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22.2.1894 Erstes Blatt
 
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Localer und provinzieller.

chietzeu, den 21. Februar 1894.

-r. Boa der Uaiverfität. Professor Karl Elbs in Freiburg i. Bad. ist an Stelle des verstorbenen Professors Lellmann zum crdentlichen Professor für Chemie an sie Ludewigs Universität berufen worben.

** flng der Garnison. An Stelle des zum Commander r des Heifi'chen Jäger Bataillons Nr. 11 ernannten Majors Emmtch ist der Major Kühne zum Commandeur deS 4. Bataillons deS Infanterie-Regiments Kaiser W lhelm be stimmt worden. Zum Commandeur deS 2. Bataillon« ge­nannten Regiments wurde der Major Kopka von Lossow vom Ärenavter-Regiment König Wilhelm I. (2. WestpreußlscheS) Nr. 7 ernannt.

* Freisinnige Partei. In der gestrigen MonatSver- sammlung der freisinnigen Partei, welche zahlreich be. sucht war, fanden die Ausführungen deS Referenten über die RetchSfteuergesetze, welche gegenwärtig dem Reichstag vor­liegen, den ungetheilten Be.sall der Versammlung. Nach, dem bereits früher eine Resolution gegen die Tabaktsteuer gefaßt wurde^ gelangte gestern Abend noch eine weitere gegen die, den geschäftlichen Verkehr belastenden Miquel'schen ©teuer» projecte (Quittung-, Frachtbrief- und Check Steuer) zur ein­stimmigen Annahme, weiche dem hohen Reichstage zugehen wird. Um den zahlreichen Interessenten in unserer Stadt Gelegenheit zu geben, ihre Anschauung über den im Reichs­tage vorliegenden deutsch.russischen Handelsvertrag zum Aus­druck zu bringen, findet nächsten Montag den 26. d. Mts. !m Saale deS Casö Leib eine allgemeine Wählerversammlung statt, in welcher Herr Bankdirector Fr. Thor wart aus Frankfurt a. M. die Freundlichkeit haben wird, daS Referat zu erstatten. Bei der hohen politischen Bedeutung, welche gerade der vorliegende deutsch-russische Handelsvertrag hat, unterliegt es wohl keinem Zweifel, daß aus allen Kreisen unserer Stadt und deS Wahlkreises sich ein lebhaftes Inte­resse dieser geplanten Versammlung zuwenden wird.

** Die Vorstände der Metzger-Innungen von Mainz, Darmstadt, Gießen, Worms und Offenbach haben an daS Großh. Ministerium und die oberste landwirthschastltche Behörde in Darmstadt in Betreff der Verwerthung des Fleische? von tuberkulösem Vieh im Großherzogthum Hessen eine Eingabe gerichtet, worin sie sich eingehend gegen die ^griffe wenden, welche in dem Landesausschuß der Land» wirthschaftlichen Vereine und deren Zeitschrift bezüglich der Verwerthung deS Fleisches von tubereulosem Vieh gegen das Metzgergewerbe erhoben wurden. Im Anschluß an diese Ab- wehr beantragen die gesummten Metzger-Innungen bei dem Ministerium eine Aenderung der hessischen Fleischbeschau, wie auch des Freibankwesens, welche in ihrer jetzigen Gestaltung den Metzgern wie auch den Landwirthen schwere Schädigungen verursacht, ohne dem Fleisch consumirenden Publikum den be­absichtigten sanitären Schutz zu gewähren.

** Die noch in den Händen des Publikums befindlichen gestempelten Briefumschläge und gestempelten Streifbänder, welche seit dem 10. December 1890 Seitens der Verkehrs- onstalten nicht mehr verkauft worden sind, sollen nur noch liö Ende Juni 1894 zur Frankirung von Postsendungen zugelassen werden. Vom 1. Juli 1894 ab verlieren die be­zeichnenden Werthzeichen ihre Gültigkeit. Dem Publikum soll indeß gestattet sein, vom 1. Juli 1894 ab die alsdann noch nicht verwendeten derartigen Werthzeichen bis spätestens Ende December 1 8 9 4 nach dem Nennwerth des Stempels gegen Freimarken zu 10 oder 3 Psg. bei gleich­zeitigem Rückempfang des Betrages der Herstellungskosten oon 1 Pfennig für den Briefumschlag und x/a Pfennig für baö Streifband umzu tauschen. Ist nur ein einzelnes ütreifbanb umzutauschen, so muß die Vergütung von Her- tellungSkosten unterbleiben. Ebenso kommen bet dem Umtausch einer größeren, nicht durch 2 theilbaren Zahl von Streif­bändern für daS überschießende Exemplar Herstellungskosten .nicht zur Erstattung.

