Ausgabe 
16.9.1894 Erstes Blatt
 
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lember, Nachmittags von 3 bis 6 Uhr: Operetten-Concert der Kur- capelle auf der Terraffe. Abends 8 Uhr tm Saale: Letzte Theater- oolstellung. Der Herr Senator. Mittwoch den 19. September, Nachmittags von 3«/. bis 5'/, Uhr: Concert der Kurcapelle auf der Terrasse. Abends von 84/s bis 97, Uhr tm Saale: Sinsome- Eoncert. Ouvertüre aus Freischütz von Weder, Sphärengesang von Rubinstein, Alte Kirchenmelodte von MachtS, Abendlted von Schu­mann Sinfonie C-dor von Beethoven. Donnerstag den 20. Sep- tembtr, Nachmittag« von 37, bis 5V, Uhr: Concert der Kurcapelle auf der Terrasse. Abend« 8 Uhr im Saale: Tanz. Freitag den 21 September, Nachmittags von 3V, bi« 57, Uhr: Concert der ^curcapelle auf der Terrasse. Abends von 8 biß 97, Uhr im Saale: Sinfonie Concert. Ouvertüre zur Zauberflöte von Mozart. Fantasie au« Bajazzo von Leoncavallo, Loin du bal von Gilet, Polnisches Lied von Burow, Sinfonie G-dur mit dem Paukenfchlag von Haydn. SamStag den 22. September, Nachmittags von 37, bis 57, Uhr: Concert der Kurcapelle auf der Terrasie. Abends von 8 bis 9'/, Uhr im Saale: Schudert-Concert. Ouvertüre zu Fterabras, Erlkönig, Am Meer, Ouvertüre zu Rosamunde, H-rnoll Sinfonie usw.

aus den Standerarnt-registern

der Stadt Gietzea.

Aufgeboe«.

September: 7. Friedrich Heerz II., Arbeiter zu Grünberg, mit Dorothea Luise Eharlotte Wtnheim dahier. 7. Franz Anton Hermann Earl de Rainvtlle, Seconde-Lteutenant dahier, mit Marianna 0. Byla 6u Nordhausen. 10. Konrad Karl Gorr, HtlfSbremser bet den Ober- bessischen Eisenbahnen dahier, mit Karolina Schupp voa Königsberg, Kreis Biedenkopf. 11. Robert Eduard Stlbereisen, Kaufmann dahier, mit Caroline Marte Elisabeth Mtelke zu Worms. 11. Gustav August Konrad Christian Nikolaus, Gärtner zu Schwalheim, mit Christina (Mräf zu Londorf. 11. Wilhelm Kodier, HtlfSbremser dahier, mit Marte Aff von Queckborn. 11. Dr. Peter Etz, Chemiker zu Nteder- Jagelheim, mit Katharine Karoline Schäfer hterselbst. 11. Christian Friedrich Kohlten, Kaufmann dahier, mit Maria Geißler zu Düssel­dorf. 12. Dr. Gerhard Ludwig Schön dahier mit Elisabeth Breß zu Pohl-Göns. 12. Heinrich Specht, Sergeant dahier, mit Anna Zell hterselbst.

Sheschlietzuuge«.

September: 12. Dr. Franz Louis Fuhse, Bibliothekar zu Nürn­berg, mit Klothilde Eich Hierselbst. 12. Christian Friedrtch'Auerswald, Schneider dahier, mit Elisabeth Pilgeram hterselbst. 12. Heinrich Schulz, Gerber dahier, mit Katharine Jungermann hterselbst.

Sthotttu«

September: 6. Dem Privatier Ludwig Schmidt I. eine Tochter, Luise Katharine. 6. Dem Photograph Gustav Mook ein Sohn. 9. Dem Taglöhner Gottfried Mankel eine Tochter. 9. Dem Tag­löhner Heinrich Schmidt XL ein Sohn, Johann Heinrich August "Emil. 10. Dem Bureauaehülfen Ludwig Euler ein Sohn. 11. Dem Handelsmann Eduard Battenberg eine Tochter, Luise. 12. Dem Installateur Julius Dtckorö eine Tochter.

