Ausgabe 
19.8.1894 Erstes Blatt
 
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Amtlicher Therl.

Gießen, am 16. August 1894.

Betreffend: Den Abverdienst uneinbringlicher Feldstrafen vom Jahre 1893/94.

Das Großherzogliche Kreisamt Gieße«

** die Vrstzh. Bürgermeister eie» des Seeiies.

Diejenigen von Ihnen, welche noch mit der Vollstreckung des Abverdienstes aus der 1. bis VI. Feldrügegerichtsperiode 1893/94 im Rückstände sind, werden hiermit an die Erledigung binnen acht Tagen erinnert.

v. Gagern.

Gießen, am 16. August 1894.

Betreffend: Ermittelungen über den Einfluß der neueren socialpolitischen Gesetzgebung auf die Armen­pflege.

0fl8 Großherzogliche Kreisamt Gießen

au die Grosth. Bürgermeistereien des Kreises.

Diejenigen von Ihnen, welche noch mit Erledigung unserer Verfügung vom 7. Juli d. Js. Amtsblatt ohne Nummer im Rückstände sind, werden hieran mit Frist von 5 Tagen erinnert.

v. Gagern.

Gesunden: 1 gold. Armband, 1 Brille mit Futteral, 1 Regenschirm, 1 Markttasche, 1 Hammer, 1 Hundemaulkorb, 1 Strohhut, 1 Katechismus und 1 Wochenschrift.

Zugeflogen: 1 Kanarienvogel.

Gießen, den 18. August 1894.

Großherzogliches Polizeiamt Gießen.

I. V.: Roth.

Neueste Nachrichten»

Wolff« telegraphische« Corresporrdmz-Bureau.

Potsdam, 17. August. Der Kaiser traf um 7% Uhr ouf dem DampferAlexandria" auf der Matrosenstation bet Potsdam ein und wurde von der Kaiserin und den vier ältesten Prinzen empfangen. Die kaiserliche Familie begab sich dann zu Wagen nach dem neuen Palais.

Amsterdam, 17. August. Hier kamen drei Erkrankungen an Cholera und ein Todesfall, in Rotterdam eine Erkrankung vor. In Maastricht starb eine Person, in anderen Städten erkrankte und starb eine Person an der Cholera.

Loudon, 17. August. Den Abendblättern zufolge ist in der Londoner Vorstadt Battersea ein tödtlich verlaufener Cholerafall vorgekommen. Gegen die Ausbreitung der Seuche wurden Vorkehrungen getroffen.

Depeschen de« Bure«« »Herold^.

Berlin, 17. August. In der gestern bei der Disconto- Gesellschaft abgehaltenen Conferenz aller Berheiligten der Deutschaffatischen Bank, in der über die chinesische Anleihe verhandelt wurde, wurde eine Depesche aus Shanghai vor- | gelegt, worin die chinesische Regierung sich mit den Bedin- - gungen des Consortiums einverstanden erklärt. Daraufhin \ übernimmt das Consortium die kaiserlich-chinesische Goldanleihe ; im Betrage von einer Million Pfund; doch ist wahrscheinlich, | daß weitere Beträge folgen. Die Anleihe wird durch Ver- - Pfändung des Seezolls sichergestellt. Ueber den Zinssatz sind noch keine Bestimmungen getroffen, wahrscheinlich wird der fünfprocentige Typus gewählt. Wann die Anleihe an den > deutschen Börsen eingeführt wird, ist noch unbestimmt.

Berlin, 17. August. Infolge der Cholerasälle in der Danziger Gegend ordnete der Kaiser sofort nach seiner Ankunft in Kiel telegraphisch einschneidende Modificationen der geplanten Kaisermanöver der Armee und Flotte an, so­weit dieselben in der Danziger Gegend stattfinden sollten.

Berlin, 17. August. Zu den Revolver-Attentaten des Anarchisten Scheven wird neuerdings gemeldet, man glaube, unter den verhafteten Anarchisten (von 40 Festgenommenen ffnb 5, nachdem sie Photographirt und anthropometrisch ge­messen waren, wieder entlassen worden) befänden sich An- ' ^®n0er der Propaganda der That. Bei den Haussuchungen ! sind Werkzeuge gefunden worden, aus denen sich schließen läßt, daß eine öffentliche Demonstration beabsichtigt war.

