Korreferenten re. und führt durch seinen Bürgermeister oder dessen gesetzlichen Vertreter den Vorsitz. Auch hat der Vor- ort die unter seiner Leitung gefaßten Bef 1 lüsse zu vertreten, bis zum Zusammentritt des nächsten Städtetages. Die Sitzungen des Slädtetages find öffentlich, soweit nicht sür Einzelne Gegenstände die Oeffentlichkeit ausgeschlossen wird. Der Antrag aus Berathung eines Gegenstandes auf dem Städtcrag ist — dringliche Fälle ausgenommen — mindestens 6 Wochen vorher mit kurzer Begründung bei dem Vorort zu stellen.
** Der Vorstand und Gesammt-Ausschutz vom Deutschen Bereit» für Knaben Handarbeit haben beschlossen, den dies« jührigen 12. deutschen Congretz sür erziehliche Knaben-Hand- arbeit vom 15.—17. Juni in Danzig abzuhalten. Mit diesem Congretz wird eine größere Ausstellung von Erzeug- missen deutscher Handfertigkeitsschulen verbunden sein.
Aus der Wetterau. Zur Futter- und Streunot h. Es ist bekannt, datz der vorjährige trockene Sommer die Futtergewächse nicht in nöthiger Menge hervorbrachte. Die Folge davon war, datz das Stroh, welches auch kaum zur Hälfte einkam, nicht wie sonst als Streu benutzt, sondern grötztentheils als Futter verwendet werden mußte. Trotz den von Forstbehörden, Gemeinden rc. getroffenen Maßnahmen, wie Abgabe von Gras und Streulaub aus den Waldungen, wird die Noth jetzt für Frühjahr und Sommer eine gesteigerte werden, da die alten Vorräthe immer mehr zusammenschmelzen. Die aus Norddeutschland, Bayern und sogar auS Holland importirte Torfstreu hat einen theilweisen Ersatz geschaffen, indem der Landwirth sein Stroh zum Verfüttern aufbewahren konnte. Die Großh. Hessische Regierung hat in richtiger Erkenntniß der Sachlage die auf hessischem Gebiete befindlichen Torflager einer genauen Untersuchung durch den Vorstand der Großh. geologischen Landesanstalt zu Darmstadt, Herrn Prof. Dr. Lepsius unterziehen lassen. Dieselbe hat zu dem Resultat geführt, daß im ganzen Grotzherzogthum Heffen sich nur ein Torflager befindet, welches sich zur Herstellung von Torsstreu eignet. Es ist dies das Torflager auf der Breunges- hainer Haide, zwei Stunden oberhalb Schotten, zwischen Taufstein und Geiselstein gelegen. Nach dem Gutachten des Herrn Prof. Dr. Lepsius, welches er in der Zeitschrift für .die landwirthschastlichen Vereine des Großherzogthums Hessen in Nr. 29 vom 22. Juli 1893 veröffentlicht hat, ist der daraus gewonnene Streutorf dem besten aus Holland bezogenen mindestens ebenbürtig. Nach Mustern der Streu, die uns der Pächter des Torsstreulagers, Herr Ferdinand Eichelmann in Berstadt, vorlegte, können wir dies nur bestätigen. Derselbe kann Mitte April mit dem Versandt beginnen, nimmt eben schon Bestellungen entgegen und ist zu jeder betreffenden AuSkunstsertheilung bereit.
Mainz. 21. Februar. In einer Schreinerwerkstätte in der Frauenlobstrahe hat sich gestern Nachmittag ein schwerer Unglücks fall zugetragen. Ein Schreinermüster war bei dem Ansetzen von Politur in Brand gerathen- einer Feuersäule gleich, stürzte der Unglückliche tinr die Thüre, woselbst es gelang, die Flamme zu ersticken. Der Verunglückte wird kaum mit dem Leben davonkommen.
Oppenheim, 20. Februar. Auf dem hiesigen Steueramte sind durch Vermittelung der Grotzh. Hauptstaatskaffe zu Darmstadt 98,000 Mk. zur Vertheilung an eine hiesige Familie als Antheil von einer amerikanischen Erbschaft eingetroffen.
