Bombe mit brennender Lunte gefunden. Die Lunte wurde noch rechtzeitig gelöscht. Man ist dem Attentäter auf der Spur. Die Bombe wog 6 Kilogramm und wurde vom Laboratorium für sehr gefährlich erklärt.
Brussel, 22. Mai. „Peuple" publicirt einen Brief, nach welchem die Lütticher Justizbehörde die Geständnisse des Anarchisten Müller dadurch erzwungen haben soll, daß demselben mehrere Tage lang scharf gesalzene Speisen gereicht wurden, ohne jedoch seinem Verlangen nach Trinkwafser stattzugeben. Solches sei ihm erst verabreicht worden, als er ein volles Geständniß abgelegt habe. Das Blatt verlangt dringend Untersuchung der Angelegenheit.
Loudon, 22. Mai. Die Delegirten zum Berg- arbeiter-Congreß erklärten sich sehr befriedigt von der Aufnahme in Berlin. Burt sagte, kleine Zwischenfälle hätten von dem Sprechen mehrerer Sprachen durcheinander hergerührt. Im Unterhause habe er öfters größere Unruhen gesehen. Er beklagt sich über die mangelhafte Uebersetzung der Reden ins Deutsche. Die Frage des Weltstrtkes erklärt Burt für verfrüht.
London, 22. Mai. „Times" meldet aus Philadelphia, daß die Regierung der Vereinigten Staaten einer internationalen Verständigung gegen die Anarchisten geneigt sei. — Ueber den serbischen Staatsstreich sagt die „Times", die Crisis sei bisher localer Natur, werde aber nicht verfehlen, die Orientfrage wieder in den Vordergrund zu schieben.
Belgrad, 22. Mai. Die Ruhe wurde bisher nirgends gestört. Von liberaler und fortschrittlicher Seite laufen fortwährend Ergebenheitsadresien ein. Die Führer der Ra- dicalen werden tn den nächsten Tagen eine Berathung über das weitere Verhalten der Partei abhalten- sie leugnen jede Verbindung mit dem verhafteten Cebinac, den sie als agent provocateur im Dienste des Kronprätendenten Karageorievich bezeichnen.
Newyork, 22. Mai. Die Überschwemmungen in Penesylvanien und im Staate New York haben große Verheerungen angerichtet. Mehrere Eisenbahnlinien mußten den Betrieb einstellen. — Heute sind 2 300000 Dollars Gold mit einem deutschen Dampfer nach Europa abgegangen.
Aus den Verhandlungen der Ersten Kammer der hessischen Stände.
nn. Darmstadt, 22. Mai 1894.
Vor Eintritt in die Weiter-Berathung des Ftnanzbudgels erledigt daS hohe Haus zunächst die Vorlage, betreffend die Städteordnung. Geh. Rath Küchler stellt hierzu den Antrag, daß die den Kreisräthen in Art. 8 entzogene Cornpe- tenz in Disciplinarsachen denselben erhalten bleibe. Der Antrag sowie die Vorlage findet Annahme, ebenso die Vorlage der Regierung auf Befreiung gemeinnütziger Unternehmen, welche auf Erbauung von Wohnungen für Unbemittelte gerichtet sind, von Gerichts- und Stempelgebühren.
Hiernach wird die Berathung de-s Budgets mit Cap. 127, Matrikularbeiträge, fortgesetzt. Das Cap. wird genehmigt.
Zu Hauptabtheilung I der ordentlichen Einnahmen, Domänen, tritt das Haus den Beschlüssen Zweiter Kammer bei. Nur bei dem Ersuchen auf Untersuchung des Zustandes des in der Verwaltung des Staates stehenden Wiesenbesitzes verhält es sich ablehnend. Hauptabtheilung II, Regalien, wird nicht angenommen.
Bei Cap. 4, Hauptabtheilung III, Jndirecte Auflagen, wünscht Fürst Isenburg-Birst ein die Befreiung der Hirtenhunde von der Hundesteuer. Graf Solms- Laubach ist dagegen. Das Haus tritt dem Beschluß Zweiter ? Kammer bei.
