Ausgabe 
27.6.1894 Erstes Blatt
 
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Vad Navhei«, 25. Juni. In der vorigen Woche find 471 Kursremde, im Ganzen jetzr 4649 Personen, hier ange- kommen.

Friedberg, 24. Juni. Am letzten Freitag war Staats­minister Finger, Excellenz, hier in Angelegenheiten unserer Ackerbauschule. Er kam von Butzbach, wo er die Zellenstras* anstalt besichtigt hatte. In der letzten GemeinderathSfitzung wurde auch endlich die Erbauung eines Schlachthauses beschlossen; dasselbe soll an die Warte kommen.

F. Au« dem Kreise Friedberg. 21. Juni. Für die Be­wohner der mittleren Wetterau wirft sich immer wieder die 8*age aus: Wann beginnt der Bahnbau der beiden Linien Hungeu'Friedberg und Nid d a. Fr i e d b er g und bis zu welchem Zeitpunkte wird die eine oder die andere Linie in Betrieb genommen werden können. Nachfolgende Mit« thetlungen dürften für manchen freundlichen Leser über die wichtige Sache nicht unwillkommen sein. Die Arbeiten in Betreff der Linie Hungen - Friedberg sind vollständig fertig und gingen daher vor einigen Tagen an die oberste Baubehörde nach Darmstadt ab, wo sie noch einmal einer sorgfältigen Prüfung unterzogen werden. Diese OberrevisionS- arbeiten werden von der obersten Behörde mit allen Kräften beschleunigt ; sobald die Prüfung, welche wahrscheinlich zu kümen, oder nur sehr geringen Anständen führen wird, beendigt ist, gehen sämmtliche Arbeiten an das Reichs- eifenbahnamt nach Berlin, werden hier noch einmal vom Reichsstandpunkte aus geprüft und dann zur Ausführung zurückgegeben. Man darf annehmen, daß beide Prüfungen rn einem Vierteljahre beendigt sind, so daß die Arbeiten in der zweiten Hälfte deS September, oder zu Anfang October zur Ausführung an die AuSführungSbehörde für Nebenbahnen in Gießen zurückgelangen werden. Ist dies geschehen, so beginnt die Geländeerwerbung. Die Bahnaröeiten können rasch gefördert werden, wenn die Grundbesitzer der Bau» dchörde coulant entgegen kommen, ein Fall, der z. B. auf der Strecke Gießen - Londorf als rühmenSwerthes Beispiel Erwähnung verdient. Begegnet die Behörde aber eigensinnigen, steifnackigen, streitsüchtigen Leuten wie eS deren in jeder Gegend giebt dann kann sich die wichtige Sache lange verzögern. Die Geländeerwerbungen für Friedberg-Hungen beginnen also sicher im kommenden Herbste. Für die Linie Nidda Echzell- Knedberg, oder wie andere Interessenten wünschen: Ober* Wlddershetm-Echzell'Friedberg wird eine gleich rastlose Arbeit geleistet, wie für Hungen-Friedberg. Von Seiten der höchsten Staatsbehörde wurde noch einmal Localeinsicht genommen und nun werden beide Projecte mit größter Unparteilichkeit geprüft. Die eine Parthie hebt das Bad Salzhausen in den Himmel, die andere setzt eS als werthlos herab. Das richtige wird wohl in d-.r Mitte liegen. Wir sind überzeugt: die Regierung wird in der Sache wohl eher das dem Gesummt- wohl am besten entsprechende Project leichter heraussinden, als die beiden streitenden Partheien. Unter Letzteren ist der Zeitungskrieg als beendet anzusehen, aber mündlich wird noch Manches hin und her getragen. So tauchte unter Anderem das Gerücht auf: Wenn die Echzeller nicht bald ihren Widerstand aufgeben wurden, wolle man von der anderen Seite alles daran setzen, daß der Bau der Linie noch jahrelang hinausgeschoben würde. Derartige Dinge haben keinen Sinn. Die Linie ist seiner Zeit vom Landtage genehmigt worden und wird von der Regierung auSgeführt, daran ändern die Leute, welche solche Gerüchte aussprengen, nicht das Geringste. Die Hauptsache aber ist, daß die Linie gleichzeitig mit derjenigen von Hungen-Fried­berg zur Ausführung gelangt, darüber besteht kein Zweifel. Die Baubehörde hat für beide Linien ihre Beamten, ihr Material, ihre Maschinen, ihre Arbeiter beisammen und zwar aus einem verhältnißmäßig kleinen Raume, sie wird daher nicht die eine Linie aussühren, die andere aber jahre­lang liegen lassen, um später den ganzen Apparat von weither wieder nach Echzell und Umgegend herbeischaffen zu laffen und hier von Neuem zu beginnen. Der große Ort Echzell hat übrigens auch ganz recht, wenn er seine Interessen zu wahren sucht. Beim Bau der oberhessischen Bahn Gießen- Gelnhausen blieb er um eine Stunde zu weit links liegen; beim Bau der Zuckerfabrik Büdingen-Stockheim im Jahre 1884 kam er zu kurz; zehn Jahre später, im Jahre 1894 wider­fährt ihm das ähnliche Mißgeschick mit der Zuckerfabrik Berstadt. Es begreift sich daher recht wohl, daß Echzell diesmal nicht wieder hintenan gesetzt zu werden wünscht. Bei dem ganzen Bahnbau ist die Strecke Dorheim Fnedöerg die schwierigste und kostspieligste, denn hier sind bedeutende Kunstbauten nöthig. Wir nennen als die hauptsächlichsten: 'den Viaduet bei Friedberg und die Erweiterung des Bahn­hofes zu Friedberg. Diese Bauten werden auch zuerst tn Angriff genommen, eher als die Erdarbeiteu. Letztere bieten keine große Schwierigkeiten, denn die zu durchschneidenden Gemarkungen besitzen wellenförmiges Hügelland, welches den Ingenieuren keine difficilen Ausgaben zu stellen pfleg Man kann daher annehmen, daß beide Limen nach menschlichem Ermessen, wenn keine besonderen Hinderniffe auftauchen und auch -die Bewohner der zu durchschneidenden Gemarkungen ihre Schuldigkeit thun, bis zum Spatherbste 189o fahrbar sein werden. , . m