Berlin, 17. August. Zu den Verhaftungen der Anar­chisten wird weiter gemeldet, im Osten Berlins seien ge­füllte Bomben und bei einem Mechaniker Schriftstücke ge- i Kunden worden, aus denen zu ersehen sei, daß die Berliner ! Anarchisten mit den Genossen in Frankreich in engster Ver­bindung stehen. Die behördlichen Vorsichtsmaßregeln deuten darauf hin, daß die Polizei von einer beabsichtigten Verwen­dung von Sprengstoffen unterrichtet war.

Berlin, 17. August. Der Kaiser, der heute früh wohlbehalten an Bord derHohenzollern" in Kiel eintraf, j ist von dort mittels Hof-Sonderzuges um 12 Uhr 10 Min. "ach Spandau abgereist. An der morgen Nachmittag statt­findenden Herbstparade des Gardecorps wird auch die Kaiserin theilnehmen.

Breslau, 17. August. Die Nachricht, daß der Cultus- Minister Graf Zedlitz-Trützschler zum Nachfolger des tn den Ruhestand getretenen Oberpräsidenten von Seydewitz tn Aussicht genommen sei, wird vomBresl. Gen.-Anz." ^"enürt. Auf directe Anfrage bei dem Grafen Zedlitz- Trützschler hat derselbe dem Blatt geantwortet, daß er über w Meldungen in der Presse nicht orientirt

beruhen ** C/ °6 btc^cltien ouf tatsächlicher Grundlage

171 Nach derAugsb. Post" nimmt Graf Prey sing am Katholikentag tn Köln Theil und wird o»«ntIa0en/L 4°$ftcn Katholikentag im Jahre 1895 in München abzuhalten.

Wien, 17. August. 'Don den durch Schlesien marschlren- den Truppen der Krakauer Garnison erkrankten in Bielitz 8 Mann unter choleraartigen Erscheinungen. Bet drei derselben wurde bereits Cholera constatirt.

Rom, 17. August. Ueber den drohenden Ausbruch des Aetna wird weiter gemeldet, daß sich am Nordabhange des Berges sechs riesige Feuerschlote geöffnet haben.

Paris, 17. August. DasJournal deö Döbats" be­spricht den Besuch Kaiser Wilhelms bei der Exkaiserin Eugenie gelegentlich seines Aufenthalts in England und hält diesen Besuch für sehr bedeutungsvoll. Es habe sich dabei nicht um eine plötzliche, unvorbereitete Eingebung des deutschen Kaisers gehandelt, sondern um einen Schritt, welcher lange vorher vom deutschen Botschafter, Grafen Hatzfeld, eingeleitet worden fet. Besondere Erwähnung verdiene die Feinfühligkeit des jungen Monarchen, welcher zu dem Besuch nicht deutsche, sondern englische Uniform angelegt hatte. Der Gegenstand der Unterhaltung zwischen den beiden Majestäten werde natürlich geheim gehalten.

Paris, 17. August. DerMatin" meldet aus Genf, von Anarchisten in Lugano sei ein Complott gegen Casimir Perier geschmiedet worden. Die Namen der Verschwörer seien bekannt- mehrere seien plötzlich aus der Schweiz abgereist. Der Ministerrath hat sich mit einer gründlichen Reorganisation der Polizei und des allgemeinen Sicherheitsdienstes beschäftigt.

London, 17. August. In einer Besprechung der Hin­richtung Caserios sagt derStandard" unter Hinweis auf die schwächliche Haltung des Delinquenten:Das Ver­brechen Caserios hatte die Anarchisten verhaßt gemacht, die Art und Weise, wie der Mörder in den Tod gegangen ist, hat sie verächtlich gemacht." DerDaily Telegraph" drückt sich ähnlich aus:Caserio ist gestorben, wie er gelebt hat, als Feigling- von solchem Stoffe werden keine Helden gemacht."

