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heftest zur Halste auS Katholiken und Protestanten. Auch unter den Juden, die dort etwa 150 Köpfe zählen, ist kein einziger Fall von Masern bekannt geworden. Worin findet nun diese auffällige Widerstandsfähigkeit des einen TheilS der Bevölkerung ihre Erklärung? Sicherlich darin, daß hier die Eonfeffionsgrenze (oder EonfefsionSangehörigkeit) im Großen unö Ganzen zugleich die Grenze zwischen Deutschthum und Slaventhum bezeichnet, so daß also die Katholiken Polen, die Protestanten Deutsche sind. Und daß Raffenunterschiede die Empfänglichkeit für gewisse K-rankheiteu beeinflussen, ist ia vielfach beobachtet, so haben z. B. nur die Abkömmlinge der 'panischen Juden den AuSsatz, während sonst kein Mensch dort an Aussatz leidet.
Berlin verhaftet. AlS der Beamte in feine Wohnung ein» rrat, um ihn zu verhaften, verrieth er sich durch den AuSruf: ^Jch habe Helene Schmeichel nicht ermordet!" Am Mittelfinger der rechten Hand hat er eine Bißwunde, welche ihm die zwei Stunden nach dem Morde von ihm vergewaltigte Bahnarbeitersfrau Klebcdzon beibrachte. Diese erkennt ihn auf das Bestimmteste wieder. Auch fehlt ein an der Mord- ftätte gefundener Westenknopf an Thiedes Weste und paßt zu den übrigen Knöpfen. Die Obduction der Leiche der Helene Schmeichel hat übrigens ergeben, daß kein Lustmord vorliegt. Thiede gesteht den Mordanfall auf die Klebedzon zu, leugnet aber den Mord an der Schmeichel.
Wöchentliche Neberfichl der Todesfälle in Gießen.
15. Woche. Dom 8 April bis 14. April 1894.
Einwohnerzahl: angenommen zu 22 100 (bei. 1600 Mann Militär) SterbltchkeitSziffer: 18,82°/« bezw. 9,41 nach Ausschl. der Ortsfremden.
Summa: 8 (4) 4 (2) 2 (1) 2 (1)
A.nni. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle in der betreffenben Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen.
*W. Ein scherzhafter Borkommniß wird untz auS Gro ß. Karben gemeldet: Ein junger Mensch hatte sich in die in der Nähe des Dorfes liegende Lehmgrube begeben, um von dort Lehm nach Haufe zu holen. Den ©einigen dauerte ober dessen Rückkehr zu lange und sie sandten einen Boten hinterher, welcher den Lehmholer nach Hause rufen sollte. Der Bote kam zurück, meldete, daß dort zwar ein Gefäß stehe, sonst aber Niemand zu sehen sei, auch sei eine Lehm- ' "o.id eingestürzt. — Sofort begaben sich einige Männer in die Grube und machten sich eifrig daran, die infolge des Regens herabgesunkene ,Wand zu entfernen und nach dem »uthmaßlich Verschütteten zu suchen. Wer beschreibt aber das Erstaunen der emsig schaufelnden Männer, als am Spätnachmittag der, den sie schon tobt glaubten, sich gesund und munter in der Grube einfand, um endlich Lehm zu holen. Der junge Mann hatte sich inzwischen in einem Nachbardorf ausgehalten und sich dort in eine ordentliche Zeche begeben.
