Ausgabe 
24.7.1894
 
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fälliger Weise überwacht. In der dienstlichen und außer- z dienstlichen Behandlung des Soldaten, der vor seiner Ein­stellung der socialdemokratischen Partei angehört hat, den anderen Mannschaften gegenüber wird nicht der geringste sonstige Unterschied gemacht.

Berlin, 21. Juli. Der ehemalige Hauptmann O'Dan ne, welcher früher Erzieher des Kaisers Wilhelm gewesen ist und jetzt, nachdem er bereits früher wiederholt wegen Betrügereien gerichtlich zur Verantwortung gezogen worden war, eine dreijährige Haftstrafe wegen Betrugs verbüßt, wurde heute wegen schweren Urkundenfälschung zu sechs Monaten Gefängniß verurtheilt. O'Danue hatte, um seine Flucht zu bewerkstelligen, einen staatsanwaltschaftlichen Entlassungsbefehl gefälscht. Der Staatsanwalt beantragte V/2 Jahre gegen O'Danne.

Berlin, 21. Juli. Der Reichstagsabgeordnete v. I a g o w, der zum Landrath des Kreises Salzwedel ernannt worden und dessen Mandat dadurch erloschen ist, hat dem Bureau des Reichstages die Ntederlegung seines Mandats angezeigt. Herr v. Jagow gehörte zur deutsch-couservativen Partei und vertrat den zweiten Magdeburgischen Wahlkreis Osterburg- Stendal.

Berlin, 21. Juli. DieStatistische Correspondenz" be­ziffert den Saaten st and in Preußen Mitte Juli für Winterweizen mit 2,7, Sommerweizen 2,6, Winterspelz 2.0, Sommerspelz 2,0, Winlerroggen 2,5, Sommerroggen 2,7, Sommergerste 2,3, Hafer 2,3, Erbsen 2,4, Kartoffeln 2,7, Klee 3,1, Wiesen 2,5. Die Ernteaussichten gestalteten sich bester, als nach den Juniberichten erwartet wurde. Die warme Witterung und erheblicher Regen Übten günstigen Einfluß aus. Mit dem Mähen des Roggens wurde in den meisten Bezirken begonnen. Sommergerste verspricht eine zufriedenstellende Ernte. Hafer ist meist kurz im Stroh, Erbsen sind fast ausnahmslos von Mehlthau befallen. Die Kartoffeln sind vielfach lückenhaft aufgegangen, der zweite Schnitt des Klees berechtigt zu guten Hoffnungen.

Breslau, 21. Juli. Zum 8. deutschen Turnfeste prangt die Stadt im schönsten Festschmuck. Bor- und Nach­mittags trafen über 12,000 fremde Turner mit einigen dreißig Sonder- und fahrplanmäßigen Zügen ein. Trotz des riesigen Verkehrs wickelte sich alles in größter Ordnung ab. Die Feftstimmung ist allgemein.

Stuttgart, 21. Juli. Die thierärztlichen Landes­vereine von Baden, Elsaß, Hesten, Heffen-Nastau und Württemberg waren erstmals zu gemeinsamer Tagung hier versammelt- mehrere Hundert Thierärzte Südwestdeutschlands waren anwesend. Es sprachen Oberregierungsrath Lydtin- Karlsruhe über die Staatsthierheilkunde, Professor Vogel- Stuttgart über die Fieberbehandlung, Obermedicinalrath Lorenz-Darmstadt über Serumtherapie und Professor Ltpke- Stuttgarl über Immunität.

Arrrlarr-.

Wien, 21. Juli. Nachträglich wird nach hier gemeldet, daß am 16. d. Mts. auch in der Gegend von Königgrätz ein Erdbeben stattgefunden hat. Daffelbe dauerte circa eine halbe Minute, verursachte jedoch keinen Schaden. Die Erdstöße wiederholten sich am 17. dreimal.

Rom, 21. Juli. Dor der englischen Botschaft platzte in vergangener Nacht eine Eisenbombe, ohne tndeß Jemand zu verletzen oder sonstwie erheblichen Schaden anzurichten.

Mailand, 21. Juli. Caserio schrieb an den hiesigen Advocaten Podreider, er möge seine Verteidigung über­nehmen.

