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16. April 1894.
"trag der Stadt jum Zwecke der
on Alsfeld nach on Reibertenrod, «ft Abtretung de» dr- e ba6 EntriMngS- Wb hatte als Sotten, um welche die bas nölhige Gelände )uadratklasler). In ten, weshalb 3 M. ebotea wurden. Dir I cal Commission haben ichend erachtet. AuS heute constatirt, daß ifen in den beiden in j«i Ausnahmen weit öher, bezahlt worden einer sich noch vor ftändigte, halten die «ährend der Bach-
Der HrvninM' Gelände-Abschnitte den Durchschnitt eines ister sest. Die Kosten Bestimmung der Stadt der Enteignung binnen ls zu beantragen Hal. rndung der Bei« ,ain" wird in nicht-
Urtheil dahin ver- i'sausschusseS Schotten , n I. C. Appel ab- 5 Verfahrens und zur 25 Mk. verurtheilt Adler zu Lindheim cgewerbtscheinrs isiabrschirdrn worden, * ta «*£ l UrüW Siebener gw®* Wi»tt N*”1 diese ^idu°S- jew* 1t« * L
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Der Stadtmädchenschule. 17. Errichtung einefl KnabenhorteS. 18. Erhebung des OctroiS von Wein und Branntwein.
•* KaabellhaadferliqkeitSullterricht. Der Handfertigkeit-- unterricht, der sich bekanntlich nicht mehr auf die Volksschule beschränkt, von derselben aber zuerst angeregt wurde, hat auch im verflossenen Wintersemester erfreuliche Resultate ge« zeitigt. Beweis besten war die gestern im Conserenzzimmer der Knabenschule (Nordanlage) veranstaltete Ausstellung von Kerbschnittarbeiten, für Gießen eine Novität, die sich eine- ansehnlichen Besuches zu erfreuen hatte. Wir kommen weiter unten auf die näheren Bezeichnungen der theilweise künstlerisch vollendeten Gegenstände zurück, zunächst mehr über Sachliche- berichtend. Der Kerbschnitt gehört wohl zu denjenigen Kunstfertigkeiten, die sich allgemeiner Sympathie erfreuen und von den Knaben mit Borliebe erlernt werden. Herr Lehrer Schmidt, besten Unterricht in Papparbeiten im vorigen Winter recht gute Resultate lieferte, unterzog sich im Herbste v.J. einem (Surfe znr Erlernung de- Kerbschnitte- in der Lehrer- b ldungSanstalt zu Leipzig. Die Arbeiten, welche er m tbrachle, wurden dem Schul- und Stadtvorstand zur Einsichtnahme vorgelegt, fanden besten Billigung und riefen den Beschluß hervor, auch in hiesiger Stadt diese Kunst lehren zu lasten und Herrn Schmidt mit dem Unterricht hierin zu betreuen. Dem von demselben aufgestellten Rechenschaftsbericht entnehmen wir Folgendes: Der Unterricht begann am 1. November 1893 und dauerte bis zum 7. März 1894. Hieran beteiligten sich 30 Knaben in zwei Abtheilungen von je 15 Schülern,- jede Abtheilung arbeitete wöchentlich l4/a Stunden. Der Unterricht fand am Mittwoch te(p. Samstag Mittag statt. Die CurStheilnehmer standen im Alter von 11 bis 17 Jahren. 15 Knaben waren Volks- schüler, die anderen 15 Schüler höherer Lehranstalten und zwar 5 Gymnasiasten und 10 Realschüler. Trotz häufiger Abhaltungen, die sich bi- auf 5Vs % belaufen, schildert der Bericht die Ergebnisse al- recht gute, da die Knaben — wie oben bereits hervorgehoben — zur Erlernung dieser Kunst einen besonderen Eifer zeigen. Der Bericht betont weiter, daß alle Arbeiten selbstständig gemacht sind und daß in der ersten Zeit nach Modellen, später nach Zeichnungen gearbeitet wurde. Wir lassen nunmehr den Lehrplan, auf Grund dessen die Arbeiten gefertigt wurden, nachstehend folgen: 1. Heben deS 1. Musters auf dem Musterbrett. 2. Viereckiger Untersetzer mit Muster (verziert). 3. lieben deS 2. und 3. Musters. 4. Notiztafel au- Ahornholz mit Muster 2 und 3. 5. Muster 4 und 5. 6. Sech-eckiges Untersetzer mit Muster 4 und 5. 7. Briefbeschwerer. 8. Lineal. 9. Muster 6. 10. Runder Untersetzer. 11. ©ternübung. 12. Schlüsselhalter. 13. Schreib- zeug. 14. Muster 9, 10 und 11. 15. Bücherbrett. 16. Freie Arbeiten: Sparbüchse, Rahmen, Kästchen, Servierbrett. Außerdem lagen die von Herrn Schmidt in der Lehrerbildungsanstalt für Handfertigkeit in Leipzig gemachten Kerbschnittarbeiten aus. Auch Herr Lehrer C or vin us, dem für die Folge wohl der Unterricht in Popparbeiten übertragen werden dürste, gab Proben einer geschickt und sicher arbeitenden Hand. Nach dem Vorausgeschickten halten wir uns zur Annahme berechtigt, daß die Abhaltung von jährlichen KnabenhandfertigkeitScursen in hiesiger Stadt gesichert ist und daß er sortsahren wird, immer weitere Kreise für sich zu gewinnen.
