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bitt Leonhard Jol. reife ihrer Kinder nen Hochzeit.
rfilhrllch das von in aus Zimmer- Sorsall. Inder ere Kinder auf ein Balken aus ergestalt, daß der
Bom Odenwald, 9. April. Auf eine eigenlhümliche Weise verhinderte die Frau eines prozeßsüchtigen Bauern ihren Mann an einer voraussichtlich erfolglosen Klage, indem sie Nachts die betreffenden Papiere und Beweisstücke verbrannte. Als der Hofbauer des Morgens seine Papiere suchte und die Wahrheit erfuhr, schlug er seine Frau durch und warf sie zum HauS hinaus. Das Gericht verurtheilt^den Gewalt» thäligen zu 14 Tagen Haft.
"och in der ersten Aprilhälfre befinden, so ist jenes eine schöne Leistung. Die jungen Gänse find vollständig auSge» wachsen und mit MaiSschror gut gemästet, ohne daß sie gestopft wurden. Hierdurch wird ein äußerst saftiger Braten erzielt, der in Frankfurt entsprechend bezahlt wird, denn die trefflichen Dögel werden mit 5 bis 6 Mk. pro Stück willig genommen.
L. Langenhain, 17. April.' Vor einiger Zeit hat die Ehefrau des Andreas Jäckel IV. dahier, Marie geb. Greb eine sehr muthige und entschlofjene Thar auSgesührt, indem sie die Ehefrau des Karl Jöckel I. mit eigener Lebensgefahr von dem Tode des Ertrinkens rettete. Wir erfahren soeben, daß der Retterin Marie Jöckel geb. Greb, für diese muthige That eine Geldprämie von 30 Mark zuerkannt worden ist, welcher Betrag in aller Nähe ausgezahlt werden wird.
8 Flenfungen, 16. April. In brutalster Weise mißhandelt wurde em hiesiger Einwohner auf dem Heimwege von Weickartshain. Er hatte sich dort in einer Gastwirthschaft etwas vorlaut benommen. Als er in der Nacht den Heimweg antrat und den Wald passirte, erhielt er plötzlich von einem vor ihm auftauchenden Manne einen solch heftigen Schlag über den Kopf, daß er zu Boden stürzte. Dem Angreifer gesellte sich alSbäld noch ein anderer zu und beide bearbeiteten nun in rohester Weise den Uebersallenen, so daß ihm das fleisch vom Gesichte lose herabhing und der eine Arm entzwei oeschlagen wurde.
5ol)n tinü Sagt- tätigt war, in I verfehl. Sin m Lrbrn davon- l sortgeschlkudttt ihm vom Leibe
Der Schwerverletzte vermochte nicht mehr den Heimweg anzutreten- er schleppte sich zurück und verblieb die Nacht über beim Nachtwächter. Als er am andern Tag sich auf den Heimweg machte, brach er unterwegs zusammen und blieb ohnmächtig auf einer Wiese liegen. Er mußte in die Klinik nach Gießen verbracht werden. Die Untersuchung ist im Gange und den Thätern ist man auf der Spur.
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April 1894.
Mitbürger V eß DirgBnm' akademische 1 zurücklicken iU x tia künstlerisch 1 W* früheren «tafo 8 Uhr 1 Rector l'di/i ist anWch er Einladung hrt worden.
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. Land- und VoLkswivthschaft.
E. Echzell, 16. April. Der heutige Markt wurde durch einige leichte FrühlingSregenfchauer seht-' antrnirt, denn diese mildfeuchte, gewSchsige Wtiterung ist für die gegenwärtige Lage vortrefflich. Wenn keine Rückschläge eintreten, können wir ein ausgezeichnetes Jahr bekommen. Die Preise für fette Schweine haben etwas nachgegeben, dagegen sind diejenigen für Ferkel höher als je. Das Paar acht bis zehn Wochen alter Thiere kostete 50 Mk. und mehr, fo daß das Pfund (wenn man darnach rechnen wollte) über eine Mark zu stehen käme. Läufer und Springer kosten, je nach Qualität und Alter, 90 bis 130 Mk. per Paar. Man steht: die Zucht von jungen Thieren ist noch empfehlenswerth und der Bauer kann ein schönes Stück Geld
Vermischte».
