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24.2.1894 Erstes Blatt
 
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Literatur unb Kauft

- Die ehdtkiiät im Dienste »er «.nfchheit. Eine populäre Darstellung brr magnrlttchen und el«cnii(drn Nolurnü'te unb ihrer p achftten Anwendungen. Nach dem gegenwärtigen Stand­punkte der W ssensihaft bearbeitet von I>r. A. Ritter v. Urbanitzky. Mit circa 1000 Abbildungen. Zweite voll'tSndig neu bearbeitete Auflage in 25 Lieferungen h 50 Pf. Bisher 10 Lieferungen ouSge- geben. In den vorliegenden Lieferungen (7 bis 10i gelangt zunächst die Besp echung der Jnductionsrrfä)etnung«n zum Adfchlusie, wobei die Selbsttnduction, die in der modernen Elektrotechnik eine Io »lchttge Rolle spielt, entsprechend erlSutnt wird und auch tzlthu Thomfons überraschend-Versuche Erwäh ung finden. D.n Abschluß bilden die berühmten Heitz'kchen Untersuchungen, zu deren txfierem De.stSndnifse auch die oetr.ffenden Sätze aus der Well-r.lehre erklärt werden. DaS hieraus folgende Cap>tel, beheffenb die e'ectrifchen S> scheinungen im Thier- und Pflanzenreiche, enthält ebenso inter­essante als proctifch wichtige Angaben über die thtertsche Electrictlät, über die Wirkungen der Gleich- und Wechselst öme aus Menschen und Thiere, über den elektrischen Sonnenstich, die Telepbonkiankheit u. f. sowie auch über die Electrocultur. Hiermit ist zugleich auch die erst' .yauptabihetlung des gelammten Werkes, nämlich der theoretische Thetl, vollendet.

Ehemisch technisches Lexikon. Eine Sammlung von «ehr als 15 000 Vorschriften für alle Gewerbe und technischen Künste, .yerausgeaeben von den Mitarbeitern derChemisch-technischen Bibliothek". Redtgtit von Dr. Josef Bersch In 20 Lus rungen i 50 Pig. A. Hartleben« Verlag in Wien. B sher 10 Lieferungen ausgegeben. Die Verlags-Buchhandlung befindet fich in der ange­nehmen Lage, constattren zu können, daß das Interesse aller Gewerbe­treibenden und Techniker an dem vorliegenden Werke Pit dem Er­scheinen jeder neuen Lieferung im Steigen begriffen ist. Es ist dem Bestreben der unermüdlichen^Redaction g lungen, nach Beginn des Druckes noch eine sehr große Anzahl höchst werthooller Vorschriften für dasChemisch-technische Lex fon" zu erwerben, sodaß dostelbe nicht, wie der erste Prospect besagte, 14 000 Artikel enthalten wird, sondern bei seiner Vollendung wetz' als IKOOOVorschitslen umsassen dürfte. Da dieselben alle Zweite dcr gewerblichen und kunstgewerb­lichen Tbätigkeit betriff en, io nähert sich daS Werk immer mehr dem »on Sette des Verlegers und der Redactton angestrebten Ziele: Ein Rachschlagebuch für Jeden, welcher ein Gewerbe oder ein Ku>stgewerbe betreibt, überhaupt für j den Arbeitenden zu weiden. DaSCbemtfch- technische-Lexikon" ist nach vt-len uns bis nun zugckommenen Aeußer- ungen ein Werk, welches in jeder Wrl kstatt und in jeder HauSwtrth- schast vorrätdtg sein sollte.

VeLkehv, Land- unb Volkrwirthfchafi.

Nidda, 21. Februar. Der diesjährige Petrimarkt (Schweine- und Kiämrrmarkt) war mit ungefähr 500 Stück Schweinen befahren. Die Preise tra-en ziemlich hoch, z. B. kostet da« Paar Schweine von 10 bis 12 Wochen 70 Mark, das Paar von 5 Monaten 120 Mark, ein Mutterfchwein von 6 Monaten 70 bis 90 Mark. Der Krämer­markt war unbedeutend

