lhm wegen Beschimpfung der deutschen Fahne der Krieg erklärt. Es sei wahrscheinlich, daß die Europäer Romalitza den Weg nach der Ostküste absperren, um sich seiner zu bemächtigen. Belgier und Deutsche hätten sich gegen Romalitza verbunden.
London, 19. April. „Daily Chronicle" meldet aus Petersburg, die russische Regierung. entlasse in diesem Jahre 200 000 Soldaten früher als gewöhnlich, damit diese den Erntearbeiten beiwohnen könnten. Ferner meldet das genannte Blatt, die geplante Vermählung des Großfürsten- Thronfolgers mit der Prinzessin Alix von Hessen werde nicht stattfinden. Der Czarewitsch habe erklärt, ledig zu bleiben und zu Gunsten seines Bruders Michael auf den Thron zu verzichten.
Warschau, 19. April. Nach dem gestern zum Andenken an den im polnischen Ausstand gefallenen General Kilinski abgehaltenen Gottesdienst begab sich eine große Volksmenge vor das ehemalige Wohnhaus Kilinskis. Mehrere Tumultuanten, welche die Polizisten, die die Ordnung aufrecht erhalten sollten, thätlich angriffen, wurden verhaftet. Größere Ausschreitungen kamen nicht vor.
Die Bermählungsfeier des Grotzherzogs.
Coburg, 19. April.
Der Fackelzug sowie die Serenade der vereinigten Turner-, Sänger- und Radfahrervereine gestern Abend sind großartig verlaufen. Oberbürgermeister Muther hielt im Schloßhofe eine Ansprache an die Prinzessin - Braut. Die Fürstlichkeiten sahen von den Fenstern des Schlosses aus zu. Später war Gala-Theatervorstellung im Residenzschloß, der sämmtliche anwesenden Fürstlichkeiten beiwohnten und welche Barnay und den anderen Berliner Schauspielern die höchste Anerkennung eintrug. Der Großfürst-Thronfolger von Rußland führte die Prinzessin Alix von Hessen.
Coburg, 19. April.
Seit heute früh durchwogen Tausende die Straßen der Stadt. Das Wetter ist schön. Um 12 Uhr traf das Brautpaar mit der Herzogin von Coburg im Refidenzschloß ein. Nachdem die Civiltrauung durch den Minister v. Strenge vollzogen war, fand in der alterthümlichen, reich mit Blumen und Palmen decorirten Schloßkirche die kirchliche Trauung durch den Generalsuperintendenten Dr. Müller unter Assistenz des coburgischen Hofpredigers Harfen und des hessischen Hofpredigers Dr.Bender statt. Bei dem Ringwechsel ertönte Kanonendonner. Der Hochzeitszug war folgendermaßen zusammengesetzt: Unter Vortritt der Hofchargen kam Kaiser Wilhelm mit der Herzogin von Coburg, dann folgte die Kaiserin Friedrich zwischen dem Prinzen von Wales und dem Groß- fürften-Thronfolger von Rußland, der Erbprinz von Coburg mit der Prinzessin Heinrich von Preußen, Prinz Heinrich mit der Großfürstin Serge, der Herzog von Connaught mit der Prinzessin Ferdinand von Rumänien, der Großfürst Wladimir mit der Prinzessin Ludwig von Battenberg, der Großfürst Serge mit der Prinzessin Alix von Hessen, der Großfürst Paul mit der Prinzessin Alexandra von Hessen, der Prinz Ferdinand von Rumänien mit der Großfürstin Wladimir, der Erbprinz von Meiningen mit der Herzogin v. Connaught, der Prinz Philipp mit der Prinzessin Heinrich Battenberg, der Prinz Aribert von Anhalt mir der Prinzessin von Meiningen, der Prinz Heinrich Battenberg mit der Prinzessin Aribert von Anhalt. Nach dem Hauptzug führte Herzog Alfred die Königin Victoria, die sich beim