♦* Rudersport. Die diesjährige Ruder-Regatta auf der Lahn findet am Sonntag den 22. Julk, Nachmittag- statt. Es sind bi- jetzt folgende Ausschreibungen erfolgt: 1. Einser für Juniors. Ehrenpreis. — Einsatz 10 Mk. — 2. Vierer. Ehrenpreis, gestiftet von der Stadt Gießen. Wanderpreis. Der siegende Verein erhält bei Zurückgabe einen Nebenpreis. Vertheidiger von 1893: Frankfurter Ruder - Gesellschaft „Germania". — Einsatz 40 Mk. — 3. Vierer. Offen für Ruderer, welche nicht im Rennen Nr. 2 rudern. Ehrenpreis. — Einsatz 30 Mk. — 4. Dollenzweier für Junior-. Ehrenpreis. — Einsatz 20 Mk. — 5. Einser. Lahn Pocal, gestiftet vom Deutschen Ruder Ver- band. Wanderpreis. Vertheidiger von 1893: Herr Albert Rübsamen von der Gießener Ruder-Gesellschaft. — Einsatz 10 Mk. — 6. Vierer für Junior-. Damenpreis. — Einsatz 30 Mk. — 7. Einser. Offen für Ruderer, welche nicht im Rennen Nr. 5 rudern. Ehrenpreis. — Einsatz 10 Mk. — 8. Dollenzweier. Ehrenpreis. — Einsatz 20 Mark. — 9. Vierer. Offen für Ruderer, welche bis zum 8. Juli 1894 noch kein offenes Rennen im Vierer gewonnen haben und nicht im Rennen 'No. 6 rudern. Ehrenpreis. — Einsatz 25 Mk. — 10. Dollenvierer für Juniors. Ehrenpreis. — Einsatz 20 Mk — 11. Achter. „Ehrenpreis Sr. König!. Hoheit des Großherzogs Ernst Ludwig von Hessen und bei Rhein". Wanderpreis. Offen für Ruderer, welche bis zum 7. Juli 1894 noch kein offenes Rennen um einen Heraus- sorderungs- ober Wanderpreis im Achter gewonnen haben. — Einsatz 60 Mk. — Vertheidiger von 1893: Frankfurter Ruder-Gesellschaft „Germania". — Meldeschluß: SamStag, 23. Juni 1894, Abends 8 Uhr. Nennungsschluß: SamStag, 7. Juli 1894, Abends 8 Uhr.
• • Truppentransport. Am Sonntag Abend trafen au- Ostpreußen eine größere Abtheilung Landwehrleute unter Führung eines Offiziers im hiesigen Bahnhofe ein, um zur Theilnahme an einer 14 tägigen Hebung nach Köln gebracht zu werden. Da der Zug erst um 6 Uhr Morgens abfährt, die Leute in der Kaserne keine Unterkunft fanden, mußten sie solche in den verschiedenen Wirtschaften auffuchen.
* * Erwischter Dieb. Gestern Nachmittag hatte sich ein Arbeiter von auSwärtS in der Marburgerstraße in eine Hof- raithe eingeschlichen, den verschlossenen Hühnerstall erbrochen und den Eiervorrath entwendet. Beim Verlassen der Hof- raithe wurde der Eierliebhaber bemerkt und dingfest gemacht.
* * Verhaftet. Heute Morgen wurde ein junger Taugenichts von hier wegen Vergehens gegen § 183 des R.-St.-G. verhaftet.
