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dreißig, aus Belgien schienen.
lich deS ersten Canell- tudenten-Gesanz' tzend geschmückte ron tehmer^ überall jube-: " und „Active" ha'tei ^deutschen Uaivech trag, Graz und J. Sesangvereine Knuten, der äußerst lebest ver« ußer einem Huldi^^s' :n von Schwarzburg» eben Telegramms an „900 Studenten und ,eM de« Bndand'.L , dem erneuten Telobni; änd Reich in der P-'ü-! i." Ferner wurde m ■ gesandt: „Euer Dn' 1
Deutscher Stubern- ,stimmiges Heil in w Zründer des Deutsche i Festconcert im Fürn- En von 300 Sängern, lten. _________
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Jt 15. M«> 1891.
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»egen Ausbesserung ihrer Dienst- und Gehaltßveihältoisse- die Vorstellung der HilsSgerichtSschreiber, um Reurequtieruug ihrer Gehaltsverhaltniffe - die Vorlage Großh. Ministerien deS Innern und der Justiz, sowie der Finanzen, die Errichtung einer Wein- und Obftbauschule in Oppenheim betreffend^ daS Gesuch von Schäfern der Wetterau um Er- Mäßigung bezw. Erlaß der Hundesteuer (hier formelle Er« lediguugöerklarung)- die Vorlage Großh. Ministeriums der Finanzen, den Gesetzentwurf, die Wetnsteuer betreffend.
** Rohheit. In der Nacht vom 12. auf den 13. d. M. wurden in einem Garten auf dem NahrungSberg neun Rosenstöcke von ruchloser Hand abgebrochen und demolirt.
** Sin sonderbarer Schwärmer hatte gestern Abend einen Menschenauslauf im Neuenweg dadurch verursacht, daß er, nur mit Hemd und Hose bekleidet, auf den Dächern der Häuser herumspazierte. LS gelang nicht, den Sonderling einzusangen- alS man die Schutzmannschoft requirirte, war er spurlos verschwunden.
Siner Art »on Kneippkur unterzog sich in verflossener Nacht ein junger Mann. Derselbe hatte in Wieseck gezecht und sich unterwegs in der Meinung, daß er schon zu Hause sei, auSgezogen, statt inS Bett, aber in den Ehausseegraben gelegt. Von Vorübergehenden geweckt, mußte er, nur mit Jfrofe bekleidet, den Heimweg antreten. Die Kleider hatte er so gut aufgehoben, daß er sie nicht wiederfinden konnte.
•• L. Der Cbftbaucut|u8 für Lehrer und Freunde deS Obstbaues, der in den Tagen vom 7. bis 12. Mai dss. Js. ander Äckerbauschule zu Friedberg abgehalten wurde, war von fünf Teilnehmern besucht. Der Unterricht umfaßte einen theoretischen und einen praktischen Theil und war so ein« gerichtet, daß die Theorie immer die Begründung deS in der Praxis SluSgesühiten lehrte. Durch diese Einrichtung war eS möglich, den Theilnehmern die Grundsätze und Regeln, nach denen der Obstbaum in seinen verschiedenen Formen zu erziehen und zu pflegen ist, unverlierbar einzuprägen. ES ist nur zu bedauern, daß derartige (Surfe, die in so dankenS- werther Weise zur Hebung deS Obstbaues eingerichtet sind, nicht zahlreicher besucht werden. Wie Mancher, der oft rathloS seine Obstbäume betrachtet, wie sie nicht recht gedeihen und fortkommrn wollen, würde nach Absolvirung eines solchen EursuS mit ganz anderem Verständniß seine Bäume behandeln, a'.S er es vorher gethan, und der Erfolg würde gewiß nicht fehlen. — Der sich an diesen EursuS anschließende zweite Theil desselben wird Ende Juli oder Anfang August, je nach der Witterung der nächsten Wochen und der dadurch bedingten Fortschreitung der Vegetation, eingerichtet werden.
Sine für Bauunternehmer wichtige Entscheidung ließ kürzlich daö Reichsgericht ergehen. Nach derselben fällt jede tu das Gebiet der Bauthätigkeit fallende Arbeit, bei welcher übe-haupt allgemein anerkannte Rgeln der Baukunst in Betracht kommen (also auch AbbruchSaibeiten), unter den Begriff der Bauthätigkeit im § 330 des R.-Str. G.-B.