* Biernieren. Schon vor etwa zwanzig Jahren hatte Professor A. Forel in München bemerkt, daß bei den meisten secirten Leichen die Nieren geschrumpft und an der Oberfläche gekörnt wären und die- dem übermäßigen Bier- genuß der Münchener zugeschrieben, welcher die Nieren mit nner überwältigenden Filtrirarbeit belastet. Aber erst der Erlanger Professor Strümpell erbrachte vor dem letzten Naturforschertage in Würzburg überzeugende Beweise, daß Herz und 'Nieren bei andauerndem Biermißbrauch entarten müssen und thatiächlich entarten; AehnlicheS bezeugte, auf eingehende Untersuchungen fußend, der Anatom Bollinger. Diese Ergebnisse wurden ganz kürzlich durch Dr. Brendels ^trag in der bayerischen anthropologischen Gesellschaft über den „Alkohol als Völkergift", welcher Bericht dann auSzüglich in die „Münchener Neuesten Nachrichten" überging, weiteren «reifen vermittelt. Nach Bollingers Untersuchungen finden sich gesundes, tadelloses Herz und normale Nieren in München bei Erwachsenen nur ausnahmsweise. In früheren Zeiten war die ländliche Bevölkerung mehr an den Genuß von Milch gewöhnt und konnte der mehr ausgearteten städtischen frisches V^ut^zuführen; jetzt ist sie auch von Alkoholvergiftung
* Sonderbare Bitte eines Lebensmüden. Aus Wien berichtet daS dortige „Fremdenblatt": Eine tragikomische Scene spielte sich vor einigen Tagen am Donaucanal nächst der FranzenSbrücke ab. Ein etwa 30jähriger Mann stürzte von der Brücke in den Canal. Der Pächter der nächst der Brücke befindlichen Fähre, Herr Franz Bernhard, der schon 16 RettungSwerke am Donaucanal vollzogen hat, fuhr dem Lebensmüden in einem Kahne nach und es gelang ihm, in bfr Milte des Canals denselben aus den Wellen zu ziehen. In dem RettungSkahne wandte sich der nasse, doch gesunde Mann an seinen Lebensretter: „O, geben Sie mir doch einige Ohrfeigen, weil ich mich da, wo man so leicht gerettet werden kann, inS Wasser gestürzt habe!" Diesem eigenthümlichen Wunsche hat Herr Bernhard selbstverständlich nicht willfahrt. Er brachte den Mann, der sein Nationale anzugeben sich weigerte, zur Rettungsanstalt, von wo aus derselbe inS Krankenhaus befördert wurde.
* 7410 Mark für einen Schuß hat ein Sonntagsjäger in Biesenthal gezahlt, ein kostspieliges, aber zweifelhaftes Vergnügen, daS dem Schützen nicht einmal einen Braten ins Haus brachte. Die Sache verhielt sich folgendermaßen: Am 1. Mai v. IS. ließ sich der Zimmermeister S. von feinen Freunden bestimmen, an einer Jagdpartie theilzunehmen, die in der Nähe veranstaltet wurde. Auf dieser Jagd schoß S., der bis dahin ein Jagdgewehr noch nicht benutzt hatte, einem vorübergehenden Arbeiter in den Fuß. Die Heilung des Angeschossenen nahm einen unglücklichen Verlaus und der Fuß blieb steif. Nachdem Herr S. die Cur- und Pflegekosten, iowie die Unterhaltung der Familie des Arbiters mit rund 2410 Mk. bestritten hatte, mußte er nun noch die Verpflichtung übernehmen, den Invaliden für die fernere Zeit zu versorgen. Herr S. beschäftigte deßhalb den Verletzten eine Zeitlang in seinem Bureau als Boten, wozu der An- geschossene sich jedoch nicht als geeignet erwies. Nun er« richtete Herr S. dem Opfer feiner Schützenkunft einen Holz- unö Kohlenhandel und zahlte ihm obendrein eine einmalige Abfindungssumme von 5000 Mk., worauf der Arbeiter auf alle weiteren Ansprüche ein- für allemal verzichtete.
* Eine merkwürdige Auslese in der Bevölkerung machen mitunter seuchenhafte Krankheiten, indem sie nur Angehörige einer bestimmten Confesfion befallen, die der anderen aber völlig verschonen. In der medicinischen Literatur der Neuzeit sind namentlich zwei Fälle bekannt geworden, in denen bei Masernepidemien eine scharfe Scheidung der Empfänglichkeit nach der Confesfion zu Tage trat So beob= achtete Dr. Weyl in Alpen, daß in der Boenninghardt anfänglich nur katholische Kinder an den Masern erkrankten, wahrend viel später erst auch in der protestantischen Gemeinde Masern zum Ausbruch kamen. Einen ähnlichen Fall theill rmn soeben Dr. Gryglewicz aus Jutroschin in der „Deutschen Medicinal Zeitung" mit. In diesem Orte trat in einer behütenden Masernepidemie nur bet kacholischen Kindern die Krankheit auf. Einige Klaffen der katholischen Schule mußten geschloffen werden, da bis 80 v. H. Kinder krank waren, wahrend in der evangelischen Schule kein einziges Kind fehlte und auch sonst kein evangelisches Kind an Masern in Be- 1)anblun9 kam. Der Ort Jutroschin mit 2000 Einwohnern
Technische Fortschritte.