* • Feuer. Unter Hinweis auf die in vor. Nr. enthaltene Mittheilung von dem AuSbruch eines Feuers in Großen- Linden wird unS mitgetheilt, daß eine Scheuer niedergebrannt ist.
A Liederbach (bei Alsfeld), 15. April. Ein entsetzlicher Unfall ereignete sich vorgestern auf dem benachbarten Hofe Ott. Dort wurde ein Stallschweizer von einem Faselochsen getöbtet. Der Knecht wollte die Krippe des Ochsen reinigen. Hierbei packte ihn der Ochse mit dem Kopfe, warf ihn zu Boden und drückte ihm die linksseitigen Rippen ein. Hiernach stampfte da- Ungethüm noch mit den Vorderfüßen auf dem Unglücklichen herum. Derselbe, ein 60 jähriger Mann, I
erhielt so schwere Verletzungen, daß er, noch ehe der herbeigerufene Arzt kam, nach l'/x Stunden denselben erlag. Der gefährliche Bulle hat auch schon andere Leute angegriffen und ihnen Verletzungen beigebracht, die aber wieder geheilt werden konnten. Der verunglückte Knecht war ein recht braver und tüchtiger Arbeiter.
* Dortmund, 13. April. In großer Gefahr befand sich in vergangener Nacht die Belegschaft der Zeche Bruck- straße. ES brach dort während der Nachtschicht in einer unterirdischen Maschinenkammer durch Explosion einer Petroleumlampe Feuer auS, das sich mit rasender Schnellig- leit verbreitete und einen riesigen Oualm entwickelte, der durch den Wetterstrom mit in die Grube gerissen wurde. Gelang cS nicht, die Leute, etwa 130 Mann, schleunigst herauSzuschaffen, so lag für sie Gefahr deS Ersticken- vor. Mit großer Gefahr wurde da- HerauSfchaffen der Arbeiter betrieben, gegen 12 Uhr fehlten aber noch 7 Mann. Von diesen wurden vier in einem tiefer liegenden Bau angetroffen, wo sie unversehrt geblieben waren. Zwei sand man nach langem Suchen auf der Wettersohle des Schachtes, den siebenten glaubte man schon verloren, aber Morgens um V27 Uhr fand man ihn und zwar unversehrt. Die Beamten und Arbeiter haben wahre Wunder verrichtet, um den Bedrängten Hilfe zu bringen. DaS Feuer konnte im Laufe de- Vormittags gelöscht werden, so daß der Schaden nicht all- zugroß sein wird.
Z>erfrier, CanO- und VolE-rvirthschast.
Gründer-, 14. April. Frachtpreise. Weizen X 14,40, Korn X 14,04, Gerste X 14,48, Hafer X 16,26, Erbsen X 21,40, Linsen 00,00, Wicken X 00,00, Lein X 00,00, Kartoffeln X 5,04, Samen X 00,00.
Eingesandt.
Gieße«, 16. April 1894.
Gerade wie im vergangenen Jahre, nachdem die Aussaat längst beendigt ist, erscheint in dir. 85 Ihres geschätzten Blattes wieder eine Bekanntmachung der Großherzoglichen Bürgermeisterei dahier, welche sämmtltche Taubenbesttzer auffordert, ihre Tauben „während der Saatzeit vom 15. April bi- 15. Mai" in den Schlägen eintufperren.
Da, nach dem Urtheil Sachverständiger, die Tauben auf einem richtig bestellten Felde einen Schaden überhaupt nicht anrichten können, dürfte es doch wohl an der Zeit sein, diese- Verbot endlich einmal aufzuheben und der damit verbundenen graufamen Thierquälerei ein Ende <u machen.
Ca. 6000 Stück Seidenstoffe — ab tiaene« Fabrik — schwarze, weiße u. farbige d. 75 Pf. bi- Mk. 18.66 pr. Meter — glatt, gestreift, karriert, gemustert, Damaste rc. (circa 240 versch. Qual, und 2000 oersch Farben, DesstnS rc.) BW Parts» und steuerfrei in- Hau-!! Catalog und Muster umgehend. [122 G, Hennebergs Seiden-Fabrik (k. u.k. hoa.), Zürich.
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Holzverfteigerunst in -er Ireiherrlichen Obersörsterei Rabenau.
