Ausgabe 
20.12.1894 Erstes Blatt
 
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im Geld zu wühlen. Nach ihrem Tode fanden die "Leben 8000 Mark in Gold, lauter Zwanzigmarkfiücke, 13000 Mark in Papierscheinen und ein Körbchen, das Silber­feld enthielt, vor. Außerdem hatte die Wittwe noch einige Eapitalieu angelegt.

Kiel, 14. December. Zahlreiche Opfer hat der Bau der coloffalen Hochbrücke des Nord-Onsee-Canals bei LevenSau gefordert. Nach erfolgter Verkesrsübergabe hat noch in voriger Woche der Arbeiter Baade durch die Kurbel der selbstlaufenden Winde schwere innere Verletzungen erlitten, sodaß er ins Krankenhaus übergeführt werden mußte. Im Ganzen forderte der Riesenbau in P/a Jahren nicht weniger als 33 Opfer. Vier Verunglückte waren auf der Stelle tobt, 29 haben mehr oder weniger schwere Verletzungen erlitten.

* Geestemünde, 15. December. Der hier angekommene Tankdampser Brilliant rettete auf hoher See die Besatzung deS sinkenden amerikanischen Schuners Wllliamine, von Norfolk nach Plymouth bestimmt.

Aas Sachsen, 15. December. AuS Concurrenz- neid versuchte in SachSdorf ein Schmtedemeister seinen ihm gegenüber wohnenden Berufscollegen durch einen Schuß in den Kopf zu töbten, brachte ihm aber nur eine schwere Ver- wunbung bei. Der Thäter erschoß sich, als er sah, baß sein Concurrent nicht töbtlich getroffen war.

* Straßburg i. E., 17. December. Die Vorbereitungen für bie Jnbustrie- unb Gewerbe-Ausstellung, bie im nächsten Jahre hier staitfinben wirb, sind soweit gediehen, daß man eine hervorragende Provincial-Ausstellung erwarten darf. Das Ausstellungs-Gebiet umfaßt Elsaß Lothringen, Baben unb bie Pfalz, die sich zum ersten Mal zu einer Ausstellung zusammenthun. Die bis jetzt errichteten Hallen bedecken eine Grundfläche von nahe an 15,000 Quadrat­metern, es sind aber noch größere Ergänzungsbauten von etwa 3000 Quadratmetern, sowie die offenen Hallen mit ebenfalls annähernd 3000 Quadratmetern zur Ausführung beschloffen.

* Marseille, 17. December. Ein vor einigen Tagen hier verstorbener reicher Grieche, Namens Zubhiropoulo, hat 61/, Millionen Franken für wohlthätige Zwecke hinterlaffen, darunter 125 000 Franken für alle während seiner Sterbewoche in Marseille geborenen Kinder.

* Stockholm, 16. December. Von schwedischer Auf­

merksamkeit erhielten die deutschen Marine-Offiziere ge- . legentlich des Erscheinens der deutschen Kriegsschiffe aus Anlaß der Gustav-Adolf Feier vor Stockholm einen schönen Beweis. Gleich nachdem das deutsche Geschwader im Einlauf zu Stockholm Anker geworfen, ließ die Allgemeine Telephon­gesellschaft das hiesige Telephonwesen befindet sich in Händen zweier Privatgesellschasten ein Telephonkabel an Bord eines der Panzerschiffe führen, sodaß die Flotte in unmittelbare Verbindung mit Stockholm gesetzt wurde, eine Zuvorkommenheit, die d e deutschen Marine-Offiziere über­raschte und freute.

* Aus Rußland, 16. December. Der Veteran der napoleonischen großen Armee, Lieutenant Savin, ist in Saratow, 125 Jahre alt, gestorben.

Briefkasten.

Herr 8. in B. Die Nachricht aus Bellersheim ging unS be­reits von anderer Seite zu. Red.

Universität- - Nachrichten.

Studentische Doctoren. Aus Berlin wird dem Marb. Tagebl." geschrieben: Die Studentenschaft hat eine Zahl ganz gelehrter Commilitonen aufzuwetsen. Unter den 5031 Jmma- tricultrten sind 132, welche bereits den Doctorgrad erreicht hav.n; über die Hälste davon sind Ausländer. E.ner derselben (Clark aus Amerika), besitzt neben b<m Doctortttel sogar das Prädtcot Pro­fessor- er studtrt Philosophie. Und ein deutscher Siudent (Engel­mann aus Hannover), dec sich den Naturw>ssenscha,ten widmet, ift bereits Doctor zweier Fociiltä'en, der Medicm und der Pbilos"pb'e.

Literatur und Xanft

»Deutscher Soldatenhort", illusirirte Zeitschrift für daS deutsche Heer und die Martne. Hcrausgeber: General-Lieutenant z. D- H. v. Below. Preis pro Quartal 1.80 Mk. Verlag von Karl Siegismund. Berlin^., Mauerstraße 68. VI. Jahrgang Heft 8 erschien soeben und enthält: Schwarze Husaren. Ertäblung au8 einer ungedruckten Chronik. Von O. Elster. (Fortsetzung.) Manoverskizzen. Humoreske von Artbur Rehbetn. (Mit Abbildung.) Deutsche Armeegeicktchte: Ein glücklicher Husarenstreich aus der Unglückszeit von 1806. Von Friedrich von Kamphausen. Er­stürmung deS GaisbergschlosseS. (Mit Abbildung.) Aus unseren Kriegsjahren. Von General der Infanterie z. D. v. Kretschman., Aus fremden Ländern: Aus West-Afrika. Vorbeimarsch einer Schutztruppen-Compagnie in Ostafrika vor dem Kaiserlichen Gou­verneur. (Mit Abbtld"ngen.) Sport in Japan. L-trafrechts- pflege in China. Vermischtes. Vaterländische Gedenktage. Literarisches. Splitter und Funken. Kameradschaftliches Plauder­stündchen. Räthsel. Briefkasten. Inserate.

kirchliche Anzeigen der evang. Gemeinde.

