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24.5.1894 Erstes Blatt
 
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in München angefenigt, ebenso liefert Berg & Vlotho in Berlin die Ausrüstung für dre Pferde, sammt den Herold und Turnterschabracken, den Pferderüstungen u. f. w. Die Uebergabe der BundeSfahne von Berlin an den Vertreter der Stadt Mainz geschieht auf dem Gutenbcrgplatze während deS FestzugeS. Für die Rhein fahrt bis zum Fuße deS Niederwald - Denkmals hat die Köln- Düsseldorfer Dampfschifffahrt' Gesellschaft drei neue große Salo, dumpfer zur Verfügung gestellt. Die Beleuchtung der User und Höhen bei der Rückfahrt wird nach den getroffenen Verabredungen und bei dem Jntereffe, welches die Rheinbewohner den^Fcsie enlgegenbringen, ein herrliche» Schauspiel abgeben. -^Auch aus dem stammverwandten Oesterreich wird zahlreicher Besuch erwartet. Der W i e n er Schützenverein hat 100 Fest- karten und ebeusovrel Schießbücher bestellt, der Stadtrath der Stadt Wien einen Ehrenpreis von 100 Dukaten in der Easette gestiftet. Von sonstigen, neucrdkngS gcftiftdcn Ehren­preisen sind noch zu erwähren: Bremer Schühenverein je 2 jO Mk. auf Scheibe H.imath und Deutschland- Central- Ausschuß für das 11. deutsche Bundesschieben 500 Mk. - westfälischer Schützenbund Leinen Gebilde; Schützengesellschaft Al^eh ein Pokal t. W. von 100 Mk.- Schützen verein 'Hefe en 125 Mk. - Bockenheimer Schützenverein dnc 8 mm Scheibenbüchse i. W. von 200 Mk.- kgl. privil. Schützen- verein Augsburg baar im Etui 100 Mk.; Hanauer Schützen­verein ein Silberhumpen i. W. von 2U0 Mk.- Schützen Corporation Aschersleben ein Bowle i. W. von 45 Mk. - Schützengesellschast Groß Gerau eine Kupferbowle i. W. vo i 100 Mk, Franz Kerz Mainz, Schriftführer des Schieß- AuSfchuffeS, 120 Mk. - Randelkaffe der Mainzer Schützen- geirllschaft 100 Mk. - Donnerstags Kegelgesellschaft btt Ren» ni iger - Mainz 125 Mk. - Schützenmeister Reinhard-Frank­furt a. M. ein feines Damastgedeck für 12 Personen t. W. von 55 Mk. - F. Fritsch, HofoptikuS in Wien, ein Baro- und Thermometer i. W. von 40 Mk.

A Mainz. 22. Mai. Der Verein Mainzer Kaufleute Latte in einer gestern Abend stattgehabten Versammlung eine Resolution gefaßt, durch welche der Vorstand genannten Vereins beauftragt wurde, bei dem Ministerium in Darmstadt wegen der von dem Abgeordneten Dr. Schmut-Mainz in der Zweiten Kammer erwähnten Mißstände bei den hiesigen Gerichten vorstellig zu werden. Insbesondere soll in der Vorstellung daraus hingewirkt werden, damit künftighin bei den Amtsgerichten die HandelSprozeffe eine raschere Erledigung staden und alle Streitfälle in Handelssachen ohne Unterschied des WenheS deS Streitobjectes von Laiengerichien abgenrtheilt werden. Die durch eine Reihe von Zeitungen gegangene Mittheilung von der Haftentlassung der vor einigen Tagen unter dem Verdacht der Spionage in dem Weichbild der hiesigen Festung verhafteten Franzosen hat sich nicht bestätigt. Dieselben befinden sich noch in Haft und wurden gestern Nachmittag unter Gensdarmeriebedeckung in Begleitung der Staatsanwaltschaft in zwei Chaisen nach der Stelle gebracht, wo sie die Aufnahme gemacht haben sollen. Die bei den Verhafteten aufgefundenen Papieren sollen, wie verlautet, nebst den Acten dem Reichsgericht in Leipzig eingesandt werden. Rach dem PariserTempS" heißen die beiden Verhafteten R-pel und Bontinot und sind bei dem Architecten Boesch in RetmS angestellt.

vermischtes.