• Die Nennungen zu den Rennen, welche am 3. und 6. Mai vom Verein für Hindernißrennen in Frankfurt a. M. abgehalten werden, sind ausgezeichnet ausgefallen. Alle wohl- bekannten Reiter haben genannt, so Major v. Heyden Linden, Rittmeister v. Reitzenstein, M. Suermondt, Premier Lieutenant v. Eynard und wie sie alle heißen. Im Ganzen sind 171 Meldungen eingelaufen, die sich auf die einzelnen Rennen folgendermaßen Vertheilen: Eröffnungs Flachrennen, 1000 Mk., Ciftance 1400 Meier, 15 Pferde, Verkaufs - Hürdenrennen, 1200 Mk., Distance 2200 Meter, 15 Pferde- JonaS-SteePle- Ehase, Ehrenpreis und 1400 Mk., Distance 3000 Meter, 22 Pferde- Caramel - Hürdenrennen, 2500 Mk., Distance 2400 Meter, 20 Pferde - Else-Steeple-Chase, Ehrenpreis und 3300 Mark, Distance 4000 Meter, 18 Pferde- Roma- Flachrennen, 1000 Mark, Distance 1400 Meter, 11 Pferde- Blumenlese-Flachrennen, 1400 Mk., Distance 2000 Meter, 9 Pferde- Tamberlik - Hürdenrennen, 1400 Mk., Distance 2400 Meter, 16 Pferde- Muthi Hürdenrennen, 3000 Mk.^ Distance 2400 Meter, 20 Pferde - Club- Steeple. Chase, Ehrenpreis und 1600 Mk., Distance 3300 Meter, 8 Pferde- Große Orcadian Steeple-Chase, Ehrenpreis und 5500 Mk., Distance 5000 Meter, 17 Pferde.
* Mannheim, 16. April. Bankier Schloß, Mitinhaber der Bankfirma Scheuer, Hirsch u. Schloß, hier und in Heidel- berg, beging heute früh einen Selbstmordversuch, indem er fich die Pulsadern öffnete. Sein Zustand ist bedenklich. Die Mittheilungen über den Stand der Firma, gehen dahin, daß im Augenblick noch kaum von einer Unterbilanz gesprochen werden kann, wenn man die Activa sämmtlich als vollwerthig annimmt- inwieweit indessen in dieser Beziehung lieber» raschungen zu befürchten sind, läßt sich noch nicht übersehen. Schloß, welcher seit dem Falle Maas sehr nervös war, hat anscheinend infolge einer Erregung über das Ausbleiben von Zahlungen Seitens Schuldner der Firma die That begangen. Heute Mittag soll die Familie der Inhaber zusammentreten und man hofft die Zahlungseinstellung abwenden zu können. Die Bankfirma Scheuer, Hirsch u. Schloß cultivirte hauptsächlich das Effectencommisfionsgeschäft- große Wechselverbindlichkeiten liegen demnach nicht vor.
* Berlin, 14. April. Das gestern in der Grunewald- । colonie ermordete Mädchen heißt Helene Schmeichel, : Tochter eines Gutsbesitzers au6 Ostpreußen. Nach der /.Germania" ist daS Ergebniß der Untersuchung über den l'iorb folgendes: Der Mörder war anscheinend mit seinem Opfer bekannt- das Paar hatte dem Befunde nach auf der Bordschwelle der Reinerzstraße, welche fich hinter dem Schützenhouse unweit der Grunewaldcolonie rechts an dem Wege noch ^undekehle befindet, geseffen, wie durch Abdrücke im Grase deutlich erkenntlich ist. Der Mörder muß sich so plötzlich auf Mädchen gestürzt haben, daß dieses keinen Widerstand leisten konnte, und hat ihr dann mit einem haarscharfen Messer, welches er bei seiner Flucht mitnahm, mit einem einzigen Schnitt Luftröhre und Speiseröhre durchschnitten, so ^oß der Tod auf der Stelle erfolgte. Die ursprüngliche Annahme eines Lustmordes erscheint hinfällig, da ein solches Verbrechen in einer ziemlich belebten Straße am Hellen Tage , nicht ausführbar erscheint.