Die Bibelstunde im Tu'nsaal der Etadtknabenschule am Donnerstag den 20. December fällt aus.

Wöchentliche Ueberfich> der Todesfälle in Gietzen.

50. Woche. Vom 9. December bis 15. December 1894. Einwohnerzahl: angenommen zu 22 100 (incl. 1600 Mann Militär). SterblichkeitSztffer: 23 53°/« bezw. 11,76 nach AuSfchl. der Ortsfremd«.

Kinder

A n m. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auSwärt« nach Gießen gebrachte Kranke kommen.

ES starben an: Zusammen:

Erwachsene:

im

vom

1.Lebensjahr:

2.15. Jahn

Diphtherltts 1 (1)

Rose unb insectlosem

1 CD

Haulausschlag 2

Tuberkulose anberer

1

1

Organe 2 (1)

Sonstige entzündliche

1 (1)

1

Erkrankungen der

AlhmungS-Organe 1

1

Sonstige benannte

1 (l)

Krankheiten 4 (3)

2 (2)

1

Summa: 10 (5)

4 (3)

2 (1)

4 (1)

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gelangen zu lassen.

Gießen, den 18. December 1894.

Der Vorstand der Kleinkinder-Bewahranstalt.

Dr. N a umann, Pfarrer.

Gießen, den 28. November 1894.

Spar- und Leihkaffe Gießen.

Doering.

a) Silbersachcn.

16 Kaffeelöffel, 6 Suppenlöffel, 1 Transchir- unb" 12 Eßgabeln, 6 Deffertmeffer, 2 Zuckerschalen. 2 Zuckerzangen, 1 Nahmlöffel, 1 Milch­seiher, 1 Tortenschaufel, 2 Pfeffer- und Salzhalter, 12 Paar Alfenide-

Cablian ohne Kopf ä Pfund 28 Pfennig, ferner Schollen zum Backen.

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II. Hof,

Bahnhofstr. 33.

Messer und Gabeln u. s. w.

b) Goldsucher,.

1 Damenuhr, 1 schwere Uhrkette mit Anhänger, 1 Paar Ohrringe mit Diamantrosen, 1 Paar weitere Ohrringe, 2 Medaillons (1 mit Rose), 2 Armbänder, verschiedene Nadeln, Brochen, Ringe rc.

Ferner: 1 silbern - vergoldeter Pocal mit Deckel, 3 silberne Kinder-

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Spar- und Leihkasie Gießen.

Im Monat Decmber l. I. werden bei ber^unterjeiebneten Kaffe außer den feststehenden Zahltagen, Mittwochs und Samstags, noch au jedem Dienstag und Donnerstag Zahltage abgehalten.

Die Einleger werden ersucht, unter Vorlage der Emlagebücher ihre Zinsen in Empfang zu nehmen, oder zuschreiben zu lasten. Zinsen, welche bis zum 1. Januar k. I. nicht erhoben sind, werden den Einlegern ohne Weiteres in den Büchern der Kaste zugt schrieben und von diesem Tage an verzinst. Es brauchen hiernach alle diejenigen Einleger nicht zu er­scheinen, welche nur Zinsen beischreiben lassen wollen, dies kann vielmehr ganz gelegentlich im Laufe des nächsten Jahres geschehen.

Kunstverein.

Die Gemäldeausstellung im Thurmhaus am Braud ift Werktags von 11 bis 1 Uhr, Sonntags von 11 bis 3 Uhr geöffnet.

Mitglieder des Kunstvereins und deren Familienangehörige genießen freien Eintritt, für Nichtmitglieder beträgt der Eintrittspreis: Sonntags

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Versteigerung bestimmt.

10273 Engel, Gerichtsvollzieher.

Kleinkinder-Bewahranstalt.

Am nächsten Sonntag, den 23. December, soll die Christ- bescheerung unserer Anstalt gehalten werden. Nachmittags 4 Uhr findet zunächst in der Stadtkirche bei brennendem Christbaum eine kirchliche Feier statt zugleich Gemeindegottesdienst bei der die Kinder ihre Liturgie singen und der Pfarrer eine Ansprache hält. Als­dann werden gleich nach Schluß dieser Feier in der Kleinkiuderschule selbst, auch im Lichte des Christbaums, den Kindern ihre Gaben bescheert werden.

Zu der kirchlichen Feier laden wir hierdurch allerseits freundlichst «in, ohne besondere Einladungen zu erlaffen, zu der Feier in unserer An­stalt können wir wegen des sehr beschränkten Raumes leider Niemanden einladen.

Alle, die uns für die Christbescheerung unserer Anstalt noch Gaben zugedacht haben, bitten wir, dieselben baldigst an eine der Vorstandsdamen

Gold. Md Sübersacheii-Versteigerung.! Bekanntmachung. la,ÄK

Freitag den 21. December 1894, Nachmittags 2 Uhr, Mittwoch den 19. d. Mts.,'. K-;-nacknnn * ?

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Gießen, den 18. December 1894.

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