Bei Cap. 7 beantragt Freiherr v. Hehl die Fortsetzung der Bahn Offstein—Worms bis nach Grünstadt, Graf Solms-Laubach fragt wegen der Weiterführung der Linie Hungen—Laubach bis nach Mücke. Finanzminister Weber erläutert den Stand der Arbeiten.
Nunmehr erfolgt die Berathung über Capitel Tranksteuer vom Wein.
Graf Solms-Laubach erklärt die E nstellung von 300 000 Mk. für unbedingt nöthig, obwohl er die Ungerechtigkeit der seitherigen Besteuerung anerkannt. Er bedauert, daß man im Bundesrath so rasch mit den Handelsverträgen gewesen sei, man hätte in einer so wichtigen Sache doch auch die gesetzgebenden Factoren des Londes hören können.
Staatsminister Finger theilt nicht die Ansicht des Grafen Solms bezüglich der Handelsverträge, die im Jnter- esie des Reiches und der Gewerbe abgeschlossen seien.
Geh. Commerzienrath Michel ist gegen die Weinsteuer, ebenso Freiherr v. Hehl, der sich auch mit den Handelsverträgen nicht einverstanden erklärt.
Finanzminister Weber empfiehlt die Wiedereinstellung der 300 000 Mk. als Wetnsteuer. Der Antrag der AuSschußmajorität in diesem Sinne wird gegen 4 Stimmen angenommen.
Nächste Sitzung Freitag.
Aus den Verhandlungen der Zweiten Kammer der hessischen Stände.
nn. Darmstadt, 22. Mai 1894.
Die Zweite Kammer der Stände setzte heute ihre Be- rathungen fort. Nach Bekanntgabe einer Anzahl neuer Einläufe tritt die Kammer in die Berathung der Vorstellung der Rentamtsgehülfen an den Rentämtern zu Lampertheim und Zwingenberg, Anstellung der älteren Rent- amtsgehülsen betreffend. Der Ausschuß beantragt Berücksichtigung des Gesuchs bei Großh. Regierung. Der Antrag wird einstimmig genehmigt.
Ein Antrag des Abg. Wolz, die Progression für die Einkommensteuer betreffend,wird,nachdemGroßh.Finanz- Ministerium eine Vorlage in Aussicht gestellt, vorerst für erledigt erklärt.
Auch die Abtretung der zum Landeseigenthum gehörigen , diesen beiden Vorstellungen in der Musikalienhandlung von Parzelle der Gemarkung Ober-Ramstadt wird genehmigt, j Challier stattfindet. desgleichen die Canalisation des Curhauses zu Bad-Nau- > heim, wofür 14000 Mark gefordert sind. Auch die Vor- läge der Negierung, wegen Erwerbung von Gelände zur
Vergrößerung des Curparks, wird einstimmig genehmigt.
Ein Antrag des Abg. Zinßer auf Abänderung des Gesetzes, die Capitalrentensteuer betreffend, wird für erledigt erklärt, nachdem der Antragsteller mit den von der Regierung in Aussicht gestellte Vorlagen einverstanden ist- ebenso die Vorstellung des Vereins der Großh. Geometer 1. Klasse auf Einführung des Instituts der Bezirks- geometer.
Zu dem Antrag des Abg. Haas, die staatliche Unterstützung der erweiterten Volksschulen tn den größeren Landgemeinden und Landstädten betreffend, sowie zu den Gesuchen der Gemeinden Reichelsheim und Ober- und Nieder-Jngelheim ergreift Abg. Heidenreich das Wort, um vom socialpolitischen Standpunkt für den Antrag einzutreten.
Geheimer Staatsrath Knorr hält im Interesse der Gleichheit eine staatliche Unterstützung nicht für gut. Erst sei der Nachweis zu erbringen, ob diese Schulen nicht mehr den localen als den allgemeinen Interessen dienen.
Für den Antrag treten noch ein die Abgeordneten Graf Oriola, Friedrich, Wasserburg und Lichtenstein.