Bingen, 20. Februar. Herr F. S. dahier erhielt dieser Tage einen Strafbefehl, weil er den Laib Brod unter icr Taxe verkauft hat. Herr S. hat hiergegen beim Amtsgericht Bingen Einspruch erhoben. Verhandlungstermin 9. März. — Der „Rh.- und N.-B." bemerkt dazu: Was ist doch das Bäckereigeschäft sür ein beneidenswerthes- wo ist die rächende Nemesis, wenn andere Geschäfte unterm Einkaufspreis verkaufen und so die Concurrenz auf das Empfindlichste schädigen? So lange wir aber die „Segnungen" der unbeschränkten Gewerbefreiheit haben, kann ja leider jeder machen was er will.
Alzey, 19. Februar. Am Freitag kehrte ein junger Mann, Schwenkuch von Gabsheim bei Wörrstadt, der seit rirca sieben Jahren als Chargirter bet der Schutztruppe in Afrika steht, zu einem sechsmouatlichen Urlaub, über Wilhelms- Haven kommend, in seine Heimath zurück. In seiner Begleitung befand sich ein kleiner schwarzbrauner Afrikaner, ein Junge von 3j/2 Jahren, den er mitbrachte, um ihn bet seinen kltcrn in Gabsheim erziehen zu lassen. Die beiden Eltern des Kindes sind seiner Zeit bei einem Gefechte mit der deutschen Schutztruppe gefallen und wurde das Kind von seinen Stammesgenoffen, welche sich eiligst in den nahen Urwald zurückzogen, hilflos zurückgelaffen. Unser braver Landsmann naym sich des armen Kindes an, um es zu erziehen- er hat dasselbe schon seit 17 Monaten bet sich und konnte sich nicht entschließen, jetzt bei seiner Heimreise sich von demselben zu trennen und brachte es mit.
Vermischtes.
* Kassel, 18. Februar. Das Opfer eines frechen Heirathsschwindlers wurde im Herbst vorigen Jahres eine hiesige Geschäftsinhaberin. Sie machte hier, über den alten Friedhof gehend, durch Zufall die Bekanntschaft eines Mannes, der sich ihr gegenüber für einen Eisenbahnbeamten ausgab. Er bemerkte wohl bald, daß er auf die Dame Eindruck gemacht hatte und nutzte das aus, indem er sich — obgleich thatsächlich verheirathet, wenn auch von der Frau getrennt lebend — als Junggesellen ausgab und ihre Neigung zu erwecken verstand. Er behauptete, soeben als Betriebs- controlleur in Paderborn angestellt zu sein. Dazu sei eine Caution von 3000 Mark nöthig, woran ihm noch 800 Mark fehlten. Die Geliebte, mit der er die Verlobungsringe gewechselt hatte, lieh ihm 500 Mark. Er reiste sodann nach Paderborn und unterhielt von dort aus mit der Braut einen
regen Briefwechsel. Für den 19. November lud er sie nach Warburg zu einem Stelldichein ein, wo er ihr nochmals 150 Mark abschwindelte. Von da an tiefe der nette Bräutigam nichts mehr von sich hören. So mußte denn die Verlassene am Ende einsehen, daß sie das Opfer eines Betrügers geworden. In Folge ihrer Anzeige fahndete die Staatsanwaltschaft nach dem sauberen Patron. Steckbrieflich verfolgt, wurde er dann in Holland als der Agent Jgnäliew Rudolf Schmidt aus Deutz ermittelt und hierher eingeltefert. Die Strafkammer verurtheilte ihn nun wegen Betrugs zu l*/a Jahr Gefängniß.
* Berlin, 20. Februar. Dem Prinzen Aziz Hassan Bey von Aegypten, Seconde Lieutenant im 1. Garde-Dragoner- Regiment, ist der Abschied bewilligt. Der Prinz hat ein außerordentlich verschwenderisches Leben geführt- vor Kurzem hat er plötzlich Berlin verlassen. Die Rennpferde des Prinzen wurden vor einigen Tagen in Hoppegarten durch den Executor versteigert.
* Trier, 19. Februar. Der älteste active Beamte im Deutschen Reiche ist unzweifelhaft der Gefangenenaufseher Müller in Wittlich. Der noch außergewöhnlich rüstige Greis feierte am 17. Februar seinen 102. Geburtstag.