* Hamburg, 14. April. Heute Mittag wurden in einem I i'aben der Rathhausstraße 69 goldene und 97 silberne Uhren in Werthe von zusammen 8500 Mk. gestohlen. Ein großer Theil der Uhren trägt auf dem Zifferblatt die Firma '^tilke. Der Ladeninhaber wurde, ohne es zu merken, von ’
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Literatur und Knnft
— MeyerS Kleiner -and-Allas in 100 Äartenblättern und 9 Textbeilagen (Verlag des Bibliographischen Instituts in Leipzig und Wien) Endlich einmal ein „Hand'-Allas, von dem man mit Fug und Recht sagen kann: „das ist, was ich brauche!" der in Wirklichkeit das hält, was fein Titel verspricht. Meyers Kleiner Hand-Atlas ist ein mit großem Fleiß durchgearbeitetes
geographisches Hilfsmittel im handlichsten Buchformat. Ein Seiten ,u“ »u .Meyer« Hand-Lexikon , umschließt dieser Ailas alle die- ,ur b>S geographische Interesse deS Airlzt1!?8 erregen. TaS neue Kartenwerk ist berechnet für den Geschäftsmann, den Beamten, den Gewerdtreibenden, den ?eitungs- r^fl“e diejenigen, die für jede in Betracht kommende geographische <"age ein übersichtliches, zuverlässiges, auf der Höhe oer heutigen Erdbeschreibung gehaltenes Kartenmaterial stets und
Venbn6abtn wollen. Meyer« Kleiner Hand-StlaS berücksichtigt w erster Linie das engere Vaterland, b. h. das Deutsche Reich und Oesterreich-Ungarn, denen allein 40 Blätter gewidmet « io r Ar.rS.crcÄ?cut^c Bundesstaat, jede preußische Provinz, ledes Ssterretchlsche Kronland ist dabet durch eine Spectalkarte dar- gestellt, eine Reichhaltigkeit, die sich in keinem andern AtlaS findet. Bei den außereuropäischen Karten sind die deutschen Interessen- und Colonialgebiete besonders berücksichtigt, wovon die im großen Maß- 5*, ^One.D«°n Ostafrika entsprechende« Zeugniß ablegt.
Die ostentlichen Verkehrsmittel Eisenbabnen, Dampfschiffe und Telegraphen (Kabel) sind mit größter Sorgfalt nach osficiellem Ma- .behandelt: das Folioblatt „Weltverkehr" gewährt eine vor- ^eflüHe Ueberstcht über die heutigen großen Verkehrswege und -Mittel. Alle Weltstädte sind durch Pläne (nebst Namen Registern) und Umgebungskarten dargestellt, während man dieser Specialitäl [n andern Atlanten nur vereinzelt und nur als Kartons in den Kartenecken begegnet. Die Karte „Hamburg" weist z. B. die interessante Verzweigung des untern ElblaufS deutlich auf und enthält eine besondere Darstelluna des Hamburg« r FreibasengebietS: ebenso ist die höchst originelle Darstellung von New-York her vorzubeben, bei welcher nicht nur die Stadt selbst, sondern auch die interessante Einfahrt vom Ozean her veranschaulicht wird. Auch neue Momente sind in dem Atlas zur Aufnahme gekommen, welche sich in den Sroßen Handatlanten nicht vorfinden: so auf der Karte von Elfatz- Lothringen die französische, auf der von Schleswig-Holstein die dänische Sprachgrenze, auf den Blättern „Posen" und „Schlesien" die Ausbreitung des polnischen Sprachidioms und auf dem Blatte „Schweiz" eine Darstellung der Verthellung der drei Rationalttälm. Jede einzelne Karte zeichnet sich durch wunderbare Klarheit und Deutlichkeit aus — eine Eigenthümlichkeit, welche sich manches anspruchsvollere Kartenwerk zum Muster nehmen könnte. Durch das saubere, wohlabgestimmte Eolorit der Karten gelangen auch die ^n.flcn politischen Einheiten, wie sie z. B. auf den Blättern „Thüringen" und „Provinz Sachsen" erscheinen, zur klaren Darstellung. Meyers Kleiner Hand-AtlaS, Der von den Herausgebern durch Nachtragungen auf den einzelnen Blättern stets auf der Höhe der Zeit gehalten wird^ sollte daher auf keinem Schreibtisch, keinem Contor und Büreau fehlen: der erstaunlich billige Preis (in Halbleder geb. 10 Mk,) ermöglicht eS Jedermann, sich seines Besitzes zu erfreuen; auch greift man zehnmal eher nach diesem handlichen Buch als nach einem schweren Foltaoten-HandattaS.
