Deutscher Reich.
Berlin, 13. Mai. Pfingstliche Ruhe herrscht im Allgemeinen auf dem Gebiete der inneren Politik, von neuen bemerkenswertheren Vorgängen liegt in dieser Beziehung nichts vor, während die noch schwebenden Fragen der jüngsten Zeit vertagt sind. Nur die in einigen Wahlkreisen zu vollziehenden Nachwahlen zum Reichstage unterbrechen mit ihrem Lärmen einigermaßen die politische Ruhe der Pfingstzeit, denn in all' den betreffenden Kreisen ist der Wahlkamps im vollsten Gange. Vollzogen ist bereits die Nachwahl in dem westpreußischen Wahlkreise Schlochan- Flatow mit dem Ergebnisse, daß eine engere Wahl zwischen Lern Candidaten der Conservativen und demjenigen der Polen stattfinden muß. Es haben noch nachzusolgen die Ersatzwahlen in den Wahlkreisen Mogilno-Strelno, Pinneberg-Elmshorn und Plauen i. V -Oelsnitz, von denen namentlich die Ersatzwahlen in Pinneberg-Elmshorn und in Plauen-Oelsnitz die Aufmerksamkeit auf sich lenken. Dort wie hier ist die Wählerschaft stark mit soclaldemokratischen Elementen durchsetzt, und da sich dessen ungeachtet die bürgerlichen Parteien dort wie hier eifrig bekämpfen, so ist in beiden Wahlkreisen ein schließlicher Sieg der socialdemokratischen Partei nicht ausgeschlossen, wenn auch vielleicht erst in der Stichwahl.
— Der kürzliche „Ar b e i t slo s e n - P r o z e ß" gegen eine Anzahl Berliner Redacteure vor dem Berliner Landgericht I wird in der gesammten deutschen Presse noch immer lebhaft besprochen, während er zugleich auch im Auslande Aussehen erregt. Bekanntlich waren die betreffenden Redacteure angeklagt, in ihren Blättern entstellende Berichte über die tumultuarischen Vorgänge bei der am 18. Januar d. I. stattgefundenen Versammlung der Arbeitslosen in Berlin gebracht und hierdurch den Chef und die Beamten der Berliner Polizei beleidigt zu haben. Die Angeklagten sind vom Gerichtshöfe )ür schuldig befunden und verurtheilt worden, und zwar lautete der Urtheilsspruch für einige der angeklagten Journalisten auf ziemlich empfindliche Gefängnißstrafen. Weniger aber dieses Urtheil, als vielmehr die zweitägigen Prozeßverhandlungen selbst haben in der ganzen Tagespresse eine eingehende Besprechung erfahren wegen der mancherlei unerquicklichen und erregten Zwischenfälle, welche der gedachte Prozeß zeitigte. Vor Allem jedoch ist cs das Auftreten des Vorsitzenden, des Landgerichtsdirectors Brausewetter, welches in den Zeitungen aller Parteien einer überaus absprechenden Kritik unterzogen wird. Die letztere ist einstimmig darin, daß die Leitung des Prozesses durch den genannten Herrn eine höchst unglückliche war, durch seine wiederholten parteiischen Eingriffe in den Gang der Verhandlungen und durch seine unverhohlen bekundete Abneigung gegen die Presse und den Journalistenstand. Im Speciellen wird Herrn Brausewetter die von ihm gemachte Aeußerung: „Es giebt keine Oeffentlichkeit!" als ihn bedenklich compro- mittirend vorgeworfen, ein solches Wort, das noch dazu völlig unzutreffend ist, hätte gerade er in seiner Eigenschaft als richterlicher Beamter und an öffentlicher Gerichtsstclle am wenigsten gebrauchen dürfen. Im Uebrigen wird allerdings auch der ergangene Urtheilsspruch abfällig kritisirt, man findet die erkannten Strafen nicht nur als zu hoch, sondern auch als überhaupt ungerechtfertigt, wobei auf die übereinstimmenden und bestimmten Aussagen der Entlastungszeugen hingewiesen wird. Da die sämmtlich angeklagten Redacteure Berufung gegen das erstinstanzliche Urtheil eingelegt haben, so steht also die Weiterführung dieses inter- effanten Processes bevor.