Gehen auf einen Stock stützte, in die Kirche. Darauf führte Herzog Alfred die Braut, deren Schleppe von den Prinzessinnen Beatrice von Coburg und Feodora von Meiningen getragen wurde, vor den Altar. Der Bräutigam wurde durch Prinz Wilhelm vor den Altar geleitet. Der Kaiser trug hessische Generalsuniform, der Prinz von Wales die der Garde-Dragoner, die Königin Victoria ein Kleid aus schwarzem Sammt, die Kaiserin Friedrich ein Costüm von grauer Seide- der Großfürst-Thronfolger die Husaren-Uniform. Mit dem Hochzeitsmarsch aus dem Sommernachtstraum schloß die Feier. Das junge Paar umarmte und küßte in tiefster Bewegung die Königin Victoria, den Kaiser, den Herzog und die Herzogin. Die Wittwe des Herzogs Ernst von Sachsen-Coburg wohnte in tiefer Trauer in der Hofloge der Feier bei. Das junge Ehepaar reiste um 3.20 Uhr nach Schloß Kralüchstein ab. Am Familiendiner nahmen alle anwesenden Fürstlichkeiten Theil. In der gestrigen Galavorstellung erschien der Kaiser mit der Königin Victoria, Herzog Alfred mit der Kaiserin Friedrich, dann das Brautpaar. Die Soiree erreichte gegen Mitternacht ihr Ende.
Coburg, 19. April.
Abends 8 Uhr fand im Schlosse Familientafel statt. Um 9 Uhr erschienen der Kaiser, der Herzog und die anwesenden Fürstlichkeiten im Hoftheater, wo eine Festvorstellung war. Als der Kaiser in der Loge erschien, erhoben sich die Anwesenden und brachten ein dreimaliges Hoch aus, während die Musik „Heil dir im Siegerkranz" intonirte. Die angesagte Illumination wurde wegen des eingetretenen RegenS auf morgen verschoben.
Aus dem Verzeichniß der Hochzeitsgeschenke für Ihre Königliche Hoheit die Großherzogin Victoria Melita find die folgenden von den nachverzeichneten fürstlichen Persönlichkeiten gegebenen besonders hervorzuheben: Halskette von Perlen und Smaragden von Sr. K. H. dem Herzog. Armband mit großen Smaragden und Brillanten von Sr. K. H. dem Herzog und I. K. und K. H. der Herzogin. Diamantenherz mit gr. Türkis und Brillanten von Sr. K. H. dem Herzog. Diadem von Brillanten und Smararagden von I. K. und I K. H. der Herzogin. Gr. Anhänger (Brill, und Saphir) I von I. K. und K. H. der Herzogin. Ein Paar große !
Brillanrohrringe von I. K. und K. H. der Herzogin. Parüre- (farbige und weiße Diamanten) Diadem, Halsschmuck und Broche von Sr. K. H. dem Großherzog von Hessen. Diamantanhänger von I. M. der König von England. Gr. Anhänger, Diamant und Saphir von Sr. Majestät dem Kaiser von Rußland. Gr. Anhänger, Smaragd und Diamant von I. I. K. K. H. H. dem Großfürsten und der Großfürstin Wladimir und Sr. K. H. dem Großfürsten Paul. Brosche (Smaragd und Diamant) von Sr. K. H. dem Großfürsten - Thronfolger und I. K. H. der Großfürstin Xenia. Bemalter Fächer von Sr. K. H. dem Erbprinzen. Lederrahmen für Photographien von I. K. H. der Prinzessin Beatrice. Fächer mit Diamanten von I. K. H. dem Großfürsten und der Großfürstin Serge. ! Brosche (Rubin und Diamant) von I. H. der Herzogin Wittwe Alexandrine. Bemalter Fächer von I. K. H. der Prinzessin Friederike. Kasten mit vergold. Silberzeug und Porzellanservice von Sr. Hoheit dem Sultan von Johore. Miniaturbild in Goldrahmen von I. K. H. der Prinzessin Alexandra.
Loealer uttb j-rsviirztelles.
Gieße«, den 20. April 1894.