— Papier an» Schilfrohr. Eine große Erfindung hat, wie die ^Lpz. Zta." berichtet, der Dtrector der Papierfabrik von Kosakow, Hr. L. N. Lugakowsktj, in Astrachan gemacht. Er kam auf die Idee, Versuche zur Herstellung einer Papiermaffe aus Schilfrohr zu machen. Nach zweimonatlicher angestrengter Arbeit in seinem Laboratorium hat er außerordentliche Erfolge erzielt. Gegenwärtig stellt Lugakowsktj, wie der „Astrachan. Pistol" mittheilt, aus Schilft rohr eine vorzügliche Paviermasse, beziehungsweise ein vortreffliches Papier her. In Hinblick auf ben colossalen Massenbebarf an Papier ist indessen anzunehmen, baß bas neue Schtlftohrpapier wohl nur eine Specialität bleiben unb bie Papierfabrikatton aus Holzstoff- unb Lumpenfasern in btr Hauptsache nach wte vor Lattnnben wirb, zumal auch gar nicht anzunehmen ist, baß bie Schtlfrohrfaser sich billiger stellt wte bie Holzstoff- unb Lumpenfaser.
gelöster Zucker aU sichere» Mittel gegen Keffelstei«. Wie bas französische Fachblatt „Le @enie civil" mit; .hellt, hat sich bie alte Erfahrung, daß in Zuckerfabriken, wo bas r2Baffer zum Speisen ber Dampikefftt mit Zucker versetzt ist, biefe in auffälliger Weife bem Ansätze des Kesselsteins wiberstehen, burch ein;
*n Vari« glänzenb bestäiigt. Der Füllung eines aus Rohren zusammengesetzten 20pserdigen Kessels wurden 2 kg Farinzucker beigemengi unb in jeher Woche einmal dieselbe Menge «Lno n , ?e.1 fle.brflät- Der Kessel zeigte vorher sehr starken Anlatz Kesselstein ber nach 45 Tagen fast völlig verschwanb. Der Ver- !e ^Sen wurde nun dreimal wiederholt, und nach Ane,m ftnt einfache Waschung zur Entfernung der be’ Snfope«. - Zur Zett ist ja bk Bekämpfung be« Kesselsteins mit Petroleum weit verbreitet: in Belrtehen, wo «51.« L b.e,onbf“n Grünben den Geruch be« Petroleums ver- vorztehen L Zmen nunme&r bie Zuckerbeimengung gexig
7 Daß npotheker «. KlüggeS Myrrhen-«re»e^) bie bisherigen cosmetitchtn Mittel wie Vaiettne, Glycerine, Zink-, Bor- Lanolrn-, Earbol rc. Salben bei wunben Nasen, wunden Mundecken, aufgesprungenen Lippen, jedem Wundsein ?c. weit übertrifft, haben bie Versuche von vielen vracttschen Bersten ergeben. Man lese bie Gutachten von über 1000 Aerzten. Erhältlich in Dosen ä 1 Mark ober Tuben zu 50 Psg. in allen Apotheken.
*) Flügges Myrrhen - Crßne ist der p^: title ölige unb verdickte AuSzug bes Myrrhen-Harzes. 2211
ES starben an:
Scharlach Diphtheritis Lebensschwäche NeubUbungen Altersschwäche Verunglückung
Citerahir und Ktiitft.