Ms. Kassel. 22. Mai. Gestern Abend um 10 Uhr ist eS am Altmarkt und Mittelstadt, sowie den angrenzenden Straßen (in der Nähe des JustizpalasteS, Polizeigefängniß, Polizeipräsidium am Steinweg) zu einem blutigen Straßen- crawall gekommen, sodaß das Militär schließlich alarmirt wurde und mit blank gezogener Waffe einschreiten mußte. Die Ursache war eine sehr geringfügige; ein betrunkener Maurer hatte sich mit empörender Unanständigkeit benommen, indem er mehrere Kinder, die in der Trainkaserne in einem Kinderwagen Brod geholt hatten und die ihm für seine schwankenden Bewegungen nicht weit genug auS dem Wege gingen, in der Weserstrabe stark belästigte, ja sogar den Wagen umwarf, die Brode herausschleuderte und den Kinder­wagen gegen einen Baum schlug rc. Auf daS Lamento der Kinder kam ein Schutzmann und verhaftete den Betrunkenen. Dieser widersetzte sich in der üblichen Weise dem Schutzmann, gebcrbetc sich wie rasend und warf schließlich den Polizisten zur Erde. Jetzt kamen nun weitere Schutzleute und mehrere Trainsoldaten herbei, welchen es gelang, den Wüthenden zu bändigen und zum Polizei - Arrest beim Justizgebäude zu tranflportiren. Unterwegs versuchten nun eine Anzahl Maurer, die auf der Straße' standen, den Gefangenen zu befreien, eS kam zu einem Handgemenge, wüsten Geschreie und Gejohle, die Menschenmenge schwoll zusehends an und wurden die Schutzleute dermaßen in die Enge getrieben, daß sie von ihren Säbeln Gebrauch machten. Jetzt fiel nun aber ein Hagel von Steinen von allen Seiten, sodaß mehrere Schutzleute und Cipilpcrsonen verletzt wurden. Da die zur Stelle befindlichen zehn Polizisten den immer mehr an- wachsenden Menschenstrom nicht zurückzuhalten vermochten, das Geschrei und Gejohle immer drohender und wilder wurde, es waren viele Tausende Arbeiter versammelt, welche die Straßen bis über dtc Fuldabrücke bis zur Unterneustadt dicht besetzt hielten so wurde schließlich eine Schwadron Husaren alarmirt, die mit blanken Säbeln langsam Straßen und Plätze säuberte. Die Hauptanstister des CrawallS, 25 Personen, wurden festgenommen und ins Geiängniß abgeführt.

» Atzmannshaufen, 19. Mai. Heute Nachmittag wurde über FreiligrathS Wohnung in derKrone" die von bauer modellirte Marmorbüfte in Anwesenheit der Schwieger­tochter des Dichters, zahlreicher rheinischer Schriftsteller und einer großen Volksmenge enthüllt. Unter einem poetischen Wethegruß, von Rittershaus gedichtet und gesprochen, fiel die Hülle; darauf hielt Stelter-Wiesbaden die Festrede. An den EnthüllungSact schloß sich ein Festessen.

Daß Brüder Stimm Denkmal. Da- große Comite für Errichtung emeS GrtmmdenkmalS in Hanau beschloß, Herrn Proseffor Eberle-München auf Grund eines gegen» fettigen Vertrages eint Verlängerung der Frist zur Her­stellung des Denkmals zu bewilligen. AuS dem zur Ver­lesung gelangten ttaffenberichle war zu ersehen, daß die Höhe deS DenkmalSfondS 83,645.56 Mk. beträgt.

Leipzig. 22. Mai. Der Postmsiües't Ulrich ist seit Sonntag nach Unterschlag von Werihbriefem im Betrage von mehreren hunderttausend Mark flüchtig.

* Thor», 22. Mai. Der an asiatischer Cholera erkrankte Altsitzer DombowSki in Waldeck ist gestorben.

* Ein Nachzügler zum Hannoverschen Eptelerprozeß ist in der Person deS Kausmannö Ludwig ©lauter am Donnerstag in einem Berliner Gasthofe ergriffen und fest' genommen worden. Er war ein specieller Genoffe deS in Newyork befindlichen BaronS v. Zedlitz und hat in Gemeinschaft mit diesem einem RechtScandidaten, sowie auch einem Guts­besitzer in hiesigenvornehmen" Localen größere Summen, und zwar nach Annahme der Behörde durch falsches Spiel abgenommen.