— Die deutsche Regierung scheint entschlossen zu fein, in der Samoafrage eine förmliche Flotten- demonstration in Scene zu setzen. Außer den schon nach Samoa beorderten Kriegsschiffen „Falke" und „Bussard", beides leichte Kreuzer, die bislang in den australischen Gewässern stariontrt waren, haben.bem Vernehmen nach auch die an der südamerikanischen Küste stationirten größeren Kriegsschiffe „Alexandrine", „Marie" und „Arkona" Befehl erhalten, nach den Samoa - Inseln abzugehen. Es werden demnach binnen Kurzem nicht weniger als fünf deutsche Kriegsschiffe vor Samoa vereinigt sein, ein deutliche«: Wink für England wie Nordamerika, daß Deutschland seine Rechte und Inter- effen auf Samoa unter allen Umständen kräftig zu wahren gedenkt.
der Weg so weit und — nehmt mirs nicht übel — gar so einförmig wäre, so hätl' ich mir das Vergnügen auf später aufgehoben."
Die junge Frau hatre inzwischen die Tassen aufgestellt und den Kaffee gebracht, hier und da mitgeplaudert und der Pathe prüfte den braunen Trank und lobte das schöne Land- brod, die frische Milch und die gute Butter.
„Na, wie stehtö denn, Kinder- Ihr seid ja jetzt über Jahr und Tag verheirathet, da könnt Ihrs ja wissen, gesällts Euch hier?"
„Ei," meinte der junge College, „ich würde soweit ganz zufrieden sein, die Arbeit ist nicht gar so arg, dreißig Kinder lassen sich schon unterrichten, und ich hätte Nachmittags Zeit genug, mich etwas fortzubilden, wenn nur ein einziger Mensch da wäre, von dem man etwas profitiren könnte."
„Das wäre das Wenigste," meinte der alte Practikus, „Hauptsache ist: reicht Ihr mit dem Gehalte, kommt Ihr damit aus?"
„Man hat hier wenig Gelegenheit, Geld zu verthun, wenigstens fürs erste- wenn freilich, wozu bis jetzt noch wenig Aussicht ist, eine starke Familie —"
Hier gab ihm sein Weibchen einen leichten Klaps auf den losen Mund und damit sie die Mannsleute auf ein anderes Thema brächte, sagte sie:
„Wenn wir uns ein Schweinchen halten könnten, dann würde sich die Sache viel bester machen."
„Ja, wie denn?" lachte der zukünftige Stadtrector, „wer hindert Euch denn?"
Berlin, 13. Mai. Ueber die aus Kiel stammende Meldung von der Entsendung deutscher Kriegsschiffe nach Samoa ist die „Post" in der Lage, mittheilen zu können, daß die Meldung lediglich auf einer Vermuthung beruhen dürfte,. denn daS Obercommando der Marine hat seine bereits erlassenen Segelordres naturgemäß „geheim" gegeben, ohne aber nach Kiel irgend welche andere Dispo- fttioncn gelangen zu lassen. Immerhin ist es als feststehend anzusehen, daß beabsichtigt worden ist, bei Samoa eine größere Anzahl von Kriegsschiffen zusammenzuziehen. Der gegenwärtige Aufenthaltsort unserer Kriegsschiffe in außerheimischen Gewässern ist derart, daß es sich .bei einer Concentration von Fahrzeugen in erster Linie um die in den australischen Gewässern dauernd kreuzenden Schiffe „Falke" und „Bussard" handeln kann- dann aber auch noch um die drei Kreuzer dritter Klasse „Alexandrina", „Marie", „Arkona", die bis jetzt auf der südamerikanischen Station Verwendung fanden. Den beiden Kanonenbooten „Wolf" und „Iltis" auf der ostasiatischen Station dürste schwerlich eine derartige Segelordre zugegangen sein, nach Samoa zu dampfen, da sie als alte und kleine Fahrzeuge wenig geeignet erscheinen müssen, zur Wahrung deutscher Interessen in einer wichtigen Angelegenheit einzugreifen. Zu bedauern ist es, daß der Martne- behörde im vorliegenden Falle kein Kreuzergeschwader zur Verfügung steht und daß man in der letzten Reichstagsession den Ersatzneubau des Flaggschiffes abgelehnt hat.
