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städtischer Trottoirs. 8. Herstellung von Srraßenpflaster. 9. Gesuch des Spccereihändlers Friedrich Schmidt zu Gießen um Concession zum Branntweinverkauf im Hause Schloß- gaffe 5.
•* Einkommensteuer bett. Bei der Zweiten Kammer haben die Abgeordneten Wolz und Genossen folgenden Antrag eingebracht: „Hohe Kammer wolle bei Feststellung des Finanz- gesetzeS für die Einkommensteuer eine stärkere Progression eintreten lassen und solche auch bei Einkommen über 20 000 Mark weiter steigen lassen, damit eine Erhöhung der Grund', Capitalrenten- und Gewerbesteuer unter atfen Umständen vermieden wird." Die Begründung des Antrags lautet: Da die Landcsausgaben ohnehin fortgesetzt stark anwachsen und durch die Erhöhung der Matricular- beiträge, welche voraussichtlich mangels genügend ergiebiger Reichssteuern eintreten wird, neben der Suspendirung der Frankenstein'ichen Klausel noch stärker anzuwachsen drohen, so ist e6 dringend geboten, daß die stärkere Belastung auch auf die stärkeren Schultern gelegt wird.
** Ordensverleihungen. Bei dem Krönungs- und Ordcnsfeste in Berlin haben u. A. nachfolgende hessische Offiziere, Militärbeamte :c. Auszeichnungen erhalten: Den Nöthen Adlerorden 3. Kl. mit der Schleife: Otto, Oberst ä 1. 8. des 2. Großh. Hess. Drag. Regis. Nr. 24, Commandeur von Darmstadt- v. Witzendorff, Oberst und Commandeur des Großh. Hess. Feldart. Regts. Nr. 25. Den K. Kronenorden 1. Kl. : v. Bülow, Gen.-Lt. und Commandeur der 25. Division. Den K. Kronenorden 3. Kl.: Beitzeler, katholischer Garnison-Pfarrer in Mainz/ v. Steuden, Oberst Lt. und etatsmäßiger Stabsoffizier des 3. Großh. Hess. Inf. Regts. Nr. 117. Den Rothen Adlerorden 4. Kl.: v. Beck, Maj. vom Großh. Hesi. Feldart. Regt. Nr. 25; Gindler, Hauptm. a 1. s. des Großh. Hess. Feldart. Regts. Nr. 25, Lehrer an der Kriegsschule in Potsdam; v. Kurna- towski, Maj. vom 2. Großh. Hess. Inf. Regt. Nr. 116; Mootz, Hauptm. vom 3. Großh. Hess. Inf. Regt. Nr. 117; v. Refues, Hauptm. vom 4. Großh. Hess. Inf. Regt. Nr. 118; Schmeltzer, Maj. vom 3. Großh. Hess. Inf. Regt. Nr. 117; Schultze, Maj. z. D. und Bez.-Off. zu Darmstadt; Weimer, Hauptm. vom 2. Großh. Hess. Jnf.-Regt. Nr. 116. Den K. Kronenorden 4. Kl.: Breme, Feuerwerks Hauptm. vom Truppen Uebungsplatz Darmstadt. Das Allgemeine Ehrcn- »cichen in Gold: Galle, Wallmeister in Mainz; Gieß, Bezirksfeldwebel vom Landwehrbezirk Erbach i. O.; Schott, evang. Divisionsküster der Großh. Hess. (25.) Division. Das Allgemeine Ehrenzeichen: Gontrum, Feldwebel vom Jnf.- Regt. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116.
** Zugverleguug. Der Personenzug Nr. 102, welcher bisher Abends 11.38 Uhr abgelassen wurde und in Friedberg 12.30 Uhr eintraf, wird vom 1. Februar d. I. zur Helstellung des Anschluffes an Zug 233 von Coblenz (Gießen an 11.49) wie folgt fahren: Gießen ab 11.55 Uhr Abends, Friedberg an 12.48 Uhr. Deckblätter zum Aushang- und Taschen- fabrplan werden von den Fahrkartenausgabeflcllen unentgeltlich abgegeben.
** Von hessischen Behörden werden steckbrieflich verfolgt: Hausbursche Georg Bauer von Ober-Beerbach und Tag- lohnerin Clara Götz aus Hausen, beide wegen Unterschlagung von der Staatsanwaltschaft Darmstadt, Handarbeiter Johann Becker aus Worms wegen Betrugs vom Amtsanwalr Worms,
Maurer Jakob G ei b aus Weinsheim wegen Diebstahls vom Amtsanwalr Darmstadt, Nikolaus Simon aus Groß-Laudenbach wegen Betrugs und Unterschlagung von der Staatsanwaltschaft Darmstadt.
