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26.1.1894 Erstes Blatt
 
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Fleilag en 26. Januar

Nr. 21 Erstes Blatt

Vierteljähriger

£ Löouaemcntspreisr W 2 Mark 20 Psg. iyit

Zlnits- und Zlnzeigeblatt für den Kreis Gießen

Gratisbeilage: Gießener Kamitienbkätter

Arbeitgeber jederzeit in der Lage sind, ohne belästigende Polizetvor-

fohlen wurde.

Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Borm. 10 Uhr.

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Arbeiter groher Versammlungen bedürfen.

Abg. Möller (natl.) spricht sich aus denselben Gründen wie Abg. Frhr. v. Stumm gegen die Anträge aus. An der Orgsntsation des Kampfes der Arbeiter gegen die Arbeitgeber würde unsere Cultur scheitern. Die Herren, die aus bloßen Theorien heraus die Anträge befürworten, täuschen sich Über die Consrquenzen derselben.

Abg. Molkenbuhr (Soc.) tritt für die Anträge ein, die dem Terrorismus der Arbeitgeber-Vereinigungen einen Damm entgegen-

^^Nachdem die Abgg. Spahn (Ctr.) und Dr. Meyer (frs.Ver.) * im Schlußwort für die Anträge eingetreten, werden dieselben an eine

fortdauern.

Rom. 24. Januar. Es wird eine erhebliche Verminderung der Zurückziehung von Einlagen bei der Sparkasse constatirt. Die Neueinlagen sind vermehrt. Den Abend­blättern zufolge manifestirten die Studenten in Pavia gegen die Verweigerung außerordentlicher Prüfungstermine- zertrümmerten Fensterscheiben mit Schneebällen und stieße« die Thür des großen Universitätssaales ein. Man glaubt, die Studenten würden den Vorlesungen fernbleiben.

Deutscher Reichstag.

34, Sitzung. Mittwoch den 24. Januar 1894.

Alle Annoncen-Bureaux des In- und Auslandes nehmen Anzeigen für denGießener Anzeiger" entgegen.

Briugerlohn.

Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Psg.

Redaction, Expedition und Druckerei:

Z»ckutftrahe Pr.7-

Fernsprecher 5L

Depeschen deS BureauHerold".

Berlin, 24. Januar. Wie aus guter Quelle gemeldet wird, trifft Fürst Bismarck bereis Freitag Mittag 1 Uhr in Berlin ein, da der Kaiser den Wunsch geäußert habe« soll, den Fürsten schon vor dem GeburtstagStrubel zu sehe« und zu sprechen. Im königlichen Schlöffe werden bereit« Vorkehrungen zur Aufnahme des Fürsten Bismarck getroffen.

: ordentlichen Verdienste des Fürsten Bismarck um das Deutsche i Reich vollauf anerkenne. Vielleicht sei es nicht zu kühn, an ! zunehmcn, daß gerade aus dieser Gedankenstimmung heraus ' bei dem OrdenSfeste, an dem der Kaiser so viele Zeichen seines persönlichen Wohlwollens zu geben in der Lage war, - die Entsendung des Flügeladjutanten nach Friedrichsruh be-

Berussveretne beitragen um entnimmt aus den Ausführungen des Vorredners die Bestätigung, daß die Berufsoereine auf jeden Fall von den Soctaldemokraten für ihre Agttationszwecke ausgenützt werden würden, womit dem Anträge das Urthetl gesprochen sei. Die Arbeiter fühlen sich übrigens selbst unter dem System der Gewerk- veretne nicht wohl. Bei den tradea onions dursten sie keinen Schritt selbstständig thun. Die unfreiesten Arbeiter sind gerade die soci^- demokralischen. Die Festsetzung des Lohnes kann dem Arbeiter nicht überlassen werden, weil dieser die Verhältniffe des Marktes zu wenig kennt. Jede Stärkung der Fachvereine ist eine Stärkung der Soctal- demokratte. Die vorliegenden Anträge sind nur Eedmbar unter der Voraussetzung etnes Schutzes der bürgerlichen Gesellschaft gegen die Socialdemokratie entweder durch besonderes Gesetz oder durch Verschärfung des Strafgesetzbuchs, ferner unter der Voraussetzung des Schutzes der freien Arbeiter gegen iZwang von Seiten ihrer organifirten Genoßen. Ich glaube nicht, daß sich der Bundesrath so weit vergessen wird, die Anträge anzunehmen. o, ,

Abg. Schneider-Nordbausen (frs. Volksp.) ist für die Anträge. Gerade dadurch, daß beiden Theilen Gelegenheit gegeben werde, sich durch Vertrauensmänner zu verständigen, hoffen wir dem Frteven zwischen Arbeitern und Arbeitgebern zu dienen. Die englischen tradea onions wären erst recht socialtstisch geworden, wenn thnm die Anerkennung im Jahre 1871 verweigert worden wäre. Auch ieyr haben sich die englischen Gttverkveretne noch nicht vollständig zum Socialtsmus bekehrt. Uebrigens kommt hierauf an dieser Stelle wenig an; biet handelt es fich um d-utlch- arbeit«, bann man das Recht zur Organisation um so weniger verweigern kann, ats ore

Herzogin von Toscana.