Berlin, 13. Mai. Der frühere preußische Gesandte beim päpstlichen Stuhle, v. Sch lözer, ist heute Mittag Hierselbst g e st o r b e n.
Stuttgart, 12. Mai. Die Ausstellung des deutschen Lehrertages wurde um 1 Uhr in Gegenwart des Königs, des Hofes, der Minister des Cultus, des Innern, der Finanzen und sonstiger Beamten eröffnet. Die Ausstellung ist reich beschickt.
Kiel, 12. Mai. Eine auf der Kaiserlichen Werft ab- gehaltene Werftarbeiterversammlung, welche anläßlich der bevorstehenden Entlastungen anberaumt war, beschloß, eine Deputation an das ReichSmarineamt zu entsenden, um zur Verhinderung weiterer Entlassungen und wegen Einführung der achtstündigen Arbeitszeit vorstellig zu werden.
Thorn, 12. Mai Behufs sanitätspolizeilicher Ueber- wachung des Stromverkehrs auf der Weichsel wird demnächst die Eröffnung der Stationen Schillno, Thorn, Schulitz und Brahemünde erfolgen, welche mit Militärärzten besetzt werden.
Ausland.
Wien, 13. Mai. Eine von der unabhängigen Arbeiterpartei einberufene, von^ungefähr 600 Personen besuchte Versammlung wurde wegen Heftiger Ausfälle eines Redners gegen die Behörden aufgelöst. Da infolge dessen großer Tumult entstand, wurde die Sicherheitswache requirirt, welche den Saal räumte.
Budapest, 11. Mai. Anläßlich der Verwerfung der Civilehevorlage im Oberhause sandte der Papst demselben, sowie dem Fürstprimas telegraphisch seinen Dank und seinen Segen.
Mährisch.Ostrau, 12. Mai. Im ganzen Revier ist Alles ruhig. Die Verhaftung des Strikeführers Kolar hat an der Situation nichts geändert. Der Führer Ginger erklärte, die heutige Lohnzahlung, bei der man Excesse befürchtete, werde ruhig verlaufen. Weitere Verhaftungen sind vergangene Nacht vorgenommen worden. Einige Arbeiterführer verlangten vom Bezirkshauptmann sofortige Versetzung des Gendarmerie-Wachtmeisters Mark, weil dieser angeblich an dem bekannten Blutvergießen schuld sei.
Paris, 12. Mai. Seitens der Polizei werden in eifrigster Weise Recherchen in ber neuen Attentatsangelegenheit I angestrengt. Die Untersuchung hat bis jetzt jedoch noch zu ! keinem Anhaltspunkt geführt.
Belgrad, 11. Mai. In Dobrinje im Usitzer Kreise ist es gelungen, die Bauernrevolte zu unterdrücken. Eine große Anzahl dortiger Radikaler wurde verhaftet.
Loudon, II. Mai. Aus Buenos-Ayres wird berichtet, daß in den südamerikanischen Staaten die anarchistische Bewegung einen drohenden Character annimmt.
Loudon, 12. Mai. Der Ausstand der schottischen Bergarbeiter wird auf Anrathen des Londoner Executivcomites
„Sie wollen uns partout keinen Stall bauen," jammerte Heinrich, „und der alte ist absolut nicht zu brauchen."
„Der Trog ist leck, die Schrauben sind herunter und der Wind pfeift durch die Löcher," erging sie sich weiter, „das arme Ferkel, das wir hineinstellten, das würde, wenn der erste Frost käme, bet lebendigem Leibe umkommen."
„Warum wenden Sie sich nicht an den Schultnspector, lieber Freund?" fragte der Pathe verstimmt.