Lebensverstcherungs. unb Grsparnitz Bank in Stuttgart. Der Reuzugang von Dersicherungeant, ägen im Jahre 1893 ist der größte, den die Bank seit Bestehen zu verzeichnen batte. Es wurden neue Anträge gestellt über ein Der- sicherungscapttal von 42 Millionen Mark. Das im Jahre 1892 erzielte überaus günstige Resultat von 40,3 Millionen Mark wurde damit noch um 1T Millionen Mark über troffen. Zur Aufnahme gelangten 34,7 Millionen gegen 32 e Millionen im Vorjahre. Durch Tob, Ablaut der Versicherungszeit, Rückkauf, Umwandlung, Unter- laffung der Vrämienrahlung gingen in 1893 rund 11 Millionen Mark ab. Der Dersicherungsstand hob sich nach Zuschretben der neuen Versicherungen und Äbschreiben der Abgänge auf rund 390 M llionen Mark. Gegenüber dem Dersicherungsstand von Ende 1892 ergebt fich ein Retnzuwachs von über 23.7 Millionen gegen 22,6 Millionen Mark im Jahre 1892. Die Fortschritte der Bank in den letzten Jahren und insbesondere im Vorjahre müssen als hervorragende bezeichnet werden. Der Reuzugang von Anträgen hat in den letzten 10 Jahren, von 2 zu 2 Jahren gerechnet, folgende erfreuliche Sleigerung aufzuweisen: 29,6, 31e, 33,«, 34,8, 42Ä Millionen Mark. Die Dividende betrug im Jahre 1893 nach dem neuen System: 4O°/o der ordentlichen und exira 20"/o der alternativen Zufatzprämle. Den mit steigender Dividende (Plan B) am Gewinn Belheiligten konnte eine gegen das Vorjahr um 3% erhöhte Dividende gewährt werden, so daß die am längsten nach dieiem Plane Be- therligten eine Dividende von 48% der vollen P'ämie erhielten. Für das Jahr 1894 kommen dieselben Sätze, bei Plan B also im Maximum 51 % der vollen Prämie, zur Vertheilung.

Wir erlauben uns, die geehrten Hausfrauen auf ein Wäsch- präpaiat aufmerlsam zu machen, daß sich als ein ebenso vorzüglrches als bequemes Waschmittel bewährt und fich seit einer Reihe von Jahren in tausenden von Haushaltungen ganz unentbehrlich gemacht hat. ES ist diesis das in unserem Annoncen - Theil erwähnte Dr. Thompsons Seisenpnlver. Man erzielt damit blendend weiße Äälche, auch ohne Bleiche, und spart Zeit und Geld bei

größter Schonung der Stoffe. Da bei. d'ssen Anwendung daS viele Reiben der Wäsche »ermied n wird, so ist t8 einleuchtend, daß sie viel länger in gutem Zustande bleibt, als bei jeder anderen Wasch­methode. Auch tekommt die Wäsche einen angenehmen, frischen Geruch, während über den widerlichen Geruch der Schmierseifen oft geklagt wird. Berscht.dene d.r bedeutendsten Chemiker Haden dieses Dr. Thompsons Setsenpalver analyfirt, und sich dahin aus­gesprochen, daß es der Hauptsache nach eine Kernsetse befi-i Qualität sei. Es wurde ganz kei gesunden von Woss rglaS und Coiophonium, womit jetzt bie Sellen und Wälch P dpatalc g.wöhnitch gefä.schl werden. Dieses reelle Waschmittel ist aber nicht nur biq icin zum Waschen, sondern auch billig, denn w nn man 1 Theil vr. Thompsons Eeifenpulver nut 5 Tbeilen koch.ndem Wasser ve,mischt und die Lösung stehen läßt, bi» sie sich adgekäh t bat, so erhält man eine schöne, weiße, weiche Seife, bte nur ca. 6 Pf. per Pfund kostet, und mit weicher man waschen, rei* igen und scheuern kann. Das ! ist also wohl einen versuch wen HI Der Preis für Dr. Thompsons I Seifenpulver ist sehr mäßig gestellt und beträgt nut 15 Pfg. per | % Pfd. - Packet. Dasselbe ist zu haben in allen besseren Droguen-, Colonialwaaren- und Seisen - Ge'chästen. Man achte jedoch genau auf Dr. Thompsons Schutzmarke mit Schwan, da rninderwerthige Nachahmungen angeboten weiden. Alleiniger Fabrikant Ernst Sieglin in Aachen. _____________