Darmstadt, 24. Juni. Der Kirch e nre chner der Ge- m-illd- Traisa ist nach Unterschlagung non 11 000 Mark flüchtig geworden.

Mainz, 25. Juni. Das Großh. Kreisamt macht bekannt, daß im Kreise Mainz und in den angrenzenden Kreisen die Schweinepest ausgebrochen ist, und warnt vor jedem Ankauf junger Schweine. , x .

A Mainz, 25. Juni. Gestern, am letzten Tage des Schützenfestes, war der Fremdenverkehr hier wieder ein ganz bedeutender und mußte sowohl die Hessische Ludwigsbahn wie auch die Naffauische Staatsbahn auf allen Strecken Extru- iüae zu dessen Bewältigung einlegen. Bei dem großen An­drang von Publikum an den zwei letzten Sonntagen ist da» Unpractische und Zwecklose der von den preußischen Staats­bahnen seit einiger Zeit eingeführten Bahnhosssperre

sehr deutlich zu Tage getreten. Die an den Eingängen poftirten Beamten waren trotz bedeutender Berstärkung gegen­über den andringenden Mafien ganz machtlos und ftörie sich bei den Hauptzügen des Morgens und des Abends Niemand mehr um die Absperrungen, sondern man sprang einfach über bie Barrieren und suchte so auf dem kürzesten Weg den Ein­oder AuSgang zu erreichen. Erscheint so auf der einen Seite del der An der Anlage der meisten Bahnhöfe die Sperre bei einem Massenandrang als eine Belästigung des Publikums, fo dürfte dieselbe auf der anderen Seite auch zu vielen die Bahnen schädigenden Betrügereien benutzt werden, indem eS an Elementen nicht mangelt, die, auf das Gedränge rechnend, ohne Billete mitfahren, wie man dies gerade an den beiden letzten Sonntagen beobachtet haben will.