Berlin 24. Januar. Der frühere Bureaudtrector des Reichstags/Geheime Canzleirath Bernhard Happel, ist in der vergangenen Nacht im 82. Lebensjahre nach kurzem Leiden verschieden. Er gehörte ursprünglich als Beamter dem Königlichen Kriegsministerium an, wurde in den ersten ver- einiaten Landtag 1847, später in die Nationalversammlung alS Bureaubeamter und dann im Jahre 1850 in das Abge­ordnetenhaus berufen, welchem er bis zu seiner Ernennung zum Bureaudirector des Reichstages im Jahre 1872, zuletzt als Bureauchef, angehörte. Im Herbste 1879 trat er aus fernem Amte zurück und wurde vom 1. Mai 1880 ab in der ehren­vollsten Weise in den Ruhestand versetzt.

Köln, 23. Januar. Im Anschluß an die Nachricht von der Aussöhnung zwischen dem Kaiser und dem Fürsten Bismarck sagt dieKöln. Ztg.": Der Kaiser babe mehrfach seine Verstimmung über eine neuerdings hart­näckig laut gewordene falsche Austastung feines innerlichen Verhältnisses zum Fürsten Bismarck ausgesprochen. Es sei ihm von einem Thetle der öffentlichen Meinung untergeschoben worden, er lege ein besonderes Gewicht darauf, daß auf dem

Ter Gießener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme des Montags.

Die Gießener Aarnlkiendlätter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt.

Belgrad, 24. Januar. Die Vorstellung des neue» Cabinets erfolgt in einer Sitzung der Sk up schtina am Nachmittag. Zugleich wird der Schluß der ordentliche« Session erfolgen und es wird beabsichtigt, die Skupschtma zur ordentlichen Session erst auf den 1. November wiedtt einzuberufen. Die Regierung will die Skupschtma nicht auf- lösen, sondern sie rechnet auf die patriotische Unterstützung derselben und des Volkes und wünscht die Löiung der Auf­gaben mit der gegenwärtigen Skupschtma zu versuchen, um beruhigend einzuwirken und ihr Gelegenheit zu einer möglichst ersprießlichen Thätigkeit zu bieten. ,

Belgrad, 24. Januar. Die Skupschtina wurde Nachmittags 4 Uhr eröffnet, die Galerien sind stark besetzt. Der Vorsitzende Katic theilte mit, daß der neu ernannte Minister Giorgjevic sein Mandat infolge des Austrittes ans der Fortschrittspartei niedergelegt hat. Sodann verlas Katto den Ukas, betreffend die Demission des Cabmets Gruic und die Ernennung des Cabinets Simic. Der Ministerpräsident verlas das Regierungsprogramm und machte sodann eine kleine Pause, während der Rika Popovic sich zum Worte meldete und zu sprechen begann. Der Ministerpräsident protestirte dagegen, da er noch Mittheilung machen wolle und begann ein Aktenstück zu verlesen. Er wurde jedoch überschrieen. Simic überreichte das Actenstück dem Vorsitzenden. Rista Popovic erklärte, das neue Ministerium besitze nicht das Vertrauen der Skupschtma. Nach Verlesung des Ukases, durch den die Skupschtina aufgelöst wurde, wurde die Sitzung unter Hochrufen auf den König geschloffen.

Gießener Anzeig er

Gmeral-Mnzeiger.

nimmt zu.

Paris, 24. Januar. Der Import Frankrerchs au8 Deutschland im Jahre 1893 betrug 334 Millionen (gegen - . , 337 Millionen in 1892), der Export nach Deutschland

Abg?Sp°bn (Str.): Die Anträge bezweckten die Verlethung 334 Millionen (gegen 355 Millionen In 1892). ®et: <&V-

der VermögenSsähigkett an die Berufsvereine, denen man sie nicht I port Frankreichs nach der Schweiz in? Jahre 1893 betrug

vorenthalten könne, nachdem man sie allen möglichen Geldgesell- 150 Millionen (gegen 227 Millonen in 1892). Gegenüber

Ä Sn Ufie®"ur8S9ung IStSbS b« Zni auswärtigen Nachrichten erklärt eine den Journalen zug°g°ng-ne

ttmmuna einer Behörde bedürfen. Die Zwecke der Vereine können I halbamtliche Note, daß die Verhandlungen wegen des Wern ganz verschieden sein: Unterstützung der Mitglieder, Rechtshilfe, Be- I > 0[[C8 zwischen Oesterreich-Ungarn und Frankreich lehrung rc. Er bitte, die Anträge ohne vorherige Eommisstons- > Verweisung anzunehmen. x .

