Gastwkthegewerbes entgwn iu arbeiten; allein es dürfte auch das I «[öftere Publikum Jnte^esie daran haben, daß von der zuständigen ! Behörde diese Prtoatkostgebereien unter strenge Kontrolle gestellt werden.
Unter vielem Anderen hebt Einsender dieses nur einen Punkt bervor. Bekanntlich ist sämmtltchen Wirthen verboten, Fleisch von per Aretbank au entnehmen behufs Verabreichung an die Gäste und ,ioar mit vollem Recht, denn wenn die Gäste, welche ftd) durch Speisen erquicken wollen, reelle Preise zahlen, so können ste auch verlangen, daß zur Zubereitung der Speisen nur gutes, absolut ladenreines Fleisch verwendet wird. Jeder kann der Behörde uneingeschränktes Lob zollen, daß diese Bestimmungen getroffen sind.
Anders steht es aber mit den „‘Bnoalfoftgeberrten" aus. Den Privatkostgebern verbietet kein Gebet die Verwendung von nicht labenreinem Fleisch, und wenn auch die Bestimmung getroffen, daß nicht über ein bestimmtes Quantum Fleisch von der Freibank abgegeben wird, so läßt ft(6 diese Bestimmung leicht umgeben tamit, daß verschiedene zu einer Familie gehörige Personen das bett. F sich von der F.eibank kaufen. Damit ist den Privatkostgebern die Möglichkeit gegeben, nach Belieben Fleisch von der Freibank zu entnehme?. Wenn man nun die so billigen Pieise dieser ttostgeb^reien in Bettacht zieht, so drängt sich der Gedanke auf, daß diese Prelle nur durch den so billigeren Einkauf des Fleisches erzielt werden können; und dies ist em großer Schaden für da« Gastwirthgewerbe; aber nicht nur den
| Wirthen erwächst Nachtbeil davon, sondern es werden noch weitere Gewerbe, wie Metzger ?c., welche eine recht stattliche Gewerbesteuer zablen müssen, in Mitleidenschaft gezogen. Don fast allen Privat- kostgebereien wird aber keine Steuer erhoben, weil ja, wie gesagt wird, diese Privatkostoeber keinen Verdienst (?) erzielen, sondern die Verabreichung der Speisen nur aus niner Menschenliebe geschieht: trotzdem möchte Einsender bestimmt behaupten, daß viele dieser Privat- kostgeber nur von dem Verdienst der Kostgeberei leben. Ob nun dt.se Kostgeber zur Steuer herangezogen werden können ober nicht, tft nicht der Zweck dieses Artikels, sondern der Einsender möchte nur daraus Hinweisen, ob nicht die zuständige Behörde auch bei diesen privaten Sp-iseanstalten die Bestimmung erlassen dürste, daß den Personen, die hier speisen, nur gutes, ladenreines und nicht von der Freibank entnommenes Fleisch verabreicht wird.
kirchlicheAnzeigen der evang. Gemeinde.
AohanneSkirche.
Donnerstag den 18. October, Vormittags 9 Uhr: Gottesdienst zur Eröffnung der DecanatSsynode. Pfarrer Do lp auS Allendorf a. b. Lumda.
Donnerstag den 18. October:
Nachmittags 4*/, Uhr: Vorbereitung zur Kinberkirche im Conferen,zimmer der Stadtknabenschule.
Abends 8 Uhr: Bibelstunde im Turnsaal der Stadtkvaben- schule. (Fortsetzung der Bilder aus dem Leben Jesu: Jesu« al« Lehrer.) Pfarrer Schlosser.
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Die Besitzer von Tauben werden aufgefordert, während der Saatzeit — vom 17. October bis 15. November — ihre Tauben in den Echla '.en einzuhalten. Uebertretungen dieser Art müssen nach Art. 79 des Feldstrafgesetzes zur Anzeige und Bestrafung gebracht werden.
Gießen, den 15. Oclober 1894.
Vermischte Anzeigen.
Erklärung.
Ich nehme hierdurch die Beleidigung gegen Georg Strack dahier, er hätte falsch geschworen, alsUnwahrheit zurück.
Albach, 12. October 1894.
8550__Konrad Balser VI.
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