A Mainz, 25. Juni. Während die Weineinfuhr nach Mainz fett vielen Monaten immerfort zurückgegangen ist, hat bleielbe in den letzten zwei Monaten eine beträchtliche Zunahme erfahren. Diese Erscheinung hängt unzweifelhaft damit zusammen, daß man in Wemhandelskreisen keine Be­fürchtungen mehr wegen einer Weinbesteuerung hegt.

Mainz, 25. Juni. Nach einer hierher gelangten amt* lichen Miuheilung aus Ob er-Wefel wurde dort die Leiche eines Mannes in Schützentracht geländet. ES wird ver* muthet, daß die Leiche identisch ist mit einem seit etwa zehn Tagen vermißten Schützen aus dem Rheingau.

* Bonn, 25. Juni. In der Nähe von Ahrweiler ermordete in voriger Nacht ein Tischlergeselle den Actuar Ku erzen, als Letzterer Ersterem, der anscheinend in einem Graben verunglückt war, helfen wollte.

Jena, 24. Juni. Dr. Otto Deori ent, der bekannte Bühnenleiter (u. A. früher auch in Frankfurt a. M.) und Verfafier deS Luther- und Gustav-Adolf-FestspielS, zuletzt hier ansässig, ist gestern in Stettin gestorben.

* Halver, 21. Juni. Infolge deS Selbstmordes deS Ab geordneten vom Heede im Hotel Saxonia in Berlin ist der Kassirer der hiesigen Bolksbank veranlaßt worden, dem Auf- sichtSrath Mittheilung von einem Deficit von über vier* malhunderttausend Mark zu machen, welche Summe der Verstorbene von dem Kassirer während eines Zeitraumes von angeblich sechszehn Jahren nach und nach bezogen hat. Vor einigen Jahren ging die Volksbank (Emgetr. Genossen- schäft) zur Actiengeselljchast über. Bet dieser Umwälzung ist das immense Deficit nicht einmal entdeckt worden. Es ist Thatsache, daß die Kasfcnrevisionen in zwei bis drei Stunden Seitens der aus dem Aussichtsrath gewählten Revisoren er­ledigt worden sind. Man hat den Defraudanten blindes Vertrauen entgegengebracht. Viele größere und kleinere Fabrikanten, Handwerker u. s. w. sind dauernd geschädigt. Man stellt eine Anzahl Concurserklärnngen in Aussicht. Der Aufsichtsrath scheint vor energischem Einschreiten zurück­zuschrecken.

* Erlangen, 19. Juni. Eine Braut des Todes. Heute Abend wurde hier eine Fabrikarbeiterin auf dem Sterbebette in ihrer Wohnung durch den Standesbeamten Herrn Bürgermeister Dr. Klippel getraut. Die Trauung erfolgte auf Wunsch wegen Cegitimirung eine« Kindes. Es ist dies der zweite Fall in Erlangen seit Erlaß des Personen- standSgesetzes von 1875.

Einen frecheren Diebstahl hat wohl selten Jemand ver­übt, als der Schreiner Johann Adam Förster, der kürzlich in Frankfurt a. M. vor dem Gericht stand. Er stahl nämlich dem Schutzmanne, der ihn zur Ruhe verwies, die Uhr ans der Tasche! Ein Vorübergehender machte den Schutzmann auf die herabhängende Kette aufmerksam und nun wurde Förster verhaftet, die Uhr versuchte er bann auf dem Wege zum Polizeirevier wegzuwerfen, wurde aber daran verhindert. Die Strafkammer verurtheilte ihn für den frechen Diebstahl unb den dabei geleisteten Widerstand gegen bie Staatsgewalt zu einem Jahre Gefängniß und zwei Jahren Ehrverlust.