Die 8ermt|' der WeMn- tt-Wderchm- ! TeäM haben iW*”1’1' dstbanmbliitbk [bäume sm» * d Schöns «e .,unb®ta*Ttn.
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dem Diebe, welcher vorher daS elertrische Läutewerk zer- schnitten hatte, in dem hinter dem Laden beleaenen Zimmer eingefchloffen.
♦ Thorn, 16. April. Der Kaiser hat die Strafen, welche über zwei Arbeiter und einen Ersatzreservisten wegen Beranlaffung eines CrawallS nach einer Controlversammlung und wegen rhätlichen Angreifens eines Bezirksfeldwebels und eines Gendarmen verhängt worden waren, und welche auf fünf Jahre und fünf Jahre und ein Monat, ferner auf sechs Monate Zuchthaus lauteten, in Gefängnißstrafen umgc- wandelt.
* Wie Dowe zuerst auf die Idee zu seinem „kugel- ficheren" Panzer kam, hat er neulich einem Interviewer in scherzhafter Weise erzählt. Dieser fragte ihn: „Wie kamen Sie eigentlich auf den Gedanken, einen kugelsicheren Panzer zu sabriciren, Herr Dowe?" — „Ja, wiffen Sie, daran arbeite ich eigentlich schon seit meinem zehnten Jahre." — „Nicht möglich'" — „Mein Vater war ein seelenguter Mann, nur sehr jähzornig, wenn ich eine schlechte Censur nach Hause brachte, prügelte er mich windelweich. Eines Tages, zu Michaeli, erhielt ich wieder eine sehr schlechte Censur. Zuerst kam mir der Gedanke, nach — Amerika auSzurücken, denn ich wußte, was mir zu Hause bevorstand. Schließlich fand ich aber einen anderen Ausweg. Ich polsterte mir den Würfen und andere Körperteile aus und zwar mit solchem Geschicke, daß ich von den Hieben meines Vaters rein gar nichts spürte- ich amüsirte mich sogar darüber, wie sehr er sich dabei anstrengte. Als ich bann später einmal von einem Pistolenduell hörte, wobei der eine gefallen war, dachte ich mir: „Wenn der eS gemacht hätte, wie du, wäre ihm das gewiß nicht passiertUnd so kam ich denn allmählich dazu, mich mit der Erfindung eine- kugelsicheren Panzers zu beschäftigen!