** Rückfahrkarten. In der Budgetcommission des preu­ßischen Abgeordnetenhauses erklärte sich Eifenbahnminister Thielen gegen die Einführung von Rückfahrtkarten mit zehntägiger Gültigkeit und bezeichnete überhaupt das ganze Institut der Riicksahrtkarten als reformbedürftig; das­selbe fei eventuell vollständig abzufchaffen.

** Von hessischen Behörden werden steckbrieflich verfolgt. Die Dienstmagd Katharina Heß aus Groß-Rohrheim, zuletzt in Groß Karben, von der Staatsanwaltschaft in Gießen wegen Diebstahls,- die Ehefrau des Johann Ho ffmann avS Uitenbach in Pofen, Viktoria, zuletzt Dienstmagd in Burg- Gemünden von derselben wegen Körperverletzung- Ludwig Hohmann aus Erbenhausen von derselben wegen angeblicher Beraubung deS Schuhmachers C. Gust. Rob. Büttner aus Mylau- Schneidergeselle Wilhelm C. Carl aus Breslau vom Amtsgericht Alsfeld wegen Diebstahls- das Schwindlerpoar Koch ans Mannheim, unzweifelhaft identisch mit Georg Koch aus Waldenburg, und deffen Ehefrau Marie, geb. Wahl aus Homberg (Bez.-Amt Pforzheim), früher auch Walther und Schneider aus Oehringen, Heilbronn und Stuttgart von der Polizeiverwaltung in Offenbach wegen fortgesetzter an verschiedenen Orten verübter Betrügereien; Taglöhner Ehr. Lehnleitner aus Bodenheim, zuletzt in Weisenau, vom Amtsanwalt in Mainz wegen Unterschlagung- Tag- löhnerin Elise Müller aus Weckersheim von der Staats­anwaltschaft in Gießen wegen Diebstahls - Ziegelarbeiter Julius Seemuth aus Altloßheim, Kreis Mannheim, vom Amtsanwalt in Mainz wegen Diebstahls; Winzer Philipp Becker II. aus Bodenheim, zuletzt in Mainz von demselben, wegen Körper­verletzung. ______________

A Nieder-Ohmen, 20. Februar. E>n schwerer Un­fall ereignete sich heute Morgen auf der in der Nähe be­findlichen EisensteingrubeLouise". Der im Tagbau beschäf­tigte Gustav Steeg von Elpenrod wurde durch plötzlich

berabrutschende Erdmassen verschüttet und konnte nur als Leiche aus dem Erbschuit hervorgezogen werden. All­gemein bedauert man den jungen, erst 18jährigen, fleißigen Arbeiter.

§ Mehlos-Gehaag, 18. Februar. Bei der hier abge­haltenen Bürgermet st erwähl für die eine Bürgermeisterei bildenden Gemeinden Metzlos und MetzloS Gehaag sielen auf Wilhelm Nuppel, Schuhmacher von MetzloS, 29 Stimmen und auf Heinr'ch Diehl von MetzloS Gehaag 27 Stimmen. Ersterer ift somit gewählt. Der seitherige Bürgermeister Alt von hier halte eine Wiederwahl abgelehnt. Der Sitz der Bürgermeisterei, welcher bisher nur in Metzlos Gehaag war, kommt mit der Wahl nach MetzloS. Die Ortsbewohner von Metzlos waren in letzter Zeit bei der oberen Verwaltungs­behörde um Errichtung einer besonderen Bürgermeisterei in jedem Orte vorstellig geworden.

§ AuS dem Kreise AlSfeld, 20. Februar. Die Besserung in den Preisen für daSRlndoieh, die mit dem Näherrücken deS Frühlings sich bernerkenswerth steigert, hat bereits ein Ausschlagen der Fleis chpreise im Gefolge gehabt. DaS Pfund Rindfleisch, das seither mit 50 Pfennig bezahlt wurde, kostet jetzt 52 Pfennig. DaS ist der Anfang der Verteuerung der Fleischpreise, die im Laufe dieses Jahres eine ungewöhnliche Höhe erreichen dürsten.