** Begnadigung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben aus Anlaß Allerhöchstseiner Vermählung auf Grund der von dem Ministerium des Innern und der Justiz unterbreiteten Vorschläge 200 zu Freiheitsstrafen verurteilten Personen die Strafen ganz oder zum Theil Allergnädigst zu erlassen geruht. Berücksichtigung haben insbesondere solche Personen gefunden, deren Strafthaten keine ehrlose Gesinnung verriethen und die sich vor Begehung der That eines guten Rufes erfreuten. Für diejenigen Personen, die mit der Strafverbüßung bereits begonnen hatten, waren gute Führung in der Strafanstalt und aufrichtige Reue die Voraussetzungen der Begnadigung.
* * An den heutigen Eiuzugsfeierlichkeiten i» Darmstadt betheiligten sich von hier durch größere Abordnungen: die Universität, der Kriegerverein, der Veteranen-Verein, die beiden Feuerwehren und der Radfahr-Verein.
* * Der hessische Feuerwehrverbaud überreicht heute, am Einzugstage, Sr. Königlichen Hoheit dem Großherzog, dem Protector des Verbandes, eine Huldigungsadresse in prachtvoller Mappe.
* * Sängerkrauz — Wohlthatigkeits Concert am 26. April. Im Jnseratentheile haben wir gestern das Programm veröffentlicht, wir wollen dem heute hinzufügen, daß dem Unternehmen jetzt schon seitens des musikliebenden Publikums reges Interesse entgegengebracht wird. Wir legen einen großen Werrh darauf, daß sich dieser Verein in den Dienst der Wohl- thätigkeit stellt und den Reinertrag dem Allgemeinen Verein fiif Armen- und Kra nkenpflege zufließen läßt, einem Verein, der im Stillen wirkt und Wohlthun ohne Ansehen der Person übt. Mit überaus großem Geschick ist das Programm zu diesem Concerte zusammengestellt. Je ein bedeutendes Chorwerk für gemischten, wie für Männer Chor, beide von bedeutendem musikalischem Werthe, bilden den Grundstock, um den sich die anderen Nummern des Programms gruppiren. Von diesen wäre dann besonders die herrliche Sopran-Arie aus der „Schöpfung": „Nun beut die Flur" hervorzuheben, die mit voller Orchesterbegleitung von erhebender Wirkung sein wird. Als wirksamer Gegensatz schließen sich hieran zwei herrliche Volkslieder von Silcher und Gluck sür Männerchor a capella, die durch ihre einfachen, schlichten Weisen den Hörer erfreuen und den Sängern eine der dankbarsten Aufgaben stellen. Schuberts prächtige unvollendete Symphonie inH-moll mit dem markigen Cello-Solo für Orchester leitet das Concert in würdigster Weise ein.
** Zur Berufswahl. Wiederum ist die Zeit herangerückt, wo Eltern vor die Frage gestellt werden: Welchen Beruf soll der aus der Schule entlassen werdende Sohn wählen? Daß der Handwerksberuf, wenn die Practischen und theoretischen Fertigkeiten damit vereinigt werden, immer noch goldenen Boden behalten wird, steht außer allem Zweifel. Aber eine gründliche berufentsprechende theoretische Bildung gehört entschieden zur Erreichung dieses Zieles. Wir machen daher die betheiligten Eltern auf die hiesige erweiterte Handwerkerschule am Asterweg ganz besonders aufmerksam und empfehlen Ären Besuch angelegentlichst. Haben wir uns doch bet den letzten Ausstellungen der Schülerarbeiten von dem regen Geiste, der im Lehrkörper dieser Lehranstalt herrscht, mit großer Freude überzeugen können. Wer mit Fleiß und Streben in diese Anstalt eintritt, wird zweifellos ein tüchtiger, brauchbarer Mann werden.