* Hamburg, 19. Februar. Ein Glückspilz seltener Art ist der Inhaber eines großen, angesehenen Modewaaren- hauseö in Südafrika, der fast jedes Jahr zum Einkauf nach Deutschland und England kommt und seine „Musestunden" mit dem Spielen der „an seinem Wege blühenden" Lotterien trefflich auszunutzen verstanden hat. So ist demselben kürzlich ein Haupttreffer der Hamburger Lotterie von 300,000 Mk. zugefallen und fast gleichzeitig wurde er durch die Meldung überrascht, daß ein ebenfalls in seinem Besitz befindliches Loos einer englischen Privatlotterie mit dem Treffer von 30,000 Pfd. (gleich 600,000 Mk.) gezogen worden. Gleich lohnende Einkaufsreisen dürsten selten zu verzeichnen sein.
* Schleswig, 21. Februar. Der 96 Jahre alte Oberst Für sen, welcher 1850 bei Idstedt die schleswig-holsteinische Cavallerie commandirte, ist hier gestorben.
* Eine Stiftung des Kaisers. Zur Hebung der Leistungen der Cavallerie-Osfiziere in größeren, mit der Lösung 'von Erkundigungsaufgaben zu verbindenden, Dauerritten hat der Kaiser eine Stiftung ins Leben gerufen, aus der jährlich innerhalb eines jeden Armeecorps demjenigen Offizier ein Ehrenpreis zuerkannt wird, der die von dem betreffenden General-Commando zu stellende Preis Erkundigungsaufgabe, sowohl in reiterlicher, wie in tactischer Beziehung am Besten löst. Die Preise sollen nach Art der auch bei Rennen üblichen sog. Wanderpreise verliehen werden, so daß sie nur auf die Dauer eines Jahres verliehen, von dem Preisträger eines Jahres auf den des nächsten Jahres übergehen und erst dann einem Offizier zum dauernden Besitz verbleiben, wenn dieser in drei aufeinanderfolgenden Jahren als Preisträger aus dem Wettbewerbe hervorgegangen war.
* Nutzanwendung. In einer Ehe hatte längere Zeit der Unfriede geherrscht. Dann vertrugen sich Beide wieder. Da saßen sie, wie in früheren gemüthlichen Zeiten, beim traulichen Schein der Lampe und er las ihr aus der Zeitung vor. „Der Kaiser hat sich mit Bismarck ausgesöhnt." — „Wie rührend", bemerkte sie, „gerade wie bei uns." — Er las weiter. „Der Kaiser hat ihm einen grauen Mantel geschenkt." — „Siehst Du, Männchen", sagte sie, „einen Mantel könntest Du mir auch zur Versöhnung schenken!"
* „Im Fieber." Unter diesem Titel enthält Nr. 1 der „Gartenlaube" von 1894 auf Seite 18 eine vortreffliche populär-medlcinische Abhandlung von Professor Dr. E. Heinr. Kisch, die u. a. die neue Bestätigung des Erfahrungssatzes bringt, daß das echte Liebigs Fletschextract sich vorzüglich zur Verwendung am Krankenbett eignet. Profeffor Kisch weist nämlich darauf hin, daß, wenn sich bei Fieberkranken plötzliche Schwäche, besonders der Herzthätigkeit, zeigt, die rasche Verabreichung eines Reizmittels nothwendig ist und empfiehlt als solches eine kräftige, mit Liebigs Fleisch- extract versetzte Fleischbrühe. Da das in der Küche so gut wie unentbehrliche Fletschextract wohl in jedem Hausstande zu finden ist und man besonders auf dem Lande oft nicht in der Lage sein dürfte, andere Reizmittel wie z. B. den gleichfalls genannten alten Ungarwein, rasch zu beschaffen, so dürfte der Hinweis auf diese unter Umständen äußerst werthvolle Hilfe mancher Familie willkommen sein.
* Statistik der Ehescheidungen. Die neueste französische Statistik der Ehescheidungen giebt zum Vergleich auch die Ziffern von einer Reihe anderer Staaten. Hiernach kommen Scheidungen aus 10000 Ehen: in Irland 1,4, in Frankreich 9,87, in England 13,9, in Rußland 14,7, in Schottland 22,5, in Norwegen 28,1, in Italien 28,4, in Oesterreich 41,1, in Belgien 54,1, in Schweden 65,1, in Preußen 148,1, in Sachsen 262,8, in Dänemark 375,1, in der Schweiz 472 und in Hamburg 529,5.