„Die Schreiberei zwischen Schultnspector, Regierung und Gemeinde geht schon sechs Jahre hin und her- mein Vorgänger stand sich schlecht mit den Leuten und ich kann leider auch nichts durchsetzen," klagte Heinrich.
Der alte College dachte nach, machte ein ernstes Gesicht und sagte: „Kinder, die Sache gefällt mir nicht. War der Regierungs-Schulrath schon einmal hier?"
„Gott bewahre," nahm Jettchen das Wort, „wer hier nicht Herkommen muß, thuts gewiß nicht. Zur Noch, daß uns der Kreisschulinspector Schurich einmal besucht hat."
„Um so besser," brummte der Pathe, „um so besser! — Kinder, ich Habs. Ich hab Euch zusammengebracht, habe das meinige gethan, daß Ihr den Posten erhalten habt, ich werde Euch auch zum Schweinekoben verhelfen. — Hier meine Hand, verlaßt Euch darauf, 's wird gemacht."
Der junge Schulmeister hätte zwar gern noch gehört wie, aber kein Wort war aus dem Alten herauszukriegen- er verabschiedete sich bald und fuhr mit seiner Fuhre und deren Vollblut wieder ab. (Fortsetzung folgt.)
beigelegt werden, nachdem die Ausständischen mit den Grubenbesitzern in Verhandlung getreten find.
Petersburg, 11. Mai. Es hat sich herausgestellt, daß die kürzlich verhafteten Studenten und Anarchisten beabsichtigt hatten, während eines Kirchgangs des Czaren in die Kathedrale eine Bombe zu werfen. Einer der Verhafteten hat bereits eingestanden.
Newyork, 11. Mai. Bisher ist festgestellt worden, daß bei dem Erdbeben in Venezuela 15000 Personen umgekommen sind. Die Städte Santacruz und Guyana sind vollständig zerstört.
neuefte Nachrichten»
Wolffs telegraphisches Correspondenz- Bureau-
Berlin, 14. Mai. Der Kaiser empfing heute Vormittag im Neuen Palais bei Potsdam die Deputation auS München, bestehend aus dem Oberbürgermeister Borscht, dem zweiten Bürgermeister Brünner, sowie den Magistratsmitgliedern Hänle und Berge, welche dem Kaiser den Dank der Stadt München für die Belassung ber Schack-Gallerte aussprachen. Der Kaiser erwiberte bte Ansprache des Oberbürgermeisters Borscht auf bas Hulbvollste. Später waren sämmtliche Mttglieber ber Deputation zu ber großen Frühstückstafel zu 140 Gedecken zugezogen.
Berlin, 14. Mai. Heute Vormittag wurde hier ber Internationale Bergarbeiter-Congreß unter bem Vorsitz bes englischen Delegirten Burt als Alterspräsident eröffnet. ReichStagsabgeordneter Singer hieß die Delegirten im Namen der soctaldemokratischen Partei in Berlin willkommen. Reichstagsabgeordneter Legien als Vertreter ber Generalcommission der Gewerkschaften Deutschlands, hob die Bedeutung ber Bergarbeiter-Organisation als der wichtigsten ber Welt hervor. Der englische Delegirte Picarb gab der Freude über den festlichen Empfang Ausdruck. Hieraus folgten die Wahlen zu Tagespräsidenten für jede Nationalität, ferner die Wahlen des Generalsecretärs des CongresfeS, des Kafsirers, des Geschäftsraumes und Prüfungsausschusses. Die nächste Sitzung findet morgen Vormittag statt. Aus Oesterreich sind zwei, aus England neununddreißig, aus Belgien zehn, aus Frankreich fünf Delegirte erschienen.