«in nette» Schutzmittel gegen Pffanzenkranrhetten. Wie ein Fachmann im Geraer Garteltouuoe.eine auegefuhrl oat, ist das Kupfer muiol - Speckstetnmehl ein sehr wirksames Mittel gegen viele Pflanzenklankheiten, wenn die Pflanzen kurz vor dem Ausbruche ober ganz am Anfänge der Krankheit damit sein bestäubt werden. Besonvers eignet es sich gegen den falschen Mehlthau, Brand, Blattfallkrankheit u. s. w, dann gegen bte Blut- und Blattläuse, Schnecken u. s. w. Auch zi ht es die den Pflanzen durch Frost und Hagelschlag zuqesügten Wunden zusammen. Der Preis des Mittels beläuft sich auf 20 Pi. für doS Pfund; es wird fertig zum Gebrauch verkauft und ist weder Mensch.n, noch Thieren, noch den damit be­handelten Pflrnzen und Früchten schädlich. Die Wirkung tritt in 24 biS 48 Stunden ein. Die bisher angestellten Versuche sind außerordenll ch günstig ausgefallen. Da das Mittel auch in der Landwirthschafl, besonders gegen Kartoffel- und Rübenkrankheiten, sich bewähr-n soll, so wäre eS sehr wünschenswerlh, daß in dieser Hinsicht Versuche angestellt werden, denn bann wäre biests Schutz­mittel von grögtem Werth für Landwirthe und Gärtner.

Znr Beseitigung bet Steine ans den «ecketn. Jeder Acker wird an manchen Stellen In seiner Fruchtbarkeit oft durch verborgen in geringer Tiefe liegende Steine stark beeinträchtigt. Um nun diese Sttll n zumal im zeitigen Frühjahr herauszufiapen, so sei darauf aufmerksam gemacht, daß der Acker im Frühjahr und nach großen Regengüsien stets dort zuerst abtrocknet, wo in bet Nähe bet Erdoberfläche Steine liegen. Selbst Steine, die über einen Fuß tief liegen, machen sich so an der Oberfläche bemerkbar und können leicht entfernt werden.

kirchliche Anzeige« der Stabt Gietzen.

Evangelische Gemeinde.

Gottesdienst

In bet Stabikitche.

Sonntag Oculi, den 2b. Februar:

Vormittags 9'/, Uhr: Psarroerwalter Di. Grein.

Vormittags 11 Uhr: Militärgottesdienst. Pfarrer ' Dingeldey.

Nachmittags 2% Uhr: Kinderktrche. Pfarrverwalter Dr. i Grein.

In bet JohanneSkitche.

Sonntag Oculi, den 25. Febru'ar:

Vormittags 9/i Uhr: Pfarrer Dingeldey.

Abend» 6 Uhr: Pfarrer Wenk aus Darmstadt, Reifeprediger , für innere Mission.

Kinderkirche Nachmittags 2% Uhr für dfeLukasgemeinde. Pfarrer Dingeldey

Bibelstunde am Montag den 26. Februar, Abends 8 Uhr, im Confirmandensaole der Johannefkirche: Marcus Cap. 12: des Herrn Warnung, im Bilde der Weingärtner ausgesprochen. Pfarrer Dr. Nau mann

4. Passionsandacht am Mittwoch den 28. Februar, Abends 6 Uhr. Pfarrer Dr. Naumann.

Katholische Gemeinde.

Sonntag den 25. Februar, 3. Fastensonntag:

SamStag: Nachmittags um 4'/, Uhr und Abends um 8 Uhr Gelegenheit zur hl. Beichte

Sonntag: Vormittags von 6% Uhr an Gelegenheit zur hl. , Beichte; um 6'/, Uhr erste hl. Messe; um 7% Uhr AuStheilung > der hl. Communion; um 8 Uhr zweite hl. Messe; um 9 2 Uhr 1 Hochamt mit Predigt; Nachmittags um 5% Uhr Christenlehre; daraus Andacht für die Abgestorbenen.

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Bekannlwachung.

Nachdem Großherzogl. Kreisamt Gießen die von der Stadtverord« neten'Versammlung in ihrer Sitzung vom 11. Januar d. I. beschlossene vorerstige Aufhebung der Baufluchtlinie in der Verlängerung der Berg­straße jenseits des SchiffenbergerwegS genehmigt hat, bringen wir dies in Gemäßheit des Art. 7 der allgemeinen Bauordnung hierdurch mit dem Anfügen zur Kenntniß, daß die Einsicht des Planes auf dem Stadtbauamt Jedermann freisteht.

Gießen, 21. Februar 1894.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

1577 Gnautb._______________

Holzverfteigerung

in den Waldungen der Stadt Hungen.

1. Donnerstag den 1. März d. I. soll in den Districten Marksteinmühl, Galgenwald, Rocksberg, Hubach und Wellenhau nachver­zeichnetes Holz versteigert werden:

197 Kiefern- und Fichten-Stämme von 1523 Durchm., 718 m Länge = 64,98 fm,

464 Fichtenderbstangen von 814 Durchm., 918 m Länge 32,43 fm.

2. Samstag den 3. März im District Galgenwald:

500 rm Buchen-Scheitholz, 29 rm Eichen-Scheitholz, 60 rm Buchen- Knüppel, 52 rm Eichen-Knüppel, 442 rm Buchen-Reisig, 98 rm Eichen-Reisig, 200 rm Buchen- und 34 rm Eichen-Stöcke.