Zellhaufen bei Seligenstadt, 18. Februar. Einen Act der Dankbarkeit erwieS Herr Major z. D. v. Hombergk zu Vach aus Darmstadt dem hiesigen Landwirth Georg Friedrich. Der genannte Oifizier wurde am 18. August 1870 in der Schlacht bei St. Privat auf einem frisch auf­geworfenen E fenbahndarnrn durch eine feindliche Kugel schwer verwundet und hätte sicherlich fein Leben verloren, wenn ihn nicht der Infanterist Friedrich in Sicherheit gebracht hätte. Lange fahndete Herr v. Hombergk nach feinem im Schlachten­gewühl verschwundenen Lebensretter, der in seiner Bescheiden­heit sich seiner That niemals rühmte. Erst kürzlich erfuhr der gerettrre Offizier den Namen des wackeren Kriegers und übersandte demselben vorgestern neben einem herzlichen Dank­schreiben zur Erinnerung an jene That ein prachtvolles Gemälde, darstellend die denkwürdige Schlacht bei St. Privat.

Vom Main, 19. Februar. Am Postschalter eines links- maintschen hessischen Städtchens gab gestern eine biedere Bauersfrau eineneingeschriebenen" Brief auf. Nachdem der Brief amtlich behandelt und der Frau der Auflieferungsschetn zugestellt war, erwartete die Aufgeberin die Rückgabe des Briefes. Sie war nämlich der bombenfesten Ansicht, dereingeschriebene" Brief fei seinem Inhalte nach in die Postbücher eingetragen, dieAbschrift" werde dem Adressaten zugestellt, das Original aberderAbfenderin zjurückgegeb en. Nur nach vieler Mühe gelang eS, die erstaunte Frau von ihrem seltsamen Jrrthume zu über­zeugen.

Singen, 18. Februar. Seit Mitte November 1893 wird die 19 Jahre alle Tochter eines hiesigen Postbediensteten vermißt. Gestern wurde im Rhein bei Capellen die Leiche dieses Mädchens aufgefunden.

Florsheim, 16. Februar. Während der Fastnachtzeit wurde einem coftümirten Einwohner dahier von einem Bäcker­meister fpaßhalber der Cy lind er eingetrieben, der durch diesen Gewaltact vollständig die Fatzon verlor und für feinen Eigenthümer werthlos wurde. Der Geschädigte stellte darauf dem Bäckermeister folgende Rechnung zu: Ein neuer Cylinder 8 Mark, Hin- und Rückreise nach Mainz, Verzehrniß u. f. w., sowie einen halben Tag versäumt 4 Mark, macht rund 21 Mark. Der Bäckermeister beglich die Rechnung, erstattete aber alsbald an maßgebender Stelle die Anzeige, daß der Mann in eine höhere Steuer stufe kommen möge, denn laut vorliegender Rechnung verdiene er pro Tag 8 Mark. Wer von Beiden wird nun den größten Schaden haben ?

Vermischtes.

* Wie derReichs-Anzeiger" meldet, beläuft- sich nach den der Centralstelle der preußischen Staatsforstverwaltung bis jetzt vorliegenden Nachrichten die Masse des durch den jüngsten Sturmwind geworfenen Holzes in den Staatsforsten auf rund 700000 Festmeter. Diese durch Schätzung ge­wonnene Zahl dürfte indessen kaum an die Wirklichkeit heran­reichen. Auch stehen aus vielen Oberförstereien die Berichte über den muthmaßlichen Umfang des entstandenen Sturm­schadens noch aus.

* In Sebnitz i. S. fand man bei einer Ausschachtungs­arbeit im Hofe eines Gutsbesitzers einen großen Topf mit Münzen aus dem 17. Jahrhundert, deren Gesammtwerth sich auf etwa 40,000 Mk. beziffert.

* Pest, 17. Februar. In Rekefely bei Temesvar wurde die Kurpfuscherin Therese Kleisch von Bauern als Hexe gekreuzigt. Die Thäter sind noch unbekannt.

* St. Petersburg, 20. Februar. Nach amtlicher Meldung sind sämmtliche auf der Eisscholle von der finisch-ingerman- ländischen Küste abgetriebenen Fischer gerettet worden.