— Alleudorf a. Lda., 18. April. Trotz der günstigen Witterung war der heutige Markt nur schwach besucht. Der gleichzeitig in Gießen stattfindende Markt und der morgen in Marburg ausstehende drücken naturgemäß einen kleineren Ort selbst bei näher wohnenden Leuten in den Hintergrund. Im Handel mit Ferkeln überstieg die Nachfrage das Angebot, und es wurden unter 50 Mk. das Paar keine verkauft. Auf dem Krämermarkt war in umgekehrter Weise der Begehr im Vergleich mit dem Gebotenen gering, so daß hier die Verkäufer sür ihren Aufwand nicht recht belohnt wurden.
O Alleudorf a. Lda., 18. April. Ein hiesiger Müller wurde heute in seiner Mühle von einem Treibriemen derart erfaßt, daß ihm der rechte Daumen theilweise buchstäblich abgerissen wurde.
§ Aus dem Kreis Lauterbach, 17. April. Eine Neuerung ist in Bezug auf die Ableistung des Verfassungseides in unserem Kreis eingetreten. Der Termin, welcher seither in Crainfeld abgehalten wurde, wird von jetzt ab in Nieder- Moos abgehalten und zwar für die Orte: Bannerod, Nösberts, VaitShain, Weid-Moos, Bermuthshain, Crainfeld, Fleschenbach, Freiensteinau, Holzmühl, Grebenhain, Gunzenau,
Heisters, Wünschen-Moos, Zahmen, Nieder-Moos, Metzlos, Metzlos-Gehaag, Ober-Moos, Radmühl, Retchlos und Salz.
F. Bou der Feldkrucker Höhe, 19. April Die Holzversteigerungen in der Oberförsterei Scholten, welche kürzlich stattfanden, zeigen ein Weichen der Preise, denn diese haben nicht einmal den Tarisansatz erreicht. Wenn es einmal warm wird, ist der Eifer zum Bieten auf Brennmaterial geringer als bet frostigem Wetter. — Der Frühling erscheint jetzt auch bei uns- wir haben in den letzten Tagen warmen Regen bekommen, der alles heraustreibt. Die Hoffnungen der Landwirthe steigen bei dem guten Wetter, besonders auch, weil die Futteraussichten in den letzten Tagen bedeutend gewonnen haben.
B. Berstadt, 19. April. Für den Versuchsbrunnen in unsrer Gemarkung werden jetzt die Rohre erwartet. Sollte dieser erste Brunnen nicht das gewünschte Resultat liefern, töerden noch zwei weitere Versuche gemacht, denn unsere Gemeinde ist vermögend und kann es sich etwas kosten lassen. — In den letzten Tagen hatten wir wiederholt warme Strichregen, welche von sehr günstiger Wirkung auf die Vegetation waren. Gestern Mittag hatten wir das erste Gewitter, welches die Richtung nach Widdersheim und Nidda nahm. In unseren Wiesen und Feldern sieht alles sehr schön aus, es kann ein gutes Jahr geben.
Ulrichstein, 17. April. Verflossene Woche wurden aus Veranlassung des Obstbautechnikers E. Metz von Friedberg 25 Obstbäume an die diesjährigen hiesigen Confirmanden vertheilt. Die schönen kräftigen Hochstämme hatte die Baumschule von Neubauer in Seligenstadt geliefert. Hoffentlich gelingt es, durch dieses Vorgehen dem Obstbau in der hiesigen Gemeinde einen neuen Ansporn zu gebe« und empfehlen wir den Vorgang zur Nachahmung in anderen Gemeinden.
Darmstadt, 19. April. Prof. Dr. Otto Ro quette feierte heute im Kreise seiner Familie seinen 70. Geburtstag. Der greise Dichter erhielt aus allen Himmelsgegenden Glückwunschtelegramme, u. a. auch vom Frankfurter Journolisten- und Schriftstellerverein.
Vernaschtes.