Pari«, 21. Juli. Während der Leichenfeier für den Academiker Lelonte de LiSle hatte sich ein schlecht ge­kleideter Mann, aus dessen Rocktasche ein großes Messer hervorsah, in die vorderste Reihe der Theilnehmer vorgedrängt. Als er neben Du Taigny, dem Vertreter des Präsidenten Casimir Perier stand, zog er das Messer hervor, warf jedoch dasselbe fort, da er sich überwacht sah. Der Mann, ein Straßenverkäufer Namens Dumas, wurde verhaftet. Er soll geisteskrank sein.

Paris, 21. Juli. Gutem Vernehmen nach ist die Ver­einigung der öffentlichen Sicherheitspolizei mit der Polizei- präfectur beschloffene Sache.

Paris, 21. Juli. DemTempS" wird aus Douai ge­meldet, daß daselbst ein von der Polizei verhaftetes Individuum beim Verhör erklärt habe, wenn Caserio seinen Anschlag ver­fehlt hätte, würde er der Verhaftete Carnot ermordet haben. Obgleich der Verhaftete ziemlich geistes­schwach sei, lege man seinen Angaben doch einigen Werth bei, da seine Beziehungen zu mehreren berüchtigten Anarchisten erwiesen seien.

Lyon, 21. Juli. Drei höchst gefährliche Anarchisten wurden in einer Kaserne verhaftet, als sie Brochüren aufreizenden Inhalts unter die Soldaten ver- theilten.

Lyon, 21. Juli. Der Präsident des Assisenhofes besuchte gestern Caserio in seiner Zelle, welcher erklärte, daß er von der Berufung in keinem Falle Gebrauch zu machen be­absichtige.

Die Anarchistenfrage in Frankreich scheint der Regierung zunächst keine Verlegenheiten zu bereiten, denn die Deputirtenkammer setzte die Berathung des Gesetzentwurfes, betreffend die Unterdrückung des Anarchismus ohne Zwischen­fall fort. Mehrere Anträge der Soctalisten und Radicalen, welche dahin gingen, daß den Schwurgerichten die Aburtheilung der Vergehen der anarchistischen Presse erhalten bleibe, wurden abgelehnt. Charpentier (Socialist) vertrat seinen Antrag, wonach zwischen der Aufreizung von Militärpersonen zum Ungehorsam in Friedenszeiten und in Kriegszeiten ein Unter- schied gemacht werden soll und rief damit starke Bewegung hervor. Der Präsident ertheilte mehrere Ordnungsrufe. Der Antrag Charpentiers wurde darauf mir 426 gegen 70 Stimmen abgelehnt. Hierauf nahm die Kammer den

Artikel 1 des Gesetzentwurfes, wonach die Vergehen der narchistischen Presse den Zuchtpolizeigerichten überwiesen werden, mit 297 gegen 205 Stimmen an.

Brussel, 21. Juli. Von den in Anderlues vor zwei Jahren bei einer Explosion schlagender Wetter umgekommenen 300 Arbeiter konnten bis jetzt 80 Leichen geborgen werden. Man glaubt, in der nächsten Zeit wettere 70 Leichen zu Tage fördern zu können.

Loudon, 21. Juli. In den nächsten Tagen wird bei Gladstone eine weitere Augenoperation vorgenommen.

Loudon, 21. Juli. Die beiden Anarchisten Camphell und Guenin, welche in einer Anarchistenversammlung in Dover die Ermordung der Königin und ihrer Familie gefordert hatten, werden Mitte nächster Woche vor das Schwurgericht gestellt werden.

Petersburg, 21. Juli. An Cholera erkrankten, resp. starben vom 15. bis 21. Juli in Petersburg 1292 bezw. 584, vom 14. bis 19. d. M. in Kronstadt 58 resp. 18., vom 8. bis 14. d. M. in Warschau 63 bezw. 25. In den Gou- vernements Petersburg 247 resp. 34, Warschau 157 resp. 77, Kowno 76 resp. 27, Nowgorod 1 resp. 1, Tula 1; vom 1. bis 14. Juli in den Gouvernements Grodno 32 resp. 15, Radom 243 bezw. 103; vom 1. bis 7. Juli in Kurland 11 resp. 8, in Livland 2 resp. 1, in Petrikau 10 resp. 3, in Plozk 47 resp. 16.