* Eine Blitzheirath. Während eines Volles wurde kürzlich in Newyork ein junger Mann einer Dame vorgeftellt, die ihm so fehr gefiel, daß er sie bald nach dem ersten Walzer um ihre Hand fürs ganze Leben bat. Die schöne Miß nahm sofort an und, da der Herr des HauseS ein protestantischer Pfarrer war, konnte die Eheschließung auf der Stelle in Gegenwart aller Gäste stanfinden, eine halbe Stunde nach der Verlobung, an demselben Abend noch, nach Beendigung des Balles, trat das junge Ehepaar seine Hochzeitsreise an. In Newyork spricht Jedermann von diesem ehelichen Record, der selbst für amerikanische Verhältnisse außer­ordentlich ist.

* Eine originelle Vermahlungs-Anzeige hat Fräulein Konstanze Fieder, die treffliche Naive deS Garden-Theaters in Newyork, versendet:Allen Freunden und Bekannten die Mittheilung, daß ich demnächst in dner neuen von mir noch nie probirten Rolle auftreten werde. Das Stück heißtDie Ehe", mein Partner darin ist Herr Wilkens. Von ihm hängt es ab, ob das Stück ein Lustspiel oder ein Trauerspiel werden wird. Eine Posse aber wird es gewiß nicht, denn erstens ist es unS Beidenfurchtbar" ernst und zweitens giebt es, wie man sagt, in derEhe" überhaupt nichts zu lachen."

Stubenmädchen (beim Abstäuben auf dem Schreibtisch das Buch :Die Flora unb ihr Verhältniß zum Klima er­blickend):Ei, ei! Recht nette Romane lieft der Herr Pro­fessor '. Das hätte ich nicht von ihm gedacht!"

Citetaiur und Arrnst.

- Photographische Ausstellung in Er fort. In bie Reihe der mit bei großen Thüringer Gewerbe- und Jndustri^ Ausstellung in Erfurt Detbunbenen Sonder - Ausstellungen ist auch eine photographische Ausstellung eingeiügl worden, die am 15. August beginnen unb bis »um 1. September dauern wird. Diese

für die internationale Beibringung veranlagte Luistellung ist fn 4 Abtbeilungen gegliedert, 1. für Amateur - Photographie. 2. für bie Photographie zu wissenschaftlichen Zwecken, 3 für die Veranschou Nchung der neuesten Fortschritte der Photographie, belonbeil auf dem Gebiete der Farben- und Momentphotographie, sowie der photo­graphischen Druckverfahren, und 4 für Apparate und Bedarfsartikel. Die große Berbreitung, welche die Amateur Photographie in unserer Zeit gefunden hat, dürfte besonder» dieser Adtdellung eine sehr leb­hafte Beibringung, sowie einen reich,n und interessanten Jnbalt sichern. Die Ausstellung wird ihren Plan finben tn einer sehr zweck dienlich eingerichteten, mit Ober- und SettenNcht versehenen Halle, in der bi» dahin die Au»ft,lluna de» Verbände» der Runftvcrelnc westlich der Elbe staitsindei, deren Einrichtungen für die photographische Ausstellung erhalten bleiben, bezw. zweckentsprechend umgesialtet werden. Die Auszeichnungen werden in Ehrenpreüen und Medaillen der Thüringer Gewerbe und Industrie, Ausstellung bestehen. P«o gramme der Ausstellung find von Herrn Regierungsbaumeister Erlandsen in Erfurt zu beziehen

2)erfahr, CanO» und DolfswirtbfcbafL

WUtm, 26. Juni. Marktbericht Aut dem heutige» wochenmarkt kostete. Butter pr. Pfd. X 0,850,95, Hühneren, 1 Stück 56 4. 2 Stück - 4, Mfe pr. St. 5-8 A, xälem-ve Pt. 6t 8 4, (frrhfen or. Liier 16 4, Linsen pr. Liier 30 4. Taube-- pr- Paar x 0,70 -0,90, Hühner pr. Stück X 1,001 30, Hahnen pr. 6t a 0 601,30, Enten pr. 6t X 1,70 bi« 1,8 >, Ochienfleifch pr. Ptd- 7276 4> Äub* u. Rindfleisch pr. Pfd.--66 4, 6d)u)etnr<

fleisch pr. Pfd. 60-70 4, Salb fleuch pr. Pfd. 6066 A, Hammel­fleisch pr. Pfd. 56-68 4, Kartoffeln pr. 100 Silo 5,00-6,00 X. Rechte au> or- Stück---5», Rnüebeln pr. Eentner 9,0010,00 X.