* Froschwangel. Der Frosch, der den dem Alt-Elsässer so beliebten Leckerbissen, die Froschkeulen, liefert, scheint jetzt immer seltener zu werden. Früherund noch vor zehn Jahren wurde auf dem Weißenburger Markte daS Hundert Frofch- keulen zu 60 bis 80 Pfg. verkauft. Schon seit langem ist der Preis derselben auf Mk. 1.60 gestiegen, uud jetzt werden Mk. 2 bezahlt. Französische Hotelbesitzer aus Luneville und Nancy lassen sich dieselben sogar für Mk. 5 bis 6 das Hundert schicken und die französische Nachfrage steigert sich immer noch von Jahr zu Jahr. Damm sieht man auch jetzt täglich die auf pfälzischem Gebiete wohnendenFroschkeulenhändler" die Waldbrunnen und Waldquellen im Wasgau aufsuchen, wo sich der Frosch mit Vorliebe im Winter aufhält und wo sich noch, aber auch mit vieler Mühe, ein lohnender Fang bewerkstelligen läßt.

* Tas theuerste Reclameschilb Per Welt befindet sich natürlich in brn Vereinigten Staaten Nordamerikas, und der südliche Theil deö Madiion Square in New 9) rk ist das engere Vaterland desselben. Jenes w8ignboard AuS- hängelchild kostet die Kleinigkeit von 25 000 Mark und ift wohl nicht nur das theuerste, sondern auch baß größte auf der Erde, denn es mißt nicht weniger alS 68 F..ß der Höhe, 60 Fuß der Breite nach, während die 107 Buchstaben, auS der sich die Rcclame zusammensetzt, eine Länge von 6 Fuß haben. Eintausendv erhundertsiebenuudfünzig elcctriiche Lampen, welche 145 Pserdekräfte repräsenliren, sind nothwendig, um die Buchstaben zu bilden und der Strom dazu wird der Edison Jlluminating Company zum Preise von 24 Cent I Mk. auf die Minute Brennzeit entnommen- dies wäre 60 Mark in der Stunde und manchmal leuchtet jenes Reclamcschttd an einem Abend drei bis vier Stunden. Dieser Prc ö wird aber nur gezahlt, wenn alle Buchstaben der Annonce er­leuchtet sind, was nicht sehr oft vorkommt, da dieser Rcclame- apparat auf solche Weise eingerichtet worden ist, daß nur einige Worte in electrischem Lichte erstrahlen können. Welche Firma ist eS, die reich genug, eine so kostenreiche Anzeige machen zu können? Wir wollen jenem Hause keine Reclame machen, aber wer von unseren geehrten Lesern nach New Uork kommt, vergesse nicht, sich diese amerikanische Merkwürdigkeit anzusehen.

* Aluminium-Trommeln. Zu den neuesten Erscheinungen in der deutschen Armee dürsten die großen Trommeln her Infanterie Kapellen, gemeinhin Pauken genannt, auS Alumi­nium gehören, wie sie bereits von mehreren preußischen Regi­mentern, darunter das 1. Garde-Regiment zu Fuß in Pots­dam, geführt werden. Die dort befindlicheGroße Trommel" mit ihrem hellglänzenden, weißen Kessel fällt allgemein auf. Natürlich hat der Metallkeffel vor dem bisherigen Holzkessel in Bezug auf Klang bedeutende Vorzüge, das war längst bekannt, doch scheiterte die Einführung von Messingtrommeln dieser Art an dem zu bedeutenden Gewicht deS großen In­struments. Durch Aluminium ist diesem Fehler abgeholfen worden, und steht zu erwarten, daß bei dem gegenwärtigen Wettstreit der Militär-Kapellen eS nicht lange dauern totrbr bis sämmtliche große Trommeln aus diesem Metall zur Ein- sührung gelangt sind.

Universität- - Nachrichten.

Aus Jena, 16. Februar, schreibt man der5ttf. Zig.": Der Orientalist Professor Stickel kündigt auch für daS näctftc Semester mehrere Vorlesungen an. Er vollendet im Sommer sein 89. Lebensjahr. In diesem Alter ist wohl kein anderer akademischer Lehrer im Lehramt thätig gewesen. Stickel besitzt eine geradezu wunderbare körperliche Rüstigkeit und aeiftiae Regsamkeit.