Sondershausen, 14. Mai. Anläßlich des ersten Cartell- festes des Verbandes Deutscher Studenten-Gesang- tieretne ist die Stadt überaus glänzend geschmückt- von den Einwohnern wurden die Festtheilnehmer überall jubelnd empfangen. Etwa 900 „Alte Herren" und „Active" ha'ten sich zusammengefunden. Außer den reichsdeutschen Universitären waren auch die Universitäten Wien, Prag, Graz und Innsbruck durch ihre deutschen Studenten-Gesangvereine vertreten. Auf dem gestrigen Begrüßungsabend, ber äußerst lebhaft verlief, würbe unter rauschenbem Beifall außer einem Hulbigungs- unb Danktelegramm an ben Fürsten von Schwarzburg- Sonbershausen die Absendung folgenden Telegramms arr Se. Majestät ben Kaiser beschlossen: „900 Studenten und Alte Herren eröffnen bas erste Cartcllsest bes Verbandes Deutscher Stubenten-Gesangvereine mit bem erneuten Gelöbniß unverbrüchlicher Treue gegen Kaiser unb Reich in der Pflege deutscher Art unb beutschen Sanges." Ferner würbe ein Telegramm an ben Fürsten Bismarck gesandt: „Euer Durchlaucht entbietet der Cartelloerband Deutscher Studenten- Gesangvereine in deutscher Treue einstimmiges Heil in unauslöschlicher Dankbarkeit für ben Grünber des Deutschen Reiches". Heute Nachmittag fanb e'n Festconcert im Fürstlichen Theater statt mit Massenchören von 300 Sängern. Abends wird ein Festcommers abgehalten, i. 1 ....... ■. . . 11
foeaki unb ptwhjtettw-
Gieße», ben 15. Mai 1894.
** Empfang. Seine Königliche Hoheit ber Großherzog empfingen am 12. Mat den Oberstlieutenant z. D. Detring, Commandeur bes Lanbwehr-Beziiks Gießen, ben Major Kopka v. Lossow vom Infanterie-Regiment Kaiser Wilhelm (2. Groß. Hess.) Nr. 116, ben ©econbelieutenant MengeS von bemselben Regiment, ben Premierlieutenant v. Levetza« vom 1. Großh. Jnfanterie-(Leibgarbe-)Regiment Nr. 115, ben Prälat D. Habicht, ben Professor Dr. Schwartz aus Gießen- zum Vortrag ben Staatsminister Finger, ben Finanzminister Weber, ben Oberregisseur Werner.
** Die Pfiugstfeiertage sinb, soweit sich bis jetzt beobachten läßt, aufs Schönste verlaufen. Gar Viele, bte nach arbeitsreichen Vorwochen bie Pfiugstfeiertage zu einem Ausflug benutzen wollten, blickten am Samstag mit Besorgniß nach oben, benn schwarzes Gewölk unb bidjter Regen schienen die Festtagsfreube zu Wasser machen zu wollen. Glücklicher Weise trafen biese Befürchtungen nicht zu, ber reichlich gefallene Regen schien vielmehr bestimmt, Walb unb Flur aufzufrischen unb zum Empfang ber Ausflügler vorzubereiten. Unb so strömten benn Tausenbe hinaus in ben Wald, hinaus zu erfrischenden Fußtouren in bie weitere Umgebung. WaS ( bie Eisenbahnzüge, bereu lange Wagenreihen bicht besetzt waren, nicht aus ber Stadt entführten, das wanderte hinaus nach den Ausflugsorten. Am ersten Feiertage war besonders ber Gleiberg stark besucht- Schiffenberg, Forstgarten, Staufenberg, Annerob, Lumpenmanns-Brunnen u. s. w. waren weitere Hauptanziehungspunkte währenb ber Festtage, unb auch in Steins Garten fanben bie Conzerte unserer Regi- ments-Capelle starken Besuch. Ein schöneres Pfingstfest, wie bas diesjährige, hätte man sich in ber That nicht wünschen können.
♦* Parlamentarisches. Die am Donnerstag ben 17. Mai zu einer Sitzung zusarnmentretenbe zweite Kammer wird u. A. verhanbeln über: bie Vorlage Großh. Ministeriums bes Innern unb ber Justiz, ben Gesetzentwurf, bie Wittwen- unb Waisenkasse ber Volksschullehrer detreffenb - ben Antrag des Abg. Graf Oriola unb Genoffen, bie Errichtung einer Obstbauschule in Oberhessen betreffenb - bie Vorstellung ber Gerichtsschreiber-Aspiranten bes Großherzogthums Hessen,