* Arme reiche Leute. Wer da glaubt, daß die reichste Frau der Welt, Mrs. Hetty Green - Brooklyn, in einem stolzen Palaste wohnt, Equipagen und Dienerschaft hat, der irrt. Hetty Green, die Besitzerin eines Vermögens von 60 Millionen Dollars, wohnt in einem „Boarding House", einem ganz gewöhnlichen Logir- und Kosthause in der Stadt ■ Brooklyn, der Schwesterstadt von New-Dort, und zwar in ' der Pierrepontstreet Nr. 89 und zahlt sieben Dollars wöchentlich für Kost und Wohnung. Sie ist geizig über alle ! Maßen und dies ist auch der Grund, warum sie sich von ihrem Gatten trennte, der ein tonangebender Clubmann in | New Jork ist. Sie kleidet sich derart bescheiden, daß man glaubt, eine ärmliche Frau vor sich zu haben und flickt so I lange an ihren Kleidern herum, als es eben geht, nur um die Anschaffung neuer Toilettegegenstände zu ersparen. WaS sie an beweglichem Gut hat, bas trägt sie in dem schwarzen Sack herum, der sie nie verläßt. Das ist ein Gebetbuch, ein Battistsacktuch und ein Lorgnon. Sie ißt in der Küche und will nur die einfachsten Mahlzeiten. Sie ist überaus fromm und von den hundert Kirchen Brooklyns besucht sie jeden Tag eine andere". Sie ist derart mißtrauisch, daß sie mit keinem Menschen verkehrt, denn sie glaubt, alle Menschen, die sich ihr nähern, thun dies nur um ihres Geldes willen. Sie hat einen Sohn, der mit der Tochter eines Millionärs verheirathet ist, und ihre Schwiegertochter macht den größten I Aufwand, den man sich nur denken kann. „Die Zeiten sind I zu hart", sagt Hetty Green, wenn man sie über ihre Lebens- I weise zur Rede stellt, „und ich muß für meine Verwandten I sparen!" In Brooklyn kennt jedes Kind die Frau mit dem | schwarzen Sack- aber kein Mensch hat eine Ahnung, baß bte I bescheidene Mietherin in einem der einfachsten Boarbinghäuier, I bie Besitzerin von 60 Millionen ist. Erst ber „World", die I bedeutendste Zeitung New • Yorks, enthüllte das Geheimniß, | und eines Tages wurde New-Kork von der Nachricht über» j rascht, wer eigentlich die schlichte Hetty Green aus Brooklyn | sei. Frau Green ist gegenwärtig 58 Jahre alt und ihr | Vermögen stammt von ihrem Vater Robinson, der sich in | Neu-England angesiedelt hat und dessen Ländereien colossalm | Werth erhielten. Ihre ganze Verwandschaft ist so reich und I in jeder Familie befindet sich ein so geiziges, moroses Subject [ wie es Frau Hetty Green ist. Auch eine Tochter besitzt die I Frau, Sylvia mit Namen, bie von einem einzigen Verwanbten I fünf Millionen geerbt hat! Nur mit vieler Mühe veranlaßte | man bas Mädchen, bas gleich fromm ist wie bie Mutter, in I die Gesellschaft zu gehen, doch nur ein einziges Mal 'erschien I sie dort, um sich sofort voll Abscheu von der Frivolität der I Großen abzuwenden. Frau Green führt ein Buch, in dem I jeder Cent verzeichnet ist- als sie noch mit ihren Verwandten I lebte, verlangte sie, daß jedes einzelne Familienmitglied I gleichfalls Buch führen müsse. Als einst bas Ausgabenbuch I ihres Sohnes um 10 Cents nicht stimmte, brohte sie, ihn zu I enterben. In Verwahrung ber Bank, in ber sich ihr Per I mögen befinbet, liegt auch ber Schmuck Hetty Greens, ein I nach unzähligen Millionen zu bewerthenber Schatz — alter I Schmuck aller Art, welcher ber Frau burch Erbschaft zufiel. I Das Zimmer, das sie in dem Boarbing House, einem der I schmutzigsten ber Gegend, bewohnt, ist ein Loch von ber Aus- | behnung von neun englischen Quabratfuß, so eng, baß sie I dort nicht essen kann und in bie Küche gehen muß, um ihre I Mahlzeit einzunehmen. In ber Küche wäscht sie auch ihre I Wäsche unb hängt sie zum Trocknen über dem Waschtische auf, | zu welchem Zwecke sie sich mehrere Stricke barüber anbringen I liefe. Der Geiz ber Frau grenzt an Wahnsinn unb ist viel- I leicht Wahnsinn, ber sich vererbt zu haben scheint, benn ihre I Tochter Sylvia faselt gleichfalls stets bavon, bafe sie einst arm I im Asyl werbe sterben müssen und daher zur gröfeten Spar- I amkeit gezwungen sei.