Paris. 19. Mai. Einen Blick in den Sumpf bei großen Haupstadt gewährt ein kleiner Vorfall, der sich hier vor mehreren Tagen auf einem Polizeicommiffariat ab gespielt hat. Ein Mann in mittleren Jahren, eine höchst anständige Erscheinung, suchte den Commiffar auf und machte ihn mit kummervoller Miene zum Vertrauten feiner Sorgen: Ich habe einen Sohn", sagte er,der ungeeflhtet aller väterlichen Liebe, mit der ich ihn stets umgeben, ungeachtet alles Zuredens und der besten Rathschläge, vorn rechten Wege abgewichen ist. Er ist tn schlimme Gesellschaft geraden und hat sich neuerdings im Verein mit einem Arbeiter aus einer Wagenfabrik und einem verlotterten Grafen, der mit Zwei­rädern handelt, auf den gewerbsmäßigen Diebstahl von Velocipeden verlegt. Eine nichtsnutzige junge Person von achtzehn Jahren, mit der er zusammenlebt, hat ihn zu dieser Verirrung gebracht, um die Mittel zur Befriedigung ihrer kostspieligen Neigungen zu erlangen." Der Polizeicommiffar, der alle Tage seines Lebens traurige Dinge vernimmt, sprach dem betrübten Vater und Biedermann seine Theilnahme als Mensch und seine Anerkennung alS Beamter dafür aus, daß er selbst die Bürgerpflicht erfülle, dergleichen schlimmes Treiben zur Kenntniß der Behörden zu bringen, entließ ihn mit einigen paffenden Trostworten und setzte dlc drei Genoffen bei dem Geschäft mit anderer Leute Zweirädern hinter amtlichen Ver­schluß. Bei dem einleitenden Verhör zeigte sich der ungerathene Sohn zuerst ziemlich spröde und nichts weniger als mittheil- sam. Erst als er fand, daß der Polizeicommiffar gut unter­richtet und sein eigener Vater der Gewährsmann für die ihm zur Last gelegten Uebelthaten war, wurde auch er Plötzlich ganz offenherzig.Der Alte" bemerkte erhat eine falte, aber fthr kühne Stirn. Ec hat mir eine besondere Ausbildung geben lassen und mich selbst zum Stehlen an- geleitct. Wir sind nur deshalb miteinander zerfallen, well ich die Sache nicht im Großen betrieb. Er hatte mich daS Colbert-Jnstitut besuchen lassen, um die nöthige Vorbildung zum Eintritt in ein großes Bankhaus zu erwerben. Dann sollte ich durch musterhafte Führung mir das Vertrauen meines Vorgesetzten erwerben, eines schönen Tages 100,000 bis 150,000 Franken unterschlagen und verschwinden. In Belgien ober anderswo wären wir wieder zusammengetroffen. Mittlerweile lehrte er mich erst Handwagen und bann Zwei­räder stehlen, die wir dann dem Grasen S. verkauften. Und dann nach alledem vergaffte er sich in meine Geliebte, und weil sie mich ihm vorzog, ist er auf den Gedanken gekommen, mich einspinnen zu laffen, um bei ihr allein Hahn im Korbe zu fein. Ich bin es, der ihn zur Anzeige bringt." Der trotz feiner langen Erfahrungen über diese Eröffnungen einigermaßen verblüffte Polizeicommiffar veranstaltete ohne Säumen Nachforschungen nach dem bekümmerten Vater und fand, daß die Angaben des ungeratenen Sohnes ihre Richtig­keit hatten. Darauf wurde denn auch der würdige Bieder­mann, der die Behörden auf die Spur des Verbrechers ge­leitet, hinter Schloß und Riegel gesetzt, und nunmehr warten

Vater und Sohn sammt ihren Hehlern den weitern Verlauf

der Untersuchung und die für ihre Leistungen im Strafgesetz vorgesehene Ahndung ab.