Abg. Rickert (frs. Der.) schließt sich bem an.

Abg. Frhr. Heyl zu Herrnsheim (natl.): ES handelt sich hier nur um dte Gewerkveretne und um die Organisation des Arbetterstandes; wir haben aber keinen Anlaß, uns die Errungen­schaften der englischen Arbeiterbewegung anzuetgnen. Die englsichen Gewerkveretne bezwecken weniger die Hebung des Standesbewußt- seins, als dte Schürung des Klassenkampfes, sind fie boch auch be dem Bergarbeilerstrike vertragsbrüchig geworden. Für das Wohl der Arbeiter läßt sich auf Grund der bestehenden Organisation genug thun. Dte Erfahrungen mit dem Stickerei-Verband in St. Gallen, der sich auflösen mutzte, obwohl er Minimallohn und Normal­arbeitstag in die Hausindustrie eingeführt hatte, beweisen, daß man von den Berufsvereinen für das Arbetterwohl nicht viel zu erwarten hat. Wir sehen deshalb keinen Grund zur Annahme des Antrags, wider fetzen uns aber der Eommissionsberathung nicht.

Abg. Legren (Soc.): Der Antrag hat mit dcr focialdemo- kratischen Bewegung nichts zu thun. Der englische Beraarbeiterstrike war durch eine Lohnherabsetzung um 25pCt. verschuldet, die den Arbeitern ausgezwungen werden sollte. Welche Organisationen bestehen denn jetzt zu Gunsten der Arbeiter? Etwa die aus Grund der socialen Lersicherungsgefetze? Die nutzen: dem Arbeiter° wen g. Hier bandelt es sich um Vereinigungen, durch welche die Arbeiter auf Besserung ihrer Lebensbedtngungen hinwirken konnten. Unsere Arbeitgeber wollen eben den Arbeitern nicht das Recht zuerkennen, bei der Festsetzung des Arbeitsoertrags mitzuwtrken. In England haben die Arbeiter dies Recht nach schweren Kämpfen errungen und in Deutschland müssen wir auch dahin kommen. Dazu werden die

Das Haus ist schwach besetzt. .. .

Auf der Tagesordnung stehen zunächst die Anträge des Centrums und der Freisinnigen, betreffend die eingetragenen

XUSfatlb» I ^^^^P^sitzen?v.^Levetzow theilt daS Ableben des früheren Bureau-

Rom. 23. Januar. Dem ,P°P°l° Romano" zufolge ^-^tni'n^$°&Sn^»^?6Vbm"n Ä* telegraphirte der Präsect von Pisa an das Ministerium, daß Morgen. Abzahlungsgeschäfte, Novelle zum Jnvalttenfonds- trotz der Abmahnungen der Behörden eine Gruppe von Ury I 0e^ zufriedenen den allgemeinen Ausstand beschloß und die I 9___,,,, ,, .<- 1' *"

Arbeiter in den industriellen Etablissements bedrohte, sodaß Heateite

dieselben die Arbeit einstellen mußten. Der öffentlichen

Gewalt gelang es dreimal, die Demonstranten zu zerstreuen Wolffs telegraphisches Correspondenz-Bureau,

und einige Verhaftungen vorzunehmen, ohne von den Waffen Paris, 24. Januar. Das Zuchtpolizeigertcht verurtheilte Gebrauch machen zu wüffen. Das Ministerium ordnete ^n Anarchisten Merigeau, in dessen Wohnung Spreng-

darauf hin den Abgang von Verstärkungen von Florenz nach ftoffe vorgefunden wurden, zu dreijähriger Gefängnißstrase.

Pisa an. Paris, 24. Januar. Nach Meldungen aus Buenos-

Paris, 23. Januar. Bei der Untersuchung einer an dem Ayres von heute stellt sich bei den A u fständischen i n Waarenhauskrintemps am vergangenen Sonntag gefundenen I Rio de Janeiro Mangel an Lebensrnitteln ein. Ein Bombe ergab sich, daß dieselbe mit Dynamit gefüllt war. Versuch der-Insurgenten, bei Nictheroy zu landen, wurde _______________ zurückgewiesen. Eine Kugel tödtete einen Matrosen der por­tugiesischen CorvetteMindello", doch ist nicht festgestcllt, von wo der Schuß abgefeuert worden ist. Das gelbe Fieber