Anfang an beiden Tagen Morgens 10 Uhr an der Straße von .Hungen nach Billingen am Dtftricl Buchwald.

Hungen, den 22. Februar 1894.

Großherzogliche Bürgermeisterei Hungen.

Buttron. I1573

Bau- und Nutzholz- Verkauf

in den Waldungen dcr Stadt sich.

Die Stadt Lich will nachverzeichnetes Holz auf dem Submissionswege ver­kaufen; Termin hierzu ist auf

Montag den 12. Marz 1894,

Mittags 1 Uhr, im Rathhause zu Lich anberaumt und werden die Herren Käufer zur Betheiligung eingeladen.

Die Gebote sind verschloffen späte­stens bis 11. März, Mittags 1 Uhr, bei unterzeichneter Stelle einzureichen, woselbst die Bedingungen zur Einsicht offen liegen.

Das Holz lagert im Walde und kann dort eingesehen werden.

Nähere Auskunft ertheilen die Forstwarte Eise, Uhl und Pracht dahier, sowie die unterzeichnete Stelle. Eichen-Schnittholz, ca 65 fin von 36 bis 88 cm mütl. Durchmesser, Eichen-Schwellenholz, ca. 220 fm von

28 bis 40 cm mittl. Durchmesser, Eichen Grubenholz, ca. 250 fm von

14 bis 42 cm mittl. Durchmesser, Fichten-Schnittholz, ca. 80 fm von

27 bis 40 cm mittl. Durchmesser und bis 23 m Länge,

Fichten-Bauholz, ca. 190 fm von 14 bis 29 cm mittl. Durchmesser und bis 26 m Länge,

Kiefern-Bauholz, ca. 80 fm von 16 bis 24 cm mittl. Durchmesser und bis 20 m Länge,

Hainbuchen-Stämme, ca. 289 fm von 17 bis 43 cm mittl. Durchmesser und

Linden-Stämme, ca. 54 fm von 20 bis 48 cm mittl. Durchmesser.

Bon den Hainbuchen lagern in den Forstwarteien Großhäuserberg 126 fm, Vorderwald 55 fm, Hinterwald 87 fm und können Gebote auf die einzelnen Quantums dieses Holzsortiments ein­gelegt werden.

Lich (Qberhessen), 23. Febr. 1894. Großh. Hess. Bürgermeisterei Lich. _________ Walz.1575

Holzversteigerung

am eamStug bett 3. MLr, et., Vor­mittags 9 Uhr, in der Wirtschaft von La uz ;u Wißmar. Es werden ver­kauft: 1,68 fm Eichenstämme und 4 rm Nutzholz, 58 rm Eichen-, 540 rm Buchen- und 5 rm ven-Scheit- urb Knüppel­holz, 83 nn Stöcke und 3616 rm Reifer. Das Holz liegt in den Tist'itten TeufelS- berg, Wclssgräben, Kaltenbach, Winter­berg. Bergbausen und Reitzensteinerwald im Gemeindewald von W'ßmar.

Krofdorf, den <2. Februar 1891-

1574 Das Bürgermeister-Amt.

Versteigerung

der zum Nachlaß der Frau Ge­heimen Medieinalrath Phöbus gehörigen Mobilien.

Dienstag den 27. Februar,

Nachmittags 2 Uhr,

werden Löberstraße 4 die zu diesem Nachlaß gehörigen Küchcnaeräthe, Porzellan,Weißzeug, Kleider, Kisten, Koffer, Gehölz, Kar­toffeln, zwei Waschbüttchen, ein Küchenschrank u. s. w. und Mittwoch den 28. Februar, Nachmittags 2 Uhr

die Möbel, als: Tische, Ttühle, Lophas, Tpiegel, zwei Glas­schränke, Kleiderschränke, ein Tchrank mit Schiebladen für Samm­lungen,Nachttische, Waschtische, 1 Nähtisch u. s. w., alles in Eichen­holz, sowie Gold- u.Tilbersache», Bilder, ein großer Teppich, ein weißseidener Chawl, ferner Bücher: Goethe, Schiller, Wieland, etwa 40 Bde,Garten­laube u. s. w. versteigert.

1591 F. Hoffmann.

15841 Ein Bauplatz in guter Lage zu ve kaufen. Wo? fogt die Exp d. Bl.