* Schlimmes Zeichen. „Warum bist Du denn so mißgestimmt?" — „Ach, denke Dir, vorhin bin ich mit meiner Frau an einem Modemagazin vorübergegangen, ohne daß sie mich bat, ihr etwas zu kaufen." — „Und darüber ärgerst Du Dich?!" — „Freilich, bedenke doch nur, was sie sich schon an Toiletten bestellt haben muß, wenn sie mich so ruhig vorbeiläßt!"
Httiverfifäfs - Nachrichten.
Straßburg, 21. Februar. Der bekannte Chirurg Professor Lücke ist gestern gestorben.
Schiffsnachrichten.
Hamburg, 21. F-bruar. Neueste Nachrichten über die Br- wegungen der Dampfer der Hamburg-Amerikanischen Packetfahrt- Actien - Gesellschaft. Doppelschrauben - Schnelldampfer „Augusta Victoria" ist am 20. Februar, 8 Uhr Morgens, von Hamburg via Southampton in Newyork angekommen. Postdampser „Eheruskia",
von Hamburg nach West-Indien bestimmt, ist am 20. Februar, 6 Uhr Morgens, in Havre angekommen. Postdampser „Dan«a", von Hamburg nach Newyork bestimmt, ist am 20. Februar, 7 Uhr Morgens, in Havre angekommen. Postdampser „Saxonia" ist am 19 Februar von St. TbomaS nach Hamburg obgegangen.
Citerotar nnd Arrnst.
— Ausgewanderte. Roman von H. Keller-Jordan Stuttgart, Kohlhammer. Als die Toch'er eines wegen 'einer liberalen Gesinnung in den vierziger Jahren vom Kurfürsten von Hessen lange Zeit gefangen gefetzten Warnten und in febr jungen Jahren dann ihrem Gatten nach Mexiko gefolgt, verfügt Frau K ller-Joidan über eine ausgebreitete Welt- und Menschenkenntnis mtt der sie ein bemerkenswerthes Darstellungstalent vereinigt. Legten schon ihre früheren Novellen, namentlich ihr letztes Werk „Lebenstiefen" beredtes Z-ugnih dafür ob, fo lassen sich dteselben Vorzüge in noch gesteigertem Maße dem vorliegenden Romane nachrühm-n, einem innerlich reifen, an Sprache und Gestattung vollendeten Weik, das an drei nach El Paso am Rio Grande verschlagenen Deutschen aus den gebildeten Ständen den Widerstreit echt deutscher Naturen mtt den fremden Eharacteren der Aankees und Mexikaner vor Augen führt. Im Mittelpunkte stehl das Schicksal des einen der Aus- gkwanderten, eines Protestanten, und einer strenggläubigen ver- heiratheten Mexikanerin. Meisterlich geschildert ist die Wandlung der Freundschaft Beider zur Lirbe, der Kampf zwilchen Pfl'cht und Leidenschaft und der schließliche Sieg des Herzens über alle Rücksichten und confessionellen Bedenken.
Verehrt, £<mfc* rrrrd Volkswirthschaft.