nnn - -H-ugschatz des WiffenS-. Von biefer im Berlage oon 2B. Paulis Nachs. (H. Jerosch) in Berlin erschtinenben populär-wiffenschafflichen Encyklopädie, bie in 17 Fünfzigbogen- ©finben eine vollständlge Bibliothek ber Natur-, MenschheitS- unb Gulturfunbe bietet unb bei gebtegenster Ausstattung und reichster Jllustrirung (auch aut Buntbrucktafeln, Landkarten u. s. w? in der auf die Massenverbreitung berechneten
D»U7l5nr°hir Äef°Uen 1 S°n-b in elegantem Leinwandband SLÄa b 4 efeyün0 N.d'ennig), Hegen uns die Lieferungen f roeI4,f,n diesmal das vom Dtrector des Berliner
B-leln mit fünf anderen Fachgelehrten bearbe.kte „Thterreich" besonders stark (mit den acht H-"en H—18) vertreten Ist. In vier weiteren Heften wird der uq ^astd dieses durch daS Zusammenarbeiten von sechs Specia- listen besonders interessanten unb werthoollen Werke« zum Abschluffe gebtehen unb die Darstellung bes Thierreiches bamit biS zum iebenten unb höchsten Stamme, ben Wtrbelthteren, vorgeschritten ein, bie niebrtgfte Klasse dieses letzteren, die Fische, sind mit im LJrr/ enthalten, so daß hier die gewohnte Gliederung deS höhere unb mebrige Thiere, wie ,. B. auch Brehm hat, wenigstens ber Form nach beibehalten erscheint. In ben uns vor- Ikgenben Heften sind bk Jnsecten zum Abschluß gebracht unb ber mni^M,eff0rk D! behandelte sechste Stamm, die
Welchthiere, durchzeführt. Ganz besondcres Gewicht ist hier auf bie Klarlegung ber Form- unb EntwickelungsverhSltnisse gelegt o|ne beren Kenntniß dieser Abschnitt ber Thlerkunbe für ben Laien Eig unverstänblich bleiben müßte. Der Illustrative Thetl bteses AbschntiteS zeichnet sich burch ganz besonbere Reichhaltigkeit unb Schönheit auS. Das wlgende Eapltel, bie „Fische", von Or. Ludwig ^taby bearbeitet, beginnt mit einer Einführung in bk Entwicke- 111^08^1(^1« ber gßtrbeltbkre unb ber Darstellung ber allgemeinen ■Jf? O0Md)e”..^^“ inilfe dieses Stammefl; bann folgt allgemeines v l4c 8?d sehr interessante Einzelheiten über Fischfang und Fischzucht. Eine prachtvoll unb mit künstlerischem Geschmack ausgeführle Farbentafel zeigt uns die hübschesten Zierfische beS Aquariums. - Von Julius Hart's „Geschichte ber WeU- Ioilfcrllturi !le0en die Hefte 11-13 vor, in benen bk römische Utteratur in ihrem nach qlänzenbem EintagSleben in ber Treib- bauäluft befl Augusteischen Zeitalters rasch eingetretenen Nlebergange unb Verfalle und bie Anfänge ber christlichen Lltteratur, ferner daS macbtlge Aufleben ber arabischen GelsteScultur unb bie neuperstsche ^rie «M «Wen Schrift- unb Jllustratlonsproben nach ben berühmtesten Originalen vorgeführt werben. — Wilhelm Bölsches ^'^^^^"^^eschichte der Natur" bringt in HFt 10 (tief. o7 des „ yausschatzes") die Fortsetzung der Behandlung des «Lonnensystems mit Porträt von Joseph Fraunhofer unb Pater Secchi und interessanten photographischen und anderen Aufnahmen von Sonnenstnfternisien. - JJi. Neymonds „Weltgeschichte" in ben vorliegenden Heften 17-19 mit bem Alterthum zum
Abschluß gelangt und in das Mittelalter übergesührt, von dessen drei hauptsächlichen Entwickelungsphasen: dem römischen Staats- christenthum und seiner Entwickelung zum Papstthum, bet Wleber- aufrichtung bes römischen Kaiserthums unb dem Kampfe um bie Obmacht zwischen Papst- unb Kalserthum, die erste durchgeführt und die zweite bis zu dem epochemachenden Eintritte der Hildebrand scheu Kirchenreform gediehen ist.