Warschau, 21. Juli. Der Commandant der gesammten Grenzwache der westlichen Gouvernements hat angeordnet, daß die ihm unterstellten Offiziere kein polnisches Dienstpersonal haben dürfen.

Warschau, 21. Juli. In Folge der Ausbreitung der Cholera wurden auch im Wetchselgebiet die Reservisten­übungen sistirt.

Neueste Nachrichten.

Depeschen de» Bureiui »Herold".

Altona, 22. Juli. Eine Feuersbrunst vernichtete während der verfloffenen Nacht im Dibbern'schen Posamentier- waarenlager bedeutende Waarenvorräthe. Der Schaden beträgt mehrere hunderttausend Mark.

Paris, 22. Juli. Das neue Anarchiftengesetz ist durch den von der Kammer angenommenen Zusatzantrag derart abgeschwächt, daß die Regierungsvorlage verurtheilt erscheint. Heute tritt die Commission zusammen, um zu sehen, was noch zu retten ist.

Loudon, 22. Juli. Ein Telegramm aus Shanghai meldet ein dort umlaufendes Gerücht, daß zwischen China und Japan der Krieg erklärt sei. Die Chinesen blockiren die nördliche Zufahrt des Jangtsakiang und nöthigen die Schiffe, beim Fort Wusung zu passiren. In Aokohama ist die Nachricht verbreitet, daß 12 000 Mann chinesischer Truppen nach Korea abgehen. Die Lage ist beunruhigend.

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Gietzeu, den 23. Juli 1894.

* * In dem Staatsbudget für die Finanzperiode 1894/97 sind Mittel vorgesehen, aus welchen im Bedürfntßfalle die Aufbefferuug der Peufioueu der vor dem 1. April 1891 in den Ruhestand versetzten Civtlbeamten und der seiner Zeit nicht in den Verband der Königlich Preußischen Armee über­getretenen hessischen Offiziere und Militärbeamten erfolgen soll. Nach den Erläuterungen zu der betreffenden Anforderung steht die Entscheidung über die Gesuche um Aufbesserung der Ruhe­gehalte dem Staatsministerium zu, an welche Behörde demgemäß etwaige Anträge zu richten sein werden. Im Uebrtgen ist hervorzuheben, daß der erhöhte Ruhegehalt im Ganzen den Betrag von 3600 Mark nicht überschreiten darf, auch eine Aufbesserung nicht bewilligt werden kann, wenn der betreffende Pensionär notorisch, bezw. nach Ausweis seiner Einschätzung zur Einkommensteuer aus anderen Quellen eben­soviel oder mehr zu beziehen hat, als die zulässige Pensions­erhöhung (bei einem Ruhegehalt bis zu 2000 Mark: 10 pCt., bei Ruhegehalten von,2000 Mark bis zu 3600 Mark: 10 PCt. von 2000 Mark und 5 pCt. für den verbleibenden Theil betragt.

* * Feuer. Heute Nacht gegen 1 Uhr gerieth die Herrn Chr. Jungblut Rodheimerstraße No. 2 gehörende Scheune auf bis jetzt noch unaufgeklärte Weise in Brand. Das Feuer griff verhältnißmäßig schnell um sich und ist es dem raschen Eingreifen beider hiesigen Freiwilligen Feuerwehren zu verdanken, daß dasselbe auf seinen Heerd beschränkt blieb. Bereits nach ^stündigem kräftigen Eingreifen konnten die Wehren wieder abrücken. Es brannte das Dach, sowie die Vorräthe der Scheune nieder. Die Holzwände sind stark beschädigt. iM

* Brandstiftung. Gestern Abend zwischen 10 und 11 Uhr wurde ein in der Senkenbergstraße in der Nähe des botanischen Gartens lagernder Haufen Deckreißig in Brand gesteckt. Trotzdem man bereits den Feuerschein am Himmel gesehen, wurde das Stürmen noch glücklicherweise dadurch verhindert, daß Soldaten das Feuer alsbald löschten.

* Blitzschlag. Bei dem ersten gestern Nachmittag statt­gehabten Gewitter schlug der Blitz in einen im Felde an der Marburgerstraße sitzenden Kornhaufen und entzündete denselben.