London, 17. August. Meldungen aus Shanghai zu­folge fetzt die japanische Regierung die Truppensendungen nach Korea fort. Dort sind jetzt bereits über 50,000 Mann stationirt. Die chinesische Flotte ist in ihrem Verhalten noch völlig passiv. Der Gouverneur hat Preise auf die Zer­störung japanischer Kriegsschiffe und auf die Köpfe feindlicher Soldaten ausgesetzt.

Coco!« «nd ProvtnzicUc»

Gießen, den 18. August 1894.

** Kirchliches. Seine Königliche Hoheit der Groß­herzog haben Aüergnädigst geruht: am 3. August den von Seiner Durchlaucht dem Herrn Fürsten zu Hohensolms-Lich auf die erledigte evangelische Pfarrstelle zu Ettingshausen im Decanat Grünberg präsentirten Pfarrverwalter Philipp Ritter daselbst für diese Stelle zu bestätigen- am 15.August den evangelischen Pfarrer Emil Münch zu Ulfa zum Decan des Decanats Schotten, an demselben Tag den evangelischen Pfarrer Georg Bayer zu Ulrichstein zum Stellvertreter des Decans des Decanats Schotten zu ernennen.

** Die Ausstellung von Löschgeräthen und Feuerwehr- Ausrüstungsgegenständen wurde heute Nachmittag in der Turnhalle der Knabenschule an der Nordanlage eröffnet. Mit kurzen, aber warm empfundenen Worten übergab der Vorsitzende des Ausstellungsausschusses, Herr Commerzienrath H ey l ig e nstae d t, die Ausstellung dem Ehrenvorsitzenden des Festes, Herrn Oberbürgermeister Gnauth, welcher mit herzlichen Dankesworten an die Aussteller die Ausstellung für eröffnet erklärte und zur Besichtigung einlud. Die Aus­stellung ist sehr reich ausgestattet und bietet Alles, was zur Ausrüstung einer guten Feuerwehr gehört: Von der Dampf­spritze und großen Stehleiter bis herunter zum winzigsten Uniformknopf ist Alles vorhanden. Wenn wir auch den Eindruck gewannen, daß alle Aussteller Vorzügliches bieten, ein ausführliches Eingehen auf Alles Ausgestellte aber den Raum unseres Blattes über Gebühr in Anspruch nehmen würde, so wollen wir nicht Unterlasten, doch auf einiges Nähere einzugehen. Die bekannte Firma C. A. Magirus in Ulm hat die Ausstellung beschickt mit einer großen Anzahl Feuerspritzen verschiedener Construction, darunter Pracht­exemplare- Haus- und Gartenspritzen in handlicher, practischer Ausführung- mech. NettungSleitern in trefflicher Manöorir- fähigkeit- Ausrüstungsstücke, Helme, Gurten, Laternen, Signalinstrumente- Schlauchrequisiten aller Art- Gewinde- Spritzenschläuche in Rohhanf und gummirte tn bester Qualität - Beleuchtungsmittel, Rauchapparate, Sanitätsartikel rc. rc. Von den ausgestellten Spritzen sind bereits einige an hessische Gemeinden verkauft, wie die ausgezeichneten Ortsnamen beweisen. In der reichhaltigen Ausstellung des Justus Christian Braun in Nürnberg interessiren uns in erster Linie die Dampfsprttze und Leiter. Don der ersteren sind die Kessel stehend angeordnet und die Construction so gewählt, daß innerhalb 10 bis 15 Minuten, vom Anheizen angerechnet, die Maschine in Betrieb gesetzt und in gleicher Dampfspannung erhalten werden kann. Die Ausrüstung des Kessels ist eine vorzügliche, das Dampfpumpwerk ist am Kessel befestigt. Das Wagengestell ruht auf kräftigen Rädern und hat Sitze für zwei Personen. Die Spritzen werden in drei Größen gebaut, Größe Nr. 1 empfiehlt sich besonders für kleine Gemeinden. (Die Spritze wird morgen im Festzuge m^tgefahren werden.) Ein augenscheinlich recht practisches, weil besonders für kleine Gemeinden geeignetes Geräthe ist die von genannter Firma gebaute Balance-Leiter C. Die Leiter besitzt bei billigem Preise (sie kostet 650 Mark) alle Vortheile einer Stehletter, bei ihr ist die selbstthätige Stellung durch neue Verbesserungen in vollkommener Weise durchgesührt. Die Leiter kann schon von einem Mann bedient und zum Transport der Haken- und Dachleitern eingerichtet werden. Das Neigen der Letter bis zu 50 Grad geht mittelst einer doppelt wirkenden Spindel leicht, rasch und sicher vor sich, auch ist die Leiter mit neuen Einfallhaken, sowie mit selbstthätiger Verbindung der Leiterspannung