-f- Lich, 13. Mai. Hettle sand zu Wernigerode die Verlobung deS Er b p ri n zen zu SolmS-HohensolmS- Lich mit der Prinzessin Emma zu Stolberg- Wernigerode statt.
hn AuS Oberhefsen, 14. Mai. Dienstag den 22. d. M. erreicht der israel. Religionslehrer und (Santor Herr Salo- monsohn in Hungen ein Alter von 80 Jahren. Herr Salo, monsohn wirkt seit August 1842 in dieser Gemeinde und versieht heute noch sein Amt mit größter Gewiffenhastigkeit in voller Geistesfrische.
H AuS dem Horlosfthale, 11. Mai. Zur Vertilgung der in unseren Wäldern austretenden Forstschädlinge werden die oberen Klaffen unjeicr Schulen verwandt. Dte Jugend verrichtet diese leichte Arbeit sehr gerne, denn die Kinder haben Bewegung in der herrlichen Waidlust, während die Arbeit durchaus nicht anstrengend ist. Auf diese Weise wird das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden.
-n Schotten, 11. Mai. Dieser Tage hat noch eine Versteigerung von Brennholz: Buchen, Fichten und Weichholz in den Districtcn Rüdewald, Klingehang und Kohlhag statt- gesunden, wobei die Steigerer aus der Umgegend billiges Holz erhielten, denn es wurde kaum der Tarifpreis erzielt, welcher in unsrer Gegend niedrig ist. Eine größere Parthie Holz bezog ein Steigerer aus Großcn-Lindeu bet Gießen.
△ Mainz, 14. Mai. Aus der Durchreise nach Zürich hat der Kölner M ännerg esangverei n, einer Einladung der hiesigen Liedertafel folgend, am verfloffenen Samstag hier daS erste Mal ein Goncert gegeben, durch welches sich der berühmte Verein bet dem sangeskundigen Mainzer Publikum reiche Lorbeeren errang. Jede Nummer deS reichen Pro grammes wurde von der großen Zahl der Zuhörer mit stürmischem Beifall aufgenommen und mußte dacapo gefunden werden. AlS Solisten roidien die treffliche Altistin Fräulein Ghorlotte Huhn und der weithin berühmte Goncertmeifter Herr Emil Bare von Köln mit, welche von dem reichlich gespendeten Beifall ihren gebührenden Antheil bekamen. An daS Goncert schloß sich ein großer GommerS, bei welchem die Kölner Sänger von ihren Mainzer Sangesbrüdern in Wort und Lied gefeiert und als Zeichen des Dankes und der Erinnerung dem Kölner Verein ein großer silberner Pokal mit einer entsprechenden Aufschrift dedieirt wurde. Einem der Kölner Herren, dem Inhaber der dortigen Domkellerei, Herr M. Allendorff, der sich hauptsächlich um baß Zustandekommen deS Goncenes verdient gewacht hat, wurde als Zeichen besonderen Dankes in seinem Hotel vor seiner Abreise durch c ne Militärcapelle noch eine Serenade gebracht.
A Mainz, 14. Mai. Heute, morgen und den Mittwoch tagt hier die fünfte Generalversammlung deS „katholischen LchrerverbandeS Deutschlands." Zu derselben find bereits zahlreiche Theilnehmer, besonders aus den Rheinlanden, Westphalen und Baiern hier eingetroffen. Die geschäftlichen Verhandlungen sowie die Delegirten-Sitzungen nehmen erst morgen ihren Anfang. Gleichzeitig mit vorerwähnter Generalversammlung tagt auch hier die erste Jahresversammlung
deS katholischen LehrerbereinS des Großherzoglhums Heffeu. — Der Gentralverein deutscherBöttcher hielt hier bei mäßigem Besuch seine diesjährige Generalversammlung ab. An dieselbe schloß sich eine öffentliche KÜserversammlung, in welcher ein Herr Hellmann auS Bremen über die Lage deS Gewerbes im socialdemokratischen Sinne sprach. Nach den AuSsührungen ist die Lage der Küfergesellen keineswegs rosig, die nach der Ansicht deS Redners nur durch allgemeinen Anschluß an den Gentralverein gebessert werden kann. — In den letzten 14 Tagen sind hier die Preise von Rindfleisch beträchtlich in die Höhe gegangen- eine Woche 5 Pfennig daS halbe Kilo. Der Preisaufschlag ist eine Folge des vorjährigen Futtermangels, der Biele zur Abschaffung deS Rindviehes zwang.
Dermifd?tes.