Milch dt. Lit" 16 20 A, Enteneier 2 6t. 11 4, (Weder 10 4, Kirschen pr. Pfd. 1215 4-

Dem Geschäftsbericht b<r Bremer Ledendversicher««gg» Bank über das Jahr 1893 (26. Geschäftsjahr) entnehmen wir Fol­gendes: Die Bank hatte im Berichtsjahre einen Zugang von 4847 An> tiägen mit 11 466 020 Mk. zu verzeichnen: 3784 Versicherungen mit 8 722 800 Mk. traten neu in Kraft. Am Jahrevfchluk bezifferte sich der Bersicherungsdestand auf 56 531923 Mk. Die Einnahmen an Prämien und Zinsen sind gegen da» Jahr 1892 um 196 012,22 Mk. gestiegen und erreichten die Höhe von 2 410 665,20 Mk. Die Aus­zahlungen an fällig gewordenen BersicherungSfummen beliefen sich auf 531 397,17. Mk. Die Prämienreserve wurde um 1 166 830,71 Mk. erhöht und betrug mit Jahrevschluß 9 917 621,20 Mk In der Ab theilung Lebensversicherung ergiebt sich ein zur Dividendenverthrilung verfügbarer Ueberschutz von 378715,76Mk.- die LebenSversicherungS- bhübenbe pro 1895 ist auf 15 Procent festgesetzt. DaS Vermögen der Bank Hai im Jahre 1893 einen Zuwachs von 1 266 884 71 Mk. Erfahren; dasselbe beläuft sich mit JahreSschluß auf 11 218 808,68 Mk. In pupillarisch sicheren Hypotheken waren angelegt 8 772 159,65 Mk., tn StaatSpaptcren 855 728,10 Mk Die an Versicherte gewährten Darlehen auf LebenSveisicherungSpolicen betragen 332019 Mk, bie für versickerte Beamte bet Behörden gest.llten Dienstkautionen 102 188,88 Mk. Die SterbefallauSzahlungen stellten sich um 24 742,55 Mk. geringer, als rechnungSgemätz zu erwarten war. Nach der zu Grunde gelegten Berechnung standen 245 Sterbefälle zu erwarten, während thatiächlich nut 231 eingetreten sind, linier den Todesursachen übei wogen Entzündung der AthmungSorgane, einschliehlich Ji fluenza '20 Procent), Tuberculose (17,3 Prcceni) unb Heizkrankheiten (12,5) P ocent); unter denselben waren ferner 6 Unglücköfälle und in 4 Fällen Selbstmord zu verzeichnen. Die Entwickelung de» Geschäft« hat, wie au« den obenerwähnten Zahlen­angaben ersichtlich ist, im Betriebsjahre trotz der vielfach herrschenden ungünstigen wirihschafllichen Verhältnisse beträchtliche Fortschritte gemacht. Da bet dem erheblichen Anwachsen deS Geschäfts das dts- berige GeschäftSgebäube nicht länger genügte, würbe auf Grund de» Beschlüsse« einer im Decemder v. IS. abgehaltenen außerordentlichen Generalversammlung da? ImmobileStadt Frankfurt" am DomShof zu Bremen erworben, welche« aegenroärtlg durch Umbau für die Zwecke der Bank eingerichtet wird.

Scbiftsnachrichten.

Norddeutscher Lloyd, in Gießen vertreten durch die Agenten Earl LooS unb I. M. Schulhof.

Bremen, 24. Juni. (Per transatlantischen lelegrapb.] Der Postdampsn Wittekind, Eapt. O. CüpperS, vom Nord­deutschen Lloyd in Bremen, welcher am 9. Juni von Bremen ab gegangen war, ist gestern, 7 Uhr Morgens, wohlbehalten in Newyork angekommen.

Temperatur der Lahn und der 2ust nach Reaumur gemessen am 26. Juni, »wischen 11 und 12 Uhr: Wasser 16, Lust 14«/,°.

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