Abg. Ullrich ist entgegengesetzter Ansicht, so lange mit der Uebernahme der Volksschulen aus den Staat nicht der Anfang gemacht worden sei.
Abg. Haas vertheidigt den Antrag in eingehender Weise, erklärt sich aber auch mit dem Antrag des Ausschuffes einverstanden, Großh. Regierung zu ersuchen, zum Zweck der Unterstützung von solchen Schulen, wegen Uebernahme der Gehalte auf die Staatskasse oder in anderer Weise eine Vorlage zu machen.
Der Antrag findet gegen 4 Stimmen Annahme- die übrigen Gesuche werden für erledigt erklärt.
Die Regierungs Vorlage, Ernennung eines Professors für Chirurgie, wird ohne Debatte angenommen, ebenso der Antrag bezüglich der Tagegelder der Abgeordneten gegen 3 Stimmen.
Eine lebhafte Debatte entspinnt sich über die Vorlage der Regierung wegen Herstellung einer Nebenbahn von Darmstadt — Roßdorf — Groß-Zimmern, wegen Fortführung de^ Bahn bis Groß-Umstadt.
Ministerialrath Michel erklärt, daß die Fortsetzung dieser Bahn in Erwägung gezogen sei. Von einer Durchführung dieses Projects könne erst bann die Rede fein, wenn die anderen Nebenbahnprojccte ausgeführt seien.
Die Abgeordneten Schönberger und Friedrich haben Bedenken in letzter Beziehung.
Der Gesetz Entwurf wird hierauf gegen 2 Stimmen angenommen.
Ebenso gelangt die Regierungs-Vorlage auf Bewilligung von 225 000 Mark für die innere Einrichtung des physi« kalifchen und electrotechnischen Instituts am Neubau der Technischen Hochschule zur Annahme.
Am Schluß der Sitzung genehmigt das Haus noch die beantragte decretmäßige Anstellung des seitherigen Kanzleidieners Fr. Köhlers.
Morgen früh Fortsetzung der Berathungen über Rückäußerungen der Ersten Kammer.
totales und Provinzielles.
Gieße«, den 23. Mai 1894.
* * Zur Weiusteuer. Die Zweite Kammer lehnte nach einem uns am Schluß der Redaction zugegangenen Telegramm heute nochmals die von der Ersten Kammer beantragte Weinsteuer mit 28 gegen 11 Stimmen ab.
* * Univerfitäts-Reitinstilnt. Wtr erhiellen folgende Depesche aus Darmstadt: Die zweite Kammer lehnte wiederholt nach der Rückäußerung erster Kammer die für das Reitinstitut geforderten 2880 Mk. mit allen gegen 14 Stimmen ab.
* * Gießener Universitäts-Taschenbuch, S.-S. 1894. Herausgegeben von der Unwersitäts Buchhandlung Frees und Ta sch 6. — Das sehr reichhaltig ausgestaltete Büchlein dürste bm Studirenden ein gerngesehener, willkommener Begleiter sein, denn es enthält eine Fülle practischer Notizen, das vollständige Vorlesungs Verzeichniß, sowie einen literarischen Anhang.
* * Vortrags-Abend. Heute Mittwoch Abend finden in Steins Garten die von Frl. Emma Brahms angekündigten recitatorischen Vorträge statt.
