die französische Flotte verlangt eine eclatante Genugthuung.
Loudon, 25. September. „Daily News" berichten aus Petersburg, daß die Nachricht, mehrere Tausend Russen | seien auf dem Marsche nach Korea begriffen, und die ? russische Flotte halte sich in Wladiwostok bereit, unbe- $ gründet sei.
Lemberg, 25. September. Seitens der gesammten polnischen Presse werden in maßvoller Weise die Angriffe, welche Fürst Bismarck gegen die Polen richtete,