* Vertin, 10. Mai. Wegen MajestätSbele^igung ist der SectionSvorsitzende des Bundes der Landwirthe, BaucrnguiSbesitzer Wcgmann, am Dienstag von dem Landgericht zu Guben zu sechs Monaten Gefängniß ver- urthetlt worden. Wegmann hatte in einem Gespräch seinem Mißfallen über die Politik deS Reichskanzlers Ausdruck gegeben, und als ihm vorgehalten wurde, daß doch der Kaiser den Reichskanzler zum Minister erwählt habe, sich zu einer unehrerbietigen Aeußerung gegen Se. Majestät hinreißen lassen. Der Vertheidiger machte vergeblich alS strafmildernd geltend, daß der Angeklagte unter dem Einfluß gestanden habe, den gewiffe Kreise (d. h. der Bund der Landwirthe) auf den kleinen Landwirth in Betreff der Politik deS Reichskanzlers auSüben.
* Berlin, 12. Mai. Der Fernmarsch nach Friedrichs- ruh ist heute früh vom Brandenburger Thor auS von zwölf Mann angetreten worden. Unter ihnen befindet sich der Buchdrucker Otto Peitz auß Flöha, der Sieger beim vorjährigen Fernmarsch Berlin Wien.
* Berlin, 12. Mai. Der 60 jährige Kaufmann Eli Oppenheimer auß Weimar hat sich hier in einem Hotel erschossen- er soll größere Geldverluste gehabt haben.
* Ehemuitz, 12. Mai. In Gersdorf erstickten im GaS der Jauchengrube eines Bauerngutes der Gutsbesitzer Libieg und zwei Arbeiter.
* Baden Baden, 10. Mai. Generalstabsarzt Or. Hartmann fiel gestern Vormittag in der Lichtenthaler Allee von seinem durchgehenden Pferde- er ist Nachmittags an den Folgen der Verletzungen gestorben.
* Paris, 11. Mai. In einem der Parsumerieläden der Firma Guiraud, im Gentrum der Stadt, wurde die Geschäftsführerin Louise Andrieux erdrosselt aufgesunden. Man ist der Ansicht, daß eS sich um einen Lustmord handelt und hält einen Angestellten der Firma Guiraud für den Mörder. Derselbe ist flüchtig- er soll nach Deutschland entflohen sein.
* Ediuburg, 12. Mai. Als das heute in Queensserry eingetroffene britische Kriegsschiff „Galatea" Salutschüsse zu Ehren deS deutschen Geschwaders abgab, wurde bei dem zehnten Schuß ein Artillerie-Jnstructeur Namens Lawrence in Folge eines noch unaufgeklärten Unfalls getöbtet, einem Anderen wurde ein Arm weggerissen.
* Troppau, 11. Mai. Heute früh 3 Uhr fand In aller Stille die Beerdigung der zehn er sch os sen en B erg l e u t e In Polnisch Ostrau statt. Der Friedhof war m.ütärifd) besetzt, starke Militärpatrouillen durchzogen die Straßen. Leidtragende Theilnehmer am Begräbniß wurden nicht zugelassen. Der Kaplan segnete die Leichen ein, und die Särge wurden von Soldaten zum Schachtgrabe getragen, begleitet von Grubenlichtträgern. Als im Laufe des Vormittags die Bergleute nach der Stunde des Begräbnisses fragten, und erfuhren, daß es schon vorüber sei, entstand große Aufregung, die sich aber bald Legte.
* Paris, 11. Mai. In Pantin (Dep. Seine) wurden gestern abermals dreizehn Dynamitpatronen bei der Brücke eingegraben ausgefunden.
* Warnung für Reisende nach Italien. Nach der „Schw. E.-Ztg." speiste unlängst ein Herr in einem Restaurant und bezahlte mit einem 50-Frankenbtllet. WaS er zurück bekam, waren durchweg kleine Papierscheine. Mit diesen begab er sich ans daß nächstgelegene Telegraphenbureau und wollte die Taxe für ein anfgegebeneß Telegramm damit bezahlen. Dort aber wies man die kleinen Scheine mit bedauerlichem Lächeln und der Bemerkung zurück: „Dieselben haben nur Gültigkeit in Restaurants und Gafeß des Syndicats der Gaftwirthe." Der Herr pmr also gezwungen, die sammtlichen 50 Franken in den Cochlen deß Syndicats zu verzehren, wenn er den Geldwerth der kleinen Billete nicht ganz einbüßen wollte. Recht angebehm!