Literatur uttfc Kttitft.

Adrian BatdtS Allgemeine Erdbeschreibung. Ein Handbuch des geographischen Wissens für die Beoürfmsse aller Ge­bildeten. Achte Auflage. Vollkommen neu bearbeitet von 0r. Franz Hetderich. Mit 900 Illustrationen, vielen Textkärtchen und 25 Kartenbeilagen auf 41 Kartensetten. Drei Bände. In 50 Liefe­rungen ä 75 Pfg. oder in 10 Abtheilungen ä 3.75 Mk. Auch in drei eleg. Halbfranzbänden ä 15 Mk. zu beziehen. Bisher 45 Liefer­ungen auSgegeben. (A. Hartlebens Verlag in Wien.) Von diesem trefflichen Werke, welches wir bereits unseren Lesern angezeigt und auf das Wärmste empfohlen haben, liegen nunmehr 45 Lieferungen vor. Die letzteren Lieferungen, 41 bis 45, behandeln die drei süd- europäischen Halbinseln: die Balkan-, die Apenninen- und die Pyre­näen-Halbinsel. Der Verfasser führt unS in großen Zügen den gcologisch-orographischen Aufbau dieser Gebiete vor und schildert in fesselnder, durch reiches statistisches Material delegier Darstellung Land und Leute. Da wir uns auf dem Boden uralter Kulturstätten bewegen, nimmt er auch oft Gelegenheit, werthvolle historische Re- miniscenzen einzuflechten. Die artistische Ausstattung des Werke- ist eine vorzügliche. Zahlreiche, nach Photographien angefertigte Illustrationen, sowie Texikärtchen und besondere in mehrfachem Farbendruck ausgesührte Kartenbetlagen unterstützen und beleben die Lectüre. Wir wünschen dem Werke, an welches Verleger wie Autor ihr Bestes gesetzt, die weiteste Verbreitung.

Deutscher Kaiser-Saal. Geschichte der deutschm Kaiser in Bioaraphien von Bruno Gebhardt. Lieferung 2 bis 5. Preis je 50 Pfg. Stuttgart. Union Deutsche Verlagsgestllschaft. Da­hier vorliegende Werk darf den Anspruch erheben, einem Bedürsniß der deutschen Hausbibliothek entgegenzukommen. Unter Verwerthung aller neueren Ergebnisse der historischen Forschung wird hier in vor- tresflicher Ausstattung ein Buch geboten, das nicht in trockener Lehr­form, sondern in Gestalt anmuthiger biographischer Essays die Gestalten der deutschen Kaiser an untz vorüberziehen läßt.

Bei der Redaction eingegangene Bücher re.:

Zeitschrift deS Leipziger Metz-BerbandeS, heraus­gegeben vom Meß-Ausschuß der Leipziger Handelskammer. Heft 1. Preis pro Heft 50 Pfg., für Mitglieder deS Leipziger MeßverbandeS unentgkltlich.

Wöchentliche Ueberstcht der Todesfälle in Eietzen.

7. Woche. Dom 11 Februar bis 17. Februar 1894. Einwohnerzahl: angenommm zu 22 100 (Incl. 1600 Mann Militär). SterbltchkeitSztffer: 25,88°/« bezw. 11,76 nach Ausschi, der Ortsfremde».

Kinder

ES starben an: Zusammen: Erwachsene: im vom

1.Lebensjahr: 2.15. Jahr:

Scharlach

Diphtherttis

1

5 (4)

_

1

5 (4)

Lungentuberkulose

1 (1)

1 (1)

Sonstige Erkrank­ungen der Ath- mungs-Organe

2 (1)

1

_

1 (1)

Neubildungen

1

1

Sonstige benannte

Krankheiten______

1

1

Summa: 11 (6) 3 (1) 1 7 (5)

Anm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommm.

Ca. 2000 Stück Foulard-Seide Mk.1.35 bis 5.85 p M. bedruckt mit den neuesten Dessins und Farben sowie schwarze, weiße und farbige Seidenstoffe von 75 Pf. bis Mk. 18.65 p. Met. glatt, gestreift, carrirt, gemustert. Damaste rc (ca- 240 versch. Qual, und 20( 0 versch. Farben, DessinS tc.) Porto» »nd stensrfrei in» Hau»!! Catalog und Must« umgehend. .. .1122

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