"* Selbstmordversuch. Am SamStag Abend wurde ein Handwerksbursche in bie Klinik ausgenommen, welcher einen mißlungenen Selbstmordversuch durch Ertränken in der Lahn unternommen und sich dann die Pulsadern zu öffnen ver­sucht hatte. Als Ursache gab er ein langjähriges unheilbares Leiden an.

* Durchgegaugened Pferd. Heute Vormittag ging einem Fuhrmanne am Kirchenplatz das Pferd mit einem mit altem Eisen beladenen Wagen durch. Eine Eisenplatte war vom Wagen herunter dem Pferde gegen die Hinterbeine gefallen, wodurch eS wild wurde. Der Fuhrmann erlitt eine Ver­letzung am Hinterkopfe.

* * Zur Statistik fder deutschen Universitäten. Auf dew 21 deutschen Universitäten weilen zur Zeit 32 618 Studenten, von denen 4575 der theologischen Facultät angehören und zwar kommen auf die evangelische Theologie 3260, auf die katholische 1315 Studirende. Die Zahl der Juristen, Came­ralisten und Forstwissenschaftler beläuft sich auf 7506, die der Mediciner, Chirurgen und Pharmaceuten auf 8551, die der Philosophen, Philologen und Mathematiker auf 7176. Auf diese Zahl von Studirenden kommen 2513 akademische Lehrer, nämlich 1779 ordentliche Professoren, 550 außer­ordentliche Professoren, 61 Honorarprofessoren, 705 Privat- docenten, Assistenten, Repetenten und schließlich noch 142 Sprach- und Exercitienmeister. Der Zahl der ordentlichen Professoren nach folgen die Universitäten so aufeinander: Berlin 84, München 68,* Leipzig 66, Bonn 64, Göttingen 63, Breslau 62, Straßburg 60, Halle 54, Tübingen 51, Mar­burg 47, Königsberg 46, Greifswald 44, Heidelberg 43, Erlangen 42, Gießen 41, Jena und Würzburg 37, Kiel 36, Rostock 31, Münster 22. In Deutschland kämen also nach- diesen Zahlen auf einen ordentlichen Professor etwa 18 bis 19 Studenten. Das tatsächliche Berhältniß ist aber ein ganz anderes, indem an größeren Universitäten die Professoren oft wett über 300 Zuhörer haben, während an kleineren die Zahl derselben oft beträchtlich unter die angegebene Durch- fchnittsziffer sinkt. Die hohe Zahl der Docenten an den größeren Universitäten könnte leicht zu einer Unterschätzung der kleinen Universitäten führen. Man darf aber aus der großen Zahl der Docenten nicht den Schluß ziehen, daß die Studiengelegenheit an einer solchen großen Universität besonders günstig sei. Das ist keineswegs der Fall, eher trifft das Gegentheil zu. Es fehlt dort ein wichtiges, ja unumgänglich nothwendiges Moment akademischen Lehrens und Lernens, nämlich der persönliche Verkehr des Lehrers und der Schüler- Unter den 84 ordentlichen Professoren Berlins ist wohl keiner, dem es möglich wäre, mit dem auf ihn entfallenden Bruch- theil der dort weilenden 8450 Studenten in nähere Berührung zu kommen. Grade für die Fächer, in denen^'sich mit der Vorlesung noch practischeS Arbeiten verknüpfen soll, ist dies aber nothwendig. Man kann deshalb behaupten, daß die kleinen Universitäten für die Wissenschaft eine Lebensbedingung sind und eine straffe Centralisation wäre auf diesem Gebiet von keiner günstigen Wirkung.