• Ein junges Paar in Heidelberg, daß sich in den Ehestand begeben wollte und um die Einwilligung des Herrn Papa bat, erhielt von demselben folgenden kurzen Bescheid: „Sie hat nichts und Du desgleichen- Dennoch wollt Ihr, wie ich sehe, Zu dem Bund der heil'gen Ehe Euch bereits die Hände reichen.
Kinder, seid Ihr denn bei Sinnen? Ueberlegt Euch daß Kapitel: — Ohne die gebör’gen Mittel Soll man keinen Krieg beginnen."
♦ Merkwürdige Pilger. Unter den nach Rom gekommenen spanischen Pilgern befanden sich auch wie die clerifale „Gorr. de Rome" mittheilt, eine mit Bändern und Troddeln festlich aufgeputzte schneeweiße Ziege und alß ihr Gefährte ein . . . Schäferhund. Der Papst war nicht wenig erstaunt, als ihm zugemuthet wurde, den beiden Thieren einen Segen zu er« theilen. Als die Spanier ihm aber bedeuteten, daß die Ziege bestimmt sei, ein krankes Kind mit ihrer Milch zu nähren, und der Schäferhund dazu, eine gewiffe andalusische Hunderasse zu veredeln, da gab der Papst lächelnd nach, segnete die Thiere und streichelte sie. Uebrigenfl ist eine solche Segnung nichts Neues, vielmehr findet alljährlich vor der St.
Antoniußkirche in Rcm eine Segnung der Hausthiere statt. — Andere Pilger brachten, um sie segnen zu laffen, nicht nur Gebetbücher und Rosenkränze, sondern auch ihre ganze Garderobe, ihren Familienschirm von unglaublicher Dimension u. s. w. mit.
* Gin Sonnenschirm, welcher in der Tasche ousdewahrl werden kann, ist eine Neuheit der Saison, welche demnächst dem Touristen, Ruderer, Radfahrer, ja sogar dem Bureau- arbeiter, Gärtner, dem vorübergehend wie ständigen Landbewohner, kurz einem im Freien weilenden, verkehrenden und eineß wohlthätigen Schattens bedürftigen Publikum zu Statten kommen wird. Der Schirm, nach dem Patentinhaber Paris in Frankfurt a. M. genannt „Paris Touristenschirm", wird vermittelst einer elastischen Schnur an jeder beliebigen Kopfbedeckung ober entblößtem Haupte befestigt, auseinander gezogen und Augen und Gesicht sind vollkommen beschützt, beschattet, während beide Hände zur freien Verfügung bleiben.
Spirlpüm Der vereinigten Zrankfurter Atadtttzeatrr
tpernhauß.
Mittwoch den 16. Mai: ®a5parone. Donnerstag den 17. Mat: Tannhäuser. Freitag den 18. Mai geschlossen, eamßtafl den 19. Mai: Garmen. Sonntag den 20. Mat: Walküre.
Lchausptethauß.
Mittwoch den 16. Mat: A basso porto. (8m unteren Hafen.) Donnerstag den 17. Mat geschlossen. Freitag den 11. Mat: Misanthrop. Fortunto« Lied. SamStag den 19. Mai: Don Carlos. Sonntag den 20 Mai: Madame Sans-G'-ne. Montag den 21. Mat Madame SanS-GSne.
Technische Fortschritte.
— Neues Verfahren zur Herstellung wafserdtchter Packleinwand. Früher theerte man dte Packieinwand, um sie wasserdicht zu wachen. Derartige Leinwand hatte jedoch den Rachthetl, daß sie sehr leicht brach. Gegenwärtig beseitigt man dt sen Uebelstand durch folgenden Anstrich: Man löst ein Kilogramm Schmierseife in heißem Wasser, setzt dann GisenvttrtoUösung hinzu, wäscht mit Wasser die hierbei entstehende Eisenseise auS, trocknet letztere an einem warmen Orte und vermocht sie dann mit 120 Gramm klein zerschnittenem Kautschuk in IV» Kilogramm Leinöl. Eine mit dies m Anstriche versehene Packleinwand wird völlig wasserdicht und ein Brüchlgwerden derselben ist ausgeschlossen.
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Temperatur der Lahn und der Luft nach Reoumur gemessen am 15. Mai, zachen 11 und 12 Uhr: Wasser 13, Lust 15°. Rübsamen sche Badcanstast.