** Hessischer Feuerwehrtag. Bei der gestern Abend von den Commandanten beider hiesigen freiwilligen Feuerwehren gehaltenen Besprechung über den dieses Jahr hier abzuhaltenden hessischen Feuerwehrtag wurde bestimmt, das Fest gemeinschaftlich in volksihümltcher Weise zu veranstalten. Als erste gemeinschaftliche Borslandssitzung wurde Donnerstag 1. Februar, Zwecks Bildung eines großen Comites, ausersehen.
** Immobilien-Wechsel. Das Caf 6 Leib wurde gestern durch die Herren Gebr. Schwan für den Preis von Mk. 66,600 käuflich erworben.
K. Ranstadt, 21. Januar. Auf der hier ausgestellten Volksbühne gab der oberhessische Verein für Volksbildung unter Mitwirkung des dramatischen Vereins „Fidelio" von Nidda seine diesjährige zweite Vorstellung. Die drei gegebenen Stücke: 1. Die Gefangenen der Czarin, 2. Die Gustel von Blasewitz, 3 Auf dem Heirathsbüreau, wurden ausgezeichnet gespielt und fanden den ungeteilten Beifall des auf ungefähr 400 Personen geschätzten Publikums. Nächsten Sonntag giebt der Verein eine Vorstellung in Stockheim.
Darmstadt, 22. Januar. In der Nacht vom Samstag auf Sonntag wurde in dem Hause Grasenstraße Nr. 31 ein schwerer Diebstahl verübt und darf man von Glück sagen, daß nicht ein Mord hinzukam. Der Sachverhalt ist kurz folgender: Der Metzger Dicker le hat in diesem Hause sein Ladengeschäft und hinter dem Laden befindet sich fein Schlafzimmer. ^Abends 10 Uhr hatte Herr Bickerle feinen Laden geichlofsen unb sich dann in eine Wirthfchaft begeben. Bald nach 11 Uhr kehrte er in feine Wohnung zurück und legte sich sogleich zu Bett. Nach längerer Zeit wachte er durch ein Geräusch auf und bemerkte trotz der herrschenden Dunkelheit die Umrisse eines vor seinem Bette stehenden Mannes, der auf Anruf sofort die Flucht ergriff. Herr Bickerle eilte dem Flüchtigen unter lauten Alarmrufen in den Hof nach, sah aber nur noch wie der Einbrecher mit großer Behendigkeit das oben mit eisernen Sp tzen versehenen Gangthürchen überkletterte und nach der Elisabethenstraße zu lief. Trotzdem um diese Zeit die Straße durch heimkehrende Ballgäste noch ziemlich belebt war, enttarn der Spitzbube unbehelligt. Als Herr B. mit den inzwischen herbeigeeilten Nachbarn in sein Schlaszimmer kam, wurde unter dem Bette ein aus seinem Laden stammendes Metzgerbeil gefunden, das sich der Dieb zuvor angeeignet hatte, offenbar in der Absicht, um damit, falls er Widerstand fände, seinen Gegner niederzuschlagen. Herr Bickerle vermißte sein Portemonnaie mit recht beträchtlichem Jrchalt, welches der Dieb aus der Tasche der Beinkleider genommen, sowie seine Uhr. Man verwuthet, daß sich der Spitzbube schon vor der Rückkehr des Bestohlenen in dessen Wohnung befand und sich entweder im Laden oder unter dem Bett versteckt hielt, als Bickerle nach Hause kam. Letzterer kann immerhin noch von Glück sagen, daß er nur den Verlust seiner Werthsachen zu beklagen hat, denn offenbar wäre es dem Einbrecher auch auf einen Mord nicht angekommen. Hoffentlich gelingt es, den gefährlichen Menschen zu verhaften.
vermischtes.