k s - -vom rollenden Wügeltab*. Darstellung ber Technik des heutigen Eisenbahnwesens. Von A. o. Schweiger-Lerchen- f eld. Mit 500 Abbilbungen. In 25 Lieferungen zu 50 Pig. (A. Harttebens Verlag in Wien ) Bisher finb fünfz-hn Lieferungen erschienen. Mit nicht gewöhnlichem Interesse verfolgen wir das Fort- schreiten bteses ebenso eigenartigen alS gebiegenen Werkes, bas tn so anschaulicher Weise bk vielfachen technischen Materien des Eisenbahnwesens weiten Kreisen vermittelt. Die uns zugekommenen weiteren fünf Lieferungen (11 bis 15) beschließen ben „Maschinenbienst" unb begreifen weiterhin in sehr ausführlicher Wette bte Personenwagen, die Güterwagen unb bie Zusammenstellung ber Züge mit allem Zugehör, alS Stoß-unb Zugapparate, Waggonhetzung unb Beleuchtung, HilfSfignale, Bremsen ufro. Sehr belehrend sind die vielen trefflichen, nach Original-Photographien hergestellten Waggonlypen, insbesondere ber Hof- unb Luxuswägen. Der Text hkizu lieft sich fast wk ein anziehendes Feuilleton. ES ist der Meisterschaft des Verfassers zu danken, daß er diesen an sich ziemlich spröden Stoff so mundgerecht und leichtfaßlich barzustellen weiß. Mehr sachliches Interesse beanspruchen bie vorstehenb aufgezählten Einrichtungen, welche deS Belehrenden in Fülle batbiekn. Hier ist ber Aufwand mit Bildern unb technischen Figuren sehr bemerkenswerth. Im 15. Hefte finb bereits die Stationsanlagen behanbelt.
— Adolf-Büchlein. Zur dreihundertjährigen Ge- dachtnißfeier des Geburtstages Königs Gustav Adolf von Schweden herauSgegeben von D. Beruh. Xogge, Königl. Hofprediger zu Potsdam. 6V< Bogen mit 22 Illustrationen. Preis 60 Pfg., 10 Exempl. 5.50 Mk., 25 12 50 Mk., 50 22.50 Mk. Das evangelische Deutschland hat allen Anlaß, bet der bevorstehenden Wiederkehr des TageS, an welchem Gustav Adolf bas Licht ber Wett erblickt hat, sich bankbar ber Vcrbienste zu erinnern, die er sich um die Rettung unb um ben Schuh ber evangelischen Lache erworben hat. Es wirb deshalb bas vorliegende Gustav Adolf-Büchlein, das bei dem billigen Preise vortrefflich auSgestattet ist und durch die Partiepreise eine allgemeine Verbreitung in Schule unb sHauS anftrebt, gewiß im gefammten evangelischen Deutschlanb freundliche Aufnahme finden.
1. Lebensjahr: 2.-15. Jahr: — 1 - 1 (1) 2(1)
_ , „ Kinder
Zu'ammen: Erwachsene: im vom
Vekeunttmachung.
Aufschrift der Postsenduuge». ^«Ä'^Echeruna schneller Beförderung und BesteUung d« Postsendungen müssen auf denselben Empfänger und Bestimmung»« ott so genau bezeichnet feto, bafcjebet Ungewißheit oorgebeugt wird. Dato sind namenttich folgende Punkte zu beachten:
L ^"^°^Endunaen nach größeren Orten ist in da Aufschrift ötifflolnung deS Empfängers möglichst genau anzugeben. Äutb ist eS von Wichtigkeit, daß die WohnungSangabe stet» en iben Stelle der Aufschrift, nämlich unten recht»,
mrmittelbar unter ber Angabe beS Bestimmungsorte», «folge.
2. «uf ben nach Berlin bestimmten Sendungen ist, außer ber Wohnung deS Empfängers, ber Vostbezirk (0^ K- NO x.) in welchem die Wohnung sich befindet, hinta ber OriSbe-
3 ttichnung .©erlin- tu vermerken.
3. Gibt e» mit dem Bestimmungsorte gleich oder ähnlich "Eende Postorte, fo ist dem Ortsnamen eine zusätzlich, Bezeichnung beizufügem Welche Zusätze für die Ortsnamen im Postoerkehr al» maßgebend anzusehen find, ergibt sich aul bem ,»eriei4ni6 gleichnamiga ober ähnlich lautenber Post. 2^ - b°s zum Preise von 10 Pf. durch Vermittlung jeder Reichs-Postanftalt bezogen werden kann.