— Medicinifcher «ongtest in Rom. Die mit demselben
1 verbundene hygienische Ausstellung zeigte fo recht deutlich, welchen großen L-ieg die deutsche Industrie zu verzeichnen hat. Während das deutsche Reichs-Gesundheitsamt als staatliches Institut durch ein sinnreiches Airangementauffiel, errsteie unter den Industriellen dasHaus Kathreiner in München ungetheilten Beifall. Für unseren Leserkreis dürste es interefiant sein, zu erfahren, daß das italienische KönigS- paar, welches dem zu Ehren der Congreßmitglieder veranstalteten Gartenfeste anwohnle, sich durch den deutschen Gesandten den anwesenden Theilhaber der Firma Kathreiners Malzkaffee - Fabriken Herrn Dr. Paul Schmidt vorstellen ließ und sich eingehend mit demselben über die Herstellung und Zuberettungsweile des Malzkaffees unterhielt. Außerdem wurde aber auch Herrn Dr. Paul Schmidt bie Ehre zu Theil, von dem Papste in Privataudienz empfangen zu werden, bet welcher Gelegenheit ©£ Heiligkeit die Mittheilung machte, daß er selbst täglich Malzkaffee trinke und dessen stete Verwendung im Vatican angeordnet habe. Don den italienischen Blättern La Voce della Verita —, La Tribnna, II Diritto und Folohetto wird über diese, die Firma Kathreiners Malzkaffee-Fabrtken hochehrenden Ereignisse eingehend berichtet.
— Praettfche und Nützliche Steuerungen brechen sich stets bald Bahn und erwerben sich die ^Sympathien der großen Rlenge. Den schlagendsten Beweis für obige Thatsache lieferten jüngst Apotheker Hupertz'sche Blutreinigungspillen — Dinner Pills — Verdauungspillen, (Pilulae purgativae) die laut medicinal- amtlicher Beglaubigung das weitäus beste Mittel rkpräsentiren. Störungen in der Verdauung zu beseitigen, gegen Appetitlosigkeit und Sluhloerstopfung, Blutandrang nach dem Kopse, Athemnoth, Hämorrhoidal- und Leberleiden zu wirken und die Verdauung in vorzüglichster Weise zu fördern. Sie bewirken, ohne Leibschneidm zu erregen, erwünschte Butreiniguna, eine Eigenschaft, die b n Pillen so überraschend rasch die Gunst oes Publikums sicherte. — Die Dinner Pills — Dinner Pills — Verdauungspillen (Pilulae purgativae), durch den „Löwen von Luzern" als Schutzmarke vor Nachahmung geschützt, ebmfo durch den Namenszug Apotheker E.Hupertz LCo., Köln a. Rhein find durch Apotheken zu beziehm oder werden durch die Fabiik von Apotheker HupertzL Eo., Köln a. Rh. beschafft. [3187
— Wir warnen vor der Anwendung aller Toilette-Seiten, die nicht vollkommen neutral und mild find, denn bte'c Seife attaquiren und ruiniren die Haut. Hingegen empfehlen wir jeder Dame dringmdst sich mit der allbewährten und amtlich und ärztlich begutachtete» und empfohlenen DoeringS Seife mit der Eule zu waschen. Mil dieser Seife erzielt man.tn Bezug auf Arische, Schönheit und Zartheit der-aut die günstigsten Erfolge. DoeringS Seife mit der Eule ist ä 40 Pffi. käuflich.
Engros-Verkauf: Benner L Krumm, Giessen. [667
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