* * Die 34. Wauderverfammlung deS Oberheffischen BieueuzüchtervereiuS wurde gestern Nachmittag durch eine Ausstellung von Bienenvölkern, Bienengeräthen, Honig und Wachs eröffnet, die sehr reich beschickt ist. Neben dem hier und in der Provinz Oberhessen gewonnenen Honig ist auch solcher aus Rheinhessen, welcher sich durch helle Farbe aus­zeichnet, ausgestellt. Von hiesigen und benachbarten Aus­stellern waren u. A. gestern vertreten: Lehrer Grün vor» Reiskirchen mit sehr schönem Honigsortiment, Waben und einem Bienenvolk, Zöck l er-Gießen mit Honig, präparirterr Bienen und Wachs, Ph. Bauer-Gießen mit Honig, Lehrer Böckner-Heuchelheim mit Honig, Aug. Saame-Gießen mit Honig und Wein, Ltndenstruth-Beuern mit Honig, Lehrer Döll-Wieseck mit Honig und Wachs, Völsing- Garbenheim mit Honig, Zimm er - Wieseck mit Honigs Lehrer Spitz-Gießen mit Honig, Schneider-Heuchelheim mit Honig, Patz-Gießen mit Honig. Wir kommen auf den wetteren Verlauf der Versammlung zurück.

A Ruder-Regatta. Theilweise begünstigt von schönstem Wetter wurde die Vierte Ruder-Regatta auf der Lahn gestern Nachmittag 3 Uhr eröffnet. Der Besuch auf dem Regattaplatz mar ein recht guter, und mit Interesse, welches zeitweilig größter Spannung Platz machte, wurden die einzelnen Nennen verfolgt. Dem während der Pause nach dem sechsten Rennen niedergehenden Gewitter hielten die Besucher tapfer Stand. Glücklicherweise folgte mit Beginn der weiteren Rennen das schönste Wetter, welches den ganzen Abend anhielt. Die Leistungen der Mannschaften waren recht befriedigend, ganz besonders sei das gute Training der Gießener Rudergesellschaft hervorgehoben, welches der Juniormannschaft zum Siege verhalfen. Die Bahnlänge betrug für sämmtliche Rennen 1900 Meter stromabwärts. Die Vorrennen fanden Vormittags statt. Die Haupt-Rennen hatten folgenden Verlauf:

1. Einser für Juniors. Ehrenpreis nebst einem Ehrenzeichen. Am Start: R. Groß vom Wetzlarer Ruder- Club und Hch. Klein vom Mainzer Ruder-Verein. Letzterer übernahm vom Start ab die Führung und ging mit 8 Min. 2/ß Sec. durchs Ziel; Groß - Wetzlarer Ruder - Club mit 8 Min. 26 */5 Sec.

2. Erster Vierer. Wanderpreis der Stadt Gießen. Ehrenpreis nebst 5 Ehrenzeichen. Gewinner in 1893: Frankfurter Ruder-GesellschaftGermania". Am Start er­schien Gießener Ruder Gesellschaft und ging mit 7 Min. 10 Sec. über die Bahn. (Germania" in 1893: 6 Min. 56 y6 Sec.).

3. Zweiter Vierer. Ehrenpreis, gestiftet von den passiven Mitgliedern der Gießener Ruder-Gesellschaft nebst 5 Ehrenzeichen. Am Start: Ruder-Verein Kaffel, Ruder- Gesellschaft Oberrad. Es zeigt sich ein scharfes Rennen der im Anfang sich gletchbleibenden Gegner, bis nach y3 Bahn­länge Ruder-Gesellschaft Oberrad spurtet und die Führung mit über3 BootSlängen erhält.,Ruder-Gesellschaft Oberrad 7Min. 13 Sec., Ruderveretn Kaffel 7 Min. 48 .Sec.

4. Dollenzweier für Juniors. Ehrenpreis nebst 3 Ehrenzeichen. Am Start: Ludwigshafener Ruder- Verein, Ruder-Gesellschaft Oberrad. Ludwigshafener Ruder- Verein setzte scharf ein, jedoch gewann Ruder - Gesellschaft Oberrad die Führung und ging mit 8 Min. 413/5 Sec. durchs Ziel, Ludwigshafener Ruder-Verein 8 Min. 59 Sec.

5. Einser. Lahnpokal, gestiftet vom Deutschen Ruder - Verband. Wanderpreis nebst 1 Ehrenzeichen. Ge­winner 1893: Herr Alb. Rübsamen von der Gießener Ruder- Gesellschaft. Derselbe ging auch diesmal allein über die Bahn in großartigem Stil, würdig des Meisters von Deutschland. Zeit: 7 Min. y4 Sec. (gegen 7 Min. 45 Sec. in 1893)»