versehen. Beim Ausrichten tritt ein Ausgleich der Stützen ein, die sich jeder Bodenbeschaffenheit anpassen, es kommen sonach für die Leiter Terrainschwierigkeiten nicht tn Betracht, ifjr können auch bei beschränktem Raume Hindernisse nicht bereitet werden. Vorzüge sind: leichter Transport, einfache Handhabung mitgeringsterMannschaftszahl, große Stabilität und weitgehende Verwendbarkeit. Die in Fachkreisen wohlbekannte Fabrik von I. G. Lieb in Biberach a. d. Riß hat reichhaltig und interessant ausgestellt. -Das große Etablissement, das ausschließlich die Fabrikation von Feuerwehr-Requisiten und Geräthen aller Art seit mehr als 20 Jahren betreibt, leistet namentlich Vorzügliches im Bau von fahrbaren freistehenden Leitern. Fast alle Hauptstädte sind mit solchen Lieb'schen Leitern versehen. Das hier ausgestellte Exemplar ist 14 Meter hoch und wird erstaunlich leicht gefahren, von nur einem Mann vollständig bedient, seitlich rechts und links und nach vorn sogar bis zur Horizontale (als Brücke benutzbar) geneigt. Besonders interessant sind die neuen Fallhaken daran, die keine Bedienung mehr erfordern. Aus den vielen anderen Artikeln heben wir die Neuheiten hervor: elegante Aluminiumhelme und feine Beile, einen practischen Rauch, apparat, die kurz zusammenlegbare Tragbahre, vorzügliche Steiger-, Sicherheit^ und Spritzenlaternen, Petroleumfackeln, das Modell eines neuen Rettungsschlauches mit Uutergurtung, welche das Durchfallen verhütet, Schlauchverbände, practische kleine Spritzen für Fabriken und Privatbedarf. In kleiner aber recht geschmackvoller Aufstellung führt uns die Jnstrumenten-Firma Ernst Challier-Gteßen ihre Erzeug­nisse vor. Eine Trommel-Pyramide, eine Anzahl Signal­hörner in verschiedenen Stimmungen und Ausstattungen, Huppen, Rufhörner und andere Stgnalinstrumente ver­vollständigen diese unentbehrlichen Helfer der Feuerwehren. Die Instrumente find sorgfältigst gearbeitet und wie uns der beiliegende Preiscourant belehrt, nicht theuer. Besonders leistungsfähig scheint uns Herr Challier in Signalhörnern zu sein, er hat seiner Zeit die Pflichtfeuerwehren des Kreises Gießen damit ausgerüstet und hat auch jetzt der Kreis Alsfeld ihm damit betraut. Eine sehr hübsche Collection von Abzeichen, die dieselbe Firma ausstellt, möchten wir nicht unerwähnt lassen. Die altrenommirte Feuerspritzenfabrik von Carl Metz in Heidelberg ist mit ihren Fabrikaten ebenfalls vertreten. Die Firma ist in Oberhessen wohl bekannt, auch die ersten Abprotzspritzen unserer beiden Feuerwehren wurden von ihr ge­liefert- Beweis für ihre Güte ist der nunmehr 40jährige Gebrauch derselben. Die Fabrik ist in dieser langen Zeit mit Verbesserungen und Neuerungen rüstig vorgegangen, ihre schönen und practischen Geräthe und Ausrüstungsgegenstande erregen neben den verschiedenen Spritzensystemen lebhaftes Interesse aller Feuerwehrmänner. Die Fabrik baut Dampf­spritzen , vierrädrige Fahrspritzen, Handfahrspritzen, Ab- protzsprstzen, Zubringer, Haus- und Gartenspritzen, Geräthe- wagen, Mannschaftswagen, Schlauchhaspel. Sie wurde