* • Das Ensemblegastspiel von Mitgliedern des königlichen Theaters in Caffel ist nunmehr definitiv für den 29. und 30. Mat festgesetzt. Von einer dritten beabsichtigten Vorstellung mußte leider Abstand genommen werden, da der Saal in Steins Garten vom 31. ab durch bas Fest ber „Teutonia" mit Beschlag belegt ist. Die Casseler Künstler werben uns an ben zwei Abenben mit zwei Novitäten bekannt machen. Am 29. Mai gelangt „Der Herr Senator" zur Aufführung. Dieses Lustspiel hat über alle beutschen Bühnen seinen Siegeslauf genommen. In Cassel wurde es im Laufe von 6 Wochen 11 mal vor ausverkauften Häusern gegeben, was mit bem vorzüglichen Ensemble unb ber Meisterleistung bes Herrn Jürgensen tn ber Titelrolle zuzuschreiben ist. — Am 30. wirb „Der ungläubige Thomas" von Laufs unb Jacobi aufgeführt. Dieser Schwank ist eine köstliche Satyre auf ben Dilletantismus, ber mit Hypnose unb Suggestion Unfug treibt, unb bietet ben Herren Iaritz^ Jürgensen unb OpPmar Gelegenheit zur Entfaltung ihres komischen Talentes. — Wir machen nochmals barauf aufmerksam, baß ber Kartenvorverkauf zu
* * Turnerisches. Dem Gau Hessen ber deutschen Turnerschaft, welcher bemnächst sein Gaufest in Marburg abhält, gehören bie Vereine in folgenben Orten an: Marburg, Biebenkopf, Laasphe, Frankenberg, Rauschenberg, Gemünben a. Wohra, Kirchhain, Amöneburg, Gießen, Lollar, Grünberg, Hungen, Heuchelheim, Homberg a. Ohm, Krofdorf, Klein« unb Groß-Lmden, Robheim, Laubach, Lich, Wetzlar, Wieseck, Nibba, Ortenberg, Schotten, Bübingen, Stockheim, Bleichenbach, Gebern, Lauterbach, Alsfelb, Schlitz, Butzbach, Friebberg, Bab Nauheim, Wölfersheim, Ufingen, Ansbach, Pfaffenwiesbach — zusammen 43 Vereine.
* * Von hessischen Behörden werden steckbrieflich verfolgt: Fa^onbreher David Botz um aus Seligenstadt wegen Strafverbüßung, von der Staatsanwaltschaft Darmstadt- Taglöhner Franz Imhof I. von Gonsenheim wegen Diebstahls, von ber Staatsanwaltschaft Mainz - Schlosser Georg Friebrich Neidig aus Haag und Taglöhner Franz Christ aus Mainz wegen schweren Diebstahls, vom Polizeiamt Mainz, Kellnerin Auguste Winter aus Kindelbrück wegen Meineids, Commis Karl Wolter von Neustadt a. M. wegen Sittlichkeits- Verbrechen, von bem Untersuchungsrichter II. in Mainz.
* * Für unsere Briefmarkensammler. Die rumänische Regierung hat eine neue Ausgabe ihrer Postwerthzeichen veranstaltet, welche mit bem 1. Juli allgemein in Umlauf gesetzt werben soll. Soweit bie alten Vorräthe erschöpft sinb, gelangen bie neuen Marken schon jetzt für einzelne Werthe zur Ausgabe. Die Zeichnung, bie bei allen Marken verschieben ist, ist mit ber größten Sauberkeit ausgeführt. Sie zeigt im Mittelscbilb bas wohlgelungene Bilbniß bes Königs Karl unb bei einigen in zwei kleinen länglichen Seitenschilbern je eine Kornähre, bas Sinnbilb bes Ackerbaues.
F. Aus dem Kreise Friedberg, 17. Mai. Das hauptsächlichste Hanbelsgewächse unseres Kreises, wie überhaupt der Wetterau, die Zuckerrübe, hat in ben letzten Tagen sehr erfreuliche Fortschritte gemacht. Die jungen Pflänzchen find sichtlich vorwärtsgegangen ober wie ber technische Ausdruck heißt: aufgelaufen und erhalten bereits bie zweite Behackung. Wenn nicht alles trügt, darf auf eine quantitativ unb quält« tativ recht befrlebigenbe Ernte gerechnet werben. Manche Gemarkungen unseres Kreises haben tn ber Pfingftwvche eine sehr reichliche, anbere eine geringere Menge Bodenfeuchtigkeit erhalten, es steht aber überall gut in ben Felbern. — An manchen Orten hat man schon Gras zu Heu gemäht, weil letzteres sehr zusammengeschwunden ist- das Gras ist aber noch recht weich, daher fällt es beim Trocknen sehr zusammen und gibt keine großen Massen. Die Qualität des Futters ist eine treffliche. — Die Frühkartoffeln gehen sehr schön auf und wachsen bet dem seltenen Wachswetter zusehends. Es scheint, die Eisheiligen gehen dieses Jahr in rücksichtsvollster Weise an uns vorüber — doch wollen wir den Tag nicht vor dem Abend loben, denn im vorigen Jahre hatten wir noch in ber ersten Juntwoche starke Frostschäben.