Da8 Geheimnis bei Dowefchen Panzers scheint in Kiel ermittelt zu sein. Ein Herr, der den Panzer unmittelbar nach einem Schuß untersuchte, machte folgende Feststellungen: Auf dem Grunde deS SchußlocheS ließ sich durch daS Gefühl eine Metallplatte erkennen, über der sich ein Wergpolster mit Leberbezug befanb. Die Rückseite ließ sich beutlich als Papptafel erkennen. Auf die Aeußerung:Da ist ja vorn Wergpolsterung mit Leder und hinten Pappe! erwiderte Dome: Dies ist allerdings richtig, soll aber nur daS dazwischen liegende Geheimniß (sic) schützen." Was nun dieses Geheimniß selbst anbelangt, so besteht dasselbe höchst wahr- scheinlich aus nichts Geringerem als aus einer Stahlplatte von vielleicht 15 x 15 Centimeter Fläche und 20 Millimeter Stärke. Erfahrungsgemäß bietet 10 Millimeter starker Krupp sch er Patentstahl Schutz gegen daS Feuer der mobernen Gewehre- ist die Platie aber 20 Millimeter stark, fo ist daS Durchschießen unter allen Umständen ausgeschlossen. Diese Platte ist auf der Papptafel befestigt, weich' letztere gleich­zeitig verhindert, daß beim Beklopfen die Konturen der Stahlplatte erkannt werden können. Ferner überträgt diese Pappplatte den Schlag deS Geschoffes auf die ganze Brust und ist somit doppelt unentbehrlich. Die Polsterung ist nicht nur erforderlich zum Auffangen der zerschellten Geschoßstücke, sondern auch zur Dämpfung des Klanges, welchen baS_ auf die Stahlplatte schlagende Geschoß verursacht. Sv findet diese märchenhafte Erfindung ihre natürliche und sehr nahe­liegende Erklärung.

Wie heute an manchen Schulen der Geschichtsunterricht aufgefaßt wird, dafür citirt dieBreslauer Zeitung" folgendes Beispiel:Nach den neuen Lehrplänen ist ein Buch von dem Rector Adelt in Ohlau bearbeitet, das fich betiteltGeschichtS-

tabcDen für Mittelschulen und höhere Mädchenschulen." In diesen Tabellen wird auch die neueste Geschichte betjanbeh. DaS Bach ist in einer höheren Mädchenschule in BreSlau, vielleicht auch in mehreren, in Gebrauch. Die Schülerinnen der sechsten Klaffe, kleine Mädchen im Alter von 8 bis 9 Jahren, lernen nun an der Hand deS Buche- au» her neuesten Geschichte:

1881. Kaiser Wilhelm erläßt zurHeilung der socialen Schäden" eine Botschaft über die Kianken und Unfall­versicherung der Arbeiter.

1884. Erwerbung der ersten deutschen Colonien in Afrika. 1888. Am 9. März stirbt Kaiser Wilhelm, am 15. Juni Kaiser Friedrich.

Kaiser Wllheim II. besteigt den Thron und führt die social politische Gesetzgebung fort. Schirmherr deS Friedens. Förderer der BolkSwohlfahrt. Helfer der Armen und Bedrängten. Treuer Wächter des Rechts.

1890. Eröffnung der internationalen Arbeiterjchutzconferenz. BiSmarck erhalt feine Entlassung. Helgoland zurück- erworben. Schulconferenz.

1891. Gesetz über die JnvaliditätS- und Altersversicherung tritt in Kraft. Tod des General-Felbmarfchall- v. Moltke. Deutschland, Oesterreich und Italien erneuern zum Zweck der Erhaltung deS Friedens den Dreibund".

Dazu bemerkt diePoft": Wir möchten Dem hinzu» fügen, daß uns dieser Tage der Baier eines vierzehnjährigen Mädchen-, das eine Berliner höhere Schule besucht, seufzend erzählte, sein Töchterchen hätte einen Au'iatz anzufertigen über das Thema:Warum und wodurch siegte Kaiser Wilhelm I. bei Sedan."

* Eine böse Ooncorrenz hat Proseffor Falb in einem Aal erhalten. Gin in der Mark erscheinendes Provinzial­blättchen erzählt allen Ernstes:Der verstorbene Vater deS Gutsbesitzers W. in BieSdorf hat, wie festgestellt ist, vor 85 Jahren einen Aal in einen auf dem Hofe befindlichen Brunnen gesetzt. Derselbe Aal befindet sich noch jetzt im Brunnen, ist wohlauf und dient dem jetzigen Besitzer als Wetterprophet, indem er bei WittetungSveränderungen den Sand aufwühlt und so daS Waff'cr trüot. Allerhand Hoch­achtung vor dem wetteranzeigenden Aalgreis!

Schisssn schlichten.