* Marburg, 22. Januar. Von Tausenden Zuhörern auS Stadt und Umgegend war die reformirte Kirche bei den im Laufe der vergangenen Woche allabendlich von Herrn Pfarrer Schrenk aus Barmen abgehobenen Gottesdiensten geradezu überfüllt. Gestern Abend 5 Uhr fand der letzte dieser Abend gotteödienste statt, mit welchen genannter Prediger ferne Evangelisationsthätigkeit in hiesiger Stadt beschloß. Leider sollte dieser Gottesdienst durch einen höchst aufregenden Vorfall gestört werden. Die Kirche war wiederum von nahezu 1000 Personen besetzt, sodaß auf der Bühne ein förmliches Gedränge entstand. Herr Pfarrer Schrenk hatte eben feine Predigt beendigt, man erwartete daS vorn Altäre aus gesprochene Schlußwort, da ertönte plötzlich ein lauteö Krachen und man sah, daß der Boden der linken Emporbühne, auf welcher Hunderte Zuhörer standen, eingebrochen war. Lautes Geschrei ertönte von allen Seiten unb von einem panischen Schrecken befallen, drängten die Besucher dem Ausgange zu. Verletzt wurde indeß Niemand; die auf der fragt. Bühne befindlichen Personen konnten dieselbe noch rechtzeitig verlassen, als sich der Boden nur nach der Wand hin gesenkt hatte und dadurch vor gänzlichem Herunterbrechen bewahrt blieb. Der Schrecken war so groß, daß erst durch beschwichtigende Worte des Herrn Pfarrers Schrenk und nachdem der Organist zu einem Orgelvortrag einfetzte, weitere Unfälle vermieden wurden. O. Z.
* Berlin, 22. Januar. Die 19 Jahre alte Prostituirte Anna Winkler wurde heute Nacht in ihrer Wohnung in der Borsigstraße ermordet. Der Thäter hatte die Stube verschlossen und den Schlüssel mitgenommen. Der Mord wurde erst im Laufe des Tages entdeckt.
* Landshut a. W., 22. Jauuar. Ein hiesiger Klempner hat sich, seine Frau und seine neunjährige Tochter durch Erzeugung von Kohlendunst im Schlaszimmer ums Leben gebracht.
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kirchliche Anzeigen der evang. Gemeinde.
Die für Mittwoch den 24. angekündigte Missionsstunde im Confirmandensaale der Johanneskirche muß verschoben werden.
Holzversteigerung.
Donnerstag den 25. und Freitag den 26. ds. Mts., Vormittags IO Uhr anfangend, sollen in dem Albacher Gemeinde- roalb, Districl Kreuzholz, nachverzeichnete Holzsortimente versteigert werden:
A.
Bau-, Werk- und Nutzholz.
150 Eichenstämme von 17—45 cm Durchm., 5—14 m Länge — 75,80 fm.
20 Kiefernstämme von 35—50 cm Durchm., 6—14 m Länge — 30 fm.
205 Fichtenstämme von 14—38 cm Durchm., 5—17 m Länge — 62,70 fm.
200 Fichtenderbstangen von 8 bis 12 cm Durchm., 6—14 m Länge — 14,12 fm.
130 Nadel'Reisstangen von 5—8 cm Durchm, 6—lOrnLänge—2frn.
B.
Brennholz.
Scheit Knüppel Reisig Stock rm rm W.'llen rm
Buche 52 16 610 18
Birke 52 20 — —
E.che 39,2 53 2000 60
Aspe 2 4 — —
Nadel — 10 1600 40
Die Zusammenkunft ist jedesmal zur bestimmten Stunde auf dem V-cinalweg von Albach nach Hattenrod, und zwar kommt am ersten Tage das Bau- und Werkholz, am zweiten Tage das Brennholz zur Versteigerung. Bemerkt wird noch, daß fämmt- licheS Holz an der Chauffee lagert und zu jeder Zeit abgefahren werden kann.
Albach, am 18. Januar 1894. Großherzogi. Bürgermeisterei Albach.! 581 Balser. I
Holzversteigerung
im Gießener Stadtwalde.
Montag den 29. Januar 1894, Vormittags 91/2 Uhr beginnend, soll im Gießener Stadtwald, Diftrieten Buchenkopf und Blumenberg, nachverzeichnetes Holz versteigert werden:
4 rm Eichen-Nutzscheit,
274 „ Vuchen-Scheit,
87 „ Eichen-Scheit,
55 „ Buchen-Knüppel,
45 „ Etchen-Knüppel,
58 „ Vuchen-Stöcke,
54 „ Eichen-Stöcke, 3040 Wellen Buchen Reisig, 1910 „ Eichen-Reisig.
Die Zusammenkunft ist an der Happelswiese auf dem alten Sinne- röder Weg.
Gießen, 22. Januar 1894.
Großh. Bürgermeisterei Gießen.
Gnauth. 677
SbtthMcht Sisenbahutu.
Lieferung von Steinfchotter.
Die Lieferung von 100 cbm Steinfchotter zu Bettungsmaterial auf hiesigem Bahnhof soll im Wege schrifilichen Angebots vergeben werden unb können bie Bedingungen auf dem Bnrcan des Unterzeichneten bis zum Ecoffnungstermin Sam*» tag den 27. Aannar l. I.» Vormittags 10 Uhr eingefehen werden. Die Angebote sich ebenfalls dortbin abzugeben. 669] Roth,
Großh. Eisenbahnbaumeister.