«estordeue.

September: 7. Ferdinand Burk, 64 Jahre alt, Mühlenbesitzer dahier. 8. Adolf Eberhard, 32 Jahre alt, Weichensteller zu Wahlbach. 8. Emilie Dreier, 1 Monat alt, Tochter von Fuhrmann Albert Dreier dahier. 9. Carl August Rösinger, 1 Monat alt, Sohn von Kutscher Karl Samuel Rösinger dahier. 9. Christian Neumann II., 80 Jahre alt, Ackersmann von Btssenberg. 13. Kath. Reusck, geb. Spieß, 36 Jahre alt, zu Lang-Göns, Ehefrau von Bauersmann Heinrich Reusch. 13. Marie Metz, geb. Jäger, 39 Jahre alt, Ehefrau von Schneider Franz Metz dahier.

Arrrzug aus den Mrehenbücheerr

der Stadt Gietzen.

Evangelische Gemeinde.

Getraute.

Matthäusgemeinde.

Dm 12. September. Christian Friedrich Auerswald, Schneider in Güßen, und Elisabethe Ptlgeran aus Gießen.

Lukasgemetnde.

Den 12. September. Dr. Franz Louis Fuhse, Bibliothekar am germanischen Museum zu Nürnberg, und Clothilde Eich, TochterjdeS Apothekers Carl Eich zu Gießen.

JohanneSgemeinde.

Den 8. September. Paul Wilhelm Hager, Reallehrer zu Bingen, und Anna Henriette Johannette Wilhelmine Petri, Tochter des oer- storbenm Bauunternehmers Friedrich Anton Petri zu Gießen.

Denselben. Dr. Heinrich Ludwig Marx, Großh. Amtsrichter zu Offenbach a. M., und Ida Justine Christiane Anna Philtppine Winckler, Tochter des Professors Dr. Ludwig Winckler zu Gießen.

Getaufte.

Mattbäusgemetnde.

Den 9. September. Dem Fuhrmann Wilhelm Hillgärtner eine Tochter, Katharine Johanna, geboren den 17. August.

Markusgemeinde.

Den 8. September. Dem Restaurateur Wilhelm Peter Mayer eine Tochter, Auguste Louise Emilie, geboren den 19. August.

Den 9 September. Dem Taglöhner Konrad Will eine Tochter, Elisabethe, geboren den 8. August.

Denselben. Dem Bremser Ludwig Einheuser eine Tochter, Mathilde Karoline Klara, geboren den 15. August.

Denselben. Dem Locomottvführer Karl Braun eine Tochter, Anna Marie, geboren dm 24. August.

Lukasgemeinde.

Den;8. September. Dem Restaurateur Philipp Kleiß ein Sohn, Theodor Philipp, geboren den 6. September.

Den 9. September. Dem Bierbrauer Peter Worch ein Sohn, Heinrich, geboren den 10. Juni.

Denselben. Dem Schreiner Carl Kroh eine Tochter, Elisabethe, geboren den 17. April.

JohanneSgemeinde.

Den 9. September. Dem Arbeiter Gilbert Neun eine Tochter, Emma Elisabeth Theodora Luise, geboren dm 9. August.

Denselben. Dem Schlosser Johannes Roth eine Tochter, Elisabeth, geboren den 16. Juni.

Den 11. September. Dem Steinhauer Wilhelm Stillger eine Tochter, Elisabethe Johanna, geboren den 12. August.

Dm 13. September. Eine außereheliche Tochter, Maria Katharine, geboren den 8. August.

Beerdigte.

Matthäusgemeinde.

Den 8. September. Ferdinand Burk, Mühlenbefitzer, 64jJahre alt, gestorben den 7. September.