Hamburg, 20. Mai. Hamburg - Amerikanische Packetfahrt- Actien-Gesellschaft. Neueste Nachrichten über die Bewegungen der Dampfer der Hamburg-Amerika Linie. PostdampferFtand'ia" hat am 18. Mai, 9 Uhr Abends, von Havre die Reise nach St. Thomas fortgesetzt. PostdampferColonia" ist am 19. Mai von Hamburg und Havre in St. Thomas eingetrosten. Postdampferlilbeiftlb ist am 19. Mai von St. Thomas via Havre nach Hamburg abge­gangen. PostdampserRulsta" ging am 19 Mai, 1 Uhr Nach­mittag« , von Newyork bittet nach Hamburg ab. Postdampfer Venetia" ist am 19. Mai, 9 Uhr Morgen«, von Steitin in New- york eingetrosten. PostdampferPolynesia" ging am 19. Mai, 2 Uhr Nachmittags, von Baltimore nach Hamburg ab. Postdampfer Holfatla", von Westindien kommend, hat am 19. Mai, 10 Uhr Avtndö, von Havre die Reise nach Hamburg fortgesetzt. Postdampfer Polaria" ist am 19. Mai, Nachmittags, von Hamburg yin Ant­werpen nach Montreal abgegangen. PostdampserValrsia", von Hamburg nach Westlndien bestimmt, ist am 20. Mat, 3 Uhr Nach mittags, in Havre eingetroffen. PostdampferNhaetia" ist am 20. Mai, Vormittags, von Hamburg via Havre nach Newyork ab­gegangen. PostdampferMoravia" ist am 20. Mai, 3 Uhr .stach mittags, von Hamburg via Havre in Newyork angekommen.

Citeratar rind Annst.

Führer durch Weilburg und Umgebung. Im Auf­trag des TaunuS - Club Weilburg herauSgegeben von C. Spiel­mann. Verlag von H. Diester weg, Weilburg. Preis 1 Mk. 30 Pf. Die Herausgabe dieses hübsch ausgestatteten, illustrirten und mit Plänen und .starten versehenen Führers erfolgte deshalb, weil ein solcher für das Nordostgebiet des TaunuS und den Südosten des Westerwaldes iy)d) gefehlt hat. Als Ausgangspunkt ist Wellburg gewählt, was dessen Lage, Naturschönheiten und historische Vergangen­heit rechtfertigt. Nach allgemeinem Ueberbltck in Bezug auf die geologischen Verhältnisse, die Fauna und Flora be8 Zourengebldei, enthält das Werk die Beschreibung von 60 Touren, fürwahr eine reiche Auswahl für den rüstigen Wanderer und Naturfreund. DaS Werkchen ist Allen, die im Laufe des SommerS eine Tour in da« mittlere und untere Lahngebiet unternehmen wollen, bestens zu empfehlen.

Eingesandt.

Siehe«. 21. Mai 1894.

Der »ießener Ziiherclub (WohlthLtigkeiisverein) feiert in den Tagen deS 10. und 11. Juni d. I. fein Sommerfest wieder auf dem wiederholt vergrößerten Festplau auf derSchönen Aussicht" und zwar in Gestalt eines VolksiesteS. Sicherlich wird dem Verein wie auch in früheren Jahren aus den Äreifen der Bürgerschaft eine der guten Sache angemessene Unterstützung zu Thell werden. Die hierzu erforderlichen Vorbereitungen sind schon feit längerer Zett In Anprin genommen.________________________

Wöchentliche Ueberstcht der Todesfälle in Gietzm.

20. Woche. Vom 13 Mai bis 19. Mai 1894. Einwohnerzahl: angenommen zu 22 100 (incl. 1600 Mann Milttür). Sterblichkeitsziffer: 32,94°/«bezw. 14,11 nach AuSfchl. der Ortsfremde».

Kinder

Ln m. Die in Klammern gefetzten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle tn der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen.

Es starben an: Zusammen:

Erwachsene: im

vom

2.-15 Jahn 3 (2)

4 (2)

l.LebenStahr: iw

Diphtheritls 4 (3)

Hungentuberculofe 4 (2)

Akuten, chronische Er­krankung des Herzens 1

1

Neubildungen 1 (1)

1 (1)

Sonstige benannte fcranhjeiten 3 (1)

3 (1)

Selbstmord 1 (1)

1 (1)

Summa: 14 (8)

10 (5)

1 (1)

8 (2-

Temperatur der Lahn und der Lust nach Reaumur gemeffrn am 23. Mai, zwischen 11 und 12 Uhr: Wasser 11. Luft 11». n

Rübsamen'fche Badeanstalt.