41 b» im Reichs Postgebtet belegene Bestimmungsort zwar « cl"5T P0'ianstalt vnsehen, dessenungeachlet aber nicht al» allgemein bekannt anzunehmen ist, so empfiehlt eS fich, dir Ärge deS Orts in ber Aufschrift der Sendung noch be» derartigen Bezeichnungen eignet bi« Angabe deS Staates unb bei größeren Staaten de» politischen Bezirks (Provinz, Regierungsbezirk u. f. w.), in welchem der Bestimmzmasort belegen ist, oder auch die Angabe
ftnb zusätzliche Bezeichnungen, wie ((Thüringen), (Altmark), . (dauM) K-] für den Zweck geeignet.
o. Auf Postsendungen nach Ortschaften ohne Postanstalt ist a u ß er dem eigenllichen Bestimmungsorte noch diejen ige Po ft- anstalt anzugeben, von welcher auS bie Bestellung bet Sendung *n den Empiänga bewirkt werden bez. die Abholung erfolgen soll.
61 der Bestimmungsort einer Sendung in einem fremden voftgebiete bdegen unb zu den weniger bekannten Orten zu rechnen ist, so ist außer dem Ortsnamen noch da» betreffcnoc 8anb bez. der LandeSiheil auf bet Sendung anzugeben.
... 7“ Beachtung dkser Punkte wird rur Herbeiführung einet ichlamigen Utbctfunft der Sendungen an ben Empfänger wesentlich grasen, »nd e» liegt daher im eigenen Interesse ber «Mmber, ou mut schritten der Sendungen hiernach genau aniufertigen.
verkehr, £an6. un» volk»u»irth,chaft.
kannten Werkes übet die Deutschen Rheinweine, Hosrath Dr. (S Achmti! Direc'or ber amtt. LebenSmitteluntersuchungSanftalt in Wi^daben' deenbigt. Dr. Schmitt unterzog bk aus allen Theilen Deutschlands von einer grötzeren Zahl rtnommiritr Weinfirmen angekauften ranzosischen unb italienischen Roihwe'ne einet sorgfältigen Uwe" ^(Jung unb fam babei zu bem Resultate, daß, wenn auch gegen die Reinheit und Güte ber zur Prüfung gestandenen französischen Proben wie dies ja auch von bem Ansehen, in welchem bie bett. Firmen stehen' nichts anberS zu erwarten sei, sich nichts einwenben lasse, diese ftanzöstschen Weine boch mit ben gleichfalls untersuchte» in der »»eichen Preislage sich bewegende» Weinsorten der Deutsch. Italienischen Wein Import-GeselUchast Daube, Donner «inen & So. (Eentralverwoltung Fiankfurt a M.) nicht ju ton' curriren vermöchten. Herr Hofiath Dr. Schmitt Nellt diesen unter ronifllid) italienisch.-r Staatscontrolle stehenden Marken dieser Gesellschaft das Zeugniß unbedingter Reinheit, vorzüglichen Geschmackes und großer Billigkeit aus unb betont zugleich, baß wenn schon eine so wesentliche Differenz sich bei ben von ersten Firmen beiogenen Proben zu Gunsten ber Marken ber Deutsch-Italienischen mport-Gesellschast ergäbe, um wie viel größer »och dieser Unterschied bei ben vielen anberen im Verkehr befinblichen Bordeaut- weinen, an benen ber Name häufiz bas einzige französische sei ober bei ben von italienischen Verschnittweinen mit geringen deutschen Weinen oder bergl. hergestellk sogenannte italienische Na'urweine sein müsse. Da Weine vielfach auch als.Stärkungsmitkl ihre Verwendung naben, so sollte man eine Garantie, wie sie bie Weine der Deutsch-Italienischen Wein-Import-Gesellschaft bieten, wohl berücksichtigen, zumal diese von Oualität tadellosen, gut abgelagerten, vor- juflljd) mundenden unb von ben Herren Aerzkn empfohlenen Weine fo billig finb (z. B. Marca Italia 90 Pfg., Vinu da Paeto Mk. 1.05 pro Flasche u. s. w.), baß selbst ber weniger Bemittelte sich deren Genuß erlauben kann.
*) Diese Arbeit ist burch bie Central - Verwaltung ber Deutsch-Italienischen Wein-Import - Gesellschaft Daube Donner, Ktnen & Co. tn Frankfurt a. M. gratis unb sraneo zu beziehen. '