Den 9. September. Katharine Sepp, geb. Back, Ehefrau des Kappmmachers Max Sepp, 43 Jahre alt, gestorben den 7. Septbr.

Markusgemeinde.

Den 9. September. Elisabeth Klingelhöfer, geb. Deibel, Wittwe des Oeconomen Ludwig Klingelhöfer, 75 Jahre alt, gestorben den 7. September.

Auswärtige aus den Kliniken.

Den 12. September. Antonte Braun, geb. Steinberger, Ehefrau des Rentners Georg Karl Wilhelm Braun zu Michelstadt t. O., 60 Jahre alt, gestorben den 8. September.

witterung»a«»Uchten

am 15. September Morgen« 8 Uhr (Wetterhäuschen in der Eüdanlage)

Barometerstand.

««mer tung: Die punktirle Linie ki der Barometerscala gibt bm Stand de» vorhergehenden Tage« an.

Thermometer: min. -4- 17|°R., max. 4- 3° R.

Hygrometer: Trocken und schön.

Die Rentabilität jeder maschinellen

Anlage wird dedeutend erhöht durch Aufstellung eine« ökonomisch arbeitenden Betriebsmotors. Als sparsamste Betriebsmaschinen sind die Locomobtlen mit ausziehbaren R8hrenkesscln,von SUSBolf in Magdeburg-Buckau bekannt u. zu Tausenden in allen Zweigen der JndustrteundLandwtrthschast verbreitet. Gering erBrennm ater ial- verbrauch, große Leistungsfähigkeit u. Dauerhaftigkett^sind dieHam>t' Vorzüge dieser Maschinen, vermöge deren sie nicht nur auf allen deutschen Locomobil-Concurrenzm stets den Sieg davongetragen haben, sondern auch auf zahlreichen Ausstellungen (u. a. in Chicago) mit dm buchst« Preisen ausgezeichnet sind. _______________________________

Auszeichnung. Die Bamberger Gemüse- und Präseroen- Fabrik Landgraf & Merlet erhielt von der Jury der tnternat. Ausstellung für Nahrungsmittel, Volksernährung mit Massen­speisungen und Armee-Verpflegung in Dresden als höchste Aus­zeichnung den Ehrenpreis des Vereines der Dresdener Kaufleute nebst goldener Medaille zuerkannt.___

Unter den von der Universität Halle bei ihrer hundert­jährigen Jubelfeier zu Ehrendoctorm der Medtctn ernannten Förderer, der ärztlichen Wissenschaft befindet sich auch einer der populärst« Gelehrten, Professor Dr. phil. Franz Soxhlet in München!, der Begründer eines neuen Systems der Säuglingsernährung, desi« Namen in zahlreichen Familien beim Gebrauch de8 sogenannt« »Sorhlet-ApparateS" - tagtäglich genannt wird. DieMünchener Medicinische Wochenschrift" veröffentlicht nun die in dem eriheilt« Diplome angeführten Leistungen des genannten Gelehrten, die zu dieser academischen Ehrenerweisung besonderen Anlaß geben - ver­deutscht:Fran, Soxhlet hat durch viele ausgezeichnete Entdeckung«, hauptsächlich aber durch sehr sorgfältig ausgeführte Untersuchung« über die Natur und die Zusammmsetzung der Milch, die Fortschritte der Physiologie und der physiologischen Chemie in hervorragender Weise gefördert und durch eine äußerst scharfsinnig erdachte Methode gelehrt, jene erste Nahrung des Kindes unzersetzt zu erhalt« mm vor jeder schädlichen Jnfectton zu bewahren, eine ungemein heil­bringende Erfindung, der mit vollstem Rechte nachgerühmt werd« kann, daß ihr eine unzählbare Menge Menschen die Erhaltung der Gesundheit, ja sogar die Erhaltung des Lebms zu verdanken hab«.1

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