Mittwoch, 24. Januar 1. J , Nachmittags 2 Uhr,
werden im Bieker'schen Saale — Neustadt — versteigert:
versch. Hausmöbel, Spiegel, Uhren, 1 Weinbowle, 50 Bierg'äfer unb Krüge, 3 Wagen, 1 Pianino, 2 StückBettluch- leinen, 1 Pferb u. a.
619 Geißler, Gerichtsvollzieher
^Holz-Versteigerung.
I Donnerstag den 25. Januar soll in dem Gemeindewald zu Watzenborn-Steinberg nachstehendes Holz versteigert werden:
' 107 Eichenstämme, 36,67 Festmtr., 5-12 Mtr. Länge, 15—45
Bekanntmachung.
Der Personenzug Nr. 102, Gießen ab ll38, Friedberg an 12", wird zur Herstellung des Anschluffes an Zug Nr. 233 von Coblenz (Gießen an ll49) vom 1. Februar d. I. ad wie folgt fahren: Gießen ab ll55, Friedberg an 12", von den Zwisch.nstationen entsprechend später.
Hannover, den 19. Januar 1894.
662] Königliche Cifenbahn-Direction.
Centimtr. Durchmeffer,
94 Nadelstämme, 67,01 Festmtr., 5-22 Mtr. Länge, 15—38 Centimtr. Durchmeffer,
17 Nmtr. Eichenscheiter,
34 „ Eichenknüppel,
18 „ Nadelknüppel,
2050 Eichen- und Nadelwellen,
77 Nmtr. Eichen- und Nadelstöcke.
Die Zusammenkunft ist Vormittags 9 Uhr im Trisch.
Steinberg, am 20. Januar 1894.
Großherzogliche Bürgermeisterei Watzenborn-Steinberg.
628 Heß.
Dienstag den 6. Marz, Nachmittags 3 Uhr, sollen auf dem hiesigen Ortsgericht die den Philipp Karl Euler Eheleuten in Gießen gehörigen Immobilien:
Flur 17 Nr. 71»/,) — 262 qm Hofraithe am Hamm,
Flur 17 Nr 717/,o — 663 qm Grabgarten daselbst,
Flur 17 Nr 723/10 — 7u6 qm Grabgarten daselbst,
Flur 17 9ir. 72’/10 - 225 qm Hofraithe daselbst,
Flur 17 Nr. 135 — 1375 qm Schneidemühle basel'st
öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, den 22. Januar 1894.
Großh. Ortsgericht Gießen.
I. A-: Vogt. 686
Essig- und Salzgurken Preiselbeeren la. Sauerkraut.
432 J. M. Schulhof.
US
von heute an täglich im Zapf. [683-
Brauerei Weidig*.
MAGGI5
Fleisch-Extract in Portionen ist frisch ein« getroffen bei [191
Gustav Walter, Mausburg 13.
Neubau des ZMkaffcuge- bäudes jn Gladenbach.
Oeffentliche Verdingung.
Die Arbeiten und Lieferungen sollen im Submissionswege nach folgenden Loosen vergeben werden:
1. Erd- und Maurerarbeiten,
2. Maurermaterialien,
3. Zimmerarbeit,
4. Dachdeckerarbeit,
5. Spenglerarbeit,
6. Schreinerarbeit,
7. Schlosierarbeit,
nung, Auszug aus dem Kostenanschläge und Bedingungen können an
1 den Wochentagen: Montag, Mittwoch, Donnerstag und Samstag, während der Dienststunden im Sparkaffen- büreau eingefehen werden. Die Angebote können sich auf einzelne, meh
rere oder auf alle Loose erstrecken.
Zuschlagsfrist vier Wochen.
Gladenbach, den 17. Januar 1894. Der Bezirks-Bauaufseher.
574 C. Werner.
Jeilgeöotenes.
Montag den 12. Februar d. I.,
bei (leJ„y “»*”
in Gladenbach einzureichen. Zeich- Näheres in der Expcd. d. Bl.
, beiten bezw. Lieferungen sind kosten- Meine Hofraithe in der Cap- i frei und versiegelt mit der Aufschrift lansgaffe mit großer Scheuer, Stal- „Angebot auf ......Arbeit an hingen rc., ist per Mitte Februar zu
dem Sparkaffengebäude zuGladenbach" , vermiethen, eventuell zu verkaufen, bis zum Eröffnungstermin 497 Julius Schulze.