Dßifttfcßcft * -Nationaldenkmal für Kaiser Wilhelm I. Fürst Bismarck keine i "ftd)'8U* Deretnigen. Sie können in einem Zimmer zufammrn-

DertttzcyeS «ercy. Stelle finde. Dieser irrigen Ansicht gegenüber habe der Kaiser I kommen, um die wichtigste« Verabredungen zu treffen, während die

Darmstadt, 24. Januar. Ihre Königlichen Hoheiten der : wiederholt betont, daß er der Letzte sei, der nicht die autzer- Großherzog und Hochdeffen durchlauchiigste Braut Prin- > " P

zessin Victoria Melita von Sachsen-Coburg em­pfingen heute Sc. Durchlaucht den Fürsten zu Ysenburg- Büdingen, Präsidenten der Ersten Kammer, Se Excellenz den Staatsminister Finger und den Obersten Freiherrn von und zu Egloffstein, Commandeur des 1. Großh. In- 1anterie-(Leibgarde.)RegimentS Nr. 115.

Berlin, 24. Januar. Die ganz überraschend gekommene Nachricht von einer erneuten freundlichen Annähe­rung zwischen dem Kaiser und dem Fürsten Bis­marck hat in weiten Kreisen des deutschen Volkes lebhaften und freudigen Widerhall gefunden. Don Neuem lebt nun tn den Herzen aller Vaterlandssreunde die Hoffnung auf eine baldige und völlige Beseitigung der so betrübenden Ent- sremdung zwischen dem erlauchten Monarchen und dem Alt- reichSkanzler wieder auf, nachdem der zwischen ihnen im vorigen Jahre stattgefundene Depeschenwechsel ohne weitere sichtbare Folgen geblieben war. Hat doch jetzt der Kaiser einen seiner Flügeladjutanten, den Grafen Moltke, nach Friedrichsruh gesandt mit dem Auftrage, den Fürsten Bis­marck zur Wiedergenesung von seinem jüngsten Jnfluenza- Anfalle Namens deS Monarchen zu beglückwünschen und dem greisen Reconvalescenten zur Stärkung Krankenwein aus den kaiserlichen Kellereien zu überreichen, und dies ist ein Ent­gegenkommen des Monarchen gegenüber dem ehemaligen Kanzler, welches gewiß nur im Sinne einer endgiltigen Wiederverständigung beider der deutschen Nation so teuren Männer gedeutet werden kann. Außerdem soll Graf Moltke dem Fürsten Bismarck noch eine Allerhöchste Einladung zur Theilnahme an der Feier des Geburtsfestes des Kaisers bei Hose übermittelt haben, was die Bedeutung des hochherzigen Schrittes des kaiserlichen Herrn noch mehr hervorheben würde. Dem Vernehmen nach hat Fürst Bismarck dem Kaiser für die erwiesene Huldbezeugung seinen tiefen Dank aussprechen und hinzusügen laffen, er würde, sobald dies sein Gesundheits­zustand'gestatte, in Berlin erscheinen, um dem Kaiser persön­lich seinen Dank auszusprechen. Jedenfalls berechtigt der ganze Vorgang zu der Erwartung, daß nunmehr die Schatten derMißverständniffe" zwischen dem Enkel Wilhelms I. und dem größten Mitarbeiter des unvergeßlichen Kaisers beim Wiederaufbau des Reiches bald gänzlich verschwinden und einem herzlichen gegenseitigen Einverständnifle Platz machen werden. Selbstverständlich ist ober jetzt ebensowenig wie . bei früheren Anlässen ähnlicher Art an eine Rückkehr des Fürsten Bismarck on die Spitze der Reichs- und Staatsgeschäfte zu denken, eine solche Möglichkeit erscheint nach Lage der Ver­hältniffe durchaus ausgeschlossen. Bemerkenswerth ist es aber immerhin, daß die Entsendung des genannten kaiserlichen Flügeladjutanten zum Fürsten Bismarck mit Wissen und Zu­stimmung der gegenwärtigen ersten politischen Berather des Monarchen erfolgte, denn es wird versichert, daß der Kaiser den Plan vor seiner Ausführung dem Reichskanzler Grafen Caprivi und dem Staatssecretär v. Marschall unterbreitete.

Anläßlich des bevorstehenden Geburtsfestes des Kaisers werden wiederum eine Anzahl Fürstlichkeiten als Gäste am Berliner Hofe weilen. Soweit bekannt, sind als solche angemeldet: Der König von Sachsen und deffen ältester Neffe, Prinz Friedrich August, der König von Württemberg, der Grobherzog und der Erbgrobherzog von Baden, der Grotz. Herzog von hesftn, der Herzog von Attenburg, der Fürst von Schaumburg-Lippe, sowie der Grobherzog und d>e Groß.