w. Aus der südlichen Wetters«, 21. Februar. Unsere Nachrichten über die landrmrthschafiltchcn Brennereien im dritten Blatte des „Gießener Anzeiger" Nr. 41 vom 18. d. Mts. (Sonntag) können wir dadurch vervollständigen, daß der Bundesrath/ am 2ö.Januard.J. beschlossen bat, dieContingente der einzelnen Brennereien sollen für die Periode 1893/96 neu veranlagt werden. Dabei sollen auch solche Brennereien Berücksichtigung finden, welche Abfälle auS Brauereien oder aus Hefefadriken verarbeiten. Wenn solche Brennereien seither noch kein Kontingent zum billigeren Steuersätze von 50 Mk. hatten, dürfen sie einen Antrag auf Bewilligung eines Contingentes einreichen; eS mutz aber längste«- bis zum 1. März d. AS- geschehen, sonst findet die Sache keine Berücksichtigung mehr. Man ersteht daraus, daß es die höchste Zeit ist, sich zu melden. Diesen kleinen Brennereien soll ein Kontingent von mindestens 10 Hektolitern reinen Alkohol zugewiesen werden. — Die Anmeldungen über den Bau und die Lieferung von Zuckerrüben für die westliche Wetterau sind jetzt auch soweit abgeschlossen, denn der Zudrang scheint größer als früher. Eine Schwierigkeit hat sich dadurch ergeben, daß guter Rübensamen kaum noch erhältlich ist. Man versichert uns, daß das Pfund Samen mit 4 bis 5 Mark bezahlt würde, was allerdings sehr hoch ist. Landwirthe, welche große Flächen bebauen, haben ihre Arbeiten in den letzten Jahren in Accord verrichten lassen und gute Erfolge erzielt. Die Accordanten erhalten 32 bis 36 Mk. pro Morgen, wofür sie sämmtliche Arbeiten: vom ersten Hacken bis zum Ausmachen und Einmieten der Rüben verrichten müssen. Rechnet man pro Morgen 150 Kentner Rüben K 1 Mk., so bleiben, nach Abzug der Säe-, Pflug- und Dungkoften immer noch rund 90 bis 100 Mk pro Morgen. Pflanzt ein Pächter 200 Morgen Rüben, so bleiben ihm 18 000 bis 20 000 Mk., ein Betrag, den die Körnerfrüchte nicht mehr liefern. — Nächsten Sonntag den 25. d. Mts. finden Versammlungen zu Echzell und Berstadt wegen Gründung einer neuen Zuckerfabrik statt. Die Landwirthe wollen fitzt nicht eher ruhen, als bis die neue Idee verwirklicht ist. Aber auch für die Arbeiter wird dadurch gesorgt, denn die Accordarbriten, wie sie oben angedeutet wurden, finden unter den ländlichen Arbeitern vielen Anklang. Die Leute können bei Accordarbriten ihre Kräfte viel besser verwerthen, als im Taglohn, sie verdienen viel mehr und so stehen sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer gegenseitig besser. — Die seitherige Wetterlage: Nachts scharfer Frost bei gänzlich unbedeckten Feldern, am Tage intensiver Sonnenschein bei wolkenlosem Himmel hat leider schon recht ungünstig auf die Wintersaaten eingewirkt, besonders auf den weichen englischen Weizen. Der Ackerboden ist nämlich durch das fortwährende Gefrieren und Auf- thauen und den trockenen Nordostwind fo ausgedörrt, daß er mitunter wegfliegt. Dazu kommt, daß die Spitzen des Weizens erfroren sind. Diejenigen Landwirthe, welche den Weizen untetgeeggt habem werden wahrscheinlich unangenehme Erfahrungen machen. — Schließlich soll »noch erwähnt werden, daß auch die Bienen, trotz vc% ver- hältnlßmäßigen milden Winters, nicht fo gut überwintert zu haben scheinen, als man erwarten durfte.
Li«b«rg, 21. Februar. Frachtmarkt. Rother Weizen X 12.20, weißer Weizen X 12.00, Korn X 9.85, Gerste 7 50, Hafer X 7.50.
— Nach den statistischen Ermittelungen des Vereins deutscher Eisen- und Stahlindustrieller belief sich die Roheisenprodnetio« des Deutschen Reiches (einschließlich Luxemburgs) im Monat Januar 1894 auf 426 418 Tannen, darunter Puddelroheisen und Spiegeleisen 132 357 Tonnen, Bessemerroheisen 30 986 Tonnen, Thomasroheisen 199 352 Tonnen und Gießereiroheisen 63 723 Tonnen. — Die Production im Januar 1893 betrug 387 226 Tonnen, im December 1893 448641 Tonnen.
Gottesdienst in der Synagoqe.
Samstag den 24. Februar:
Vorabend 530 Uhr, Morgens 906 Uhr, Nachmittags 3” Uhr.
Sabbathausgang 6“ Uhr.
Gottesdienst der israelitischen SeligionsgeseUschast.
Freitag Abend 53° Uhr, Samstag Vormittag 845 Uhr, Samstag Nachmittag 30u Uhr, Samstag Abend 6<* Uhr.
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