in demselben Jahre, als sie die erste Spritze nach Gießen lieferte, (1855) in Paris mit der goldenen Ehrcnmedaille ausgezeichnet, die Zahl der Auszeichnungen hat sich seitdem auf einige 30 vermehrt. Die beiden ausgestellten Fahrspritzen Nr. 6 und 9 dürften besonders für Landgemeinden recht brauchbar sein. Die Firma H. Müller & Co. in Offenbach, Fabrik für Feuerwehr-Requisiten und Militär-Effecten, scheint dem Ausgestellten nach zu uriheilen die Herstellung von Aus­rüstungsstücken als Specialität zu betreiben. Wir finden Helme aller Art, Mützen, Garnituren und Abzeichen, Gurten, vollständige Uniformen, Signalinstrumente, Beile, Seinen, Laternen, Fackeln, Rauchapparate und Brillen, Extincteurs, Leitern in allen Bauarten, Rettungsschläuche, SelbstrettungS- Apparate. Die Fabrik übernimmt die vollständige Aus­rüstung von Feuerwehren einschließlich Spritzen und sonstiger Fahrzeuge- sie unterhält in Offenbach eine permanente Aus­stellung aller Requisiten- sie besitzt eigene Gerberei und hat sich durch umfangreiche Lieferungen ebenfalls in unserer Provinz einen Namen erworben. Solide, sachverständige Arbeit und gutes Material sind hervortretende Merkmale ihrer Erzeugnisse. Die Fabrik von Andreas Hart­mann in Groß-Biberau hat u. A. eine Feuerlösch­maschine ausgcstellr, deren Brauchbarkeit und Zweckmäßigkeit hervorzuheben ist. W. Martin in Marten tn West­falen zeigt durch Zeichnungen eiserner Steigerthürme und Geräthschaften, daß auf dem Gebiete des Feuerlösch- bezw. Bauwesens Eisen und Wellblech eine hervorragende Rolle spielen. Die Zeichnungen und Beschreibungen von Hochdruck-Gassprttzen unseres Landsmannes Dr. H. P. Weidig in Newark (Nordamerika) dürften das Interesse der Techniker wie Feuerwehrmänner in gleichem Maße in Anspruch nehmen. Gewaltige Brände sind nach uns vorliegenden Nachrichten bereits jenseits des Oceans mit den Hochdruck-Gassprttzen bewältigt worden. Wenn wir schließlich noch eine Ausstellungsgruppe erwähnen, so thun wir dies im Hinblick auf deren Wichtigkeit für unsere Stadt und unser Feuerlöschwesen, wir meinen nämlich die Pläne der Wasserwerkserweiterung der Stadt Gießen. An der Hand dieser Pläne bekommt der Besucher einen belehrenden Einblick in die eben ihrer. Vollendung entgegengehende erhöhte Wasserversorgung.

** Vom Feuerwehrfest.Die gestern vomGießener Tageblatt" gebrachte Nachricht, daß den Angehörigen des hiesigen Regiments verboten sei, an dem am 18., 19. und 20. August d. I. hier stattfindenden Feuerwehrfest Theil zu nehmen, entbehrt jeder Begründung! Gerade im Gegentheil hat Herr Oberst von Rosenberg es den Angehörigen des Regiments Kaiser Wilhelm gestattet, daß Jeder nach seinem freien Ermessen das Feuerwehrfest besuchen darf, wie er auch selbst seine Thetlnahme an demselben als Ehrenpräsident, soweit ihm dies der Dienst gestattet, zugesagt hat."

** Festzug. Unserer gestrigen Notiz über die Ordnung des Festzuges tragen wir berichtigend nach, daß der Männer- turnverein dessen zu erwähnen unliebsamer Weise ver­gessen wurde in der Abtheilung I (Rheinhessen) nach den