* Marburg, 19. April. Der Besuch des Kaiser- Wilhelms-Thurmes auf Spiegelslust ist nach dem Beschluß der Bürgermeisterei in Zukunft an Bedingungen geknüpft, die durch folgende Polizei - Verordnung bekannt gegeben werden: § 1. Den Kaiser - Wilhelms - Thurm darf Niemand ohne Erlaubnißkarte, welche aus dem an der Eingangsthür aufgestellten automatischen Apparat gegen Einwurf eines 10 Pfennig-Geldstückes zu entnehmen ist, betreten. Erwachsenen Besuchern ist gestattet, Kinder unter 14- Jahren mit auf den Thurm zu nehmen, und es braucht für diese eine Erlaubnißkarte nicht gelöst zu werden. § 2. Die Besucher des Kaiser - Wilhelms - Thurms sind verpflichtet, die Erlaubnißkarten, welche nur zum einmaligen Betreten des Thurmes am Tage ihrer Einlösung berechtigen, bet dem Verlassen desselben an den mit der Controlle beauftragten Wirth zurückzugeben. § 3. Wer den Bestimmungen dieser Verordnung zuwiderhandelt, wird, falls die Zuwiderhandlung nicht als Betrug gesetzlich mit höherer Strafe zu ahnden ist, mit Geldstrafe bis zu 9 Mk., im Unvermögensfalle mit entsprechender Haft bestraft.
* Este« a. d. Ruhr, 19. April. Vergangene Nacht gegen 12 Uhr brach, der „Rhein.«Wests. Ztg." zufolge, in dem Schachtgebäude der Zeche „Heinrich" bei Ueberruhr Feuer aus. Das Dach ist niedergebrannt,' die Maschinen sind sehr beschädigt. Die Zeche wird wahrscheinlich einige Zeit still liegen.
* Würzburg, 19. April. Der Blitz schlug in den hölzernen Thurm der im Jahre 1274 gebauten Augustiner« kircbe ein. Die Kreuzspitze und die Kuppel wurden theil- wetse abgeschlagen. Das Feuer ist nach längeren Bemühungen mittelst der Dampfspritze gelöscht worden.
* Sprottau, 19. April. In Groß-Crosse sind durch eine verheerende Feuersbrunst 13 Besitzungen eingeäschert worden. Drei Kinder werden vermißt. In Cztssowa wurden 24 Besitzungen durch Großfeuer vernichtet. Sechs Personen sind bei dem Brande ums Leben gekommen.
* Das 8. allgemeine deutsche Turnfest. Die Arbeiten zum 8. allgemeinen Turnfest in Breslau sind in vollem Gange. Den Bau der Festhalle hat Zimmermeister Baum zum Preise von 64350 Mark übernommen. In der Sitzung des Oberausschusses vom 30. März wurden schon feste Beschlüsse über die Kampfrichter, das Wett- und Musterriegenturnen gefaßt und, zum ersten Male bet allgemeinen Turnfesten, auch dem Damenturnen ein Platz eingeräumt. Es werden eine Festschrift und eine Festzeitung ausgegeben, deren erste Nummer am 1. Juni erscheinen soll. Vom 16. Juni ab werden Festschrift, Festkarten und Abzeichen an die angemeldeten Festtheilnehmer versandt werden. Wie allgemein die Theilnahme für das Turnfest in Breslau ist, kann man aus dem Verzeichniß ersehen, daS, den comman- direnden General v. Lewinski und den Oberpräsidenten von Seydewitz an der Spitze, die hervorragendsten Männer der Stadt, sowohl im Beamtenstand als in der Bürgerschaft umfaßt. Der geschästsführende Ausschuß besteht aus dem Oberbürgermeister als ersten, Professor Partsch als zweiten, Geh. Commerzienrath Molinari als dritten Vorsitzenden, Rechtsanwalt Kürnbach als ersten, Gerichtsassessor Hoffmann als zweiten Schriftführer. Dem Preßausschuß gehört u. A. Oberturnlehrer Krampe an.
* Ein großes historisches Militarcoueert wird am 6. Mai, dem Geburtstage des Kronprinzen, in Berlin zur Ausführung kommen. Als der Musikdirector Böttge vom Badischen Leibregiment in Karlsruhe dem Kaiser jüngst eine Denkschrift über die Entstehung der Militärmusik überreichte, befahl der Kaiser, daß am 6. Mai in Berlin Militär-