Es werden versteigert: Donnerstag den 19. April, aus dem District Ampel:
Stämme: 8 Eichen — 4,16 fm (darunter 1 Schnittstamm von 50 cm Dchm., 11 m lang). Derbstangen: 20 Fichten — 0,94 fm. Scheiter, rm: 130 Buchen, 32 Eichen, 8 Nadelholz, 12 Aspen. Knüppel, rm: 225 Buchen, 86 Eichen, 24 Nadelholz, 11 Aspen. Reisig, rm: 500 Buchen, 82 Eichen, 349 Nadelholz. Stöcke, rm: 41 Buchen, 24 Eichen, 2 Aspen.
Zusammenkunft Bonn. 9 Uhr im Distr. Ampel 2 an der Landesgrenze. — Nur das in der Abth. 2 fitzende Holz wird vorgezeigt. Nähere Auskunft ertheilt Forstwartaspirant Peter zu Weiter-Hain.
Papiermühle, den 14. April 1894.
Freiherrliche Obersörsterei Rabenau. 3384 Schlotterer.
Bekanntmachung.
Die Holzversteigerung vom 12. lf. Mts. ist genehmigt. Die Abfuhr- scheine können vom 20. April ab auf Freiherr!. Rentei zu Londorf in Empfang genommen werden. Heber« Weisung SamStag den 21. Slpril.
Papiermühle, den 13. April 1894. Freiherrliche Oberförsterei Rabenau 3389 Schlotterer
Sefftulliche Aufforderung.
Bezüglich der nachstehend bezeichneten Grundstücke kann der Eigen- ibumsetroerb refp. die Zahlung der Kaussckillinge nicht genügend urkundlich nachgewiesen werden:
I. Gemarkung Mendorf a. d. Lahn.
Norm Namen Deubel, Ludwig, erster, zu Klein-Linden: Flur V Nr. 152,5 VI/148.
II. Gemarkung Mendorf a. d. Lumda.
Vorm Namen v. Rau, Freiherr, Zu Nordecken: XII/250.
HL Gemarkung Garbenteich.
Bonn Namen Johannes Fink und Arau, Katharina, geb. Walther: 1/657.
IV. Gemarkung Großen Linden.
Vorm Namen Spengler, Johannes, zweiter, 1/196. 199. IV/198.
XU/267. XIV/26. 27. 417.
V. Gemarkung Heuchelheim.
Vorm Namen Heinrich Hahn zu Klein-Linden: XV1/429.
Vorm Namen Lenz, Philipp, zu Klein-Linden: XIV/450. 451.
VI. Gemarkung Reiskirchen.
Vorm Namen Katharina Schmidt: 1/59.60. UI/526. X/246. XXH/240. VII.GemarkuogWahenborn Steinberg.
Vorm Namen Möckel, Johannes, IIL, K. S., zu Watzenborn: V/363. VIII. Gemarkung Wiefeck.
Vorm Namen Kümmel, Christian, und Ehefrau, geb. Wagenbach: 1/213.
Ansprüche on diese Grundstücke sind binnen 4 Wochen bei dem unterzeichneten Gericht anzumelden, als sonst solche den jetzigen Besitzern als unbeschränkte- Eigenthum zugeschrieben und die neu abgeschlossenen Veräußerungsverträge bestätigt werden würden.
Gießen, 9. April 1894.
Großherzogl. Amtsgericht.
3381 Langermann.
Mittwoch, 18. April l. I.,
Nachmittag- 2 Uhr, werden im »ieker'schen Saal« versteigert:
Sophas, darunter einige neue, 7 Spiegel, 1 Verticow, 1 Sessel, 4 Bilder, 1 Regulator, 1 Nähmaschine, 1 Damenkleid, 1 Hobelbank, 1 Schleudermaschine, 1 qr. Spiel-! werk, 1 Parthie Blumenvasen, Gold-1 und Antikleisten u- 0 a.
Geißler, 3398__________________Gerichtsvollzieher.
Montag den 28. April,
NachmiitagS 3 Uhr, sollen auf dem hiesigen OriSgericht die dem Georg Blitz in London und Loui- Blitz in Amerika an nachoerzeichneten Grundstücken gehörigen ideellen AntheUe: Flur 22 Nr. 182 — 975 qm Acker auf den 20 Morgen, Flur 25 Nr- 201 /,» — 1218 qm Acker in den Rodtgartenauf der Rodtbobl, Flur 25 Nr. 20tt/,o — 888 qm Acker daselbst öffentlich meistbietend versteigert werden- Gießen, 16. April 1894.
Großh Ortsgericht Gießen.
I 21.: Bogt. 3404
Jeilgebotenes.
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