Offenbach, 19. Mai. Leute, welche sich gewerbsmäßig mit Wahrsagen, mit Prophezeihungen aus gewissen Zeichen und Merkmalen, mit Auslegung von Träumen unb begleichen Gaukeleien abgeben, werden nach ber hessischen Gesetzgebung bestraft. Daß dem so ist, mußte in ben letzten Tagen eine hier wohnenbe Frau erfahren, welche einem Mädchen in einer Weise bie Karten schlug unb einen Traum auSlegte, baß baffelbe feine bereits vollzogene Verlobung wieder rückgängig machte.
Mainz, 19. Mai. Eine entsetzliche That beging gestern Nachmittag ber seit einiger Zeit im Spital wegen Geistesstörung untergebrachte Cigarrrnarbeiter Habitz von hier. Derselbe benutzte einen unbewachten Augenblick bazu, um auf bas platte Dach bes nach ber Weißliliengaffe zu gelegenen Neubaues zu gelangen, schwang sich auf bie dasselbe umgebende Brüstung und stürzte sich auf bas Straßenpflaster. Furchtbar verletzt wurde ber Unglückliche roieber ins Spital gebracht, wo er alöbalb starb. Habitz hatte früher ein eigenes Cigarrengeschäst, wUches aber nach unb nach zurückging, bi« ber Genannte schließlich in Concurs gerieth.
Mainz, 19. Mai. Die Fahrt beut scher Turner nach Italien hat nach ben von Theilnehmern nach ihrer Heimath gesanbten Nachrichten an verschiebenen Orten zum Austausch ber herzlichsten Sympathiebeweise zwischen ben Angehörigen ber beiden befreundeten Nationen Gelegenheit gegeben. In Göschenen wurde der Fußmarsch angetreten und der Gotthard im Schnee erstiegen, ber bis zu 1 Meter hoch lag. In Lugano empfingen ber erste Vorsitzenbe be« Schweizerischen Turnerbundes unb ber beutsche Consul die Turnfahrer- ber Gemeinberath gab ihnen ein Fest. In ber Villa Carlotta nahm ber Herzog von Meiningen eine Huldigung ber deutschen Landsleute entgegen. Besonders herzlich gestaltete sich ber Empfang in Mailanb am Bahnhof und später in ber Turnhalle, wo zur Begrüßung bie beutsche unb bie italienische Nationalhymne angestimmt unb bann in Reben unb Siebern ben guten Beziehungen zwischen Deutschen unb Italienern begeisterter Ausbruck gegeben wurde. Tausende hatten am Bahnhof der ankommenden Turner geharrt, die EovivaS unb Umarmungen wollten fast kein Ende nehmen.
Mainz, 21. Mai. Elftes deutsches Bundesschießen. Die Bauten auf dem Festplatz sind nun im Rohbau feitiggefteflt unb zeigen schmucke, flotte Formen. Jetzt wirb bte Ausschmückung innen unb außen in Angriff genommen. — In allen Straßen, welche ber historische Festzug berührt, haben sich Comites gebilbet, um in Gemeinschaft ben Bau von Triumphbogen, bie Aufstellung von Flaggenmasten unb bie sonstige Ausschmückung ber Straßen zu betreiben. Die Betheiligung an bem Festzuge ist aus allen Theilen ber Bevölkerung eine erfreulich rege, sodaß alle Gruppen zur Ausführung kommen können. Die historischen Costüme werben größtentheils in Berlin und


